Jump to content

Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen?


lexus

Recommended Posts

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen. Edited by lexus
Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Ich finde es eine Anmaßung von dir zu entscheiden, welche Menschen Gott brauchen kann und welche nicht. Wie heißt es in der Bibel: Richtet nicht, dass ihr nicht gerichtet werdet.

Edited by Elima
Link to comment
Share on other sites

altersuender

Als ich mit über 40 Jahren, eines dürren Agnostizismus (Atheismus war mir immer zu platt und gewöhnlich) satt und überdrüssig, in San Miniato al Monte und in Assisi den ersten Hauch von Glaube zu schmecken bekam, da war es dieser Papst, der an der Spitze der Kirche stand. Seltsam, vielleicht, weil ich aus der Kälte kam, habe ich mich eigentlich nie an ihm gestoßen. Mir schien von allem Anfang an die Kirche weniger wie eine Menge von Leuten zu sein, die mehr oder minder vergleichbares glauben, als vielmehr (wie es in einem der neuen geistlichen Lieder heisst) ein Schiff. Ein großes Schiff mit vielen Menschen, von denen man manche sieht, manche nicht; von denen man manche mag, manche nicht. Aber alle sind sie an Bord. Am Ruder des Schiffes ein Mann: der Kapitän. Nach bestem Wissen und Gewissen hält er das Ruder und hält den Kurs. Und um ihn steht eine Vielzahl von Leuten mit zuckenden Händen und zum Schrei geöffneten Mündern: "Nach rechts, nach RECHTS, Du halber Häret, Du unwürdiger Nachfolger des Heiligen Petrus"; "Nach links, nach LINKS, du sturer und dummer polnischer Bauer".

 

Die Kirche ist tatsächlich zutiefst gespalten; nicht überall, aber in den westlichen Ländern, die ich persönlich als nachchristlich ansehe. Doch diese Spaltung schuf nicht der Papst, diese Spaltung fand er vor. Wo die einen nach links wollen (und vehement den linken Kurs fordern), wollen die anderen rechts (und fordern ebenso vehement den rechten Kurs). Ich persönlich sah im Papst jemanden, der eines in der Paxis versuchte, worüber einer seiner wortgewalttätigsten Kritiker theoretisierte, nämlich einfach nur Christ sein, einfach in der Nachfolge Christi stehen. Und so hielt er nach seinem Gewissen und seiner Überzeugung, von Gott an das Steuerruder des Schiffes bestellt worden zu sein, Kurs auf jenen Stern zu, der ihm den rechten Weg durch das Meer der Zeit weist, das ist Christus.

 

Natürlich schlingert das Schiff, driftet in den vielen Strömungen einmal hierhin, und einmal dorthin. Natürlich sind da Schwankungen dabei, die nicht meinen Geschmack oder meine Überzeugungen treffen. Dennoch war ich mir seit meines innerlichen Wiedereintritts in die Kirche, seit ich bewusst an Bord des Schiffes bin, stets klar, dass dieser Kapitän auf Christus zuhält. Und dies trotz des Geschreis um ihn, sei es nun Zustimmung, sei es nun Ablehnung gewesen.

 

Für seinen Nachfolger wird es nicht leicht. Denn es war die mächtige Gestalt dieses Mannes am Steuerrudes des Schiffes der Kirche, die bislang die Spaltungen und Streitigkeiten über den Kurs des Schiffes überbrücken konnte. Zumindest soweit, dass die große Mehrzahl dieser Spaltungen nicht vollends ausbrachen. Nun fürchte ich, dass in den kommenden Monaten und Jahren diese Streitigkeiten dazu führen werden, dass einige von den Leuten, die bislang noch an Bord blieben, in die Beiboote steigen werden, und eigene Kurse einschlagen, seien diese nun rechts, oder links gelegen. Ich wäre nicht katholisch, glaubte ich nicht, dass dies für die "Rechten" wie die "Linken" böse enden wird. Die Gewässer sind trügerisch, voller Riffe unter der Oberfläche ... Aber vielleicht wirkt Gott ein Wunder im Konklave, vielleicht findet sich unter den Kardinälen ein Kandidat, der das Steuerruder des Schiffes mit ebenso festem Griff zu umschließen versteht.

 

 

Als ich meinem ältesten Sohn über den Tod des Papstes berichtete, brach mir die Stimme, und stiegen mir Tränen in die Augen. Und dabei bin ich kein Mensch, der seine Emotionen leicht zeigt, bin eher verschlossen. Aber dieser Mann, Karol Woytila, war zutiefst, was ich gerne wäre: ein wahrer Nachfolger Christi, ein Heiliger, nicht nur dem Worte nach ein Heiliger Vater. Mir persönlich ging jemand sehr Wichtiger verloren, so habe ich jetzt Traurigkeit, auch wenn ich glaube, dass er nun im Haus des Vater ist, und dass sein Kurs ihn zur Liebe seines Lebens führte: Christus. Darüber mag spotten, wer will.

Edited by altersuender
Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Ach weißt Du,

 

wir, und da schließe ich mich nicht aus, sind oft schnell mit Verurteilungen zur Hand. Niemand, außer Gott allein, kennt die Kämpfe und das Glück eines jeden Menschen.

Lass doch Gott selbst entscheiden. In der Benediktsregel heißt es, dass der Abt über jeden, der ihm anvertraut ist, Rechenschaft ablegen muss. Wer Verantwortung für andere hat, weiß, dass er viel bewirken kann, in Gutem und in Schlechten. Und er weiß eigentlich auch, dass er gar nicht alles richtig machen kann, dass er verletzt, wo er es eigentlich nicht will und dass er unrecht tut, wo er eigentlich der Sache dienen will. Das ist auch meine eigene Erfahrung zum Thema und ich hoffe, dass Gott all denen, die in einer solchen Verantwortung stehen, sehr gnädig sein wird.

Insofern möchte ich niemanden verurteilen und die Frage, ob Gott jemanden braucht oder nicht, bleibt mir da lieber im Halse stecken wie ein dicker Kloß. Ich halte sie schlicht für blasphemisch.

Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Auch wenn sich das radikal anhören mag, so unterstütze ich doch deine Meinung. Die Kirche Gottes darf unter keinen Umständen den Zeitgeist angepasst werden, nur weil es einige so verlangen. Die Kirche darf nicht die Wahrheit auf Kosten der Statistik opfern.

Mir persönlich ist es lieber, dass die katholische Kirche die Hälfte ihrer Mitglieder verlore, als das sie gewisse protestantische "Vereine" imitiert...

Edited by Makaveli
Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Mir kam bei diesem Posting ganz spontan das Bild vom guten Hirten, der sein Leben einsetzt für seine Schafe.

Ein solcher Hirte kann doch niemals sagen, es sei gut, dass ein Teil der Schafe verlorengeht?!!!

Link to comment
Share on other sites

<<Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen. >>

 

bin ich, bist du gebrauchsfähig?

 

wer mag das entscheiden.

Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Ich finde es eine Anmaßung von dir zu entscheiden, welche Menschen Gott brauchen kann und welche nicht. Wie heißt es in der Bibel: Richtet nicht, dass ihr nicht gerichtet werdet.

ich finde nicht, das es eine Anmassung von Lexus ist. Schliesslich werden die Spielregeln von Gott aufgestellt, nachzulesen in der heiligen Schrift. Wenn jemand diese Regeln nicht gefällt, die in der KK aufgestellt sind, kann er durchaus zu einer anderen Religionsgemeinschaft wechseln. Jeder Verein hat das Recht Satzungen und Ausschlussregeln aufzustellen, an dem sich die Mitglieder halten müssen. Warum sollte es in der KK nicht anders sein?

Link to comment
Share on other sites

....und schon der Kirchenvater Augustinus erkannte, dass Menschen nicht erkennen, wer zur "Civitas divina" (zum göttlichen Reich) gehört, Gott wird es bekanntmachen beim Jüngsten Gericht.

Link to comment
Share on other sites

Der Gott, an den ich glaube - der Gott Abrahams, der in Jesus Christus Mensch wurde, am Kreuz starb und am dritten Tage auferstand, der seinen Geist durch die Kirche in die Welt sendet, um ihr Gesicht zu erneuern - dieser Gott braucht jeden Menschen, den er ins Leben rief.

Edited by ThomasBloemer
Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Ich finde es eine Anmaßung von dir zu entscheiden, welche Menschen Gott brauchen kann und welche nicht. Wie heißt es in der Bibel: Richtet nicht, dass ihr nicht gerichtet werdet.

ich finde nicht, das es eine Anmassung von Lexus ist. Schliesslich werden die Spielregeln von Gott aufgestellt, nachzulesen in der heiligen Schrift. Wenn jemand diese Regeln nicht gefällt, die in der KK aufgestellt sind, kann er durchaus zu einer anderen Religionsgemeinschaft wechseln. Jeder Verein hat das Recht Satzungen und Ausschlussregeln aufzustellen, an dem sich die Mitglieder halten müssen. Warum sollte es in der KK nicht anders sein?

Das war aber nicht die Argumentationsrichtung von lexus.

Er hat behauptet, dass derjenige, der diese Freiheit nutzt, von Gott nicht zu gebrauchen ist.

Und das steht im Gegensatz zur katholischen Morallehre.

Link to comment
Share on other sites

Er hat für viele Menschen gesprochen, aber längst nicht für alle Katholiken. in seinem ethischen Rigorismus hat er auch viele verloren.
Sehr gut. Die, die weggegangen sind, gingen nicht deshalb, weil sie Gott suchten, sondern weil sie Gott ihrem eigenen Gottes- und Weltbild anpassen wollten. Gott und die Kirche kann solche nicht gebrauchen.

Ich finde es eine Anmaßung von dir zu entscheiden, welche Menschen Gott brauchen kann und welche nicht. Wie heißt es in der Bibel: Richtet nicht, dass ihr nicht gerichtet werdet.

ich finde nicht, das es eine Anmassung von Lexus ist. Schliesslich werden die Spielregeln von Gott aufgestellt, nachzulesen in der heiligen Schrift. Wenn jemand diese Regeln nicht gefällt, die in der KK aufgestellt sind, kann er durchaus zu einer anderen Religionsgemeinschaft wechseln. Jeder Verein hat das Recht Satzungen und Ausschlussregeln aufzustellen, an dem sich die Mitglieder halten müssen. Warum sollte es in der KK nicht anders sein?

Nachzulesen in der Heiligen Schrift, tomlo?

Auf welche Textstellen beziehst du dich da?

Link to comment
Share on other sites

Das war aber nicht die Argumentationsrichtung von lexus.

Er hat behauptet, dass derjenige, der diese Freiheit nutzt, von Gott nicht zu gebrauchen ist.

Und das steht im Gegensatz zur katholischen Morallehre.

Du kennst die Lehre der Kirche nicht. Das II Vat. formulierte folgendes:

 

"Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten.

(...)

Nicht gerettet wird aber, wer, obwohl der Kirche eingegliedert, in der Liebe nicht verharrt und im Schoße der Kirche zwar "dem Leibe", aber nicht "dem Herzen" nach verbleibt"

 

Außerdem bezog sich „Mat“ nicht auf Gott, sondern auf den verstorbenen Papst. Wenn Menschen Mitglieder der Kirche werden oder sich von ihr abwenden, nur aufgrund dessen, was ein Amtsträger der Kirche sagt, dann nehmen sie das Evangelium Christi, als Axiom für ihre Entscheidung, nicht wahr. War das der Wille Christi?

Was die Kirche über sich selber sagt (über ihre Strukturen und ihre Lehre), dient in erster Linie zur Aufklärung der Verknüpfung ihrer Lehre zum Evangelium.

Da ....Beleleidigung entfernt..., ist euch dieser Unterschied nicht einmal bewusst.

Edited by ThomasBloemer
Link to comment
Share on other sites

"Darum könnten jene Menschen nicht gerettet werden, die um die katholische Kirche und ihre von Gott durch Christus gestiftete Heilsnotwendigkeit wissen, in sie aber nicht eintreten oder in ihr nicht ausharren wollten.

(...)

Nicht gerettet wird aber, wer, obwohl der Kirche eingegliedert, in der Liebe nicht verharrt und im Schoße der Kirche zwar "dem Leibe", aber nicht "dem Herzen" nach verbleibt"

 

Ich bitte um die Fundstelle!

Edited by Elima
Link to comment
Share on other sites

Du bist da natürlich gaaaaaaanz anders ...

Ich brauche den Papst nicht, um die Gegenwart Gottes in der Kirche zu finden.

Dass es ihn (den Papst) in der Kirche gibt, das ist der Wille Christi, dem ich (gerne) gehorche.

Kapiert?

Link to comment
Share on other sites

Außerdem bezog sich „Mat“ nicht auf Gott, sondern auf den verstorbenen Papst. Wenn Menschen Mitglieder der Kirche werden oder sich von ihr abwenden, nur aufgrund dessen, was ein Amtsträger der Kirche sagt, dann nehmen sie das Evangelium Christi, als Axiom für ihre Entscheidung, nicht wahr. War das der Wille Christi?

Wer ist dann der "gute Hirte", von dem Jesus sagt, dass er sein Leben hingibt für die Schafe?

Ist dieses Bild nur auf Jesus bezogen?

Meinte Jesus denn nicht, dass die Apostel sich auch in dieser Hinsicht seine Nachfolge antreten sollen?

Wollte Jesus polarisieren?

 

Oder wie war das noch mit dem Gleichnis vom Unkraut, das die Jünger stehen lassen sollen?

Link to comment
Share on other sites

Wollte Jesus polarisieren?
ja, das wollte er und das hat er auch. Nicht allen hat er erlaubt (die es wollten) ihm zu folgen.

Frag mich nicht nach der Bibelstelle, such doch selber. Ich habe nicht vor euch noch in dieser Hinsicht zu helfen. Manipuliert wie ihr schon sied, werdet ihr dann noch behaupten, dass ich euch die Worte in den Mund legen will.

 

Oder wie war das noch mit dem Gleichnis vom Unkraut, das die Jünger stehen lassen sollen?
irgendetwas hast du durcheinander gerbacht. Tja, du musst damit leben, ich nicht. :blink:
Link to comment
Share on other sites

<<Da ....Beleleidigung entfernt..., ist euch dieser Unterschied nicht einmal bewusst. >>

 

schon wieder ein bewußter.

 

<<von Gott nicht zu gebrauchen ist.>>

 

nocheinmal, ich bin ein kind gottes, aber nicht zu gebrauchen. er gebraucht mich auch nicht.

Edited by ThomasBloemer
Link to comment
Share on other sites

Ich habe aus einem Beitrag von lexus die Beleidigung der Mitdiskutanten entfernt und bitte höflich darum, hier ein Glaubensgespräch zu führen.

Link to comment
Share on other sites

Frag mich nicht nach der Bibelstelle, such doch selber. Ich habe nicht vor euch noch in dieser Hinsicht zu helfen.

Schade, dass du mir in dieser Hinsicht nicht behilflich sein willst, indem du das Wort Gottes erläuterst. Mich hätten diese Bibelstellen sehr interessiert.

Link to comment
Share on other sites

Schade, dass du mir in dieser Hinsicht nicht behilflich sein willst, indem du das Wort Gottes erläuterst.

Das könnte ich im Schlaf.

Aber für jemanden, der bereits 10979 Beiträge geschrieben hat, scheinst du recht verzweifelt zu sein.

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...