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Eine christliche Perspektive auf den Umgang mit der AfD


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Geschrieben
vor 17 Minuten schrieb Higgs Boson:

Und wenn wir auf andere Werte stoßen, dann halten wir das für böse und einen legitimen Kriegsgrund.

Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ich möchte bitte unter dieser "Normalität" weiterleben. Andere Völker mögen ihre eigenen Normalitäten haben und pflegen - bitte gerne, aber nicht in einer Form, die meine Normalität ändert. Der Planet ist weiß Gott groß genug.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Flo77:

Ganz so weit würde ich nicht gehen, aber ich möchte bitte unter dieser "Normalität" weiterleben. Andere Völker mögen ihre eigenen Normalitäten haben und pflegen - bitte gerne, aber nicht in einer Form, die meine Normalität ändert. Der Planet ist weiß Gott groß genug.

 

Es ist genau das moralische Dilemma seit Samstag morgen.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 34 Minuten schrieb Higgs Boson:

 

Es ist genau das moralische Dilemma seit Samstag morgen.

Nein, das ist (m)ein Problem seit 2012.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor einer Stunde schrieb Flo77:

Nein, das ist (m)ein Problem seit 2012.

 

Beides, der neue Krieg in Nahost, der von einer christlichen Nation unter Gott angeführt wird, begründet das mit christlicher Ethik, Befreiung der Menschen im Iran und die Flüchtlingskrise, ja das ganze Asylrecht wie wir es vorfinden, geht im Kern auf die Forderung im Matthäusevangelium zurück. Während die Stelle von 'Brüdern' spricht, also von im Grunde gleichgesinnten, weitet das Gleichnis vom guten Samariter diese Brüder auf die gesamte Menschheit aus. Ob das so gemeint war, daran habe ich leichte Zweifel, aber es wurde im Lauf der Geschichte zumindest so verstanden.

 

Und dann klopften Leute an die christlichen Tore, die eben genau nicht mit christlicher Prägung so ohne weiteres kompatibel waren. Die Mehrheit hat sich gut integriert, aber nicht alle. Vor lauter christlicher Prägung zögert man noch immer Straftäter konsequent und sofort ohne Getue dorthin zu bringen, wo sie herkommen. (in allen wesentlichen Punkten sehr vereinfacht)

 

Witzigerweise sind es dabei aber die ganz säkularen ohne C im Namen, die die im Laufe der Geschichte so verstandenen Werte am heftigsten verteidigen.

 

Wald - Bäume, hab ich schon gesagt.

 

Geschrieben (bearbeitet)

Nebenbei: die CHRISTLICH-demokratische Union will unter völliger Ignoranz von Quanta Cura jetzt verfügen lassen, daß Sparen und Vermögensaufbau schon im Falle der kurz- und mittelfristigen Arbeitslosigkeit obsolet sind und vorhandenes Vermögen zunächst aufgezehrt werden muss, bevor jemand staatliche Unterstützung bekommt. Wenn die Kirche geschickt wäre, würden sich die Gemeinden vernetzen und Ressourcen bündeln um den Staat auszuhebeln... (könnte übrigens dazu führen, daß wieder mehr Leute in den Gemeinden aktiv werden...)

bearbeitet von Flo77
Geschrieben (bearbeitet)
vor 7 Stunden schrieb Chrysologus:

Wie und wo verdunkelt die das Zeugnis der Kirche?

 

Wie verdunkelt die Grundsteuerbefreiung für einen Pfarrsaal das kirchliche Zeugnis, dieselbe Befreiung für eine Kirche das aber nicht? Ich sehe hier eher eine klare Agenda: Du willst weiter bequem in die Kirche gehen können, gönnst der Pfarrjugend aber ihre Räume nicht weil sie Deine Agenda nicht teilt.

 

Darüber kann man reden - auch wenn ich nicht glaube, dass das die Kirche überzeugender werden lässt. Aber in der Sache bin ich bei Dir, den Bischöfen muss man hier einfach klar machen, dass sie nicht alleine das Sagen haben.

Ich sehe bei den in Deutschland vorhandenen Privilegien hier überhaupt kein Problem, weil es nie das Privileg ist, sondern dessen Ausgestaltung, genauer gesagt die Frage: Wie verhält Kirche sich? Und hier teile ich Deine Erwartung nicht, dass sich automatisch alles zum Guten wendet, wenn nur das Geld weg wäre. Im Gegenteil. Ich sehe, in welchen Kreisen die Bereitschaft, Geld für Priester und Bischöfe zu geben, groß ist, und in welchen Kreisen das weniger ausgebaut ist, weil man die Prämissen anders setzt. Und diesen Geldgebern wird man dann nach dem Mund reden, weil man dafür bezahlt wird. 

 

Man kann das so sehen - ich sehe das nicht und es deckt sich nicht mit meinem Erleben. 

 

Die Kirche ist in den Herkunftsländern  tätig (finanziert nicht unwesentlich von frommen deutschen Katholiken, die Kirchensteuer zahlen), um Migrationsursachen zu bekämpfen.  Lebensschützer wie die AfD und Trump halten das für überflüssiges, herausgeworfenes Geld, das man lieber für die eigene Familie behält. 

 

Ich würde mir wünschen, wenn das ganze auch mal ohne Unterstellungen und Polemiken ginge. Fällt Dir scheinbar echt schwer, unideologisch an die Sache ranzugehen. So nutze ich selber mindestens monatlich einen Gemeindedesaal (mittlerweile wie so viele vollkommen überdimensioniert für mindestens 90% der Veranstaltungen) - ich will nichts irgendjemandem wegnehmen, ich frage einfach nach. Außerdem habe ich wirklich nirgendwo behauptet, daß sich "alles zum Guten wenden würde" - geht's auch irgendwie ohne substanzlose Unterstellungen?

 

Mein Grundansatz ist: wenn jemand anders behandelt wird als die Restbevölkerung, für die diese Institution da ist, dann gibt es eine Rechenschaftspflicht darüber. Zumal wenn diese Institution sich sozialpolitisch einmischt (darf sie ja), sich selbst aber von diesen Forderungen ausnimmt.

D.h. nicht das Wegnehmen eines Privilegs ist die Frage, sondern erst einmal das überhaupt Bekommen.

 

Und es ändern sich die Zeiten, Christen stellen die Minderheit hierzulande. Klar kann man sich auf alten Lorbeeren und finanziellen Vorzügen ausruhen, doch ich behaupte in der Tat, daß eine finanzielle Bevorzugung dem Zeugnis abträglich ist - vor allem(!) wenn man meint, sich auf die Seite der Armen zu stellen. Ganz ehrlich, wenn die Kirche auf alle Gebäude, die nicht genuin religiös genutzt werden (u.a. eben Pfarr- und Gemeindesäle) auch nur die halbe Grundsteuer zahlen würde, wären viele Kommunen deutlich besser gestellt.

 

Was wäre denn spw. an dem italienischen oder spanischen Finanzierungsmodell so dramatisch schlimmer? Viele würden weiterhin der Kirche ihr Geld anvertrauen. Hast Du bei der Kirche in Italien den Eindruck, sie redet irgendwelchen reichen Geldgebern nach dem Mund? Wem denn konkret? Die Armenküche der Franziskaner in Düsseldorf lebt auch seit Jahren nur von Spendern, z.T. von lokalen Unternehmen - die haben aufs Menü dennoch keinen Einfluß. Das Gerede von den angeblich Reichen, nach denen sich dann alle richten müßten, ist doch nur Gefasel und Angstmache.

 

Es ist wie im ÖRR - Hauptsache der Rubel rollt, auch wenn's kaum noch einer unter 50 nutzt. Mein Einkommen ist sicher, staatlich garantiert, ich mach mein Ding. Und Konvertiten oder "Bekehrte" werden beäugt, sie könnten die eingefahrenen Wege stören, wir haben's doch so bequem (so etwas habe ich mehr als einmal vor Ort erlebt - nein, es ging nicht um mich).

Beamtensender und Beamtenkirche. Sägen beide fröhlich weiter an dem Ast auf dem sie sitzen und merken es nicht einmal. Aber hey, egal, die paar Jahre bis zur Rente (inkl. guter Betriebsrente) ziehe ich durch, gell?

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Higgs Boson:

geht im Kern auf die Forderung im Matthäusevangelium zurück.

Im Kern.
Nur dass der arme Samariter die Zeche für jeden zahlen soll, der beim Wirt anklopft. Und der Wirt wirbt einerseits mit Freibier und hofft andererseits, dass möglichst vielen von den Räubern der Garaus gemacht wird, bevor sie die Schankstube erreichen. 
Irgendwie klingt das bei Matthäus anders… 

 

Werner

Geschrieben (bearbeitet)
vor 5 Stunden schrieb Higgs Boson:

Beides, der neue Krieg in Nahost, der von einer christlichen Nation unter Gott angeführt wird, begründet das mit christlicher Ethik, Befreiung der Menschen im Iran und die Flüchtlingskrise, ja das ganze Asylrecht wie wir es vorfinden, geht im Kern auf die Forderung im Matthäusevangelium zurück.

 

Zumindest was den Krieg im Iran angeht, ist das allerdings reine Propaganda. Es ging den USA niemals um die unterdrückten Menschen im Iran. Sie haben haben die liberale Regierung Mossadegh im Iran gestürzt, weil sie an das iranische Öl wollten, und damit wahrscheinlich die spätere Diktatur der Mullahs überhaupt erst ermöglicht. Das folgende Video ist in der Form der satirisch, in der Sache aber grundsätzlich durchaus treffend:

https://www.youtube.com/watch?v=VxLFdl4S3fQ

 

Und so gibt es zahlreiche Beispiele dafür wie die USA (oftmals demokratische oder sozial fortschrittliche) Regierungen oder Bewegungen bekämpft oder eliminiert, um ihre Eigeninteressen durchzusetzen. Selbst die brutalsten Diktaturen wurden und werden hingegen unterstützt und gefördert, wenn es nur opportun war bzw. ist. 

 

Aus diesem Grund spricht auch niemand davon, dass man (beispielsweise) die Menschen in Saudi-Arabien "befreien" müsste - obwohl Saudi-Arabien in vielerlei Hinsicht sogar noch repressiver ist als der Iran. (Nur ein Beispiel: Im Iran gibt es jüdische Gemeinden, die auch offen ihren Glauben praktizieren können - was in Saudi-Arabien undenkbar wäre.)

Solange ein Land tut, was die USA wollen, kann es sein eigene Bevölkerung praktisch nach Belieben unterdrücken. Nur wenn jemand auf der Abschussliste der USA steht, spielen Menschenrechtsverletzungen eine Rolle.

 

Und Trump bei seinen Leuten ist das erst recht nicht anders. Ihnen geht es ganz sicher nicht um die Befreiung von irgendwelchen unterdrückten Menschen. Im Gegenteil - nach dem in diesem Fall wohl durchaus durchaus glaubwürdigen Zeugnis eines früheren engen Mitarbeiters, John Bolton, ist seine Einstellung diese:

 

"Als [Chinas Staatschef] Xi ihm von seinen Plänen berichtet habe, für die von der chinesischen Regierung verfolgten Uiguren Lager zu bauen, soll ihn der Amerikaner [gemeint ist Trump] dazu ermuntert haben: 'Trump hielt das für die genau richtige Vorgehensweise', schreibt Bolton."

https://www.sueddeutsche.de/politik/trump-bolton-buch-1.4939887

 

Worum es Trump und seinen Leuten dann tatsächlich geht, ist die Durchsetzung der geopolitischen, militärischen und ökonomischen Interessen der USA - und sonst nichts. * Menschenliebe, das Wohlergehen fremder Völker oder andere moralische Gesichtspunkte spielen da keine Rolle. Der Verweis auf humanitäre Gesichtspunkt ist Propaganda, und man bedient sich dieser Propaganda eben dort, wo das möglich ist. Und vermutlich glauben nicht einmal die Anhänger von Trump und seiner Politik an sie.

Und wo wo eine solche Propaganda nicht möglich ist - etwa bei der Drohung, Dänemark/Grönland militärisch zu überfallen -, da lässt man es eben und sagt einfach die Wahrheit: Wir sind stärker als andere, und deshalb brauchen wir auch keine Rücksicht auf moralische oder rechtliche Prinzipien zu nehmen.

Wenn "christliche Ethik" in solchen Angelegenheiten also überhaupt eine Roll spielt, dann höchstens als PR-Instrument für die eigene Machtpolitik. 

 

* Wobei das laut Bolton - der selbst ein brutaler Machtpolitiker ist - so nicht stimmt. Demnach geht es Trump eigentlich nur um seine eigenen Interessen, und seine Berater hätten daher immer versucht, ihre Empfehlungen zur Sicherheitspolitik der USA so zu framen, dass Trumps eigene Vorteile im Vordergrund gestanden hätten. Dies wäre die effektivste Methode gewesen, um seine Zustimmung zu erhalten.

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben (bearbeitet)
vor 25 Minuten schrieb iskander:

 

Zumindest was den Krieg angeht, ist das allerdings reine Propaganda. Es ging den USA nie um die unterdrückten Menschen im Iran. Sie haben haben die liberale Regierung Mossadegh im Iran gestürzt, weil sie an das iranische Öl wollten, und damit wahrscheinlich die spätere Diktatur der Mullahs überhaupt erst ermöglicht. Das folgende Video ist in der Form der satirisch, in der Sache aber grundsätzlich durchaus treffend:

https://www.youtube.com/watch?v=VxLFdl4S3fQ

 

 

Selbstverständlich. Allerdings ist da die Meinung im christlichen Abendland so, dass man diesen Krieg nicht einfach verdammt, sondern nur für völkerrechtlich bedenklich hält, ansonsten steht man nur Gewehr bei Fuß und bietet jede Unterstützung (Rütte), die die gute Nato so zu bieten hat. In meinem Umfeld wird der Tod der Bösen gefeiert und endlich, endlich hat das braver iranische Volk endlich Zugang zu Freiheit. Für sie tut der orange Robin Hood gerade ein gutes Werk für die Entrechteten.

 

Frage ich nach, wie die iranische Bevölkerung die Freiheit ergreifen soll, schweigen im Walde.

 

Nicht, dass ich das denen nicht gönnen würde, aber ich hätte lieber klare Worte, dass es so nicht geht. Weder politisch, noch moralisch.

bearbeitet von Higgs Boson
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Geschrieben (bearbeitet)

@Higgs Boson

 

Die meisten Leute wissen leider auch nicht, wie propagandistisch die "Berichterstattung" der großen Medien sehr oft - und zwar bei sehr vielen Themen - ist. Ein entscheidender Teil dieser "Berichterstattung" besteht darin, der Öffentlichkeit ein Schwarz-Weißbild der Wirklichkeit zu vermitteln, in welchem wir, der Westen und unsere Verbündeten, stets die Guten sind. Negative Verhaltensweisen von "uns" werden beispielsweise viel weniger berichtet; und wenn sie doch berichtet werden, dann werden sie völlig anders gewertet, als wenn die Gegner des Westen etwas Entsprechendes tun. 

 

Man könnte hierzu endlose Beispiele finden, zu allen möglichen Themen und zu allen möglichen Aspekten. Hier nur eines (es hilft manchmal, kontrafaktisch zu denken):

Was würden wir bzw. unsere Medien sagen, wenn vor noch nicht allzu langer Zeit der Iran einen Drittstaat, der die USA militärisch überfallen hat, maßgeblich unterstützt hätte? Und wenn der Iran diesen Staat mit Giftgaskomponenten beliefert hätte - im Wissen, dass dieses Giftgas gegen die USA eingesetzt wird? Mit dem Ergebnis, dass fast jede größere amerikanische Familie einen Angehörigen verloren hätte, und dass noch heute Zehntausende Amerikaner wegen den Giftgas-Verletzungen in Krankenhäusern liegen oder dauernd medizinisch behandelt werden müssten? Und wenn der Iran dann vielleicht auch noch eine populäre und fortschrittliche US-Regierung gestürzt hätte, um seine eigenen Wirtschaftsinteressen zu bedienen?

 

Wäre das ein (nahezu) absolutes Nicht-Thema, so wie es das - unter umgekehrten Vorzeichen - ja tatsächlich ist? Oder wäre das ein weithin bekanntes Faktum, auf das man bei aktuellen Konflikten auch immer wieder Bezug nehmen würde, um beispielsweise die Haltung der USA im Konflikt mit dem Iran zu erklären und sogar zu legitimieren? (Im Sinne von: Man muss die Ängste USA verstehen - nach all den entsetzlichen Dingen, die ihnen vom Iran angetan wurden.)

 

Und wie gesagt: So könnte man wirklich endlos weitermachen, und zwar keineswegs nur bei diesem Thema. Die Welt sieht oft wesentlich anders aus, als die Medien es uns vermitteln; und das gilt häufig für die Details ebenso wie für das große Bild. 

 

Es ist erschreckend, wie viele Leute aber noch immer auf diese mediale Propaganda hereinfallen und ein sich infantiles Weltbild mit klar definierten Helden und Schurken einreden lassen, in welchem unsere Seite natürlich stets aus den Helden und die Gegenseite immer aus den Schurken besteht.

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb rorro:

Beamtensender und Beamtenkirche. Sägen beide fröhlich weiter an dem Ast auf dem sie sitzen und merken es nicht einmal. Aber hey, egal, die paar Jahre bis zur Rente (inkl. guter Betriebsrente) ziehe ich durch, gell?

 

Und am Anfang des Beitrags lamentiertest Du über Polemik.

 

vor 11 Stunden schrieb rorro:

Ganz ehrlich, wenn die Kirche auf alle Gebäude, die nicht genuin religiös genutzt werden (u.a. eben Pfarr- und Gemeindesäle) auch nur die halbe Grundsteuer zahlen würde, wären viele Kommunen deutlich besser gestellt.

 

Einerseits werden auch Pfarr- und Gemeindesäle religiös benutzt (es sei denn, man beschränkt Glaubensleben aufs beten) - und zweitens: Wenn die Kirche so klein geworden ist, warum sollte der Staat Kirchen und Kapellen nicht Grundbesteuern? Du verteidigst hier ein Privileg. Und das begründet den Verdacht, dass Du eine ganz bestimmte Agenda verfolgst. 

 

vor 11 Stunden schrieb rorro:

Hast Du bei der Kirche in Italien den Eindruck, sie redet irgendwelchen reichen Geldgebern nach dem Mund?

 

Die Kirche in Italien wird massiv steuerfinanziert - redet also nach Deiner Logik dem Staat nach dem Mund und stirbt an der eigenen Beamtenmentalität. Unterscheidet sich die Kirche im Elsass eigentlich von der im Rest Frankreichs?

 

vor 11 Stunden schrieb rorro:

Die Armenküche der Franziskaner in Düsseldorf lebt auch seit Jahren nur von Spendern, z.T. von lokalen Unternehmen - die haben aufs Menü dennoch keinen Einfluß.

 

Anekdotische Relevanz. Die kirchlichen Hilfswerke etwa überlegen sehr genau, wie sie sich positionieren, um das Spendenaufkommen nicht zu gefährden. Achte einmal auf deren Darstellung in Kirchenzeitungen einerseits und allgemeinen Medien andererseits. Oder das Erzbistum Bamberg mit seiner gut gemachten Imagekampagne: Im Heinrichsblatt & Co. Ministranten, auf Plakatwänden Pfadfinder. Die wissen schon, warum.

 

vor 11 Stunden schrieb rorro:

Mein Einkommen ist sicher, staatlich garantiert, ich mach mein Ding. Und Konvertiten oder "Bekehrte" werden beäugt, sie könnten die eingefahrenen Wege stören, wir haben's doch so bequem

 

So wie  der Vatikan?   

Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Chrysologus:

Einerseits werden auch Pfarr- und Gemeindesäle religiös benutzt (es sei denn, man beschränkt Glaubensleben aufs beten) - und zweitens: Wenn die Kirche so klein geworden ist, warum sollte der Staat Kirchen und Kapellen nicht Grundbesteuern? Du verteidigst hier ein Privileg. Und das begründet den Verdacht, dass Du eine ganz bestimmte Agenda verfolgst. 

 

Von mir aus kann der Staat auch Gotteshäuser grundbesteuern. Warum nicht? Von mir aus kann er die Grundsteuer auch für alle abschaffen. Mir geht es um die Begründung der finanziellen Ungleichbehandlung.

 

vor einer Stunde schrieb Chrysologus:

Die Kirche in Italien wird massiv steuerfinanziert - redet also nach Deiner Logik dem Staat nach dem Mund und stirbt an der eigenen Beamtenmentalität. Unterscheidet sich die Kirche im Elsass eigentlich von der im Rest Frankreichs?

 

In Italien lag das Aufkommen der "otto per mille" bei 1 Mrd. im Jahr 2021, die dt. Kirchensteuer lag nur für die Kath. Kirche bei rund 6 Mrd. durch die Kirchensteuer allein, die Ev. Kirche hatte ein ähnlich hohes Aufkommen. 

 

Und der Elsaß ist soweit ich weiß anders wegen des Konkordates aus historischen Gründen. Was hat das mit Deutschland zu tun?

 

vor einer Stunde schrieb Chrysologus:

Anekdotische Relevanz. Die kirchlichen Hilfswerke etwa überlegen sehr genau, wie sie sich positionieren, um das Spendenaufkommen nicht zu gefährden. Achte einmal auf deren Darstellung in Kirchenzeitungen einerseits und allgemeinen Medien andererseits. Oder das Erzbistum Bamberg mit seiner gut gemachten Imagekampagne: Im Heinrichsblatt & Co. Ministranten, auf Plakatwänden Pfadfinder. Die wissen schon, warum.

 

Das sind Medien, die ich nicht konsumiere. Und was bitte ist daran falsch, sich so zu positionieren, daß man die Spenden nicht gefährdet? Warum sollen die Werke, die Du für erhaltenswert hälst, von dem eigenen Kirchenvolk denn nicht für so wichtig erachtet werden? Ich verstehe Dein Mißtrauen nicht. Weißt du es besser als der normale Katholik?

 

vor einer Stunde schrieb Chrysologus:

So wie  der Vatikan?   

 

Mir ist nicht bekannt, daß der Vatikan was gegen Konvertiten oder Bekehrte hätte. Und da liegt auch einiges im Argen, mit Sicherheit. Nur was hat das mit der Situation hier zu tun (zumal da der Fokus um Äonen mehr auf Mission liegt als in Deutschland)?

bearbeitet von rorro
Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb rorro:

Mir geht es um die Begründung der finanziellen Ungleichbehandlung.

 

Dann begründe doch mal bitte, warum der Staat Gemeindezentren und Kirche unterschiedlich besteuern sollte.  

vor 14 Minuten schrieb rorro:

Und der Elsaß ist soweit ich weiß anders wegen des Konkordates aus historischen Gründen. Was hat das mit Deutschland zu tun?

 

Richtig. Im Elsaß werden die Kleriker vom Staat bezahlt, im Rest Frankreichs nicht. Wenn Deine erhoffte Wirkung zu erwarten wäre, dann müsste man das hier ziemlich genau sehen können: Im Elsass bräsige Beamtenkleriker, im Rest Frankreichs engagierte Seelsorger. Ich wüsste nichts von einem solchen Phänomen.

 

Geschrieben
vor 19 Minuten schrieb Chrysologus:

Dann begründe doch mal bitte, warum der Staat Gemeindezentren und Kirche unterschiedlich besteuern sollte.  

 

Kann ich ehrlicherweise nicht. Allerdings auch nicht, warum nicht alles besteuert wird, was nicht dem Empfänger der Steuer gehört (das wäre ja sonst linke Tasche rechte Tasche).

Einen Anspruch auf Bevorzugung habe ich bislang noch nicht verstanden.

 

vor 19 Minuten schrieb Chrysologus:

Richtig. Im Elsaß werden die Kleriker vom Staat bezahlt, im Rest Frankreichs nicht. Wenn Deine erhoffte Wirkung zu erwarten wäre, dann müsste man das hier ziemlich genau sehen können: Im Elsass bräsige Beamtenkleriker, im Rest Frankreichs engagierte Seelsorger. Ich wüsste nichts von einem solchen Phänomen.

 

Du willst mich einfach nicht verstehen. Nichts von dem was Du schreibst habe ich behauptet. Das "Beamtentum" im negativen Sinne erlebe ich hierzulande in unterschiedl. Gemeinden, in den ich schon wohnte, übrigens mehrheitlich von hauptamtlichen Laien und fest etablierten Ehrenamtlern.

Geschrieben
vor 6 Stunden schrieb rorro:

Allerdings auch nicht, warum nicht alles besteuert wird, was nicht dem Empfänger der Steuer gehört (das wäre ja sonst linke Tasche rechte Tasche).

Einen Anspruch auf Bevorzugung habe ich bislang noch nicht verstanden.

Geht es dir jetzt um die steuerrechtliche Gleichbehandlung der deutschen Kirche oder um behauptete (aber komplett unebwiesene) negative Auswirkungen der Kirchensteuer?

 

vor 6 Stunden schrieb rorro:

Das "Beamtentum" im negativen Sinne erlebe ich hierzulande in unterschiedl. Gemeinden, in den ich schon wohnte, übrigens mehrheitlich von hauptamtlichen Laien und fest etablierten Ehrenamtlern.

Ah, und die sind Dir nun ein Dorn im Auge, weswegen Du Dir eine Situation wühnscht, in der sie ihren Job verlieren? Oder geht es auch darum nicht?

Geschrieben
vor 31 Minuten schrieb Chrysologus:

Geht es dir jetzt um die steuerrechtliche Gleichbehandlung der deutschen Kirche oder um behauptete (aber komplett unebwiesene) negative Auswirkungen der Kirchensteuer?

 

Bzgl. bspw. der Grundsteuer um erstes und bzgl. der Kirchensteuer um zweites. Wie gesagt, durch zahlreiche Umfragen belegt - und Austritte, die dadurch forciert werden (auch durch Umfrage belegt). Wie außer durch Umfragen kann man so etwas auch belegen?

 

vor 31 Minuten schrieb Chrysologus:

Ah, und die sind Dir nun ein Dorn im Auge, weswegen Du Dir eine Situation wühnscht, in der sie ihren Job verlieren? Oder geht es auch darum nicht?

 

Nein, ich wünsche keinem, daß er seinen Job verliert.

 

Ich finde es eben bloß sehr vielsagend, daß insbesondere Reformorientierte nicht wollen, daß der einzelne Katholik selbst entscheidet - also beim Geld, bei allem anderen (Glauben, Moral etc.) schon. 

Beim Geld weiß es die Kaste da oben besser als der einzelne Bürger. Wie bei der GEZ. 

 

Macht ruhig weiter so.

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