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Bücher Benedikts XVI.


Tauon
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Hallo,

da es mich sehr interessieren würde ein Buch des neuen Papstes Benedikt XVI. zu lesen, würde ich gerne wissen, ob ihr schonmal welche gelesen habt und eins besonders empfehlen könnt.

Vielen Dank und Grüße,

L.

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"Einführung ins Christentum"

weiß jemand, ob dieses Buch ins Französische übersetzt wurde und - wenn ja - wie der Titel heißt?

Ein Freund aus Beirut interessiert sich dafür.

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Mir gefällt besonders gut "Gott und die Welt", Peter Seewald interviewt quasi den Papst und ich finde, es zeigt da den wahren J. Ratzinger.

 

Ich habe da auch eine Lieblingsstelle *rauskram*...

 

Oben genanntes Buch habe ich auch, mir gefallen aber die persönlichen Bücher besser :-).

 

Hat wer schon "Salz der Erde" gelesen?

 

LG Sina

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Hat wer schon "Salz der Erde" gelesen?

Der Blömer-Thomas hat schon einige Male daraus zitiert.

 

Ich hab's auch - aber für eine Einschlaf-Lektüre ist es doch ein wenig zu anspruchsvoll - ich hänge seit 2 Jahren irgendwo am Ende des ersten Viertels. Aber was ich gelesen habe, hat mir ausgesprochen gut gefallen - eine klare und deutliche Sprache.

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"Salz der Erde" finde ich hochspannend und leicht lesbar. Es ist der Abdruck eines Interviews und enthält auch viel Biografisches. - Die "Einführung ins Christentum" war mir zu anspruchsvoll (so als Nichtheologin).

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...so jetzt hab ich es...

 

aus dem Buch "Gott und die Welt"

 

Seewald fragt: Zeichnet Gott den Weg, den jeder Mensch gehen soll, schon vor, so daß ich nur erkennen muß, was für mich aufgezeichnet ist?

 

Daraud antwortete J. Ratzinger u.a.:

 

Der christl. Glaube dagegen kalkuliert durchaus den Faktor Freiheit ein. Das heißt, Gott umfaßt einerseits alles. Er kennt alles. Er führt die Geschichte. Und trotzdem hat er sie so angelegt, daß Freiheit Platz hat. Daß ich sozusagen von dem abweichen kann, was er mit mir vorhatte.

 

Das ist sehr geheimnisvoll und schwierig....

 

....Gott hat wirklich Freiheit geschaffen und läßt sich auch seine Pläne durcheinanderbringen (wenn er es auch in einer Weise tut, daß er daraus dann doch wieder etwas Neues erschafft)....Aber ich denke, wir können das Unmittelbare verstehen: Gott behält die Geschichte in der Hand, behält mich in der Hand, aber er läßt mir die Freiheit, wirklich selber ein Liebender zu werden - oder der Liebe abzusagen...

 

LG Sina

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"Salz der Erde" ist eine grundlegende Einführung in Christentum und katholischen Glauben / Religiosität, es ist das Interview mit Ratzinger und dem agnostischen Seewald, während "Gott und die Welt" das Interview mit Ratzinger und dem gläubigen Seewald ist und mehr als ein "Katechismus" für bereits fortgeschrittene Christen (so ähnlich schreibt Benedikt das im Vorwort) verstanden werden kann.

 

Absoluter Hit und Klassiker ist natürlich die "Einführung ins Christentum", mir erzählte kürzlich ein Priester, dass dieses Buch ihn in seiner Berufung unglaublich gestärkt und beeinflusst hat.

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Mir gefällt besonders gut "Gott und die Welt", Peter Seewald interviewt quasi den Papst und ich finde, es zeigt da den wahren J. Ratzinger.

 

Ich habe da auch eine Lieblingsstelle *rauskram*...

 

Oben genanntes Buch habe ich auch, mir gefallen aber die persönlichen Bücher besser :-).

 

Hat wer schon "Salz der Erde" gelesen?

 

LG Sina

Ja Sina! Habe ich. Ist genau so gut wie "Gott und die Welt". (Das liegt gerade neben mir :lol:

 

Einfach mal eine Stelle rausgegriffen (Seite 221)

 

Frage: Warum sollte das Leben nicht einfach nur leicht sein?

 

Antwort: Das können sich nur Leute leisten, die am gedeckten Tisch des Lebens aufwachen. Das is eine Phantasie der Besitzenden, die nicht wahrnimmt, das für die große Mehrheit der Mensschen das Leben ein Ringen ist. ...

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Absoluter Hit und Klassiker ist natürlich die "Einführung ins Christentum", mir erzählte kürzlich ein Priester, dass dieses Buch ihn in seiner Berufung unglaublich gestärkt und beeinflusst hat.

Ich lese dieses Buch gerade und muss sagen, dass es wirklich eine der besten Einführungen in das Christentum ist, das ich bisher gelesen habe - ganz im Gegensatz zu dem gleichnamigen Buch von Karl Rahner, was nicht nur schwerstlangweilig ist, sondern wo man sich bei vielen Absätzen auch nach dem dritten oder vierten Lesen fragt, was einem der Autor damit sagen wollte, und wo ich die Lektüre nach etwas mehr als der Hälfte abgebrochen habe, weil mir das Buch nichts gibt, es zu lesen empfinde ich als Zeitverschwendung.

 

Ratzinger kann sich verständlich ausdrücken und auch komplizierte Sachverhalte anschaulich machen, das ist seine große Stärke. Natürlich hat sein Buch auch Schwächen, vor allem da, wo er dem Leser mit großer Wortgewandtheit Behauptungen unterjubelt, die mehr durch rethorische Geschicklichkeit als durch argumentative Stärke glänzen. Aber nichtsdestotrotz: Es enthält Argumente, und das ist mehr, als man von vielen sonstigen theologischen Werken behaupten kann.

 

Man verschwendet seine Zeit nicht, wenn man das Buch von Ratzinger liest, und diese Stärke muss man hervorheben. Außerdem ist das Buch noch stilistisch gut, außerdem ist es systematisch aufgebaut, was ich bei anderen Theologen oft schmerzlich vermisse, es betreibt nicht dieses "assoziative Themenhopping", wie es so modern geworden ist.

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Frage: Warum sollte das Leben nicht einfach nur leicht sein?

 

Antwort: Das können sich nur Leute leisten, die am gedeckten Tisch des Lebens aufwachen. Das is eine Phantasie der Besitzenden, die nicht wahrnimmt, das für die große Mehrheit der Mensschen das Leben ein Ringen ist. ...

Das ist nun eine eher schwächere Stelle, weil Ratzinger hier die Frage völlig ignoriert ...

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Aber nichtsdestotrotz: Es enthält Argumente, und das ist mehr, als man von vielen sonstigen theologischen Werken behaupten kann.

Eine interessante Behauptung, gleichzeitig herabsetzend und ohne jede Begründung, Nachweis oder Argument auskommend.

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