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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben
vor 21 Stunden schrieb rorro:

Die russische Führung lässt auch im Westen der Ukraine(bis hin zu Polen, wenn die Navigation versagt) den einen oder anderen Angriff starten. „Ziemlich sicher“ ist es nirgendwo in der Ukraine.

 

Über 80% der Ukrainer bleiben in der Ukraine. Obwohl es nirgendwo dort einen sicheren Ort gibt?

 

vor 21 Stunden schrieb rorro:

Warum keine Männer? Was hast Du gegen die?

 

Nein, aber junge, gesunde, kräftige Männer in ihren 20ern und 30er gehören jetzt nicht gerade zu den hilfs- und schutzbedürftigsten Mitgliedern einer Gesellschaft.

 

vor 21 Stunden schrieb rorro:

Ich schon. Vielleicht hören wir nicht an den gleichen Stellen hin.

 

Ich habe von der Kirche in Deutschland bisher immer nur Kritik an den Parteien gehört, die für ein schnelles Ende des Krieges durch Diplomatie und Kompromisse eintreten.

 

Kritik an den Parteien, die in der Ukraine seit Jahren einen Abnutzungskrieg befördern und immer neues Öl ins Feuer giessen, weil sie nur einen "Sieg" akzeptieren wollen und dafür auch bereit sind noch weitere Millionen Menschen zu verheizen, habe ich von den Bischöfen hier noch nie gehört. Aber wenn du da Quellen zu hast, lassen ich mich gerne korrigieren.

 

vor 22 Stunden schrieb rorro:

Was hätten wir denn tun sollen?

 

Zum Beispiel viel mehr und bessere Flüchtlingslager in Grenznähe zu Syrien aufbauen und dabei helfen.

Oder Islamische Nachbarländer in die Pflicht nehmen, ihre Glaubensbrüder aus Syrien bei sich aufzunehmen.

Ich hätte mir auch eine gemeinsame Militäraktion vorstellen können, z.B. einen humanitären Korridor, durch den gezielt Alte, Kranke, Schwache, Kinder, Frauen usw. aus Städten wie Aleppo evakuiert werden könnten.

 

Aber nun ja. Was tun wir im Sudan? Oder in anderen Regionen der Welt, wo man mit dem ganzen Steuergeld, das hier in Deutschland für die Vollversorgung von jungen, syrischen Männern ausgegeben wird so viel mehr Menschen effektiv helfen könnte? Aber das interessiert scheinbar nicht.

 

vor 22 Stunden schrieb rorro:

Und ich kann es keinem jungen Syrer verdenken, der nicht für Assad oder gegen ihn sterben wollte.

 

Ich auch nicht. Ich kann sogar jeden jungen Syrer verstehen, der von einem Leben in Mitteleuropa träumt und deshalb tausende Kilometer einmal quer durch die Türkei, durch ganz Südosteuropa bis nach Deutschland gereist ist. Mit "Flucht" hatte das aber eben nichts zu tun. Das ist Wirtschaftsmigration.

 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Die Angelika:

 

Kompromissbereitschaft der Wähler ist aber wohl Voraussetzung dafür, dass die Gewählten auf Kompromissfindung hinarbeiten können.

Ansonsten führt der von dir beschriebene moralische Hochmut mMn genau zu dem, was man mit seiner "Haltung"  wähnte, verhindern zu können. Irgendwann wird dann der politische Gegner gewählt sein, den man nur mehr unter Todesgefahr beschimpfen kann. 

Der Wähler wählt in Bezug auf die Bundestagswahlen einmal einen bestimmten Kandidaten des Wahlkreises und eine Partei, die über die Zusammensetzung der Parteien im Bundestag entscheidet. Alleine aufgrund des Ergebnisses der Zweitstimmen können doch die Gewählten nicht wissen, wie sie sich in konkreten politischen Einzelfragen positionieren sollen, sie haben schlicht das Mandat der Wähler, nach bestem Wissen und Gewissen ihr Mandat wahrzunehmen….. Ich kann aufgrund der Zweitstimmenergebnisse allenfalls „Gundrichtungen“ ausmachen, Präferenzen….

 

Die „Ampelkoalition“ ist nicht an der vermeintlich mangelnden Kompromissbereitschaft der Wähler gescheitert, sondern ausschließlich und allein an der fehlenden Kompromissbereitschaft der politisch Verantwortlichen in der Ampel-Koalition ( mit den anschließenden üblichen gegenseitigen Schuldzuweisungen ) 

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb rorro:

Hat man eher ein Zweiparteiensystem, was auch komplett demokratisch sein kann, sieht das anders aus.

Da gibt es dann statt (evtl fauler) Kompromisse jedesmal ein „Alles oder nichts“.

Auch nicht ideal

 

Werner

Geschrieben
vor 9 Minuten schrieb Werner001:

Da gibt es dann statt (evtl fauler) Kompromisse jedesmal ein „Alles oder nichts“.

Auch nicht ideal

 

Werner

 

Ideal gibt es bei Menschen mit divergierenden Interessen nirgendwo.

Geschrieben
vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Über 80% der Ukrainer bleiben in der Ukraine. Obwohl es nirgendwo dort einen sicheren Ort gibt?

 

Ja.

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Nein, aber junge, gesunde, kräftige Männer in ihren 20ern und 30er gehören jetzt nicht gerade zu den hilfs- und schutzbedürftigsten Mitgliedern einer Gesellschaft.

 

Warum nicht? Unterscheidet da Jesus?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Ich habe von der Kirche in Deutschland bisher immer nur Kritik an den Parteien gehört, die für ein schnelles Ende des Krieges durch Diplomatie und Kompromisse eintreten.

 

Diese Parteien wollten und wollen über die Köpfe der Ukrainer hinweg entscheiden, was richtig ist. Findest Du das okay?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Kritik an den Parteien, die in der Ukraine seit Jahren einen Abnutzungskrieg befördern und immer neues Öl ins Feuer giessen, weil sie nur einen "Sieg" akzeptieren wollen und dafür auch bereit sind noch weitere Millionen Menschen zu verheizen, habe ich von den Bischöfen hier noch nie gehört. Aber wenn du da Quellen zu hast, lassen ich mich gerne korrigieren.

 

Die Bischöfe haben sich zu bestimmten Parteien bzgl. des Krieges oder bestimmten Kriegsszenarien gar nicht geäußert. 

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Zum Beispiel viel mehr und bessere Flüchtlingslager in Grenznähe zu Syrien aufbauen und dabei helfen.

 

Ohne die Länder vor Ort zu fragen, ob sie das wollen?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Oder Islamische Nachbarländer in die Pflicht nehmen, ihre Glaubensbrüder aus Syrien bei sich aufzunehmen.

 

Wie denn konkret?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Ich hätte mir auch eine gemeinsame Militäraktion vorstellen können, z.B. einen humanitären Korridor, durch den gezielt Alte, Kranke, Schwache, Kinder, Frauen usw. aus Städten wie Aleppo evakuiert werden könnten.

 

und wie genau?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Aber nun ja. Was tun wir im Sudan? Oder in anderen Regionen der Welt, wo man mit dem ganzen Steuergeld, das hier in Deutschland für die Vollversorgung von jungen, syrischen Männern ausgegeben wird so viel mehr Menschen effektiv helfen könnte? Aber das interessiert scheinbar nicht.

 

Was schlägst Du vor und was davon hältst Du für umsetzbar?

 

vor 2 Stunden schrieb Guppy:

Ich auch nicht. Ich kann sogar jeden jungen Syrer verstehen, der von einem Leben in Mitteleuropa träumt und deshalb tausende Kilometer einmal quer durch die Türkei, durch ganz Südosteuropa bis nach Deutschland gereist ist. Mit "Flucht" hatte das aber eben nichts zu tun. Das ist Wirtschaftsmigration.

 

Das ist vielleicht eine Flucht zu Angehörigen und Familie, das ist auf jeden Fall eine Fluct aus einem Krieg (solange der bestand).

 

Christlich erscheint mir Deine Argumentation nicht zu sein.

Geschrieben
vor 29 Minuten schrieb rorro:

Warum nicht? Unterscheidet da Jesus?

Ähm, „was ihr dem Geringsten…“

Hört sich nach Unterscheidung an

 

Werner

Geschrieben
vor 32 Minuten schrieb rorro:

Ohne die Länder vor Ort zu fragen, ob sie das wollen?

Ich erinnere mich nicht, dass wir gefragt wurden. 
 

Werner

Geschrieben
vor einer Stunde schrieb rorro:

 

Ideal gibt es bei Menschen mit divergierenden Interessen nirgendwo.

 

Um wenigstens ansatzweise wieder zum Threadthema zu kommen:

Und wie verhält man sich als Christ in einer nicht idealen (imperfekten) Welt, (in der es dann logischerweise neben links-, auch rechtsextreme Parteien gibt?

Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb Die Angelika:

 

Um wenigstens ansatzweise wieder zum Threadthema zu kommen:

Und wie verhält man sich als Christ in einer nicht idealen (imperfekten) Welt, (in der es dann logischerweise neben links-, auch rechtsextreme Parteien gibt?

Es gibt ganz grundsätzlich die sogenannte "Ethik des geringeren Übels"

Geschrieben (bearbeitet)
1 hour ago, rorro said:

Christlich erscheint mir Deine Argumentation nicht zu sein.

Du würdest dich wundern was in den USA und zt bei uns in Kanada alles so durchgeht als "christlich". Um im christlichen Rahmen zu bleiben - die Ethik von Jesus zielt doch eindeutig auf den Schutz der Schwachen und Armen. Und wer sind die in Deutschland oder Europa? @Guppy hat völlig recht, und ich schrieb das schon vor 10 Jahren, Asylpolitik belohnt die "Fittesten" nach dem Prinzip des Sozialdarwinismuses.[*] Das hat nix mehr mit dem Schutz der Schwachen zu tun. Und wenn wehrpflichte Ukrainer hier Asyl oder sonst irgend ein Bleiberecht kriegen und anderseits die Bundeswehr in der Ukraine stationiert werden soll, bin ich denn die Einzige die das absurd findet?

 

Total unchristlich hingegen, ein Volk das um seine Freiheit und um sein Ueberleben kämpft einfach schmählich im Stich zu lassen. Das Gelaber einer Weidel oder Wagenknecht wäre bestenfalls naiver Pazifismus. Was dann die nächste Frage aufwirft - ist Christentum pazifistisch? radikal-pazifistisch? Ich würde es verneinen, wer wie Jesus Schutz der Armen, Verfolgten usw. fordert sollte sich im klaren sein dass hiezu oft Gewalt vonnöten ist.[**]

 

[*] Kanada zb handelte anders - sie schickten Beamte in die Flüchtlingslager in Libanon und Jordanien um diejenigen zu finden und nach Kanada zu bringen die den Schutz am nötigsten brauchten - allen voran Frauen und Kinder, religiöse Minderheiten die auch in den UNO Flüchtlingslagern von den Islamisten gemobbt wurden, dann intakte Familien. Etwa so in der Reihenfolge. Alleinstehende junge Männer kamen praktisch keine. Es gibt daher bei uns auch entschieden weniger Probleme mit diesen Gruppen.

 

[**]Die Gleichnisse sind ja immer so süss. Was hätte Jesus denn gepredigt, wenn der Samariter etwas früher gekommen wäre, als die Räuber sich noch mit ihrem Opfer beschäftigten? Hallo Theologen? 😀

bearbeitet von phyllis
Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb Cosifantutti:

Es gibt ganz grundsätzlich die sogenannte "Ethik des geringeren Übels"

 

Na mit dieser Antwort ist ja dann alles geklärt und der Thread erübrigt sich, oder? 😉

Glaubst du ernsthaft, dass ich noch nie was von dieser Ethik gehört hätte?

Das sind so Nullnummernantworten. Hilft das weiter? Was ist ein Übe? Was ist ein geringeres Übel?

Übrigens muss ja wohl, um eine sogenannte "Ethik des geringeren Übels" bejahen zu können, eine gewisse Kompromissfähigkeit vorhanden sein. 

Geschrieben

Ja, das Vorgehen von Kanada bzgl. des Kriegsopferschutzes war da deutlich klüger als unseres, das gestehe ich gerne zu. Allerdings gibt es da auch keinen Landweg hin.

 

Historisch ist das Chrisentum nur so lange gewaltlos (das ist mehr als pazifistisch), solange es keinerlei Rolle bei der staatlichen Macht hatte. Jesus war das Vorbild. Die ersten rund dreihundert Jahre war das so, also definitiv die Apostel und die ersten Generationen an Christen.

Macht korrumpiert sehr viele Menschen und das macht vo kirchlichen kein Halt.

Geschrieben
6 minutes ago, Die Angelika said:

Übrigens muss ja wohl, um eine sogenannte "Ethik des geringeren Übels" bejahen zu können, eine gewisse Kompromissfähigkeit vorhanden sein.

Genau darum würde ich gerne herausfinden, wie es zur gegenwärtigen Polarisierung der Meinungen gekommen ist. Ich denke es ist eine globale Entwicklung ganz unabhängig vom Wahlrecht oder wieviele Parteien sich in einem Land um Einfluss und Parlamentssitze bemühen. Aber Diskussionen dazu sind hier wohl nicht erwünscht. Es wär also schade um die Zeit.

Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb Die Angelika:

Was ist ein geringeres Übel?

Übrigens muss ja wohl, um eine sogenannte "Ethik des geringeren Übels" bejahen zu können, eine gewisse Kompromissfähigkeit vorhanden sein. 

Was das "geringere Übel" für dich persönlich ist, weiß ich doch nicht. Das muss jeder Wähler selber für sich herausfinden und dann entsprechend sein Kreuz auf dem Stimmzettel machen. Das funktioniert in der Regel ganz gut, ist schlicht eine Abwägungsfrage und eine Frage der Gewichtung von Themen. Dieses Prinzip hat mir seither bei allen Wahlen sehr geholfen....

Geschrieben

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat ein umfassenden Programmentwurf ( 156 Seiten ) für den Fall der Regierungsübernahme in diesem Herbst erarbeitet. Hier wäre ein möglicher Ansatz, die programmatischen, politischen Schwerpunkte der AfD aus christlicher Perspektive zu betrachten.

 

Was die „christliche Perspektive“ zur Beurteilung der programmatischen und praktischen Arbeit der politischen Parteien angeht, so finde ich es sinnvoll, sich an die grundlegenden Sozialprinzipien er katholischen Soziallehre zu orientieren:

Prinzip der Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl Nachhaltigkeit. Hinzufügen könnte man als weiteres Prinzip: Die vorrangige Option für die am meisten Benachteiligten….   

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Cosifantutti:

Die AfD in Sachsen-Anhalt hat ein umfassenden Programmentwurf ( 156 Seiten ) für den Fall der Regierungsübernahme in diesem Herbst erarbeitet. Hier wäre ein möglicher Ansatz, die programmatischen, politischen Schwerpunkte der AfD aus christlicher Perspektive zu betrachten.

 

Was die „christliche Perspektive“ zur Beurteilung der programmatischen und praktischen Arbeit der politischen Parteien angeht, so finde ich es sinnvoll, sich an die grundlegenden Sozialprinzipien er katholischen Soziallehre zu orientieren:

Prinzip der Personalität, Solidarität, Subsidiarität, Gemeinwohl Nachhaltigkeit. Hinzufügen könnte man als weiteres Prinzip: Die vorrangige Option für die am meisten Benachteiligten….   

Warum eigentlich immer diese Engführung auf das Soziale?

Dass da linke Parteien besser zu christlichen Prinzipien passen (jedenfalls nach Parteiprogramm, der real existierende Sozialismus sieht doch krass anders aus) ist klar, aber wie es steht es denn um die Situation von Christen ganz allgemein unter dediziert linken Regimen? Sollte das nicht auch eine Rolle spielen?

 

Werner

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb phyllis:

@Guppy hat völlig recht, und ich schrieb das schon vor 10 Jahren, Asylpolitik belohnt die "Fittesten" nach dem Prinzip des Sozialdarwinismuses.[*] Das hat nix mehr mit dem Schutz der Schwachen zu tun.

 

So ist es. Ich finde das einfach nur zynisch. In Afghanistan leben z.B. ca. 22 Mio Frauen. Die sind dort alle vom dortigen Regime verfolgt und unterdrückt, weil sie eben Frauen sind. Nehmen wir die nun bei uns auf? Nein, wir nehmen nur die auf, die es irgendwie auf eigenes Faust von Vorderasien bis nach Deutschland schaffen und das sind weit überwiegend junge Männer. Die werden dann zur Belohnung, weil sie sich eben als die "fittesten" erwiesen haben, mit Steuergeld überhäuft

 

Oder nehmen wir den Sudan. Hundertausende Tote dort durch den Krieg, Millionen Sudanesen auf der Flucht, Hungersnot. Was machen wir da? Sind wir da total engagiert und versuchen den Armen, Schwachen, Kindern, Alten, Frauen im Sudan zu helfen? Nö, wir machen nichts und irgendwie interessiert auch niemanden so wirklich der Sudan und was dort mit den Menschen ist. 

 

Aber dafür werden immer noch hundertausende Syrer hier mit Steuergeld finanziert, obwohl die schon längst in ihre Heimat zurückkehren könnten, weil der Krieg dort längst beendet ist.

 

Das ist für mich alles nur absurd.

Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb Guppy:

 

So ist es. Ich finde das einfach nur zynisch. In Afghanistan leben z.B. ca. 22 Mio Frauen. Die sind dort alle vom dortigen Regime verfolgt und unterdrückt, weil sie eben Frauen sind. Nehmen wir die nun bei uns auf? Nein, wir nehmen nur die auf, die es irgendwie auf eigenes Faust von Vorderasien bis nach Deutschland schaffen und das sind weit überwiegend junge Männer. Die werden dann zur Belohnung, weil sie sich eben als die "fittesten" erwiesen haben, mit Steuergeld überhäuft

 

Oder nehmen wir den Sudan. Hundertausende Tote dort durch den Krieg, Millionen Sudanesen auf der Flucht, Hungersnot. Was machen wir da? Sind wir da total engagiert und versuchen den Armen, Schwachen, Kindern, Alten, Frauen im Sudan zu helfen? Nö, wir machen nichts und irgendwie interessiert auch niemanden so wirklich der Sudan und was dort mit den Menschen ist. 

 

Aber dafür werden immer noch hundertausende Syrer hier mit Steuergeld finanziert, obwohl die schon längst in ihre Heimat zurückkehren könnten, weil der Krieg dort längst beendet ist.

 

Das ist für mich alles nur absurd.

 

Auch wenn ich dieser Sicht aus bürgerlicher Pespektive einiges abgewinnen kann, im konkreten christlichen Handeln sind wir aufgefordert, uns unserem Nächsten zuzuwenden - von einer "Nächstenselektion" finde ich nichts. 

 

In der Asylpolitik wird ja von wichtigen Stellen immer noch geleugnet, daß "Pull-Faktoren" bedeutsam seien. Da nehme ich an, daß die AfD da das "Bauchgefühl" der Bevölkerung eher abbildet. Und ich bin auch überzeugt, daß dieses Bauchgefühl die Realität eher abbildet. Es wird schon Gründe geben, warum die Leute zu uns kommen und nicht zu so hoher Zahl in bspw. Griechenland bleiben wollen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Werner001:

Dass da linke Parteien besser zu christlichen Prinzipien passen (jedenfalls nach Parteiprogramm, der real existierende Sozialismus sieht doch krass anders aus) ist klar, aber wie es steht es denn um die Situation von Christen ganz allgemein unter dediziert linken Regimen? Sollte das nicht auch eine Rolle spielen?

 

Linke äußern sich zur Repression von Christen unter linken Regierungen (Kuba, Nicaragua, China) ungefähr so oft wie Muslime zu Kriegen, bei denen Juden keine Rolle spielen, sondern nur Muslime beteiligt sind (Sudan, Westsahara, Jemen).

bearbeitet von rorro
Geschrieben (bearbeitet)
vor 30 Minuten schrieb Werner001:

Warum eigentlich immer diese Engführung auf das Soziale?

Dass da linke Parteien besser zu christlichen Prinzipien passen (jedenfalls nach Parteiprogramm, der real existierende Sozialismus sieht doch krass anders aus) ist klar, aber wie es steht es denn um die Situation von Christen ganz allgemein unter dediziert linken Regimen? Sollte das nicht auch eine Rolle spielen?

 

Werner

Das Personalprinzip und das Gemeinwohlprinzip ist doch umfassend und kann nicht ausschließlich auf „soziale“ Maßnahmen beschränkt werden….. 

 

übrigens habe ich lediglich geschrieben, dass ich es sehr sinnvoll halte, sich an die Prinzipien der katholischen Soziallehre geht, da es ganz grundsätzliche Prinzipien geht. Natürlich ist das nicht exklusiv gemeint… Ich finde es nur schwierig, ganz allgemein Prinzipen aus christlicher Sicht darüber hinaus zu entwickeln um politische Parteien zu bewerten….. 

 

Ein Kriterium wäre natürlich: Wie ist die Position der jeweiligen Partei zu Religion / Kirche ? Das könnte durchaus ein Kriterium sein: Setzt sie sich ein für Religionsfreiheit, gegen Verfolgung aus religiösen Gründen etc…. ? 

 

 

bearbeitet von Cosifantutti
Geschrieben
vor 46 Minuten schrieb rorro:

Auch wenn ich dieser Sicht aus bürgerlicher Pespektive einiges abgewinnen kann, im konkreten christlichen Handeln sind wir aufgefordert, uns unserem Nächsten zuzuwenden - von einer "Nächstenselektion" finde ich nichts.

 

Wer genau in denn dann unser "Nächster", dem wir uns zuwenden sollen? Syrer? Afghanen? Sudanesen nicht? Und was ist mit unseren deutschen Nachbarn? 

 

Man kann ja nicht leugnen, dass die ganze "Flüchtlingspolitk", die in Deutschland in den letzten gut 10 Jahren betrieben wurde auch einen gewaltigen Preis für die einheimische Bevölkerung in Deutschland hatte. Und mit "Preis" meine ich nicht nur das finanzielle, wie die Milliarden an Steueraufkommen, die für die "Flüchtlinge" ausgegeben wurden, sondern z.B. auch knappen Wohnraum und rasant steigende Mieten. Und vorallem die extrem erodierte Sicherheit im öffentlichen Raum, mit tausenden von Vergewaltigungen, Morden, Körperverletzungen, Messerkriminalität, diversen Terroranschlägen, Weihnachtsmärkte abgesagt oder unter Hochsicherheitsbedingungen usw. Gehört das alles nicht in eine Abwägung aus christlicher Sicht, was wir unseren "Nächsten" auch damit angetan haben? Oder spielt das keine Rolle bei einer Bewertung aus christlicher Sicht? 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 1 Stunde schrieb Guppy:

Wer genau in denn dann unser "Nächster", dem wir uns zuwenden sollen? Syrer? Afghanen? Sudanesen nicht? Und was ist mit unseren deutschen Nachbarn? 

 

Alle die (auch Sudanesen, die Nationalität ist irrelevant). Wer Dein "Nächster" weiß ich nicht. Eben der, der am nächsten ist. Das kann je nach Ort und Lebenslage anders sein.

 

vor 1 Stunde schrieb Guppy:

Man kann ja nicht leugnen, dass die ganze "Flüchtlingspolitk", die in Deutschland in den letzten gut 10 Jahren betrieben wurde auch einen gewaltigen Preis für die einheimische Bevölkerung in Deutschland hatte. Und mit "Preis" meine ich nicht nur das finanzielle, wie die Milliarden an Steueraufkommen, die für die "Flüchtlinge" ausgegeben wurden, sondern z.B. auch knappen Wohnraum und rasant steigende Mieten.

 

Ja, das ist so. Am meisten leiden darunter natürlich die sozial Schwächsten. Ich kenne einige (zumeist selbst Ausländer), die sich aufgrund des knappen Wohnungsangebots über den unkontrollierten(!, denn das war er ja bewußt) Migrantenzustrom beschwerten.

 

vor 1 Stunde schrieb Guppy:

Und vorallem die extrem erodierte Sicherheit im öffentlichen Raum, mit tausenden von Vergewaltigungen, Morden, Körperverletzungen, Messerkriminalität, diversen Terroranschlägen, Weihnachtsmärkte abgesagt oder unter Hochsicherheitsbedingungen usw. Gehört das alles nicht in eine Abwägung aus christlicher Sicht, was wir unseren "Nächsten" auch damit angetan haben? Oder spielt das keine Rolle bei einer Bewertung aus christlicher Sicht? 

 

Nun, erst einmal heißt es "Liebe Deinen Nächsten" und nicht "Liebe Deine Nächsten". Dem Christentum geht es um einzelne Menschen. 

Ich kann den Einwand natürlich verstehen, und ich habe auch nicht zu entscheiden, wen man ins Land reinläßt oder nicht. Was ich zu entscheiden habe, ist, wie ich mit den Menschen umzugehen habe, die mir dann konket begegnen. Unabhängig davon, ob ich es richtig finde, daß sie hier sind oder nicht, gilt die Aufforderung Jesu. Jesus fragt nicht nach Politik, er fragt nicht nach Gründen, er fordert ein Verhalten.

 

Prizipiell halte ich auch das Verhalten bspw. von Ungarn für verständlich, das letztlich sagt: der eine Terrorist und die zehn Vergewaltiger sind uns zu gefährlich, als daß wir dann 100.000 anständige Migranten aufnehmen. Darf man so argumentieren, wenn die erste Pflicht des Staates der Schutz der eigenen Bürger ist (dafür wurden die mal erfunden)? Ich denke ja. Ist das nicht "fair"? Das kommt darauf an wen man fragt. 

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb rorro:

Alle die (auch Sudanesen, die Nationalität ist irrelevant). Wer Dein "Nächster" weiß ich nicht. Eben der, der am nächsten ist. Das kann je nach Ort und Lebenslage anders sein.

Mir war nicht bewusst, wie konsequent Deine Zustimmung zum Sozialdarwinismus ist.

 

vor 21 Minuten schrieb rorro:

unkontrollierten(!, denn das war er ja bewußt) Migrantenzustrom

Interessantes Klammerstatement.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 3 Minuten schrieb Flo77:

Mir war nicht bewusst, wie konsequent Deine Zustimmung zum Sozialdarwinismus ist.

 

Mir war nicht bewußt, daß ich mich zu dem geäußert hätte. Wo denn?

 

vor 3 Minuten schrieb Flo77:

Interessantes Klammerstatement.

 

Frau Merkel hat das ja bewußt so zugelassen - und irgendwer muß ja anordnen, daß Grenzkontrollen wegfallen, oder?

bearbeitet von rorro

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