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jouaux

Kirchensteuer und Kirchenaustritt

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Gratia
vor 28 Minuten schrieb Marcellinus:

 

OK, ich hab‘ noch zwei:

 

"Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte; ein Volk ohne Gott gleicht einer hohlen Fassade ohne wohnlichen Kern. Der Schritt ist nicht weit: Von einer geistig entkernten Gesellschaft zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen.“ 

(Robert Zollitsch, 14.01.2014)

 

"Aber das Nein zu Gott hat Grausamkeiten und eine Maßlosigkeit der Gewalt hervorgebracht, die erst möglich wurde, weil der Mensch keinen Maßstab und keinen Richter mehr über sich kennt, sondern nur noch sich selbst zum Maßstab nimmt. ... Die Abwesenheit Gottes führt zum Verfall des Menschen und der Menschlichkeit."

(B XVI)

 

Ich vermute, das kommt daher, dass sie sich sich selbst nicht ohne Glauben, ohne Gottesbegegnung vorstellen können, als würde man ihnen damit den innersten Wesenskern amputieren. Wie soll der Mensch aus sich allein heraus einen Weg finden; wie soll die Welt ohne Gott leben, wenn die Menschen ihn aus ihren Herzen entfernt haben.

Ungefähr so.

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gouvernante
vor 30 Minuten schrieb Marcellinus:

 

OK, ich hab‘ noch zwei:

 

"Einem Volk ohne Gott fehlt die Mitte; ein Volk ohne Gott gleicht einer hohlen Fassade ohne wohnlichen Kern. Der Schritt ist nicht weit: Von einer geistig entkernten Gesellschaft zum gewissenlosen Menschen, der keine innere Verpflichtung mehr spürt; zum rastlosen Menschen, der um Stille und Besinnung nicht mehr weiß; zum apathischen Menschen, dem das geistliche Rückgrat gebrochen wurde; oder gar zum aggressiven Menschen.“ 

(Robert Zollitsch, 14.01.2014)

 

"Aber das Nein zu Gott hat Grausamkeiten und eine Maßlosigkeit der Gewalt hervorgebracht, die erst möglich wurde, weil der Mensch keinen Maßstab und keinen Richter mehr über sich kennt, sondern nur noch sich selbst zum Maßstab nimmt. ... Die Abwesenheit Gottes führt zum Verfall des Menschen und der Menschlichkeit."

(B XVI)

 

 

😂

Es dürfte nicht schwer sein, da noch mehr zu finden.


Beide Aussagen sind allerdings schlechte Theologie. Gott - als Schöpfer*in (creatio continua) - fehlt nie und ist auch nie abwesend.

Ich teile allerdings die - so nehme ich es wahr - darin ausgedrückte Sorge, was passiert, wenn der Mensch sich zum Maß aller Dinge macht. Aber diese Sorge besteht mE unabhängig davon, ob dies in immanenter oder transzendenter Perspektive geschieht.

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Marcellinus
vor 2 Minuten schrieb Gratia:

Ich vermute, das kommt daher, dass sie sich sich selbst nicht ohne Glauben, ohne Gottesbegegnung vorstellen können, als würde man ihnen damit den innersten Wesenskern amputieren. Wie soll der Mensch aus sich allein heraus einen Weg finden; wie soll die Welt ohne Gott leben, wenn die Menschen ihn aus ihren Herzen entfernt haben.

Ungefähr so.

 

Ja, ich denke, da hast du recht. Aber wir leben im 21. Jahrhundert, und Nichtreligiöse gibt es schon ziemlich lange. Sie hätten also ausreichend Gelegenheit gehabt, sich schlau zu fragen. Vielleicht hätten sie für ihre Glauben etwas gelernt. 

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Gratia
vor 2 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ja, ich denke, da hast du recht. Aber wir leben im 21. Jahrhundert, und Nichtreligiöse gibt es schon ziemlich lange. Sie hätten also ausreichend Gelegenheit gehabt, sich schlau zu fragen. Vielleicht hätten sie für ihre Glauben etwas gelernt. 

 

Ich habe jedenfalls gerade beim antworten etwas für meinen Glauben daraus gelernt. Danke!

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gouvernante
vor 8 Minuten schrieb Die Angelika:

der Satz ist keineswegs innerkirchlich unlogisch:

Wenn ein Mensch erst durch seine Bindung an/zu Gott wirklich Mensch wird, dann kann er ohne diese Bindung nicht wirklich Mensch sein.

 

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, weil jede*r Einzelne geliebtes Geschöpf der Schöpfers ist. Also ist diese Aussage auch innerkirchlich unlogisch.

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Marcellinus
vor 1 Minute schrieb Gratia:

Ich habe jedenfalls gerade beim antworten etwas für meinen Glauben daraus gelernt. Danke!

 

Gern geschehen! Das war auch der eigentliche Grund, warum ich mich hier angemeldet habe. Ich wollte verstehen, wie die „anderen“ ticken. ;)

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gouvernante
vor 1 Minute schrieb Marcellinus:

Ich wollte verstehen, wie die „anderen“ ticken.

Den einen Rhythmus gibt es da wohl nicht...

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Marcellinus
vor 2 Minuten schrieb gouvernante:

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, ...

 

Oh, das ist einfach nicht richtig. Soweit ich die Theologen richtig verstanden habe, hat man nur die Wahl, eine Bindung an „Gott“ zu haben, oder sie zurückzuweisen, und wer das tut, ist des „Teufels“, genau das, was F1 auch in seinem Zitat sagt. Was ist daran unklar?

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Marcellinus
vor 1 Minute schrieb gouvernante:

Den einen Rhythmus gibt es da wohl nicht...

 

Das ist nur zu wahr! Aber das ist ja auch eine Erkenntnis, oder? :D

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Gratia
vor 3 Minuten schrieb gouvernante:

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, weil jede*r Einzelne geliebtes Geschöpf der Schöpfers ist. Also ist diese Aussage auch innerkirchlich unlogisch.

 

Mein Blick fällt gerade auf ein Kärtchen mit einem Wort von Meister Eckhardt:

"Wer Gott das nähme, dass er mich liebt, der nähme ihm seine Gottheit."

Er mich.

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Merkur
vor 25 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Ach ne, ...

Man kann sich die Rede hier anhören. Die fragliche Stelle ist bei 5.36 min. Hör es dir einfach mal an.

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Die Angelika
vor 34 Minuten schrieb gouvernante:

 

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, weil jede*r Einzelne geliebtes Geschöpf der Schöpfers ist. Also ist diese Aussage auch innerkirchlich unlogisch.

 

da habe ich mich ungenau ausgedrückt. Ich meinte das, was du dann als schlechte Theologie bezeichnet hast. Bedauerlicherweise findet sich diese schlechte Theologie besonders gerne in den Köpfen systemtreuer Gläubiger bzw, auch in den Köpfen von offiziellen Repräsentanten der Kirche (siehe die Zitate von marcellinus)

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Die Angelika
vor 32 Minuten schrieb Marcellinus:
vor 37 Minuten schrieb gouvernante:

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, ...

 

Oh, das ist einfach nicht richtig. Soweit ich die Theologen richtig verstanden habe, hat man nur die Wahl, eine Bindung an „Gott“ zu haben, oder sie zurückzuweisen, und wer das tut, ist des „Teufels“, genau das, was F1 auch in seinem Zitat sagt. Was ist daran unklar?

 

das kommt immer darauf an, welche Theologen du liest.

"Gute" Theologen kennen keine Gottlosigkeit bzw Bindungslosigkeit in bezug auf Gott. "Schlechte" Theologen kennen das sehr wohl

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Marcellinus
vor 7 Minuten schrieb Die Angelika:

 

"Gute" Theologen kennen keine Gottlosigkeit bzw Bindungslosigkeit in bezug auf Gott. "Schlechte" Theologen kennen das sehr wohl

 

 

Und wer entscheidet, was „gut“ und was „schlecht“ ist? ;)

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Die Angelika
vor 10 Minuten schrieb Marcellinus:

 

Und wer entscheidet, was „gut“ und was „schlecht“ ist? ;)

 

Das ist eine sehr subjektive Entscheidung 🤣

Alles, was nicht in mein theologisches Gedankenkonstrukt passt, ist schlechte Theologie 😂

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gouvernante
vor einer Stunde schrieb gouvernante:

 

Innerkirchlich (theologisch) gibt es schlechterdings keinen Menschen ohne Bindung zu Gott, weil jede*r Einzelne geliebtes Geschöpf der Schöpfers ist. Also ist diese Aussage auch innerkirchlich unlogisch.

 

vor einer Stunde schrieb Marcellinus:

 

Oh, das ist einfach nicht richtig. Soweit ich die Theologen richtig verstanden habe, hat man nur die Wahl, eine Bindung an „Gott“ zu haben, oder sie zurückzuweisen, und wer das tut, ist des „Teufels“, genau das, was F1 auch in seinem Zitat sagt. Was ist daran unklar?

 

Doch, doch, das ist schon richtig. Es sei denn, man ist kein Monotheist, sondern glaubt an einen (oder mehrere) Gegenspieler auf Augenhöhe.
Aber theologisch ist aus christlicher Sicht festzuhalten, dass das Geschöpf natürlich die Beziehung zum Schöpfer aufkündigen kann, der Schöpfer die Beziehung zum Geschöpf aber nie aufkündigt.

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