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Menschen vor Adam und Eva?


Abalone
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Ich grüße euch!

 

Zunächst einmal hoffe ich, dass ich als - tja, wie nenne ich mich denn mal - Nicht-Getaufte auch im katholischen Bereich erwünscht bin :lol:

 

Ich wende mich mit einer Frage an euch: was sagt eure Kirche, gab es Menschen schon vor Adam und Eva? An einer anderen Stelle des weltweiten Netzes diskutiere ich gerade mit einem Menschen über die Genesis, und er vertritt den Standpunkt, dass Adam und Eva die ersten waren und "die Kirche" dies auch so verkündet.

 

Ich bin nicht religiös erzogen worden, während der Schulzeit besuchte ich den Ethik-Unterricht, und die Hinwendung zu religiösen Fragen kam erst mit fortschreitendem Alter, mir fehlt also die Einsicht in das, was unter den Christen gelehrt wird.

 

Ich habe nun einmal nachgelesen, was im ersten Buch Mose denn so über die Schöpfung geschrieben steht - verzeiht, falls ich nicht regelkonform zitiere, ich tue dies das erste Mal *g*

 

1. Kapitel:

 

26. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, [...]

27. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib.

28. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie untertan [...]

31. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte: und siehe da, es war sehr gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.

 

2. Kapitel:

 

2. [...] und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte. [...]

5. Und allerlei Bäume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute.

6. Aber der Nebel ging auf von der Erde und feuchtete das Land.

7. Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele.

8. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen, und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.

 

Für mich geht daraus eigentlich eindeutig hervor, dass es schon vor Adam und Eva Menschen gab, diese waren jedoch noch nicht mit Gottes Geist erfüllt. Dafür spricht doch auch, dass Adam und Eva nach der Vertreibung aus dem Paradies nur zwei Söhne zeugten, Kain später jedoch eine Frau an seiner Seite hatte. Wenn mit Adam und Eva das Menschengeschlecht seinen Anfang gehabt hätte, woher käme dann die Frau?

 

Wie sieht die offizielle Lehrmeinung dazu denn aus? Und wie wird die Schöpfungsgeschichte gemeinhin interpretiert - was unterschied, so ich es denn richtig interpretiere, den "Urmenschen" von Adam - was brachte der Odem über Adam, dass er sich von den anderen Menschen unterschied?

 

Ich fürchte, dass diese Fragen gar nicht so einfach zu beantworten sind, hoffe aber dennoch auf ein paar Antworten :)

 

P.S. Ich habe die Forensuche benutzt, konnte aber keinen Beitrag finden, der meine Fragen beantwortet - falls es doch dazu schon einen Thread gibt, reicht mir natürlich auch ein Verweis dorthin :)

 

Gruß

Abalone

Edited by Abalone
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Hallo Abalone,

 

erst mal herzlich willkommen hier im Forum.

 

Man kann die Bibel nicht als ein Buch von oben bis unten lesen denn sie ist von verschiedenen Autoren zu verschiedenen Zeiten geschrieben worden.

 

Ein Beispiel sind die zwei Schöpfungsberichte. Beide finden sich im Buch Genesis sind aber von zwei verschiedenen Autoren.

 

Der erste Bericht erzählt von verschiedenen Schöpfungstagen und was Gott an diesen Tagen erschaffen hat.

 

Der zweite Bericht hat einen ganz anderen Schwerpunkt, hier geht es darum, dass der Autor erklären wollte wie es kommt, dass der Mensch (obgleich von Gott geschaffen) nicht rein gut ist. Daher die Erzählung vom Paradies und dem dort stattfindenden Sündenfall.

 

Laut Bibel ist es also durchaus legitim, Adam und Eva als die ersten Menschen zu bezeichnen.

 

Aber auch in den christlichen Kirchen hat man etwas von Evolution gehört und dass die Menschen in einer Entwicklungskette mit den Primaten stehen, ist wohl heute unzweifelhaft dargelegt.

 

Eine Diskussion darüber, ob Adam und Eva also tatsächlich die ersten Menschen waren ist ziemlich unsinnig. (Es sei denn, die ersten sprachbegabten Urmenschen hatten zufällig diese Namen.... :lol: )

 

Liebe Grüsse. Wattoo

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Die beiden Schöpfungsberichte widersprechen sich eklatant. Im ersten Bericht schuf Gott den Menschen nach seinen Bild, diese »Ebenbildlichkeit« wird häufig als Argument in ethischen Disputen benutzt. Im zweiten Schöpfungsmythos formte Gott einen Lehmmenschen, dem er den Lebensatem einblies, von Ebenbildlichkeit ist da nicht die Rede.

 

In Schwierigkeiten gerät die Dogmatik aber auch, wenn die »Erbsünde«, also der Sündenfall des ersten Menschen, als Ursache für den Zorn und die Ungnade Gottes benannt wird, womit sich die Menschheit den Tod zuzog, wie Gott angedroht hatte.

 

Dieses Dogma, das bei Neuner-Roos Nr. 353 zu finden ist, ist mit unserem Weltbild kaum zu vereinbaren. Aber dieses Thema wurde schon lang und breit diskutiert im Forum.

 

Die Schöpfungsberichte sind mE. nicht als historische Berichte sondern als Mythen zu verstehen.

 

Grüße von Pelagius.

Edited by Pelagius
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Also ich weiß nicht - irgendwie interpretiere ich die beiden aufeinanderfolgenden Kapitel der Genesis anders. Ihr rupft sie auseinander, da sie anscheinend von zwei unterschiedlichen Autoren verfasst wurden ...

Ich sah beide Abschnitte im Zusammenhang, da der siebte, also der Ruhetag, erst im zweiten Kapitel erwähnt wird -> eine chronologische Fortführung. Die Zeilen

 

"4. Also ist Himmel und Erde geworden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, da Gott der Herr Erde und Himmel machte.

5. Und allerlei Bäume auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch, der das Land baute.

6. Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.

7. Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenkloß, und er blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele."

 

habe ich, wie ja so oft angemerkt wird, nicht so genommen, wie es da steht, sondern wie ein Gedicht interpretiert :lol: Nehmen wir an, es wurde am sechsten Tage das Menschengeschlecht geschaffen, am siebten ruhte Gott. Dann sehe ich den Vers vier des zweiten Kapitels nicht als Sprung zurück an auf die Stufe, als noch keine Pflanzen auf der Erde waren - sondern sehe es eher so, dass es sowohl Pflanzen als auch den Menschen gab, nur kein Wachstum und kein Gedeihen ... da es noch nicht "regnete", Gott noch nicht seinen Geist eingegeben hatte. Ich sehe da nicht "und es war kein Mensch", sondern "und es war kein Mensch, der das Land baute" - also kein Mensch, der Taten vollbringen konnte! Daher schuf Gott unabhängig von ihnen noch Adam - und ihm hauchte er seinen Atem ein, auf dass der Mensch von nun an von Gott beseelt zu Taten fähig sei.

 

Liege ich denn komplett daneben? Muss man die beiden Kapitel wirklich voneinander trennen? Da das erste Kapitel mit dem sechsten Tag aufhört und das zweite mit dem siebten Tag beginnt, sehe ich als Laie darin eine chronologische Linie, und es erschiene mir unlogisch, hier eine harte Zäsur machen zu müssen. Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Entstehung der Welt, das zweite mit dem Sündenfall, das ist klar - aber ich kann es nicht getrennt voneinander sehen, und finde so, wie ich es ausgelegt habe, auch keinen Widerspruch.

 

Hm ...

Edited by Abalone
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DameDesDenkariums

Hallo Abalone,

 

wer behauptet, der Mensch stamme vom Affen ab und nicht von Adam und Eva, beleidigt die Affen.

 

Da ich eine Freundin der Tiere bin, verhalte ich mich politisch-religiös korrekt und verkünde: Der Mensch stammt vom Menschen ab, sprich Adam und Eva.

 

 

:):):lol:

 

Grüßlis :)

Edited by DameDesDenkariums
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Hallo Abalone,

 

die Exegeten des AT sind sich weitgehend einig, daß die Urgeschichten verschiedenen Schriften zuzuordnen sind, die später zum Buch Genesis verschmolzen wurden. Die Geschichte im Kapitel 2 gehört zum sog. jahwistischen Geschichtswerk, Kapitel 1 gehört zur sog. Priesterschrift, die die Kulteinrichtungen des Jerusalemer Tempels legitimieren will.

 

Das zeigt sich ganz offensichtlich auch in der Tatsache, daß Gott unterschiedlich benannt wird, einmal »Jahwe« dann wieder »Elohim«.

 

Ich wünsche Dir, daß sich für Deine Frage ein kompetenteres Mitglied im Forum findet.

 

Grüße von Pelagius.

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Hallo Abalone,

 

wer behauptet, der Mensch stamme vom Affen ab und nicht von Adam und Eva, beleidigt die Affen.

 

Da ich eine Freundin der Tiere bin, verhalte ich mich politisch-religiös korrekt und verkünde: Der Mensch stammt vom Menschen ab, sprich Adam und Eva.

 

 

:):):lol:

 

Grüßlis :P

Danke für den kleinen humorigen Einwurf :)

 

Aber mir wär's lieb, wenn hier ernstgemeinte Antworten in der Überzahl blieben - dafür beschäftigt mich das Thema gerade zu sehr.

 

Mir wurde nun ein Link zugetragen, der mir zeigt, dass ich mit meinen Überlegungen wohl nicht ganz daneben liege, aber scheinbar keiner offiziellen Kirchenlehre folge. Im 17. Jhd. hat bereits ein Herr namens Isaac de la Peyrère eine Schrift über die "Prä-Adamiten" veröffentlicht - und dafür ziemlichen Ärger mit der katholischen Kirche bekommen. Quelle: http://www.bautz.de/bbkl/l/La_Peyere.shtml

"Doch die Hypothese, die L.P. berühmt gemacht hat, war weniger sein Messianismus, sondern seine Prä-Adamiten-Hypothese. Sie besagt, daß es schon vor und dann neben Adam Menschen gegeben hat. L.P. kam auf die Idee durch einen Vergleich der Urgeschichte 1.Mose 1-11 mit Römer 5,12-14. Nach Paulus gab es ein Gesetz, bis zu dem die Sünde in der Welt war, aber nicht angerechnet wurde. Hiermit kann keinesfalls die Zeit zwischen Adam (als erstem Menschen) und Mose (dem Gesetzgeber) gemeint sein, da der Tod der Sünde Sold ist und schon Adam trifft. Paulus spricht demnach von Menschen vor Adam (Prä-Adamiten). Diese Annahme, es habe Menschen schon vor (und also auch neben) Adam gegeben, klärt einige Fragen, die bei der Lektüre der Urgeschichte offenbleiben, z.B.: woher haben Adam, Eva und ihre Kinder Werkzeuge und Waffen, von denen die Rede ist, vor wem fürchtet sich Kain, daß er ihn totschlüge (1.Mose 4,14), und woher kommt Kains Ehefrau, wo doch Adam und Eva keine Töchter hatten?"

Es berührt genau meine Überlegungen ... was ich nur nicht begreife, ist das Problem der Kirche mit dieser Ansicht. Adam wird damit doch nicht von seinem Thron gestossen!

 

Und auch Jakob Lorber spricht von den "Vor-Adamiten" - http://www.j-lorber.de/faq/4/hominid.htm . Ist es denn wirklich so abwegig? Auch wenn sich die Schöpfungsgeschichte dadurch der ET annähert und somit doch einen historischen Charakter erhält, muss die Symbolik der Genesis doch nicht darunter leiden - die Aussagen für den Menschen, die sich darin verbergen, behalten ihre Gültigkeit ...

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Hallo Abalone,

 

die Exegeten des AT sind sich weitgehend einig, daß die Urgeschichten verschiedenen Schriften zuzuordnen sind, die später zum Buch Genesis verschmolzen wurden. Die Geschichte im Kapitel 2 gehört zum sog. jahwistischen Geschichtswerk, Kapitel 1 gehört zur sog. Priesterschrift, die die Kulteinrichtungen des Jerusalemer Tempels legitimieren will.

 

Das zeigt sich ganz offensichtlich auch in der Tatsache, daß Gott unterschiedlich benannt wird, einmal »Jahwe« dann wieder »Elohim«.

 

Ich wünsche Dir, daß sich für Deine Frage ein kompetenteres Mitglied im Forum findet.

 

Grüße von Pelagius.

Hmh, danke für die Stichworte, werde mich mal näher damit befassen! :lol:

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Ich grüße euch!

 

Zunächst einmal hoffe ich, dass ich als - tja, wie nenne ich mich denn mal - Nicht-Getaufte auch im katholischen Bereich erwünscht bin :lol:

Herzlich willkommen, Abalone,

 

auf mykath.de. Hier sind, um Deine Frage zu beantworten, auch Nichtgetaufte willkommen (und Getaufte wie ich eher unwillkommen ...). Nur in den Glaubensgesprächen darf man als Nichtkatholik nicht posten, alle anderen Foren stehen einem offen.

 

Denn Beiträgen meiner Vorredner (oder Vorposter?) schließe ich mich an, in der Genesis finden sich zwei verschiedene Schöpfungsberichte, die später durch redaktionelle Überarbeitung miteinander verschmolzen wurden. Daraus ergeben sich auch die Widersprüche. Das ist sozusagen "Stand der theologischen Forschung" (katholischer- wie evangelischerseits, übrigens). Es gibt bei den Katholiken und Protestanten allerdings immer noch eine kleine Minderheit, die anderes vertritt, aber wohl kaum unter Theologen (jedenfalls: nicht in Europa - ich kann mich da aber irren - aber sehr wohl in den USA).

 

Die katholische Kirche hat übrigens die Evolutionstheorie 1996 offiziell anerkannt, demnach haben Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren (wird meist verkürzt, aber unzutreffend als "der Mensch stammt vom Affen ab" ausgesprochen). Adam und Eva gabe es nicht - jedenfalls nicht im wörtlich-historischen Sinne - sondern dies beinhaltet eine Symbolik. Oder, um es mit dem Ausdruck eines befreundeten Katholiken zu sagen: "Wer die Bibel wörtlich nimmt, nimmt sie nicht ernst".

 

Ich stimme meinen Vorrednern zu, obwohl ich Ex-Katholik und Apostat bin.

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Baumfaeller
Nehmen wir an, es wurde am sechsten Tage das Menschengeschlecht geschaffen, am siebten ruhte Gott.

Ich weise, aus gegebenem Anlass, auf meine Signatur hin.

 

OK, das war jetzt Humor, nicht mal besonders guter. Was ich wirklich sagen wollte: Willkommen hier.

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Die beiden Schöpfungsberichte widersprechen sich eklatant....

... nein, nicht unbedingt ein Widerspruch .....

 

(Gen 1:1-2:4a) stellt den Menschen dorthin, wo er laut Evolutionslehre auch hingehört, nämlich an den Ast eines langläufigen Stammbaums der mit pflanzlichem Leben (Gen 1:11) seinen Anfang nimmt, sich mit Einzellern (dem Gewimmel in den Meeren (Gen 1:20) fortsetzt, - zu den Reptilien und Säugetieren führt (Gen 1:25) und schließlich über die Australopitezinen den Homo Sapiens hervorbringt.

 

Eine gewichtige Aussage setzt der Bibelbericht hinzu: "Der Mensch ist erschaffen nach dem Abbild Gottes" (Gen 1:27)

 

(Gen 2:4b ff) beschreibt den Menschen (Adam bedeutet "der Mensch" oder "der vom Acker genommene") in seiner Individualität, - wie er als "Erdenmensch" in der Situation "Garten Eden" zurechtkommt. - Wie bekannt, - er macht keine rühmliche Figur - schon bei der ersten Gelegenheit zur Sünde unterliegt er - und noch dazu im freien Willen - ist also Gott ein Fehler unterlaufen, - als er den Menschen aus Lehm bastelte?

Edited by lh17
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Zunächst einmal hoffe ich, dass ich als - tja, wie nenne ich mich denn mal - Nicht-Getaufte auch im katholischen Bereich erwünscht bin :lol:

Du bist nicht getauft? AHHHHHHHHH!!!!

 

aliena_vampirshrek.gif

 

Zu den von dir angefügten Stellen kenne ich lediglich die Variante, dass es vor Eva bereits eine Frau gibt und die war Lilith.... die Idee ist mir an und für sich nicht unsympatisch, was allerdings unsere Freundinnen, die Emanzinnen, daraus gemacht haben, ist mir als Frauin etwas fremd.

So stehts bei Wikipedia:

 

Jüdische Legenden um Lilith

Auf hebräisch bedeutet der Name Lilith (לילית) die Nächtliche.

 

Laut jüdischen Legenden erschuf Gott Adam und Lilith aus dem gleichen Staub, um Lilith zu Adams gleichberechtigter Partnerin zu machen. Lilith war also Adams erste Frau. Diese Gleichberechtigung wurde von Adam nicht akzeptiert und er forderte, Lilith solle beim Geschlechtsakt unter ihm liegen. Dies wollte Lilith nicht akzeptieren und floh aus dem Paradies. Adam beschwerte sich bei Gott über Liliths Verhalten und Gott erschuf ihm Eva aus seiner Rippe. Diesmal erschuf Gott Adams Frau etwas kleiner als Adam und verwarf somit den ursprünglichen Schöpfungsplan, Mann und Frau als gleichberechtigte Wesen zu erschaffen. Eva ordnete sich Adam willig unter. Lilith blieb unsterblich, da sie nie die verbotene Frucht vom "Baum der Weisheit" aß und vereinigte sich in einer Schlucht nahe dem Paradies mit Dämonen, um Dämonenkinder, genannt "Lilim", zu gebären.

 

In einigen jüdischen Sagen wird sie auch als der letzte Engel der zehn unheiligen Sephiroth beschrieben und als Kindermörderin gefürchtet, vor deren Schutz Talismane der Engel Sanvai, Sansanvi und Semangloph, die Lilith einst im Auftrag Gottes jagten, getragen. Nach jüdisch-feministischer Theologie ist Lilith die eigentlich Gute im Kampf zwischen Adam/Eva und Lilith

 

Lilith in der Bibel

Liliths Rolle im biblischen Schöpfungsmythos ist in heutigen Bibeltexten nicht mehr erkennbar. Einzig die Passage "Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib." (1. Buch Mose, Kapitel 1,27)

wird auf die Existenz Liliths hin interpretiert, da diese Passage vor der Erwähnung der Schaffung Evas aus der Rippe Adams steht. Im Gegensatz dazu wird Adams Ausruf, als er Eva zuerst begegnet, Das ist ja Fleisch von meinem Fleisch und Bein von meinem Bein, dahin interpretiert, Lilith sei also gerade kein Mensch gewesen, also ein Tier, kurzum: die Schlange, die Eva nachher dazu verleitete, vom Baum der Erkenntnis zu essen - aus Rachsucht einer verlassenen Geliebten.

Bei der biblischen Lilith handelt es sich wie in der assyrisch-babylonischen Mythologie um einen Geist oder Dämonen:

 

"Da treffen Wüstentiere mit wilden Hunden zusammen, und Bocksdämonen begegnen einander. Ja, dort rastet die Lilit und findet einen Ruheplatz für sich." (Jesaja 34:14) (Wobei in einigen Übersetzungen Lilit mit "Nachtgespenst" übersetzt wird.)

Siehe auch: Adam und Eva

 

Lilith als Symbolfigur der Emanzipation

Lilith wurde im Feminismus zum Symbol und zum Programm, die ersten Frauenbuchhandlungen und Frauencafés nannten sich nicht selten Lilith, auch als weiblicher Vorname ist Lilith recht beliebt geworden. Denn in Lilith sehen viele Frauen die ersehnte Gegenheldin zu der biblischen Eva.

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Ich habe euch alle zur Kenntnis genommen, danke euch für das Willkommen, werde nun aber noch etwas Zeit brauchen, um eure Informationen zu durchdenken und zu verarbeiten ... seid also bitte geduldig mit mir *g*

 

Merci beaucoup für die bisherigen Anregungen!

 

Abalone

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Laut jüdischen Legenden erschuf Gott Adam und Lilith aus dem gleichen Staub, um Lilith zu Adams gleichberechtigter Partnerin zu machen. Lilith war also Adams erste Frau. Diese Gleichberechtigung wurde von Adam nicht akzeptiert und er forderte, Lilith solle beim Geschlechtsakt unter ihm liegen. Dies wollte Lilith nicht akzeptieren und floh aus dem Paradies.

Wenn ich das gerade nochmal so lese, muss ich so lachen..... :lol:

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Und das ist noch viel besser.....

b020.gif

 

Adam beschwerte sich bei Gott über Liliths Verhalten und Gott erschuf ihm Eva aus seiner Rippe. Diesmal erschuf Gott Adams Frau etwas kleiner als Adam und verwarf somit den ursprünglichen Schöpfungsplan, Mann und Frau als gleichberechtigte Wesen zu erschaffen. Eva ordnete sich Adam willig unter.

 

Übrigens.... wie "unter"? :lol:

Edited by Katta
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wolfgang E.
Laut jüdischen Legenden erschuf Gott Adam und Lilith aus dem gleichen Staub, um Lilith zu Adams gleichberechtigter Partnerin zu machen. Lilith war also Adams erste Frau. Diese Gleichberechtigung wurde von Adam nicht akzeptiert und er forderte, Lilith solle beim Geschlechtsakt unter ihm liegen. Dies wollte Lilith nicht akzeptieren und floh aus dem Paradies.

Wenn ich das gerade nochmal so lese, muss ich so lachen..... :lol:

Womit Adam das "Verdienst" zukommt, der Erfinder der "Missionarsstellung" zu sein.

 

Wahrscheinlich wollte Lilith auch das Licht nicht abdrehen :):):)

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Baumfaeller

Das mag zwar alles sehr zum Lachen sein, aber da steckt ein interessanter Kern drin. Man muss naemlich in Betracht ziehen, dass das AT und die dazugehoerenden Legenden vor allem die Grundlage der Juedischen Religion ist. Und zu den Pflichten eines juedischen Ehemannes gehoert auch, seine Ehefrau sexuell zu befriedigen. Der weibliche Orgasmus ist als Ziel festgeschrieben (irgendwo im Talmud wird das seitenlang diskutiert, natuerlich in sehr blumiger Wortwahl). Wer daran Interesse hat, kann sich ja mal die einschlaegigen Webseiten suchen, oder sich mal mit der naechstgelegenen Rabbinerin unterhalten.

 

Ich habe die Anekdote glaube ich schon mal erzaehlt: Wir haben mal die Rabbinerin unserer oertlichen juedischen Gemeinde kennengelernt, bei einem Kindergeburtstag (der Namensgebungsfeier, was eine religioese Zeremonie ist). Die junge Dame ist glaube ich nicht die richtige Rabbinerin (welche wir nur vom Hoerensagen kennen, und die eine alte Dame ist), sondern so etwas wie die Diakonin der Gemeinde. Sie ist ungefaehr 30, und anscheinend sehr zu ihrem Leidwesen noch single. Auf der Party lernte sie einen netten jungen Mann aus Israel kennen (Kollege des Vaters des Geburtstagskinds), und sie war die ganze Zeit mit dem Versuch beschaeftigt, den jungen Mann zu becircen, statt sich um die Kinder zu kuemmern. Wenn man sich mal ansah, wie die Hormone aus ihren Poren trieften, konnte man sich schon denken, dass sie ihn am liebsten eingepackt, mit nach Hause genommen und dort vergewohltaetigt haette. Wenn diese Rabbinerin typisch fuer die juedische Frau ist, dann scheinen sie eher nach dem Schnittmuster von Lilith als dem von Eva hergestellt worden zu sein.

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Maximilian

Ich frag mich langsam, warum ich eine katholikin und keine jüdin geheiratet habe :lol:

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Ich frag mich langsam, warum ich eine katholikin und keine jüdin geheiratet habe :)

Frag mal deine Frau... mal schauen, was sie antwortet.... :lol:

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warum hätte der sündenfall nie stattgefunden, wären adam und eva chinesen gewesen?

 

 

sie hätten statt des apfels die schlange gegessen...

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warum hätte der sündenfall nie stattgefunden, wären adam und eva chinesen gewesen?

 

 

sie hätten statt des apfels die schlange gegessen...

:lol:

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warum hätte der sündenfall nie stattgefunden, wären adam und eva chinesen gewesen?

 

 

sie hätten statt des apfels die schlange gegessen...

:lol:

Geil..... den muss ich mir merken....

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