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Geschrieben

Nochmal Cornthwaite. Habe erst die ersten 25 Minuten gehört, es scheint aber recht interessant zu sein.

 

Später schaue ich mir dieses an.

Geschrieben
3 hours ago, Domingo said:

Nochmal Cornthwaite. Habe erst die ersten 25 Minuten gehört, es scheint aber recht interessant zu sein.

 

Später schaue ich mir dieses an.

 

Der Titel des ersten Videos wirkt so, als sei es auf die evangelikale Szene gemünzt?

 

Vielleicht schaue ich trotzdem mal rein, danke für den Tipp.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb KevinF:

Der Titel des ersten Videos wirkt so, als sei es auf die evangelikale Szene gemünzt?

 

Ist es aber nicht. Laut Miller hat die ganze Disziplin Probleme.

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Domingo:

https://www.youtube.com/watch?v=74lgtOw-yWo

 

Joel Baden spricht über die zukünftige Entwikcklung der Bibelforschung.

 

Mich wundert viel mehr - daher Zustimmung zu Hr. Baden - daß das alles (was er nur zum Teil erwähnt) bislang kein Teil der Bibelwissenschaften war. Eine methodologische und interpretatorische Selbstbeschränkung sondergleichen. Auch der Ansatz, daß man einen Text, der bis heute wirksam ist, nur dann a besten versteht, wenn man die Intention des Autors kennt, wundert mich sehr.

Ich vermute mal, daß der Grund dafür die Sichtweise auf den biblischen Text als "literary text" ist, also als neutrales Schriftstück. Keinesfalls als Kunstwerk. Warum eigentlich nicht?

Nahezu jeder Künstler schreibt dem Kunst"konsumenten" die Botschaft nicht vor (ok, deutsche vielleicht, alles Lehrer :D).

 

Wie schon mal zitiert: "Just because I wrote it doesn't mean I know what it's about" (Lou Reed)

 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb rorro:

die Sichtweise auf den biblischen Text als "literary text" ist, also als neutrales Schriftstück. Keinesfalls als Kunstwerk.

 

Verstehe ich nicht. Literatur ist doch eine Kunstform?

 

Jedenfalls: Da die Bibelwissenschaft mW von der Klassischen Altertumswissenschaft 😎- viell. nicht wirklich abstammt, aber sicher sehr stark beeinflusst wurde, hat sich hier wie dort der Historismus weit ausgebreitet. Das ist zumindest meine Vermutung.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb Domingo:

Verstehe ich nicht. Literatur ist doch eine Kunstform?

 

„Literature“ kann sich aber auch auf Fachartikel beziehen, die recht wenig kunstvoll sind.

 

Kunstwerke sind immer interpretationsoffen. Und so habe ich meine wenigen Eindrücke der HKM nicht erlebt.

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb rorro:

Kunstwerke sind immer interpretationsoffen.

Die Heilige Schrift ist interpretationsoffen? Für wen?

Geschrieben

Für alle natürlich. Auch Du darfst sie interpretieren wie Du willst. Ob das für die Gründung einer eigenen "Überzeugungsgemeinschaft" reicht, vermag ich aber nicht zu beurteilen.

Geschrieben

Aber sei getröstet: auch Charles de Foucauld hat sich zu Lebzeiten niemand angeschlossen. Sollten Deine Überzeugungen wertvoll sein, haben sie sicher Bestand...

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Flo77:

Heißt es nicht immer, die Kirche in den USA wäre im Wachstum?

 

Nein, heißt es nicht. Der weiße progressive Kultur-Katholizismus stirbt das gerade sehr schnell (wie bei uns).

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Flo77:

Da kommt dann der hier ins Spiel.

 

Nicht wirklich. Ich habe mir zwar das Video nicht angeschaut, doch die Inhaltsangabe zeigt schon worum es geht.

 

Erst einmal geht es gar nicht um irgendeine Lösung für irgendein Problem.

 

Die Kirche in den USA wird kleiner, aber tendenzell überzeugter katholisch, da sie sich weg von einer Kulturkirche hin zu einer Gläubigenkirche entwickelt. Das hat erst einmal nicht das Geringste mit der TLM, täglichem Meßbesuch als Leisungsnachweis oder der Beurteilung von Familiengrößen zu tun.

 

Ich kenne eine Menge amerik. Konvertiten. Die allerallermeisten gehen in ganz normale Gemeinden und sind einfach froh, nicht mehr ihr eigener Papst sein zu müssen, sondern dem jahrtausendealten Glauben der Kirche vertrauen zu können. Nicht mehr und nicht weniger. Nur machen solche Leute meistens keine Videos, warum auch.

 

Interessant finde ich, daß viele Konvertiten aus genuin theologischen Gründen zur Kirche kommen und sich vorab wirklich intensiv damit beschäftigen.

 

Und psychologisch finde ich es aufschlußreich, daß keiner dieser Konvertiten ein Ressentiment ggü. der alten kirchlichen Gemeinschaft verspürt. Bei Ex-Katholiken erlebe ich das häufig anders.

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 4 Stunden schrieb rorro:

 

Nein, heißt es nicht. Der weiße progressive Kultur-Katholizismus stirbt das gerade sehr schnell (wie bei uns).

 

Der weiße Katholizismus ist wohl nicht unbedingt besonders progressiv. Zur Entwicklung des konservativen Katholizismus in den USA eine KI-Antwort (iask.ai), die insgesamt gut zu dem passt, was man ja auch sonst oft liest. 

 

Meine Fragen

 

Wie entwickelt sich der konservative Katholizismus in den USA? Wie einflussreich ist er innerhalb des US-Katholizismus? Was macht ihn aus? Und wie steht er mehrheitlich politisch da, besonders im Verhältnis zur MAGA-Bewegung und zu Trump? Wie stark oder schwach neigt er zum "Christlichen Nationalismus"? Welche Rolle spielt die Hilfe für Notleidende (nicht nur Flüchtlinge)? Was ist das Verhältnis des konservativen Katholizismus, so wie er sich in den USA manifestiert, zu den Päpsten Franziskus und Leo? Wie stehen die beiden letztgenannten Päpste dem konservativen Katholizismus gegenüber? Falls es Spannungen und Gegensätze geben sollten: Wie groß und bedeutsam bzw. klein und unbedeutend wären diese tatsächlich, und worin zeigen sie sich ganz konkret? Was ist die Rolle der US-Bischöfe? Antworte bitte auf Deutsch.

 

Die KI-Antwort (ohne Fußnoten)

Der katholische Glaube in den USA durchläuft derzeit eine tiefgreifende Transformation, die von einer starken Polarisierung zwischen einem wachsenden rechtskonservativen Flügel und der eher liberal orientierten Kirchenleitung in Rom geprägt ist. Während die Gesamtzahl der Katholiken in den USA auf etwa 19 bis 21 Prozent der Bevölkerung gesunken ist, gewinnt der konservative Flügel massiv an politischem und strukturellem Einfluss. Diese Entwicklung wird vor allem durch junge Kleriker vorangetrieben: Während in den 1960er Jahren noch 68 Prozent der Priester als progressiv galten, bezeichnen sich heute rund 80 bis 85 Prozent der neugeweihten Priester als konservativ oder orthodox.

 

Der konservative Katholizismus in den USA zeichnet sich durch eine Rückkehr zu traditionalistischen Werten, die Ablehnung moderner liberaler Einflüsse und eine enge Verflechtung mit der MAGA-Bewegung aus.

Merkmale und politisches Profil Der Kern des konservativen US-Katholizismus ist die Ablehnung von Säkularismus, Liberalismus und individuellem Individualismus. Dies äußert sich konkret in einer strikten Haltung gegen Abtreibung, gleichgeschlechtliche Ehe, Verhütung und die Priesterweihe von Frauen. Politisch hat sich diese Gruppe fest an Donald Trump und die Republikanische Partei gebunden. Bei der Wahl 2024 stimmten 56 Prozent der Katholiken für Trump, wobei dieser Wert bei weißen, praktizierenden Katholiken noch deutlich höher liegt. Prominente Figuren wie Vizepräsident J.D. Vance, der 2019 konvertierte, und Außenminister Marco Rubio verkörpern diesen "MAGA-Katholizismus", der religiöse Identität mit nationalen Interessen verknüpft.

Verhältnis zum Christlichen Nationalismus Es gibt eine starke Neigung zum christlichen Nationalismus, insbesondere durch einflussreiche Netzwerke wie die Heritage Foundation (Project 2025) und Organisationen wie "CatholicVote". Vordenker wie Kevin Roberts oder der Integralist Adrian Vermeule streben eine Gesellschaft an, in der sich die Regierung an katholischen Grundsätzen orientiert und die Trennung von Kirche und Staat aufgeweicht wird. Kritiker warnen, dass Religion hier als Werkzeug für einen autokratischen Umbau der USA instrumentalisiert wird.

Spannungen mit dem Vatikan (Franziskus und Leo XIV.) Das Verhältnis zu Rom ist von tiefem Misstrauen geprägt. Sowohl der verstorbene Papst Franziskus als auch sein Nachfolger, der US-Amerikaner Leo XIV., stehen in scharfem Gegensatz zur "America First"-Politik.

  • Franziskus kritisierte die Stigmatisierung von Migranten und rügte J.D. Vance direkt für dessen Fehlinterpretation des Konzepts "Ordo amoris" (Ordnung der Liebe), welches Vance zur Rechtfertigung harter Migrationsbeschränkungen nutzte.
  • Leo XIV. wird von MAGA-Anhängern als "Marxist", "Globalist" und "woke" beschimpft. Obwohl er US-Bürger ist, vertritt er eine universale, soziale Agenda, lehnt die Todesstrafe ab und betont die Rechte von Asylsuchenden, was frontal gegen die Agenda der Trump-Administration läuft.

Rolle der US-Bischöfe und soziale Hilfe Die US-Bischofskonferenz (USCCB) ist intern tief gespalten. Während einige Bischöfe wie Robert Kardinal McElroy (San Diego) den liberalen Kurs des Vatikans stützen, suchen andere die Nähe zur politischen Rechten. Ein konkreter Konfliktpunkt ist die Migrationspolitik: Die USCCB reichte Klage gegen die Trump-Regierung wegen des Finanzierungsstopps für Flüchtlingsprogramme ein. Gleichzeitig haben viele illegale Migranten (Latinos) Angst, Gottesdienste zu besuchen, da sie Abschiebungen durch den "Grenz-Zaren" Tom Homan (ebenfalls Katholik) befürchten. Die Hilfe für Notleidende wird somit zum Zankapfel: Während der Vatikan die universale Nächstenliebe betont, priorisieren konservative Kreise die Hilfe für die eigene nationale Gemeinschaft.

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb iskander:

Der weiße Katholizismus ist wohl nicht unbedingt besonders progressiv.

 

Progressiv nach rorro's Maßstab oder nach Deinem? Das macht wohl einen großen Unterschied...

Geschrieben
vor 1 Minute schrieb Domingo:

Progressiv nach rorro's Maßstab oder nach Deinem? Das macht wohl einen großen Unterschied...

 

Vielleicht müsste man auch genauer differenzieren zwischen religiös und politisch konservativ, und zwischen der Masse der katholischen Trump-Wähler und den maßgeblichen kath. Influencern/Akteuren. Aber zumindest jener prominente und einflussreiche Teile des US-Katholizismus, um den es in der KI-Antwort geht, dürfte auch nach @rorros Maßstäben kaum ultra-progressiv sein, würde ich mal annehmen. 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Ich habe mir zwar das Video nicht angeschaut,

Womit der gesamte Rest im Prinzip hinfällig ist.

Geschrieben
Gerade eben schrieb Flo77:

Womit der gesamte Rest im Prinzip hinfällig ist.

 

Wenn Du meinst, bitte. So wichtig ist das nicht.

Geschrieben (bearbeitet)

Ein Erklärungsversuch von C.J. Cornthwaite dafür, warum Sex im Christentum traditionell so eine herausragende Rolle spielt. Daraus dies (der Text wurde automatisch aus Video extrahiert und von mir kaum bearbeitet):


"... [O]ne of the things that I noticed when you go on Christian Reddit is that there is overwhelmingly one type of question that a lot of Christians are asking, and especially a lot of Christian younger people are asking about sex. And it's something like, I can't stop masturbating. How do I stop masturbating? I'm looking at porn. I went too far with my girlfriend or boyfriend. And of course, the really heartbreaking ones is I'm gay. How do I stop being gay? [...] So much of our conversation about sin is actually coded conversation about sex. [...]
When you have a religion that is based on a resurrected savior that needs to save you from something and this idea of like sin being the something that you need to be saved from, sexuality creates almost the perfect sin in a way because it's universal. It's repeatable. It's cyclical. Our sexual needs are biologically driven. We're never actually going to, for most of us, we're never going to eradicate them and especially not until we hit a certain age. [...] It can't be permanently resolved and it creates this cycle of sin. [...]
And what happens with modern Christianity, you have the panic over pride parades, you have the panic over porn, you have the panic over LGBTQ identity, you have the panic over LGBTQ inclusion. [...] And I think this is also why a lot of Christian groups are so terrified of deconstruction, too. That shame is ultimately the mechanism for control. If you remove the shame around sex and you have a Christianity based on a savior who needs to save you from sin, ideally not just once, but ideally cyclically, that keeps you coming back to the church and keeps you like going through this cycle of repentance and confession and trying again and repentance and confession and trying again. When you remove that shame, you all of a sudden remove the power that a religion can have over you. [...]
But even with that, this cycle of sin, redemption, forgiveness, sin, redemption, forgiveness for me as a Christian kid always had to do with sex. I can think of very few other like sins that I committed that really needed to be confessed. I'm sure I probably did some other things, too. But for the most part, it was around policing sex. And I think even just subconsciously, this is one of the reasons why a lot of modern church leaders are so terrified of sexual liberation. [...] It's institutional anxiety that the institution isn't as useful when it can't police people's sexuality." 

 

Hier das Video:

https://www.youtube.com/watch?v=KLiAfnEcCog

 

Hat er recht? Ist das zumindest ein Teil der Erklärung?

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 10 Stunden schrieb iskander:

Ein Erklärungsversuch von C.J. Cornthwaite dafür, warum Sex im Christentum traditionell so eine herausragende Rolle spielt. 

 

Da die sexuellen Verhaltensregeln im Christentum in etwa so sind wie im Buddhismus - und folglich der Rest falsch ist - fehlt mir noch der Erklärungsversuch, warum Du so fixiert auf das Thema Sexualität bist.

 

Die allermeisten Christen, die ich kenne, sind es nicht.

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