rorro Geschrieben 5. Februar Melden Geschrieben 5. Februar vor 23 Minuten schrieb Chrysologus: Bericht aus der Praxis, unter BXVI: Afrikanische Bischofskonferenz bereitet Bericht zum Ad Limina Besuch vor. Der Fragebogen sieht einen Bericht zum Zölibat vor. Sie überlegen, wahrheitsgemäß zu antworten, dass Pfarreien so geplant werden, dass es für Pfarrer und Frau und Kinder reicht. Der Nuntius hielt sie aber davon ab, Rom erfuhr, dass der Zölibat eine wertvolle Stütze kirchlichen Lebens sei. Vor Rom haben die Bischöfe meist zu viel Respekt. Welche "Afrikanische Bischofskonferenz" war das denn? Und aus "Respekt" zu lügen ist komplett verwerflich, vor allem ist das kein Respekt. Ich hoffe die Zeit ist (bald?) vorbei, wo Bischlfe aus ärmeren Ländern Angst vor der Kurie oder gar dem Papst haben. Zitieren
Werner001 Geschrieben 5. Februar Melden Geschrieben 5. Februar vor 56 Minuten schrieb rorro: Das ist falsch. Diverse dt. Bischöfe hatten schon bei Leo Privataudienzen (u.a. Bätzing, Wilmer etc.), also Einzelgespräche. Ja wenn das so ist, könnten die… Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich allerdings, dass nicht wenige Menschen aus lauter, hm, sagen wir „Ehrfurcht“, große Hemmungen haben, dem „großen Chef“ die Wahrheit zu sagen, wenn die wissen oder auch nur vermuten, er möchte sie nicht hören. Und dann gibt es natürlich auch noch oberste Chefs, die viel Wert auf ein „gutes Betriebsklima“ legen und alle ermuntern, ihnen die Wahrheit zu sagen, um sie anschließend zu ignorieren. Werner Zitieren
rorro Geschrieben 5. Februar Melden Geschrieben 5. Februar vor 19 Minuten schrieb Werner001: Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich allerdings, dass nicht wenige Menschen aus lauter, hm, sagen wir „Ehrfurcht“, große Hemmungen haben, dem „großen Chef“ die Wahrheit zu sagen, wenn die wissen oder auch nur vermuten, er möchte sie nicht hören. Und blasen dann ihre Meinung in jedes Mikrofon und denken, der große Chef hört es nicht. Genau mein Humor. 1 Zitieren
Werner001 Geschrieben 5. Februar Melden Geschrieben 5. Februar vor einer Stunde schrieb rorro: Und blasen dann ihre Meinung in jedes Mikrofon und denken, der große Chef hört es nicht. Genau mein Humor. Ist aber so. Gibt es oft. Jemandem etwas ins Gesicht zu sagen ist ein ganz anderes Thema. Es geht ja nicht darum, dass man meint oder hofft, dass der „große Chef“ es nicht hört oder mitbekommt. Sie trauen sich nur nicht, es ihm ins Gesicht zu sagen. ich hab das schon mehrfach selbst erlebt: irgendetwas führt zu allgemeiner Aufregung, es wird so „laut“, dass die Chefetage es zur Kenntnis nehmen muss. Der große Chef kommt, stellt sich vor die Mannschaft und sagt „wo drückt euch der Schuh“? Und es folgt das große Schweigen, keiner traut sich (außer mir 😉). Werner Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 5. Februar Melden Geschrieben 5. Februar Bei der konkreten Ausgestaltung der Organisation der Kirche und ihren Leitungsämtern hat die Kirche doch eigentlich einen sehr großen Spielraum, nur sehr Weniges wurde explizit durch Jesus selbst festgelegt, die neutestamentlichen Schriften spiegeln ja schon selber eine Vielfalt und eine Variationsbreite wider….. Insgesamt bewegt sich die konkrete Organisation der Kirche im Laufe der 2000 Jahre zwischen den beiden extremen und gegensätzlichen Polen, die man mit „Konziliarismus“ und „Papalismus“ umschrieben hat. Der „Konziliarismus“ hatte wohl unbestritten seinen Höhepunkt auf dem Konstanzer Konzil 1414-1418, bei dem nach dem „abendländischen Schisma“ drei Päpste durch die „Oberhoheit“ des Konzils als letzte Entscheidungsinstanz abgesetzt und ein neuer Papst gewählt wurde. Interessant ist es schon zu sehen, wie schnell dieser Gedanke des Koziliarismus und die Berufung auf ein allgemeines Konzil zur Lösung von Streitfragen von den Folgepäpsten kassiert wurden, beispielhaft wohl Pius II….. Der Höhepunkt des Papalismus stell wohl unbestritten das Pontifikat Pius IX, das Erste Vaticanum, Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat dar. Was die Situation der Kirche heute angeht, so stehen wir wohl eher auf der Seite des „Papalismus“. Unter JPII und Benedikt XVI wurde die zentrale Leitung des Papstes nochmals sehr betont und auch in der Praxis umgesetzt ( vor allem JPII ). Franziskus nun hat als Papst begonnen, die Kirche ganz sanft in eine Richtung des Konziliarismus zu bewegen mit der Idee der „synodalen Kirche“ des „Zuhörers“ und „Miteinander Redens“ im geistlich-spirituellen Kontext. Wie viel Widerstände aus den eigenen Kardinals-Reihen Franziskus bei der Öffnung der „papalen“ Kirche erfahren hat, wie selbst noch der emeritierte Papst Benedikt XVI von interessierten Kreisen missbraucht wurde ( Zölibatsdiskussion im Zusammenhang mit der Amazonas-Synode ), konnte man lebhaft und schmerzlich mitverfolgen. So wie es aussieht möchte Leo diesen Kurs einer „synodalen Kirche“ weiterverfolgen…… Zitieren
SteRo Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar Kirchenrechtler glaubt nicht an Genehmigung für Synodalkonferenz Das wäre wohl auch der Einheit der Kirche am dienlichsten. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb SteRo: Kirchenrechtler glaubt nicht an Genehmigung für Synodalkonferenz Das wäre wohl auch der Einheit der Kirche am dienlichsten. Man erkennt inzwischen sehr deutlich: sowohl gesamtkirchlich - angestoßen durch Franziskus und jetzt weitergeführt durch Leo - als auch in der Kirche in Deutschland ist man durchaus "synodal" unterwegs. Allerdings scheint es so, dass man unter dem Label "Synodalität", "synodale Kirche" jeweils etwas anderes versteht. Das führt dann zwangsläufig zu Missverständnissen, Irritationen, Frustrationen und auch konkreten Konflikten. Das ist an sich ja keineswegs überraschend, kommt doch durch das Stichwort "Synodalität" als ein wichtiger Wesenszug von Kirche durchaus ein ganz neuer Akzent in das kirchliche Leben hinein, der ja unter JPII und BXVI in ihrer streng zentralistischen Auffassung von Kirche keinerlei Bedeutung hatte. Was den deutschen Weg der geplanten "Synodalkonferenz" angeht, so wäre doch im Sinne eines handwerklich professionellen Handelns selbstverständlich die Erwartung, dass das Vorhaben und der Entwurf, der Rom zur Genemigung vorgelegt wird, vorab von Profis im Kirchenrecht auf Kompatibilität gecheckt wird.... bearbeitet 6. Februar von Cosifantutti Zitieren
rorro Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar Ob der Mißbrauchsbericht des DPSG dazu führen wird, daß Apologeten des Synodalen Wegs etwas demütiger werden in bezug auf Ursachen des Mißbrauchs in der Kirche? Zitieren
rorro Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar Jetzt haut bald das EB Paderborn bald einen Mißbrauchsbericht raus mit erwartbaren Ergebnissen aus früheren Jahren. Wenn man wissen will, wie man die Empörungswelle weiter angeheizt hält, lerne man von katholischen Bistümern. Die EKD hat EINE Studie vorgelegt und das war's. Eine für alle. Strategisch natürlich viel klüger. Zitieren
Guppy Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar Am 5.2.2026 um 19:20 schrieb Cosifantutti: Kannst du mir mal erklären, was die Frage der sexuellen Vielfalt, bzw. deren Anerkennung oder deren Leugnung mit Prävention gegen sexueller Missbrauch zu tun hat ? Das ist keine Prävention gegen sexuellen Missbrauch, sondern sexueller Missbrauch. 1 Zitieren
rorro Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar (bearbeitet) In NRW sollen alle Kinder gemäß der offiziellen Richtlinie bis zum Ende der Grundschule mit folgenden Themen "in angemessener Form" vertraut(!) sein: Beziehungen und Sexualität Geschlechterrollen Familie und andere Formen des Zusammenlebens Körper und Sexualität sexueller Missbrauch Und zwar mit all diesen Themen!! Ja, für 6-9 jährige ist das für mich Mißbrauch. bearbeitet 6. Februar von rorro Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar vor 17 Minuten schrieb Guppy: Das ist keine Prävention gegen sexuellen Missbrauch, sondern sexueller Missbrauch. Worin besteht denn konkret der sexuelle Missbrauch, wenn Kinder und Jugendliche lernen Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen ? Zitieren
Flo77 Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar vor 1 Minute schrieb Cosifantutti: Worin besteht denn konkret der sexuelle Missbrauch, wenn Kinder und Jugendliche lernen Vorurteile und Diskriminierungen abzubauen ? Früher galt "ein Kind ist reif genug für die Antwort, wenn es die Frage stellt" und "beantworte immer nur die Frage, die gestellt wurde". Was die Sexualerziehung in heutigen Kinderverwahranstalten angeht, scheint man davon meilenweit entfernt zu sein. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar vor 11 Minuten schrieb Flo77: Früher galt "ein Kind ist reif genug für die Antwort, wenn es die Frage stellt" und "beantworte immer nur die Frage, die gestellt wurde". Was die Sexualerziehung in heutigen Kinderverwahranstalten angeht, scheint man davon meilenweit entfernt zu sein. Da könntest du allerdings leider Recht haben, dass das mit der "Altersgemäßheit" doch nicht so eingehalten wird als wichtiges pädagogisches Prinzip.... Zitieren
Chrysologus Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar vor 2 Stunden schrieb rorro: Ob der Mißbrauchsbericht des DPSG dazu führen wird, daß Apologeten des Synodalen Wegs etwas demütiger werden in bezug auf Ursachen des Mißbrauchs in der Kirche? Unwahrscheinlich, weil wir über sehr verschiedene Welten sprechen. Zitieren
Werner001 Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar vor 3 Stunden schrieb Flo77: Früher galt "ein Kind ist reif genug für die Antwort, wenn es die Frage stellt" und "beantworte immer nur die Frage, die gestellt wurde". Was die Sexualerziehung in heutigen Kinderverwahranstalten angeht, scheint man davon meilenweit entfernt zu sein. Früher gab es kein Internet. Ich denke, es ist besser, die Kinder bekommen Antworten auf noch gar nicht gestellte Fragen von Pädagogen als aus dem Netz. Oder, wie es neulich eine Kollegin formuliert hat „heute ist die Frage nicht mehr ‚wie kläre ich meine Kinder über Sexualität auf‘, sondern ‚wie bringe ich ihnen bei, dass das, was sie schon über Sexualität zu wissen glauben, nicht die Realität ist‘“ Natürlich hängt es davon ab, wie ein Lehrer das macht, da gibt es auch solche und solche… Werner 3 Zitieren
Werner001 Geschrieben 6. Februar Melden Geschrieben 6. Februar Am 5.2.2026 um 23:27 schrieb Cosifantutti: So wie es aussieht möchte Leo diesen Kurs einer „synodalen Kirche“ weiterverfolgen…… Mal von außen betrachtet: in einer weltweiten Einheitskirche kann eine Lokalsynode natürlich allenfalls versuchen, ein paar Denkanstöße zu geben. Irgendwelche grundlegenden Entscheidungen können naturgemäß da nicht getroffen werden. Und zweitens: in einer weltweiten Einheitskirche sind wirkliche Änderungen so gut wie ausgeschlossen, weil bei praktisch jedem Thema die Hälfte der Betroffenen völlig anders tickt als die andere Hälfte. Der kleinste gemeinsame Nenner für Änderungen ist dadurch immer mikroskopisch klein Werner Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar vor 5 Stunden schrieb rorro: Ob der Mißbrauchsbericht des DPSG dazu führen wird, daß Apologeten des Synodalen Wegs etwas demütiger werden in bezug auf Ursachen des Mißbrauchs in der Kirche? vor 5 Stunden schrieb rorro: Jetzt haut bald das EB Paderborn bald einen Mißbrauchsbericht raus mit erwartbaren Ergebnissen aus früheren Jahren. Wenn man wissen will, wie man die Empörungswelle weiter angeheizt hält, lerne man von katholischen Bistümern. Die EKD hat EINE Studie vorgelegt und das war's. Eine für alle. Strategisch natürlich viel klüger. Geht es hier um die besseren Marketing-Strategien ? Zitieren
iskander Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb rorro: In NRW sollen alle Kinder gemäß der offiziellen Richtlinie bis zum Ende der Grundschule mit folgenden Themen "in angemessener Form" vertraut(!) sein [...] Ja, für 6-9 jährige ist das für mich Mißbrauch. Ohne die genauen Details zu kennen, ist das doch Unsinn. Es sollen hier doch sehr wahrscheinlich nicht die Details sexueller Interaktionen ausgebreitet werden, sondern eben kindgerechte/altersgemäße Informationen bereitgestellt, so wie beispielsweise auch in den Niederlanden. Apropos Niederlande: Vergleiche beispielsweise einmal beispielsweise die Sexualerziehung, die dort stattfindet, mit derjenigen, die in großen Teilen der USA stattfindet. Kernpunkte: - In den USA, in denen weithin die völlige Abstinenz bis zur Ehe propagiert wird wird, fangen die Jugendlichen eher sogar früher mit ihren ersten sexuellen Kontakten an als in den Niederlanden mit ihrer positiven Sexualerziehung. - Dafür gibt es in den USA viel mehr Teenager-Schwangerschaften und Abtreibungen bei Teenagern. - Es gibt dort auch eine viel höhere Rate von sexuell übertragbaren Krankheiten unter jungen Menschen. - Deutlich mehr Jugendliche in den USA erleben ihren ersten Geschlechtsverkehr als negativ. Ähnliche Ergebnisse bekommt man übrigens auch beim Vergleich anderer Länder und Kulturen. Unethisch und verantwortungslos ist nicht eine altersgerechte und positive Sexualerziehung, sondern eine repressive. (Das Wort "Missbrauch" lasse ich hier einmal weg, damit es nicht zu provokant klingt.) Diese führt auch nicht etwa zur von ihren Befürwortern gewünschten Abstinenz, sondern hat vor allem Folgen, die selbst den Anhänger einer restriktiven Sexualmoral missfallen müssten. Geht es den Anhängern einer rigiden Sexualmoral eigentlich wirklich um das Wohl der jungen Menschen - oder um die eigene Ideologie, an der man unbedingt festhalten will? Egal ob diese in der Wirklichkeit funktioniert oder nicht, und egal ob diese in der realen Welt gute oder schlechte Früchte mit sich bringt? bearbeitet 7. Februar von iskander 1 Zitieren
rorro Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar vor 10 Stunden schrieb Chrysologus: Unwahrscheinlich, weil wir über sehr verschiedene Welten sprechen. Das befürchte ich auch. Man wird eher über die Unterschiede als über Gemeinsamkeiten sprechen, damit die kirchenpolitische Agenda nicht gefährdet wird. Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Kara Geschrieben 7. Februar Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 7. Februar (bearbeitet) Ich fand den Sexualkunde-Unterricht in der Grundschule bei meiner Tochter völlig unproblematisch. Es gab dazu im Vorfeld einen Elternabend. Dort wurden uns alle Materialien gezeigt, die im Unterricht verwendet werden und genau erklärt, wie "tief" man in die Materie eindringt. Fazit: Nicht tief. Keine Details. Weder bei den Abbildungen, noch bei den Erklärungen. Es wurden die Grundzüge der biologische Vorgänge beschrieben. Meiner Meinung nach sehr altersgerecht. Die verschiedenen Formen des Zusammenlebens wurden auch besprochen. Dass manche Männer auch Männer lieben und heiraten ist eine Tatsache in diesem Land. Dass das hier erlaubt ist, man homosexuelle Menschen nicht diskriminiert und allen Menschen mit gleicher Achtung begegnet, dürfte nicht zuletzt für die vielen Migrantenkinder hier was völlig Neues gewesen sein. Ich finde es gut, das auch schon in der Grundschule anzusprechen. Zum Alter: Meine Tochter hat die Frage nach den Babys schon lange vorher gestellt. Ich hab sie detailreicher aufgeklärt, als es dann in der Schule passiert ist. Manche Eltern haben beim Elternabend gesagt, dass ihre Kinder noch nicht gefragt hätten und hatten auch Sorge, dass sie etwas hören, was sie noch gar nicht hören wollen und was sie dann verstören könnte. Die Lehrerin meinte daraufhin, dass die Kinder in so einem Fall völlig abschalten würden. Sie hören einfach nicht zu und klinken sich aus. Und das wäre total ok, solche Kinder lässt man völlig in Ruhe. Jedenfalls wurden auf diesem Elternabend die Sorgen der Eltern ernst genommen (viele Muslime). Die Bedenken konnten aber zerstreut werden, hinterher ging keiner mit einem schlechten Gefühl raus. Meine Tochter fand den Unterricht "nervig" aber nicht weiter beachtenswert. Ich halte die Behandlung dieser Themen in der weiterführenden Schule für wesentlich problematischer, weil man da dann wirklich schon in ideologische Gewässer kommt. Aber das ist ein anderes Thema. Soweit mal ein Einzelerfahrungsbericht aus BaWü, 4. Klasse (3 Jahre her). bearbeitet 7. Februar von Kara 2 3 Zitieren
Chrysologus Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar vor einer Stunde schrieb rorro: Das befürchte ich auch. Man wird eher über die Unterschiede als über Gemeinsamkeiten sprechen, damit die kirchenpolitische Agenda nicht gefährdet wird. Ich weiß nicht, welche kirchenpolitische Agenda die franziskanische Gemeinschaft verfolgt, die DPSG hat die Kirchenpolitik komplett an den BDKJ delegiert und kümmert sich nur dann darum, wenn es um praktische Fragen (Bleibt uns das Gemeindezentrum erhalten?) geht. Wir haben in unserer Studie einen weitaus breiteren Gewaltbegriff angelegt als das die Diözesen üblicherweise tun. Wir haben uns Peergewalt angesehen (da fühlen die Diözesen sich meist komplett unzuständig), wir haben Gewalterfahrungen von jungen Erwachsenen angesehen (die Betroffene auf dem Podium war 19, als sie Betroffene wurde - das wäre in den Augen der Diözesen kein Thema für Intervention und Hilfsangebote), wir haben uns spirituelle Gewalt angesehen (da sind die Bischöfe zwar klar dagegen, aber das war es dann oft auch) - weil wir eine sichere Umgebung für unsere Mitglieder haben wollen. Es reicht und nicht, wenn in einer Begegnung nichts strafbares passiert, es soll niemand Schaden nehmen. Wenn das kirchenpolitische Agenda ist, weil wir hier in der Kirche etwas verändern wollen - dann mag das so sein. 3 Zitieren
Chrysologus Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar vor einer Stunde schrieb Kara: Soweit mal ein Einzelerfahrungsbericht aus BaWü, 4. Klasse (3 Jahre her). Das habe ich so ähnlich bei meinen Töchtern in Bayern auch mitbekommen, die Vorschriften sind ähnlich, ich war aber bei den Elternabenden nicht da, weil ich da unbesorgt war). Und ab und an erzählen mir meine Gruppenkinder, dass sie das in der Schule hatten - manchmal erkennbar, dass sie das sehr beschäftigt, manchmal erkennbar beiläufig als Kommentar zum Bericht derjenigen, die das spannend fanden. Und ich halte das für sehr wichtig, weil ich im Kontext Aufarbeitung sexueller Gewalt immer wieder erlebe, dass Betroffene das, was sie da erfahren, weder benennen noch einordnen können. Und das nicht in grauer Vorzeit, sondern auch heute. Kinder und Jugendliche mögen in erschreckendem Maße mit Pornografie in Kontakt kommen - sie haben dennoch oft wenig Ahnung, ob das, was sie da gerade erleben, sexuell ist oder nicht. Ob und welche Grenzen sie setzen dürfen. 3 Zitieren
rorro Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar (bearbeitet) vor 18 Minuten schrieb Chrysologus: Ich weiß nicht, welche kirchenpolitische Agenda die franziskanische Gemeinschaft verfolgt, die DPSG hat die Kirchenpolitik komplett an den BDKJ delegiert und kümmert sich nur dann darum, wenn es um praktische Fragen (Bleibt uns das Gemeindezentrum erhalten?) geht. Wir haben in unserer Studie einen weitaus breiteren Gewaltbegriff angelegt als das die Diözesen üblicherweise tun. Wir haben uns Peergewalt angesehen (da fühlen die Diözesen sich meist komplett unzuständig), wir haben Gewalterfahrungen von jungen Erwachsenen angesehen (die Betroffene auf dem Podium war 19, als sie Betroffene wurde - das wäre in den Augen der Diözesen kein Thema für Intervention und Hilfsangebote), wir haben uns spirituelle Gewalt angesehen (da sind die Bischöfe zwar klar dagegen, aber das war es dann oft auch) - weil wir eine sichere Umgebung für unsere Mitglieder haben wollen. Es reicht und nicht, wenn in einer Begegnung nichts strafbares passiert, es soll niemand Schaden nehmen. Wenn das kirchenpolitische Agenda ist, weil wir hier in der Kirche etwas verändern wollen - dann mag das so sein. Der OFS verfolgt gar keine Agenda, da gibt’s auch nichts zu delegieren. Nur gehörte eben der BDKJ gerade zu den Wortführern derjenigen, die die üblichen Gründe für den Missbrauch anführten (Zölibat et al.), während jetzt einer ihrer Verbände belegt, daß das mitnichten so ist. Ein wenig Abrüstung in der Selbstgewißheit bleibt daher zu erhoffen. Auch wenn die Hoffnung gering ist… bearbeitet 7. Februar von rorro Zitieren
rorro Geschrieben 7. Februar Melden Geschrieben 7. Februar vor 9 Stunden schrieb Cosifantutti: Geht es hier um die besseren Marketing-Strategien ? Es geht um das kleine Einmaleins der Außenwirkung. Zitieren
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