Jump to content

Tridentina


Flo77

Recommended Posts

Hallo Zusammen,

 

wie darf sich ein NOM-Kind die tridentische Messe vorstellen (Ablauf, Rolle der Messbesucher, etc.)

 

Ich dachte bisher der Ritus hätte einfach nur länger gedauert, weil wirklich alle Lesungen gelesen wurden und die vorgeschriebenen Texte länger waren ... :lol:

Link to comment
Share on other sites

Hallo Zusammen,

 

wie darf sich ein NOM-Kind die tridentische Messe vorstellen (Ablauf, Rolle der Messbesucher, etc.)

 

Ich dachte bisher der Ritus hätte einfach nur länger gedauert, weil wirklich alle Lesungen gelesen wurden und die vorgeschriebenen Texte länger waren ... :lol:

Zum Thema Lesungen: es gab in aller Regel (dh. an fast allen Sonntagen und Festen, an Werktagen sowieso) nur eine einzige, die wurde im "Amt" lateinisch gesungen, sonst vom Priester leise lateinisch gelesen, während das Volk ein Lied sang (sonntags in der sog. Singmesse) oder Rosenkranz betete (in der Stillen Messe). Das Evangelium wurde erst lateinisch gelesen oder gesungen (siehe Lesung), an Sonntagen dann vor der Predigt laut in Deutsch vorgelesen.

 

Die Texte zur Gabenbereitung waren länger, da ist auch der wesentliche Unterschied zwischen den "alten" und neuen Texten im Inhalt und im Sinn. Hast du nicht jemanden, bei dem du einen alten "schott" ausleihen kannst, da könntest du das selbst feststellen.

 

Ich denke, die Geschwindigkeit war nur möglich, weil das Latein oft vielleicht mehr mit Augen und Lippen gelesen wurde, nicht richtig deutlich ausgesprochen. Für mich war es immer ein erfolgserlebnis, wenn ich das Hochgebet beim Mitlesen so schnell schaffte wie der Zelebrant (es kam selten genug vor).

Link to comment
Share on other sites

Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben. :lol:

Link to comment
Share on other sites

Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben.  :lol:

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

 

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass ausser studierten Theologen in Zeiten vor dem Vatikanum II irgendjemand etwas mit dem Schlagwort "Opfercharakter der Messe" anzufangen wusste oder irgendetwas von einer Änderung dieses Charakters (so es ihn denn gibt) bemerken würde.

 

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um theologische Spitzfindigkeiten, die 95% der Gläubigen nicht die Bohne interessieren.

 

Werner

Edited by Werner001
Link to comment
Share on other sites

Gibt's die Tridentina denn nicht irgendwo online?

Schau einfach mal in zvab.de nach einem alten Schott, die gibt es dort preiswert.

Link to comment
Share on other sites

Gliederung

 

Vorbereitungsgebet

Stufengebet

Psalm (Júdica)

Schuldbekenntnis (Confiteor)

Gebetsgottesdienst

Introitus

Kyrie

Gloria

Oratio

Lehrgottesdienst

Epistola (Lectio)

Zwischengesänge (Graduale, Allelujalied, Tractus, Sequenz)

Evangelium

Credo

Opfervorbereitung

Offertorium

Darbringung des Brotes

Darbringung des Weines

Selbstaufopferung

Anrufung des Hl. Geistes

Händewaschung

Aufopferungsgebet zur allerheiligsten Dreifaltigkeit

Orate, fratres

Secreta

Opferhandlung

Präfatio

Sanctus

Empfehlung der Opfergaben und Gedächtnis der Kirche

Gedächtnis der Lebenden

Gedächtnis der Heiligen

Bitte um Annahme der Opfergaben

Bitte um Verwandlung der Opfergaben

Verwandlung des Brotes

Verwandlung des Weines

Gedächtnis des Erlösungswerkes Christi

Bitte um Annahme des Opfers

Bitte um unsere Einigung mit dem Opfer Christi

Gedächtnis der Toten

Bitte um Gemeinschaft mit den Heiligen

Abschluß des Canons

Opfermahl

Paternoster

Weiterführung der Vaterunser-Bitte

Brotbrechung und Vermischung der heiligen Gestalten

Agnus Dei

Friedensgebete

Letzte Bitten vor Empfang der Kommunion

Kommunion des Priesters

Kommunion der Gläubigen

Communio

Postcommunio

 

Entlassung

Ankündigung der Entlassung

Bitte um Annahme des Opfers

Segen

Schlußevangelium

 

(gefunden bei Wikipedia)

Link to comment
Share on other sites

Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben.  :lol:

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

 

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass ausser studierten Theologen in Zeiten vor dem Vatikanum II irgendjemand etwas mit dem Schlagwort "Opfercharakter der Messe" anzufangen wusste oder irgendetwas von einer Änderung dieses Charakters (so es ihn denn gibt) bemerken würde.

 

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um theologische Spitzfindigkeiten, die 95% der Gläubigen nicht die Bohne interessieren.

 

Werner

Wenn diese Veränderung wahr wäre, käme ich tatsächlich ins Grübeln. Vielleicht findet sich diese Änderung aber auch gar nicht im Konzilstext, sondern wurde bei der Durchführung von Konzilsgeistbesoffenen hinzugehext? In dem von mir gelesenen Aufsatz heißt es, Paul VI. habe auf eine explizite Erwähnung des Opfercharakters bestanden, die dann auch in das lateinische Meßbuch einging. Besagter Erzbischof (irgenwas mit B., verstarb später als Nuntius in Armenien, da er in Rom aufgrund seiner Intrigen in Ungnade fiel), Sekretär der Liturgiekommission, habe sich aber in seinen Lebenserinnerungen sehr befriedigt darüber gezeigt, daß in den meisten landessprachlichen Übersetzungen dieser Satz unterdrückt werden konnte. Genauso ist es auch mit dem deutschen Meßbuch, insbesondere ist die Erwähnung des Opfers nur noch fakultativ. Wenn das stimmen sollte, hätten sich die sogenannten Erneuerer einer Verfälschung des Konzilswillens und seiner Aussagen hingegeben. Der Achtung vor ihnen und der Verbindlichkeit ihrer Äußerungen wäre das nicht förderlich.

Link to comment
Share on other sites

Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben.  :lol:

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

 

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass ausser studierten Theologen in Zeiten vor dem Vatikanum II irgendjemand etwas mit dem Schlagwort "Opfercharakter der Messe" anzufangen wusste oder irgendetwas von einer Änderung dieses Charakters (so es ihn denn gibt) bemerken würde.

 

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um theologische Spitzfindigkeiten, die 95% der Gläubigen nicht die Bohne interessieren.

 

Werner

Wenn diese Veränderung wahr wäre, käme ich tatsächlich ins Grübeln. Vielleicht findet sich diese Änderung aber auch gar nicht im Konzilstext, sondern wurde bei der Durchführung von Konzilsgeistbesoffenen hinzugehext? In dem von mir gelesenen Aufsatz heißt es, Paul VI. habe auf eine explizite Erwähnung des Opfercharakters bestanden, die dann auch in das lateinische Meßbuch einging. Besagter Erzbischof (irgenwas mit B., verstarb später als Nuntius in Armenien, da er in Rom aufgrund seiner Intrigen in Ungnade fiel), Sekretär der Liturgiekommission, habe sich aber in seinen Lebenserinnerungen sehr befriedigt darüber gezeigt, daß in den meisten landessprachlichen Übersetzungen dieser Satz unterdrückt werden konnte. Genauso ist es auch mit dem deutschen Meßbuch, insbesondere ist die Erwähnung des Opfers nur noch fakultativ. Wenn das stimmen sollte, hätten sich die sogenannten Erneuerer einer Verfälschung des Konzilswillens und seiner Aussagen hingegeben. Der Achtung vor ihnen und der Verbindlichkeit ihrer Äußerungen wäre das nicht förderlich.

Die Änderung wird von den Traditionalisten behauptet (Piusbrüder)

 

Sie wird von der Kirche bestritten.

 

Werner

Link to comment
Share on other sites

Ich weiß dazu nur, daß Traditionalisten das Aussprechen der Formel: Der Herr nehme das Opfer an... zum Maßstab der "Gültigkeit" eines Meßopfers machen wollen. Da hörts für mich auf, so formalistisch kann ich das nicht sehen. Eine Messe nach tridentinischem Ritus kann sehr feierlich sein und durchaus andächtig gefeiert werden. Das war aber nicht die Regel. Auch nach der Reform können Hl. Messen feierlich und zur Andacht führend gestaltet werden. Ratzinger hat ein sehr wertvolles Buch zur Liturgie geschrieben, in dem das Wesentliche betont wird. Übrigens halten manche Menschen jede lateinische Messe schon für eine nach tridentinischem Ritus, das eine hat mit dem anderen aber nichts zu tun.

Grüße, kam.

Link to comment
Share on other sites

Mal so nebenbei: Was heißt eigentlich "Tridentinisch" auf deutsch? Also, das damit der Vorkonzilliare Ritus gemeint ist weiß ich. Mich interessiert die Wortbedeutung. Also "Trottel = Doof" entsprechend "tridentinisch = ???"

Link to comment
Share on other sites

Mal so nebenbei: Was heißt eigentlich "Tridentinisch" auf deutsch? Also, das damit der Vorkonzilliare Ritus gemeint ist weiß ich. Mich interessiert die Wortbedeutung. Also "Trottel = Doof" entsprechend "tridentinisch  = ???"

Wie auf dem Konzil von Trient, dem TRIDENTINUM beschlossen.

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

Mal so nebenbei: Was heißt eigentlich "Tridentinisch" auf deutsch? Also, das damit der Vorkonzilliare Ritus gemeint ist weiß ich. Mich interessiert die Wortbedeutung. Also "Trottel = Doof" entsprechend "tridentinisch  = ???"

Das ist deutsch, es ist das Adjektiv zu Trient.

 

Manche Ortsbezeichnungen haben ja etwas seltsame Adjektve

 

Monakko - monegassisch (nicht monakkisch)

Trient - tridentinisch (nicht trientisch)

Deutschland - deutsch (nicht deutschländisch)

 

Werner

Edited by Werner001
Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben.  :lol:

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

 

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass ausser studierten Theologen in Zeiten vor dem Vatikanum II irgendjemand etwas mit dem Schlagwort "Opfercharakter der Messe" anzufangen wusste oder irgendetwas von einer Änderung dieses Charakters (so es ihn denn gibt) bemerken würde.

 

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um theologische Spitzfindigkeiten, die 95% der Gläubigen nicht die Bohne interessieren.

 

Werner

Wenn diese Veränderung wahr wäre, käme ich tatsächlich ins Grübeln. Vielleicht findet sich diese Änderung aber auch gar nicht im Konzilstext, sondern wurde bei der Durchführung von Konzilsgeistbesoffenen hinzugehext? In dem von mir gelesenen Aufsatz heißt es, Paul VI. habe auf eine explizite Erwähnung des Opfercharakters bestanden, die dann auch in das lateinische Meßbuch einging. Besagter Erzbischof (irgenwas mit B., verstarb später als Nuntius in Armenien, da er in Rom aufgrund seiner Intrigen in Ungnade fiel), Sekretär der Liturgiekommission, habe sich aber in seinen Lebenserinnerungen sehr befriedigt darüber gezeigt, daß in den meisten landessprachlichen Übersetzungen dieser Satz unterdrückt werden konnte. Genauso ist es auch mit dem deutschen Meßbuch, insbesondere ist die Erwähnung des Opfers nur noch fakultativ. Wenn das stimmen sollte, hätten sich die sogenannten Erneuerer einer Verfälschung des Konzilswillens und seiner Aussagen hingegeben. Der Achtung vor ihnen und der Verbindlichkeit ihrer Äußerungen wäre das nicht förderlich.

Die Änderung wird von den Traditionalisten behauptet (Piusbrüder)

 

Sie wird von der Kirche bestritten.

 

Werner

Glaubst Du wirklich, dass sich weltweit ein Text fuer die Zelebration der hl. Messe durchgesetzt haette, der auf der Willkuer einiger weniger beruht?

 

Und die einzigen erleuchtet bleibenden sind die Piusbrueder????

 

Das ist eine Legende zur Beschoenigung des Ungehorsams einer Gruppe von Ultrakonservativen.

Link to comment
Share on other sites

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

Hat sich nicht erst mal die Feier zum Opfer entwickelt?

 

Apropos (jaja - ich weiß, ich sollte das wissen): ist die Messe die reale Wiederholung des Opfers Christi am Kreuz oder die Vergegenwärtigung des ewigen Opfers?

Edited by Flo77
Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
Apropos (jaja - ich weiß, ich sollte das wissen): ist die Messe die reale Wiederholung des Opfers Christi am Kreuz oder die Vergegenwärtigung des ewigen Opfers?

Sie ist natürlich die Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers und keine Wiederholung. Paulus spricht ja in einem seiner Briefe davon, dass durch das EINE Opfer (Jesu am Kreuz) alle Sünde gesühnt ist und es daher keiner weiteren Opfer bedarf. Daher gibt es auch in der hl. Messe kein Opfer sondern nur eine Vergegenwärtigung des bestehenden Opfers Christi.

 

P.S. Das schreibt sogar Meisner :lol:

Edited by OneAndOnlySon
Link to comment
Share on other sites

Ich habe schon öfter gehört, daß sich die Aussage von neuer und angestammter Liturgie insbesondere in den Hochgebeten (und damit das Verständnis der Messe) unterscheide. Ich finde das seltsam und interessant, besonders wenn man bedenkt, daß unsere nachkonziliaren Bischöfe das immer abstreiten. Einzelnen Zitaten des auf dem Konzil verantwortlichen Sekretärs der die Liturgiesachen vorbereitenden Kommission nach zu urteilen ist aber genau das eingetreten (ich kenne diese nur aus Fußnoten). Ich habe das kürzlich gelesen und bin irritiert, besonders da unser Kaplan sagte, das Verständnis der Messe wäre konstant geblieben.  :lol:

Ja, es heisst die Messe wäre vom "Opfer" zur "Feier" geworden.

 

Ich bezweifle allerdings ernsthaft, dass ausser studierten Theologen in Zeiten vor dem Vatikanum II irgendjemand etwas mit dem Schlagwort "Opfercharakter der Messe" anzufangen wusste oder irgendetwas von einer Änderung dieses Charakters (so es ihn denn gibt) bemerken würde.

 

Meiner Meinung nach handelt es sich dabei lediglich um theologische Spitzfindigkeiten, die 95% der Gläubigen nicht die Bohne interessieren.

 

Werner

Wenn diese Veränderung wahr wäre, käme ich tatsächlich ins Grübeln. Vielleicht findet sich diese Änderung aber auch gar nicht im Konzilstext, sondern wurde bei der Durchführung von Konzilsgeistbesoffenen hinzugehext? In dem von mir gelesenen Aufsatz heißt es, Paul VI. habe auf eine explizite Erwähnung des Opfercharakters bestanden, die dann auch in das lateinische Meßbuch einging. Besagter Erzbischof (irgenwas mit B., verstarb später als Nuntius in Armenien, da er in Rom aufgrund seiner Intrigen in Ungnade fiel), Sekretär der Liturgiekommission, habe sich aber in seinen Lebenserinnerungen sehr befriedigt darüber gezeigt, daß in den meisten landessprachlichen Übersetzungen dieser Satz unterdrückt werden konnte. Genauso ist es auch mit dem deutschen Meßbuch, insbesondere ist die Erwähnung des Opfers nur noch fakultativ. Wenn das stimmen sollte, hätten sich die sogenannten Erneuerer einer Verfälschung des Konzilswillens und seiner Aussagen hingegeben. Der Achtung vor ihnen und der Verbindlichkeit ihrer Äußerungen wäre das nicht förderlich.

Die Änderung wird von den Traditionalisten behauptet (Piusbrüder)

 

Sie wird von der Kirche bestritten.

 

Werner

Glaubst Du wirklich, dass sich weltweit ein Text fuer die Zelebration der hl. Messe durchgesetzt haette, der auf der Willkuer einiger weniger beruht?

 

Und die einzigen erleuchtet bleibenden sind die Piusbrueder????

 

Das ist eine Legende zur Beschoenigung des Ungehorsams einer Gruppe von Ultrakonservativen.

Was ich schrieb, fand sich nicht bei den Piusbrüdern. Ich werde es mal raussuchen, denn es klang sehr seltsam.

Link to comment
Share on other sites

Gliederung

 

Vorbereitungsgebet

Stufengebet

Psalm (Júdica)

Schuldbekenntnis (Confiteor)

Gebetsgottesdienst

Introitus

Kyrie

Gloria

Oratio

Lehrgottesdienst

Epistola (Lectio)

Zwischengesänge (Graduale, Allelujalied, Tractus, Sequenz)

Evangelium

Credo

Opfervorbereitung

Offertorium

Darbringung des Brotes

Darbringung des Weines

Selbstaufopferung

Anrufung des Hl. Geistes

Händewaschung

Aufopferungsgebet zur allerheiligsten Dreifaltigkeit

Orate, fratres

Secreta

Opferhandlung

Präfatio

Sanctus

Empfehlung der Opfergaben und Gedächtnis der Kirche

Gedächtnis der Lebenden

Gedächtnis der Heiligen

Bitte um Annahme der Opfergaben

Bitte um Verwandlung der Opfergaben

Verwandlung des Brotes

Verwandlung des Weines

Gedächtnis des Erlösungswerkes Christi

Bitte um Annahme des Opfers

Bitte um unsere Einigung mit dem Opfer Christi

Gedächtnis der Toten

Bitte um Gemeinschaft mit den Heiligen

Abschluß des Canons

Opfermahl

Paternoster

Weiterführung der Vaterunser-Bitte

Brotbrechung und Vermischung der heiligen Gestalten

Agnus Dei

Friedensgebete

Letzte Bitten vor Empfang der Kommunion

Kommunion des Priesters

Kommunion der Gläubigen

Communio

Postcommunio

 

Entlassung

Ankündigung der Entlassung

Bitte um Annahme des Opfers

Segen

Schlußevangelium

 

(gefunden bei Wikipedia)

Ist das die Ordnung vor 1960 oder die von 1962?
Link to comment
Share on other sites

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nach 1962 das Schlußevangelium nicht mehr gab. Allerdings hätte ich gedacht, dass vorher noch das Confiteor vor der Kommunion gebetet wurde. Ich schaue mal, wo ich noch etwas Gedrucktes finde, mein Gedächtnis lässt zu wünschen übrig- B)

Link to comment
Share on other sites

Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nach 1962 das Schlußevangelium nicht mehr gab. Allerdings hätte ich gedacht, dass vorher noch das Confiteor vor der Kommunion gebetet wurde. Ich schaue mal, wo ich noch etwas Gedrucktes finde, mein Gedächtnis lässt zu wünschen übrig- :lol:
Mir fehlt in dieser Aufstellung nicht nur das zweite Confiteor sondern auch die Homilie. B)
Link to comment
Share on other sites

Die Homilie gab es ja nur an Sonntagen (und da in meiner Heimatpfarrei nicht in der Früh- und in der Abendmesse).

 

Aber ich habe noch meinen "alten" Schott für die Ordnung vor 1960. (Sicher bin ich aber nicht, ob nicht in den 1950ern auch schon Einzelheiten verändert wurden, nicht nur die Ordnung für Gründonnerstag, Karfreitag und Osternacht bezüglich der Gottesdienstzeiten und die Bestimmungen für die eucharistische Nüchternheit). Für die Zeit dann bis zur Einführung des NOM habe ich sicher nichts Schriftliches (jedenfalls wüsste ich nicht wo). Und diese Zeit war ja nach meiner Erinnerung (und die trügt da nicht) die Zeit des liturgischen Freistilringens überhaupt. Ich war 1961 in einer Messe in Tivoli und glaubte nicht im richtigen Ritus zu sein (trotz Latein!)

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
Ich war 1961 in einer Messe in Tivoli und glaubte nicht im richtigen Ritus zu sein (trotz Latein!)

Wieso? Berichte mal. Ich bin ja noch viel zu jung um sowas aus eigener Werfahrung zu wissen aber ich finde das sehr spannend.

Link to comment
Share on other sites

Ich war 1961 in einer Messe in Tivoli und glaubte nicht im richtigen Ritus zu sein (trotz Latein!)

Wieso? Berichte mal. Ich bin ja noch viel zu jung um sowas aus eigener Werfahrung zu wissen aber ich finde das sehr spannend.

 

Leider kann ich mich an Einzelheiten nicht mehr so richtig erinnern, aber wir hatten das Gefühl, dass die Reihenfolge im Wortgottesdienst etwas durcheinander geraten war und einiges, was wir gewohnt waren, fehlte, z.B. glaube ich, dass das Gloria weder gebetet noch gesungen noch ein "Ersatzlied" gesungen wurde, obwohl Sonntag war. Die Gabenbereitung war vorbei, bevor wir noch richtig gemerkt hatten, dass sie begonnen hatte. Ob es die Händewaschung gegeben hat, weiß ich auch nicht mehr recht.

Link to comment
Share on other sites

×
×
  • Create New...