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Gedanken zur "Allmacht" Gottes.....


Martina-Johanna
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Martina-Johanna

Hallo an alle,

 

wie so viele hier, bemühe ich mich zwar, meinen Glauben zu festigen; trotzdem ist er zersetzt durch viele Zweifel....Hindernisse, die mir manchmal fast unüberwindbar erscheinen.

 

Zweifel an der Allmacht Gottes? Muss ich da bereits mitten im ersten Satz des Glaubensbekenntnisses aussteigen? Natürlich ist die Frage klassisch - und bestimmt wurde sie hier auch schon diskutiert. Aber was wäre so schlimm daran, hätte Gott nicht diese "absolute" Allmacht, wie es Teil der katholischen Lehre ist???.....Hmm, habe bestimmt keine allzu vertieften theologischen Kenntnisse, aber mir bereitet das Beharren darauf schon Schwierigkeiten.

 

Ich habe neulich mit einem Freund (auch Katholik) darüber diskutiert und der ist der festen Auffassung, dass die Allmacht Gottes erst wieder kommt. Dass Gott dadurch, dass er uns seinen Sohn gesandt hat, diese Allmacht erstmal eingebüßt hat.....bis zum "jüngsten Gericht" wahrscheinlich. Ist Euch dieser Gedankengang geläufig? Mir war er bis dato unbekannt.

 

Hier ein Text, der mir ein bisschen geholfen hat und der ganz gut meinen Gedanken widerspiegelt:

 

Hmm...vorab......

 

Danke fürs Lesen und schöne Grüße!!

 

.........................................................................

 

Nachdem die Eltern von Aaron kurz nach desse 3. Geburtstag die Nachricht von der unheilbaren Krankheit und der geringen Lebenserwartung ihres Sohnes erfahren haben, schreibt der Vater, Rabbi Kushner, folgendes auf:

 

Wenn Guten Menschen Böses widerfährt….

 

Ich glaube an Gott. Aber ich glaube nicht in der Weise an ihn, wie vor Jahren, als ich heranwuchs oder Theologiestudent war. Ich bin mir der Grenzen Gottes bewusst geworden(…).

Ich mache Gott nicht mehr verantwortlich für Krankheiten, Unfälle und Naturkatastrophen, weil ich klar erkenne, wie wenig ich gewinne und wie viel ich aber verliere, wenn ich Gott wegen solcher Dinge zürne.

Es fällt mir leichter, einen Gott zu verehren, dem Leiden verhaßt sind, der sie aber nicht verhindern kann, als einen Gott der Kinder leiden und sterben lässt, aus welchen Gründen auch immer.(…)

Gott verursacht nicht unser Unglück. Manches Unglück ist einfach Missgeschick, anderes wird von schlechten Menschen verursacht oder ist unvermeidliche Folge unseres menschlichen, sterblichen Daseins in einer Welt unabänderlicher Naturgesetze.

Die schmerzlichen Dinge, die uns widerfahren, sind nicht etwa Strafen für schlechtes Betragen und schon gar nicht in irgendeiner Weise Teil eines Gottesplans.

Weil das Unglück nicht von Gott kommt, brauchen wir uns nicht von Gott verlassen oder verletzt fühlen, wenn uns ein Schicksalsschlag trifft.

Wir können uns an ihn wenden, damit er uns hilft, ihn ertragen, gerade weil wir wissen, dass Gott genauso von ihm betroffen wird wie wir(…).

Gott hat eine Welt erschaffen, in der weitaus mehr Gutes als Böses geschieht. Wenn man im Leben Leid erfährt, ist es schwer damit fertig zu werden.(…)

Wie ändert nun Gott unser Leben überhaupt, wenn nicht er weder durch Tod noch durch Heilung eingreift?(…)

Gott offenbart seinen Widerwillen gegen Krebs und Geburtsschädigungen nicht dadurch, dass er sie nicht geschehen oder nur bösen Menschen widerfahren lässt, sondern dadurch, dass er gute Freunde und Nachbarn veranlasst, die Last tragen zu helfen und die Leere auszufüllen.

Genauso fest glaube ich daran, dass Aaron Gottes Absichten dienlich war, weil er so tapfer seine Krankheit und alles, was mit seinem sonderbaren Äußeren zusammenhing, ertrug.

Ich weiß, dass seine Freunde und Schulkameraden von seinem Mut und der Art und Weise, wie er trotz seiner Behinderung ganz bewusst alles miterleben wollte, beeindruckt waren.

Ich weiß, dass diejenigen die unsere Familie kannten, durch unser Beispiel die Schwierigkeiten in ihrem eigenen Leben hoffnungsvoller und mutiger bestanden.

Für mich ist dies der Beweis, dass Gott die Menschen auf Erden veranlassen kann, anderen Menschen in Not zu helfen.

Doch nun zur Frage: „Wozu soll Gott gut sein? Wer braucht denn die Religion, wenn Unglück und Leid gleichermaßen guten wie bösen Menschen widerfahren?“

Darauf meine Antwort: Gott kann das Unglück nicht verhüten, aber er gibt uns die Kraft und Ausdauer, um mit ihm fertig zu werden….(…)

Wenn jemand an Krebs stirbt, ist Gott weder für den Krebs, noch für die Schmerzen des Patienten verantwortlich. Beide haben andere Ursachen. Aber ich habe erlebt, dass Gott diesen Menschen die Kraft gibt, jeden Tag hinzunehmen wie er kommt, dankbar zu sein für einen Tag voll Sonnenschein oder einen, an dem sie relativ frei von Schmerzen sind.

 

(Harold Kushner, „Wenn guten Menschen Böses widerfährt“)

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Nun, in Bezug auf die Allmacht Gottes habe ich keine Zweifel. Ich grüble/grübelte in letzter Zeit über andere Dinge.

Es besteht kein Zweifel daran, daß ein Schöpfer und Erlösergott allmächtig ist. Andernfalls wäre die Bibel nicht wahr. Sie spricht unzähligemale von der Allmacht Gottes.

Für mich ist diese Frage schnell beantwortet: Wenn Gott ist, dann ist er auch allmächtig. Er erhält uns und die ganze Schöpfung im Dasein, kann einen neuen Himmel und eine neue Erde machen und erschuf alles was da ist aus dem Nichts. Mehr Argumente für Gottes Allmacht braucht man eigentlich wirklich nicht...

 

Liebe Grüße

 

Mathias

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Justin Cognito

"Allmächtig" übersteigt irgendwie meine Vorstellungskraft. "Mächtig" kenn ich und "Macht" und ich hab gelernt, dass die Macht der Einen oft die Ohnmacht des Anderen bedeutet. Ich glaube, dass bei Gott diese Gegensätze aufgehoben sind und es nicht mehr "Macht" und "Ohnmacht" gibt sondern seine Allmacht Freiheit ermöglicht.

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Martina-Johanna

Hallo,

 

wie ich grade gesehen habe, wird mein Thread wortgleich im "Gladiatoren-Bereich" fortgeführt. Wundere mich ein wenig....Bin erst seit gestern hier und wenn dieser Thread hier völlig fehl am Platze ist, kann man mich auch einfach darauf hinweisen!

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Dein Thread ist hier völlig richtig, Martina-Johanna (und herzlich willkommen bei uns).

 

Die Arena ist eine Freestyle-Kampfzone, die vorwiegend zur mehr oder weniger polemischen Debatte zwischen A+As (=Atheisten und Agnostikern) und Christenmenschen genutzt wird.

 

Hier in den Glaubensgesprächen gelten andere Regeln (siehe Leitlinien oben). Wer aufgrund dieser Regeln hier nicht schreiben darf oder will, geht eben in die Arena.

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Ich habe neulich mit einem Freund (auch Katholik) darüber diskutiert und der ist der festen Auffassung, dass die Allmacht Gottes erst wieder kommt.

Hoi Martina,

 

meine Glaubensmutter, die Ordensgründerin der Evangelischen Marienschwesternschaft in Darmstadt hat dazu einmal folgendes gesagt:

 

Die Größe Gottes erweist sich am gewaltigsten darin, daß Er, der allgegenwärtig ist, der in seiner Allmacht das Weltall regiert und mit Seinen Augen durchforscht, zur gleichen Zeit an das Geringste denkt, für das Kleinste sorgt. Jedes Haar auf unserem Haupte zählt Er. Wer Augen hat, Gottes Größe, die Größe der väterlichen Liebe darin zu sehen, daß Gott sich um das Kleinste kümmert, hat Gottes Wesen und Herrlichkeit am tiefsten erfaßt. Erbitte dir solche Augen, und du wirst überall die Spuren von Gottes großem Tun sehen und im kleinsten Geschehen dich von Ihm geführt wissen.

 

 

gby

 

bernd

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Aus dem kath. Katechismus:

 

DER ALLMÄCHTIGE

 

268 Von den Attributen Gottes wird im Symbolum einzig die Allmacht angeführt; sie zu bekennen, ist für unser Leben von großer Bedeutung. Wir glauben, daß sie sich auf alles erstreckt, denn Gott, der alles erschaffen hat (vgl. Gen 1,1; Joh 1,3) lenkt alles und vermag alles. Wir glauben auch, daß sie liebend ist, denn Gott ist unser Vater (vgl. Mt 6,9); ferner, daß sie geheimnisvoll ist, denn einzig der Glaube vermag sie auch dann wahrzunehmen, wenn sie "ihre Kraft in der Schwachheit" erweist (vgl. 1 Kor 1,18; 2 Kor 12,9).

 

"Alles, was ihm gefällt, das vollbringt er"

 

269 Die Heiligen Schriften bekennen wiederholt, daß sich die Macht Gottes auf alles erstreckt. Sie nennen ihn den "Starken Jakobs" (vgl. Jes 1,24), den "Herrn der Heerscharen" (Ps 24,10), "stark und gewaltig" (Ps 24,8). Gott ist "im Himmel" und "auf der Erde" allmächtig (Ps 135,6), denn er hat sie erschaffen. Für ihn ist darum "nichts unmöglich" (vgl. Jer 32,17; Lk 1,37), und er waltet über sein Werk nach seinem Ermessen (vgl. Jer 27,5). Er ist der Herr des Alls, dessen Ordnung er festgesetzt hat und das ihm gänzlich untersteht und gehorcht; er ist der Herr der Geschichte; er lenkt die Herzen und die Geschehnisse nach seinem Willen (vgl. Est 4,17b; Spr 21,1; Tob 13,2): "Du bist immer imstande, deine große Macht zu entfalten. Wer könnte der Kraft deines Arms widerstehen?" (Weis 11,21).

 

"Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst"

 

270 Gott ist der allmächtige Vater. Seine Vaterschaft und seine Macht erhellen sich gegenseitig. Er zeigt ja seine väterliche Allmacht dadurch, daß er für uns sorgt (vgl. Mt 6,32), daß er uns als seine Kinder annimmt (ich will "euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über die ganze Schöpfung" (2 Kor 6,18); er zeigt seine Allmacht auch durch sein unendliches Erbarmen, denn er erweist sie vor allem dadurch, daß er uns aus freien Stücken die Sünden vergibt.

 

271 Die göttliche Allmacht ist keineswegs Willkür: "In Gott ist Macht und Wesenheit und Wille und Verstand und Weisheit und Gerechtigkeit dasselbe. Daher kann nichts in Gottes Macht stehen, was nicht auch in seinem gerechten Willen und in seinem weisen Verstande sein kann" (Thomas v. A., s. th. 1, 25, 5, ad 1).

 

Das Mysterium der scheinbaren Ohnmacht Gottes

 

272 Durch die Erfahrung des Bösen und des Leides kann der Glaube an den allmächtigen Vater auf eine harte Probe gestellt werden. Zuweilen erscheint Gott abwesend und nicht imstande, Schlimmes zu verhüten. Nun aber hat Gott der Vater seine Allmacht auf geheimnisvollste Weise in der freiwilligen Erniedrigung und in der Auferstehung seines Sohnes gezeigt, durch die er das Böse besiegt hat. Somit ist der gekreuzigte Christus "Gottes Kraft und Gottes Weisheit. Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen, und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen" (1 Kor 1,24-25). In der Auferweckung und Erhöhung Christi hat der Vater "das Wirken seiner Kraft und Stärke" entfaltet und zeigt, "wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist" (Eph 1,19).

 

273 Einzig der Glaube kann den geheimnisvollen Wegen der Allmacht Gottes zustimmen. Dieser Glaube rühmt sich der Schwachheiten und zieht so die Kraft Christi auf sich (vgl. 2 Kor 12,9; Phil 4,13). Das leuchtende Beispiel dieses Glaubens ist die Jungfrau Maria. Sie glaubte, das "für Gott ... nichts unmöglich" ist (Lk 1,37), und konnte den Herrn lobpreisen: "Der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig" (Lk 1,49)

 

274 "Nichts vermag daher unseren Glauben und unsere Hoffnung so zu bestärken als wenn wir es in unseren Herzen verankert tragen, daß Gott alles vermag. Was darüber hinaus zu glauben ist - so groß, so wunderbar, so sehr es auch alle Ordnung und alles Maß der Dinge übertrifft - dem wird die menschliche Vernunft leicht und ohne jedes Zögern zustimmen, wenn sie die Kunde vom allmächtigen Gott erfaßt hat" (Catech. R. 1,2,13).

 

Wichtig erscheint mir daraus, Gottes Allmacht ist nicht zu trennen von Seinem gerechten Willen und Seiner Barmherzigkeit. Es lohnt, auch die angegebenen Bibelstellen zu lesen Bibel online

 

Gelobt sei Jesus Christus!

:lol:

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Hallo,

 

wie ich grade gesehen habe, wird mein Thread wortgleich im "Gladiatoren-Bereich" fortgeführt. Wundere mich ein wenig....Bin erst seit gestern hier und wenn dieser Thread hier völlig fehl am Platze ist, kann man mich auch einfach darauf hinweisen!

Martina- Johanna:

 

Dein Thread passt hier sehr gut. Der Eröffner des Threads hat in den GG enttäuschende Erlebnisse erlitten- daher geht er diesen Spezialweg. Denke dir bitte nichts Negatives dabei. Deine Eröffnung hier ist schon o.k.

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wolfgang E.
Hallo,

 

wie ich grade gesehen habe, wird mein Thread wortgleich im "Gladiatoren-Bereich" fortgeführt. Wundere mich ein wenig....Bin erst seit gestern hier und wenn dieser Thread hier völlig fehl am Platze ist, kann man mich auch einfach darauf hinweisen!

Martina- Johanna:

 

Dein Thread passt hier sehr gut. Der Eröffner des Threads hat in den GG enttäuschende Erlebnisse erlitten- daher geht er diesen Spezialweg. Denke dir bitte nichts Negatives dabei. Deine Eröffnung hier ist schon o.k.

Also lieber Mariamante Deine Erklärung ist ja rührend, aber dass ich in den GG was "erlitten" hätte, halte ich doch für im Ausdruck weit übertrieben. Da muss schon erheblich mehr geschehen dass ich zu leiden beginne.

 

Es feht mir nur der Nerv meine Beiträge und mich einer Zensur auszusetzen und mich schulmeistern zu lassen. Das ist der Spaß nicht wert und in der Arena läßt sich auch gut "leben".

 

Ich werde mich in den GG nur mehr mit wenigen anderen Usern auseinanderstzen und da möglichst neutral. Sollte es kontrovers werden können, dann weiche ich eben aus.

 

Dann bleibt man in den GG unter sich und ungestört und den Mods bleibt Arbeit erspart.

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Hallo,

 

wie ich grade gesehen habe, wird mein Thread wortgleich im "Gladiatoren-Bereich" fortgeführt. Wundere mich ein wenig....Bin erst seit gestern hier und wenn dieser Thread hier völlig fehl am Platze ist, kann man mich auch einfach darauf hinweisen!

Martina- Johanna:

 

Dein Thread passt hier sehr gut. Der Eröffner des Threads hat in den GG enttäuschende Erlebnisse erlitten- daher geht er diesen Spezialweg. Denke dir bitte nichts Negatives dabei. Deine Eröffnung hier ist schon o.k.

Also lieber Mariamante Deine Erklärung ist ja rührend, aber dass ich in den GG was "erlitten" hätte, halte ich doch für im Ausdruck weit übertrieben. Da muss schon erheblich mehr geschehen dass ich zu leiden beginne.

 

Es feht mir nur der Nerv meine Beiträge und mich einer Zensur auszusetzen und mich schulmeistern zu lassen. Das ist der Spaß nicht wert und in der Arena läßt sich auch gut "leben".

 

Ich werde mich in den GG nur mehr mit wenigen anderen Usern auseinanderstzen und da möglichst neutral. Sollte es kontrovers werden können, dann weiche ich eben aus.

 

Dann bleibt man in den GG unter sich und ungestört und den Mods bleibt Arbeit erspart.

Nun sicher eine gute und weise Entscheidung die du für dich getroffen hast.

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