Kara Geschrieben 15. Dezember 2025 Melden Geschrieben 15. Dezember 2025 Hallo! Gibt es die Einheitsübersetzung ohne die Einleitungen/Infos vor jedem Buch? Also nur mit dem reinen Bibeltext? Ich bin bisher nicht fündig geworden. Kennt jemand von euch eine solche Ausgabe? Zitieren
Weihrauch Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 5 Stunden schrieb Kara: Hallo! Gibt es die Einheitsübersetzung ohne die Einleitungen/Infos vor jedem Buch? Also nur mit dem reinen Bibeltext? Ich bin bisher nicht fündig geworden. Kennt jemand von euch eine solche Ausgabe? Könnte ich dir mit meinem Bibelprogramm in Sekunden erstellen, und dir als Word.docx abspeichern. Aber wie schicke ich dir das? Dazu bräuchte ich deine E-Mail, die du vermutlich nicht so gerne heraus gibst. Ich mach mir ständig solche Bibelausgaben weil ich mich beim Studium auf die Texte und sonst nichts konzentrieren will. Also an mir sollst nicht liegen. Das sieht dann so aus: 1 1 Im Anfang erschuf Gott Himmel und Erde. 2 Die Erde war wüst und wirr und Finsternis lag über der Urflut und Gottes Geist schwebte über dem Wasser. 3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. 4 Gott sah, dass das Licht gut war. Und Gott schied das Licht von der Finsternis. 5 Und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag. 6 Dann sprach Gott: Es werde ein Gewölbe mitten im Wasser und scheide Wasser von Wasser. 7 Gott machte das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. Und so geschah es. 8 Und Gott nannte das Gewölbe Himmel. Es wurde Abend und es wurde Morgen: zweiter Tag. 9 Dann sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an einem Ort und das Trockene werde sichtbar. Und so geschah es. 10 Und Gott nannte das Trockene Land und die Ansammlung des Wassers nannte er Meer. Gott sah, dass es gut war. 11 Dann sprach Gott: Die Erde lasse junges Grün sprießen, Gewächs, das Samen bildet, Fruchtbäume, die nach ihrer Art Früchte tragen mit Samen darin auf der Erde. Und so geschah es. 12 Die Erde brachte junges Grün hervor, Gewächs, das Samen nach seiner Art bildet, und Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 13 Es wurde Abend und es wurde Morgen: dritter Tag. 14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen als Zeichen für Festzeiten, für Tage und Jahre dienen. 15 Sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, um über die Erde hin zu leuchten. Und so geschah es. 16 Gott machte die beiden großen Lichter, das große zur Herrschaft über den Tag, das kleine zur Herrschaft über die Nacht, und die Sterne. 17 Gott setzte sie an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde leuchten, 18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war. 19 Es wurde Abend und es wurde Morgen: vierter Tag. 20 Dann sprach Gott: Das Wasser wimmle von Schwärmen lebendiger Wesen und Vögel sollen über der Erde am Himmelsgewölbe fliegen. 21 Und Gott erschuf die großen Wassertiere und alle Lebewesen, die sich fortbewegen nach ihrer Art, von denen das Wasser wimmelt, und alle gefiederten Vögel nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 22 Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch! Füllt das Wasser im Meer und die Vögel sollen sich auf Erden vermehren. 23 Es wurde Abend und es wurde Morgen: fünfter Tag. 24 Dann sprach Gott: Die Erde bringe Lebewesen aller Art hervor, von Vieh, von Kriechtieren und von Wildtieren der Erde nach ihrer Art. Und so geschah es. 25 Gott machte die Wildtiere der Erde nach ihrer Art, das Vieh nach seiner Art und alle Kriechtiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Gott sah, dass es gut war. 26 Dann sprach Gott: Lasst uns Menschen machen als unser Bild, uns ähnlich! Sie sollen walten über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels, über das Vieh, über die ganze Erde und über alle Kriechtiere, die auf der Erde kriechen. 27 Gott erschuf den Menschen als sein Bild, als Bild Gottes erschuf er ihn. Männlich und weiblich erschuf er sie. 28 Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über die Fische des Meeres, über die Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen! 29 Dann sprach Gott: Siehe, ich gebe euch alles Gewächs, das Samen bildet auf der ganzen Erde, und alle Bäume, die Früchte tragen mit Samen darin. Euch sollen sie zur Nahrung dienen. 30 Allen Tieren der Erde, allen Vögeln des Himmels und allem, was auf der Erde kriecht, das Lebensatem in sich hat, gebe ich alles grüne Gewächs zur Nahrung. Und so geschah es. 31 Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Und siehe, es war sehr gut. Es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag. 2 1 So wurden Himmel und Erde und ihr ganzes Heer vollendet. 2 Am siebten Tag vollendete Gott das Werk, das er gemacht hatte, und er ruhte am siebten Tag, nachdem er sein ganzes Werk gemacht hatte. 3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte Gott, nachdem er das ganze Werk erschaffen hatte. 4 Das ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde, als sie erschaffen wurden. Zur Zeit, als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, 5 gab es auf der Erde noch keine Feldsträucher und wuchsen noch keine Feldpflanzen, denn Gott, der HERR, hatte es auf die Erde noch nicht regnen lassen und es gab noch keinen Menschen, der den Erdboden bearbeitete, bearbeitet 16. Dezember 2025 von Weihrauch Beispiel eingefügt. Zitieren
Kara Geschrieben 16. Dezember 2025 Autor Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 vor 7 Stunden schrieb Domingo: Warum? Weil mich die aufoktroyierten Interpretationen, die als Tatsachen verkauft werden, obwohl sie das nicht sind, ärgern. Aber selbst wenn diese Texte anders formuliert wären, will ich sie nicht da drin haben. Da geht es mir ums Prinzip. Ich hätte einfach gern eine Bibel. Ohne Einschübe jeglicher Art. vor 2 Stunden schrieb Weihrauch: Könnte ich dir mit meinem Bibelprogramm in Sekunden erstellen, und dir als Word.docx abspeichern. Das ist sehr nett von dir. Aber ich hätte schon gerne ein physisches Buch in der Hand. Am Besten natürlich optisch und haptisch ansprechend 🙂. Zitieren
rorro Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 (bearbeitet) Ich habe zwar aktuell kein entsprechendes Exemplar gefunden (selbst meine Taschenbuchausgabe hat die ganzen Einleitungstexte), aber an Deine Stelle würde ich mal an das katholische Bibelwerk eine Mail absetzen und nachfragen. Die Österreichische Bibelgesellschaft hat wohl dieselben Ausgaben, also da muß man womöglich nicht separat nachfragen (schadet aber nicht). bearbeitet 16. Dezember 2025 von rorro Zitieren
Weihrauch Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 @Kara Eine gute Übersetzung ohne Überschriften, vom Schriftbild im Prinzip so wie mein Beispiel oben, wäre die Elberfelder Bibel Edition CSV nicht zu verwechseln mit der bekannteren Elberfelder. Gibt es von preisgünstig bis edel. Der Anspruch dieser Bibel ist genau deiner: vor 12 Stunden schrieb Kara: Aber selbst wenn diese Texte anders formuliert wären, will ich sie nicht da drin haben. Ist halt nicht katholisch. Steckbrief Die Heilige Schrift - CSV Hückeswagen - 2005 Die vorliegende Bibelausgabe geht zurück auf die sogenannte „Elberfelder Übersetzung“, die erstmals in den Jahren 1855 bis 1871 erschien und mit dem Ziel erstellt wurde, unter Berücksichtigung der damals vorhandenen wissenschaftlichen Ausgaben des hebräischen und griechischen Grundtextes eine möglichst wortgetreue Übersetzung des Grundtextes zu bieten. Verwechslungsgefahr, da es zwei unterschiedliche "Elberfelder" Bibelausgaben gibt: Die Heilige Schrift CSV Hückeswagen ist, wie auch die Elberfelder Bibel 2006, eine weiterentwickelte "Elberfelder Übersetzung". Die Heilige Schrift CSV Hückeswagen versteht sich als Überarbeitung der "Elberfelder Übersetzung", und wird deshalb auch Überarbeitete Elberfelder genannt. Die Elberfelder Bibel 2006 versteht sich als Revision der "Elberfelder Übersetzung", und wird deshalb auch Revidierte Elberfelder genannt. Diese beiden Bibelausgaben unterscheiden sich, trotz ihres gemeinsamen Vorfahren mittlerweile ziemlich voneinander. ⇒ Überarbeitete Elberfelder / Revidierte Elberfelder Theologischer Hintergrund Evangelikal, Geschlossene Brüder bzw. exklusive Brüder, Christliche Versammlung oder alte Versammlung sowie international als Kelly-Lowe-Continental(-Glanton) Brethren oder Reunited Brethren. Umfang AT - ohne Spätschriften, NT Es gibt keine Spätschriften des AT (Apokryphen), da diese Bücher von dem Kreis, der hinter der Elberfelder Bibel steht, kritisch beurteilt werden. Grundtexte AT K. Ellinger und W. Rudolph: Biblia Hebräica Stuttgartensia, Stuttgart, 2. Auflage 1984 Grundtexte Spätschriften – Grundtexte NT Nestle-Aland: Novum Testamentum Graece, Stuttgart, 27. Auflage 1993. Alle Stellen die nicht mit Nestle-Aland übereinstimmen, sondern dem Textus Receptus folgen, sind entweder durch Winkel (⌜⌝) im Text gekennzeichnet oder durch Fußnoten vermerkt. Ausnahmen davon sind nur die ungekennzeichneten Abschnitte Mk 16,9-20; Lk 22,43.44; 23,34 und Joh 7,53-8,11, die nach Auffassung der Herausgeber von Nestle-Aland angeblich „mit Sicherheit nicht zum ursprünglichen Textbestand gehört“ haben sollen. The New Testament: The Greek Text Underlying the English Authorised Version of 1611, London o. J. Sprachstil Gehoben ohne Altertümlichkeiten; der Grundsatz der Worttreue bedingt eine gewisse Umständlichkeit und Holperigkeit. Übersetzungstyp Philologische Übersetzung, die genaue und wortgetreue Wiedergabe anstrebt, auch auf Kosten der »sprachlichen Eleganz«. Soweit sinnvoll, einheitliche Wiedergabe der biblischen Begriffe (eingeschränkt begriffskonkordant). Schwierige Satzkonstruktionen werden nicht aufgelöst. Namensschreibung Evangelische Tradition. Gottesname AT: »HERR« NT: »Herr« Kommentierung Fußnoten mit abweichenden Lesarten und Übersetzungsmöglichkeiten sowie sachliche Erklärungen zum Bibeltext am Fuß der jeweiligen Seite. Anmerkungen, die die Auslegungen des Textes betreffen, wurden auf ein Mindestmaß beschränkt. Verweisstellen Einige Parallelstellenhinweise im Alten Testament Im Neuen Testament sind nur deutlich erkennbare Zitate aus dem Alten Testament angegeben. Besonderheiten Keine Abschnittsüberschriften, da sie auch in den Grundtexten nicht vorhanden sind. So hat man die Freiheit, den Sinn der Abschnitte unbeeinflusst von Dritten selbst zu ergründen. Im NT bietet diese Bibel quasi beide Grundtexte: Textus Receptus und Nestle-Aland. So bleibt es auch in diesem Punkt dem Leser überlassen, sich seine eigene Meinung zu bilden, ohne sich für die eine oder andere Textvariante von vornherein schon vor dem Lesen festgelegt haben zu müssen. Das Wort „Versammlung“ statt des bekannteren „Gemeinde“ wurde als Übersetzung des griechischen Wortes ekklesia beibehalten. Zielgruppe Leser, die eine Übersetzung suchen, die sie möglichst nahe an den biblischen Grundtext heranführt, und die auch einen schwierigen Text nicht scheuen. Gesamturteil Im Ganzen eine der zuverlässigsten Übersetzungen. Die Fußnoten vermitteln dem Leser einen Eindruck von den Schwierigkeiten des Übersetzens und gelegentlich der Unmöglichkeit, zu einem gesicherten Verständnis des Textes zu gelangen. Anhang Worterklärungen Münzen, Gewichte, Maße Abweichende Verszählung Tabellen zur alttestamentlichen Geschichte Monats und Festkalender Israels Von Abraham bis zur Königsherrschaft Salomos Das geteilte Reich Nach dem Exils Propheten Israels Tabelle zur neutestamentlichen Geschichte Farbige Karten Der Orient zur Zeit des Alten Testaments Israel zur Zeit des Alten Testaments Israel zur Zeit des Neuen Testaments Die Wüstenreise Israels von Ägypten nach Kanaan Jerusalem zur Zeit des Alten Testaments Jerusalem zur Zeit des Neuen Testaments 1. und 2. Missionsreise von Paulus 3. Missionsreise von Paulus und Fahrt nach Rom Zitieren
rorro Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 Die mit Abstand günstigste Bibel (evangelisch, also einige AT-Texte fehlen und basierend auf dem sog. Textus receptus) ist diese: https://www.scm-shop.de/die-bibel-schlachter-2000-paperback.html Zitieren
Kara Geschrieben 16. Dezember 2025 Autor Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 Ich mag die Elberfelder sehr und lese dort oft einzelne Passagen nach. Als zusätzliches Werk super. Aber natürlich möchte ich ganz grundsätzlich ein schönes katholisches Exemplar inkl. des vollständigen Kanons in der katholischen Reihenfolge zu Hause haben. Deshalb kommt auch die Schlachter-Bibel nicht in Frage. Kann doch nicht sein, dass man sowas nicht findet! Ein Schelm, wer ne Agenda dahinter sieht. vor 1 Stunde schrieb rorro: Ich habe zwar aktuell kein entsprechendes Exemplar gefunden (selbst meine Taschenbuchausgabe hat die ganzen Einleitungstexte), aber an Deine Stelle würde ich mal an das katholische Bibelwerk eine Mail absetzen und nachfragen. Das werde ich mal machen, danke für den Hinweis. Zitieren
Cosifantutti Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 vor 15 Stunden schrieb Kara: Weil mich die aufoktroyierten Interpretationen, die als Tatsachen verkauft werden, obwohl sie das nicht sind, ärgern. 1. Hast du ein konkretes Beispiel für deine Behauptung / Unterstellung, so dass man deine sehr steile These auch konkret überprüfen kann.... ? 2. Niemand ist ja sozusagen "gezwungen" die jeweiligen Einleitungstexte zu den einzelnen Büchern / Briefe etc... der Bibel zu lesen auch nicht die jeweiligen Anmerkungen.... wieso überblätterst du diese Texte nicht ganz einfach, wenn sie dich stören ? Zitieren
rorro Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 (bearbeitet) vor einer Stunde schrieb Cosifantutti: 1. Hast du ein konkretes Beispiel für deine Behauptung / Unterstellung, so dass man deine sehr steile These auch konkret überprüfen kann.... ? Ich habe eines. Ganz einfach: die Behauptung das Mk-Evangelium sei das erste gewesen. Das ist zwar exegetische Mehrheitsmeinung (insbesondere im dt. Sprachraum, wo diese These auch als erste aufkam), aber deswegen noch lange nicht zwingend "wahr" im Sinne einer wie vom Kara genannten Tatsache. Diese These hat eine interessante Entstehungeschichte (während des Kulturkampfes im prot. Raum entstanden, weil kurz gesagt Mt zu papistisch und Lk zu marianisch war, da gibt es eine interessante wiss. Arbeit zu) und sie widerspricht auch der frühesten Tradition (Papias von Hierapolis), die Mt als ursprünglich Hebräisch ansieht, welches eben ins Griechische übersetzt wurde (was einiges klären würde). Als ich noch die Einleitungsbände von Broer zur Echter Bibel hatte, die das extensiv bearbeitet haben, konnte ich das klar belegen, doch die habe ich nicht mehr. Das fällt mir alles so ex hohlo Baucho ein. Die diversen angeblichen Pseudoepigraphien diverser Paulusbriefe wäre ein weiteres Beispiel. Insbesondere die Exegese im engl. Sprachraum (da spielt eh die wiss. Musik) ist diebezüglich viel zurückhaltender geworden, diese Schriften Paulus abzusprechen... Und vielleicht will Kara auch einfach eine Bibel verschenken, die den vielleicht unerfahrenen Leser nicht direkt in eine bestimmte Richtung bahnt. Wäre das nicht vollkommen richtig? bearbeitet 16. Dezember 2025 von rorro 1 Zitieren
Kara Geschrieben 16. Dezember 2025 Autor Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 Also ich weiß gar nicht, wo ich da anfangen soll, ehrlich gesagt 😅... Das grundsätzliche Problem hat @rorro gut auf den Punkt gebracht: Die Darstellung der exegetische Mehrheitsmeinung im dt. Sprachraum wird als Tatsache oder zumindest als wahrscheinlichste aller Möglichkeiten dargestellt, obwohl das anderswo ganz anders beurteilt wird. Die Paulusbriefe sind ein gutes Beispiel, man lese nur mal die Einleitung zum Epheser-Brief. Aber wie gesagt, im Grunde kann man ganz vorne anfangen und ganz hinten aufhören. vor einer Stunde schrieb Cosifantutti: wieso überblätterst du diese Texte nicht ganz einfach, wenn sie dich stören ? Ich will einfach eine Bibel haben. Nur eine Bibel. Mit allen kanonisierten Büchern und mit sonst nichts. Eine Bibel eben. Ich weiß nicht, was daran so schwer verständlich ist. (Ich möchte im Übrigen auch keine Exegese anderer Couleur da drin haben. Dafür gibt es Sekundärliteratur.) Zitieren
Dies ist ein beliebter Beitrag. Werner001 Geschrieben 16. Dezember 2025 Dies ist ein beliebter Beitrag. Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass auch der reine Text ohne Erklärung schon Interpretation, weil Übersetzung ist…. Werner 2 2 Zitieren
Domingo Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 10 Minuten schrieb Kara: Die Darstellung der exegetische Mehrheitsmeinung im dt. Sprachraum wird als Tatsache oder zumindest als wahrscheinlichste aller Möglichkeiten dargestellt, obwohl das anderswo ganz anders beurteilt wird. 😳Wenn das schon ein Problem ist, dann weiß ich auch nicht weiter. bearbeitet 16. Dezember 2025 von Domingo 1 Zitieren
Domingo Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 15 Minuten schrieb Werner001: Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass auch der reine Text ohne Erklärung schon Interpretation, weil Übersetzung ist…. Und weil er in Kapitel und Verse unterteilt ist, was ihm schon eine Struktur gibt.(*) Und weil die Übersetzung auf einem "Original"text basiert, den Gelehrte auf der Basis der vorhandenen Handschriften und sonstigen Zeugnisse rekonstruiert haben. Oder auch, weil die Auswahl und Anordnung der in der Sammlung namens "Bibel" enthaltener Texte Jahrhunderte nach deren Abfassung vorgenommen wurde, und zwar von unterschiedlichen Kirchen und Traditionen unterschiedlich... Da möchte ich lieber eine Zusammenfassung der Forschungsergebnisse am Anfang lesen können, durch die ich den vor mir liegenden Text kontextualisieren kann. ... Ok, das stimmt nicht unbedingt. Manchmal will ich einen antiken Text auch mal ganz frisch lesen und mir meine eigene Meinung bilden, bevor ich in die Sekundärliteratur schaue. Also geht das schon. Man muss sich nur bewusst sein, dass viel mehr "Interpretation" ist als die Einleitungen der Herausgeber. (*) Hast Du, @Kara, auch mit Kapitelüberschriften ein Problem? Die gehören ja nicht zum Urtext dazu. bearbeitet 16. Dezember 2025 von Domingo 2 Zitieren
rorro Geschrieben 16. Dezember 2025 Melden Geschrieben 16. Dezember 2025 vor 21 Minuten schrieb Domingo: 😳Wenn das schon ein Problem ist, dann weiß ich auch nicht weiter. Du darfst den zweiten Teil des Satzes nicht unterschlagen. Zitieren
Domingo Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 2 Stunden schrieb rorro: Du darfst den zweiten Teil des Satzes nicht unterschlagen. Na dann: Ich sehe nichts Falsches daran, zu offenen Fragen Stellung zu nehmen. Ich hätte ein Problem damit, wenn die Verfasser dieser Einleitungen nur ihre eigene Meinung besprechen sollten, ohne andere Möglichkeiten zu erwähnen. Wenn sie aber die verschiedenen Möglichkeiten nennen und dann angeben, welche sie für die wahrscheinlichere halten, so scheint mir das gerade das korrekte und erhliche akademische Vorgehen zu sein. Da ich solche deutschen Bibeln aber nicht vor Augen habe, weiß auch nicht, welches nun der Fall ist. Zitieren
Kara Geschrieben 17. Dezember 2025 Autor Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 6 Stunden schrieb Domingo: (*) Hast Du, @Kara, auch mit Kapitelüberschriften ein Problem? Die gehören ja nicht zum Urtext dazu. Mir geht es nicht um einen Urtext, das habe ich nirgens geschrieben. Eine Einteilung in Kapitel und Verse ist praktisch, und mit den Überschriften habe ich kein Problem, auch wenn ich sie persönlich nicht bräuchte. Wer die Einleitungen gerne dabei hat, fein, darf es ja geben. Ich finde es schlicht blöd, dass es nichts anderes gibt. Oder zu geben scheint. Die Protestanten hierzulande bekommen es schließlich auch hin, Bibeln ohne Einleitungen herauszugeben. Sowas würde ich mir eben in katholisch wünschen. Und mich wundert schon sehr, dass das scheinbar so unverständlich ist. @Domingo: Wie ist das denn eigentlich bei den amerikanischen Bibeln? Gibt's die "ohne"? bearbeitet 17. Dezember 2025 von Kara Zitieren
rorro Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 3 Stunden schrieb Domingo: Na dann: Ich sehe nichts Falsches daran, zu offenen Fragen Stellung zu nehmen. Dafür braucht man aber einen Leser, der diese Fragen stellt. Mich persönlich interessieren eher die Antworten zu meinen Fragen. Wird Dir womöglich ähnlich gehen. vor 3 Stunden schrieb Domingo: Ich hätte ein Problem damit, wenn die Verfasser dieser Einleitungen nur ihre eigene Meinung besprechen sollten, ohne andere Möglichkeiten zu erwähnen. Erster Satz der Einleitung zu Mk (gerade nachgeschaut): “Das Markus-Evangelium ist das erste und älteste der vier Evangelien“. Nicht „gilt als“ oder „wird mehrheitlich angesehen als“ (was korrekt wäre), sondern „ist“. Und für den unbedarften Leser gilt: dann muss es ja stimmen, steht ja in der Bibel. vor 3 Stunden schrieb Domingo: Wenn sie aber die verschiedenen Möglichkeiten nennen und dann angeben, welche sie für die wahrscheinlichere halten, so scheint mir das gerade das korrekte und erhliche akademische Vorgehen zu sein. Das passiert aber nicht. bearbeitet 17. Dezember 2025 von rorro Zitieren
rorro Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 7 Stunden schrieb Werner001: Man muss sich aber auch darüber im Klaren sein, dass auch der reine Text ohne Erklärung schon Interpretation, weil Übersetzung ist…. Werner Natürlich. Man darf auch mehrere Übersetzungen kennen. Nur wird es nicht besser, wenn außer der zwingend notwendigen Interpretation (Übersetzung) noch mehr Thesenbildung als Wahrheit verkauft wird. 1 Zitieren
SteRo Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 51 Minuten schrieb Kara: Die Protestanten hierzulande bekommen es schließlich auch hin, Bibeln ohne Einleitungen herauszugeben. Sowas würde ich mir eben in katholisch wünschen. Und mich wundert schon sehr, dass das scheinbar so unverständlich ist. Bei den Protestanten ist es auch üblich, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet bzgl. Bibelauslegung. Das ist bei den Römisch-Katholischen explizit nicht gewünscht. Dein Ansinnen ist also wohl protestantisch eingefärbt. 1 Zitieren
rorro Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 9 Minuten schrieb SteRo: Bei den Protestanten ist es auch üblich, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet bzgl. Bibelauslegung. Das ist bei den Römisch-Katholischen explizit nicht gewünscht. Dein Ansinnen ist also wohl protestantisch eingefärbt. Du hast so wenig Ahnung, es ist echt erheiternd. Zitieren
Flo77 Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) - bearbeitet 17. Dezember 2025 von Flo77 Zitieren
Kara Geschrieben 17. Dezember 2025 Autor Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) Es sollen mit Anmerkungen versehene Ausgaben geschaffen werden. Da steht nicht, dass es NUR solche Ausgaben geben darf. Mich würde wirklich interessieren, wie das in anderen Ländern gehandhabt wird. Edit: Da mein Beitrag jetzt in der Luft hängt... Es geht um Dei Verbum: Die kirchlichen Vorsteher, "bei denen die Lehre der Apostel ist", sollen die ihnen anvertrauten Gläubigen zum rechten Gebrauch der Heiligen Bücher, namentlich des Neuen Testamentes und in erster Linie der Evangelien, in geeigneter Weise anleiten durch Übersetzungen der heiligen Texte, die mit den notwendigen und wirklich ausreichenden Erklärungen versehen sind, damit die Kinder der Kirche sicher und mit Nutzen mit den Heiligen Schriften umgehen und von ihrem Geist durchdrungen werden. Darüber hinaus sollen mit entsprechenden Anmerkungen versehene Ausgaben der Heiligen Schrift geschaffen werden, die auch Nichtchristen gebrauchen können und die ihren Verhältnissen angepaßt sind. bearbeitet 17. Dezember 2025 von Kara Zitieren
SteRo Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 (bearbeitet) vor 3 Stunden schrieb SteRo: Bei den Protestanten ist es auch üblich, dass sich jeder seine eigene Meinung bildet bzgl. Bibelauslegung. Das ist bei den Römisch-Katholischen explizit nicht gewünscht. Dein Ansinnen ist also wohl protestantisch eingefärbt. Danke Kara, du hast genau die passenden Worte zitiert, die meine Aussage stützen: vor 3 Stunden schrieb Kara: Es geht um Dei Verbum: Die kirchlichen Vorsteher, "bei denen die Lehre der Apostel ist", sollen die ihnen anvertrauten Gläubigen zum rechten Gebrauch der Heiligen Bücher, namentlich des Neuen Testamentes und in erster Linie der Evangelien, in geeigneter Weise anleiten durch Übersetzungen der heiligen Texte, die mit den notwendigen und wirklich ausreichenden Erklärungen versehen sind, damit die Kinder der Kirche sicher und mit Nutzen mit den Heiligen Schriften umgehen und von ihrem Geist durchdrungen werden. Darüber hinaus sollen mit entsprechenden Anmerkungen versehene Ausgaben der Heiligen Schrift geschaffen werden, die auch Nichtchristen gebrauchen können und die ihren Verhältnissen angepaßt sind. vor 3 Stunden schrieb Kara: Es sollen mit Anmerkungen versehene Ausgaben geschaffen werden. Da steht nicht, dass es NUR solche Ausgaben geben darf. Aber wenn es nicht NUR solche Ausgaben gäbe, dann würden die Schäfchen ja nicht vollständig und sicher zum "zum rechten Gebrauch der Heiligen Bücher" angeleitet werden. Warum sollten die Hirten die Schäfchen diesem Risiko aussetzen? Nur das apostolische Lehramt kann kraft der Gnade Gottes dessen Offenbarung unfehlbar präsentieren. Durch Luther war dieses RK-Lehramt gezwungen, auch Bibeln unters Volk zu werfen (was es ja niemals vorhatte). Dass es sich nun um betreutes Lesen seiner Schäfchen kümmert wird seinem Hirten-Auftrag doch voll gerecht. bearbeitet 17. Dezember 2025 von SteRo Zitieren
gouvernante Geschrieben 17. Dezember 2025 Melden Geschrieben 17. Dezember 2025 vor 14 Stunden schrieb Domingo: Manchmal will ich einen antiken Text auch mal ganz frisch lesen und mir meine eigene Meinung bilden, bevor ich in die Sekundärliteratur schaue Na ja, schon (für's NT) Nestle-Aland oder GNT lässt sich nicht ohne Hintergrundwissen lesen, weil es natürlich Voraussetzungen gibt, wie man Fragmente gewichtet u.ä. Zitieren
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