Werner001 Geschrieben vor 7 Stunden Melden Geschrieben vor 7 Stunden vor 29 Minuten schrieb SteRo: Im Artikel gehts um "Zusammenbruch der Glaubenspraxis" und konkret steht da: „Die Beichtrate sank von 90 auf unter zehn Prozent in ein bis zwei Jahren“ An die Zeiten kann ich mich noch erinnern. Vor den großen Festen wurden Bußandachten mit Generalabsolution gehalten. Die riesige Kirche war brechend voll (Elisabeth, wieviele passen da rein?), eine Zeitlang wurden diese Bußandachten sogar mehrfach gehalten, so groß war der Andrang. Dann wurde das durch Rom verboten, es gab keine Bußandachten mehr, jedenfalls keine mit Generalabsolution. Das hat den Besuch schnell nachlassen lassen (*), aber zum Beichten ist auch niemand mehr gegangen (bzw nur wenige) Werner (*) Katholiken denken da mMn oft sehr utilitaristisch. „Wozu soll ich da hingehen? Absolution gibt es nicht, verpflichtend ist es nicht, also wozu soll das gut sein?“. Zitieren
rorro Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden vor 1 Stunde schrieb Flo77: Der Weihbischof spricht von einem Zusammenbruch binnen weniger Jahre. Das kann nicht nur damit erklärt werden, daß der Nachwuchs nicht nachrückt. Das hätte sich erst 20 oder mehr Jahre später auswirken dürfen. Das was vorher verbindlich war (und wahrscheinlich Folgen fürs eigene Heil hatte, wenn man es nicht tat), war auf einmal für nicht so relevant erklärt worden. Warum also machen? Dazu wurden einige theologische Überzeugungen über Bord geworfen - warum also generell noch dazugehören? Dazu braucht es keine 20 Jahre, wenn die Evangelisation ausgeblieben war und absolute Wahrheit verneint wurde. Zitieren
rorro Geschrieben vor 6 Stunden Melden Geschrieben vor 6 Stunden vor einer Stunde schrieb Chrysologus: Die Geschichte ist etwas komplexer - in den Niederlanden gab es eine der engagiertesten und lebendigsten katholischen Kirchen Europas, mit dem Ergebnis, dass sie Priester exportierte, weil es schlicht zu viele davon gab. Nach der Krise um den Niederländischen Erwachsenenkatechismus setzte Rom darauf, den niederländischen Episkopat konservativ nach zu besetzten - die neuen Bischöfe wiesen also die Laien mehr oder weniger freundlich darauf hin, dank der Weihe und römischen Ernennung besser zu wissen, wo es lang gehen müsse In der Folge dieser Aktion brach die katholische Kirche in den Niederlanden schlicht zusammen, anders kann man das nicht sagen. Das passierte aber auch nicht innerhalb weniger Jahre. Außer dem Kardinal blieben dieselben Bischöfe ja erst einmal im Amt - und die Praxis war schon eingebrochen. Paßt also auch nicht. Zitieren
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