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mn1217

Männer und Frauen und alles dazwischen

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Wunibald

Diesen Wunsch hat die Forenleitung in vorauseilendem Gehorsam  bereits erfüllt, das Einfügen von Bildern und Grafiken ist nicht implementiert.

Für das, was dir vor deinem geistigen Auge eventuell an Bildern erscheint bist du selbst verantwortlich. Oder meinst du das im Sinne eines Ohrwurms, der dir nicht aus dem Kopf geht?

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mn1217

Hör auf....

Du bringst mich auf Ideen, die ich noch nicht hatte. 

Danke ...(nicht).

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duesi

Nehmt es mir nicht übel wenn ich hier gerade mal ein wenig Leichenfledderei betreibe. Dies ist ein Thema, das ich damals zum Unmut der einen und zur Belustigung der anderen mit großem Engagement diskutiert habe. Und ich meine, dass ich mich hier weiterentwickelt habe. Wen es interessiert, der kann ja etwas dazu schreiben.

 

Damals war das Mann-Frau-Thema für mich sehr zentral. Und es ist mittlerweile sehr viel unwichtiger für mich geworden. Ich habe es damals geradezu als eine gesellschaftliche Aufgabe gesehen, Menschen die Mann-Frau-Unterschiede nahezubringen, weil sie sonst in ihr eigenes Unglück laufen würden. Und mittlerweile habe ich eine Freiheit persönlich kennen gelernt, die es gar nicht mehr nötig hat, derart auf das Mann-Frau-Thema fixiert zu sein. Ich bin gerne Mann und bin gerne heterosexuell. Aber es ist nicht mehr der zentrale Kern meiner Identität. Weder eine schöne partnerschaftliche Beziehung noch erfüllte Sexualität können einen Menschen wirklich ausfüllen.

 

Mittlerweile empfinde ich die neuen Gender-Studies sogar als etwas wohltuendes. Nicht weil ich ihnen zustimme. Sondern weil sie alte Rollenbilder hinterfragen und Menschen aus dieser Partnerschaftsfixierung herausholen wollen. Das Problem bei den Gender Studies sehe ich nicht darin, dass sie alte Rollenbilder aufbrechen, sondern das sie das Rollenverhalten intellektuell auf dem Reißbrett entwerfen wollen. Natürliches menschliches Sozialverhalten kann jedoch nur aus dem Leben heraus entstehen. Mittlerweile kann ich mit Männern über Kochrezepte reden und mit Frauen über Unternehmensgründungen palavern. Ich muss mich da nicht mehr auf Geschlechterstereotypen festlegen. Und es ist mir schnurz-piep-egal, ob die Frau, mit der ich gerade eine angenehme Konversation führe, mich dabei gerade als Sexiest Man Alive oder Material für die Friendzone betrachtet. Es macht mir einfach Freude, neue Menschen kennen zu lernen, ein Paar Worte mit der Kassiererin zu wechseln. Und manchmal entstehen halt Kontakte. Manchmal bleibt es beim Smalltalk.

 

Und das führt mich zu einem anderen sozialen Thema, das ich gerade sehr viel interessanter finde. Für die meisten Menschen gibt es ja eigentlich so etwas wie ein äußeres soziales Umfeld gar nicht mehr. Hier ist die Wohnung, 20 km weiter ist der Arbeitsplatz, wozwischen gependelt wird. Dann wohnen wieder 10 km weiter ein paar Freunde. Und irgendwo dazwischen befindet sich der Sportverein. Die Eltern wohnen 500 km weit weg. Alles muss durchgetaktet und organisiert werden. Es bleibt keine Kapazität dafür, mit dem Kleinunternehmer oder Nachbarn mal ein Schwätzchen zu halten, wer sonst noch so auf der gleichen Straße wohnt, wissen die meisten erst recht nicht mehr. Obwohl die meisten sich um ein sehr verantwortungsvolles Leben bemühen, bleibt so etwas wie ein gesundes soziales Umfeld meistens auf der Strecke. Das soziale Umfeld ist nicht mehr natürlich und ortsgebunden. Es ist ein organisiertes soziales Umfeld. Und wer zu diesem meinem sozialen Umfeld gehören will, der muss sich bitteschön erst dafür qualifizieren. 

 

Ich habe einen persönlichen Mentor, der etwa 20 Jahre älter ist als ich, ein eigenes Unternehmen gegründet hat. Und er sagte mir, dass er sein Leben nun um seinen Lebensmittelpunkt baut. Während früher bei ihm ebenfalls alles durchgetaktet gewesen ist, hat er nun Möglichkeiten, in der Nähe seiner Arbeit zu wohnen, Bekanntschaften mit Menschen zu schließen, die sich eben dort in der Nähe beruflich oder privat aufhalten. Und er lebt wieder ein viel sozialeres Leben als früher. Das ist etwas, wo ich mich auch hin entwickeln möchte. 

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gouvernante
vor 9 Stunden schrieb duesi:

Es bleibt keine Kapazität dafür, mit dem Kleinunternehmer oder Nachbarn mal ein Schwätzchen zu halten

Ich halte das für eine Frage der Prioritäten, weniger der Strukturen, in die man eingebunden ist.

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Long John Silver
vor 9 Stunden schrieb duesi:

Obwohl die meisten sich um ein sehr verantwortungsvolles Leben bemühen, bleibt so etwas wie ein gesundes soziales Umfeld meistens auf der Strecke. Das soziale Umfeld ist nicht mehr natürlich und ortsgebunden. Es ist ein organisiertes soziales Umfeld. Und wer zu diesem meinem sozialen Umfeld gehören will, der muss sich bitteschön erst dafür qualifizieren. 

 

 

 

Ich wette, die User hier haben so viele verschiedene soziale Umfelde, wie auch immer unterschiedlich intakt oder organisisiert oder auch nicht. Wir haben alle unterschiedliche Leben mit unterschiedlichen Anforderungen (auch an Organisation dieses Lebens, vor allem wenn ich Kinder habe), ich denke, wenn du versuchst, das jetzt hier auf einen mehr oder weniger gemeinsamen soziologischen Kamm zu scheren, wird das einem eher sinnlose und quaelende Diskussion. Und was heisst hier gesund? Woher willst du wissen, wie gesund oder ungesund unsere Umfelder sind?

 

Ich finde deine Thesen mal wieder, nun ja, recht kurzschluessig.

 

Und was meint das: wer zu meinem sozialen Umfeld gehoeren will, muss sich qualifizieren dafuer? Na, erstmal muss er da hinziehen, falls es um Nachbarschaft geht. Das ist  sein Problem und nicht meins, ob er das tut,  und ob wir uns dadurch evtl. im Leben kennenlernen. Oder es muss in der selben Job arbeiten wie ich. Natuerlich muss er sich fuer den Job qualifizieren, sonst kann er nicht mein Kollege werden. Und der Rest an sozialem Leben? Hobbys, Freunde, Haustiere, soziales Engagement, Gemeinde? Natuerlich muss das organisiert werden, der Tag hat nur 24 Stunden und es gibt  (hoffentlich) auch noch Familie und die Beziehung. 

 

Ich kenne meine naeheren  Nachbarn, ganz einfach, weil wir gemeinsame Beruehrungspunkte haben, weil wir uns auf irgendeine Weise in bestimmten Dingen gemeinsam organisieren muessen.  Ich bin nicht mit ihnen befreundet oder haenge staendig am Gartenzaun (vor allem, weil ich nur mit einen Zaun mit einem zusammen habe), aber wir haben ein irgendwie lockeres Verhaeltnis. Und reden? Ich rede staendig mit Leuten in meinem sozialen Umfeld. Postbote, Kassiererin, an der Tankstelle, auf dem Muellplatz, in der Arztpraxis, im Schuetzenverein, beim Tanzen, wenn ich Eier beim Nachbarn hole, wenn ich einkaufen fahre. Ich bin ja froh, dass der Hund nicht redet, sozusagen, und die Katzen von Dingen, die ich zum Glueck nicht verstehe, sonst wuerde ich ja verrueckt werden:-)). Nein, ernsthaft - was willst du uns sagen?  

 

PS. Lese gerade erst Gouverantes Posting- ja, das meiste ist eine Frage der Prioroitaet, wenn es um Hobbys, Freunde etc. geht. Das mit den Strukturen betrifft den Ort des Wohnens. Da ist vieles vorgegeben, die Strukturen dort gab es bereits, als ich da hinzog, die sind einfach aus der Situation gegeben. Und aus der Situation gegeben ist, welches soziale Umfeld insgesamt da ist - z.B. Laeden, Einkaufsmeile, kulturelle Einrichtungen etc, Lokale, all das.  

 

Edited by Long John Silver
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duesi

@Long John Silver: Es ist doch schön, dass du dein soziales Umfeld anders erlebst als ich das beschrieben habe. Und vielleicht hat Gouvernante auch Recht mit den Prioritäten. 

 

Es sind persönliche Eindrücke, die ich hier beschreibe. Keine verallgemeinernden Thesen, die alle Menschen über einen Kamm scheren. Ich habe die Gesellschaft in meiner Jugend als wesentlich bürgerlicher erlebt als jetzt. Klar war es auch da schon nicht mehr die Gesellschaft wie vor der industriellen Revolution, wo jeder sein Familienunternehmen am Ort hatte, in der Nähe seiner Arbeit lebte, Kirche und Dorffest Kristallisationspunkte gesellschaftlichen Lebens waren. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich von einer Kleinstadt in die Nähe von München gezogen bin. Die meisten Forenteilnehmer sind älter als ich und haben vielleicht andere Eindrücke vom Leben. Aber vielleicht haben einige von euch Kinder, die weggezogen sind. Wo sich doch das eine oder andere von meinen Beobachtungen wiederfinden lässt. Dass sich die Art, wie Menschen soziale Beziehungen leben, sehr verändert hat. Heute gibt es Tinder und Partnerschaftsbörsen im Internet. Und doch scheint vieles nicht einfacher, sondern eher komplizierter geworden zu sein. Vielleicht hat jemand aber auch genau gegenteilige Erfahrungen gemacht. 

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duesi

Das Folgende könnte vielleicht wirklich eine kurzschlüssige These sein. Aber könnte es nicht sein, dass diese Genderproblematik durch diese strenge Trennung von Arbeitsleben und Privatleben seit der industriellen Revolution überhaupt erst entstanden ist? Dass die kirchliche Ehemoral auf praktische Probleme stieß, das industrielle Arbeitsleben und die Kindererziehung unter einen Hut zu bringen und sich auf einmal starre Rollenbilder etabliert haben? Was dann mit der Zeit von vielen als zu eng empfunden wurde? In einer Gesellschaft, in der Privatleben und Arbeitsleben zusammen organisiert werden, da kann es ja diese strenge Rollenaufteilung gar nicht geben. Da sind Mann und Frau gleichermaßen für den Familienbetrieb verantwortlich. Da wird auch der eine oder andere Mann häusliche Aufgaben übernehmen und die ein oder andere Frau geschäftliche Verantwortung übernehmen. Und die Kinder lernen das Handwerk der Eltern von der Pike auf, ohne das Kinderbetreuung jetzt speziell Männersache oder Frauensache wäre.

Ich meine, man kann ja nicht neuen Wein in alte Schläuche füllen. Die Welt dreht sich weiter und die damalige Welt steht nicht wieder auf. Aber ich kann von diesen Dingen Schlussfolgerungen für mein eigenes Leben treffen. Ich merke, wenn ich mein eigenes Leben und mein soziales Umfeld nach dem Leitbild der bürgerlichen Gesellschaft gestalte oder zumindest danach strebe, dass es mir besser entspricht, als alles nach Interessensschnittmengen durchzutakten oder mir von den Gender Studies oder der Kirche sagen zu lassen, wie das menschliche Miteinander zwischen den Menschen aussehen sollte.

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Merkur
Am 21.2.2020 um 09:44 schrieb duesi:

... Aber ich kann von diesen Dingen Schlussfolgerungen für mein eigenes Leben treffen. Ich merke, wenn ich mein eigenes Leben und mein soziales Umfeld nach dem Leitbild der bürgerlichen Gesellschaft gestalte oder zumindest danach strebe, dass es mir besser entspricht, als alles nach Interessensschnittmengen durchzutakten oder mir von den Gender Studies oder der Kirche sagen zu lassen, wie das menschliche Miteinander zwischen den Menschen aussehen sollte.

Sich in Fragen von Freundschaft oder Beziehungen nach externen Maßstäben oder Interessenschnittmengen zu richten, weist für mich auf ein wenig erfolgversprechendes Vorgehen hin. Zuneigung und Zuverlässigkeit halte ich für effizientere Kriterien.

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duesi
vor 8 Minuten schrieb Merkur:

Sich in Fragen von Freundschaft oder Beziehungen nach externen Maßstäben oder Interessenschnittmengen zu richten, weist für mich auf ein wenig erfolgversprechendes Vorgehen hin. Zuneigung und Zuverlässigkeit halte ich für effizientere Kriterien.

Das mit der Zuneigung und Zuverlässigkeit habe ich auch mal so gesehen. Und sicher sind freundschaftliche Zuneigung und Verlässlichkeit weiterhin wichtige Werte für mich. Sowohl bei freundschaftlichen Beziehungen zu Männern und Frauen als auch bei einer partnerschaftlichen Beziehung (die im Moment für mich nicht so wichtig ist). Aber wenn die besten Freunde 500 km weit weg wohnen und in ganz Deutschland verstreut sind, die Verwandten ebenfalls weit weg wohnen und Zuneigung und Sympathie immer nur zufällig mit Menschen entstehen, die gerade nicht in der Nähe wohnen, dann ist das auf die Dauer ein ziemlich unbefriedigender Zustand. Klar kann ich mich daran gewöhnen, jedes Wochenende auf Achse zu sein, mein Leben in Arbeit, Freunde und Hobbies zu separieren, wo ständig das eine vor dem anderen zurückstecken muss und dann irgendwann mit 80 Jahren alleine in einem Pflegeheim den Löffel abgeben. Das alles wird nicht dazu führen, irgendwo wirklich anzukommen, dazuzugehören, wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu werden, positive Beziehungen zu Menschen in meinem Umfeld aufzubauen usw. Aber vielleicht ist meine Lebenswirklichkeit einfach so weit entfernt von dem, was du oder die meisten Forenteilnehmer hier überhaupt nachempfinden oder nachvollziehen können, dass sich da einfach keine Diskussion lohnt. 

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gouvernante
vor 10 Minuten schrieb duesi:

wenn die besten Freunde 500 km weit weg wohnen

Kenn ich.

Ich denke, es ist im wesentlichen eine Frage der Persönlichkeit, ob man mit "mobilen Umständen" gut zurechtkommt oder eher weniger. Vielleicht auch eine Frage, wie man aufgewachsen ist. Ich meine, sinnvolle und erfüllende soziale Beziehungen können nahräumlich und genauso gut über große Entfernungen gestaltet werden - es dürfte eine Frage der Umstände und der Persönlichkeit sein, inwiefern und was zur Herausforderung wird.

Ich lese aus dem Post auch noch eine Sorge vor Einsamkeit heraus... Ich bin davon überzeugt, dass eine existentielle Einsamkeit zum Menschsein dazugehört. Und ich werde damit nur umgehen lernen, wenn ich in der Lage bin, meine Lebenszufriedenheit in mir selbst, in meiner Personmitte zu finden und nicht daran zu messen, ob mir das Umfeld entgegenkommt und meine Bedürfnisse befriedigt.

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Merkur
vor 29 Minuten schrieb duesi:

.... Aber vielleicht ist meine Lebenswirklichkeit einfach so weit entfernt von dem, was du oder die meisten Forenteilnehmer hier überhaupt nachempfinden oder nachvollziehen können, dass sich da einfach keine Diskussion lohnt. 

Das ist wahrscheinlich so. Die Kommunikationsmöglichkeiten mit anderen Milieus haben sich nach meiner Wahrnehmung dramatisch verschlechtert. Als Jüngerer tut man sich mit diesen Veränderungen vermutlich leichter.

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duesi
vor 19 Minuten schrieb gouvernante:

Ich lese aus dem Post auch noch eine Sorge vor Einsamkeit heraus... Ich bin davon überzeugt, dass eine existentielle Einsamkeit zum Menschsein dazugehört. Und ich werde damit nur umgehen lernen, wenn ich in der Lage bin, meine Lebenszufriedenheit in mir selbst, in meiner Personmitte zu finden und nicht daran zu messen, ob mir das Umfeld entgegenkommt und meine Bedürfnisse befriedigt.

Du sagst mir damit etwas, was ich in anderen Worten auch von meinem Mentor gehört habe. Das es wichtig sei, meine erste Priorität in meiner Beziehung zu Gott zu haben und meine zweite Priorität in meiner Beziehung zu mir selbst zu haben. Seitdem ich das umzusetzen versuche, hat sich tatsächlich sehr vieles zum Positiven verändert. Zu meiner Beziehung zu mir selbst gehört aber eben auch dieses innere Feuer, mir selbst Ziele zu setzen und an deren Umsetzung zu arbeiten. Und auch eine gewisse Vorstellung davon, wie meine Beziehung zu meinem Umfeld in Zukunft mal aussehen könnte. Dadurch hat sich jetzt bereits schon mein Freundeskreis erweitert und meine Beziehungen zu anderen Menschen haben sich um ein Vielfaches verbessert. Es ist ja gerade nicht so, dass ich meine Lebenszufriedenheit daran messe, ob mein Umfeld positiv oder negativ auf mich reagiert und meine Bedürfnisse befriedigt. Doch es gibt mir Lebenszufriedenheit, an sozialen und gesellschaftlichen und beruflichen Zielen zu arbeiten. Wieviel Erfolg ich dabei habe, ist eher zweitrangig. Die Frage, wie ich meine Sozialkompetenz und Menschenkenntnis verbessern kann, ist ja auch eine Frage, die meine eigene Personenmitte betrifft. Wenn ich dann irgendwann trotzdem einsam sterben muss, ist das nicht unbedingt ein Manko, wenn ich dann auf ein reiches herausforderndes Leben zurückblicken kann, in dem ich meine Talente nicht vergraben habe, sondern sie mit vollem Einsatz in die Wagschale geworfen habe, damit gewuchert habe, und dafür gearbeitet habe, dass mein Leben Früchte trägt.

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Long John Silver
vor 5 Stunden schrieb Merkur:

Sich in Fragen von Freundschaft oder Beziehungen nach externen Maßstäben oder Interessenschnittmengen zu richten, weist für mich auf ein wenig erfolgversprechendes Vorgehen hin. Zuneigung und Zuverlässigkeit halte ich für effizientere Kriterien.

 

So richtig kriege ich das hier angebotente Thema nicht auf den Schirm, wenn ich ehrlich sein soll. 

 

Ueblicherweise ergeben sich doch bestimmte Dinge wie Nachbarschaft, Freundschaft, Beziehungen. Ob nun einfacher, komplizierter, schwieriger, unerfreulicher oder gut, zufriedenstellend, gluecklich machend, wie auch immer, aus den Lebenszusammenhaengen.

 

 

Edited by Long John Silver

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Merkur
vor 8 Stunden schrieb Long John Silver:

 

So richtig kriege ich das hier angebotente Thema nicht auf den Schirm, wenn ich ehrlich sein soll. 

 

Ueblicherweise ergeben sich doch bestimmte Dinge wie Nachbarschaft, Freundschaft, Beziehungen. Ob nun einfacher, komplizierter, schwieriger, unerfreulicher oder gut, zufriedenstellend, gluecklich machend, wie auch immer, aus den Lebenszusammenhaengen.

 

 

Auf die Lebenszusammenhänge kann man Einfluss nehmen. Die Freundschaften, die man hat, sind ja nicht nur zufällig, sondern das Ergebnis von Entscheidungen. Je nachdem, welche Prioritäten man hat, hat man unterschiedliche Freunde.

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Long John Silver
vor 8 Stunden schrieb Merkur:

Auf die Lebenszusammenhänge kann man Einfluss nehmen. Die Freundschaften, die man hat, sind ja nicht nur zufällig, sondern das Ergebnis von Entscheidungen. Je nachdem, welche Prioritäten man hat, hat man unterschiedliche Freunde.

 

Einfluss ja, aber nicht unbegrenzt, da ist manches einfach so wie es ist oder wie es durch die Umstaende passiert.  Persoenliche Prioritaeten gehoeren auf jeden Fall dazu,  das verzahnt wohl alles ineinander

 

Es ging mir nicht nur um Freunde, sondern um das gesamte Lebenszusammenhang (Wohnen, Hobbies, Beruf, Nachbarschaft, Freunde, Bekannte etc., das ganze Umfeld halt). Da gibt es Dinge, mit denen muss jemand einfach klarkommen und andere, die beeinflussbar sind. 

 

Natuerlich habe ich eine feste Vorstellung, in welchem "Milieu" ich leben will, es gibt da einige, wo ich bestimmt nicht hin will oder mich wohlfuehlen wuerde. 

 

Edited by Long John Silver

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Shubashi

Ich weiss nicht, ob das hierhin passt, aber:

Neben den kleinen großen "Skandalen" auf dieser Welt verlegt ein Verlag gerade die Biographie von Woody Allen - nicht.

Nun ist es lange her, dass ich etwas von ihm gelesen habe, aber ich wundere mich darüber, wie in den USA so eine Geschichte dermaßen polarisierend wirkt.

Am Ende ist es nun mal eine familiäre "he said - she said"-Geschichte mit einer schmutzigen Scheidung und von den Eltern im Rosenkrieg missbrauchten Kindern, die dann ebenfalls Partei ergreifen. Kurz: niemand weiss, was wahr ist. Und trotzdem gibt es eine vehemente öffentliche Auseinandersetzung dazu, mit Prominenten, die sich quasi jeweils vor den Karren der einen oder anderen Familienfraktion spannen lassen.

Vermutlich hat Danny DeVito in seinem tragisehrkomischen "The War of the Roses" noch untertrieben.

Edited by Shubashi

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Einsteinchen

Ja, da hat sich der Zeitgeist komplett gewandelt.

Zum Beispiel wäre für einen Mann das Nachpfeifen nach einer Frau zwecks Flirtens jetzt eine himmelschreiende Sünde.

Auch in der säkularen Welt.

Edited by Einsteinchen
.

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rince

Frau Rowling wagt es, ein neues Buch zu veröffentlichen, in dem ein Mann sich als Frau verkleidet, wenn er Verbrechen begeht.

 

Für die verqueerte LGTB-Community ist das wohl zu viel des Guten, die drehen nun völlig durch und verbreiten "RIP JK Rowling" auf Twitter, einfach weil sie andere Positionen nicht aushalten können. Schöne neue Welt der Toleranz und des Miteinanders, wo man andersdenkenden den Tod wünscht. Natürlich weil man moralisch im Recht ist.

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Higgs Boson
vor einer Stunde schrieb rince:

Frau Rowling wagt es, ein neues Buch zu veröffentlichen, in dem ein Mann sich als Frau verkleidet, wenn er Verbrechen begeht.

 

Ja, das ist das neue blackfacing. Geht ja garnicht.

 

Als Frau darf sich ein Mann nur dann verkleiden, wenn er eine Frau sein will. Aber er darf sich nicht als PoC verkleiden, als Indianer oder Chinese, auch dann nicht, wenn er gerne PoC, Indianer oder Chinese wäre. Allerdings muss er dann auch sagen, dass er eine Frau ist.

 

Dass die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern wesentlich größer sind als zwischen PoC und Chinese gleichen biologischen Geschlechts, ist dabei egal.

 

In einer Theatergruppe, die mich gelegentlich engagiert, kann zwar eine Frau einen Mann spielen (das war übrigens meine erste Rolle), aber ein Weißer keinen PoC.

 

Muss ich nicht verstehen, finde ich nur dumm.

Edited by Higgs Boson

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nannyogg57
Am 20.9.2020 um 14:46 schrieb Higgs Boson:

 

Ja, das ist das neue blackfacing. Geht ja garnicht.

 

Als Frau darf sich ein Mann nur dann verkleiden, wenn er eine Frau sein will. Aber er darf sich nicht als PoC verkleiden, als Indianer oder Chinese, auch dann nicht, wenn er gerne PoC, Indianer oder Chinese wäre. Allerdings muss er dann auch sagen, dass er eine Frau ist.

 

Dass die biologischen Unterschiede zwischen den Geschlechtern wesentlich größer sind als zwischen PoC und Chinese gleichen biologischen Geschlechts, ist dabei egal.

 

In einer Theatergruppe, die mich gelegentlich engagiert, kann zwar eine Frau einen Mann spielen (das war übrigens meine erste Rolle), aber ein Weißer keinen PoC.

 

Muss ich nicht verstehen, finde ich nur dumm.

Du solltest einfach mal "John Crow" googlen und dich mit der Geschichte des Black-facing beschäftigen.

 

Ich habe mir die einschlägigen Videos bei Youtube angeschaut und ich kann verstehen, dass das triggert. 

 

Andererseits ist es auch eine Frage der Pädagogik gegenüber dem Publikum: Wenn people of colors ihre Geschichte erzählen, dann ist das was anderes als wenn Weiße mit schwarzer Farbe im Gesicht das erzählen.

 

Eine Frau kann einen Mann spielen, wenn es mehr oder weniger nicht um geschlechtsspezifische Sachen geht. Meistens deshalb, weil man zu viel Darstellerinnen hat.

 

Ich habe aber, btw., wenn es geht, schon Mädchen Jesus spielen lassen. Kommt auf die Inszenierung an. Und einen PoC ebenfalls Jesus spielen lassen.

 

Es ist eine situative Entscheidung und ich liege meistens richtig, sonst wäre ich nicht Regisseurin. 

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Higgs Boson
vor 10 Stunden schrieb nannyogg57:

Eine Frau kann einen Mann spielen, wenn es mehr oder weniger nicht um geschlechtsspezifische Sachen geht. Meistens deshalb, weil man zu viel Darstellerinnen hat.

 

Wenn man zuwenig PoCs hat, was macht man dann?

 

Vermutlich habe ich zuwenig Verständnis für Rassismus, ich bin in München aufgewachsen und hatte Mitschüler aller Hautfarben und Nationen. Gemobbt wurde ich.

 

Rassismus habe ich erst erlebt, als meine Älteste, sie ist ein dunkler Typ und sieht eher südländisch aus, von der Polizei dumm angemacht wurde, weil sie sich mit 13 nicht ausweisen konnte, sie aber mit ihrem Romafreund und dessen Mutter unterwegs war. Keine Ahnung wie oft ich wegen dieser Verbindung bei der Polizei war und ihr und ihren Freunden beistehen, auf ihre und deren Rechte bestehen musste und dem Freund und Helfer verbal vors Schienbein getreten bin.

 

Wie Du Dinge inszenierst ist eine Sache.

Aber ich darf dazu meine Meinung haben.

Und Rassismus wird nicht durch PC behoben.

Edited by Higgs Boson

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Werner001
11 hours ago, nannyogg57 said:

Du solltest einfach mal "John Crow" googlen und dich mit der Geschichte des Black-facing beschäftigen.

Und was genau haben wir mit John Crow zu tun? Wenn ich mir wegen John Crow Gedanken machen soll, dann möchte ich im Gegenzug aber bitteschön nie wieder das “gerade wir Deutschen”Argument hören

 

Werner

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