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Bedeutung Kaiser Konstantin 4. Jahrhundert


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Werner Hoffmann
Geschrieben

Lese am Buch des Historikers PETER HEATHER aus London.

Seine These:

Ohne Kaiser Konstantin (4. Jhd. n. Chr.) gäbe es heute kein Christentum ! Er hat das "kleine Pflaenzchen der christlichen Bewegung" gepflegt und dafür gesorgt, dass es wachsen konnte. Hat Gott damals in die Geschichte eingegriffen ? Für den Historiker Heather war es angeblich "Zufall".

Konstantins Bekehrung war der Auftakt zu einem politischen und religiösen Umbruch, der das Christentum von Grund auf veränderte. Dabei darf man sich das nicht als Einzelentscheidung eines genialen Herrschers vorstellen, sondern als einen kollektiven Schwenk der politischen Elite im Zentrum des Reiches. Wäre Konstantins Hinwendung zum Christentum eine bloße Episode geblieben – wenn also seine Söhne und deren Nachfolger den Kurs nicht fortgesetzt hätten –, wäre aus dieser Bewegung nichts geworden. Erst nach rund siebzig Jahren, also gegen Ende des 4. Jahrhunderts, wurde das Christentum tatsächlich zur allein herrschenden Religion des Römischen Reiches. Aber der Anfang liegt bei Konstantin.

Kaiser Konstantin I. stellte die Weichen dafür, dass das Christentum die Staatsreligion im Römischen Reich wurde.

Peter Heather:
Christentum: Aufstieg und Triumph einer Religion

Geschrieben
vor 17 Stunden schrieb Werner Hoffmann:

Ohne Kaiser Konstantin (4. Jhd. n. Chr.) gäbe es heute kein Christentum !

Mal wieder die typische Rom-zentrierte Sichtweise, die einfach nicht zur Kenntnis nimmt, dass es das Christentum von Anfang an auch außerhalb des Römischen Reiches gab. Das Katholikat von Seleukia-Ktesiphon im Seleukidenreich war nie Staatsreligion, reichte aber bis nach China und Indien. Die Schwiegertochter von Dschingis Khan und Mutter von Kublai Khan war eine Christin dieser bis heute existierenden „Apostolischen Kirche des Osten“. Auch die ganzen indischen Kirchen („Thomaschristen“) gehen darauf zurück. 
Georgien hatte das Christentum bereits 337 zur Staatsreligion gemacht, 43 Jahre vor Rom. Armenien hatten den Schritt schon 301 vollzogen, 5 Jahre bevor Konstantin überhaupt Kaiser wurde.

 

Also: ohne Konstantin sähe das Christentum vielleicht anders aus, aber dass es heute keines gäbe, ist Quatsch

 

Werner

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Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Werner001:

Also: ohne Konstantin sähe das Christentum vielleicht anders aus, aber dass es heute keines gäbe, ist Quatsch

 

Es sähe allerdings womöglich - wenn es sich nicht auch ohne Konstantin doch im röm. Reich durchgesetzt hätte - schon sehr anders aus.

catholicissimus
Geschrieben (bearbeitet)

IN HOC SIGNO VINCES ("in diesem Zeichen wirst du siegen")

https://de.wikipedia.org/wiki/In_hoc_signo_vinces

"Konstantin und sein Heer hätten zu Mittag ein Kreuz aus Licht über der Sonne mit den Worten „Ἐν τούτῳ νίκα“ (En toutō nika In diesem (Zeichen) siege) gesehen. Dieses Zeichen sei Konstantin lange nicht verständlich gewesen, weshalb ihm in der Nacht vor der Schlacht Jesus Christus mit dem gesehenen Zeichen im Traum erschienen sei, ihm erklärte, dass er das Zeichen gegen seine Feinde einsetzen solle, und seine Verwendung als Schutz- und Siegeszeichen angewiesen habe. Eusebius berichtet weiter, dass Konstantin daraufhin befohlen habe, das Labarum als Feldzeichen zu verwenden (vergleiche Christusmonogramm)."

Ein zweiter strategischer Eingriff Gottes war dann bei der Schlacht von Zülpich bei Sievernich, wo der Frankenführer Chlodwig gelobte, sich taufen zu lassen, wenn er über die Alamannen siegen würde. Dort wurde also 496 n.Chr. unser christliche Abendland geboren. Noch heute erinnert die Pariser Rue de Tolbiac an diese Geburtsstunde unseren gemeinsamen deutsch-französischen Frankenreiches.

Und beide strategischen Eingriffe Gottes durch Militärführer und ihre entscheidenden Schlachten! Ich glaube, im Alten Testament gibt es ähnliche Geschichten. Und im Islam natürlich, der ja sehr kriegerisch begonnen hat.

bearbeitet von catholicissimus
Geschrieben
vor 50 Minuten schrieb catholicissimus:

Ein zweiter strategischer Eingriff Gottes

Der sollte mal seine Prioritäten überdenken.


Werner

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb Werner001:

Der sollte mal seine Prioritäten überdenken.

 

 

... und dem Werner die andere Backe hinhalten. 

Geschrieben
vor 22 Minuten schrieb Weihrauch:

 

... und dem Werner die andere Backe hinhalten. 

Ich schlage niemanden.

Aber wenn er tatsächlich militärisch eingreift, wie oben unterstellt, dann setzt er die falschen Prioritäten.

 

Werner

Geschrieben

Du hast schlagkräftige Argumente gegen so manche schräge Gottesbilder, wie beispielsweise das eben vorgebrachte. Das Ding heißt Tagesschau nicht Gottesschau. 

 

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