Higgs Boson Geschrieben 27. Februar Melden Geschrieben 27. Februar (bearbeitet) vor 3 Stunden schrieb Flo77: Das müsste Protestanten komplett fremd sein - Katholiken dagegen sollte das sehr vertraut sein. Rosenkränze, Messstipendien, Stiftungen, Almosen... die Liste der guten Werke mit denen man sich Schätze im Himmel sammeln kann ist lang. Im Judentum geht es ja auch darum "als Gerechter" zu leben, was primär eine Frage des Handelns ist. Das ist zwar zunächst sehr diesseitsbezogen, aber durchaus von Relevanz für einige jüdische Jenseitsvorstellungen. Beim Gerechten geht es aber nicht alleine darum, möglichst alle Gebote zu halten, sondern vielmehr darum, umzukehren, zu bereuen und gutzumachen, wenn man gefehlt hat. Also durchaus etwas, was auch der jüdische Rabbi J. predigte. Noch heute ist der Lohn nicht ein perfektes Jenseits, sondern das messianische Zeitalter des FriedeFreudeEierkuchens, in dem man seine 120 Jahre Lebensspanne fertiglebt. Dann gehen die Meinungen auseinander, ob man mit 120 endgültig den Löffel abgibt (meines Wissens die Mehrheit) und ob das ewig andauert, oder ob das nur 1000 Jahre sind. Jenseitsvorstellung wird im Judentum keine offensiv vertreten, auch wenn es wage Vorstellungen davon gibt. Der göttliche Atem, die Gottesebenbildlichkeit, kehrt zu Gott zurück, und das soll ganz fein sein. Und das ist auch unabhängig davon, ob man Jude ist oder was anderes. Es gibt zwar die Meinung, dass ein besonders übles Leben diesen Funken zerstören kann, aber das ist eben nur eine Ansicht. Jedenfalls hat das ganze 'Gerecht-sein' im Judentum keine Verbindung zu Jenseitsvorstellungen. Und noch weniger gelten irgendwelche jüdischen Gesetze für irgendwelche Nichtjuden. Also allen die meinen, sie kämen jetzt alleine wegen Gnade und Glauben in den Himmel und seien damit frei vom jüdischen Gesetz: Das mussten sie eh nicht halten und sind durch Geburt durch eine Nichtjüdische Mutter daran sowieso nicht dran gebunden, solange sie nicht konvertieren. Und es hat zum zweiten nichts mit Jenseits zu tun - soweit jüdisches Verständnis. bearbeitet 27. Februar von Higgs Boson 1 Zitieren
rorro Geschrieben 27. Februar Melden Geschrieben 27. Februar vor 2 Stunden schrieb Flo77: Im übrigen bin ich weder der erste noch der einzige, dem sowas auffällt. Und, reicht die Truppe für eine eigene Glaubensgemeischaft? vor 2 Stunden schrieb Flo77: Davon mal ab, daß ich in diesem Zusammenhang wohl eher von Geistergeschichte als Geistesgeschichte sprechen würde. Q.e.d. Zitieren
Bartholomäa Geschrieben 27. Februar Melden Geschrieben 27. Februar (bearbeitet) vor 9 Stunden schrieb gouvernante: Nein, Geistliche Begleitung ist eine individuelle Begleitung auf dem eigenen Weg mit Gott durch einen ausgebildeten Begleiter oder eine ausgebildete Begleiterin... Hallo gouvernante, ich habe die Erfahrung gemacht, daß man bei Bibelexerzitien auch eine geistliche Begleitung haben kann. Das finde ich persönlich viel interessanter. Ich kenne es so, daß bei den Exerzitien an denen ich schon öfters teilgenommen habe, der Priester, der die Bibel vorgetragen und erklärt hat, jeden Tag den Teilnehmenden ein persönliches Gespräch angeboten hat. Oftmals war zuerst die Beichte in einem Beichtraum und danach das persönliche Gespräch. Wenn man an einem Tag während den Exerzitien schon einmal gebeichtet hat, kann man am nächsten Tag den Priester vielleicht auch nur noch eine Frage bezüglich der Bibel stellen. Jeder fragt vielleicht auch etwas anderes. So wie Du schreibst: "Nein"... Das sehe ich ein wenig anders. Eine Mozzarella Pizza (von Hand gemacht) und die dann in Gemeinschaft mit den Teilnehmern essen, kann doch auch etwas Schönes sein. Muss ja kein "Festessen" sein. Wir sind gerade in der Fastenzeit. Ist schon klar. Es gibt aber nicht nur die Fastenzeit. Mt 18,20: "Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen." bearbeitet 27. Februar von Bartholomäa Zitieren
iskander Geschrieben 28. Februar Melden Geschrieben 28. Februar Am 27.2.2026 um 18:55 schrieb Flo77: Die Kirche versucht an dieser Stelle mal wieder einen Spagat um nicht "jüdischer" Werkgerechtigkeit zu verfallen. Es ist halt nicht Fleisch und nicht Milch. Es ist ja in den Evangelien selbst angelegt. Es gibt viele Stellen, in denen ein klarer Bezug zwischen den eigenen Werken und dem künftigen Schicksal hergestellt wird, z.B. Mt 25, 34 ff.: "34Dann wird der König zu denen an seiner rechten Seite sagen: ›Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt Gottes Reich in Besitz, das er seit Erschaffung der Welt als Erbe für euch bereithält! 35Denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben. Als ich Durst hatte, bekam ich von euch etwas zu trinken. Ich war ein Fremder bei euch, und ihr habt mich aufgenommen. 36Ich hatte nichts anzuziehen, und ihr habt mir Kleidung gegeben. Ich war krank, und ihr habt für mich gesorgt. Ich war im Gefängnis, und ihr habt mich besucht.‹ 37Dann werden sie, die nach Gottes Willen gelebt haben, fragen: ›Herr, wann bist du denn hungrig gewesen, und wir haben dir zu essen gegeben? Oder durstig, und wir gaben dir zu trinken? 38Wann warst du als Fremder bei uns, und wir haben dir Gastfreundschaft gewährt? Und wann hattest du nichts anzuziehen, und wir haben dir Kleider gebracht? 39Wann warst du denn krank oder im Gefängnis, und wir haben dich besucht?‹ 40Der König wird ihnen dann antworten: ›Das will ich euch sagen: Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr für mich getan!‹ 41Dann wird er sich denen an seiner linken Seite zuwenden und sagen: ›Geht mir aus den Augen, ihr Verfluchten, ins ewige Feuer, das für den Teufel und seine Engel bestimmt ist! 42Denn ich war hungrig, aber ihr habt mir nichts zu essen gegeben. Ich war durstig, aber ihr habt mir nichts zu trinken gegeben. 43Ich war als Fremder bei euch, aber ihr habt mich nicht aufgenommen. Ich hatte nichts anzuziehen, aber ihr wolltet mir keine Kleider geben. Ich war krank und im Gefängnis, aber ihr habt mich nicht besucht.‹ 44Dann werden auch sie ihn fragen: ›Herr, wann haben wir dich denn hungrig oder durstig, ohne Unterkunft, ohne Kleidung, krank oder im Gefängnis gesehen und dir nicht geholfen?‹ 45Darauf wird ihnen der König antworten: ›Ich versichere euch: Die Hilfe, die ihr meinen geringsten Brüdern und Schwestern verweigert habt, die habt ihr mir verweigert.‹ 46Und sie werden der ewigen Strafe ausgeliefert sein. Aber die Gottes Willen getan haben, erwartet unvergängliches Leben.«" https://www.bible.com/de/bible/73/MAT.25.HFA Hier, so scheint es, wird klipp und klar gesagt, dass der Mensch sich durch seine eigenen Werke im Hier und Jetzt sein eigenes künftiges Schicksal gestaltet. Die Frage wäre allerdings, wie gut sich das mit anderen Stellen aus dem NT vereinbaren lässt - vor allem mit manchen Äußerungen von Paulus. Zitieren
rorro Geschrieben 28. Februar Melden Geschrieben 28. Februar vor 19 Minuten schrieb iskander: Hier, so scheint es, wird klipp und klar gesagt, dass der Mensch sich durch seine eigenen Werke im Hier und Jetzt sein eigenes künftiges Schicksal gestaltet. Die Frage wäre allerdings, wie gut sich das mit anderen Stellen aus dem NT vereinbaren lässt - vor allem mit manchen Äußerungen von Paulus. Dazu müßte man etwas von der Gnade Gottes verstehen. Dann ist das ganz einfach. Zitieren
iskander Geschrieben 1. März Melden Geschrieben 1. März vor 10 Stunden schrieb rorro: Dazu müßte man etwas von der Gnade Gottes verstehen. Dann ist das ganz einfach. Es gibt zahlreiche Christen, die glauben, etwas von der Gnade Gottes zu verstehen, und dennoch zu unterschiedlichen Auffassungen gelangt sind. Ganz so einfach ist es vielleicht doch nicht. Zitieren
rorro Geschrieben 1. März Melden Geschrieben 1. März (bearbeitet) vor 2 Stunden schrieb iskander: Es gibt zahlreiche Christen, die glauben, etwas von der Gnade Gottes zu verstehen, und dennoch zu unterschiedlichen Auffassungen gelangt sind. Ganz so einfach ist es vielleicht doch nicht. Ich meine, es sei denn ich schreibe was anderes, immer die Lehre der Kirche. Die ist da wirklich nicht kompliziert. Setzt allerdings voraus, daß an sich damit auseinadersetzt - und nicht bloß eine KI fragt. bearbeitet 1. März von rorro Zitieren
iskander Geschrieben 1. März Melden Geschrieben 1. März vor 10 Stunden schrieb rorro: Ich meine, es sei denn ich schreibe was anderes, immer die Lehre der Kirche. Die ist da wirklich nicht kompliziert. Setzt allerdings voraus, daß an sich damit auseinadersetzt - und nicht bloß eine KI fragt. Es setzt vor allem voraus, dass man eben schon von vornherein ein gläubiger Katholik ist und entsprechend an die jeweiligen Texte des NT herangeht - dass man sie also in dem Sinne interpretiert, wie es der (heutigen) kath. Kirche das will. Das kann man tun, muss man aber nicht tun. Zitieren
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.