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Warum ist das kein Mord?


Clown
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ist wohl ziemlich herrschende Meinung: Gegenüber Kleinkindern gibts keine Heimtücke, da dieselben dem Angriff sowieso nicht entgegentreten bzw. die böse Absicht des Täters sowieso nicht erkennen könnten. Die Mutter als Aufsichtsperson wurde hier vom Gericht nicht als arglos eingestuft. Diese Logik mag nicht überzeugen, aber für mich paßt das Urteil. Grüße, KAM.

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Ich meine, dass sie im Radio etwas von Unzurechnungsfähigkeit gesagt haben, als die Meldung kam. Ich habe allerdings nicht genau hingehört und weiß daher nicht mehr, ob der Mann nun für vermindert schuldfähig erklärt wurde oder nicht.

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Keine bösartige Absicht, keine niederen Beweggründe etc.

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Das kann ich solange nicht sagen wie ich nicht in der Lage bin.

 

Spekulieren & erzählen kann man viel solange man nicht betroffen ist.

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Christianus

So etwas fiele dann unter "T4-Aktion" und ich hatte gehofft, das wir die Aufgabe und Herausforderung im behinderten Mitmenschen wahrzunehmen gelernt haben und keine sozialdarwinistische Selektion vornähmen.

Über die holländischen Grenze kommen immer wieder Altersheimbewohner, die aus Angst vor der Euthanasie eine ungewisse Zukunft wählen.

Wenn wir "Lebenswert" mit Pflege- , Heil- und Heimkosten berechnen haben wir mehr "erreicht", als SS-Hauptsturmführer Dr.med. Brandt sich hätte träumen lassen - wir hätten den Begriff des "lebensunwerten Lebens" zu einem Teil des "Gesunden Volksempfindens" gemacht, als dessen Speerspitze er sich sah; das klingt mir sehr nach einer lautlos-schleichenden, aus dem materialistischen Denken kommenden Dechristianisierung; oder wenn wir nicht so weit in die Geschichte zurückreisen und unseren eigenen Pelz nicht betrachten wollen, dann reden wir von der "Unterbringung" behinderter Kinder in Rumänien zur Zeit des eisernen Vorhangs.

 

Übrigens gibt es Fragen, die stellt man m.E. nach einfach nicht:

... nun Clown99, kam, Pegasos, Bleze - wie hättet ihr euch verhalten - ich meine in der Rolle des Vaters?

 

Christianus

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Die Frage an sich war völlig in Ordnung, nur ist sie eben nicht mal eben so zu beantworten.

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Die Frage ist erlaubt. Meine Antwort: Ich bitte darum, nicht in seine Situation zu geraten und hoffe, daß ich in so einem Fall die Kraft hätte, das Kind anzunehmen. Grüße, KAM.

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Übrigens gibt es Fragen, die stellt man m.E. nach einfach nicht:
... nun Clown99, kam, Pegasos, Bleze - wie hättet ihr euch verhalten - ich meine in der Rolle des Vaters?

... doch, lieber Christianus - die Frage muß sich der Richter stellen, wenn er die Aufgabe hat, ein Urteil zu fällen -

 

und natürlich -

 

müssen auch wir uns die Frage gefallen lassen, wenn wir darüber diskutieren wollen - es sei denn, wir begnügen uns mit einer Theorie!

 

(immerhin geht es darum, daß da ein Mensch, - nämlich der Vater, - für 6 Jahre hinter Gittern landen soll!)

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Auch die oberflächlichste Kenntnis des Falles, wie er im verlinkten Artikel geschildert wurde, lässt mich vermuten, dass der Vater nicht daran gescheitert ist, das Kind anzunehmen, sondern daran, mitansehen zu müssen, dass ein Mensch, für den er die Verantwortung trägt, ein solches Leben annehmen muss.

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Übrigens gibt es Fragen, die stellt man m.E. nach einfach nicht:
... nun Clown99, kam, Pegasos, Bleze - wie hättet ihr euch verhalten - ich meine in der Rolle des Vaters?

... doch, lieber Christianus - die Frage muß sich der Richter stellen, wenn er die Aufgabe hat, ein Urteil zu fällen -

 

und natürlich -

 

müssen auch wir uns die Frage gefallen lassen, wenn wir darüber diskutieren wollen - es sei denn, wir begnügen uns mit einer Theorie!

 

(immerhin geht es darum, daß da ein Mensch, - nämlich der Vater, - für 6 Jahre hinter Gittern landen soll!)

Du willst Dich also nicht mit einer Theorie begnügen und forderst von anderen, Theorien über ihr vermutliches (!) Verhalten aufzustellen? Der Gipfel des Widerspruchs.

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Die einzige interessante Frage in dem Fall ist die, wieso die Staatsanwaltschaft nur von einem Versuch ausgegangen ist, obwohl jedermann klar ist, dass bei einer Kausalitätsbetrachtung die hypothetische Kausalität außen vor bleibt.

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Du willst Dich also nicht mit einer Theorie begnügen und forderst von anderen, Theorien über ihr vermutliches (!) Verhalten aufzustellen? Der Gipfel des Widerspruchs.

... eben gerade nicht - keine Theorien über vermutliches Verhalten, - es geht um die tatsächliche Situation - nämlich darum, sich in die Lage des Betroffenen hineinzuversetzen - so, als würde es einen persönlich betreffen!

Edited by lh17
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so etwas ist dann ein Grund die Strafe zu mildern, aber nicht von ihr abzusehen.

- also Du hättest das Kind wohl am Leben gelassen -

 

- ach so, - die Frage war ja verboten worden - ´tschuldigung!

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so etwas ist dann ein Grund die Strafe zu mildern, aber nicht von ihr abzusehen.

Bei Mord gibt's ja nichts zu mildern. Vielleicht wurde auch deshalb auf Totschlag entschieden.

Strafmildernd war bestimmt auch, dass der Täter sich selbst gestellt hat und Reue gezeigt hat.

Edited by Clown99
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Du willst Dich also nicht mit einer Theorie begnügen und forderst von anderen, Theorien über ihr vermutliches (!) Verhalten aufzustellen? Der Gipfel des Widerspruchs.

... eben gerade nicht - keine Theorien über vermutliches Verhalten, - es geht um die tatsächliche Situation - nämlich darum, sich in die Lage des Betroffenen hineinzuversetzen - so, als würde es einen persönlich betreffen!

Das ist Theorie, falls Du es noch nicht bemerkt haben solltest. Denn wir sind nicht real in dieser Situation.

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Das ist Theorie, falls Du es noch nicht bemerkt haben solltest. Denn wir sind nicht real in dieser Situation.

... doch - die 6 Jahre Gefängnis für den Vater sind Realität (... zwar noch nicht rechtskräftig, aber ...)

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Wobei der zuständige Richter sicherlich mehr Zeit hatte, sich gedanklich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zudem auch noch über umfangreichere Informationen über den Gesundheitszustand von Vater und Kind vorliegen hatte.

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Wobei der zuständige Richter sicherlich mehr Zeit hatte, sich gedanklich mit dem Thema auseinanderzusetzen und zudem auch noch über umfangreichere Informationen über den Gesundheitszustand von Vater und Kind vorliegen hatte.

Den Gesundheitszustand des Kindes entnehme ich aus der Pressemitteilung.

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Das wäre mir als Richter nun doch zu oberflächlich. Ein medizinisches Gutachten wird schon vorgelegen haben.

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Christianus
Übrigens gibt es Fragen, die stellt man m.E. nach einfach nicht:
... nun Clown99, kam, Pegasos, Bleze - wie hättet ihr euch verhalten - ich meine in der Rolle des Vaters?

... doch, lieber Christianus - die Frage muß sich der Richter stellen, wenn er die Aufgabe hat, ein Urteil zu fällen -

 

und natürlich -

 

müssen auch wir uns die Frage gefallen lassen, wenn wir darüber diskutieren wollen - es sei denn, wir begnügen uns mit einer Theorie!

 

(immerhin geht es darum, daß da ein Mensch, - nämlich der Vater, - für 6 Jahre hinter Gittern landen soll!)

Immerhin geht es nach der klassischen Definition, des RStGB um eine vorsätzliche Tötung und damit um Mord! Sich diese Frage zu stellen heißt, es in sich zu ermöglich; sie anderen zustellen, heißt diese in Versuchung zu führen... :lol:

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Bei uns gibt es aber diese Differenzierung nicht mehr. Seit der Nazizeit ist Totschlag eine normale vorsätzliche Tötung und Mord eine vorsätzliche Tötung, die bestimmte Merkmale der Tatausführung oder bestimmte bestimmende Motive aufweist. Tatausführung: z. B. Grausamkeit, gemeingefährliches Mittel, Heimtücke; Motive: Mordlust, Befriedigung des Geschlechtstriebes, Ermöglichung oder Verdeckung einer anderen Straftat, niedere Beweggründe, Habgier, ...

 

Sorry, ich habe mich nicht durch den ganzen Thread gelesen, nur immer mal was dazugeschrieben.

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