phyllis Geschrieben 6. November 2025 Melden Geschrieben 6. November 2025 On 11/3/2025 at 2:15 AM, SteRo said: Was man aber sagen kann ist, wenn man auf der einen Seite Medizin akzeptiert um ein angenehmes möglichst langes Leben zu führen, auf der anderen Seite aber lebensverlängernde Maßnahmen per Patientenverfügung ablehnt, dann folgt man nicht Gottes Willen, sondern nur dem eigenen. abgesehen von der Sterbehilfe - müsse man dann, um Gottes Willen zu befolgen, nicht auch die Medizin ablehnen? Wenn Gott doch will dass ich krank werde..? Deine Argumentation ist mmn nicht schlüssig, sorry. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 6. November 2025 Melden Geschrieben 6. November 2025 vor 5 Stunden schrieb phyllis: abgesehen von der Sterbehilfe - müsse man dann, um Gottes Willen zu befolgen, nicht auch die Medizin ablehnen? Wenn Gott doch will dass ich krank werde..? Deine Argumentation ist mmn nicht schlüssig, sorry. Es handelt sich ja nicht um eine Argumentation für eine bestimmte Sichtweise. Aber das könntest du nur erkennen, wenn du alles lesen würdest, was ich geschrieben habe. zB auch dieses: Am 3.11.2025 um 18:41 schrieb SteRo: Gott hat den Menschen ja nach seinem Bilde geschaffen, damit er mittels des Vernunftvermögens seinem göttlichen Wissen naturwissenschaftlich und medizinisch nachspüren kann und damit ist der medizinische Fortschritt natürlich von Gott gewollt. Da Gott die Kreatur Mensch an seinem Sein teilhaben lässt, ist dieses Menschsein natürlich auch zu hegen und zu pflegen, um der Berufung durch Gott möglichst lange treu dienen zu können. Medizin ist also auch entsprechend anzuwenden, um möglichst effizient (d.h. gesund) und möglichst lange Gottes Wille folgen zu können. Daneben kann eine Ablehnung bloß lebensverlängernder Maßnahmen per Patientenverfügung auch ein Akt der Nächstenliebe sein: die medizinischen und pflegerischen Resourcen sind ggf. besser (zB für andere Menschen mit Chance auf ein normales Weiterleben) einzusetzen als sie dafür zu verwenden, nur den eigenen dahinvegetierenden Leib am leben zu erhalten. In diesem Sinne wird das eigene Leben für andere gegeben. Zitieren
SteRo Geschrieben 6. November 2025 Melden Geschrieben 6. November 2025 (bearbeitet) vor 8 Stunden schrieb Guppy: Meine Motivation ist allgemein für mich abzuwägen, in welcher Lebenssituation und unter welchen Umständen welche medizinischen Massnahmen sinnvoll sind oder eben nicht. Das ist keine Motivation, sondern eine Beschreibung deines Vorgehens, welches erneut die Frage nach deiner Motivation aufwirft. Warum "unter welchen Umständen welche medizinischen Massnahmen" sinnvoll für dich sind, beruht auf deinem Wollen, d.h. deiner Motivation, dem "warum es für dich sinnvoll ist". Was ist dein eigentliches Ziel, das dir etwas "sinnvoll" erscheinen lässt. Hier interessiert natürlich besonders wie du begründest, dass das, was dir sinnvoll erscheint mit Gottes Willen übereinstimmt. Ist deine Motivation hedonistisch oder gottgehorsam? vor 8 Stunden schrieb Guppy: Es ist für mich etwas anderes, ob ich mit 30 oder mit 95 reanimiert werde. Oder ob ich ansonsten gesund bin oder mein ganzer Körper voller Krebs ist. Sowas wägt man doch ab. Ich denke auch mal, dass jeder Mediziner bei halbwegs gesundem Verstand da abwägt. Die Motivation des Mediziners ergibt sich ja aus seine Jobbeschreibung. Deine Motivation ist vollkommen unklar. "Es ist für mich etwas anderes" ... was soll das denn sein? Eine moralisch valide Begründung? Ein Killer mag sagen "Es ist für mich etwas anderes, ob ich einen 30 oder einen 95 Jährigen töte". Mit "Es ist für mich etwas anderes" kannst du deine zustimmende Einstellung zu jedem unmoralischen Tun einleiten. Hier im Thread gehts die moralische Bewertung des Tuns oder Unterlassens im Kontext von Leben und Tod falls du das vergessen haben solltest. bearbeitet 6. November 2025 von SteRo Zitieren
phyllis Geschrieben 7. November 2025 Melden Geschrieben 7. November 2025 17 hours ago, SteRo said: Daneben kann eine Ablehnung bloß lebensverlängernder Maßnahmen per Patientenverfügung auch ein Akt der Nächstenliebe sein: die medizinischen und pflegerischen Resourcen sind ggf. besser (zB für andere Menschen mit Chance auf ein normales Weiterleben) einzusetzen als sie dafür zu verwenden, nur den eigenen dahinvegetierenden Leib am leben zu erhalten. In diesem Sinne wird das eigene Leben für andere gegeben. also Ablehnung lebensverlängernder Massnahmen ist ok, Sterbehilfe aber nicht? Versteh ich das richtig? Wobei die Schonung von Resourcen, die du erwähnst, ja bei der Sterbehilfe genauso zutrifft. Zitieren
SteRo Geschrieben 7. November 2025 Melden Geschrieben 7. November 2025 (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb phyllis: Versteh ich das richtig? Nein, du hast immer noch nicht verstanden, dass es nicht um eine kategorische Festlegung zu "Sterbehilfe" geht, sondern um mögliche Motivationen und deren sittlich-moralische Bewertung auf der Grundlage des rechten Glaubens bzgl. konkreten Tuns oder Unterlassens im Kontext von Leben und Sterben. Was "Sterbehilfe" angeht, so hatte ich bereits dargelegt, dass der Begriff nicht konkret genug ist, um sich hier darüber zu äußern: Am 27.10.2025 um 14:54 schrieb SteRo: Wie immer sollte eine klare eindeutige Begriffsbestimmung einer moralisch-sittlichen Bewertung vorausgehen: Wiki könnte für den ersten Schritt hilfreich sein: Jeder einzelne Punkt müsste dann separat auf der Basis eines bestimmten vorher festgelegten Wertesystems bewertet werden. Das moraltheologische Wertesystem wäre von jedem Christen zugrundezulegen. bearbeitet 7. November 2025 von SteRo Zitieren
catholicissimus Geschrieben 14. November 2025 Melden Geschrieben 14. November 2025 Wie bei der Empfängnisverhütung: man sollte dem Schöpfer immer die Möglichkeit lassen, einen neuen Menschen zu schaffen. Und so soll Gott auch den Todeszeitpunkt selber bestimmen dürfen. Denn unser Leben gehört ja nicht uns, sondern ist nur von Gott geliehen: "noch diese Nacht wird dein Leben zurückgefordert werden" (Lukas 12, 20). Wir haben zwar innerhalb unserer Lebenszeit Freiheit, aber es wäre eine große Sünde, die irdische Lebenszeit eigenmächtig zu beenden. Zitieren
SteRo Geschrieben 14. November 2025 Melden Geschrieben 14. November 2025 (bearbeitet) vor 55 Minuten schrieb catholicissimus: Wie bei der Empfängnisverhütung: man sollte dem Schöpfer immer die Möglichkeit lassen, einen neuen Menschen zu schaffen. Jegliche Form von Empfängnisverhütung widerspricht Gottes Wille: Gen 1, 27 ... als Mann und Frau schuf er sie. 28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, vor 55 Minuten schrieb catholicissimus: Und so soll Gott auch den Todeszeitpunkt selber bestimmen dürfen. Denn unser Leben gehört ja nicht uns, sondern ist nur von Gott geliehen: "noch diese Nacht wird dein Leben zurückgefordert werden" (Lukas 12, 20). Wir haben zwar innerhalb unserer Lebenszeit Freiheit, aber es wäre eine große Sünde, die irdische Lebenszeit eigenmächtig zu beenden. Wie gesagt: Es ist auch Gottes Wille, dass der Mensch seine Vernunft gebraucht, Ihm nachspürt und Arzneimittel und Medizinthechnik findet. Auch so sieht Gott den Todeszeitpunkt jedes einzelnen Menschen vor: indem er es ihm ermöglicht Krankheiten zu beseitigen oder zu lindern oder Leben zu erhalten. Die Frage nach der Moral und der Sündhaftigkeit stellt sich nur dann, wenn der Mensch unter bestimmten Bedingungen Arzneimittel und Medizinthechnik nutzen will, unter anderen Bedingungen aber nicht und es also dann bevorzugt, durch Nichtnutzung von Arzneimitteln und Medizinthechnik oder sogar durch Nutzung von Arzneimitteln als Gift absichtlich aus dem Leben zu scheiden. bearbeitet 14. November 2025 von SteRo Zitieren
SteRo Geschrieben 19. November 2025 Melden Geschrieben 19. November 2025 Nach Tod der Kessler-Zwillinge Pfarrer Schießler sieht Egoismus bei assistiertem Suizid Nicht dass ich den Folklore-Pfarrer für besonders qualifiziert halten würde, ein abschließendes Urteil über assistierten Suizid zu sprechen, aber seine Meinung ist auch eine Meinung und passt also zum Thema. Zitieren
SteRo Geschrieben 20. November 2025 Melden Geschrieben 20. November 2025 Caritas warnt nach Kessler-Tod vor mehr Suiziden "Jedes Mal, wenn bekannte Personen sich das Leben nehmen und darüber breit in der Presse berichtet wird, gibt es einen messbaren Anstieg von Suiziden", sagte Caritaspräsidentin Eva Welskop-Deffaa am Mittwoch in Berlin. Sie kritisierte, über die Selbsttötung der Zwillinge sei vielfach sehr positiv und romantisierend berichtet worden. Dabei sei der Wunsch betont worden, "vereint" zu sterben, um nicht "ins Heim" zu müssen. "Inwieweit er als Ausdruck von Ausweglosigkeit und Verzweiflung zu werten ist, gegen die das soziale Umfeld hätte etwas tun können, wird kaum gefragt", so Welskop-Deffaa. Sie rief die Medien zu zurückhaltender und verantwortungsvoller Berichterstattung über Suizide auf. Zugleich brauche es mehr Suizidprävention, ein Werbeverbot für Organisationen, die bei Selbsttötungen begleiten, sowie eine gesetzliche Regelung der Suizidbegleitung. Ähnlich äußerte sich der Vorstand der Deutschen Palliativ-Stiftung, Thomas Sitte: "Die zunehmende Akzeptanz von Selbsttötungen wird insbesondere durch die Berichterstattung gefördert und gesellschaftlich anerkannt", sagte er am Mittwoch der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). "Wir befinden uns hier schon längst auf einer sehr schiefen Ebene." Der Mediziner beobachtet eine Zunahme von assistierten Doppelsuiziden bei älteren (Ehe)-Paaren, mit der Begründung, eine Pflegesituation vermeiden zu wollen. In den Medien werde das häufig als "besonders liebevoll und schön" dargestellt. 2 Zitieren
Marcellinus Geschrieben 20. November 2025 Melden Geschrieben 20. November 2025 vor 3 Stunden schrieb SteRo: Caritas warnt nach Kessler-Tod vor mehr Suiziden Die haben einfach Angst um ihr Geschäftsmodell. Zitieren
Werner Hoffmann Geschrieben 20. November 2025 Autor Melden Geschrieben 20. November 2025 (bearbeitet) Gibt es wirklich keine Hoffnung im Glauben ? Assistierter Selbstmord in Deutschland legal Wer in Deutschland Selbstmord machen möchte, kann es tun und wird sogar unterstützt. Wer keine Hoffnung mehr hat und Lebensmüde ist, kann sich selbst mit einer tödlichen Substanz vergiften. Verein Sterbehilfe https://www.sterbehilfe.de/ Jedes Jahr beenden in Deutschland über 1000 Menschen ihr Leben über einen assistierten Suizid – begleitet werden sie zum Beispiel vom "Verein Sterbehilfe". Ein "Sterbe-Arzt" berichtet, wieso es dabei nicht um den Tod, sondern um Freiheit geht, und warum allein die Option für viele die Rettung ist. Als ich am Dienstagabend zum Hörer greife, ist mir etwas mulmig zumute. Draußen ist es schon dunkel, ich bin fast alleine in der Redaktion. Am Vortag hatte die Todesnachricht der Kessler-Zwillinge das ganze Land erschüttert. Schnell wird klar: Es war assistierter Suizid. Ein Thema, das noch immer schwer nachhallt. Und das mir seit Stunden im Kopf kreist. Goßmann leitet das Ärzteteam des Vereins Sterbehilfe. Um die 30 Medizinerinnen und Mediziner arbeiten dort nebenberuflich als Gutachter und attestieren Menschen, die einen Sterbewunsch gefasst haben, die sogenannte "Freiverantwortlichkeit". Also die Fähigkeit und das Recht, Entscheidungen selbstständig und unabhängig zu treffen, basierend auf ihrem eigenen Willen und ihren Überzeugungen. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Zulässigkeit von Suizidassistenz. Einer anderen Person beim Suizid zu helfen, ist in Deutschland rechtlich erlaubt. Das hat das Bundesverfassungsgericht 2020 nach einer Verfassungsbeschwerde entschieden. Im Urteil heißt es: "Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst als Ausdruck persönlicher Autonomie ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben". Das umfasse auch die Freiheit, "hierfür bei Dritten Hilfe zu suchen und Hilfe, soweit sie angeboten wird, in Anspruch zu nehmen". Konkret bedeutet das, dass Angehörige, Mediziner oder Vertreter eines Sterbehilfevereins Menschen mit dem Wunsch zu sterben auf ihrem Weg unterstützen dürfen. Etwa durch medizinische und rechtliche Beratung, aber eben auch indem ein Sterbehelfer dem Patienten ganz konkret eine tödliche Substanz bereitstellt. Wichtig ist, dass dieser sie selbst einnimmt. In Deutschland bringt der Sterbearzt den Menschen nicht um, sondern gibt ihm die Dinge an die Hand, mit denen er sein Leben selber beenden kann, wenn er das möchte", erklärt Goßmann im Gespräch mit FOCUS online. Damit grenzt sich der Prozess klar ab von der aktiven Sterbehilfe, also wenn jemand der sterbewilligen Person das tödliches Medikament aktiv verabreicht. Diese ist verboten und strafbar. Das Gutachten bedeutet nicht, dass der Mediziner findet, dass man zum Beispiel bei dieser Krebserkrankung tatsächlich besser aus dem Leben scheidet", betont Goßmann. "Wir stellen lediglich fest, ob die Person, die das für sich gerade entscheidet, weiß, was sie da entscheidet: Ob sie ausreichend informiert ist über die Alternativen, sie gegeneinander abgewogen hat, lange genug darüber nachgedacht hat und frei von Einflüssen ist, die die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit einschränken würden. Mehr nicht." https://www.focus.de/gesundheit/es-geht-um-freiheit-wie-ein-arzt-beim-selbstbestimmten-sterben-hilft_f78bc9a6-e32d-464f-8260-3830ffe8d818.html 1 291 bearbeitet 20. November 2025 von Werner Hoffmann Zitieren
SteRo Geschrieben 28. November 2025 Melden Geschrieben 28. November 2025 Slowenische Bevölkerung lehnt Legalisierung der sogenannten Sterbehilfe ab Zitieren
Spadafora Geschrieben 28. November 2025 Melden Geschrieben 28. November 2025 vor 2 Stunden schrieb SteRo: Slowenische Bevölkerung lehnt Legalisierung der sogenannten Sterbehilfe ab es ist immer gut wenn es den Leuten zu vermitteln ist so etwas in direkter Demokratie zu entscheiden, siehe gleichgeschlechtliche Ehe in Irland und Abtreibung Zitieren
SteRo Geschrieben 12. Februar Melden Geschrieben 12. Februar Suizid per Halsband: Die neueste Erfindung zur Vereinfachung des Zugangs zur Euthanasie Zitieren
Higgs Boson Geschrieben 14. Februar Melden Geschrieben 14. Februar Am 12.2.2026 um 15:54 schrieb SteRo: Suizid per Halsband: Die neueste Erfindung zur Vereinfachung des Zugangs zur Euthanasie OMG, wie umständlich. Und vermutlich teuer. Da tuts doch auch ein einfacher Einweggrill, kostet an der Tanke unter 10€ Zitieren
rorro Geschrieben 26. März Melden Geschrieben 26. März (bearbeitet) „Der Anfang war eine feine Verschiebung in der Grundeinstellung der Ärzte. Es begann mit der Akzeptanz der Einstellung, dass es ein Leben gibt, das nicht lebenswert ist.“ Der von den nationalen Sozialisten aus Wien vertriebene Psychiater Leo Alexander im Jahr 1949. Er war Berater der Nürnberger Prozesse auf amerik. Seite. Heutzutage bekommen solche Ärzte eher Probleme mit anderen Sozialisten (siehe aktuell Spanien, daher dieser Beitrag). Ich bin ja old-school. Für mich, zumal als Christen und Arzt, gilt natürlich die alte Sichtweise des Hrn. Hufeland aus dem 19. Jh, der ich vollen Herzens zustimme: „Der Arzt darf und soll nichts anderes tun als Leben erhalten, ob es ein Glück oder ein Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht — dies geht ihn nichts an, und masst er sich einmal an, diese Rücksicht mit in sein Geschäft zu nehmen, so sind die Folgen unabsehbar und der Arzt wird der gefährlichste Mensch im Staate.“ Wer als Mensch eine Lust am Töten empfindet, kann sich darum bemühen, diese als Arzt ausleben zu dürfen. Soweit sind wir mittlerweile. „Das Eis der Zivilisation ist dünn" (Alexander Mitscherlich im Kontext der Nürnberger Prozesse) Die Säkularisierung macht es mit Sicherheit nicht dicker. bearbeitet 26. März von rorro Zitieren
Werner Hoffmann Geschrieben 27. März Autor Melden Geschrieben 27. März (bearbeitet) Wie ein Hund beim Tierarzt eingeschläfert - wegen Depressionen mit 25 Jahren Der Tod einer jungen Frau durch aktive Sterbehilfe sorgt in Spanien für heftige Debatten. Die 25 Jahre alte Noelia Castillo erhielt am Donnerstagabend, den 26. März 2026, in einem Krankenhaus in Barcelona auf eigenen Wunsch und gegen den Willen ihrer Eltern eine tödliche Spritze, wie das Gesundheitsministerium der Region Katalonien mitteilte. Sie hatte eine Querschnittlähmung, die auf einen Suizidversuch im Jahr 2022 zurückgeht. Castillo wuchs in einer zerrütteten Familie auf. Nach der Scheidung der Eltern verbrachte sie einen Großteil ihres Lebens unter staatlicher Obhut in Jugendhilfeeinrichtungen. Medienberichte, laut denen eine angebliche „Gruppenvergewaltigung“ durch Migranten Auslöser für einen späteren, gescheiterten Suizidversuch war, wurden offiziell und auch durch die Betroffene selbst so nicht bestätigt. Die spanische Zeitung „El Pais“ zitierte aus Interviews der jungen Frau, in denen diese von sexuellem Missbrauch durch einen Ex-Partner und mehreren Übergriffen durch junge Männer in Nachtclubs berichtet. Fest steht, dass Castillo unter Depressionen litt und im Jahr 2022 unter dem Einfluss von Drogen aus dem fünften Stock eines Hochhauses sprang. Seitdem saß sie querschnittsgelähmt im Rollstuhl und litt unter heftigen Schmerzen. 2024 beantragte die Spanierin erstmals Sterbehilfe bei den zuständigen Behörden – und diese stimmten zu. https://www.welt.de/vermischtes/article69c5882a8f57616717160b4c/sterbehilfe-in-spanien-endlich-gehen-aufhoeren-zu-leiden-25-jahre-alte-noelia-castillo-stirbt-durch-injektion.html bearbeitet 27. März von Werner Hoffmann Zitieren
Spadafora Geschrieben 27. März Melden Geschrieben 27. März wenn es der Wille der armen Frau ist ist ja alles gut Zitieren
rorro Geschrieben 27. März Melden Geschrieben 27. März vor 2 Stunden schrieb Spadafora: wenn es der Wille der armen Frau ist ist ja alles gut Genau. Bei psychisch Erkrankten (erste Diagnosen bei der jungen Frau: Zwangsstörung und Borderline, dann später noch PTBS) muß man einfach fragen, was sie "wollen", dann wird das schon richtig sein. Offizieller Grund für die Tötung durch den Staat hier: Depression. Kein Witz. Zitieren
Spadafora Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März vor 19 Stunden schrieb rorro: Genau. Bei psychisch Erkrankten (erste Diagnosen bei der jungen Frau: Zwangsstörung und Borderline, dann später noch PTBS) muß man einfach fragen, was sie "wollen", dann wird das schon richtig sein. Offizieller Grund für die Tötung durch den Staat hier: Depression. Kein Witz. jeder Mensch hat das recht jeder zeit sein Leben zu beenden wenn die Dame nicht so psychisch eingeschränkt war, dass sie nicht selbstbestimmt leben konnte hat niemand das recht daran etwas zu kritisieren typischerweise wurde der Fall wieder mal von konservativen christlichen Kreisen instrumentalisiert Zitieren
rorro Geschrieben 28. März Melden Geschrieben 28. März vor 1 Stunde schrieb Spadafora: jeder Mensch hat das recht jeder zeit sein Leben zu beenden wenn die Dame nicht so psychisch eingeschränkt war, dass sie nicht selbstbestimmt leben konnte hat niemand das recht daran etwas zu kritisieren typischerweise wurde der Fall wieder mal von konservativen christlichen Kreisen instrumentalisiert Dann bist Du auch gegen das dt. PsychKG und dafür, jeden potentiellen Selbstmörder in seinem Unterfangen zu unterstützen? Wenn Du bei der Telefonseelsorge wärest, würdest Du wahrscheinlich sagen: "Verstehe ich gut. Machen Sie das ruhig mit dem Selbstmord. Sie wissen am besten was Sie wollen." 1 Zitieren
Guppy Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März Am 28.3.2026 um 16:49 schrieb rorro: Wenn Du bei der Telefonseelsorge wärest, würdest Du wahrscheinlich sagen: "Verstehe ich gut. Machen Sie das ruhig mit dem Selbstmord. Sie wissen am besten was Sie wollen." Klar würde niemand bei der Telefonseelsorge einen Menschen, den man gar nicht kennt und der sich in einer akuten psychischen Krise befindet zum Selbstmord raten. Aber nehmen wir an, ein Mensch Anfang 30, leidet seit Jahren an schweren Depressionen, war schon viele Male in stationärer psychiatrischer Behandlung, ohne Besserung. Therapeutisch wurde alles ausgeschöpft, der Mensch ist immer noch schwer depressiv. Er hat auch schon mehrere gescheiterte Suizidversuche hinter sich, die ihn schwer verletzt haben. Was macht man da? Helfen kann man dem Menschen medizinisch offenbar nicht. Also einfach warten, bis er sich dann demnächst vor den Zug wirft und es dann "endlich" schafft sich das Leben zu nehmen? Oder ihn ein Leben lang in einer geschlossenen Psychiatrie einsperren, um ihn am Selbstmord zu hindern? Zitieren
rorro Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 40 Minuten schrieb Guppy: Klar würde niemand bei der Telefonseelsorge einen Menschen, den man gar nicht kennt und der sich in einer akuten psychischen Krise befindet zum Selbstmord raten. Aber nehmen wir an, ein Mensch Anfang 30, leidet seit Jahren an schweren Depressionen, war schon viele Male in stationärer psychiatrischer Behandlung, ohne Besserung. Therapeutisch wurde alles ausgeschöpft, der Mensch ist immer noch schwer depressiv. Er hat auch schon mehrere gescheiterte Suizidversuche hinter sich, die ihn schwer verletzt haben. Was macht man da? Helfen kann man dem Menschen medizinisch offenbar nicht. Also einfach warten, bis er sich dann demnächst vor den Zug wirft und es dann "endlich" schafft sich das Leben zu nehmen? Oder ihn ein Leben lang in einer geschlossenen Psychiatrie einsperren, um ihn am Selbstmord zu hindern? Erst einmal hinterfragen, ob wirklich alles therapeutisch versucht wurde (gerade bei der Depression tut sich viel: Elektrokrampf wird wieder erfolgreich gemacht, Psylocybin und Ketamin zeigen Erfolge etc.). Dann ja, den Menschen vor sich selbst schützen in Abwägung der persönlichen Freiheit. Das ist nicht einfach und kann schiefgehen. Töten ist immer ein Scheitern. Ein Arzt darf nicht töten. Zitieren
Guppy Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März vor 5 Minuten schrieb rorro: Erst einmal hinterfragen, ob wirklich alles therapeutisch versucht wurde (gerade bei der Depression tut sich viel: Elektrokrampf wird wieder erfolgreich gemacht, Psylocybin und Ketamin zeigen Erfolge etc.). Ja klar sollte man immer versuchen den Menschen bestmöglich zu helfen. Es gibt aber therapieresistente Depressionen. Nicht jedem Menschen kann geholfen werden. Deren enormer Leidensdruck bis hin zum unbändigen Wunsch zu Sterben bleibt bestehen. Die Frage ist halt, was man dann macht. Also ich sehe nur drei Möglichkeiten: 1. Der Mensch bringt sich wahrscheinlich demnächst um, möglicherweise qualvoll, weil es nicht so klappt wie er dachte. 2. Der Mensch wird für den Rest seines Lebens weggesperrt und lebt nur noch in Gefangenschaft, gequält von seinen Depressionen. 3. Der Mensch bekommt die Möglichkeit, sich wenigstens auf eine "humane" Weise das Leben zu nehmen und in einem Rahmen, wo er immerhin einigermassen Abschiednehmen und in "Frieden" gehen kann, wenn man das so sagen kann. 1 Zitieren
rorro Geschrieben 29. März Melden Geschrieben 29. März (bearbeitet) Das Leben ist heilig - nur wenn man das so sieht, kann man gegen Krieg und Gewalt, Abtreibung und Euthanasie sein. Und ein Arzt darf nicht willentlich töten. Niemals. bearbeitet 29. März von rorro 1 Zitieren
Recommended Posts
Join the conversation
You can post now and register later. If you have an account, sign in now to post with your account.