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Fürbitten an den verstorbenen Papst?


Flo77

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

 

 

Ich find's noch ein bißchen verfrüht ...

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

wer ist denn der Verfasser?

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

wer ist denn der Verfasser?

War in einem anderen Forum.

 

Ich fand's nicht besonders geglückt jemanden, der gerade mal ein paar Stunden tot ist, schon inoffiziell zur "Ehre der Altäre" zu erheben (auch wenn schon Gerüchte über eine baldige Seligsprechung im Netz kursieren).

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altersuender
Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

wer ist denn der Verfasser?

War in einem anderen Forum.

 

Ich fand's nicht besonders geglückt jemanden, der gerade mal ein paar Stunden tot ist, schon inoffiziell zur "Ehre der Altäre" zu erheben (auch wenn schon Gerüchte über eine baldige Seligsprechung im Netz kursieren).

In dieser Formulierung hat das nichts mit einer allfälligen Seligsprechung zu tun. Da hast Du möglicherweise etwas missverstanden. Johannes Paul II ist tatsächlich der Heilige Vater, nun verstorben. Und die Toten um Fürbitte anzurufen, nicht nur das Gebet für sie!, ist schon im Alten Testament bezeugt (bei den Makkabäern, wenn ich auch das genaue Zitat jetzt nicht parat habe). Wir sind mit unseren Toten verbunden. Wir können für sie beten, und können auch ihre Fürbitte erbitten. Das ist gut katholisch, und gar nicht "rechts".

 

Aber dem ganz ungeachtet bleibt es jedem überlassen Karol Woytila als Heiligen anzusehen und als solchen zu verehren. Auch das ist gut katholisch, und gar nicht "rechts".

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

wer ist denn der Verfasser?

War in einem anderen Forum.

 

Ich fand's nicht besonders geglückt jemanden, der gerade mal ein paar Stunden tot ist, schon inoffiziell zur "Ehre der Altäre" zu erheben (auch wenn schon Gerüchte über eine baldige Seligsprechung im Netz kursieren).

Na, wenn er schon bei Gott ist, kann er ja bitten, wenn nicht, schadet es auch nichts.

Ich bin auch davon überzeugt dass meine Eltern bei Gott sind und gelegentlich ein gutes Wort für mich einlegen.

 

Werner

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

wer ist denn der Verfasser?

War in einem anderen Forum.

Aha.

Ist ein anderes Forum das Lehramt der Kirche?

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In dieser Formulierung hat das nichts mit einer allfälligen Seligsprechung zu tun. Da hast Du möglicherweise etwas missverstanden.

Nein, nein.

 

Die zitierte Fürbitte stand völlig für sich alleine.

 

Die Seligsprechung wurde woanders angedacht.

 

Es ging mir auch nicht darum daraus eine Positionierung des Beters zu schließen.

 

Das wir die Toten um ihre Fürbitte anrufen ist mir klar - ebenso wie wir für unsere Toten beten.

 

Nur finde ich es etwas unpassend diese "Leistung" (mir gefällt das Wort auch nicht, aber mir fällt nichts besseres ein) schon zu erbitten, wenn der Tote noch nicht mal unter der Erde ist.

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Johannes Paul II ist tatsächlich der Heilige Vater, nun verstorben. Und die Toten um Fürbitte anzurufen, nicht nur das Gebet für sie!, ist schon im Alten Testament bezeugt (bei den Makkabäern, wenn ich auch das genaue Zitat jetzt nicht parat habe). Wir sind mit unseren Toten verbunden. Wir können für sie beten, und können auch ihre Fürbitte erbitten. Das ist gut katholisch, und gar nicht "rechts".

Dem stimme ich weitgehend zu. Vorallem hinsichtlich "Heiliger Vater". Das hat nichts damit zu tun, dass man JP als Heiligen anbetet.

 

Aber dem ganz ungeachtet bleibt es jedem überlassen Karol Woytila als Heiligen anzusehen und als solchen zu verehren. Auch das ist gut katholisch, und gar nicht "rechts".

 

Das sehe ich anders. JP hat ein Leben geführt, dass man in vieler Hinsicht als "heiligmässig" ansehen kann. Aber solange, bis er nicht kanonisiert wurde (der Prozess wird sicher kommen...), ist er kein Heiliger. Ob man zu ihm betet, ist eine andere Sache. Es gibt aber keinen Heiligen Papst Johannes Pual II. Dagegen hätte er sich sicher auch verwehrt.

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altersuender
Das sehe ich anders. JP hat ein Leben geführt, dass man in vieler Hinsicht als "heiligmässig" ansehen kann. Aber solange, bis er nicht kanonisiert wurde (der Prozess wird sicher kommen...), ist er kein Heiliger. Ob man zu ihm betet, ist eine andere Sache. Es gibt aber keinen Heiligen Papst Johannes Pual II. Dagegen hätte er sich sicher auch verwehrt.

Liebe Katta, das "Heiligsein" oder "Heiligersein" eines Menschen hat nichts mit der Kanonisierung zu tun. Charles de Foucauld beispielsweise sollte vom Papst heuer seliggesprochen werden, nun wird das wohl sein Nachfolger tun. Ist er erst ab diesem Zeitpunkt ein Heiliger? Annalena Tonelli wird vielleicht niemals heiliggesprochen, dennoch zweifle ich nicht daran, dass sie eine Heilige ist.

 

Die Kanonisierung "macht" die Menschen nicht zu Heiligen, sondern teilt dem Volk der Kirche nur sozusagen offiziell mit, welche Menschen Heilige sind, welche als solche verehrt werden sollen. Merkst Du den Unterschied? Privat kann etwa Werner seine Großmutter für eine wahre Heilige halten und sie als solche anrufen, da steht katholischerseits nichts entgegen. Für quasi eine "offzielle" Heilige der katholischen Kirche allerdings bedarf es über seine private Verehrung und Anrufung hinaus aber noch anderer Dinge. Aber das wäre ein Thema für sich.

 

Die Selig- bzw. die Heiligsprechung setzt übrigens u.a. die fortwährende und gläubige Verehrung und Anrufung eines Verstorbenen voraus, das ist im allgemeinen eine der Grundbedingungen für Prozess der Kanonisierung.

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Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

 

 

Ich find's noch ein bißchen verfrüht ...

warum sollte es verfrüht sein, denn jeder der zu Gott kommt, ist automatisch ein Heiliger. Eine Fürbitte an den hl. Johannes Paul II zu richten, kann durchaus legitim sein. Ich schätze, dass er noch dieses Jahr vom Nachfolger "selig" gesprochen wird. Das ist man ihm einfach schuldig.

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"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

 

 

Ich find's noch ein bißchen verfrüht ...

warum sollte es verfrüht sein, denn jeder der zu Gott kommt, ist automatisch ein Heiliger. Eine Fürbitte an den hl. Johannes Paul II zu richten, kann durchaus legitim sein. Ich schätze, dass er noch dieses Jahr vom Nachfolger "selig" gesprochen wird. Das ist man ihm einfach schuldig.

Also, das glaube ich nicht. Ich kenne zwar die Bestimmungen eines Seligsprechungsprozesses nicht so genau, aber eine so kurze Zeit nach dem Tod? Bei Mutter Teresa hat man ja auch sozusagen gleich die Seligsprechung erwartet, aber so schnell mahlen die Mühlen der Kirche nicht. Und ich denke, die Abstandsfrist zum Tod (5 Jahre??) wird wohl auch hier eingehalten werden.

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wolfgang E.
Ich habe gestern schon folgendes Gebet gelesen:

 

"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

 

 

Ich find's noch ein bißchen verfrüht ...

warum sollte es verfrüht sein, denn jeder der zu Gott kommt, ist automatisch ein Heiliger. Eine Fürbitte an den hl. Johannes Paul II zu richten, kann durchaus legitim sein. Ich schätze, dass er noch dieses Jahr vom Nachfolger "selig" gesprochen wird. Das ist man ihm einfach schuldig.

Kanonisch ist zwischen Tod und Einleitung eines Seligsprechungsporzesses ein Zeitraum von mindestens 5 Jahren einzuhalten. Bei Mutter Theresa wurde der Beatifikationsprozess mit besonderer Erlaubnis Johannes Paul II bereits 2 Jahre nach ihrem Tod begonnen.

 

Die Seligsprechung erfolgte 6 Jahre nach ihrem Tod (05.09.1997) am 19.10.2003. Es war die schnellste Seligsprechung der Neuzeit.

 

Bei Johannes XXIII sind immerhin 33 Jahre vergangen.

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Es geht nicht... hatte so ein hübsches Bild vom Papst gefunden. Schmoll...

Edited by Katta
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Daß schon vor einer Seligsprechung zu einem Verstorbenen gebetet werden kann und darf, wird schon allein daraus klar, daß für die Seligsprechung ein Wunder auf Fürbitte dieses Verstorbenen hin nachzuweisen ist - und das geht nicht, wenn ihn nicht jemand um seine Fürbitte gebeten hat.

 

(Von Martyrern natürlich abgesehen, weil es da kein Wunder braucht.)

 

Was genau der Unterschied zwischen "bevor er unter der Erde ist" und später sein soll, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

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Was genau der Unterschied zwischen "bevor er unter der Erde ist" und später sein soll, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

Lasst Ihn doch erst mal seine Ruhe gefunden haben.

 

Noch nicht mal ganz beim Vater angekommen und schon überquellendes Postfach. *Kopfschüttel*

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"Lieber heiliger Vater Johannes Paul II bitte für uns."

 

 

Ich find's noch ein bißchen verfrüht ...

Hallo floh

es ist gute christliche tradition verstorbene um fürbitte zu anzurufen in diesem sinne ist das schon in ordnung wenn ich das auch nie tun würde

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Was genau der Unterschied zwischen "bevor er unter der Erde ist" und später sein soll, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

Lasst Ihn doch erst mal seine Ruhe gefunden haben.

 

Noch nicht mal ganz beim Vater angekommen und schon überquellendes Postfach. *Kopfschüttel*

Sehr irdische Denke, Flo. Und das Irdische - hat er definitiv hinter sich.

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Was genau der Unterschied zwischen "bevor er unter der Erde ist" und später sein soll, erschließt sich mir auch nicht wirklich.

Lasst Ihn doch erst mal seine Ruhe gefunden haben.

 

Noch nicht mal ganz beim Vater angekommen und schon überquellendes Postfach. *Kopfschüttel*

Sehr irdische Denke, Flo. Und das Irdische - hat er definitiv hinter sich.

Menschlich halt, Sion.

 

Die irdische Denke mag der Papst hinter sich haben, die überirdische Denke ist uns Menschen eben noch nicht so vertraut. :blink:

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Mexikaner berichtet von Wunderheilung durch Johannes Paul II.

 

Mexiko-Stadt (AFP) - Es ist nicht wenig, was die katholische Kirche von ihren künftigen Heiligen verlangt. Mindestens zwei Wunder müssen sie nachweisbar vollbracht haben, ehe sie zur Ehre der Altäre erhoben werden. Der junge Mexikaner Heron Badillo ist überzeugt, dass mindestens ein Wunder auf das Konto von Papst Johannes Paul II. geht. Durch die Berührung des Pontifex sei er von seiner Leukämie geheilt worden, berichtet er. Die katholische Diözese von Zacatecas im Norden des Landes sieht es genauso.

 

 

(Quelle)

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wolfgang E.

Ediert aus Höflichkeitsgründen über Wunsch der Moderatorin.

Edited by wolfgang E.
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