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Harald Schmidt liest Ratzinger


Sokrates
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Köstlich. Harald Schmidt gibt einInterview im Spiegel, in dem er sich offenbar subtil über den neuerwachten Papstnationalismus in Deutschland lustig macht. Uns Freunde von kathnet aber kriegen die Ironie nicht mit und titeln: Harald Schmidt: 'Interessiere mich für Schriften Kardinal Ratzingers'

 

:lol:

 

Ich überlege, wie dick das Brett vor dem Kopf sein muss, um die triefende Ironie nicht zu merken:

 

Aber ich bringe jene Schicksalsergebenheit mit, die das Land jetzt braucht. Also wandle ich - durchaus harmonisch und den Ratzinger unterm Arm - durchs kälter werdende Deutschland.
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Ja, Lachen ist der Anfang vom Abstieg n die Hölle, oder? :lol:

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Hier das Interview im Spiegel:

 

Teil 1

Teil 2

 

:lol:

Daraus:

SPIEGEL: ... weil Sie mit ARD-Witzen nur noch den Masochismus Ihrer neuen Arbeitgeber bedienen würden.

 

Schmidt: Schlimmer: Ich glaube, dass alle ARD-Witze bereits gemacht wurden. Soll ich mich etwa über Volksmusik-Shows lustig machen? Soll ich das Greisenalter des ARD-Publikums verhöhnen - jetzt, da ich selber an die Altersgrenze heranrücke? Für mich sitzen in deutschen Talkshows viel zu viele Leute mit einem Monatseinkommen von 20 000 Euro herum, die denen mit 2000 sagen, sie müssten den Gürtel enger schnallen. Das ist aber kein ARD-Phänomen. Ich persönlich interessiere mich deshalb nur noch für klassenübergreifende Großthemen: den vorpolitischen Zustand, Werte in Zeiten des Umbruchs, Europa, die Schriften Kardinal Ratzingers.

 

SPIEGEL: Was in der Konsequenz bedeutet, dass Sie nicht mal mehr Papst-Witze machen.

 

Schmidt: Die wären ein eindeutiges Zeichen von Provinzialität. Das wäre mir zu billig. Aber diese Mischung aus Ratzinger-Purismus und Kapitalismuskritik fängt an, in mir zu reagieren wie Sauerteig.

 

SPIEGEL: Quillt schon was?

 

Schmidt: Und wie! In mir gärt es. Die Frage ist nur, ob ich's rechtzeitig gebacken kriege. Spätestens zur Fußball-WM wird die Republik in einen kollektiven Taumel verfallen. In den wenigen Shows, die ich bis dahin noch für die ARD bestreiten darf, kann ich nur versuchen sicherzustellen, dass jeder, der dann vorbeihuscht, von mir ein Handy oder wenigstens eine Landleberwurst in die Hand gedrückt bekommt. Berlin wünscht: Binnenkonjunktur ankurbeln.

 

SPIEGEL: So viel zu den Werten ...

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Ja, Lachen ist der Anfang vom Abstieg n die Hölle, oder? :)

Guter Spruch. Im Himmel gibts vermutlich nichts mehr zu lachen. :lol:

 

 

 

 

 

Höllische Grüße

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Einsteinchen

Ich frage mich nur, warum es in der Hölle Höllenqualen gibt. Was für perverses Ansinnen ist in den Teufeln, daß sie einen mit Schwefel übergießen, und einem das Leben zur Hölle machen.

Sie sind doch frei, von Gott, sie können doch machen, was sie wollen, ein Reich der Liebe.

 

(Das sage ich für den Fall, daß ich in die Hölle komme)

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Ich frage mich nur, warum es in der Hölle Höllenqualen gibt. Was für perverses Ansinnen ist in den Teufeln, daß sie einen mit Schwefel übergießen, und einem das Leben zur Hölle machen.

Sie sind doch frei, von Gott, sie können doch machen, was sie wollen, ein Reich der Liebe.

 

(Das sage ich für den Fall, daß ich in die Hölle komme)

Meinst Du denn, die Teufel lesen hier im Forum mit?

 

Als mitlesender Gott wäre ich ja nun ein bischen angefressen:

Ein Reich der Liebe erst möglich, wenn man Gott los geworden ist? Was das denn? Und überhaupt - wie jetzt - "Sie sind doch frei, von Gott" - hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich allmächtig bin? :lol:

 

Naja, denke ich mir halt so, aber ich bin ja kein Gott, insbesondere kein mitlesender. :)

 

 

Gruß Ralf

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Ja, Lachen ist der Anfang vom Abstieg n die Hölle, oder? :lol:

Vielleicht... vielleicht auch nicht...

 

"Lachen tötet die Furcht und ohne Furcht kann es keinen Glauben geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr."

aus: Der Name der Rose

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Einsteinchen

Bei den charismatischen Gruppen gibt es das holy laughter, da wälzen sich die Leute am Boden und lachen wie die Irren.

 

Die einen sagen, es kommt vom Heiligen Geist.

Die anderen sagen, es kommt vom Teufel.

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Hier und hier wird vom Osterlachen berichtet - ein Brauch etwa seit dem Mittelalter, von den Protestanten schwer bekämpft.

 

Ja, ich dachte auch an den Namen der Rose, Pegasos. :lol:

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Auf die Frage, warum er nicht mal Papst-Witze mache, meinte der Fernsehstar: "Die wären ein eindeutiges Zeichen von Provinzialität. Das wäre mir zu billig.(...)"

 

Unbestätigten Gerüchten zufolge soll der Papst erklärt haben, in seinen Predigten ebenfalls auf Harald-Schmidt-Witze zu verzichten.

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OneAndOnlySon

Das Osterlachen gibt's immernoch! Ich hatte in meiner ehemaligen Schule einen Kumpel, der Ministrant war. In der Gemeinde haben noch vor 5 Jahren (heute wahrscheinlich auch noch) die Messdiener am Ende der Osternacht immer irgendeine Gaudi veranstaltet. Zum Beispiel: Alle Minis sind bei der Kommunion in der Sakristei verschwunden und dann zum/beim Segen in Weihnachtsmannkostümen mit Spotlight unter lauter Musik und Boxwettkampfansage ("Maaaaartiiiiiiiiiiiiiiin Meeeeeeeeeeiiiiiiiieeeeeeer") von hinten wieder in die Kirche eingezogen.

 

Eigentlich müsste sowas wieder in mehr Gemeinden stattfinden, denn selbst Lukas erzähl in der Apostelgeschichte kleine Anekdoten zum Schmunzeln.

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Ja, ab und zu ein Spaß wäre schon nicht schlecht (Norbert Blüm hat mit seinen Ministrantenkumpels mal Schießpulver ins Weihrauchfaß getan oder auch schon mal beim Inzensieren den Pfarrer "berührt"), aber da würden einige hier total ausrasten. Unsere allseits schon bekannte Frau L hat sich doch sogar neulich beschwert, daß manche schon beim Rausgehen miteinander gequatscht haben, da das doch schließlich immer noch ein Andachtsraum ist...

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Ich weiß nicht, was die Leute an Harald Schmidt so witzig und toll finden. Das Original (Larry King auf CNN) finde ich weitaus witziger. Mir gehen diese Kopien US-amerikanischer Erfolgssendungen nur noch auf den Zeiger.

(Halt, ich habe mich vertan: das ist Jon Steward mit seiner "Daily Show")

Edited by Platona
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Ich weiß nicht, was die Leute an Harald Schmidt so witzig und toll finden.
Geht mir genau wie dir. Ich finde ihn ziemlich öde (das Original kenne ich allerdings nicht).
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Harald Schmidt ist schon lange keine Kopie us-amerikanischer Latenight-Shows mehr. (Und du meinst wohl Letterman oder Leno, oder? Larry King macht eine Interview-Sendung...)

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Ich weiß nicht, was die Leute an Harald Schmidt so witzig und toll finden. Das Original (Larry King auf CNN) finde ich weitaus witziger. Mir gehen diese Kopien US-amerikanischer Erfolgssendungen nur noch auf den Zeiger.

 

 

 

Ich finde Harald Schmidt ätzend und antipathisch. Larry King ist allerdings nicht nur witzig (im Gegensatz zu Schmidt), sondern spielt schon auch in einer ganz anderen Liga. Wenn ich jemanden als Schmidt-Vorbild vorstellen kann, dann eher Letterman oder Leno.

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