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Martin

1 Kor 5

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Martin

Lieber Wolfgang,

 

das klingt wie eine Erläuterung, die Sinn macht. Doch Paulus schreibt nichts von Reue und Umkehr? Außerdem wäre der Gedankengang eher "Scheinheilig", denn wirtschaftliche Not durch Ausschluß aus der Gemeinde, wäre wohl nicht "Satan übergeben.

 

Herzliche Grüße

Martin

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Woge
Lieber Wolfgang,

 

das klingt wie eine Erläuterung, die Sinn macht. Doch Paulus schreibt nichts von Reue und Umkehr? Außerdem wäre der Gedankengang eher "Scheinheilig", denn wirtschaftliche Not durch Ausschluß aus der Gemeinde, wäre wohl nicht "Satan übergeben.

 

Herzliche Grüße

Martin

Lieber Martin,

 

nochmals Vers 5: "diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird"

 

Der Geist kann am Tag des Herrn nur dann gerettet werden, wenn der Sünden zuvor Reue und Umkehr zeigt. Wenn der Ausgestoßene nicht bereut, wird auch sein Geist nicht gerettet werden. Dass Paulus dies in seinen Worten impliziert hat, kann ich wieder nur spekulieren, aber zumindest entspricht es seinem sonstigen Verständnis. Im Deutschen gibt es dafür die Redewendung "Not lehrt beten".

 

Bei "Dem Satan übergeben" kann ich mir einigermaßen gut vorstellen, dass Paulus meint, den Täter aus dem Schutz der Gemeinde zu entlassen, die einen Wall vor dem Eindringen des Satans darstellt. Er muss nun alleine, ohne die Hilfe der anderen seinen Kampf mit dem Satan ausfechten.

 

Ist jetzt aber kein fester Grund, auf dem ich mich bewege. Zudem würde mich mal der griechische Originaltest interessieren.

 

Liebe Grüße,

Wolfgang

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Franziska
Doch Paulus schreibt nichts von Reue und Umkehr? Außerdem wäre der Gedankengang eher "Scheinheilig", denn wirtschaftliche Not durch Ausschluß aus der Gemeinde, wäre wohl nicht "Satan übergeben.

Hallo Martin,

 

Paulus geht es hier wohl nicht um den "einzelnen", sondern um die Gemeinde in Korinth (es schließt sich ja der Vergleich mit dem Sauerteig an die Forderung des Rauswurfs gleich an).

Es scheint hier doch so zu sein, dass der "Übeltäter" sich zwar zur Gemeinde zählt, jedoch sein Verhältnis mit der Stiefmutter nicht beenden will. Vielleicht setzt der Rauswurf ja ein Signal: der Übeltäter kann umkehren, indem er das Verhältnis mit der Stiefmutter beendet und dann wieder in die Gemeinde aufgenommen werden.

Aber erst mal wird er rausgeschmissen wie jede Krume Sauerteig vor dem Pessachfest.

 

Ich glaube nicht, dass man dem Text gerecht wird, wenn man sich an dem (möglichen) Schicksal des "Sünders" festhakt, der ja immerhin die Wahl hat (den Vergleich mit wiederverheirateten Geschiedenen heutzutage halte ich für unpassend - das ist eine andere Ebene als das eheähnliche Zusammenleben mit der Ehefrau des Vaters zur Zeit von Paulus).

 

Franziska

Edited by Franziska

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beegee
Lieber Wolfgang,

 

das klingt wie eine Erläuterung, die Sinn macht. Doch Paulus schreibt nichts von Reue und Umkehr? Außerdem wäre der Gedankengang eher "Scheinheilig", denn wirtschaftliche Not durch Ausschluß aus der Gemeinde, wäre wohl nicht "Satan übergeben.

 

Herzliche Grüße

Martin

Hallo Martin,

 

einige Punkte sind mir dazu noch eingefallen:

 

 

1. der Mann der mit seiner Stiefmutter "liiert" ist, erkennt dieses nicht als Sünde sondern sieht es als eine Art "Freiheit in Christus" die es ihm auch erlaubt so zu handeln

 

2. die Gemeinde trennt sich von diesem Mann - nicht der Mann von der Gemeinde - Paulus ist es der die Gemeinde dazu anhält - der Reinheit, der Heiligung immer weiter vorzudringen

 

3. dem Satan ausliefern damit das Fleisch verderbe und am Ende der Geist gerettet werde --- Paulus lässt immer wieder erspüren, dass es der Geist Gottes sein soll, der unser Leben bestimmen soll - doch der gleiche Paulus weiss auch, dass das "Fleisch" eine Kraft ausübt die sehr häufig gegen den Geist in uns ankämpf - der paulinische Begriff "Stachel im eigenen Fleisch" ist einigen ja bekannt. Wenn das Fleisch verdirbt verliert es daher diese Kraft gegen den Geist anzukämpfen. Im genannten Beispiel würde man sagen: der Mann ist durch seine sexuelle fleischliche Begierde so geblendet, dass er diese Sünde nicht erkennt - verliert aber "sein Fleisch" an Kraft - "verdirbt es", so gewinnt auf der anderen Seite der Geist Gottes wieder die Führung zurück - letzlich wird dadurch dieser Mensch gerettet.

 

4. noch eines ist wichtig zu erkennen: der Mann löst sich nicht von Gott, er spottet Gott nicht, lästert nicht über seine Glaubensgeschwister und dergl., sondern der Mann erkennt in seiner "Gefangenschaft des Fleisches" die Sünde nicht

 

 

gby

 

Bernd

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Martin

Danke, Bernd,

 

er erkennt möglicherweise nicht nur nicht die Sünde, sondern er wird es Liebe nennen. Und damit sind wir wieder einmal bei dem wichtigen Thema, dass nicht immer dann, wenn wir etwas Liebe nennen, die Liebe damit gemeint ist, die Jesus predigte.

 

Herzliche Grüße

Martin

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