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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Shubashi:

Was man in moralisierenden politischen Debatten übrigens aktuell wieder mal bedenken sollte: eigenes glaubwürdiges Handeln erscheint mir um Längen wichtiger als Aufrufe und Reden. Denn wie man gerade im EU-Parlament sehen, bedeuten Worte über die AfD auch Seitens ihrer schärfsten Kritiker überhaupt nichts, wenn man ihnen beim Handeln dann zum maximalen Schaden für Demokratie und Europa beispringt. Das einstimmige Beschluss der Bischöfe zum Thema gefällt mir sehr gut, weil er letztlich an Gewissen und eigentliche Verantwortlichkeit der Gläubige appelliert und die eigene Haltung erklärt. Viel wichtiger erscheint mir aber, das die Kirche immer auch selbst danach handelt, sich also unbedingt immer zu einer universalen Weltkirche bekennt, praktisch wo es immer nur geht sich zur Caritas bekennt, das Christentum in ihren sozialen und pädagogischen Einrichtungen auch in die Gesellschaft trägt und eigene Verfehlungen auch unter ihren höchsten Amtsträgern nicht vertuscht. Nur dann sind auch bedachtsame politische Appelle an die Gläubigen glaubwürdig.

 

:dafuer:

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Shubashi:

Das einstimmige Beschluss der Bischöfe zum Thema gefällt mir sehr gut, weil er letztlich an Gewissen und eigentliche Verantwortlichkeit der Gläubige appelliert und die eigene Haltung erklärt. Viel wichtiger erscheint mir aber, das die Kirche immer auch selbst danach handelt, sich also unbedingt immer zu einer universalen Weltkirche bekennt, praktisch wo es immer nur geht sich zur Caritas bekennt, das Christentum in ihren sozialen und pädagogischen Einrichtungen auch in die Gesellschaft trägt und eigene Verfehlungen auch unter ihren höchsten Amtsträgern nicht vertuscht. Nur dann sind auch bedachtsame politische Appelle an die Gläubigen glaubwürdig.

 

Glaubwürdigkeit kann ich da bei der Kirche in Deutschland aber kaum erkennen.

 

Man behauptet einerseits für den Schutz des Lebens zu sein, hat aber gleichzeitig kein Problem mit Parteien, die das hundertausendfache Töten von unschuldigen Menschen für einen gesellschaftlichen Fortschritt und ein Grundrecht  halten und sich massiv dafür einsetzen das Töten noch weiter staatlich zu legitimieren und zu fördern.

 

Man behauptet sich für Behinderte einzusetzen, schweigt aber weitgehend zur pränatalen Selektion von Behinderten und sucht die Nähe zu den Parteien, die das alles möglich gemacht haben.

 

Man behauptet für Frieden zu sein, scheint aber kein Problem mit Parteien zu haben, die sich gegenseitig in Kriegsrhetorik und Aufrüstungsfantasien überbieten. Man empört sich auch nicht darüber, dass wir ein 100-MilliSondervermögen für Waffen auflegen, anstatt das Geld z.B. in Pflege oder Familien zu investieren.

 

Man behauptet der Anwalt der Schwachen und Armen zu sein, schweigt aber z.B. zu einer Energiepolitik, die gerade die Schwachen und Armen in Deutschland besonders hart trifft und immer mehr Menschen in relative Armut stürzt.

 

Und so weiter. Man könnte noch viele Beispiele nennen, wo die Kirche (also Bischöfe und irgendwelche kirchlichen Verbandsfunktionäre) sich christliche Werte um den Hals hängen, aber keinerlei Berührungsängste mit Parteien haben, die komplett antichristliche Positionen vertreten.

 

Wo ist da die Glaubwürdigkeit?

 

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Geschrieben
vor 42 Minuten schrieb Guppy:

arteien, die das hundertausendfache Töten von unschuldigen Menschen für einen gesellschaftlichen Fortschritt und ein Grundrecht  halten un

Wo sschreibt eine Partei, dass sie das Töten für Fortschritt hält?

Geschrieben

Wer das Töten von Menschen zu einem universalen Recht erklären will, am besten mit Verfassungrang so wie bei unseren westlichen Nachbarn, hält das für einen Fortschritt. 

 

In Ostwestfalen/Lippe möchte jetzt ein Gynäkologe für ein Recht auf Kindstötung demonstrieren, was sein Arbeitgeber verbietet.

 

U.a. hat sich Ricarda Lang angekündigt als Unterstützerin. 

 

So denkt man dort.

Geschrieben

Die Grünen haben schon in der Ampel Werbung für Abtreibungen legalisiert.

Katholische Lebenssschützer, die Mütter in Not vor Abtreibungskliniken Hilfe anbieten um das Leben der Kinder zu retten, wurden von den Grünen kriminalisiert. (sog. "Gehsteigbelästigung")

Die Grünen halten die Tötung von Kindern im Mutterleib für ein "Grundrecht".

Mindestens im ersten Trimester der Schwangerschaft sollen Kinder im Mutterleib auch legal (nicht nur straffrei wie bisher) getötet werden können. Also diese Kinder wollen die Grünen faktisch für rechtlich vogelfrei erklären.

Die Grünen wollen eine verpflichtende Kostenübernahme für alle Abtreibungen durch die Krankenkassen.

 

Im Dezember hat das EU-Parlament dafür gestimmt, dass die EU-Kommission mit Steuergeldern Abtreibungs-Tourismus in Europa finanzieren soll. Die Grünen haben das kräftig unterstützt. Im Bundestag veranstalteten die Grünen eine Party um das zu feiern. Die Grünen-Vorsitzende im EU-Parlament sagte, das wäre ihr grösster Weihnachtswunsch gewesen.

 

Ich kann mir kaum vorstellen, wie eine Partei noch menschenverachtender und antichristlicher sein kann wie die Grünen. Leider schweigen die deutschen Bischöfe zum Treiben dieser Partei und ihrer Ideologie. Warum auch immer.  

 

 

 

 

Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Chrysologus:

Wo sschreibt eine Partei, dass sie das Töten für Fortschritt hält?

Brakeler Ortsblatt vom 03. Februar 1972, Seite 24, Titel: "Vom Garten Eden in die Gülle", Autor: Jupp Schwieselburger.

Geschrieben

Ich möchte keine erneute Diskussion zum Schwangerschaftsabbruch beginnen, aber die offiziellen Positionen der Grünen zum Schwangerschaftsabbruch findet man hier:

https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/fachtexte/schwangerschaftsabbrueche-legalisieren/

 

https://www.gruene.de/artikel/informationen-zu-schwangerschaftsabbruechen

 

Im Prinzip würde sich rein praktisch relativ wenig ändern, es geht im wesentlichen nur darum, dass der Abbruch in den ersten drei Monaten außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt wird. Aktuell ist er ja rechtswidrig, aber nach einer obligatorischen Beratung straffrei. 
Da wir nunmal in einer pluralistischen Gesellschaft mit Religionsfreiheit leben, finde ich das eine legitime Position, so wie auch die offizielle Position der AfD zum Thema legitim ist. 
Hier sind noch mal die diversen Positionen der parlamentarischen Parteien aufgelistet.


Im Ergebnis will niemand offiziell Abtreibungen verbieten, es geht v.a. um die konkreten Rahmenbedingungen - weshalb religiöser Fundamentalismus in meinen Augen überhaupt von niemandem bedient wird und für scharfe Polarisierung in dieser Frage wenig Substanz bleibt. 
 

Worauf ich damit hinaus will: die Frage macht selbst für sogen. „One-issue-voter“ wenig Sinn, weil er oder sie dann nur für radikale Kleinstparteien stimmen könnte, die kaum ins Parlament gelangen werden. Letzlich ist der ganze Aktivismus dann nur politisch-fundamentalistisch, und am modernen Katholizismus schätze ich eigentlich gerade, dass er sich eben nicht komplett moralisch von der Welt abzugrenzen sucht, sondern nach realen Verbesserungen strebt. Deswegen fand ich z.B. die „donum vitae“-Idee sehr gut, bis JP 2 so dazwischen grätschte.

 

Kurz: ich denke, wir sind als Christen gehalten, uns zu fragen, was politisch konkret zu einer besseren Welt im Sinne auch unseres Nächsten beiträgt, weil nur das von Politik diesseitig beantwortet werden kann. Und da kann es sehr vielfältige Antworten geben, die gerade bei Abtreibung sich eher nicht fundamental unterscheiden.

 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Shubashi:

Ich möchte keine erneute Diskussion zum Schwangerschaftsabbruch beginnen, aber die offiziellen Positionen der Grünen zum Schwangerschaftsabbruch findet man hier:

https://www.gruene-bundestag.de/unsere-politik/fachtexte/schwangerschaftsabbrueche-legalisieren/

 

https://www.gruene.de/artikel/informationen-zu-schwangerschaftsabbruechen

 

Im Prinzip würde sich rein praktisch relativ wenig ändern, es geht im wesentlichen nur darum, dass der Abbruch in den ersten drei Monaten außerhalb des Strafgesetzbuches geregelt wird. Aktuell ist er ja rechtswidrig, aber nach einer obligatorischen Beratung straffrei. 
Da wir nunmal in einer pluralistischen Gesellschaft mit Religionsfreiheit leben, finde ich das eine legitime Position, so wie auch die offizielle Position der AfD zum Thema legitim ist. 
Hier sind noch mal die diversen Positionen der parlamentarischen Parteien aufgelistet.


Im Ergebnis will niemand offiziell Abtreibungen verbieten, es geht v.a. um die konkreten Rahmenbedingungen - weshalb religiöser Fundamentalismus in meinen Augen überhaupt von niemandem bedient wird und für scharfe Polarisierung in dieser Frage wenig Substanz bleibt. 
 

Worauf ich damit hinaus will: die Frage macht selbst für sogen. „One-issue-voter“ wenig Sinn, weil er oder sie dann nur für radikale Kleinstparteien stimmen könnte, die kaum ins Parlament gelangen werden. Letzlich ist der ganze Aktivismus dann nur politisch-fundamentalistisch, und am modernen Katholizismus schätze ich eigentlich gerade, dass er sich eben nicht komplett moralisch von der Welt abzugrenzen sucht, sondern nach realen Verbesserungen strebt. Deswegen fand ich z.B. die „donum vitae“-Idee sehr gut, bis JP 2 so dazwischen grätschte.

 

Kurz: ich denke, wir sind als Christen gehalten, uns zu fragen, was politisch konkret zu einer besseren Welt im Sinne auch unseres Nächsten beiträgt, weil nur das von Politik diesseitig beantwortet werden kann. Und da kann es sehr vielfältige Antworten geben, die gerade bei Abtreibung sich eher nicht fundamental unterscheiden.

 

Ich bin auch bei politischen Entscheidungen Christ. Jesus sagt uns eindeutig, daß das, was wir dem Geringsten nicht getan haben, Ihm nicht getan haben.

Daher ist es für mich vollkommen, wirklich vollkommen unverständlich, wie man bei der Wahrung der Rechte von echten Kriegsflüchtlingen und Ungeborenen unterschiedliche Maßstäbe anlegen kann.

Gott spricht dabei nicht von Wohlstand, Erhaltung von Kultur oder Bedeutung der Selbstbestimmung, sondern eher vom Kreuz. Uns soll es zuerst um das Reich Gottes gehen. 

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb rorro:

Daher ist es für mich vollkommen, wirklich vollkommen unverständlich, wie man bei der Wahrung der Rechte von echten Kriegsflüchtlingen und Ungeborenen unterschiedliche Maßstäbe anlegen kann.

 

Wer ist denn in Deutschland ein "echter" Kriegsflüchtling? Also wer musste extra tausende Kilometer bis nach Deutschland zurücklegen um einem Krieg in einem Staat in Vorderasien zu entkommen? Niemand. Menschen suchten einfach ihr Glück in Ländern mit hohem Lebensstardard und einem freigiebigen Sozialstaat. Kann man denen nicht mal verdenken, aber dann sollte man das auch ehrlich so sagen und nicht so tun als ginge es da um "Flucht" und humanitäre Hilfe, nur um sich selbst als barmherziger Samariter inszenieren zu können und den Leuten, die einfach die Wahrheit sagen als schlechte Unmenschen zu diffamieren.

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Guppy:

Wer ist denn in Deutschland ein "echter" Kriegsflüchtling? Also wer musste extra tausende Kilometer bis nach Deutschland zurücklegen um einem Krieg in einem Staat in Vorderasien zu entkommen?

 

Ich sprach nirgendwo von Vorderasien. Vielleicht hast du es nicht mitbekommen: Russland hat die Ukraine mit Krieg überzogen und zehntausende Zivilisten getötet, Krankenhäuser, Kitas und Wohnhäuser zerstört.

 

Und auch in Syrien herrschte Krieg. Die Menschenwürde ist für einen Christen unteilbar.

Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Shubashi:

Worauf ich damit hinaus will: die Frage macht selbst für sogen. „One-issue-voter“ wenig Sinn, weil er oder sie dann nur für radikale Kleinstparteien stimmen könnte, die kaum ins Parlament gelangen werden.

 

Eine Wahl ist doch immer eine Abwägung. Man ist nie zu 100% mit allem was eine Partei zu sämtlichen Themen sagt konform. Aber man kann ja die Parteien vergleichen.

 

Auf der einen Seite sehe ich dann die Grünen, Linken und SPD, die das Töten von Kindern im Mutterleib für ein Grundrecht halten, die das Werbeverbot für Abtreibungen abgeschafft haben, die katholische Lebenssschützer kriminalisieren und z.T. mit Gewalt gegen diese Vorgehen (wie beim Marsch für das Leben), die Abtreibung als Krankenkassenleistung und steuerfinanzierten Abtreibungs-Tourismus in der EU wolllen usw.

 

Auf der anderen Seite sehe ich dann die AfD, die das Lebensrecht des Ungeborenen Kindes betont, die eine neue Willkommenskultur für Kinder entstehen lassen möchte, die ein "Baby-Begrüßungsgeld" einführen will, die die Schwangerenkonfliktberatung verbessern will ( z.B. verpflichtenden Ultraschall und Aufklärung der Mutter über den Entwicklungsstand ihres Kindes) usw.

 

Da ist doch in der Abwägung für mich als Katholikin, für die aus dem christlichen Glauben heraus der Schutz des Lebens besonders wichtig ist, kann nur die AfD die Partei der Wahl sein, im Vergleich zu den menschenverachtenden Parteien, die Menschenleben und christliche Werte mit Füßen treten. 

Geschrieben
vor 6 Minuten schrieb rorro:

 

Ich sprach nirgendwo von Vorderasien. Vielleicht hast du es nicht mitbekommen: Russland hat die Ukraine mit Krieg überzogen und zehntausende Zivilisten getötet, Krankenhäuser, Kitas und Wohnhäuser zerstört.

 

Und auch in Syrien herrschte Krieg. Die Menschenwürde ist für einen Christen unteilbar.

Das beantwortet aber nicht Guppys Frage.

Geschrieben
vor 12 Minuten schrieb Flo77:

Das beantwortet aber nicht Guppys Frage.

 

Doch. Syrien liegt in Vorderasien. Die Ukraine nicht, das stimmt.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 27 Minuten schrieb rorro:

Ich sprach nirgendwo von Vorderasien. Vielleicht hast du es nicht mitbekommen: Russland hat die Ukraine mit Krieg überzogen und zehntausende Zivilisten getötet, Krankenhäuser, Kitas und Wohnhäuser zerstört.

 

Der Krieg findet aber überwiegend nur im östlichen Drittel der Ukraine statt. Die Westhälfte des Landes ist eigentlich ziemlich sicher. Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn wir einige betroffene Zivilisten - Frauen, Kinder, Greise - aus den ukrainischen Kriegsregionen bei uns aufnehmen. Vor allem bin ich schon lange dafür, dass der Krieg so schnell wie möglich beendet wird und Frieden eingekehrt. Am liebsten schon vor 4 Jahren. Aber auch da höre ich nichts von der Kirche in Deutschland.

 

vor 27 Minuten schrieb rorro:

Und auch in Syrien herrschte Krieg.

 

Und was genau haben wir da gemacht, um den Schutzbedürfigsten und Schwächsten dort zu helfen? Genau, nichts. Wir haben einfach nichts gemacht und gewartet, bis überwiegend junge, kräftige Männer es irgendwie aus Vorderasien bis nach Europa schafften. Wer unterwegs umkam, hatte eben Pech. Und wer sich als fit und stark genug erwiesen hat, für die haben wir dann als Belohnung Milliarden an Steuergeld ausgegeben. Survival of the fittest.

bearbeitet von Guppy
Geschrieben (bearbeitet)
Am 16.1.2026 um 06:30 schrieb rorro:

 

Dann wird evtl. die Diskussion administrativ abgewürgt.

 

Ist "administrativ abwürgen" deine Umschreibung für "zensieren"?

Na dann viel Spaß denen, die Diskussionen unter dem Vorzeichen eventuellen administrativen Abwürgens führen mögen. Irgendwie ist das so dann zwangsweise ein ziemliches verbales Herumgewürge. 

 

bearbeitet von Die Angelika
Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Stunden schrieb Guppy:

Der Krieg findet aber überwiegend nur im östlichen Drittel der Ukraine statt. Die Westhälfte des Landes ist eigentlich ziemlich sicher.

 

Die russische Führung lässt auch im Westen der Ukraine(bis hin zu Polen, wenn die Navigation versagt) den einen oder anderen Angriff starten. „Ziemlich sicher“ ist es nirgendwo in der Ukraine.

 

vor 3 Stunden schrieb Guppy:

Aber ich habe auch nichts dagegen, wenn wir einige betroffene Zivilisten - Frauen, Kinder, Greise - aus den ukrainischen Kriegsregionen bei uns aufnehmen.

 

Warum keine Männer? Was hast Du gegen die?

 

vor 3 Stunden schrieb Guppy:

Vor allem bin ich schon lange dafür, dass der Krieg so schnell wie möglich beendet wird und Frieden eingekehrt. Am liebsten schon vor 4 Jahren. Aber auch da höre ich nichts von der Kirche in Deutschland.

 

Ich schon. Vielleicht hören wir nicht an den gleichen Stellen hin.

 

vor 3 Stunden schrieb Guppy:

Und was genau haben wir da gemacht, um den Schutzbedürfigsten und Schwächsten dort zu helfen? Genau, nichts.

 

Was hätten wir denn tun sollen?

 

vor 3 Stunden schrieb Guppy:

Wir haben einfach nichts gemacht und gewartet, bis überwiegend junge, kräftige Männer es irgendwie aus Vorderasien bis nach Europa schafften. Wer unterwegs umkam, hatte eben Pech. Und wer sich als fit und stark genug erwiesen hat, für die haben wir dann als Belohnung Milliarden an Steuergeld ausgegeben. Survival of the fittest.

 

Du darfst Syrien nicht mit allen anderen Ländern „da irgendwo“ in einen Topf werfen.

 

Und ich kann es keinem jungen Syrer verdenken, der nicht für Assad oder gegen ihn sterben wollte.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Die Angelika:

 

Ist "administrativ abwürgen" deine Umschreibung für "zensieren"?

Na dann viel Spaß denen, die Diskussionen unter dem Vorzeichen eventuellen administrativen Abwürgens führen mögen. Irgendwie ist das so dann zwangsweise ein ziemliches verbales Herumgewürge. 

 

Ich sehe nicht, dass hier irgendetwas „zensiert“ wird, solange man den Kontext / Bezug zu Christentum / Kirche / Religion wahrt. Das finde ich auch eine sinnvolle „Vorgabe“ / „Einschränkung“, da dies hier ja kein rein politisches Forum ist….. 

 

Wie man sehen kann, wird ja hier inzwischen recht munter ohne jegliche „Zensur“ diskutiert über die „AfD“ und  „Christentum“ / „Katholische Kirche“: Umgang mit der AfD aus christlicher Perspektive. 

Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Die Angelika:

Ist "administrativ abwürgen" deine Umschreibung für "zensieren"?

 

Nein. Zensur ist ein staatlicher Akt. Das Forum ist in privater Trägerschaft - ergo keine Zensur.

Geschrieben
On 1/24/2026 at 8:52 AM, rorro said:

Ich bin auch bei politischen Entscheidungen Christ.


Das bleibt uns ja unbenommen, nur hege ich allerdings auch ein gewisses Verständnis für das Diktum, dass die Bergpredigt nur schwer als politischer Leitfaden umgesetzt werden kann, und zum anderen demokratische Politik eben nicht nur die Vorstellungen von Christen aufgreifen kann. 
Meine Sichtweise von Geschichte ist eben die, dass erstaunlicherweise die Dinge, die Christus in der menschlichen Gemeinschaft wichtig sind, gerade dort erreicht wurden, wo Kirche nicht die Regeln der Gesellschaft dominiert. Ohne Politik ist eine halbwegs friedliche und soziale Welt nicht zu erreichen, aber es ist dabei immer ein Kompromiss. 

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb Shubashi:

Das bleibt uns ja unbenommen, nur hege ich allerdings auch ein gewisses Verständnis für das Diktum, dass die Bergpredigt nur schwer als politischer Leitfaden umgesetzt werden kann, und zum anderen demokratische Politik eben nicht nur die Vorstellungen von Christen aufgreifen kann. 
Meine Sichtweise von Geschichte ist eben die, dass erstaunlicherweise die Dinge, die Christus in der menschlichen Gemeinschaft wichtig sind, gerade dort erreicht wurden, wo Kirche nicht die Regeln der Gesellschaft dominiert. Ohne Politik ist eine halbwegs friedliche und soziale Welt nicht zu erreichen, aber es ist dabei immer ein Kompromiss. 

 

Ich bin auch nicht dafür, sogar eindeutig dagegen, daß die Kirche mit ihren Institutionen staatliche Macht hat.

 

Doch überlasse ich es jedem freien Bürger, zu denen ich mich auch zähle, seine Gründe für seine Entscheidung an der Wahlurne (oder eben Nichtwahl) zu haben. Die sind nicht rechenschaftspflichtig.

 

Ich wähle nicht strategisch, sondern meinen Überzeugungen entsprechend. Sollte dann die gewählte Partei nicht ins Parlament kommen oder in der Opposition landen, dann ist das so. Deswegen ändere ich ja nicht meine Überzeugung.

 

Andere Wähler mögen andere Gründe der Wahl haben - wie gesagt sind diese nicht rechenschaftspflichtig.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Shubashi:


Das bleibt uns ja unbenommen, nur hege ich allerdings auch ein gewisses Verständnis für das Diktum, dass die Bergpredigt nur schwer als politischer Leitfaden umgesetzt werden kann, und zum anderen demokratische Politik eben nicht nur die Vorstellungen von Christen aufgreifen kann. 
Meine Sichtweise von Geschichte ist eben die, dass erstaunlicherweise die Dinge, die Christus in der menschlichen Gemeinschaft wichtig sind, gerade dort erreicht wurden, wo Kirche nicht die Regeln der Gesellschaft dominiert. Ohne Politik ist eine halbwegs friedliche und soziale Welt nicht zu erreichen, aber es ist dabei immer ein Kompromiss. 

 

Tja, - und Kompromisslosigkeit ist ein Wesensmerkmal jeglicher Fundamentalisten, egal ob gläubig oder ungläubig.  Und mMn erleben wir gerade eine Zeit zunehmender Bereitschaft zu Kompromisdlosigkeit, wobei uns diese Bereitschaft auch noch als moralisch wertvolle Haltung verkauft wird

Geschrieben
vor 24 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Tja, - und Kompromisslosigkeit ist ein Wesensmerkmal jeglicher Fundamentalisten, egal ob gläubig oder ungläubig.  Und mMn erleben wir gerade eine Zeit zunehmender Bereitschaft zu Kompromisdlosigkeit, wobei uns diese Bereitschaft auch noch als moralisch wertvolle Haltung verkauft wird

Naja…..immerhin wurden in letzter Zeit zwei wichtige Entscheidungen im Bundestag mit Zweidrittel Mehrheit durch das Parlament gebracht: Einmal ging es um die finanziellen Fragen um ca 500 Milliarden, zusätzlich Ausgaben für Verteidigung zum anderen um einen zweiten Wahlgang bei der Wahl des Bundeskanzlers im direkten Anschuss an den ersten Wahlgang, bei dem der Kandidat nicht die notwendige „Kanzlermehrheit“ erzielt hatte…. Jedenfalls zeigten sich bei diesen beiden parlamentarischen Herausforderungen die Abgeordneten des Bundestages durchaus fähig zum politischen Kompromiss. 

 

Ansonsten verfügt, was der Bundestag angeht, zurzeit über eine stabile Regierungsmehrheit, zwar eine knappe Mehrheit, aber es genügt. Für die parlamentarische Arbeit bedeutet es, bei möglichen „Streitthemen“ mögliche Kompromisslinien schon sehr frühzeitig gemeinsam ausarbeiten, sich Zeit lassen, in den sachlichen Diskurs gehen, bis eine mögliche zustimmungsfähige Linie ausgearbeitet ist. Das gehört zum parlamentarischen Handwerkszeug….. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 38 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Tja, - und Kompromisslosigkeit ist ein Wesensmerkmal jeglicher Fundamentalisten, egal ob gläubig oder ungläubig.  Und mMn erleben wir gerade eine Zeit zunehmender Bereitschaft zu Kompromisdlosigkeit, wobei uns diese Bereitschaft auch noch als moralisch wertvolle Haltung verkauft wird

 

Kompromißfindung ist ja keine Sache der Wähler, sondern der Gewählten.

Die Wähler entscheiden dann individuell beim nächsten Mal, ob die ihnen wichtigen Punkte auch ausreichend berücksichtigt wurden.

 

Daß moralischer Hochmut vor dem Fall kommt, erleben wir aber gerade bei einer Partei, die sich angeblich gegen Hassrede engagiert und bislang folgenlos das Beschimpfen des politischen Gegners als „Hurensohn“ toleriert und zum Großteil für ein Verbotsverfahren gegen die AfD ist, aber dann doch zusammen mit den vermutlichen Verfassungsfeinden die Hand zur Abstimmung hebt.

 

Und ein Ministerpräsident, einer anderen Partei zugehörig, bezeichnet öffentlich einen Anbieter von Informationen als „Feind der Demokratie“ und will das laut Anwalt ja bloß als Privatperson getan haben.

Is klar.

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb rorro:

 

Kompromißfindung ist ja keine Sache der Wähler, sondern der Gewählten.

Die Wähler entscheiden dann individuell beim nächsten Mal, ob die ihnen wichtigen Punkte auch ausreichend berücksichtigt wurden.

 

Daß moralischer Hochmut vor dem Fall kommt, erleben wir aber gerade bei einer Partei, die sich angeblich gegen Hassrede engagiert und bislang folgenlos das Beschimpfen des politischen Gegners als „Hurensohn“ toleriert und zum Großteil für ein Verbotsverfahren gegen die AfD ist, aber dann doch zusammen mit den vermutlichen Verfassungsfeinden die Hand zur Abstimmung hebt.

 

Und ein Ministerpräsident, einer anderen Partei zugehörig, bezeichnet öffentlich einen Anbieter von Informationen als „Feind der Demokratie“ und will das laut Anwalt ja bloß als Privatperson getan haben.

Is klar.

 

Kompromissbereitschaft der Wähler ist aber wohl Voraussetzung dafür, dass die Gewählten auf Kompromissfindung hinarbeiten können.

Ansonsten führt der von dir beschriebene moralische Hochmut mMn genau zu dem, was man mit seiner "Haltung"  wähnte, verhindern zu können. Irgendwann wird dann der politische Gegner gewählt sein, den man nur mehr unter Todesgefahr beschimpfen kann. 

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Die Angelika:

Kompromissbereitschaft der Wähler ist aber wohl Voraussetzung dafür, dass die Gewählten auf Kompromissfindung hinarbeiten können.

Ansonsten führt der von dir beschriebene moralische Hochmut mMn genau zu dem, was man mit seiner "Haltung"  wähnte, verhindern zu können. Irgendwann wird dann der politische Gegner gewählt sein, den man nur mehr unter Todesgefahr beschimpfen kann. 

 

Das gilt nicht für die Demokratie prinzipiell, sondern für ein Vielparteiensystem wie bei uns. Hat man eher ein Zweiparteiensystem, was auch komplett demokratisch sein kann, sieht das anders aus.

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