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Erzähl mal eine Geschichte


Trilobit
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Hier werden ja ständig irgendwelche Märchen erzählt. Ich poste mal meine Sichtweise von welchen, bei denen jedem schon klar ist, daß sie nur fiktiv sind.

 

Vielleicht kann ja der eine oder andere auch ein selbst erzähltes Mächen oder ne Fabel zum Besten geben.

 

Trilo

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Aus der Reihe, "facing reality"

 

Der Storch und der Frosch

Trilotales 'bout natural selection

 

 

Ein Storch stakte suchend durch das feuchte Gras auf einen alten Tümpel zu. Er erspähte einen Frosch, welcher gerade nach einer Mücke schnappte. Geschwind schnellte der Storch seinen Kopf vor und packte den Frosch fest mit seinem Schnabel.

 

"Hey, was fällt dir ein", quakte der Frosch entrüstet, "laß mich runter! Du spinnst wohl!"

 

"Nun", fragte der Storch gelassen, "hast du schon einmal was vom Storch gehört?"

 

Darauf der Frosch kläglich: "A ... Aber ich habe dir doch gar nichts getan, Storch. Warum willst du mich umbringen? Laß mich los!"

 

"Du hast recht", antwortete der Storch ruhig, "du hast mich weder beleidigt, noch mir irgend ein Leid zugefügt. Trotzdem werde ich dich verschlingen."

 

"Das ist ungerecht!" zeterte der Frosch. "Hilfe! Erbarmen! Verschone mich! Du gibst doch zu, daß ich unschuldig bin. Ach bitte, laß mich doch laufen."

 

"Und die Mücke, die du gerade verschluckt hast, als ich kam, was hat sie dir denn getan? Warum hast du sie nicht verschont?"

 

Verblüfft glotzte der Frosch in die Wolken. Damit hatte er nicht gerechnet. Die Rede des Storchs hatte ihm die Sprache verschlagen; er konnte sie nicht widerlegen. Es fiel ihm auch keine Ausrede zu seiner Verteidigung ein.

 

"Siehst du, du schweigst! Also plärr nicht länger --> ich habe Hunger, und du sollst ihn mir vertreiben." Mit diesen Worten verschlang der Storch den Frosch. "Das ist der Lauf der Welt", brummte er beim Weiterschreiten und fing sich eine Heuschrecke. "Der eine lebt auf Kosten des anderen, der Größere frißt den Kleineren auf, wer nicht stark genug ist, sich zu wehren, soll sich auch nicht mucksen."

 

Trilo

Edited by Trilobit
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Der Fuchs und die Trauben

 

Es ist einer jener warmen Sommerabende, an denen die langsam am Horizont sinkende Sonne noch bis spät in den Abend hinein die Erde in gleißendes Licht taucht. Rötliche Fetzen leichter Wolken ziehen weit in der Ferne ihren Weg, ein laues Lüftchen treibt verspielt kleine Staubwirbel über die weiten, abgeernteten Getreidefelder. Eine alte Kirchenmauer, von kalkigem, doch festem Stein steht am Rande einer Ackerwiese; niederes Gras auf trockenem Boden, ein paar Spätsommerblumen. Das sehnsuchtsvolle Zirpen der Grashüpferschaft --> einfach wundervoll, der Ort ... zum verweilen.

 

Ein junges Füchslein kommt stracks des Weges, wohlgestalt und ungestüm, doch müde vom Suchen. "Ei, es ist ein rechter Ort zum Ruhen", sprach es, setzt sich nieder. Der Boden ist warm und lädt zum Räkeln ein, wie angenehm schwer der Körper doch am Abend ist. Die Sonne umspielt seine Nase.

 

Voll ruhiger Gedanken liegt der Fuchs, versonnen - die alte Mauer ist leicht schief, die Pflanzen wachsen schon daran - was wird die Zukunft bringen? In diesem Moment fallen seine Blicke auf einen alten Weinstock, der oberhalb eines Gestrüpps von der Mauer herab mit reifen Früchten hängt. Trauben, gar nicht groß, doch von unten lieblich anzuschauen - so ganz und gar leckere Dinger! Schwupps springt er auf - wartet, euch werd ich mir holen! Und schon setzt er ihnen nach, ein knapper Spung nur ... wird wohl nicht reichen. Die Trauben hängen da, so knackig frisch und köstlich.

 

Nun ist es so auf dieser Welt, daß die günstigsten Gelegenheiten immer schon von anderen genommen wurden - auch die Trauben fehlen in leicht erreichbarer Höhe schon völlig. Nun, das muß kein Nachteil sein; die höchsten Früchte sind die besten und wenn nicht er, wer soll sie dann sich holen?

 

Nur, hohe Sprünge sind freilich nicht leicht, er verfängt sich mit dem Schweif im trockenen Gesträuch ... verflixt, es will nichts bringen! Doch warte, es gelingt, mit der Zunge ein Träubchen zu schnappen, das mit einem leichten Knacken zerplatzt und eine angenehm kühle Süße freisetzt: Im Handstreich raubt ihm das alle Sinne. Sind sie nicht lieblich, diese feinen, schnuckeligen Bissen? Eine Seelenzärtlichkeit ... ein wahrer Grund zum Leben ... kurz: der Wunsch nach mehr beginnt ihn zu bestimmen und übertrifft bald alles, was einen jungen Fuchs an einem solchen Abend bewegen kann. Ja, diese Trauben - das sind sie, die er will!

 

Und wird denn nicht endlich ein Weg gefunden sein? Er läuft nach hüben und drüben - was für eine dumme Sache aber auch! Die Leckerbissen wollen sich nicht leicht kriegen lassen - die scheuen Dinger - was haben sie von ihrer Keuschheit?

 

Verflucht noch eins, das kann doch nicht sein! Die Trauben entziehen sich ihm regelrecht. Was wollen sie denn noch, da droben und so ganz allein? Ist es nicht ihre Bestimmung, gefressen zu werden? Von unten blickt er herauf mit großen Augen, der Schwanz wedelt drängend umher: Nun kommt schon, seid nicht spröde! Was habt ihr gegen einen jungen Fuchs? Gevatter Wolf ist auch nicht besser - von den üblen Krähen ganz zu schweigen! Was ist nicht recht, das ich verlange?

 

Doch mit Bettelei ist noch keiner weit gekommen.

 

Es ist fast, als würden sie den Fuchs zum Narren halten - das kann doch unmöglich sein! Was hat er ihnen getan? Wieso das Ganze? Wehe euch, ich werd euch ja doch schnappen, ihr frechen Biester!! Die Träubchen aber bleiben hart und oben auf der lichten Höhe --> sie wollen einfach nicht gefügig werden.

 

Ach, das Leben ist ungerecht! Ein solch herrlicher Abend und doch wollen die Träubchen nicht sein Glück teilen. Viel zu gut hat er es mit ihnen gemeint!

 

Nun ja, wer nicht will, der hat schon. Und überhaupt, sind sie es wert, daß man sich um sie kümmert? Es sind dies die Gefühle, die er mürrisch mit von dannen trägt, als er sich letztendlich geschlagen geben muß.

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Die Märchen hattest du schon mal gepostet.

Oh ... na egal!

 

Dann nehme ich das jetzt mal als Anlaß, mir eins von Dir zu wünschen. Ich hätte gern ... der Fuchs und der Storch, wie sie sich gegenseitig zum Essen einladen.

 

Möglichst originell von Dir erzählt, Torsten! :-)

 

Aber nicht zu kraß!

 

Trilo

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Ich würde sie eher Fabeln nennen.

Ja, es sind Fabeln.

 

Okay, und Du erzählst bitte auch eine, mit Deinen eigenen Worten und möglichst kreativ, damit wir was lustiges lesen können!

 

Trilo

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Dann nehme ich das jetzt mal als Anlaß, mir eins von Dir zu wünschen. Ich hätte gern ... der Fuchs und der Storch, wie sie sich gegenseitig zum Essen einladen.

Das ist wohl eher was für den Rezepte Thread. Ehrlich, ich kann keine Märchen oder Fabeln erzählen. Nur die Wahrheit.

 

Aber von Jungfrauen willst du wohl nichts hören.

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Dann nehme ich das jetzt mal als Anlaß, mir eins von Dir zu wünschen. Ich hätte gern ... der Fuchs und der Storch, wie sie sich gegenseitig zum Essen einladen.

Das ist wohl eher was für den Rezepte Thread. Ehrlich, ich kann keine Märchen oder Fabeln erzählen. Nur die Wahrheit.

 

Aber von Jungfrauen willst du wohl nichts hören.

Och bütte.

 

Ich bin übrigens sicher, daß Du eine Fabel erzählen kannst! :-) Jeder kann das. Du mußt nur googeln und eine umerzählen, sodaß sie reizvoller oder lustiger wird.

 

Jungfrauen und das Kind sollten aber nicht vorkommen. ;-)

 

Trilo

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Der Fuchs und die Trauben  

 

Eine Maus und ein Spatz saßen an einem Herbstabend unter einem Weinstock und plauderten miteinander. Auf einmal zirpte der Spatz seiner Freundin zu: "Versteck dich, der Fuchs kommt", und flog rasch hinauf ins Laub. 

Der Fuchs schlich sich an den Weinstock heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken, blauen, überreifen Trauben. Vorsichtig spähte er nach allen Seiten. Dann stützte er sich mit seinen Vorderpfoten gegen den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor und wollte mit dem Mund ein paar Trauben erwischen. Aber sie hingen zu hoch. 

 

Etwas verärgert versuchte er sein Glück noch einmal. Diesmal tat er einen gewaltigen Satz, doch er schnappte wieder nur ins Leere. 

Ein drittes Mal bemühte er sich und sprang aus Leibeskräften. Voller Gier huschte er nach den üppigen Trauben und streckte sich so lange dabei, bis er auf den Rücken kollerte. Nicht ein Blatt hatte sich bewegt. 

Der Spatz, der schweigend zugesehen hatte, konnte sich nicht länger beherrschen und zwitscherte belustigt: "Herr Fuchs, Ihr wollt zu hoch hinaus!" 

 

Die Maus äugte aus ihrem Versteck und piepste vorwitzig: "Gib dir keine Mühe, die Trauben bekommst du nie." Und wie ein Pfeil schoß sie in ihr Loch zurück. 

Der Fuchs biß die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: "Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben." Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück. 

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Der Fuchs und die Trauben  

 

Eine Maus und ein Spatz saßen an einem Herbstabend unter einem Weinstock und plauderten miteinander. Auf einmal zirpte der Spatz seiner Freundin zu: "Versteck dich, der Fuchs kommt", und flog rasch hinauf ins Laub. 

Der Fuchs schlich sich an den Weinstock heran, seine Blicke hingen sehnsüchtig an den dicken, blauen, überreifen Trauben. Vorsichtig spähte er nach allen Seiten. Dann stützte er sich mit seinen Vorderpfoten gegen den Stamm, reckte kräftig seinen Körper empor und wollte mit dem Mund ein paar Trauben erwischen. Aber sie hingen zu hoch. 

 

Etwas verärgert versuchte er sein Glück noch einmal. Diesmal tat er einen gewaltigen Satz, doch er schnappte wieder nur ins Leere. 

Ein drittes Mal bemühte er sich und sprang aus Leibeskräften. Voller Gier huschte er nach den üppigen Trauben und streckte sich so lange dabei, bis er auf den Rücken kollerte. Nicht ein Blatt hatte sich bewegt. 

Der Spatz, der schweigend zugesehen hatte, konnte sich nicht länger beherrschen und zwitscherte belustigt: "Herr Fuchs, Ihr wollt zu hoch hinaus!" 

 

Die Maus äugte aus ihrem Versteck und piepste vorwitzig: "Gib dir keine Mühe, die Trauben bekommst du nie." Und wie ein Pfeil schoß sie in ihr Loch zurück. 

Der Fuchs biß die Zähne zusammen, rümpfte die Nase und meinte hochmütig: "Sie sind mir noch nicht reif genug, ich mag keine sauren Trauben." Mit erhobenem Haupt stolzierte er in den Wald zurück. 

Danke, Torsten.

 

Gehässiges Viehzeugs ist immer gut. :-)) Ich dachte erst, Du läßt den Fuchs statt der Trauben den Spatz fressen.

 

Trilo

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Der Bär versuchte unter einem Baum zu schlafen.

Das Eichhörnchen auf dem Baum keckerte und rastete aus,

und begann mit Nüssen zu werfen.

 

Der Bär trollte sich unter einen anderen Baum.

 

Und wieder lag Bär auf vergrabenen Nüssen.

Das Eichhörnchen begann wieder zu zielen,

Edited by pmn
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Was, so wenig eigene, kreative Geschichten habt Ihr gepostet?

 

Und woran soll man sich jetzt freuen?

 

Trilo

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Kennst Du schon die Story vom einäugigen Trilobiten und den drei jungräulichen Brachiopoden?

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Kennst Du schon die Story vom einäugigen Trilobiten und den drei jungräulichen Brachiopoden?

Nein, aber ich würde sie gern lesen, wenn sie gut geschrieben ist.

 

Da es sich ja um einen Fabulier-Thread handelt, sollte der Inhalt nicht Anlaß für böses Blut geben, wenn er nur kreativ und gut geschrieben ist und man sich ihn gut vorstellen kann. :-)

 

Trilo

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Es war einmal ein Trilobit, der hiess Knut. Bei einem Unfall im Sägewerk hatte er alle seine Facettenaugen verloren, bis auf eines, mit dem er aber nur nach links schauen konnte. Da er deshalb nicht mehr am Strassenverkehr teilnehmen durfte, fuhr er fortan jeden Morgen mit dem Taxi ins Sägewerk. Wer sich ein wenig mit den Verkehrsverhältnissen im späten Oberkambrium auskennt, wird wissen, wie schwer es damals war, an einem gewöhnlichen Wochentag ein Taxi zu bekommen. So geschah es an einem Donnerstag, dass Knut mal wieder stundenlang am Strassenrand stand, ohne auch nur ein einziges Taxi zu erblicken. Wie so oft kamen die drei Lingulata-Schwestern vorbei, die auf dem Weg in die Klosterschule für jungfräuliche Armfüssler waren.

 

"Na, hast Du wieder Dein Taxi verpasst, Knut?" fragte die erste.

"Verpasst? Wenn ich nur einmal so viel Glück hätte, ein Taxi wenigstens zu verpassen. Schaut Euch um! Weit und breit kein Taxi zu sehen, nichtmal so was ähnliches wie ein Auto."

"Und wie lange willst Du noch warten?" fragte die zweite.

"Bei meinem Pech wird das Taxi erst in 500 MillionenJahren erfunden. Und wer ist Schuld daran, dass ich jetzt darunter leiden muss: Diese blöden Menschen mit ihrem Sündenfall im Paradies. Schaut mich an, ich bin fast blind. Und warum ist das so. Weil unsere Schöpfung gefallen ist, weil die Menschen unbedingt vom Baum der Erkenntnis essen mussten. "

Da antwortet die dritte: "Wir haben aber in der Klosterschule gelernt, dass es gar keine Menschen gibt. Das ist nur ein Ammenmärchen, um Larven zu erschrecken. Aber Du kannst Gott ja mal selber fragen, der ist gerade in der Gegend und türmt ein paar Unterwassergebirge auf."

"Soweit kommt es noch. Wie ich den kenne, erschafft der ein paar Menschen, nur um mich zu ärgern."

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Diese Lingulata aber auch! Waren übrigens festsitzend.

 

Das ganze Übel in der Welt hat eigentlich mit denen angefangen, denn sie haben die gottverfluchte Gastrulation eingeführt! Ohne die würde hier alles aussehen wie auf einem Alien-Planet.

 

Trilo

Edited by Trilobit
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Was, so wenig eigene, kreative Geschichten habt Ihr gepostet?

Deine beiden Geschichten sind doch auch nicht von Dir.

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Was, so wenig eigene, kreative Geschichten habt Ihr gepostet?

Deine beiden Geschichten sind doch auch nicht von Dir.

*generv*

 

Sie sind vom guten alten Onkel Trilo, okay?

 

Wenn Du gepostet hast, kann man fast sicher sein, daß irgend was nachteiliges kommt.

 

Trilo

Edited by Trilobit
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Hier was älteres von mir: :lol:

 

Gott und Göttin
Ein Lehrstück in zwei Schöpfungsakten

Ein gemütliches Wohnzimmer. Göttin sitzt auf dem Sofa und strickt, während Gott in einer dunklen Ecke mit allerhand seltsamen Gerätschaften beschäftigt ist.

 

Göttin: Sag mal, Schatz. Was machst Du da eigentlich den ganzen Abend lang?

Gott: Einen Moment noch. Ich bin gleich fertig.

 

Begleitet von zufriedenem Grunzen legt Gott noch ein paar Schalter um und schiebt anschliessend seine Werkbank in die besser beleuchtete Mitte der Bühne

 

Gott: Pass auf... ich habe Dir doch erzählt, das ich ein Universum erschaffen wollte. Ich habe jetzt alle Parameter aufeinander abgestimmt und eine Simulation erstellt. Ich sag Dir, das war ein hartes Stück Arbeit. Besser kriege ich es aber nicht hin.

Göttin: Ah ja... ziemlich hell, oder?

Gott: Das ist der Urknall. Warte einen Augenblick, gleich kannst Du mehr erkennen.

Göttin: Oh, das ist aber hübsch. Kann das noch mehr?

Gott: Aber natürlich. Moment, ich spule mal vor. - Siehst Du diesen kleinen Punkt da? Das ist jetzt hier in der Simulation der Ort, wo später mal Leben entstehen wird. Soll ich mal reinzoomen?

Göttin: Mach nur...

Gott: Ich überspringe mal die Evolution. Da... siehst Du das?

Göttin: Och, wie niedlich, die sehen ja fast so aus wie wir.

Gott: Das ist noch ein frühes Stadium. Der Urmensch.

Göttin: Die haben aber ganz schön zu schuften. Die kämpfen ja geradezu ums überleben. Und schau mal da... da wird gerade einer von einer fürchterlichen Bestie zerissen.

Gott: Ja, fazsinierend, nicht wahr?

Göttin:Was ist denn das da links? Ein Feuerwerk? Oha - da wird auch ein ganzer Stamm von einer glühenden Masse überollt.

Gott: Das sind Ablassventile. Du musst wissen, dass das Innere der der Erde aus einer glühenden Masse besteht, die sich bewegt. Dabei entsteht an manchen Stellen manchmal ein Überduck, der sich dann so entlädt.

Göttin: Ist das denn nötig? Schau nur wie die armen Menschlein leiden.

Gott: Leider ging es nicht ohne. Ich brauchte einen Motor für das Magnetfeld, damit die kosmische Strahlung abgehalten wird. Die hätte nämlich schon die Entstehung von Leben verhindert. Wie gesagt, ich musste viel experimentieren, um alle Details aufeinander abzustimmen.

Göttin: Typisch Mann. Mal wieder total technikversessen. Kein Wunder, dass Du solange gebraucht hast. Aber hör mal... Als Du mir damals von Deinem Plan erzählt hast, habe ich mir auch was ausgedacht. Aber das kann mit Deinem technischen Monstrum natürlich nicht mithalten.

Gott: Ach, erzähl...

Göttin: Schau hier. Das ist nur ein bescheidener Versuch. Ein hübscher Garten, ein hübsches Paar, ein paar Tiere. Nichts besonderes.

Gott: Wieso? Ich finde das ganz gelungen. Nur hier in der Mitte fehlt noch was?

Göttin: Ja, das ist mir auch aufgefallen. Hast Du eine Idee?

Gott: Hmmmm... Du hast mir doch letztes Jahr diesen Apfelbaum für meine sprechende Schlange geschenkt. Der wäre doch ganz dekorativ.

Göttin: Aber was machen wir dann mit der Schlange?

Gott: Die lassen wir drin. Die erzählt sowieso nur Blödsinn.

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