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Chrysologus

Bischof auf der Anklagebank - und es geht nicht um Kinder

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Chrysologus
vor einer Stunde schrieb Lothar1962:

 

Oha. Das ist ja mehr als eindeutig.

 

Wobei es sicherlich sinnvoll(er) gewesen wäre, wenn (Auxiliar)Bischof Bündgens die Sache nicht nur mit seinem Diözesanbischof, sondern auch mit einem Notar vorab besprochen hätte.

Beides wäre klug gewesen, das Gespräch mit dem Bischof sogar vorgeschrieben. Denn der Bischof muss das genehmigen und er hätte das wohl auch getan, der damalige Bischof womöglich sogar mit dem Hinweis, dass ein Gespräch mit dem Justitiar nicht falsch wäre.

 

Aktuell wäre es empfehlenswert, wenn die Bischöfe einen entsprechenden Hinweis in die Amtsblätter aufnehmen würden.

 

 

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gouvernante
vor 4 Stunden schrieb Chrysologus:

Aktuell wäre es empfehlenswert, wenn die Bischöfe einen entsprechenden Hinweis in die Amtsblätter aufnehmen würden.

 

Was meiner Erfahrung nach auch nicht notwendig "ankommt"...

 

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Lothar1962
vor 2 Stunden schrieb gouvernante:

Was meiner Erfahrung nach auch nicht notwendig "ankommt"...

 

 

Das ist wohl wahr. Allerdings ist gegen eine Mischung von Ignoranz und Dummheit nicht wirklich praktikabel anzukommen.

 

Da hoffe ich dann doch eher auf die abschreckende Wirkung eines Gerichtsprozesses bzw. der unschönen Diskussionen in der Öffentlichkeit.

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Chrysologus
vor 3 Stunden schrieb gouvernante:

Was meiner Erfahrung nach auch nicht notwendig "ankommt"...

 

Mehr kann man nicht machen - verpflichtende Fortbildungen gibt es keine.

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gouvernante
vor 11 Minuten schrieb Chrysologus:

verpflichtende Fortbildungen gibt es keine

Leider. Gilt für alle Berufsgruppen und kirchlichen Stände.

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ultramontanist
Am 10.12.2019 um 12:31 schrieb Chrysologus:

Was glaubst du wäre anders, wenn er kein Bischof wäre?

ich denke zurzeit hat man als Bischof eher einen Malus :evil:

war früher sicherlich nicht so.

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Lothar1962
vor 14 Stunden schrieb ultramontanist:

ich denke zurzeit hat man als Bischof eher einen Malus :evil:

 

Eher dann, wenn der Moralverstoß offensichtlicher ist als in diesem Fall.

 

Der Bischof ist hier eher der Problematik aufgesessen, die man bei uns in der Verwaltung als "wer schreibt, der bleibt" bezeichnet: Alles, was auch nur den Anschein von Wichtigkeit haben könnte, ist schriftlich zu dokumentieren und - sofern möglich und notwendig - in Verträgen festzulegen. Hätte der Bischof im Jahr 2016 sinngemäß dokumentiert, dass er eine private Investition in ein Wohngebäude macht, hierfür noch Kofinanzierer benötigt und mit der Frau notariell beurkundet vereinbart, dass sie 128.000 Euro in das Investment einzahlt und dafür das lebenslange Wohnrecht in einer Wohnung erhält und die Geldübergabe aus einem Treuhandkonto Zug um Zug gegen die dingliche Sicherung erfolgt, dann wäre das vom Bischof gewünschte Ergebnis rechtssicher erreicht gewesen (gut, abzüglich von vielleicht 10.000 Euro Notarkosten plus Hebegebühren) und selbst ihre Demenz hätte hier nichts mehr ausgehebelt.

 

Unterstellt man hier ausschließlich Blödheit, ist die Vorgehensweise des Bischofs absolut stimmig. Natürlich kann das auch ein Versuch der illegalen Bereicherung gewesen sein. Kann man ja nicht reinschauen, in des Bischofs Kopf. Aber dann war er - sorry - auch noch zu blöd dazu, diese Bereicherung legal zu formulieren.

 

So etwas nennt man Organisationsverstoß oder Verwaltungsfehler. Und der kann durchaus strafbar sein, steht aber in seinem moralischen Defizit weit weniger schlimm da als ein bewusstes "Ausnehmen" der Frau.

  • Like 1

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Alfons

Wie heute eine Regionalzeitung berichtete, wird das Amtsgericht Kerpen einen Prozess gegen den Aachener Weihbischof führen. Das Gericht habe nach mehrmonatiger Prüfung die Anklage der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Untreue zugelassen. Mit dem Prozess sei im März zu rechnen.

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Lothar1962
Am ‎17‎.‎12‎.‎2019 um 21:21 schrieb Alfons:

Wie heute eine Regionalzeitung berichtete, wird das Amtsgericht Kerpen einen Prozess gegen den Aachener Weihbischof führen. Das Gericht habe nach mehrmonatiger Prüfung die Anklage der Staatsanwaltschaft Köln wegen des Verdachts der Untreue zugelassen. Mit dem Prozess sei im März zu rechnen.

 

Das wird kompliziert: Untreue ohne echten finanziellen Schaden, mit lediglich einer schadensgleichen Vermögensgefährdung. Klingt nach einer sehr moderaten Geldstrafe. Oder einer Einstellung des Verfahrens mit Geldauflage, möglicherweise nach sehr kurzer Verhandlung und einem Deal. Und dann wird es auch wieder heißen: "Tja, ein Bischof..."

 

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Julius
Am 20.12.2019 um 18:52 schrieb ultramontanist:

 

Nun, wie in der FAZ bereits am 19.12. berichtet,  hat er eine Gesetzesänderung erkämpft und geht nicht ins Gefängnis.
https://www.fr.de/politik/norwegen-bischof-gunnar-stalsett-muss-nicht-haft-13357018.html

Edited by Julius

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