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Partner - fürs Leben


karolin
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Hi, sorry, wenn ich noch einmal damit komme,

 

ich hatte vor ein paar Tagen einen Thread in der Arena eröffnet, der - wie so viele - im Sande verlaufen ist:

 

Darum die Frage nocheinmal hier gestellt - vielleicht findet sich ja hier auch einmal der ein oder andere Christ - der was zu sagen will.....

 

 

Hi zusammen,

 

habe im "Partnerwahl" Poll mitgelesen und bei mir kam eine Frage auf:

 

Weniger als einem Drittel der Christen ist die Weltanschauung des anderen egal.

 

Woran liegt das?

 

Schlechte Erfahrungen?

Angst vor Intoleranz auf beiden Seiten?

Oder heißt die Aussage lediglich, daß mir die Weltanschauung nicht egal ist, es aber auch eine andere sein darf?

 

Grüße

Karolin

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Liebe Karolin,

 

es gibt da ja mehrere Möglichkeiten: einer glaubt und der andere ist ein "missionierender Atheist" - wie soll das gut gehen? Da sind die Konflikte doch vorgezeichnet. So extreme Unterschiede sind in anderen Bereichen ja auch nicht überbrückbar. (Ausnahmen bestätigen die Regel)

 

Ein andere Möglichkeit besteht aus einem Gläubigen und einen Agnostiker. Sowas kann funktionieren, ich kenne persönlich genug Paare in dieser Lage. Allerdings kann es auch da zu Problemen führen, sobald Kinder dazukommen. Das erfordert dann sicher einiges an Toleranz für den nichtgläubigen Partner.

Aber auch für einen praktizierenden Christen ist es ja schwierig: immer allein in die Gottesdienste, immer überlegen wie viel Zeit man mit der Gemeinde verbringen kann (die Zeit fehlt ja dann für die Partnerschaft, da man diesen Bereich mit dem Partner nicht teilen kann), immer alleine beten, keine neuen Anregungen für den eigenen Glauben, Diskussionen, keine gemeinsame Freude über Feiertage,.....

Ich glaube die wenigsten haben wirklich schlechte Erfahrungen gemacht, den die meisten Partner lernt man ja in seinem Lebensumfeld kennen und da sind meist gar nicht viele Leute die sooooo anders sind als man selbst.

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Ein andere Möglichkeit besteht aus einem Gläubigen und einen Agnostiker. Sowas kann funktionieren, ich kenne persönlich genug Paare in dieser Lage. Allerdings kann es auch da zu Problemen führen, sobald Kinder dazukommen. Das erfordert dann sicher einiges an Toleranz für den nichtgläubigen Partner.

 

Und ich denke auch umgekehrt. Nur wie soll die Toleranz aussehen?

Ich kann nicht 'ein bisschen' beten, in die Kirche gehen oder Kinder 'ein bisschen' kath erziehen.

 

Ich glaube die wenigsten haben wirklich schlechte Erfahrungen gemacht, den die meisten Partner lernt man ja in seinem Lebensumfeld kennen und da sind meist gar nicht viele Leute die sooooo anders sind als man selbst.

Gibt auch viele Aths die nicht sooo anders sind als ich - mit ausnahme des glaubens. Nur da niemand mit einem Schild herumrennt und das auch nicht die erste frage ist, die man anderen stellt - kenne ich jede Menge Ath - Chr. Paare und Pärchen (inkl. meinereiner)

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Ein andere Möglichkeit besteht aus einem Gläubigen und einen Agnostiker. Sowas kann funktionieren, ich kenne persönlich genug Paare in dieser Lage. Allerdings kann es auch da zu Problemen führen, sobald Kinder dazukommen. Das erfordert dann sicher einiges an Toleranz für den nichtgläubigen Partner.

 

Und ich denke auch umgekehrt. Nur wie soll die Toleranz aussehen?

Korrekt. Beispielsweise sind bzw. werden meine Kinder katholisch, weil ich mit einem katholischen Atheisten (manchmal auch Agnostiker) verheiratet bin. Dessen Devise lautet: "wenn schon kirchlich, dann aber katholisch!" und meine "besser katholisch, als gar nicht kirchlich".

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Nun ja, hmmmm - natürlich kann man seine Kinder nicht ein bischen katholisch erziehen. Man kann sie aber auch nicht ein bischen atheistisch erziehen. Deshalb wird man sich da wohl entscheiden müssen und darum denke ich das eine Partnerschaft eines praktizierenden Atheisten und eines Christs inkompatibel ist. (Spätestens sobald Kinder kommen. Das kann aber auch für unterschiedliche Religionen gelten. Ich kenne ein christlich/ muslimisches Paar, die bewußt auf Kinder verzichtet haben, weil die Entscheidung der Kindererziehung ihre Partnerschaft zerstörrt hätte)

 

- Ich meinte damit der nicht praktizierende oder nicht gläubige Partner muß einer katholischen / christlichen Erziehung zustimmen, bzw. ihr nicht im Wege stehen. Warum sollte er auch nicht?

 

Die mir ähnlichen Atheisten/ Agnostiker (einschließlich meines Mannes) habe ich immer in einem Kreis kennen gelernt, in dem man ähnlich Wertvorstellungen hat. Und dann hat man ja eine gemeinsame Basis und deshalb macht man dann keine so schlechten Erfahrungen.

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Gibt auch viele Aths die nicht sooo anders sind als ich - mit ausnahme des glaubens. Nur da niemand mit einem Schild herumrennt und das auch nicht die erste frage ist, die man anderen stellt - kenne ich jede Menge Ath - Chr. Paare und Pärchen (inkl. meinereiner)

Nein, es ist wohl nicht die erste Frage, die man stellt, wenn man jemanden kennenlernt. Aber bei meiner Großmutter war es stets die zweite Frage, wenn ihre Enkel(innen) von einem neuen Freund, einer neuen Freundin berichteten.

Und wenn ich hier die Berichte und Schwierigkeiten lese, die ath/chr Paare vor allem in der Kindererziehung bekommen, dann kann ich meine Großmutter im Nachhinein verstehen; damals dachte ich, dass sie sich zu viele Sorgen und Gedanken macht.

 

LIebe Grüße, Gabriele

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Schlechte Erfahrungen?

Ja, einerseits. Ist aber schon seeehr lange her.

 

Andererseits auch gute: Mit einem katholischen Ehepartner.

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Eine Beziehung funktioniert gut, wenn beide über dasselbe lachen können. Ähnlich verhält es sich mit der Religiosität. Ich kenne auch Paare, Katholik/Agnostiker und Katholik/Buddhist, wo es gut geht, aber in diesen Fällen sind die nichtkatholischen Partner immer mit dabei und sehr aktiv in der Gemeinde. Aktives Christsein ist ja mit ständigem Zeitaufwand verbunden, wenn der Partner das nur duldet, wird es ihm doch irgendwann zu blöd. Gemeinsame Werte braucht es für die Kindererziehung. Und schließlich: wenn ein Ehepartner überzeugter Christ ist und den anderen wirklich liebt, würde er wohl kaum ertragen, daß das ewige Heil des andern ungewiß ist. Grüße, KAM.

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meine erfahrung ist, dass beziehungen zwischen einem gläubigen (christen, aber vermutlich gilt das für jede religion) und einem atheisten nicht funktioniert, es gibt spätestens dann ärger, wenn es um die frage der kirchlichen heirat (oder halt heirat in der synagoge, moschee, tempel, was weiß ich wo) und die kindererziehung geht. wenns gut geht, redet man erstmal drüber, und wird dann meist feststellen, dass man sich nicht einigen kann. mit einem agnostiker wäre das was anderes, wenn ich die definition von atheist und agnostiker richtig verstanden habe im reli- unterricht...das kann klappen. die beziehung zu einem partner einer anderen religion...keine erfahrung.

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