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Synodaler Weg - schon versperrt?


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Geschrieben
vor 23 Minuten schrieb Chrysologus:

Bericht aus der Praxis, unter BXVI: Afrikanische Bischofskonferenz bereitet Bericht zum Ad Limina Besuch vor. Der Fragebogen sieht einen Bericht zum Zölibat vor. Sie überlegen, wahrheitsgemäß zu antworten, dass Pfarreien so geplant werden, dass es für Pfarrer und Frau und Kinder reicht. Der Nuntius hielt sie aber davon ab, Rom erfuhr, dass der Zölibat eine wertvolle Stütze kirchlichen Lebens sei.

Vor Rom haben die Bischöfe meist zu viel Respekt.

 

Welche "Afrikanische Bischofskonferenz" war das denn?

 

Und aus "Respekt" zu lügen ist komplett verwerflich, vor allem ist das kein Respekt.

 

Ich hoffe die Zeit ist (bald?) vorbei, wo Bischlfe aus ärmeren Ländern Angst vor der Kurie oder gar dem Papst haben.

Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb rorro:

 

Das ist falsch. Diverse dt. Bischöfe hatten schon bei Leo Privataudienzen (u.a. Bätzing, Wilmer etc.), also Einzelgespräche.

Ja wenn das so ist, könnten die…

Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich allerdings, dass nicht wenige Menschen aus lauter, hm, sagen wir „Ehrfurcht“, große Hemmungen haben, dem „großen Chef“ die Wahrheit zu sagen, wenn die wissen oder auch nur vermuten, er möchte sie nicht hören.

Und dann gibt es natürlich auch noch oberste Chefs, die viel Wert auf ein „gutes Betriebsklima“ legen und alle ermuntern, ihnen die Wahrheit zu sagen, um sie anschließend zu ignorieren.

 

Werner

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb Werner001:

Aus meiner persönlichen Erfahrung weiß ich allerdings, dass nicht wenige Menschen aus lauter, hm, sagen wir „Ehrfurcht“, große Hemmungen haben, dem „großen Chef“ die Wahrheit zu sagen, wenn die wissen oder auch nur vermuten, er möchte sie nicht hören.

 

Und blasen dann ihre Meinung in jedes Mikrofon und denken, der große Chef hört es nicht. Genau mein Humor.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Und blasen dann ihre Meinung in jedes Mikrofon und denken, der große Chef hört es nicht. Genau mein Humor.

Ist aber so. Gibt es oft. Jemandem etwas ins Gesicht zu sagen ist ein ganz anderes Thema. 
Es geht ja nicht darum, dass man meint oder hofft, dass der „große Chef“ es nicht hört oder mitbekommt. 
Sie trauen sich nur nicht, es ihm ins Gesicht zu sagen.

 

ich hab das schon mehrfach selbst erlebt: irgendetwas führt zu allgemeiner Aufregung, es wird so „laut“, dass die Chefetage es zur Kenntnis nehmen muss. Der große Chef kommt, stellt sich vor die Mannschaft und sagt „wo drückt euch der Schuh“?

Und es folgt das große Schweigen, keiner traut sich (außer mir 😉). 
 

Werner

Geschrieben

Bei der konkreten Ausgestaltung der Organisation der Kirche und ihren Leitungsämtern hat die Kirche doch eigentlich einen sehr großen Spielraum, nur sehr Weniges wurde explizit durch Jesus selbst festgelegt, die neutestamentlichen Schriften spiegeln ja schon selber eine Vielfalt und eine Variationsbreite wider…..

 

Insgesamt bewegt sich die konkrete Organisation der Kirche im Laufe der 2000 Jahre zwischen den beiden extremen und gegensätzlichen Polen, die man mit „Konziliarismus“ und „Papalismus“ umschrieben hat.

 

Der „Konziliarismus“ hatte wohl unbestritten seinen Höhepunkt auf dem Konstanzer Konzil 1414-1418, bei dem nach dem „abendländischen Schisma“ drei Päpste durch die „Oberhoheit“ des Konzils als letzte Entscheidungsinstanz abgesetzt und ein neuer Papst gewählt wurde. Interessant ist es schon zu sehen, wie schnell dieser Gedanke des Koziliarismus und die Berufung auf ein allgemeines Konzil zur Lösung von Streitfragen von den Folgepäpsten kassiert wurden, beispielhaft wohl Pius II….. 

 

Der Höhepunkt des Papalismus stell wohl unbestritten das Pontifikat Pius IX, das Erste Vaticanum, Unfehlbarkeit und Jurisdiktionsprimat dar. Was die Situation der Kirche heute angeht, so stehen wir wohl eher auf der Seite des „Papalismus“. Unter JPII und Benedikt XVI wurde die zentrale Leitung des Papstes nochmals sehr betont und auch in der Praxis umgesetzt ( vor allem JPII ).

 

Franziskus nun hat als Papst begonnen, die Kirche ganz sanft in eine Richtung des Konziliarismus zu bewegen mit der Idee der „synodalen Kirche“ des „Zuhörers“ und „Miteinander Redens“ im geistlich-spirituellen Kontext. Wie viel Widerstände aus den eigenen Kardinals-Reihen Franziskus bei der Öffnung der „papalen“ Kirche erfahren hat, wie selbst noch der emeritierte Papst Benedikt XVI von interessierten Kreisen missbraucht wurde ( Zölibatsdiskussion im Zusammenhang mit der Amazonas-Synode ), konnte man lebhaft und schmerzlich mitverfolgen.  So wie es aussieht möchte Leo diesen Kurs einer „synodalen Kirche“ weiterverfolgen……

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