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Geschrieben (bearbeitet)

"Kurz vor Weihnachten kontaktierte mich ein katholischer Schriftsteller wegen einer seltsamen Entdeckung. Er hatte herausgefunden, dass Bischof Robert B[...] von der Diözese W[...]-R[...] einen persönlichen Facebook-Account hatte, der Seiten für einen Account namens 'Brazilian Male Feet' und ein paar jungen muskulösen Männer folgte, die regelmäßig provokante Bilder und Videos posteten." 

https://chrisdamian.substack.com/p/bishop-barron-and-those-brazilian

 

Dies schreibt auf Substack der Rechtsanwalt und Autor Chris Damian. Die Organisation des bekannten konservativen Bischofs (Word on Fire) gab dazu an, dass der Account des Bischofs gehackt worden sei und der Bischof damit nichts zu tun habe, was der Autor aber aus folgenden (naheliegenden) Gründen unglaubwürdig findet:

 

"Zum einen veröffentlichte Bischof B[...] regelmäßig Beiträge auf seinem öffentlichen Konto und antwortete dann über dieses private Konto auf Kommentare. Ich vermute, dass diese Konten, wie bei vielen Creators mit öffentlichen Social-Media-Plattformen, miteinander verknüpft waren. Und Bischof B[...] war sich möglicherweise nicht immer bewusst, wann er auf welchem Konto etwas gepostet hat. [...] Einige wiesen darauf hin, dass es bei Facebook schon vorgekommen ist, dass jemand einer harmlosen Seite folgt, diese Seite dann aufgekauft und in etwas weniger Harmloses umgewandelt wird. Ich konnte durch Überprüfung des Seitenverlaufs dieser Konten ebenfalls bestätigen, dass dies nicht der Fall war. [...] Ich fand die Behauptung von Word on Fire, dass das Konto von Bischof B[...] gehackt worden sei, seltsam. Ein "Hack" ist hier eine der am wenigsten glaubwürdigen Ausreden. Ich habe Freunde, deren Konten gehackt wurden. Die Vorgehensweise des Hackers bestand niemals darin, einfach drei zufällige Seiten zu liken. Hacker sammeln in der Regel entweder Informationen und versuchen daher, so diskret wie möglich vorzugehen, oder sie leiten Menschen zu Spam-/bösartigen Websites/Links weiter. Sie versenden Spam-Nachrichten oder Spam-Beiträge über das Konto. Beides scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein. Deshalb war ich derjenige, der diese Geschichte publik gemacht hat. Ein Hack scheint unwahrscheinlich. [...] Auf jeden Fall wäre es eigentlich einfach, einen unbefugten Zugriff auf das Konto nachzuweisen (man kann IP-Adressen, von denen aus auf das Konto zugegriffen wurde, leicht identifizieren und zurückverfolgen). Ich finde es seltsam, dass weder Word on Fire noch B[...] Beweise vorgelegt haben."

 

Der Autor meint zudem: 

 

"Wenn man die Welt betrachtet, die Bischof B[...] rund um Word on Fire aufgebaut hat, lassen sich interessante Zusammenhänge erkennen. Bis vor kurzem hatte der Priester und CEO von Word on Fire als öffentlich sichtbares Facebook-Profilfoto ein Bild von sich in einem kleinen Tanktop, auf dem er im Fitnessstudio seine Bizepsmuskeln spielen lässt. (Er hat das Foto geändert, nachdem ich es im Zusammenhang mit diesem aktuellen Skandal öffentlich diskutiert hatte.) [...] Eine weitere bemerkenswerte Tatsache ist, dass B[...] bei der Besetzung von Führungspositionen bei Word on Fire einen bestimmten Körperbau bevorzugt. Andere haben öffentlich darauf hingewiesen, dass er sehr muskulöse Männer bevorzugt, die ihre Männlichkeit durch Fotos aus dem Fitnessstudio, auf denen sie ihre Muskeln spielen lassen, öffentlich zur Schau stellen."

 

(Entsprechende oder ähnliche Bilder findet man offenbar hier.)

 

Die eigentliche Kritik des Autors bezieht sich aber auf die Reaktion von Word on Fire, bei der ohne weitere Prüfung der Eindruck erweckt werde, Bischof B. sei das Opfer böswilliger Intrigen, und zwar gerade, weil seine Arbeit so gut sei. 

 

Ich weiß letztlich nicht, ob Bischof B. wirklich homoerotisch getönten Seiten gefolgt ist oder nicht, auch wenn diese Annahme wohl doch um einiges plausibler ist als die des angeblichen Hacks. So oder so zeigen sich hier aber einmal mehr die Folgen der kath. Prüderie und Bigotterie. Denn an sich wäre es doch vollkommen belanglos, ob Bischof B. gut gebaute männliche Körper mag oder nicht, und ob er männliche Füße von Brasilianern reizvoll findet oder nicht. Normalerweise würde das auch keinen interessieren. Es wäre schlichtweg irrelevant. Im Zusammenhang mit der kath. Sexualmoral und dem Insistieren des Vatikans, dass niemand mit einer festen homosexuellen Neigung Priester sein soll, ist das natürlich plötzlich relevant. Und natürlich stellt sich dann gerade bei einem konservativen Bischof, der verbal die kath. Sexualmoral ohne Abstriche bekräftigt, die Frage nach der Heuchelei und Doppelmoral. 

 

(Ich schreibe nicht Bischof B., um ihn effektiv zu anonymisieren - sonst dürfte ich ja auch keine Artikel verlinken - sondern wegen dem Suchmaschinen-Ranking.)

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 2 Minuten schrieb iskander:

Ein "Hack" ist hier eine der am wenigsten glaubwürdigen Ausreden. Ich habe Freunde, deren Konten gehackt wurden. Die Vorgehensweise des Hackers bestand niemals darin, einfach drei zufällige Seiten zu liken.

Was schlicht daran liegen mag, dass diese Freunde keine Personen des öffentlichen Lebens sind, denen man in gewissen Kreisen gerne ans Bein pinkeln würde.

 

vor 5 Minuten schrieb iskander:

Die eigentliche Kritik des Autors bezieht sich aber auf die Reaktion von Word on Fire, bei der ohne weitere Prüfung der Eindruck erweckt werde, Bischof B. sei das Opfer böswilliger Intrigen, und zwar gerade, weil seine Arbeit so gut sei. 

Ja, klingt für mich ziemlich plausibel. Wesentlich plausibler jedenfalls, als anzunehmen, dass Bischof B. und seinen Mitarbeitern bei WoF nicht völlig klar war, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, brasilianischen Füßen zu folgen.

 

Es lohnt sich, das WoF Statement in Gänze zu lesen.

 

"Bishop Barron is targeted precisely because he matters."

 

So schaut's aus. 

Geschrieben

Eigentlich ist die Sache echt witzig 😁.

Ich glaube nicht, dass das irgendwelche Wellen schlagen wird. 

 

Aber es ist nicht der erste und es  wird auch nicht der letzte Versuch sein, einen Skandal um B. zu konstruieren. 

 

Der nächste ist dann vielleicht nicht mehr so lustig.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 58 Minuten schrieb Kara:

Was schlicht daran liegen mag, dass diese Freunde keine Personen des öffentlichen Lebens sind, denen man in gewissen Kreisen gerne ans Bein pinkeln würde.

 

Das klingt etwas hergeholt. Wenn schon ein Hacker den Account aus solchen Gründen übernommen hätte, hätte er ja in Bischof B.s Namen noch viel heftigere Sachen tun können. Es ist zudem seltsam, dass B. den privaten Account zwar regelmäßig genutzt hat, aber es aber nicht gemerkt haben soll, dass da in seinem Namen "merkwürdige" Sachen  gepostet werden sind.

 

vor 58 Minuten schrieb Kara:

Ja, klingt für mich ziemlich plausibel. Wesentlich plausibler jedenfalls, als anzunehmen, dass Bischof B. und seinen Mitarbeitern bei WoF nicht völlig klar war, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, brasilianischen Füßen zu folgen.

 

Es ging um einen privaten Account, bei dem man die entsprechenden Informationen unsichtbar kann, wenn man will und wenn man weiß, wie das geht. Es kann durchaus sein, dass jemand, der technisch nicht versiert ist, da vielleicht Fehler macht und meint, dass das standardmäßig unsichtbar sei.

 

Warum veröffentlichen B. und seine Mitarbeiter nicht einfach die IPs der entsprechenden Posts, ggf. leicht anonymisiert? Wenn der angebliche Hacker nicht gerade zufällig in der gleichen Stadt wohnt wie B., wäre das ein starkes Indiz dafür, dass es wirklich ein Hacker war. 

 

Hast Du zudem gesehen, wie sich zwei enge (Ex-)Mitarbeiter des Bischofs öffentlich präsentieren? Hier nochmals der Link (es geht nicht um das Video, nur um die zwei Fotos): 

https://www.thelettersfromleo.com/p/silent-on-trumps-ice-raids-bishop

 

vor 58 Minuten schrieb Kara:

Es lohnt sich, das WoF Statement in Gänze zu lesen.

 

"Bishop Barron is targeted precisely because he matters."

 

So schaut's aus. 

 

Du stellst hier eine bloße Behauptung als sichere Tatsache hin - noch dazu eine, deren Plausibilität zumindest fragwürdig ist. Frei nach Wilhelm Busch: Also schloss sie messerscharf, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. 

 

vor 41 Minuten schrieb Kara:

Eigentlich ist die Sache echt witzig 😁.

Ich glaube nicht, dass das irgendwelche Wellen schlagen wird. 

 

Es hat wohl schon Wellen geschlagen - wie viele, kann ich nicht sagen. In dem zuletzt verlinkten Artikel heißt es jedenfalls zu der Affäre bzw. den offiziellen Erklärungen: 

 

"That explanation was met with widespread skepticism, and the incident left many observers unconvinced of the bishop’s innocence."

 

vor 41 Minuten schrieb Kara:

Aber es ist nicht der erste und es  wird auch nicht der letzte Versuch sein, einen Skandal um B. zu konstruieren. 

 

Der nächste ist dann vielleicht nicht mehr so lustig.

 

Es  ist in der Tat nicht der erste "konstruierte" Skandal: 

"Multiple resignations at Bishop B[...]'s Word on Fire after allegations into staffer's personal life [...] Frustrated by poor communication and a workplace culture they say has been warped by secrecy and hypermasculinity, at least a half-dozen Word on Fire employees in recent months have resigned from the Catholic outlet founded by Los Angeles Auxiliary Bishop Robert B[...]."

https://www.ncronline.org/news/accountability/multiple-resignations-bishop-barrons-word-fire-after-allegations-staffers#:~:text=former employees%2C Joseph Gloor

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 4 Minuten schrieb iskander:

Das klingt etwas hergeholt. Wenn schon ein Hacker den Account aus solchen Gründen übernommen hätte, hätte er ja in B.s Namen noch viel heftigere Sachen tun können.

Nein, das wäre dann ja noch viel unglaubwürdiger gewesen.

 

vor 5 Minuten schrieb iskander:

Es ging um einen privaten Account, bei dem man die entsprechenden Informationen unsichtbar kann, wenn man will und wenn man weiß, wie das geht. Es kann durchaus sein, dass jemand, der technisch nicht versiert ist, da vielleicht Fehler macht und meint, dass das standardmäßig unsichtbar sei.

Ich halte den Bischof für so klug, seine Unzulänglichkeiten zu kennen. Ich an seiner Stelle würde mich hüten, irgendetwas im Internet zu tun, womit man mich kompromittieren könnte, selbst wenn ich denken würde, dass es niemand sehen kann. Erstens, weil ich keine Ahnung habe und das weiß und zweitens weil ich annehmen würde, dass irgendein Hacker das sichtbar machen könnte. Drittens kann ich mir nicht vorstellen, dass seine Angestellten nicht auch seinen "privaten" Account im Blick haben.

 

vor 10 Minuten schrieb iskander:

Du stellst hier eine bloße Behauptung als sichere Tatsache hin...

Ja, habe ich getan, gebe ich zu...

 

vor 10 Minuten schrieb iskander:

noch dazu eine, deren Plausibilität zumindest fragwürdig ist.

...weil ich es anders sehe. Ich finde es extrem plausibel und die Vorwürfe schon fast absurd unplausibel.

 

vor 14 Minuten schrieb iskander:

Hast Du zudem gesehen, wie sich zwei enge (Ex-)Mitarbeiter des Bischofs öffentlich präsentieren? Hier nochmals der Link (e geht nicht um das Video, nur um die zwei Fotos): 

https://www.thelettersfromleo.com/p/silent-on-trumps-ice-raids-bishop

Ok, 2 muskulöse Mitarbeiter präsentieren ihre Muskeln... wo genau ist das Problem? Soll man die nicht einstellen, weil sie Muskeln haben? Ist es absurd anzunehmen, dass sie trotz ihrer Muskeln für ihren Job qualifiziert sind? So wie hübsche blonde Frauen auch nix in der Birne haben?

Und ein Bischof darf auch keine Muskeln haben? Wenn man möchte, kann man ihm Eitelkeit vorwerfen, meinetwegen... 

 

 

Geschrieben

Und hier auch noch etwas - noch ein dritter Bodybuilder neben den beiden, die wir schon hatten (siehe erneut die Fotos hier):

 

"... Which leads to my final concern with B[...]'s Word on Fire ministry: What's up with the bodybuilders? Earlier this year, B[...] launched the "Word on Fire Institute," and named Jared Zimmerer as its executive director. Zimmerer has been a competitive bodybuilder who became a catechist at his Texas parish. Earlier this year, I linked to a bizarre interview he did with John Sablan in which they discuss masculinity and Christ in ways that strike me as bizarre. [...]

Then came Bodybuilder #2. During the synod in Rome, at which Barron was an attendee, he was accompanied by Joseph Gloor [den hatten wir schon], "an international fitness spokesmodel" now serving as a producer for Word on Fire Catholic Ministries."

https://www.ncronline.org/opinion/distinctly-catholic/black-friday-and-bodybuilders-bishop-barrons-crass-tactics-mimic

 

Ist das ein eindeutiger Beweis für etwas? Nein, aber es trägt bei zu einem Gesamtbild, das die Geschichte mit dem Hacker nicht wirklich plausibel erscheinen lässt. 

Geschrieben
vor 20 Minuten schrieb iskander:

Es  ist in der Tat nicht der erste "konstruierte" Skandal: 

Unzufriedene Mitarbeiter gibt's immer. Sowas meinte ich jetzt eigentlich nicht. 

Geschrieben
Gerade eben schrieb iskander:

Ist das ein eindeutiger Beweis für etwas? Nein, aber es trägt bei zu einem Gesamtbild, das die Geschichte mit dem Hacker nicht wirklich plausibel erscheinen lässt. 

Das ist so für dich und das bleibt dir ja unbenommen. Mein "Gesamtbild" ist ein anderes.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 23 Minuten schrieb Kara:

Nein, das wäre dann ja noch viel unglaubwürdiger gewesen.

 

Wenn es plausibel ist, dass der Bischof, ohne es zu merken, solchen Inhalten folgt, ist es auch plausibel, dass er noch "heftigeren" Inhalten folgt, ohne es zu merken. Dann hätte man auch mehr in die Vollen gehen können. 

 

vor 23 Minuten schrieb Kara:

Ich halte den Bischof für so klug, seine Unzulänglichkeiten zu kennen.

 

Der französische Soziologe Frédéric Martel hat in seinem Buch Sodom beschrieben, wie zahlreiche Bischöfe und Kardinäle männliche Prostituierte besuchen, Schweizer Gardisten anbaggern, sehr offen mit ihren Liebhabern verkehren usw. Dass die Leute sich da alle vorsichtig zurücknehmen, nur dass keiner was merkt, ist ein Mythos. 

 

Warum hat Barron Deiner Meinung nach denn keine Strafanzeige erstattet und die IPs veröffentlicht, die seine "Unschuld" plausibel machen würden (wenn er denn wirklich unschuldig ist)? Wenn man mir in der Öffentlichkeit was anhängen würde, was meinen Ruf erheblich schädigen kann, und wenn ich die entsprechenden Vorwürfe leicht entkräften könnte, würde ich genau das tun.  

 

vor 23 Minuten schrieb Kara:

Ok, 2 muskulöse Mitarbeiter präsentieren ihre Muskeln... wo genau ist das Problem? Soll man die nicht einstellen, weil sie Muskeln haben? Ist es absurd anzunehmen, dass sie trotz ihrer Muskeln für ihren Job qualifiziert sind? So wie hübsche blonde Frauen auch nix in der Birne haben?

Und ein Bischof darf auch keine Muskeln haben? Wenn man möchte, kann man ihm Eitelkeit vorwerfen, meinetwegen... 

 

Es kann natürlich auch ein bloßer Zufall sein, dass jene Leute, die besonders qualifiziert sind, um enge Mitarbeiter des Bischofs zu sein, offenbar auffallend häufig Bodybuilder sind. Obwohl das mit der "Qualifikation" vielleicht auch nicht immer so überzeugend ist:

 

"Gloor took to the streets to conduct interviews. In the first one I saw, Gloor goes up to people in the Piazza Navona and asks them, "What is God?" and related questions. I continued watching until he thrust his microphone into the face of a woman wearing a hijab and asked her if she was Catholic. So, he wasn't hired for his cultural sensitivity or theological acumen. The comment section to the video demonstrates I was not alone in thinking this was all a bit strange."

https://www.ncronline.org/opinion/distinctly-catholic/black-friday-and-bodybuilders-bishop-barrons-crass-tactics-mimic

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 11 Minuten schrieb Kara:

Unzufriedene Mitarbeiter gibt's immer. Sowas meinte ich jetzt eigentlich nicht. 

 

Es sind laut dem Bericht auffallend viele, die in kurzer Zeit wegen Unzufriedenheit gegangen sind, und sie beschreiben ein ungutes Klima mit Hypermaskulinität am Arbeitsplatz. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb iskander:

Ok, 2 muskulöse Mitarbeiter präsentieren ihre Muskeln... wo genau ist das Problem?

 

Dazu noch zusätzlich etwas:

 

"Bis vor kurzem hatte der Priester und CEO von Word on Fire als öffentlich sichtbares Facebook-Profilfoto ein Bild von sich in einem kleinen Tanktop, auf dem er im Fitnessstudio seine Bizepsmuskeln spielen ließ. (Er hat das Foto geändert, nachdem ich es im Zusammenhang mit diesem aktuellen Skandal öffentlich thematisiert hatte.) Meine unmittelbare Reaktion war: Man stelle sich nur einmal vor, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn eine Ordensfrau etwas Ähnliches gepostet hätte. Viele Katholiken lieben Priester, die in Tanktops ihre Muskeln spielen lassen, aber sie hassen Frauen in Yogahosen."

https://chrisdamian.substack.com/p/bishop-barron-and-those-brazilian

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 37 Minuten schrieb iskander:

Warum hat Barron Deiner Meinung nach denn keine Strafanzeige erstattet und die IPs veröffentlicht, die seine "Unschuld" plausibel machen würden (wenn er denn wirklich unschuldig ist)?

Du bist ja witzig! Wenn das mit den IPs so einfach wäre, gäbe es keine Internetkriminalität. 

Hacker können ihre IP verschleiern.

 

Welche Maßnahmen B. ergriffen hat, wissen wir nicht und ob er die gleiche Notwendigkeit sieht wie du, sich vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, sei auch mal dahingestellt. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 59 Minuten schrieb iskander:

Meine unmittelbare Reaktion war: Man stelle sich nur einmal vor, wie groß der Aufschrei gewesen wäre, wenn eine Ordensfrau etwas Ähnliches gepostet hätte. Viele Katholiken lieben Priester, die in Tanktops ihre Muskeln spielen lassen, aber sie hassen Frauen in Yogahosen.

Joa, keine Ahnung. Bekannte wohnen neben einem Franziskanerinnenkloster. Mindestens eine der jungen Schwestern geht dort in ganz normalen Sportklamotten inkl. Tanktop joggen. Selbst gesehen. Da stört sich niemand dran. Weder innerhalb noch außerhalb des Klosters.

 

Unser Pfarrer ist passionierter Rennradfahrer. Trikot und Radlerhose sind auch kurz und knalleng. Ist das jetzt auch schon anrüchig?

 

Ich sehe keinen Grund, warum Priester oder Ordensleute nicht genauso Sport machen sollten, wie alle anderen auch. In den für diese Sportart geeigneten Klamotten.

 

Ob man seinen Body dann im Internet präsentieren muss, ist natürlich wieder eine andere Frage.

bearbeitet von Kara
Geschrieben (bearbeitet)
vor einer Stunde schrieb Kara:

Du bist ja witzig! Wenn das mit den IPs so einfach wäre, gäbe es keine Internetkriminalität. 

Hacker können ihre IP verschleiern.

 

Dann formuliere ich es präziser oder vielleicht korrekter: Wenn die IPs, mit denen jemand auf Bischof B.s privaten Account zugegriffen hat, nichts mit B.s Standort zu tun hat, ist das zwar kein starker Beweis für seine "Unschuld". Denn Bischof B. selbst könnte zum Beispiel ein VPN oder einen Proxy-Server benutzt haben, um eine andere IP und einen anderen Standort zu beziehen.

Wenn allerdings die IPs aus B.s Region stimmt, spräche das dafür, dass er selbst auf seinen Account zugegriffen hat - oder der Hacker müsste sich irgendwo in seiner Nähe aufgehalten haben oder sich eine IP in seiner Region verschafft haben.

 

Anders gesagt: Durch eine Veröffentlichung der entsprechenden IPs könnte Bischof B. beweisen, dass es keine starken Indizien für seine "Täterschaft" gibt (wenn es denn tatsächlich keine gibt). Und wenn er bei der Polizei Anzeige erstattet hätte, könnte diese zumindest sagen: Ja, da hat jemand zugegriffen, der seine Identität verschleiert - auch wenn wir nicht wissen wer. 

 

vor einer Stunde schrieb Kara:

Welche Maßnahmen B. ergriffen hat, wissen wir nicht und ob er die gleiche Notwendigkeit sieht wie du, sich vor der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, sei auch mal dahingestellt. 

 

Es wurde jedenfalls offenbar nichts veröffentlicht, was auf eine Strafanzeige hindeuten würde. Und das Hacken eines fremden Accounts dürfe auch in den USA bzw. in Minnesota eine Straftat sein. Und ich finde es ehrlich gesagt merkwürdig, wenn jemand entlastende Beweise bei einem begründeten Verdacht zurückhält, ohne dass dafür irgendein Grund erkennbar ist. Es drängt sich die Vermutung auf, dass es diese belastenden Beweise vielleicht gar nicht gibt.

 

Hier übrigens noch eine KI-Antwort zu meiner Frage, ob Facebook selbst proaktiv etwas tut, um das Hacken von Accounts zu verhindern:

 

"Facebook selbst setzt mehrere technische Schutzmechanismen ein, die unabhängig vom Nutzer wirken:

 - Automatische Anmeldeüberwachung: Facebook erkennt ungewöhnliche Anmeldevorgänge (z. B. von einem neuen Standort oder Gerät) und kann Anmeldungen blockieren oder zusätzliche Sicherheitsprüfungen verlangen.

- Sitzungs-Cookie-Schutz: Hacker können versuchen, Sitzungs-Cookies zu stehlen (z. B. über Malware), doch Facebook nutzt Technologien wie HTTP-only-Cookies und Secure Token Management, um solche Angriffe zu erschweren.

- Anmeldebenachrichtigungen: Nutzer erhalten automatisch Benachrichtigungen bei Anmeldungen von neuen Geräten oder Browsern über E-Mail, Messenger oder SMS. [...]"

 

Soweit die KI. Hinzu kommt, dass moderne Systeme und offenbar auch Facebook einen (temporär) blockieren, wenn man zu oft ein falsches Passwort eingibt. All das ist nicht bombensicher, klar, aber so einfach ist das mit dem Hacken eines Accounts auch wieder nicht. Das dürfte schon einigen Aufwand oder ziemlich viel Glück erfordern. 

 

vor 57 Minuten schrieb Kara:

Ob man seinen Body dann im Internet präsentieren muss, ist natürlich wieder eine andere Frage.

 

Vor allem scheint der Bischof Mitarbeiter mit einem schönen männlichen Body zu schätzen. So viel Bodybuilder gibt es nun ja auch wieder nicht, als dass es plausibel wäre, dass man rein zufällig mindestens drei in seiner engen Umgebung hat. Naheliegender ist, dass B. kräftige junge Männer mag - zumindest in dem Sinne, dass er sie ästhetisch ansprechend findet und gerne um sich hat. Und das würde eben ganz gut zu dem privaten Account passen, der (neben männlichen Füßen) kräftigen jungen Männern, die ihren Body präsentiert haben, gefolgt ist.

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben
vor 7 Stunden schrieb Kara:

"Bishop Barron is targeted precisely because he matters."

 

So schaut's aus. 

 

Nichts neues. Die Liste ist auch in Deutschland lang. Bischof Mixa, Bischof Tebartz, Kardinal Woelki...eine konstruierte Kampagne nach der anderen gegen als "konservativ" geltende Bischöfe, meistens lanciert von "progressiven" Kräften innerhalb der Kirche selbst.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Guppy:

Nichts neues. Die Liste ist auch in Deutschland lang. Bischof Mixa, Bischof Tebartz, Kardinal Woelki...eine konstruierte Kampagne nach der anderen gegen als "konservativ" geltende Bischöfe, meistens lanciert von "progressiven" Kräften innerhalb der Kirche selbst.

 

Dir Vorwürfe gegen Mixa, Tebartz und Woelki waren doch nicht aus der Luft gegriffen, sondern beruhten auf relevanten Tatsachen. Nimm nur das Beispiel Mixa:

 

"Eine bislang geheime Papst-Akte belastet Walter Mixa schwer: Enge Mitarbeiter und Bekannte des ehemaligen Augsburger Bischofs berichten von Alkohol- und Wahrnehmungsproblemen sowie von sexuellen Übergriffen."

https://www.sueddeutsche.de/bayern/geheime-papst-akte-belastet-mixa-schwer-alkohol-und-wahrnehmungsprobleme-1.962464

 

Wurde diese Akte jetzt von irgendwelchen "progressiven" Kräften fabriziert und in den Vatikan geschmuggelt? Haben sich seine Mitarbeiter gegen ihn verschworen, nur weil er konservativ war? 

 

Genauso gut könnte man sagen, dass die Vorwürfe gegenüber den "liberalen" Bischöfen Lehmann oder Marx "konstruierte Kampagnen" von "progressiven Kräften" gewesen seien. Das ist doch absurd. In all diesen Fällen - egal ob die jeweiligen Bischöfe konservativ oder progressiv waren - liegen Beweise oder starke Indizien für reales Fehlverhalten vor.

Natürlich kannst Du der Meinung sein, dass die Reaktionen auf diese Fehlverhalten in manchen Fällen übertrieben sind, und dass vielleicht manchmal mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn Du aber, sobald Bischöfe auf Deiner politischen Linie liegen, so tust, als sei das eigentliche Fehlverhalten selbst nur "konstruiert", dann grenzt das an Realitätsverweigerung.

 

Du verfällst in ein Schwarz-Weiß-Denken, in dem es nur noch "die gegen uns" gibt. Und alles, was einem von jemanden von Deiner Seite in ein schlechtes Licht rückt, ist ein böswilliger Angriff der Gegenseite - egal, was die Tatsachen sagen. Objektivität und Unvoreingenommenheit? Die stören nur.

 

Und wenn Du Dir im Fall von Bischof Robert B. so sicher bist, dass das alles falsch ist, dann stell Dir mal die folgenden Fragen:

 

- Wieso tauchen wenigstens drei Bodybuilder in seinem engen Umfeld auf? Reiner Zufall?

- Wieso passt das, was der private Account des Bischofs gemacht hat, so gut zu seinem naheliegenden Geschmack für kräftige junge Männer?

- Wieso wurde von dem angeblichen Hack - der ja wie gesagt technisch gar nicht so einfach ist - erst gar nichts gemerkt? Obwohl Facebook einen ja offenbar routinemäßig über verdächtige Zugriffe auf den eigenen Account informiert?

- Wieso veröffentlicht er nicht die entsprechenden IPs, von denen aus zugegriffen wurde - was zumindest zeigen dürfte, dass es keine starke Indizien für seine Urheberschaft gibt (wenn es diese tatsächlich nicht gibt)?

- Wieso stellt der Bischof offenbar keine Strafanzeige (oder veröffentlicht sie zumindest nicht) - obwohl man behördlich vermutlich wenigstens feststellen könnte, dass die IPs, mit denen auf seinen Account zugegriffen wurde, nicht ihm persönlich zuzuordnen sind (wenn sie es denn nicht sind)?

 

Es gibt zwei Optionen:

 

Option A: Mindestens drei Bodybuilder tauchen rein zufällig in der Nähe des Bischof auf; ein Hacker nutzt geschickt ebendiesen Zufall aus; er hat den Account des Bischofs gehackt, obwohl das schwierig ist; der Bischof merkt die ganze Zeit nichts, obwohl der legitime Account-Inhaber bei Verdacht doch offenbar automatisch informiert wird; der Bischof hält aus unerfindlichen, aber angeblichen rationalen Gründen Beweise zurück, die ihn entlasten würden; aus ebenso unerfindlichen, aber angeblich rationalen Gründen erstattet er auch keine Anzeige. 

Option B: Der Bischof findet kräftige junge Männer reizvoll, umgibt sich daher mit ihnen im realen Leben und ist ihnen aus demselben Grund auch mit seinem privaten Account im Internet gefolgt.

 

Welche Erklärung ist eigentlich naheliegender naheliegender und sparsamer? 

 

All das wäre wie gesagt auch eh komplett egal und uninteressant, wenn die Lehre der kath. Kirche nicht so wäre, wie sie ist, und wenn Bischof B. diese Lehre - auch und gerade im Fall der Homosexualität - nicht ausdrücklich bekräftigt hätte.

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben (bearbeitet)

Völlig unabhängig von dieser Affäre möchte ich noch auf die folgende Kritik hinwiesen, die von Anhängern des aktuellen Papstes Leo XIV. an Bischof B. geübt wird:

 

"Bishop B[...] Goes Full MAGA: A Silence and a Scandal Behind His Rightward Shift
Once seen as a centrist evangelist with wide appeal, Bishop Robert B[...] has spent the past few years aligning himself with MAGA politicians, right-wing media, and partisan culture war flashpoints."

https://www.thelettersfromleo.com/p/bishop-barron-goes-full-maga-a-silence

 

bearbeitet von iskander
Geschrieben

Soll kein Beweis für irgendetwas sein, aber hier doch noch die Antwort einer KI (iAsk, Thinking) auf meine Frage.

 

Meine Frage: 

 

Der private Facebook-Account eines konservativen Bischofs ist in einer beliebigen, hier nicht relevanten Diozöse mehreren homoerotischen Seiten gefolgt - nachdem das von Dritten entdeckt wurde, spricht das Büro des Bischofs davon, dass der Account gehackt worden sei. Der Hacker sei den entsprechenden Seiten gefolgt sei, um so dem Bischof zu schaden. Ist das glaubwürdig oder vermutlich eine Schutzbehauptung? Begründe die Antwort, einschließlich technischer Aspekte.
 

Antwort:

 

Die Analyse der Glaubwürdigkeit einer Hacker-Theorie in Bezug auf soziale Medien erfordert eine Untersuchung sowohl der technischen Plausibilität als auch der Verhaltenspsychologie im Bereich der Cybersicherheit. Obwohl ein Hackerangriff technisch möglich ist, deuten statistische Wahrscheinlichkeiten, technische Hürden und forensische Erfahrungswerte in vielen ähnlichen Fällen darauf hin, dass die Behauptung eines Hacks oft als Schutzbehauptung dient, sofern keine spezifischen Beweise (wie Login-Protokolle) vorgelegt werden.

Schritt 1: Technische Plausibilität eines gezielten Hacks

Ein Hackerangriff mit dem Ziel, einem Bischof durch das Folgen homoerotischer Seiten zu schaden, setzt voraus, dass der Angreifer Zugriff auf die Anmeldedaten (E-Mail und Passwort) oder ein aktives Sitzungs-Token erlangt hat.

  • Methoden des Zugriffs: Dies geschieht meist durch Phishing, Brute-Force-Angriffe oder Credential Stuffing (Verwendung von Passwörtern aus anderen Datenlecks).[1] Wenn der Account jedoch durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) geschützt war, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines unbemerkten Zugriffs drastisch.[2]
  • Spurensuche: Facebook (Meta) protokolliert jeden Login inklusive IP-Adresse, Gerätetyp und Standort. Ein echter Hackerangriff ließe sich durch die Überprüfung der "Aktiven Sitzungen" in den Sicherheitseinstellungen zweifelsfrei belegen.[3] Wenn das Büro des Bischofs keine Beweise für Logins aus fremden Regionen oder von unbekannten Geräten vorlegt, schwächt dies die Glaubwürdigkeit der Aussage.

Schritt 2: Logik des Angreiferverhaltens

Ein wesentlicher Aspekt bei der Bewertung ist das Motiv des vermeintlichen Hackers.

  • Schadensmaximierung vs. Subtilität: Hacker, die politisch oder ideologisch motiviert sind (Hacktivisten), neigen dazu, Accounts komplett zu übernehmen, das Passwort zu ändern und öffentlichkeitswirksame Nachrichten zu posten, um maximale Aufmerksamkeit zu erregen.[4]
  • Das "Stille Folgen": Das bloße Folgen von Seiten ohne weitere Interaktion ist eine sehr subtile Form der Sabotage. Es birgt für den Hacker das Risiko, dass der Account-Inhaber die Aktivität bemerkt und den Zugriff sperrt, bevor der "Skandal" von Dritten entdeckt wird. In der IT-Forensik gilt: Je unauffälliger die Manipulation, desto wahrscheinlicher ist ein Versehen des Nutzers oder eine bewusste Handlung, die später geleugnet wird.[5]

Schritt 3: Wahrscheinlichkeitsrechnung und menschliches Versagen

Mathematisch lässt sich die Wahrscheinlichkeit P eines Hacks gegenüber einem Bedienfehler oder einer bewussten Handlung modellieren, wobei Variablen wie die Passwortstärke (s) und das Vorhandensein von 2FA (a) eine Rolle spielen.

P(Hack)=I⋅VA

Hierbei steht I für das Interesse am Ziel, V für die Verwundbarkeit und A für den Aufwand der Absicherung. Bei einer Person des öffentlichen Lebens ist I hoch, aber bei modernen Sicherheitsstandards ist V oft gering, es sei denn, es liegt menschliches Versagen vor.[6]

Oftmals handelt es sich bei solchen Vorfällen um das sogenannte "Fat-Finger-Syndrom" oder das versehentliche Umschalten zwischen privaten und offiziellen Profilen, da Algorithmen auf Plattformen wie Facebook Inhalte basierend auf dem (auch privaten) Suchverhalten vorschlagen.[7]

Schritt 4: Bewertung der Schutzbehauptung

Die Behauptung, ein Hacker habe lediglich "Likes" verteilt oder sei Seiten gefolgt, ist ein wiederkehrendes Muster bei Personen des öffentlichen Lebens (z. B. Politiker oder Kleriker), wenn deren privates Surfverhalten mit ihrem öffentlichen Image kollidiert.[8]

  • Fehlende Konsequenzen: In glaubwürdigen Fällen von Hacking wird meist Anzeige gegen Unbekannt erstattet und ein technisches Protokoll veröffentlicht. Bleibt es bei einer rein verbalen Erklärung des Büros, spricht dies forensisch für eine Schutzbehauptung.[9]
  • Algorithmen-Falle: Es ist technisch möglich, dass der Bischof auf Werbeanzeigen oder Vorschläge geklickt hat, die durch das Tracking-System von Meta generiert wurden, ohne die volle Tragweite des "Folgens" zu realisieren.[10]

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Hacker-Theorie technisch zwar nicht unmöglich, aber ohne die Vorlage von Login-Protokollen als wenig glaubwürdig einzustufen ist. Die Kombination aus subtiler Aktivität und dem Ausbleiben einer Übernahme des Accounts deutet stark auf eine kontextuelle Schutzbehauptung hin.

 

[^1: Phishing and Account Takeover. Identity Theft Resource Center] [^2: Two-Factor Authentication Benefits. Cybersecurity & Infrastructure Security Agency] [^3: Facebook Security Settings. Meta Help Center] [^4: Denning, Dorothy E. Information Warfare and Security. (Addison-Wesley Professional)] [^5: Forensic Analysis of Social Media. SANS Institute] [^6: Anderson, Ross. Security Engineering: A Guide to Building Dependable Distributed Systems. (Wiley)] [^7: How Facebook's Ad Algorithm Works. MIT Technology Review] [^8: Public Figures and the 'Hacked' Excuse. The Washington Post] [^9: Digital Forensics and Incident Response. CrowdStrike] [^10: Understanding Social Media Algorithms. Pew Research Center]

Geschrieben
vor 22 Stunden schrieb Kara:

Es lohnt sich, das WoF Statement in Gänze zu lesen.

 

"Bishop Barron is targeted precisely because he matters."

 

So schaut's aus. 

Das war ein Eigentor: Eine harmlose Seite als "scandalous" bezeichnen, eine merkwürdige Geschichte von einem Hacker erzählen und sich dann in die Schmollecke zurückziehen. Hätte man souveräner handhaben können. 

Geschrieben (bearbeitet)

Warum Eminenz nun ausgerechnet auf brasilianische und nicht auf chinesische Füße steht ist ja erstmal Jacke wie soll Eminenz doch auf jüngere muskelbepackte Jünglinge stehen.

 

Emimenz wird doch sicherlich regelmäßig beichten, so daß sein Eintritt ins Himmelreich weitgehend undisputabel ist.

 

In gut jesuanischer Tradition könnte man sagen, tut was der Heuchler sagt, aber folgt nicht ihrem Beispiel.

 

Daß Eminenz mit seinen Statements Leuten das Leben zur Hölle macht und sie entweder zu der gleichen Heuchelei zwingt (Eminenz hat doch bestimmt schon zum Thema Sünde auf die Barmherzigkeit Gottes hin gepredigt - ich hätte/hatte ja echt Skrupel dabei) oder die Existenz anderer ordentlich versauert ist eine Frage, die nach meinem, der ich an die Gerechtigkeit Gottes glaube - Dafürhalten in seinem persönlichen Gericht eine Rolle spielen dürfte, weshalb Gott ihm und vorallem ums gnädig sein möge. May god bless him and keep him...

 

 

 

 

... far away from us.

bearbeitet von Flo77
Geschrieben
vor 11 Stunden schrieb iskander:

Dir Vorwürfe gegen Mixa, Tebartz und Woelki waren doch nicht aus der Luft gegriffen, sondern beruhten auf relevanten Tatsachen.

 

Das Vorgehen ist immer dasselbe. Es wird nach Schmutz gegraben oder es werden Geschichten, gespickt mit Halbwahrheiten und Mutmaßungen gesponnen, um daraus dann eine "Skandal" zu inszenieren. Der Bischof wird dann medial an den öffentlichen Pranger gestellt. Es wird massiv öffentlicher Druck auf den Bischof aufgebaut, in der Hoffnung, dass dieser Mensch dann darunter zusammenbricht und seinen Rücktritt einreicht.

 

Mixa, der schlimmste Kinderschläger aller Zeiten. Tebartz, der selbstsüchtige Protz-Bischof. Woelki, der hinterhältige Missbrauchsvertuscher und so weiter. Natürlich wird das immer nur bei konservativen Bischöfen gemacht, um sie aus dem Weg zu räumen.

Geschrieben
vor 16 Minuten schrieb Guppy:

Mixa, der schlimmste Kinderschläger aller Zeiten. Tebartz, der selbstsüchtige Protz-Bischof. Woelki, der hinterhältige Missbrauchsvertuscher

Woelki hat bei Meisner gelernt (Gott sei ihm gnädig, ich wäre es nicht), ist aber immer noch im Amt. Er konnte was Meisner und JP2 in der Kölner Kirche angerichtet haben, allerdings auch nicht mehr schlimmer machen. Ein besonderes Engagement der Neuevangelisation oder Mission - gerade in einer Stadt in der Muezzin rufen darf (gegen jede Vereinbarung und Ankündigung) - sind allerdings entweder an mir vorbeigegangen oder, was ich für sehr viel wahrscheinlicher halte, schlicht nicht existent.

 

Tebartz van Elst konnte nicht einmal der Papst ignorieren.

 

Und Mixa hat die Vorwürfe eingeräumt und ist zurückgetreten. Nun habe ich in den 1980ern selbst noch Freunde und Klassenkameraden gehabt, die von ihren Eltern verdroschen wurden - das wäre ja auch noch Mixas Zeit gewesen. Schwierig auf allen Ebenen.

 

Warum gegen andere Bischöfe keine Vorwürfe erhoben werden, weiß ich nicht. Wahlweise gibt es kein Interesse, was ich mir angesichts der Frustration der Konservativen kaum vorstellen kann, oder es gibt keine Anhaltspunkte (sowas aber auch) oder sie sind einfach besser darin mit solchen Dingen umzugehen. Von einer "Verschwörung" gegen konservativere Bischöfe auszugehen, halte ich jedenfalls für ziemlich billig.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Flo77:

Und Mixa hat die Vorwürfe eingeräumt und ist zurückgetreten.

 

Ja nach einer wochenlangen Hetzkampagne gegen ihn. Wahrscheinlich hat er den Druck irgendwann nicht mehr ausgehalten. Wenn man über Wochen öffentlich an den Pranger gestellt wird und ohne Ende mit Dreck beworfen wird, das muss man psychisch erstmal aushalten. Irgendwann will man wahrscheinlich einfach nur, dass das ein Ende hat und zieht sich zurück. So funktionieren eben diese sozialen Vernichtungskampagnen gegen öffentliche Personen.

 

Mixa war viele Jahre Bischof, nie wurde sowas gegen ihn vorgebracht. In den Fokus geriet er nach meiner Einnerung erst, als er in öffentlichen Debatten zu verschiedenen Themen konservative Standpunkte vertreten hat. Da zog er den Hass der "Linken" in und ausserhalb der Kirche auf sich. Kurz danach kam dann die Kampagne vom sadistischen Kinderschläger, der Mixa angeblich vor Jahrzehnten gewesen sein soll. Man muss schon sehr naiv sein um das nicht zu sehen.

Geschrieben
vor 10 Minuten schrieb Guppy:

Mixa war viele Jahre Bischof, nie wurde sowas gegen ihn vorgebracht. In den Fokus geriet er nach meiner Einnerung erst, als er in öffentlichen Debatten zu verschiedenen Themen konservative Standpunkte vertreten hat.

Wie gesagt, Mixas Rolle ist von den drei Beispielen noch die komplexeste Figur.

 

Was soll Mixa denn vertreten haben? Jenachdem könnte es auch daran gelegen haben, daß er Wasser gepredigt und Wein gesoffen also mit anderen Worten übergriffige Forderungen an Dritte gestellt hat...

Geschrieben
vor 13 Minuten schrieb Flo77:

Was soll Mixa denn vertreten haben?

 

Ich habe zum ersten Mal von Mixa gehört, als er die linke "Familien"politik damals kritisiert hat mit dem Ausbau der Krippenplätze für Kleinkinder um Mütter möglicht schnell nach der Geburt wieder in den Job zu bringen. Vorher kannte ich Mixa gar nicht. Ich war damals aber auch noch nicht katholisch. Kann mich aber erinnern, die die ganze Meute aus Parteien und Medien damals über ihn hergefallen ist, weil er es wagte Kritik zu üben. Danach habe ich nochmal wahrgenommen, wie er sich kritisch zur kulturellen Ausbreitung des Islams in Deutschland geäussert hat. Und ziemlich bald danach kam dann die orchestrierte Kampagne gegen ihn, er hätte vor zig Jahren als Pfarrer angeblich mal Kinder geohrfeigt. 

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