Merkur Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 40 Minuten schrieb Domingo: Nein, man muss erst ein klares Verständnis von Sprache und Logik besitzen. Du kannst dich 100% auf den Standpunkt stellen, Gott sei so dermaßen außerhalb unseres Verstheneshorizontes, dass ihm keine sprachlichen ("kreatürlichen") Attribute zugeschieben werden können, und das wäre vollkommen ok. Statt dessen versteift man sich katholischerseits auf die klassischen "all"-Attribute, nur um sie dann zu relativieren oder umzudefinieren, wenn einem der grundlegende logische Widerspruch, der sich bei diesen Attributen durch die Beobachtung der Welt ergibt, erklärt wird. Mit anderen Worten: Alles Sprechen ist "kreatürlich", alle Begriffe sind menschengemacht und bedeuten, was Menschen unter ihnen verstehen. Sich dabei auf ein "göttlches" Verständnis dieser Attribute zu berufen, das den Menschen unzugänglich wäre, ist nur Makulatur. Möglicherweise ist dieser logische Widerspruch gewollt. Ein Gott mit genau definierten Eigenschaften ist ja bereits angreifbar. Zitieren
Kara Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 19 Minuten schrieb Aleachim: Ich meine, es ist eine ziemlich franziskanische Sichtweise, dass Gott sich (auch) in der Schöpfung offenbart. Ich vermute, dass du soweit zustimmst. Ich denke, das heißt auch, dass wir Gott durch die Schöpfung "verstehen" können, sein Wesen erkennen. Sicher niemals vollständig! Da bin ich bei dir. Aber doch immer neu, immer tiefer, immer genauer. Hier hat nie irgendjemand etwas anderes behauptet. vor 19 Minuten schrieb Aleachim: Sicher niemals vollständig! Genau darum geht's. Das Kleinkind oder die Katze sind Bilder genau dafür. Mir ist schleierhaft, warum man das erklären muss. Zitieren
SteRo Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 20 Minuten schrieb Aleachim: Ach und noch eins würde mich sehr interessieren @rorro Ich meine, es ist eine ziemlich franziskanische Sichtweise, dass Gott sich (auch) in der Schöpfung offenbart. Ich vermute, dass du soweit zustimmst. Ich denke, das heißt auch, dass wir Gott durch die Schöpfung "verstehen" können, sein Wesen erkennen. Sicher niemals vollständig! Da bin ich bei dir. Aber doch immer neu, immer tiefer, immer genauer. Hältst du das für unmöglich? Dass Gott mit der natürlichen Vernunft aus der Schöpfung erkannt werden kann ist sogar Dogma. Dieses Erkennen meint aber ausschließlich sein Dasein, seine Existenz, nicht "Gott verstehen" und auch nicht "sein Wesen erkennen". Sein Wesen kann erst nach dem Tode "im Himmelreich" "geschaut" werden und selbst da nicht vollkommen, weil selbst da der Mensch die Unendlichkeit nicht "schauen" kann. Zitieren
Kara Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Natürlich sind wir nicht wirklich wie Kleinkinder. Gott ist ja auch nicht wie ein Erwachsener. Es geht um einen gewissen Abstand, den wir nicht überbrücken können. Auch wenn wir uns natürlich wahnsinnig entwickeln können! Bilder halt (die immer unvollkommen sind...) Kleinkind - Erwachsener Katze - Mensch Mensch - Gott Zitieren
KevinF Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November @iskander noch zu unserem Dialog: On 11/9/2025 at 2:36 PM, iskander said: Das Theodizee-Problem Wurde inzwischen denke ich hinreichend diskutiert, das Thema? On 11/9/2025 at 2:36 PM, iskander said: "Höllenangst" wäre vermutlich vor allem als etwas betrachtet worden, was vor allem aus dem Glauben selbst kommt. Eben, wo war hier die Vernunft als Korrektiv? On 11/9/2025 at 2:36 PM, iskander said: Die Sache mit Galilei - oder mit der Wissenschaft im allgemeinen - ist offenbar komplizierter:[...] Der Punkt ist, dass die Haltung der Rkk hier antiaufklärerisch war. Hier eine Vorlesung des Kirchenhistorikers Hubert Wolf zum übergeordneten Thema der damaligen Zensur durch die Rkk: https://www.youtube.com/watch?v=ixbraLs5YGU On 11/9/2025 at 2:36 PM, iskander said: Ich glaube beispielsweise nicht, dass die kath. Kirche so weit gehen würde wie moderne liberale protestantische Theologen. Für die kath. Kirche - aber wohl auch für viele andere christliche Gemeinschaften - wäre bzw. ist es m.E. ein Problem, wenn es Fälschungen in die Bibel und erst recht in das NT geschafft haben. Das ist sicherlich so. Allerdings sind die Werkzeuge um damit umzugehen wie beschrieben längst vorhanden in der Theologie. Man müsste sie nur nutzen. Zitieren
KevinF Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November 20 hours ago, iskander said: Aus meiner Sicht haben beispielsweise auch naturalistische Erklärungsansätze fundamentale Schwierigkeiten, auch wenn diese oft überspielt werden. Versteht man "Naturalismus"als Verzicht auf Metaphysik statt als eine metaphysische Position, dann hat man diese Probleme nicht. Aber der weltanschauliche Graben ist wohl zu groß, als dass eine Diskussion hier sinnvoll wäre. Zitieren
KevinF Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November 1 hour ago, iskander said: Dass man zum Beispiel die ganze Welt des Psychischen nur dann auf die des Physikalischen reduzieren kann, wenn man das Psychische "unter der Hand" durch das Physikalische ersetzt - und somit das Psychische im Effekt eliminiert. (Wenn es Dich näher interessieren sollte, würde ich diese Lektüre (insbesondere ab S. 167 ff.) dazu empfehlen; dort werden die entsprechenden Probleme m.E. gut auf den Punkt gebracht.) Dafür gibt es ja den Qualia-Thread. Aber auch dort war die Diskussion ja festgefahren. Zitieren
iskander Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 11 Minuten schrieb KevinF: Dafür gibt es ja den Qualia-Thread. Aber auch dort war die Diskussion ja festgefahren. Ja, da will ich hingehen, wenn die anderen Diskussionen zu philosophischen Themen abgehakt sind. Aber an dem, was ich hier dazu gesagt habe, hattest Du mir dort auch nicht widersprochen, meine ich. vor 12 Minuten schrieb KevinF: Versteht man "Naturalismus"als Verzicht auf Metaphysik statt als eine metaphysische Position, dann hat man diese Probleme nicht. Was ist "Metaphysik"? Es scheint darunter jeder etwas andere zu verstehen, und keiner das, was in der Philosophie selbst damit bezeichnet wird. "Naturalismus" ist auch ein schwieriger Begriff, denn er entspricht eigentlich nicht automatisch dem des Physikalismus. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor einer Stunde schrieb Kara: Natürlich sind wir nicht wirklich wie Kleinkinder. Gott ist ja auch nicht wie ein Erwachsener. Es geht um einen gewissen Abstand, den wir nicht überbrücken können. Auch wenn wir uns natürlich wahnsinnig entwickeln können! Bilder halt (die immer unvollkommen sind...) Kleinkind - Erwachsener Katze - Mensch Mensch - Gott Was ich nicht akzeptiere, ist diese Art zu diskutieren, die eigenen Argumente ständig zu wiederholen und Gegenargumente zu ignorieren. Das ist unhöflich, unfair und destruktiv. Deine Katzen- und Babybeispiele taugen nichts, denn sie machen denselben Fehler wie @rorros Satz. Am 9.11.2025 um 22:14 schrieb rorro: Du kannst noch nicht einmal einen Menschen verstehen und trotzdem zutreffende Aussagen über ihn machen. Du kannst noch nicht einmal einen Menschen verstehen und trotzdem unzutreffende Aussagen über ihn machen. Damit sind diese Argumentionen allesamt widerlegt. Jeder kann das verstehen, warum dieses Argument damit durch ist. Ja, du kannst denken. Darum sage ich: Dann mach es halt. Ich verstehe jemanden vollständig und kann zutreffende Aussagen über ihn machen. Ich verstehe jemanden vollständig und kann unzutreffende Aussagen über ihn machen. Ich verstehe jemanden unvollständig und kann zutreffende Aussagen über ihn machen. Ich versteh jemanden unvollständig und kann unzutreffende Aussagen über ihn machen. Ob eine Aussage zutreffend oder unzutreffend ist, hat damit gar nichts zu tun, ob ich ihn vollständig oder unvollständig verstehe. Punkt. Totes Pferd. Absteigen. Weiteratmen. Niemand muss das gutieren, aber dann wieder und wieder mit dem gleichen Käse zu argumentieren, statt gemeinsam konstruktiv andere Aspekte und Lösungsmöglichkeiten des Themas zu besprechen, das finde ich erbärmlich. Andere Ansatzpunkte um der Sache auf die Spur zu kommen, habe ich genannt, z.B. im Glaubensbekenntnis "den Allmächtigen, des Schöpfers des Himmels und der Erde" Von jemanden der alles gemacht hat, was ist, kann (oder muss?) man annehmen, dass er allmächtig ist. Keine Reaktion ... Wo kommt das her, wer hat das gesagt? Kommt @rorro mit Hiob daher, ist deutlich früher, Exilszeit 6, Jahrhundert, geht auch in diese Richtung, da Gott in seinen Reden auf seine Schöpfung Bezug nimmt: Stichwort Hörensagen. Stellt sich wieder dieselbe Frage: Wen hat Hiob das sagen hören? Keine Reaktion, und jetzt sind wir wieder bei den Babys und Impfungen. Trotz dem Gegenargument der Schöpfung: wahlloses impfen von Mensch und Tier mit Pest, Ebola. Keine Reaktion. Als hätte ich dieses Argument nie vorgebracht. Stattdessen der gleiche Quatsch mit Katzen und Babys, und das Bilder unvollkommen wären. Jeder Vergleich hinkt, das stimmt. Aber dieser Vergleich hinkt in dem wesentlichen Punkt, dass du Babys impfst, um sie vor dem Tod zu bewahren, während Gott seine Lebewesen mit tödlichen Bakterien und Viren impft. Scheiiissse! Flasche leer. Zitieren
Marcellinus Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 35 Minuten schrieb iskander: vor 56 Minuten schrieb KevinF: Dafür gibt es ja den Qualia-Thread. Aber auch dort war die Diskussion ja festgefahren. Ja, da will ich hingehen, wenn die anderen Diskussionen zu philosophischen Themen abgehakt sind. Aber an dem, was ich hier dazu gesagt habe, hattest Du mir dort auch nicht widersprochen, meine ich. Ist das ein Drohung? 😄 vor 35 Minuten schrieb iskander: vor 58 Minuten schrieb KevinF: Versteht man "Naturalismus"als Verzicht auf Metaphysik statt als eine metaphysische Position, dann hat man diese Probleme nicht. Was ist "Metaphysik"? Es scheint darunter jeder etwas andere zu verstehen, und keiner das, was in der Philosophie selbst damit bezeichnet wird. "Naturalismus" ist auch ein schwieriger Begriff, denn er entspricht eigentlich nicht automatisch dem des Physikalismus. Hier zeigt sich wieder, wie verhängnisvoll es ist, wenn man keine funktionierende Abgrenzung zwischen Philosophie und Wissenschaft hat. Religiöse haben mittlerweile zugegeben, daß es auch Menschen ohne Religion gibt, ohne sie gleich offen für defizitär zu erklären, einfach weil die anderen in der Zwischenzeit so viele geworden sind, daß man sie nicht mehr ignorieren kann. Philosophen behaupten dagegen immer noch, jeder Mensch, der eines klaren Gedankens fähig ist, habe auch eine Philosophie, eine gute (ihre eigene) oder eine schlechte (all die anderen). Hier zieht die Quantität leider nicht, denn Philosophen sind eh eine verschwindende Minderheit. Zitieren
Aleachim Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 7 Minuten schrieb Weihrauch: Was ich nicht akzeptiere, ist diese Art zu diskutieren, die eigenen Argumente ständig zu wiederholen und Gegenargumente zu ignorieren. Das ist unhöflich, unfair und destruktiv. Deine Katzen- und Babybeispiele taugen nichts, denn sie machen denselben Fehler wie @rorros Satz. Ganz ruhig... So kommen wir doch erst recht nicht weiter...🥴 Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Alles gut. Ist eine Sache persönlicher Psychohygiene, muss ich nicht ewig mit mir rumschleppen. Zitieren
Kara Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Äh, also ich bin jetzt endgültig raus hier. Dann hängt euch halt an den Kleinkindern, Katzen und Babys auf. Bitte. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Wieso wir? Du kannst das Argument doch nicht loslassen, und kommst immer wieder damit an. Zitieren
Kara Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November (bearbeitet) vor 6 Minuten schrieb Weihrauch: Wieso wir? Du kannst das Argument doch nicht loslassen, und kommst immer wieder damit an. Ich hatte das Gefühl, ihr habt mich und @rorro nicht verstanden. Anders konnte ich mir die Unterstellung, wir würden denken, der Mensch könne sich nicht entwickeln, nicht erklären. Tut mir leid, dass ich nochmal versucht habe, es zu erklären. bearbeitet 11. November von Kara Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 2 Minuten schrieb Kara: Ich hatte das Gefühl, ihr habt mich und @rorro nicht verstanden. Ja, da kannst du mal sehen, wie das ist, wenn ich das Gefühlt habe nicht verstanden zu werden, wenn meine Argumente ständig ignoriert werden. vor 3 Minuten schrieb Kara: Anders konnte ich mir die Unterstellung, wir würden denken, der Mensch könne sich nicht entwickeln, nicht erklären. Der Punkt von @Aleachim ist im Kern, dass Babies erwachsen werden, und irgendwann die Eltern-Kind-Beziehung nicht von Gehorsam getragen ist. Du sollst Vater und Mutter ehren ist was anderes als Du sollst Vater und Mutter gehorchen. Gehorsam ist in diesem Fall ein notwendiges Durchgangsstadium bis das Kind erwachsen ist - und keinen Tag länger. Dann muss sich dieses Verhältnis auf beiden Seiten grundlegend ändern, sonst wird es toxisch, endet in einer machtmissbräuchlichen Situation mit Tätern und Opfern. Den Rest kannst du dir denken. Zitieren
SteRo Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 40 Minuten schrieb Marcellinus: Philosophen behaupten dagegen immer noch, jeder Mensch, der eines klaren Gedankens fähig ist, habe auch eine Philosophie, eine gute (ihre eigene) oder eine schlechte (all die anderen). Hier zieht die Quantität leider nicht, denn Philosophen sind eh eine verschwindende Minderheit. *lol* Mir scheint, das die Kognition und Entscheidungsfindung eines jeden Menschen einer Diversität unterschiedlicher Philosophien zugeordnet werden kann, je nach Moment und Laune mal dieser mal einer anderen Philosophie, aber eben keiner einheitlichen Philosophie folgt und auch der Diversität von Philosophien nicht bewußt folgt. Es mangelt dem Denken also an Konsistenz und Kohärenz, was aber der Funktionsfähigkeit im Alltag keinen Abbruch tut. Und bei Philosophen verhält es sich vermutlich nicht anders, bloß mangelt es diesen an der Gabe der Introspektion, so dass sie sich einreden können nur einer ganz besonders intelligenten Philosophie zu folgen. Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Gerade deinen Nachtrag noch gesehen: vor 24 Minuten schrieb Kara: Ich hatte das Gefühl, ihr habt mich und @rorro nicht verstanden. Dein Gefühl trügt dich nicht. Wir haben euch nicht verstanden, weil eure Argumente leicht zu widerlegen waren. vor 23 Minuten schrieb Kara: Tut mir leid, dass ich nochmal versucht habe, es zu erklären. Das muss dir nicht leid tun. Das Problem ist, dass du es weiterhin mit demselben untauglichen Argument versucht hast, weil du die Gegenargumente ignoriert hast, und nicht mitgedacht hast, was du durchaus kannst. Du bist ja nicht blöd. Zitieren
iskander Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb KevinF: Der Punkt ist, dass die Haltung der Rkk hier antiaufklärerisch war. In einem gewissen und bedeutenden Sinne sicher. Aber mein Punkt war eben der, dass man sich auch damals schon bewusst war, dass es andere Formen des Wissens gibt (und auch des Glaubens) als nur den christlichen. @Marcellinus vor einer Stunde schrieb Marcellinus: Philosophen behaupten dagegen immer noch, jeder Mensch, der eines klaren Gedankens fähig ist, habe auch eine Philosophie, eine gute (ihre eigene) oder eine schlechte (all die anderen). Hier zieht die Quantität leider nicht, denn Philosophen sind eh eine verschwindende Minderheit. Dir ist aber schon bewusst, dass es absolut niemanden gibt, der bestreiten würde, dass sehr viel von dem, was Du sagst, ganz eindeutig philosophisch (und nicht etwa, wie Du behauptest, soziologisch) ist? Dass Du das in jedem beliebigen Lexikon nachlesen kannst? Dass es nicht umstritten ist, dass Du Dich irrst, sondern dass das ganz und gar unbestritten ist? Dass auch die Soziologen selbst - einschließlich der Vertreter der "Sociology of Scientific Knowledge" - die Dinge fundamental anders anders als Du? Dass Du hier nicht etwa einer "verschwindenden Minderheit" bist, sondern wirklich absolut isoliert und alleine? 🙂 Du kannst natürlich behaupten, dass Du gegen den gesamten Rest der Welt recht hast. Das ist eine mutige Haltung, und man hätte dann zumindest gerne Argumente. Nur wenn man Dich konkret fragt, wie Deine ganzen Thesen, die dem Anschein nach philosophisch sind, sich durch empirisch-wissenssoziologes Arbeiten begründen lassen, dann kommt absolut nichts. Du nennst nicht eine einzige soziologische Studie, die Deine entsprechenden Auffassungen belegen würde. Soweit Du überhaupt argumentierst, habe ich mehrfach versucht, Deine konkrete Argumentation zu analysieren und zu zeigen, dass aus ihnen unmöglich die Schlussfolgerungen gezogen werden können, die Du aus ihnen ziehst. Nachdem das ergebnislos blieb, habe ich angeboten, dass wir Deine Argumentation in ihre Prämissen unterteilen, damit wir objektiv und direkt prüfen können, ob Deine Argument schlüssig ist oder eben nicht. Das hast Du aber abgelehnt, weil ein solches Vorgehen der Sprache der Philosophie (statt derjenigen der Soziologie) entsprechen würde - vermutlich, weil Du bestimmte Äußerungen von Elias vor dem Hintergrund fehlender Sachkenntnis missverstanden hast. Und damit wäre wir wären wir eben bei einem weiteren Punkt, der allzu oft deutlich wird: Du stehst nicht deshalb gegen den gesamten Rest der Welt, weil alle anderen so schlecht informiert oder so unreflektiert wären, sondern das Problem liegt auf Deiner Seite. Nimm es mir bitte nicht übel, aber Du weißt einfach nicht, worüber Du überhaupt sprichst. 😉 bearbeitet 11. November von iskander Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 22 Stunden schrieb Domingo: Alle Lösungen der Theodizeeproblems laufen auf eine Relativierung oder Umdefinition der Allmacht oder der Allgüte hinaus. Klingt als wäre das ein Vorwurf. Meinst du das so? Zitieren
Marcellinus Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 4 Minuten schrieb iskander: vor einer Stunde schrieb Marcellinus: Philosophen behaupten dagegen immer noch, jeder Mensch, der eines klaren Gedankens fähig ist, habe auch eine Philosophie, eine gute (ihre eigene) oder eine schlechte (all die anderen). Hier zieht die Quantität leider nicht, denn Philosophen sind eh eine verschwindende Minderheit. Dir ist aber schon bewusst, dass es absolut niemanden gibt, der bestreiten würde, dass sehr viel von dem, was Du sagst, ganz eindeutig philosophisch (und nicht etwa, wie Du behauptest, soziologisch) ist? Dass Du das in jedem beliebigen Lexikon nachlesen kannst? Dass es nicht umstritten ist, dass Du Dich irrst, sondern dass das ganz und gar unbestritten ist? Dass auch die Soziologen selbst - einschließlich der Vertreter der "Sociology of Scientific Knowledge" - die Dinge fundamental anders anders als Du? Dass Du hier nicht etwa einer "verschwindenden Minderheit" bist, sondern wirklich absolut isoliert und alleine? 🙂 Oh, und das sollte dich nicht wundern. Schließlich hat eine bestimmte Sorte von Philosophen ihre Philosophie genau so eingerichtet, daß es außerhalb von ihr keinen halbwegs klugen Gedanken geben könne. Dazu braucht es gar nicht viel, nur eine gewisse Gründlichkeit bei der Klassifizierung von Begriffen, und das Mißverstehen von Begriffen anderer und schwupps - schon gibt es nichts, was nicht Philosophie ist! Schau dir zum Spaß einfach an, wie viele Arten von Bindestrich-Philosophien, Ontologien und -ismen es gibt. Ganz Wikipedia steht voll davon. Allerdings wissen die klügeren unter den Philosophen auch, daß bei all ihren gedanklichen Bemühungen bisher nichts herausgekommen ist, was nicht von anderen Philosophen umgehend bestritten würde. Näheres bei Ludwig Wittgenstein. Da für manche Philosophen alles Philosophie ist, ist es auch sinnlos, mit ihnen das Gegenteil zu diskutieren, würde es doch ihre Existenzberechtigung in Zweifel ziehen. Du bis dafür ein nun wirklich "leuchtendes" Beispiel. Auf jede noch so kurze Bemerkung folgen seitenlange Ausführungen, warum du recht hast. Allerdings, und nun kommt die schlechte Nachricht, ist mir das mittlerweile egal, in diesem Forum allzumal, in dem ich nur darauf warte, daß ein Moderator gemerkt, daß diese Themen keinen Kirchenbezug haben. Mit der Tatsache, daß du anderer Meinung bist als ich, kann ich dagegen gut leben. Zitieren
Domingo Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November vor 1 Minute schrieb Weihrauch: Klingt als wäre das ein Vorwurf. Meinst du das so? Nein. Es wäre ja sinnlos, der Logik Vorwürfe zu machen, wenn sie ein bestimmtes Ergebnis nicht hergibt. Da kann man genauso gut über das Wetter schimpfen. Zitieren
Domingo Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Der Vorwurf gilt vielleicht eher den christlichen Theologen, die anscheinend Gott als "All-"Alles mögliche definieren wollten (um gegen andere Religionen zu polemisieren?), und der rkK, die diese Theologie zum Dogma erhoben hat. Und jetzt erlebt man dieses Debakel, weil man sich dadurch selbst in die Patsche gefahren hat. Zitieren
Domingo Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November (bearbeitet) vor 15 Minuten schrieb Marcellinus: Allerdings, und nun kommt die schlechte Nachricht, ist mir das mittlerweile egal, in diesem Forum allzumal, in dem ich nur darauf warte, daß ein Moderator gemerkt, daß diese Themen keinen Kirchenbezug haben. Mit der Tatsache, daß du anderer Meinung bist als ich, kann ich dagegen gut leben. Was ist denn auch so unterträglich daran, wenn jeder "eine Philosophie" haben sollte? (Etwas, das Andere als Philosophie bezeichnen?) Dann eben gut, ich habe meine Philosophie und Du Deine. Was vergeben wir uns dabei? Sollten wir diese Diskussion übrigens viell. hier fortsetzen? bearbeitet 11. November von Domingo Zitieren
Weihrauch Geschrieben 11. November Melden Geschrieben 11. November Hätte mich von dir auch gewundert. Ich würde nämlich die Relativierung oder Umdefinition der Allmacht oder der Allgüte als einzig dankbaren und redlichen Weg sehen, das Theodizeeproblem zu lösen, auf das uns die Atheisten aufmerksam gemacht haben. Allerdings hatte ich das Gefühl, dass es ihnen ganz recht war, dass es ungelöst blieb - vielleicht hielt sich deshalb die Dankbarkeit vieler Christen auch in Grenzen, weil sie es sich auf diesen Lorbeeren so bequem, und selbst keine Lösungsvorschläge gemacht haben. Müssen sie nicht, ist ja unser Problem, wäre aber nett gewesen. Manchmal ist die eigene Betriebsblindheit nur mit Hilfe Außenstehender zu überwinden. In eigentlichen Gesprächen dürfte man das vielleicht doch von seinem Gegenüber erwarten. vor 10 Minuten schrieb Domingo: Der Vorwurf gilt vielleicht eher den christlichen Theologen, die anscheinend Gott als "All-"Alles mögliche definieren wollten (um gegen andere Religionen zu polemisieren?), und der rkK, die diese Theologie zum Dogma erhoben hat. Und jetzt erlebt man dieses Debakel, weil man sich dadurch selbst in die Patsche gefahren hat. Schadenfreude war da vermutlich auch im Spiel. Zitieren
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