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Georg65

Frage zum kath. Eherecht

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Franziskaner
vor 12 Stunden schrieb Guppy:

 

Unmittelbar nach dem Sündenfall steht aber als erstes:

 

"Da gingen beiden die Augen auf und sie erkannten, dass sie nackt waren. Sie hefteten Feigenblätter zusammen und machten sich einen Schurz."

 

Warum erkannten sie durch die Sünde plötzlich, dass sie nackt waren und warum schämten sie sich plötzlich für die Nacktheit und verhüllten sofort ihre körperlichen Reize?

 

Kleine Kinder schämen sich nicht, wenn sie nackt sind und sie denken sich auch nichts dabei, weil ihr Geist noch rein und unschuldig ist und frei von sexuellen Begierden und Gedanken.

 

 

Das ist der paradiesische Zustand: lustvolle Geschlechtlichkeit ohne Scham.

 

Das Paradies ist leider zunächst einmal verloren. Schamlosigkeit führt also für uns heutige Menschen nicht in paradiesische Zustände, sondern in der Regel zu Missbrauchssituationen.
Trotzdem sind wir als Christen durch das Heilshandeln Jesu von der Erbsünde befreit, wenn auch nicht von allen Konsequenzen der Erbsünde. Ein gebrochenes und schamerfülltes Verhältnis zur Sexualität bedeutet daher zunächst einmal, das wir die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht vollständig angenommen und mitvollzogen haben.

 

Was Du über Kinder schreibst, lässt darauf schließen, dass Du keine Kinder hast. Selbstverständlich habe Kinder bei der Entdeckung der eigenen Körperlichkeit lustvolle Gefühle: beim gestillt werden, beim Kuscheln, bei der Entdeckung der Kontrolle über die Ausscheidungsfunktionen.

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Guppy
vor 10 Stunden schrieb Franziskaner:

Das ist der paradiesische Zustand: lustvolle Geschlechtlichkeit ohne Scham.

 

Woraus leitest du das ab? Im Schöpfungsbericht steht nichts von "Lust". Gott sagt zwar:"Seid fruchtbar und mehret euch.", aber von Lust und Begierde steht da nichts. Adam und Eva haben im Paradies auch noch keine Kinder. Und wenn sie welche gehabt hätten, dann sicher nicht auf dem uns heute bekannten Weg. Oder glaubst du der Schöpfer hätte es im Paradies so eingerichtet, dass die Frau stärkste Schmerzen bei der Geburt eines Kindes hat und zu einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit dabei auch erkranken oder versterben kann?

 

Ich denke man darf nicht den Fehler machen den heutigen erbsündigen Menschen anzuschauen und zu meinen, dass dessen Eigenschaften alle noch zum paradiesischen Schöpfungswerk Gottes gehören.

 

vor 11 Stunden schrieb Franziskaner:

Das Paradies ist leider zunächst einmal verloren. Schamlosigkeit führt also für uns heutige Menschen nicht in paradiesische Zustände, sondern in der Regel zu Missbrauchssituationen.

Trotzdem sind wir als Christen durch das Heilshandeln Jesu von der Erbsünde befreit, wenn auch nicht von allen Konsequenzen der Erbsünde. Ein gebrochenes und schamerfülltes Verhältnis zur Sexualität bedeutet daher zunächst einmal, das wir die Erlösung durch Jesus Christus noch nicht vollständig angenommen und mitvollzogen haben.

 

Naja es gab seit dem Paradies nur einen einzigen Menschen, der von Gott exklusiv von der Erbsünde befreit wurde. Das war Maria und die war  immerwährende Jungfrau. Maria lebte in einer Ehe mit Josef, aber Jesus wurde nicht durch einen ehelichen Akt gezeugt, sondern durch den heiligen Geist und Maria blieb unbefleckt und rein.

 

Daraus schliesse ich, dass auch Adam und Eva im Paradies, als sie noch nicht von der Sünde befallen waren, genau wie die sündenlose Maria jungfräulich und rein waren.

 

Ich denke dieser Urzustand im Paradies und Maria geben uns das Beispiel, wie es eigentlich vom Schöpfer ursprünglich gedacht war. Und auch die Ehe von Maria und Josef gibt uns das Beispiel für eine reine eheliche Liebe.

 

Dass der erbsündige Mensch natürlich schwach ist und permanent sündigt und darum dem paradiesischen Ideal (nicht nur in der Hinsicht) nie entsprechen wird, ist klar. Deshalb bedürfen wir der Erlösung durch Christus, der die Liebe ist und uns zur Buße ruft.

 

 

 

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Chrysologus

Die unbefleckte Empfängnis Mariens steht nun in keinem inneren Zusammenhang zur Jungfräulichkeit, sie fand vielmehr auf altbewährtem Wege dergestalt statt, dass die Ehe ihrer Eltern als Vollzogen galt und ihre Mutter nicht mehr Jungfrau war.

 

Es entspricht weder der Lehre der Kirche, dass Maria sündenlos war, noch dass sie niemals lust erlebt hätte.

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Franziskaner
vor 32 Minuten schrieb Guppy:

 

Woraus leitest du das ab? Im Schöpfungsbericht steht nichts von "Lust". Gott sagt zwar:"Seid fruchtbar und mehret euch.", aber von Lust und Begierde steht da nichts. Adam und Eva haben im Paradies auch noch keine Kinder. Und wenn sie welche gehabt hätten, dann sicher nicht auf dem uns heute bekannten Weg. Oder glaubst du der Schöpfer hätte es im Paradies so eingerichtet, dass die Frau stärkste Schmerzen bei der Geburt eines Kindes hat und zu einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit dabei auch erkranken oder versterben kann?

 

Ich denke man darf nicht den Fehler machen den heutigen erbsündigen Menschen anzuschauen und zu meinen, dass dessen Eigenschaften alle noch zum paradiesischen Schöpfungswerk Gottes gehören.

 

 

Naja es gab seit dem Paradies nur einen einzigen Menschen, der von Gott exklusiv von der Erbsünde befreit wurde. Das war Maria und die war  immerwährende Jungfrau. Maria lebte in einer Ehe mit Josef, aber Jesus wurde nicht durch einen ehelichen Akt gezeugt, sondern durch den heiligen Geist und Maria blieb unbefleckt und rein.

 

Daraus schliesse ich, dass auch Adam und Eva im Paradies, als sie noch nicht von der Sünde befallen waren, genau wie die sündenlose Maria jungfräulich und rein waren.

 

Ich denke dieser Urzustand im Paradies und Maria geben uns das Beispiel, wie es eigentlich vom Schöpfer ursprünglich gedacht war. Und auch die Ehe von Maria und Josef gibt uns das Beispiel für eine reine eheliche Liebe.

 

Dass der erbsündige Mensch natürlich schwach ist und permanent sündigt und darum dem paradiesischen Ideal (nicht nur in der Hinsicht) nie entsprechen wird, ist klar. Deshalb bedürfen wir der Erlösung durch Christus, der die Liebe ist und uns zur Buße ruft.

 

 

 

 

Deine Gleichsetzung von Lust=Begierde=Sünde  geht nicht aus der Bibel hervor und ist, wie ich oben klar anhand des Katechismus dargelegt habe, auch nicht katholische Lehre. Biblische Argumentationen (wie Deine und meine) haben den Nachteil, dass sie irgendwann nicht mehr weiterführen, weil jede Partei sich in bestimmter Weise auf ausgewählte Textstellen bezieht. Ich halte daher sehr viel vom kirchlichen Lehramt, das die unterschiedlichen Argumentationen bewertet und  zu einer Gesamtschau zusammenführt.

 

Die praktischen Konsequenzen, die Du für Dein Leben wohl ziehst, dass nämlich Freude an der Sexualität grundsätzlich sündhaft ist, ist ganz offensichtlich durch das Lehramt nicht gedeckt. Du kannst natürlich trotzdem Dein Sexualleben so gestalten, wie Du es für richtig hältst. Wenn Du aber Deine Meinung anderen Menschen als verbindlich aufdrängen willst, bist Du ein Häretiker, da beißt die Maus keinen Faden ab.

 

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nannyogg57

Lieber Gruppy, dein Gedankengang erinnert mich an das Denken der Katharer. Vielleicht magst du mal was in die Richtung googeln.

 

Fakt ist, dass verheiratete Menschen Sex haben und dabei Lust empfinden. Augustinus war der Erste, glaube ich, der eine Verbindung herstellte zwischen der Paradieserzählung und der menschlichen Sexualität, wie wir sie kennen, und der Menschen mit Sexleben deshalb ein schlechtes Gewissen gemacht hat.

 

Tatsächlich hatte er mit dieser Linie auch Einfluss auf die katholische Lehre. Da gab es aber auch einen Einfluss außerbiblischer Art dazu, nämlich die Leibfeindlichkeit in der griechischen Philosophie in der Richtung der Neoplatoniker. Das ist nicht biblisch.

 

Auch der Gedanke, Sexualität mache kultisch unrein, wurde lange Zeit in der katholischen Kirche favorisiert. Aber ich wiederhole mich gern: Auf Jesus oder die Genesis kann man sich da nicht berufen. Für die Priester im Tempeldienst gab es bei den Juden in diese Richtung Auflagen, aber Jesus brach in seiner Lehre mit den Regeln von kultischer Reinheit und Unreinheit.

 

Wenn wir uns heute wieder mehr auf seine befreiende Botschaft konzentrieren und auch das AT als Befreiungsliteratur und nicht als Drohbotschaft lesen, dann sind wir den Texten sicher näher als sie durch die Brille irgendwelcher verklemmter griechischer Philosophen und ihren Schülern zu sehen.

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Guppy
vor 56 Minuten schrieb Chrysologus:

Die unbefleckte Empfängnis Mariens steht nun in keinem inneren Zusammenhang zur Jungfräulichkeit, sie fand vielmehr auf altbewährtem Wege dergestalt statt, dass die Ehe ihrer Eltern als Vollzogen galt und ihre Mutter nicht mehr Jungfrau war. 

 

Weil Gott Maria auserwählt hat seinen Sohn zu gebähren und sie von der Erbsünde befreit hat. Bis auf Maria wurden seit dem Sündenfall doch alle Menschen durch ihre  Zeugung bereits mit der Erbsünde befleckt.

 

vor 58 Minuten schrieb Chrysologus:

Es entspricht weder der Lehre der Kirche, dass Maria sündenlos war, noch dass sie niemals lust erlebt hätte. 

 

Im Katechismus steht: 

 

"Durch die Gnade Gottes ist Maria während ihres ganzen Lebens frei von jeder persönlichen Sünde geblieben."

 

Und:

 

"Ein vertieftes Verständnis ihres Glaubens an die jungfräuliche Mutterschaft Marias führte die Kirche zum Bekenntnis, daß Maria stets wirklich Jungfrau geblieben ist, auch bei der Geburt des menschgewordenen Gottessohnes. Durch seine Geburt hat ihr Sohn ,,ihre jungfräuliche Unversehrtheit nicht gemindert, sondern geheiligt". Die Liturgie der Kirche preist Maria als die ,,allzeit Jungfräuliche"

 

 

 

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nannyogg57

Du weißt es und ich weiß es: Wir Menschen leben in struktureller Sünde. Wir können ihr nicht ausweichen, selbst wenn wir es wirklich versuchen.

 

Ich habe nichts gegen das Konzept der Erbsünde, aber ich mache sie nicht am Sex fest. Das ist zu kurz gedacht. Sünde und Sex sind nicht deckungsgleich.

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Guppy
vor 52 Minuten schrieb Franziskaner:

Biblische Argumentationen (wie Deine und meine) haben den Nachteil, dass sie irgendwann nicht mehr weiterführen, weil jede Partei sich in bestimmter Weise auf ausgewählte Textstellen bezieht. Ich halte daher sehr viel vom kirchlichen Lehramt, das die unterschiedlichen Argumentationen bewertet und  zu einer Gesamtschau zusammenführt. 

 

 

Ja das sehe ich genauso.

 

Um vielleicht einem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin auch nicht der Meinung, dass der eheliche Akt an sich eine Sünde ist. Es irritierte mich aber, dass eine Ehe erst dann als "vollzogen" gilt, wenn der eheliche Akt erfolgt ist. Für mein Verständnis hat eheliche Liebe nichts damit zu tun, daß ein Ehemann sein Genital in das seiner Ehefrau einführt.

 

Die Ehe von Adam und Eva und Paradies und die von Maria und Josef sehe ich als vorbildhaft für jede Ehe an, von daher kann zumindest die Bewahrung der Reinheit beider Ehepartner auf jeden Fall nicht negativ zu bewerten sein.

 

Noch ein anderer Punkt ist die Frage, ob der Vollzug des ehelichen Aktes sündhaft ist, wenn dieser nicht mehr dem Zweck dient neues Leben zu schenken, sondern ausschliesslich der Befriedigung von Gelüsten. Wenn man in einer Ehe z.B. die Pille verwendet und dann den Akt vollzieht, dient dieser Akt eben bewusst ausschliesslich der Lust und sonst gar nichts. Dasselbe ist aber auch der Fall, wenn z.B. ein Ehepartner unfruchtbar ist und der Akt trotzdem vollzogen wird.

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Flo77

Was ist daran irritierend, daß die Ehe erst durch den sexuellen Akt (der im übrigen in der Bibel mit "Erkennen" umschrieben wird, was den Kern der Sache trifft) vollzogen wird? Erst in der geschlechtlichen Gemeinschaft wird die Beziehung der Eheleute vollständig.

 

Über die Ehen von Adam und Eva und Maria und Josef würde ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Angefangen von der Frage, ob Adam und Eva überhaupt eine "Ehe" im eigentlichen Sinne geführt haben und was zwischen der Gottesgebärerin und dem mittlerweile zur Ehre der Hochgebete erhobenen Ziehvater unseres Herrn und Erlösers passiert ist oder nicht passiert ist, sollten wir aus Achtung und Takt der Geschichte anheim fallen lassen. Ich pers. sehe z.B. in der Formulierung "und er erkannte sie nicht bis..." durchaus einen diskreten Hinweis, daß diese Ehe durchaus menschlichen Maßstäben unterworfen war, aber diese Diskussion müssen wir nicht mehr führen.

 

Damit ist allerdings mitnichten eine Bewertung der sog. Josefsehen verbunden. Zwar stehe ich mit der heidnischen Panik vor den Sexualstoffen schon aus grundsätzlichen Erwägungen auf Kriegsfuß, das ändert aber nichts daran, daß ein Akt der Selbstdisziplin zur Hinwendung zu Gott wie es die sexuelle Enthaltsamkeit sein kann (ich schreibe bewusst kann, denn die Enthaltsamkeit nur um der Enthaltsamkeit willen halte ich für eine Perversion).

 

Bezüglich der Sündhaftigkeit der sexuellen Akte innerhalb einer Ehe hat sich die Kirche zu verschiedenen Zeiten, unterschiedlich geäußert. Noch Thomas von Aquin ging von einer grundsätzlichen Sünde aus, die in der Ehe nur nicht so schwer wiegen soll. Spätestens seit HV ist der eheliche Akt grundsätzlich "rein" und die Lustbefriedigung völlig legitim. Etwas was schon Paulus als Argument heranzog um überhaupt die Ehe zu rechtfertigen.

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Chrysologus
vor 59 Minuten schrieb Guppy:

Um vielleicht einem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin auch nicht der Meinung, dass der eheliche Akt an sich eine Sünde ist. Es irritierte mich aber, dass eine Ehe erst dann als "vollzogen" gilt, wenn der eheliche Akt erfolgt ist. Für mein Verständnis hat eheliche Liebe nichts damit zu tun, daß ein Ehemann sein Genital in das seiner Ehefrau einführt.

Ob das nun sinnvoll ist oder nicht - ich habe da auch meine Zweifel.

 

Dennoch ist das nun einmal die kirchliche Rechtsordnung - über deren Sinn man spekulieren kann.

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rince
vor 7 Stunden schrieb Guppy:

Im Schöpfungsbericht steht nichts von "Lust". Gott sagt zwar:"Seid fruchtbar und mehret euch.", aber von Lust und Begierde steht da nichts. Adam und Eva haben im Paradies auch noch keine Kinder. Und wenn sie welche gehabt hätten, dann sicher nicht auf dem uns heute bekannten Weg. Oder glaubst du der Schöpfer hätte es im Paradies so eingerichtet, dass die Frau stärkste Schmerzen bei der Geburt eines Kindes hat und zu einer nicht geringen Wahrscheinlichkeit dabei auch erkranken oder versterben kann?

Auf welchem Weg hätten sie sonst Kinder bekommen sollen? Künstliche Befruchtung und Austragung durch eine Leihmutter?

 

Im Schöpfungsbericht steht auch nichts davon, dass Adam kacken musste. Ich gehe davon aus, dass er es trotzdem getan hätte, wenn er eine historische Person gewesen wäre.

 

Genau da liegt das Hauptproblem deiner gesamten Adam & Eva basierten Argumentation: Dass es sich bei der Genesis nicht um einen historischen Tatsachenbericht handelt.

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Higgs Boson
vor 13 Stunden schrieb Guppy:

Um vielleicht einem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin auch nicht der Meinung, dass der eheliche Akt an sich eine Sünde ist. Es irritierte mich aber, dass eine Ehe erst dann als "vollzogen" gilt, wenn der eheliche Akt erfolgt ist. Für mein Verständnis hat eheliche Liebe nichts damit zu tun, daß ein Ehemann sein Genital in das seiner Ehefrau einführt.

 

Du scheinst bezüglich einvernehmlichen Sex keine Erfahrung zu haben. Das erzeugt eine Bindung, die alles verändert, was vorher da war.

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Werner001
On 1/3/2020 at 8:28 PM, Chrysologus said:

Eherecht ist eher unsinnlich.

Tschuldigung, das Wort heißt "unsinnig"

 

Freundlich berichtigend...

Werner

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Flo77
vor 15 Minuten schrieb Werner001:

Tschuldigung, das Wort heißt "unsinnig"

 

Freundlich berichtigend...

Werner

Äh, nein. Der Kanonist spricht hier zurecht und aus Erfahrung von un-sinnlich.

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Werner001
Just now, Flo77 said:

Äh, nein. Der Kanonist spricht hier zurecht und aus Erfahrung von un-sinnlich.

Äh, doch. Ich spreche hier zurecht und aus Erfahrung von un-sinnig.

 

Werner ;)

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tribald
vor 13 Stunden schrieb Guppy:

Um vielleicht einem Missverständnis vorzubeugen: Ich bin auch nicht der Meinung, dass der eheliche Akt an sich eine Sünde ist. Es irritierte mich aber, dass eine Ehe erst dann als "vollzogen" gilt, wenn der eheliche Akt erfolgt ist. Für mein Verständnis hat eheliche Liebe nichts damit zu tun, daß ein Ehemann sein Genital in das seiner Ehefrau einführt.

 

Die Ehe von Adam und Eva und Paradies und die von Maria und Josef sehe ich als vorbildhaft für jede Ehe an, von daher kann zumindest die Bewahrung der Reinheit beider Ehepartner auf jeden Fall nicht negativ zu bewerten sein.

Da kriege ich ja Kopfweh vom vielen schütteln, wenn ich sowas lese. Meine Herrn, bin ich froh, dass ich eurem Verein nicht angehöre. Das ist ja........zensur..

 

sich jetzt zur Beruhigung einen Kaffee machend...................tribald

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Guppy
vor 17 Stunden schrieb Flo77:

Über die Ehen von Adam und Eva und Maria und Josef würde ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Angefangen von der Frage, ob Adam und Eva überhaupt eine "Ehe" im eigentlichen Sinne geführt haben und was zwischen der Gottesgebärerin und dem mittlerweile zur Ehre der Hochgebete erhobenen Ziehvater unseres Herrn und Erlösers passiert ist oder nicht passiert ist, sollten wir aus Achtung und Takt der Geschichte anheim fallen lassen. Ich pers. sehe z.B. in der Formulierung "und er erkannte sie nicht bis..." durchaus einen diskreten Hinweis, daß diese Ehe durchaus menschlichen Maßstäben unterworfen war, aber diese Diskussion müssen wir nicht mehr führen.

 

Im Katechismus steht, dass Maria für immer Jungfrau und vollständig sündenlos war. Weil sie eben rein und unbefleckt von der Erbsünde war. Maria ist der einzige Mensch ausser Adam und Eva vor dem Sündenfall, die frei von der Erbsünde war. Darum lässt sich daraus eigentlich schliessen, dass Adam und Eva im Paradies genauso rein und jungfräulich waren wie Maria.

 

Irgendwo habe ich auch mal was gelesen von der Jungfrau Eva bzw. von Maria als die neue Eva. Ich finde es gerade nicht.

 

Fällt nicht der Zusammenhang auch sehr deutlich auf, dass der einzige Mensch, der nach dem Sündenfall von der Erbsünde befreit war eine immerwährende Jungfrau war? Daran erkennt man doch sehr deutlich, dass sexuelle Begierde durch die Erbsünde bedingt ist und Maria als davon eben frei war, weil Gott sie von der Erbsünde befreit hat.

 

vor 17 Stunden schrieb Flo77:

Bezüglich der Sündhaftigkeit der sexuellen Akte innerhalb einer Ehe hat sich die Kirche zu verschiedenen Zeiten, unterschiedlich geäußert. Noch Thomas von Aquin ging von einer grundsätzlichen Sünde aus, die in der Ehe nur nicht so schwer wiegen soll. Spätestens seit HV ist der eheliche Akt grundsätzlich "rein" und die Lustbefriedigung völlig legitim. Etwas was schon Paulus als Argument heranzog um überhaupt die Ehe zu rechtfertigen.

 

Dass der Mensch am Schöpfungswerk Gottes Anteil hat, indem Gott in der Ehe die Liebe der Partner durch den Akt fruchtbar werden lässt und ihnen ein Kind schenkt, ist natürlich ganz klar keine Sünde.

 

Das Problem bezieht sich eigentlich nur auf die Begierde und Lust, die in den Ehepartnern entbrennen könnte und vielleicht sogar zur hauptsächlichen Triebfeder zum Vollzog des Aktes wird.

 

Zumindest dann, wenn der eheliche Akt ganz bewusst als unfruchtbarer Akt vollzogen wird und die einzige Intention zum Vollzug des Aktes nur noch die Begierde und Lust ist.

 

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Chrysologus
vor 17 Minuten schrieb Guppy:

Zumindest dann, wenn der eheliche Akt ganz bewusst als unfruchtbarer Akt vollzogen wird und die einzige Intention zum Vollzug des Aktes nur noch die Begierde und Lust ist.

Der eheliche Akt kann nun - so die Lehre der Kirche - auch dazu dienen, die Partnerschaft zu vertiefen und zu festigen, indem die Partner sich einander ganz schenken und annehmen, und wenn sie es aus diesem Grunde und nur aus diesem Grunde tun, dann ist es ein lauterer akt.

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Merkur
vor 18 Minuten schrieb Guppy:

Fällt nicht der Zusammenhang auch sehr deutlich auf, dass der einzige Mensch, der nach dem Sündenfall von der Erbsünde befreit war eine immerwährende Jungfrau war? Daran erkennt man doch sehr deutlich, dass sexuelle Begierde durch die Erbsünde bedingt ist und Maria als davon eben frei war, weil Gott sie von der Erbsünde befreit hat.

Jungfräulichkeit, Erbsünde und Freiheit von persönlichen Sünden sind drei verschiedene Aspekte. Sagt der Katechismus, dass Begierden mit einem davon etwas zu tun haben? So selbstverständlich, wie du es darstellst, finde ich das nicht.

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mn1217
vor 23 Minuten schrieb Guppy:

 

 

Zumindest dann, wenn der eheliche Akt ganz bewusst als unfruchtbarer Akt vollzogen wird und die einzige Intention zum Vollzug des Aktes nur noch die Begierde und Lust ist.

 

Hundertprozentig sicher ist kein Verhütungsmittel,daher...

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Higgs Boson
vor 35 Minuten schrieb Guppy:

Fällt nicht der Zusammenhang auch sehr deutlich auf, dass der einzige Mensch, der nach dem Sündenfall von der Erbsünde befreit war eine immerwährende Jungfrau war? Daran erkennt man doch sehr deutlich, dass sexuelle Begierde durch die Erbsünde bedingt ist und Maria als davon eben frei war, weil Gott sie von der Erbsünde befreit hat.

 

Also, nach der katholischen Taufe ist der Täufling von der Erbsünde so befreit wie Maria ohne. Das ist, so hat man mich hier gelehrt, die Wirkung der katholischen Taufe.

 

Davon, dass mit der Erbsünde auch die sexuelle Begierde geht, ist allerdings nichts bekannt.

 

Scheint offensichtlich nix miteinander zu tun zu haben.

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Jorge
vor 19 Stunden schrieb Chrysologus:

Ob das nun sinnvoll ist oder nicht - ich habe da auch meine Zweifel.

 

Dennoch ist das nun einmal die kirchliche Rechtsordnung - über deren Sinn man spekulieren kann.

Das ging auch im Mittelalter noch vielen so. Auch Papst Innozenz III. fand die Kopulationstheorie "barbarisch" und hat alles dafür getan, diese Ordnung wieder zurückzudrehen und zum Ehekonsens als einziger Voraussetzung der unauflöslichen Ehe zurückzukehren. Kam aber 40 Jahre zu spät.

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Guppy
vor 15 Minuten schrieb Jorge:

Das ging auch im Mittelalter noch vielen so. Auch Papst Innozenz III. fand die Kopulationstheorie "barbarisch" und hat alles dafür getan, diese Ordnung wieder zurückzudrehen und zum Ehekonsens als einziger Voraussetzung der unauflöslichen Ehe zurückzukehren. Kam aber 40 Jahre zu spät. 

 

Seit wann gilt denn die Ehe erst durch den vollzogenen Beischlaf als unauflöslich und nicht durch die beiderseitige Willensbekundung zur Ehe?

 

 

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Jorge
vor 27 Minuten schrieb Guppy:

 

Seit wann gilt denn die Ehe erst durch den vollzogenen Beischlaf als unauflöslich und nicht durch die beiderseitige Willensbekundung zur Ehe?

 

 

Seit Alexander III. D.h. der hat diese Kompromissformel (dass beides nötig ist) entwickelt. Vorher war es umstritten. Die einen sagten, der Konsens sei allein maßgebend (römische Rechtstradition), die anderen sagten, der Vollzug allein sei das Entscheidende (germanische Rechtstradition). Nachher gab es noch Gegner, darunter Innozenz, der mit allen Mitteln versucht hat, es wieder rückgängig zu machen, aber nach ihm kam keiner mehr und die Regelung setzte sich endgültig durch.

Edited by Jorge
Gr.

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