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Öffnen der Ortsgemeinde für Neue


soames
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Liebe GG-Diskutanten,

 

wir hatten heute Gemeindeforum. Als Diasporagemeinde ist es für uns wichtig, daß neu zuziehende Kontakt finden. Unsere Gemeinde ist recht stabil, aber das kann natürlich auch Neulingen den Zugang erschweren.

 

In der Diskussion stellten sich diverse Anregungen ein: z. B. der Vorschlag, daß in der Sonntagsmesse in den Verkündungen ein Treffpunkt angegeben wird ("nach der Messe rechts neben der Kirchentür") für Leute, die im Anschluß miteinander Frühstück essen wollen, um erste Kontakte in der Gemeinde zu knüpfen, damit man sich auch auf eine Gemeinschaft mit anderen Menschen freuen kann, wenn man zur Feier des Allerheiligsten geht. Gibt es in Euren Gemeinden mit soetwas Erfahrungen? Wie läuft/lief bei Euch die Kontaktaufnahme und das Hineinwachsen in die konkrete Gemeinde ab?

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Lieber Soames!

 

Es ist zwar keine direkte Antwort auf Deine Fragen, aber ich hab mal gelesen, dass sich das Wort "Pfarrei" ethymologisch von "Pferch" (was allerdings wieder von parochia stammt) herleitet.

 

Das wäre zwar bestimmt nicht der Idealfall, aber es beschreibt die Realität ganz gut. Nicht immer, aber immer wieder.

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Liebe GG-Diskutanten,

 

wir hatten heute Gemeindeforum. Als Diasporagemeinde ist es für uns wichtig, daß neu zuziehende Kontakt finden. Unsere Gemeinde ist recht stabil, aber das kann natürlich auch Neulingen den Zugang erschweren.

 

In der Diskussion stellten sich diverse Anregungen ein: z. B. der Vorschlag, daß in der Sonntagsmesse in den Verkündungen ein Treffpunkt angegeben wird ("nach der Messe rechts neben der Kirchentür") für Leute, die im Anschluß miteinander Frühstück essen wollen, um erste Kontakte in der Gemeinde zu knüpfen, damit man sich auch auf eine Gemeinschaft mit anderen Menschen freuen kann, wenn man zur Feier des Allerheiligsten geht. Gibt es in Euren Gemeinden mit soetwas Erfahrungen? Wie läuft/lief bei Euch die Kontaktaufnahme und das Hineinwachsen in die konkrete Gemeinde ab?

Meine Erfahrungen als "dazugehöriges" Pfarreimitglied waren, daß Neue kaum zum "Kirchenkaffee" kamen, den der PGR damals ausgeheckt hatte - und meine Erfahrungen als anderswo Neuzugezogene bei einer ähnlichen Veranstaltung waren, daß ich still und unbeachtet in einer Ecke meinen Tee nippte, während die Dazugehörigen sich angeregt über Dazugehörigenthemen unterhielten. Ich war dann auch kein zweites Mal da...

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OneAndOnlySon

Sehr gute Erfahrungen gibt es in meiner Umgebung damit, dass der Pfarrer oder ein Team vom KGR zu allen Hinzugezogenen geht und sie Willkommen heißt.

Für mich ist das die beste Lösung, um "Neue" in die Gemeinde zu integrieren.

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ich bin ja in keiner teritorialen pfarrgemeinde sondern eben in einer kapelle wo der alte ritus gefeiert wird da habe ich von anfang an ein sehr herzliches verhältbis zueinander erlebt in einer normalen pfarre, ich frag mal ganz blöd kann es da echt sein daß es leute gibt die nur zur messe kommen und dann unerkannt wieder gehn über längere zeit meine ich

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Wo ist das Problem?

Man braucht keine besonderen Aktivitäten; es reicht vollkommen aus, auf Neue bzw. Fremde aktiv zuzugehen, die Hand zu reichen und deutlich zu machen, daß sie willkommen sind. Wenn man sie nur aus der Ferne anstarrt und sich darüber Gedanken macht, wer das wohl sei, muß man sich nicht wundern, wenn sie woanders hingehen.

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In unsrer Gemeinde wechselt der statistische Mitgliederbestand durch Zu- und Wegzüge um jährlich 20 %. Als Einsteigerangebote gibt es monatlich einmal sonntags "Frühschoppen" nach dem Familiengottesdienst (Bier, Saft, Schnittchen, Süßigkeiten). Zuständig ist immer eine andere Familie, auch Neue werden gebeten. Die tun das in der Regel gern, da ja keine Dauerverpflichtung damit verbunden ist. Im Januar gibt es ein Familienwochende für Eltern/Kinder in der Bistumstagungsstätte. Da nehmen jedesmal über 100 Leute teil. Der Pfarrer lädt Neuzugezogene dazu persönlich ein. Das wird auch gut angenommen, denn die Neuen freuen sich ja überhaupt, gleich Kontakt zu finden. Nach dem Wochende sind sie nicht mehr neu. Bisher keine Lösung haben wir für für Singles. Grüße, KAM.

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wir haben alle zwei wochen "messe & mittagessen", d.h. nach der messe gibt es mittagessen, das eine gruppe aus der gemeinde vorbereitet hat. das wird sehr genutzt und hat dann immer so etwas von familie, die zusammen betet und gemeinsam isst.... ich weiß nicht, ob da auch neuzugezogene gemeindemitglieder ohne weiteres von alleine hin gehen würden, vielleicht is einfach der gute alte willkommens-hausbesuch mit persönlicher einladung nötig?

 

früher gabs bei uns mal 11-uhr-treffs nach der messe, als diese noch ne stunde früher war, da gabs dann getränke und nen dritte-welt-stand, war aber nicht so der renner...

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OneAndOnlySon

Für singles kann ich mir besonders Vorträge und Workshops vorstellen. Obwohl bei einem Vortrag die Kommunikation nur in eine Richtung erfolgt, können neue dadurch gut mit der Gemeinde vertraut werden.

Grundsätzlich sind halt für Singles Angebote interessanter, wo nicht die Familien mit ihren Kindern im Mittelpunkt stehen. Wenn Kinder- und Jugendgottesdienste angeboten werden, könnten doch ebenso Single- oder Erwachsenengottesdienste angeboten werden.

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Ich finde, dies ist ein sehr wichtiger Punkt in der Gemeindearbeit.

 

Unser früherer Pfarrer hat neue Gesichter am Ende des Gottesdienstes bei den Vermeldungen (bei einer kleinen Gemeinde geht das) immer direkt angesprochen, ob sie denn Gäste oder zugezogen sind und sie in der Gemeinde willkommen geheißen und dann natürlich draußen vor der Tür auch noch angesprochen. Dies ist zwar wirklich sehr direkt und einige waren erstmal perplex, daß es so etwas gibt, aber viele haben sich im Anschluß dafür bedankt und so viel schneller Fuß gefaßt, weil dann das Eis gebrochen war und auch andere Gemeindemitglieder die "Neuen" dann angesprochen haben. Hatten sich "Neue" schon vorab bei ihm gemeldet, dann hat er sie sowieso im Gottesdienst noch einmal vorgestellt und willkommen geheißen und natürlich zu Veranstaltungen (Gemeindefest, junge Familien -> die einzigen wirklichen Veranstaltungen hier und meist zogen auch nur junge Familien zu).

 

Unser jetziger Pfarrer ist da ganz anders. Er geht eigentlich nie vor die Tür und stellt auch keine Leute vor oder begrüßt sie. Da ist ja nun eigentlich die Gemeinde gefordert, aber der PGR macht da gar nichts und guckt höchstens von weiten mal und spricht dann erstmal nach ein paar Monaten kurz mit "Neuen", weil die Neugier dann doch treibt. Das finde ich etwas traurig. Wenn hier jetzt jemand zuzieht (hat doch abgenommen), dann sind das meist junge Familien und sie werden dann (aber meist auch erst nach einiger Zeit) von den anderen jungen Familien angesprochen.

 

Für Singles/Junge Erwachsene (vielleicht so ab 25) wäre das hier total schwer, aber da gibt es ja nicht einmal ein Angebot auf Dekanatsebene und von anderen Pfarreien wüßte ich auch nicht, daß es da etwas gibt.

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Achja, wir haben da noch das Gemeindeforum, was unregelmäßig und recht selten nach dem Sonntagsgottesdienst stattfindet. Da sollte es eigentlich Infos und Anregungen zum Gemeindeleben und etwas zu trinken geben. Das Forum ist nicht gerade gut besucht. Da kommen meist die, die sonst eh immer hilfreich zur Seite stehen und teilweise auch etwas in die Hand nehmen oder manche die einfach nur Präsenz (zB PGR-Vorsitzender) zeigen. Oft sind die Infos recht dürftig, denn vom PGR kommt da nie was, der Vertreter vom Dekanatsrat/Diözesanrat sagt immer irgendwas, was aber meist auch uninteressant ist und das Gemeindeleben nicht weiter berührt und meist eh in der Kirchenzeitung zu lesen ist (man hat halt was gesagt). Einmal hat sich der Familienkreis mit ihrem Jahresprogramm vorgestellt und ich habe bei den letzten Malen über den WJT/TdB informiert.

Es werden aber auch immer weniger Leute (manchmal wird das aber auch erst an dem Sonntag gesagt und da müssen einige ja auch weg, weil sie das nicht eingeplant haben).

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Sehr gute Erfahrungen gibt es in meiner Umgebung damit, dass der Pfarrer oder ein Team vom KGR zu allen Hinzugezogenen geht und sie Willkommen heißt.

Für mich ist das die beste Lösung, um "Neue" in die Gemeinde zu integrieren.

Ja, das sind die idealen Vorgehensweisen. Leider aber deckt unsere Pfarrei diverse Quadratkilometer und Ortschaften ab und ist mit ca. 5.500 Gläubigen die größte oder zweitgrößte im Bistum Erfurt. Mit einem Pfarrer und einem Kaplan, dazu in einer Großstadt (100.000 Einwohner). Dazu eine Universitätsstadt mit sicher erhöhtem Zu- und Wegzieheranteil. So schade es ist, aber die persönlichen Begrüßung ist da wohl schlicht unpraktikabel. Für kleinere Pfarreien halte ich es aber für eine wirklich gute (und idealtypische) Idee. :lol:

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ich bin ja in keiner teritorialen pfarrgemeinde sondern eben in einer kapelle wo der alte ritus gefeiert wird da habe ich von anfang an ein sehr herzliches verhältbis zueinander erlebt in einer normalen pfarre, ich frag mal ganz blöd kann es da echt sein daß es leute gibt die nur zur messe kommen und dann unerkannt wieder gehn über längere zeit meine ich

Ja. Bei uns (5.500 Gläubige in einer Großstadt, zugehörig zusätzlich sämtliche umliegenden kleineren Orte) gibt es zwar nur eine Kirche, aber vier Messen, die fast alle voll sind.

Wo es besser geht sind die Wochentagsmessen. Da ist das Publikum (15 bis 60 Gläubige) kleiner und stabiler. Mit der Zeit kennt man sich einfach, und irgendwann plaudert man auch mal. Aber das ist noch nicht das, was für Neuzugezogene, die aktiver in der Pfarrei dazugehören möchte, wünschenswert ist.

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In unsrer Gemeinde wechselt der statistische Mitgliederbestand durch Zu- und Wegzüge um jährlich 20 %. Als Einsteigerangebote gibt es monatlich einmal sonntags "Frühschoppen" nach dem Familiengottesdienst (Bier, Saft, Schnittchen, Süßigkeiten). Zuständig ist immer eine andere Familie, auch Neue werden gebeten. Die tun das in der Regel gern, da ja keine Dauerverpflichtung damit verbunden ist. Im Januar gibt es ein Familienwochende für Eltern/Kinder in der Bistumstagungsstätte. Da nehmen jedesmal über 100 Leute teil. Der Pfarrer lädt Neuzugezogene dazu persönlich ein. Das wird auch gut angenommen, denn die Neuen freuen sich ja überhaupt, gleich Kontakt zu finden. Nach dem Wochende sind sie nicht mehr neu. Bisher keine Lösung haben wir für für Singles. Grüße, KAM.

Das klingt nach einer interessanten Idee. Vielen Dank erst einmal allen Antwortern!

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Für singles kann ich mir besonders Vorträge und Workshops vorstellen. Obwohl bei einem Vortrag die Kommunikation nur in eine Richtung erfolgt, können neue dadurch gut mit der Gemeinde vertraut werden.

Grundsätzlich sind halt für Singles Angebote interessanter, wo nicht die Familien mit ihren Kindern im Mittelpunkt stehen. Wenn Kinder- und Jugendgottesdienste angeboten werden, könnten doch ebenso Single- oder Erwachsenengottesdienste angeboten werden.

Es gibt nur eine Messe für Kinder am Sonntag. Die anderen drei sind normale Messen, also quasi "Erwachsenenmessen". Das ist aber (vom Kennenlernaspekt her) noch nicht ganz das Ziel.

 

Was stellst Du Dir denn konkreter unter einer "Single-Messe" vor?

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Ich finde, dies ist ein sehr wichtiger Punkt in der Gemeindearbeit.

 

Unser früherer Pfarrer hat neue Gesichter am Ende des Gottesdienstes bei den Vermeldungen (bei einer kleinen Gemeinde geht das) immer direkt angesprochen, ob sie denn Gäste oder zugezogen sind und sie in der Gemeinde willkommen geheißen und dann natürlich draußen vor der Tür auch noch angesprochen. Dies ist zwar wirklich sehr direkt und einige waren erstmal perplex, daß es so etwas gibt, aber viele haben sich im Anschluß dafür bedankt und so viel schneller Fuß gefaßt, weil dann das Eis gebrochen war und auch andere Gemeindemitglieder die "Neuen" dann angesprochen haben. Hatten sich "Neue" schon vorab bei ihm gemeldet, dann hat er sie sowieso im Gottesdienst noch einmal vorgestellt und willkommen geheißen und natürlich zu Veranstaltungen (Gemeindefest, junge Familien -> die einzigen wirklichen Veranstaltungen hier und meist zogen auch nur junge Familien zu).

 

Unser jetziger Pfarrer ist da ganz anders. Er geht eigentlich nie vor die Tür und stellt auch keine Leute vor oder begrüßt sie. Da ist ja nun eigentlich die Gemeinde gefordert, aber der PGR macht da gar nichts und guckt höchstens von weiten mal und spricht dann erstmal nach ein paar Monaten kurz mit "Neuen", weil die Neugier dann doch treibt. Das finde ich etwas traurig. Wenn hier jetzt jemand zuzieht (hat doch abgenommen), dann sind das meist junge Familien und sie werden dann (aber meist auch erst nach einiger Zeit) von den anderen jungen Familien angesprochen.

 

Für Singles/Junge Erwachsene (vielleicht so ab 25) wäre das hier total schwer, aber da gibt es ja nicht einmal ein Angebot auf Dekanatsebene und von anderen Pfarreien wüßte ich auch nicht, daß es da etwas gibt.

So einen schönen Gottesdienst, wo alle bisherigen Nichtgemeindemitglieder kurz zur Vorstellung aufgefordert wurden, habe ich in Afrika (recht kleine Kirche allerdings) erlebt. War ungewohnt, aber sehr schön. :lol: Dafür aber ist die Gemeinde hier viel zu groß und durch die etwas unsteteren Gewohnheiten von Studenten ginge das hier nicht wirklich.

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Achja, wir haben da noch das Gemeindeforum, was unregelmäßig und recht selten nach dem Sonntagsgottesdienst stattfindet. Da sollte es eigentlich Infos und Anregungen zum Gemeindeleben und etwas zu trinken geben. Das Forum ist nicht gerade gut besucht. Da kommen meist die, die sonst eh immer hilfreich zur Seite stehen und teilweise auch etwas in die Hand nehmen oder manche die einfach nur Präsenz (zB PGR-Vorsitzender) zeigen. Oft sind die Infos recht dürftig, denn vom PGR kommt da nie was, der Vertreter vom Dekanatsrat/Diözesanrat sagt immer irgendwas, was aber meist auch uninteressant ist und das Gemeindeleben nicht weiter berührt und meist eh in der Kirchenzeitung zu lesen ist (man hat halt was gesagt). Einmal hat sich der Familienkreis mit ihrem Jahresprogramm vorgestellt und ich habe bei den letzten Malen über den WJT/TdB informiert.

Es werden aber auch immer weniger Leute (manchmal wird das aber auch erst an dem Sonntag gesagt und da müssen einige ja auch weg, weil sie das nicht eingeplant haben).

Das klingt leider, als schläft Deine Gemeinde langsam ein, nachdem es mit dem alten Pfarrer so gut geklappt hat? :lol:

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