Jump to content

Eifersucht


Chueni
 Share

Recommended Posts

Ich frage mich, ob es dazu einen eindeutigen christlichen Standpunkt geben kann. Durch die Bevorzugung der Ehe als Partnerschaft und die lebenslange Treue gibt es eigentlich gar keinen Platz für Eifersucht. Wenn jetzt aber Anlaß zur Eifersucht besteht, was dann? Wird das verurteilt oder hat der eifersüchtige Partner irgendwie „Recht“, wenn er auf einen Treuebruch reagiert – selbst wenn es nur ein Flirt ist?

 

Ein bisschen Eifersucht dient wohl dem Selbsterhaltungstrieb und wird ja auch oft als Liebesbeweis verstanden. Aber Eifersucht im Exzess artet doch aus in Machtsucht und dem Versuch, einen anderen Menschen besitzen zu können. War Eifersucht zB bei einem Mord im Spiel, redet man von „niedrigem“ Tatmotiv, und bestraft den Täter härter, oder irre ich mich da? (Bin nicht so auf dem laufenden betreffend Deutscher Rechtssprechung.) Prallen da wieder mal Wertvorstellung Religion/Staat aufeinander?

 

Welchen Platz nimmt die Eifersucht in eurer Moral ein?

 

Grüße,

Link to comment
Share on other sites

Einsteinchen

Eifersucht kommt in den besten Kreisen vor. Zum Beispiel bei Gott.

Link to comment
Share on other sites

Ich frage mich, ob es dazu einen eindeutigen christlichen Standpunkt geben kann. Durch die Bevorzugung der Ehe als Partnerschaft und die lebenslange Treue gibt es eigentlich gar keinen Platz für Eifersucht. Wenn jetzt aber Anlaß zur Eifersucht besteht, was dann? Wird das verurteilt oder hat der eifersüchtige Partner irgendwie „Recht“, wenn er auf einen Treuebruch reagiert – selbst wenn es nur ein Flirt ist?

 

Ein bisschen Eifersucht dient wohl dem Selbsterhaltungstrieb und wird ja auch oft als Liebesbeweis verstanden. Aber Eifersucht im Exzess artet doch aus in Machtsucht und dem Versuch, einen anderen Menschen besitzen zu können. War Eifersucht zB bei einem Mord im Spiel, redet man von „niedrigem“ Tatmotiv, und bestraft den Täter härter, oder irre ich mich da? (Bin nicht so auf dem laufenden betreffend Deutscher Rechtssprechung.) Prallen da wieder mal Wertvorstellung Religion/Staat aufeinander?

 

Welchen Platz nimmt die Eifersucht in eurer Moral ein?

 

Grüße,

Nestroy schrieb: "Die Eifersucht ist eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. "

 

Ich denke dass Eifersucht ein Zeichen von mangelndem Vertrauen ist.

Link to comment
Share on other sites

Einsteinchen

Wie ist dann die Eifersucht Gottes zu betrachten, der Israel als ehebrecherisches Volk bezeichnet und ganz rabiat wird, wenn man andere Götter verehrt?

Link to comment
Share on other sites

Hallo zusammen,

 

Eifersucht in homöopathischer Dosis angewand, ist glaube ich, wichtig für eine Beziehung. Zeigt doch sie dem Partner, das das zusammenleben mit ihm keine Selbstverständlichkeit ist, sondern sehr Wertvoll ist. So Wertvoll, das man Angst hat, dieses zu verlieren.

 

Eifersucht hat auch noch einen anderen Zweck: Wenn meine Freundin z.B. auf das ein oder andere Hobby eifersüchtig wird (Sätze wie: "Du verbringst mehr Zeit im Forum als mit mir!") kann das auch ein Hinweiß darauf sein, das sich mglw. Prioritäten verschoben haben.

 

Hier gilt wieder der Satz von Paracelsus: Die Dosis macht das Gift.

 

Hierzu eine Anekdote.

 

Mit meiner letzten Freundin ging ich so durch die Stadt, es war Sommer und sah eine junge korpulente Dame, die viel zu Sommerlich für ihre Figur gekleidet war. Ich dachte so laut vor mich hin: "Ein längerer Rock und ein weiteres Oberteil würde ihr besser stehen." Ein greller, ohrenbetäubender Schrei zerschnitt die Luft "Schau den anderen Mädels nicht hinterher!" Also mal Ehrlich. Wenn das Mädel atraktiv und sexy gewesen wäre, und ich angefangen hätte zu sabbern, hätte ich meine Ex ja verstanden. Aber so? Leute ich glaube ich brauche erst ne Gerauchsanweisung um die Frauen zu verstehen.

 

Gruß!

Frank

Edited by Frank
Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Hallo zusammen,

 

Eifersucht in homöopathischer Dosis angewand, ist glaube ich, wichtig für eine Beziehung. Zeigt doch sie dem Partner, das das zusammenleben mit ihm keien Selbstverständlichkeit ist, sondern sehr Wertvoll ist. So Wertvoll, das man Angst hat, dieses zu verlieren.

 

Eifersucht hat auch noch einen anderen Zweck: Wenn meien Freundin z.B. auf das ein oder ander Hobby eifersüchtig wird (Sätze wie: "Du verbringst mehr Zeit im Forum als mit mir!") kann das auch ein Hinweiß darrauf sein, das sich mglw. Prioritäten verschoben haben.

 

Hier gilt wieder der Satz von Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Hierzu eine Anekdote.

 

Mit meiner letzten Freundin ging ich so durch die Stadt, es war Sommer und sah eine junge korpulente Dame, die viel zu Sommerlich für ihre Figur gekleidet war. Ich dachte so laut vor mich hin: "Ein längerer Rock und ein weiteres Oberteil würde ihr besser stehen." Ein greller, ohrenbetörender Schrei zerschnitt die Luft "Schau den anderen Mädels nicht hinterher!" Also mal Ehrlich. Wenn das andere Mädel atraktiv und sexy gewesen wäre und ich angefangen hätte zu sabbern, hätte ich meine Ex ja verstanden. Aber so? Leute ich glaube ich brauche erst ne Gerauchsanweisung um die Frauen zu verstehen.

 

Gruß!

Frank

Ich gehe noch einen Schritt weiter - wenn man gar nicht eifersüchtig ist, ist das nahezu eine Missachtung der Partnerin/des Partners. Man traut ihr/ihm nicht (mehr) zu, auch für jemanden anderen attraktiv, anziehend, begehrenswert zu sein

Link to comment
Share on other sites

Hallo zusammen,

 

Eifersucht in homöopathischer Dosis angewand, ist glaube ich, wichtig für eine Beziehung. Zeigt doch sie dem Partner, das das zusammenleben mit ihm keien Selbstverständlichkeit ist, sondern sehr Wertvoll ist. So Wertvoll, das man Angst hat, dieses zu verlieren.

 

Eifersucht hat auch noch einen anderen Zweck: Wenn meien Freundin z.B. auf das ein oder ander Hobby eifersüchtig wird (Sätze wie: "Du verbringst mehr Zeit im Forum als mit mir!") kann das auch ein Hinweiß darrauf sein, das sich mglw. Prioritäten verschoben haben.

 

Hier gilt wieder der Satz von Paracelsus: Die Dosis macht das Gift. Hierzu eine Anekdote.

 

Mit meiner letzten Freundin ging ich so durch die Stadt, es war Sommer und sah eine junge korpulente Dame, die viel zu Sommerlich für ihre Figur gekleidet war. Ich dachte so laut vor mich hin: "Ein längerer Rock und ein weiteres Oberteil würde ihr besser stehen." Ein greller, ohrenbetörender Schrei zerschnitt die Luft "Schau den anderen Mädels nicht hinterher!" Also mal Ehrlich. Wenn das andere Mädel atraktiv und sexy gewesen wäre und ich angefangen hätte zu sabbern, hätte ich meine Ex ja verstanden. Aber so? Leute ich glaube ich brauche erst ne Gerauchsanweisung um die Frauen zu verstehen.

 

Gruß!

Frank

Ich gehe noch einen Schritt weiter - wenn man gar nicht eifersüchtig ist, ist das nahezu eine Missachtung der Partnerin/des Partners. Man traut ihr/ihm nicht (mehr) zu, auch für jemanden anderen attraktiv, anziehend, begehrenswert zu sein

Du meinst also, wenn Mann/ Frau gar nicht Eiversüchtig ist, heißt das im Klartext: "Du bist so unatracktiv und langweilig, für dich interessiert sich eh keiner. Nur ich armer Trottel bleibe bei dir"

JA so gesehen, wäre mangelnde Eiversucht in der Tat ein Zeichen der Mißachtung.

Link to comment
Share on other sites

Wie ist dann die Eifersucht Gottes zu betrachten, der Israel als ehebrecherisches Volk bezeichnet und ganz rabiat wird, wenn man andere Götter verehrt?

Mir scheint, dass die menschliche Sprache hier etwas Gott zuschreibt, was nicht Eifersucht in diesem Sinne ist.

 

Die "Eifersucht" Gott bedeutet m.e. dass Gott nicht will, dass die Seele des Menschen verdorben wird. Gott wacht über dem Menschen, Gott will sein Bestes. ER möchte, dass der Mensch vor Götzen und Irrwegen bewahrt bleibt, weil ER das Beste für den Menschen will.

Link to comment
Share on other sites

Eifersucht in homöopathischer Dosis angewand, ist glaube ich, wichtig für eine Beziehung. Zeigt doch sie dem Partner, das das zusammenleben mit ihm keine Selbstverständlichkeit ist, sondern sehr Wertvoll ist. So Wertvoll, das man Angst hat, dieses zu verlieren.

Ich denke nicht, dass Eifersucht wichtig ist für eine Beziehung, egal in welcher Dosis.

 

Eifersucht ist eine Form von Egoismus, von "Ich will das haben, und nur mir alleine soll es gehören."

Es ist auch eine Form von Angst: "Wenn Du nach anderen schaust, bin ich Dir wohl nicht (mehr) viel wert."

 

Das zeigt zwar auch, dass dem Eifersüchtigen die Beziehung wertvoll ist, aber da gibt es andere, bessere Möglichkeiten, dem Partner zu zeigen, wie viel er mir wert ist, wie wichtig die Beziehung ist.

 

Hier die Wikipedia-Definition von Eifersucht.

Link to comment
Share on other sites

Hallo Gabriele,

 

ich glaube da Wikipedia Eifersucht zu negativ definiert. Wenn Mensch Angst hat den Partner zu verlieren, ist das in erster Linie Ausdruck der Wertschätzung.

 

Die Gefahr, das bei Eifersucht von der Wertschätzung zum Egoismus kippt besteht, da hast du ja recht. Die Frage ist, wo ist die Grenze. Wenn Mensch auf alles und jedes, das die Aufmerksamkeit vom Partner zieht Eifersüchtig ist, ist die Granze bestimmt überschritten. Ich traue es mir jedoch nict zu, diese Grenze schärfer zu definieren.

 

Das es andere Formen gibt diese Wertschätzung zu zeigen, ist richtig. Und wenn ich meiner Freundin durch aufmerksamkeiten zeige, was sie mir bedeutet ist das bestimmt Wertvoller. Da hast du recht. Wenn die Eifersucht ganz ausbleibt, besteht aber auch die Gefahr der Geringschätzung. So wie es Wolfgang beschrieben hat.

 

Gruß!

Frank

Link to comment
Share on other sites

Hallo Gabriele,

 

ich glaube da Wikipedia Eifersucht zu negativ definiert. Wenn Mensch Angst hat den Partner zu verlieren, ist das in erster Linie Ausdruck der Wertschätzung.

Hallo Frank,

 

nein, ich denke nicht, dass die Definition zu negativ ist. Angst ist ja auch ein negatives Gefühl, auch dann nicht, wenn einzelne Auswirkungen positiv sein können. So sehe ich auch die Eifersucht.

 

Chueni fragte:

  Eifersucht

Sünde oder Tugend?

 

Welchen Platz nimmt die Eifersucht in eurer Moral ein?

Für mich ist Eifersucht ein Gefühl, das ich nicht moralisch bewerte.

Das Weinen eines Kindes, das Angst hat, seine Mutter zu verlieren, kann ich genauso wenig moralisch bewerten.

 

Bewerten liesse sich höchstens die Auswirkungen.

 

Liebe Grüße, Gabriele

Link to comment
Share on other sites

Es ist wie mit allen Leidenschaften.

Sind sie "ungeordnet", sind sie schädlich.

 

Das Wort "Sucht" drückt es aus.

 

Eine geordnete Eifersucht... müsste jedenfalls anders heißen. Es wäre dann ja keine Sucht mehr.

:):lol: ähm... oder wie?

Link to comment
Share on other sites

Einsteinchen

Um das Wort "Sucht" zu vermeiden, wie wäre es mit "gelbes Gefühl"

Edited by Einsteinchen
Link to comment
Share on other sites

Die Eifersucht kann ein loderndes Begehren und Eifern im Herzen des Menschen werden, so dass sie ihn fast verzehrt und aufreibt. Meist peinigen wir dabei den von uns geliebten Menschen bis aufs Blut. Ja, die Eifersucht kann sogar Hass, Verrat, in manchen Fällen Totschlag gebären. Unendlich viel Not und Leid ist schon im Zusammenleben von Menschen aus dieser Wurzel der Eifersucht erwachsen – sie richtet Zerstörungen in Familien, im Berufsleben bis hin in die Gemeinde Gottes an.

 

Werden wir nicht erlöst von diesem sündigen Eifern, etwa dass uns die einzige und erste Liebe eines Menschen zuteil werde, gehen wir daran innerlich zugrunde und nimmt es unserem Leben die Frucht. Denn wo Eifersucht uns beherrscht, macht sie uns unfähig, für Gott und Sein Reich zu eifern.

 

So müssen wir um jeden Preis von dieser Sünde der Eifersucht frei werden, denn mit ihrem lodernden, verzehrenden Eifer schattet sie vor, wie solch höllisches Begehren uns einst im Reich der Finsternis an Leib und Seele aufreiben kann.

 

Davor will uns Gott in Seiner Liebe bewahren. Jesus will und kann uns von der Eifersucht - und wenn sie wie Feuer in unserem Herzen brennt – befreien durch Seine Erlösung. Doch dazu gehört auch ein echter Kampf unsererseits gegen diese verheerende Sünde.

Es geht dabei um eine ganz bewusste Absage gegen solch sündiges Begehren:

 

„Ich will nichts haben, was Du, mein Gott,

mir nicht gibst. Wenn Du mir die Liebe dieses

Menschen nicht gibst, will ich sie nicht haben.

Ich gebe ihn Dir hin.“

 

Nur wenn du den Menschen und den Anspruch auf seine Liebe immer neu hergibst und tatsächlich auf den Altar legst, kann Gott dir helfen. Sonst sind wir wie ein Kranker, dem nicht geholfen werden kann – und gäbe man ihm die beste Medizin -, weil er seine krankheits- fördernde Umgebung nicht wechseln will. So geht es darum, den Menschen, auf dessen Liebe und Anerkennung wir eifersüchtig bedacht sind, gänzlich loszulassen. Das heisst, nicht zu kontrollieren, ob er mit jemand anderem zusammen ist, diesem Liebe erweist – auch sonst keinen Anspurch auf ihn geltend zu machen.

 

Jesus kann nur den frei machen, der frei werden will und dazu dies Zeichen der Willigkeit gibt. Anders wird uns der Strick, der an einen Menschen bindet, mehr und mehr an Satan und sein Reich binden. Es geht ums Ganze. Solche Eifersucht ist ja ein Zeichen, dass wir Jesus nicht wahrhaft lieben und „fleischlich“ sind. „Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?“ (1. Kor. 3,3). Über fleischliche Begehren spricht aber die Heilige Schrift ein furchtbares Urteil aus, dass solche nicht in das Reich Gottes kommen werden.

 

Wo uns jedoch ein heiliges Erschrecken über die Eifersucht in die Reue brachte, wird sie ihre Macht über uns verlieren. Dann kann das Blut des Lammes, das rein macht von aller Sünde, mehr und mehr seine Macht offenbaren. Dieses erlösende Blut Jesu, wenn es über der Sünde der Eifersucht ausgerufen wird, und zwar immer wieder, hat die Kraft, von dieser Vergiftung zu lösen. Jesus ist stärker als die Mächte in uns, Sein Sieg hat sie zum Sterben verdammt. Wo die sündige, gebundene Liebe in den Tod Christ gegeben wird, steht in der Seele eine neue, göttliche Liebe auf, aus Jesus geboren, die frei ist von Bindungen an Menschen und menschlichem Eifer und darum uns selbst und andere glücklich macht. Jesus hat uns diese Liebe erworben. Er will sie denen schenken, die willig ihre sündige Liebe in den Tod geben und im Glauben die uns erworbene Gerechtigkeit Jesu, Seine Liebe annehmen. Nur solche werden eingehen in die Gottestadt und in Seine Herrlichkeit, die – wie geschrieben steht – zu Überwindern wurden in ihrem Kampf mit der Sünde.

 

Verfasser: M. Basilea Schlink – „So wird man anders“ Verlag: Evangelische Marienschwesternschaft, Darmstadt – ISBN 3 87209 282 0

Edited by beegee
Link to comment
Share on other sites

Hallo Gabriele,

 

ich glaube da Wikipedia Eifersucht zu negativ definiert. Wenn Mensch Angst hat den Partner zu verlieren, ist das in erster Linie Ausdruck der Wertschätzung.

Hallo Frank,

 

nein, ich denke nicht, dass die Definition zu negativ ist. Angst ist ja auch ein negatives Gefühl, auch dann nicht, wenn einzelne Auswirkungen positiv sein können. So sehe ich auch die Eifersucht.

 

So gesehen, hast du recht. Angst ist einerseits ein Schutzmechanismus, sie warnt vor Gefahren, da sie aber der Schlüsselreiz für Fluchtreaktionen ist, ist sie in erster Linie ein negatives Gefühl (der Gedanke, das das Fehlen von Angst per se auch gefährlich und somit keinesfalls positiv ist würde, glaube ich zuweit vom Thema wegführen). So ist es auch mit der Angst, seinen Partner an einen anderen Menschen zu verlieren.

 

 

Eine geordnete Eifersucht... müsste jedenfalls anders heißen. Es wäre dann ja keine Sucht mehr.

  ähm... oder wie?

 

Wenn man Eifersucht als "Angst vor dem Verlust des Partners" definiert, greift der Begriff auch dann, wenn sie in ein gesundes Maß geordnet ist. Bei Ängsten ist es: Bis zu einem gewißen Grad, ist sie gesund, wenn sie übersteuert ist wird sie zur Phobie, wird sie pathologisch. Pathologische eifersucht ist genau so zu sehen. Meine Mutter hatte Panik, wenn sie nur Hunde gesehen hat. das ist jetzt auf ein gesundes Maß zurück gegangen. Sie hat ein heiden respekt, würde auch keienn Hund, den sie nicht kenn t anfassen bekommt aber keine Panikattacken. So ähnlich ist es mit der Eifersucht. Wenn meine Freundin sich mit einem anderen Mann sehr intensiv beschäftigt viel Zeit mit ihm verbringt, und dann die Frage auftaucht, "Läuft da was?" kann das noch im gesunden Maß liegen. Wenn ichihr eine Szene mache, wenn sie einen fremden Mann auch nur ansieht (siehe meine Geschichte weiter oben) ist die Grenze zum Pathologischen erreicht.

Also der Begriff "Eifersucht" zieht in jedem Fall.

Link to comment
Share on other sites

Die Eifersucht kann ein loderndes Begehren und Eifern im Herzen des Menschen werden, so dass sie ihn fast verzehrt und aufreibt. Meist peinigen wir dabei den von uns geliebten Menschen bis aufs Blut. Ja, die Eifersucht kann sogar Hass, Verrat, in manchen Fällen Totschlag gebären. Unendlich viel Not und Leid ist schon im Zusammenleben von Menschen aus dieser Wurzel der Eifersucht erwachsen – sie richtet Zerstörungen in Familien, im Berufsleben bis hin in die Gemeinde Gottes an.

 

Werden wir nicht erlöst von diesem sündigen Eifern, etwa dass uns die einzige und erste Liebe eines Menschen zuteil werde, gehen wir daran innerlich zugrunde und nimmt es unserem Leben die Frucht. Denn wo Eifersucht uns beherrscht, macht sie uns unfähig, für Gott und Sein Reich zu eifern.

 

So müssen wir um jeden Preis von dieser Sünde der Eifersucht frei werden, denn mit ihrem lodernden, verzehrenden Eifer schattet sie vor, wie solch höllisches Begehren uns einst im Reich der Finsternis an Leib und Seele aufreiben kann.

 

Davor will uns Gott in Seiner Liebe bewahren. Jesus will und kann uns von der Eifersucht - und wenn sie wie Feuer in unserem Herzen brennt – befreien durch Seine Erlösung. Doch dazu gehört auch ein echter Kampf unsererseits gegen diese verheerende Sünde.

Es geht dabei um eine ganz bewusste Absage gegen solch sündiges Begehren:

 

„Ich will nichts haben, was Du, mein Gott,

mir nicht gibst. Wenn Du mir die Liebe dieses

Menschen nicht gibst, will ich sie nicht haben.

Ich gebe ihn Dir hin.“

 

Nur wenn du den Menschen und den Anspruch auf seine Liebe immer neu hergibst und tatsächlich auf den Altar legst, kann Gott dir helfen. Sonst sind wir wie ein Kranker, dem nicht geholfen werden kann – und gäbe man ihm die beste Medizin -, weil er seine krankheits- fördernde Umgebung nicht wechseln will. So geht es darum, den Menschen, auf dessen Liebe und Anerkennung wir eifersüchtig bedacht sind, gänzlich loszulassen. Das heisst, nicht zu kontrollieren, ob er mit jemand anderem zusammen ist, diesem Liebe erweist – auch sonst keinen Anspurch auf ihn geltend zu machen.

 

Jesus kann nur den frei machen, der frei werden will und dazu dies Zeichen der Willigkeit gibt. Anders wird uns der Strick, der an einen Menschen bindet, mehr und mehr an Satan und sein Reich binden. Es geht ums Ganze. Solche Eifersucht ist ja ein Zeichen, dass wir Jesus nicht wahrhaft lieben und „fleischlich“ sind. „Solange nämlich Eifersucht und Streit und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und wandelt nach Menschenweise?“ (1. Kor. 3,3). Über fleischliche Begehren spricht aber die Heilige Schrift ein furchtbares Urteil aus, dass solche nicht in das Reich Gottes kommen werden.

 

Wo uns jedoch ein heiliges Erschrecken über die Eifersucht in die Reue brachte, wird sie ihre Macht über uns verlieren. Dann kann das Blut des Lammes, das rein macht von aller Sünde, mehr und mehr seine Macht offenbaren. Dieses erlösende Blut Jesu, wenn es über der Sünde der Eifersucht ausgerufen wird, und zwar immer wieder, hat die Kraft, von dieser Vergiftung zu lösen. Jesus ist stärker als die Mächte in uns, Sein Sieg hat sie zum Sterben verdammt. Wo die sündige, gebundene Liebe in den Tod Christ gegeben wird, steht in der Seele eine neue, göttliche Liebe auf, aus Jesus geboren, die frei ist von Bindungen an Menschen und menschlichem Eifer und darum uns selbst und andere glücklich macht. Jesus hat uns diese Liebe erworben. Er will sie denen schenken, die willig ihre sündige Liebe in den Tod geben und im Glauben die uns erworbene Gerechtigkeit Jesu, Seine Liebe annehmen. Nur solche werden eingehen in die Gottestadt und in Seine Herrlichkeit, die – wie geschrieben steht – zu Überwindern wurden in ihrem Kampf mit der Sünde.

 

Verfasser: M. Basilea Schlink – „So wird man anders“ Verlag: Evangelische Marienschwesternschaft, Darmstadt – ISBN 3 87209 282 0

Ja, die Eifersucht kann zum lodernden Feuer werden. Die Haß und die daraus erfolgenden Handlungen erwachsen läßt.

 

Sie kann, muß aber nicht. Eifersucht auf Besitzstandsdenken zusammen zustutzen, ist Meiner Meinung verkürzt.

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...