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Laienpredigt am Ostersonntag!!


Dio

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(Geändert von Diomira um 8:32 - 18.Juli.2002)

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Der Gedanke, daß eine Frau während der Hl. Messe predigt, ist mir unerträglich. Ich würde sofort die Kirche verlassen.

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Liebe Diomira!

 

Laienpredigt (egal ob Mann, ob Frau) ist tatsächlich innerhalb einer Eucharistiefeier nicht erlaubt.

 

Grau ist alle Theorie. Weißt Du, ob es einen speziellen Anlass in Eurer Pfarrei dafür gibt?

(Pfarrer nervlich nicht auf der Höhe, die Frau hat ein besonderes mystisches Auferstehungserlebnis gehabt, ...)

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(Geändert von Diomira um 8:33 - 18.Juli.2002)

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>> Mir ist der Gedanke AUCH unerträglich, kann mir aber nicht erklären, wieso? Ich fühle nur, es kann nicht OK sein, kann es aber grad rational nicht begründen- deshalb die Frage an Euch. << (Diomira)

 

Das kannst Du, Diomira,

 

nicht nur "grad nicht", sondern überhaupt nicht rational begründen, weil es rational nicht begründbar ist. Es scheint sich bei Dir eher um ein dumpfes katholisches Gefühl zu handeln.

 

Um Dir einen rationalen Zugang zu verschaffen, empfehle ich Dir folgende Überlegungen:

 

Können nur Männer eine Predigt halten?

Können nur Menschen, die Theologie studiert haben, eine Predigt halten?

Was ist Sinn und Funktion einer Predigt?

 

Wenn Du diese Fragen ratioanl beantwortest, kommst Du zu der Erkenntnis, daß überhaupt nichts dagegen spricht, daß eine Frau, die nicht Theologie studiert hat, in der HL. Messe eine Predigt hält.

 

Gruß

Cano

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Lieber cano,

 

hier stimme ich Dir vollkommen zu...

Ich sehe auch keinen Grund dafür, daß sie die Predigt nicht halten sollte.

 

viele Grüße

 

Olli

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>> Helft mir bitte und sagt mir, welche Argumente (aus katholischer Sicht) dagegen/ dafür sprechen! <<

 

Liebe Diomira,

 

damit Du Deinem Pfarrer so richtig einen vor den Latz knallen kannst, will ich Dir ein "katholisches Argument" gegen die Predigerin in die Hand geben:

 

"Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen; es ist ihnen nicht gestattet zu reden." (1 Korinther 14, 33 f.)

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Ich will niemandem was "vor den Latz knallen", ich will wissen, wieso ist Laienpredigt bei uns VERBOTEN???????

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Zitat von Diomira am 13:15 - 22.März.2001

Ich will niemandem was "vor den Latz knallen", ich will wissen, wieso ist Laienpredigt bei uns VERBOTEN???????


 

Weil einige Kleriker die Laien immer noch für Christen 2. Klasse halten!

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...das ist bestimmt nicht das Argument der Kirche.

 

Weiß denn hier keiner Bescheid??

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Frage eines Ex-Evangelischen:

Neben dem katholischen Amtsverständnis müsste es doch auch bei "euch" das allgemeine Pristertum der Christen geben, einfach durch die Taufe. Hat nicht nach diesem Verständnis jeder Christ die Pflicht zur Verkündigung? Und wenn ja, wieso erlischt diese Pflicht ausgerechnet in der Messe undwandelt sich sogar zu einem Verbot?

 

M.f.G.

Patrick

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Nö, Patrick, bei uns sind Priester immer noch solche.

 

@Diomira

Nennt es einfach nicht Predigt und hört zu. Die Predigt hat keinen hohen Stellenwert in der kath. Messe (anders als bei evgl.). Predigen "dürfen" nur Priester und Diakone weil damit auch die Gefahr des "S*******-erzählens" verbunden ist. Dieser Filter wirkt natürlich nur bedingt.

Bei uns wurde neulich auch nicht gepredigt, anstatt dessen haben Kinder die Stille erforscht und Geräusche "erhöhrt", um danach das Evangelium als Gottes Wort zu hören, der in der Stille zu uns spricht. Ich fand´s gut, meditativ, nicht "verkopft".

Wovor hast Du Angst? Du sträubst Dich dagegen, dass eine Frau dort spricht, wo der Priester sonst predigt. Was bedeutet es für Dich zu sprechen, anstatt zu predigen? Predigen ist Männersache, da könnte was dran sein, - einer Frau den Mund verbieten auch. Nimm Dir kein schlechtes Beispiel an den Kirchenmännern, lass Dir keine Minderwertigkeiten einreden.

herzlich

Boanerges

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Oh Mann! *haarerauf*

 

freak6.gif

 


Die Predigt hat keinen hohen Stellenwert in der kath. Messe (anders als bei evgl.). Predigen "dürfen" nur Priester und Diakone weil damit auch die Gefahr des "S*******-erzählens" verbunden ist. Dieser Filter wirkt natürlich nur bedingt.


 

Die Predigt hat sehr wohl einen hohen Stellenwert, auch wenn sie an die Sakramente natürlich nicht herankommt. Die Predigt in der Hl. Messe ist dem Diakon, Priester und Bischof vorbehalten, weil sie die "amtliche" Auslegung des Evangeliums und der Heiligen Schrift insgesamt ist, die dem geweihten Amt in besonderer Weise übertragen ist. Das allgemeine Priestertum der Gläubigen leidet in keiner Weise darunter, wenn im Zusammenhang mit der Feier der Eucharistie die Schriftauslegung nicht als Privatmeinung von Hans Meier oder Paula Müller erfolgen soll, sondern als die offizielle Lehrtätigkeit der Kirche, die mit dem Amt verbunden ist.

 

Daß damit Frauen nie in der Eucharistiefeier predigen können, ist sekundär, da die Begründung primär über das Amt erfolgt. Ich habe von Frauen schon hervorragende Vorträge, Glaubenszeugnisse und auch Katechesen gehört. In der Messe spricht aber - wie gesagt - die amtliche Kirche. Hier kommt es dabei nicht in erster Linie auf die Eloquenz und theologische Bildung des Predigers an, auch wenn zugegebenermaßen der "Filter" in seiner Wirkung nicht leidet, wenn beides gut ausgebildet ist.

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Nachtrag:

 

aus:

 

Instruktion zu einigen Fragen

über die Mitarbeit der Laien

am Dienst der Priester

15. August 1997

 

Verlautbarungen des Apostolischen Stuhls 129

 

 

>Artikel 3.

Die Homilie

§ 1. Die Homilie ist als herausragende Form der Predigt, "qua per anni liturgici cursum ex textu sacro fidei mysteria et normae vitae christianae exponuntur",68 Teil der Liturgie selbst.

Daher muß die Homilie während der Eucharistiefeier dem geistlichen Amtsträger, Priester oder Diakon,69 vorbehalten sein. Ausgeschlossen sind Laien, auch wenn sie in irgendwelchen Gemeinschaften oder Vereinigungen Aufgaben als "Pastoralassistenten" oder Katecheten erfüllen. Es geht nämlich nicht um eine eventuell bessere Gabe der Darstellung oder ein größeres theologisches Wissen, sondern vielmehr um eine demjenigen vorbehaltene Aufgabe, der mit dem Weihesakrament ausgestattet wurde. Deshalb ist nicht einmal der Diözesanbischof bevollmächtigt, von der Norm des Kanons70 zu dispensieren. Es handelt sich nämlich nicht um eine bloß disziplinäre Verfügung, sondern um ein Gesetz, das die Aufgaben des Lehrens und Heiligens betrifft, die untereinander eng verbunden sind.

Man kann daher die gelegentlich geübte Praxis nicht gestatten, wonach die Homilie Seminaristen anvertraut wird, die als Theologiestudenten noch nicht das Weihesakrament empfangen haben.71 Die Homilie kann nicht als Übung für den künftigen Dienst betrachtet werden.

Jegliche frühere Norm, die Laien die Homilie innerhalb der Meßfeier gestattet hatte, ist durch can. 767, § 1 als aufgehoben anzusehen.72

§ 2. Erlaubt sind eine kurze Einführung, um ein besseres Verständnis der Liturgie zu fördern, und ausnahmsweise auch ein etwaiges Zeugnis, das, immer in Einklang mit den liturgischen Vorschriften, an besonderen Tagen (Tag des Seminars, Tag der Kranken usw.) in Eucharistiefeiern vorgetragen wird, wenn dies zur Veranschaulichung der vom zelebrierenden Priester regulär gehaltenen Homilie objektiv angebracht erscheint. Diese Einführungen und Zeugnisse dürfen keine Merkmale aufweisen, die zu Verwechslungen mit der Homilie führen könnten.

§ 3. Die Möglichkeit eines "Dialogs" in der Homilie73 kann manchmal vom zelebrierenden Amtsträger in kluger Weise zur Erläuterung eingesetzt werden, ohne dadurch die Predigtpflicht an andere zu delegieren.

§ 4. Die Homilie außerhalb der Meßfeier kann von Laien in Einklang mit dem Recht und unter Beachtung der liturgischen Normen vorgetragen werden.

§ 5. Die Homilie kann keinesfalls Priestern oder Diakonen anvertraut werden, die den geistlichen Stand verloren oder die Ausübung des "geistlichen Dienstes" aufgegeben haben.74

 


Anmerkungen:

68 II. Vat. Konzil, Konst. Sacrosanctum Concilium, 52; C.I.C., can. 767, § 1.

69 Vgl. Johannes Paul II., Apost. Schreiben Catechesi tradendae, 16. Oktober 1979, 48: AAS 71 (1979) 1277-1340; Päpstliche Kommission für die Interpretation der Dekrete des II. Vat. Konzils, Responsum, 11. Januar 1971; Kongregation für den Gottesdienst, Instr. Actio pastoralis, 15. Mai 1969, 6d: AAS 61 (1969) 809; Kongregation für den Gottesdienst, Institutio Generalis Missalis Romani, 26. März 1970, 41, 42, 165; Kongregation für den Gottesdienst, Instr. Liturgicae instaurationes, 15. September 1970, 2a: AAS 62 (1970) 696; Kongregation für die Sakramente und den Gottesdienst, Instr. Inaestimabile donum: AAS 72 (1980) 331.

70 Vgl. Päpstliche Kommission für die Authentische Interpretation des Codex des Kanonischen Rechtes, Responsio ad propositum dubium, 20. Juni 1987: AAS 79 (1987) 1249.

71 Vgl. C.I.C., can. 266, § 1.

72 Vgl. ebd., can. 6, § 1, 2°.

73 Vgl. Kongregation für den Gottesdienst, Directorium de Missis cum pueris Pueros baptizatos, 1. November 1973, 48: AAS 66 (1974) 44.

74 Was die Priester angeht, die eine Dispens vom Zölibat erhalten haben, vgl. Kongregation für die Glaubenslehre, Normae de dispensatione a sacerdotali coelibatu ad instantiam partis, 14. Oktober 1980, "Normae substantiales", art. 5.


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Fein TomTom,

Du machst ja Schularbeiten! Was spricht also dagegen anstatt einer Predigt, einen Vortrag zu halten oder ein "Literaturgespräch" zu führen? Die Predigt erfüllt eine Funktion, nicht ein Gebot.

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Hallo Diomira,

 

Glaubst du, das in den ersten Gemeinden, die sich nach dem Tod von Jesus gegründet haben, nur "Theologie"-Gebildete gepredigt haben bei den Zusammenkünften?

 

Ich glaube eher, dass die Leute damals von Jesus, von seiner Liebe zu den Menschen,  von seiner göttllichen Ausstrahlung erzählt haben. Uns das konnten alle, die davon "erfahren" hatten.

 

Es wäre wahrscheinlich für die Kirche sehr "heil"sam, wenn sie sich öfter mal auf ihre Ursprünge zurückbesinnen würde, das glaube ich zumindest.

 

Das Laien und natürlich besonders Frauen heutzutage nicht in der Eucharistiefeier predigen dürfen, ist für mich eine reine Machtfrage. Die Kirche und die Priester machen sich dadurch angreifbar. Und wer gibt sich freiwillig in diese Gefahr, wenn er noch die Macht hat, das zu unterbinden. Dieser Gefahr würde sich wahrscheinlich nur Jesus aussetzen.......

 

 

Ich wünsche dir eine schönen Tag

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(Geändert von Diomira um 8:33 - 18.Juli.2002)

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Liebe Diomira,

 

mein Vorschlag für Ostern, gönn dir mal etwas richtig schönes: Im Regelfall werden zu Ostern Pontifikalhochämter der Bischöfe zelebriert. Fahr hin und zwar früh am Morgen, denn es wird voll werden.

 

Zu welchem Bistum gehörst du ?

 

Herzliche Grüße

Martin

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(Geändert von Diomira um 8:34 - 18.Juli.2002)

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Liebe Diomira,

 

gestatte mir eine kleine kritische Anmerkung: mir ist aufgefallen, daß Dich Paragraphen offenbar mehr beeindrucken, als daß, was Bärbel sehr richtig bemerkt hat: "Ich glaube eher, dass die Leute damals von Jesus, von seiner Liebe zu den Menschen,  von seiner göttllichen Ausstrahlung erzählt haben. Uns das konnten alle, die davon "erfahren" hatten." (Bärbel)

 

Und da bin ich mit Bärbel absolut einer Meinung. Wer die Liebe Jesu erfahren hat, kann sie auch weitergeben, egal ob dies ein Mann, eine Frau, ein Gebildeter, ein Ungebildeter, ein Junger oder ein Alter oder wer auch immer ist.

 

Sind Vorschriften und Paragraphen wichtiger als die Menschen, die Jesus erfahren haben?

 

viele Grüsse

 

Olli

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Und da bin ich mit Bärbel absolut einer Meinung. Wer die Liebe Jesu erfahren hat, kann sie auch weitergeben, egal ob dies ein Mann, eine Frau, ein Gebildeter, ein Ungebildeter, ein Junger oder ein Alter oder wer auch immer ist.

 

Lieber Olli, ich bin da völlig Deiner Meinung. Es ist sogar der Auftrag jedes Christen, die erfahrene Liebe und den Glauben an Christus weiterzugeben, das resultiert aus dem allgemeinen Priestertum, das wir aus Taufe und Firmung haben. Dabei geht es aber um ein persönliches Zeugnis - und genau das ist der Unterschied zur Predigt in der Messe. In der Messe geht es dem Wesen der Predigt nach nicht um das persönliche Zeugnis des Priesters, auch wenn Authentizität gefragt ist und damit auch das persönliche Zeugnis mit im Spiel ist. Bei der Predigt spricht nicht der Priester als Klaus Meier, sondern die Kirche. Sie spricht aber eben durch den Priester, der das Zeugnis der Kirche natürlich mit seinem Glauben und Leben abdecken sollte.

 

Es geht dabei einfach um die Einheit der Predigt mit der Liturgie. Das ist auch das, was dagegen spricht, "anstatt einer Predigt, einen Vortrag zu halten oder ein "Literaturgespräch" zu führen" (Zitat Boanerges). Um Macht scheint es mir mehr bei den Leuten zu gehen, die das Recht zu predigen für sich einfordern. Ich glaube, da ist einfach Eifersucht mit im Spiel, weil bestimmte Dienste gerade mir vorenthalten sind.

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Zitat von Olli am 11:46 - 23.März.2001

 

 

Sind Vorschriften und Paragraphen wichtiger als die Menschen, die Jesus erfahren haben?


 

Hallo Olli,

 

wie wichtig sind die Menschen, die Jesus nicht "erfahren" haben oder nicht erfahren wollen?

 

Gruß Pedrino

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Hallo, Pedrino!

 

Deine Frage ist berechtigt, paßt aber besser zu Stichworten wie Nächstenliebe oder Mission oder Erlösung oder ... beim Thema Predigt in der Messe geht es ja wohl doch mehr um den von Olli genannten Personenkreis.

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"Can. 766 - Zur Predigt in einer Kirche oder einer Kapelle können, nach Maßgabe der Vorschriften der Bischofskonferenz und vorbehaltlich von can. 767, § 1, Laien zugelassen werden, wenn das unter bestimmten Umständen notwendig oder in Einzelfällen als nützlich angeraten ist.

 

Can. 767* - § 1. Unter den Formen der Predigt ragt die Homilie hervor, die Teil der Liturgie selbst ist und dem Priester oder dem Diakon vorbehalten wird;

in ihr sind das Kirchenjahr hindurch aus dem heiligen Text die Glaubensgeheimnisse und die Normen für das christliche Leben darzulegen.

§ 2. An Sonntagen und gebotenen Feiertagen ist in allen Messen, die unter Beteiligung des Volkes gefeiert werden, eine Homilie zu halten; sie darf nur aus schwerwiegendem Grund ausfallen.

§ 3. Es wird sehr empfohlen, daß bei ausreichender Beteiligung des Volkes eine Homilie auch in Messen während der Woche gehalten wird, besonders in der Adventszeit und österlichen Bußzeit oder wegen eines Festes oder eines traurigen Anlasses.

§ 4. Der Pfarrer oder der Kirchenrektor hat dafür zu sorgen, daß diese Vorschriften gewissenhaft eingehalten werden."

 

Quelle:CIC

 

"Homilie" ist die Wortauslegung. Die LaienPREDIGT ist also ausdrücklich erlaubt! Ein schwerwiegender Grund nach 767.2 wäre durchaus Priestermangel: Der Pfarrer hat keine Zeit zur Vorbereitung. So einfach und nach gültigem Kirchenrecht ist diese Predigt hier... VÖLLIG KORREKT!

 

Grüße,

 

Abakus

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