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Absetzung Patriarch Ireneios?


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Im Streit um den griechisch-orthodoxen Patriarchen Ireneios I. von Jerusalem ist es zu einer neuen Wende gekommen. Ireneios ist bei den palästinensischen Christen der Stadt heftig umstritten, weil er wichtige Immobilien der Altstadt an "jüdische Investoren" verkauft haben soll. Heute urteilte aber die Palästinensische Autonomiebehörde, dass Ireneios an dem Verkauf nicht beteiligt war. Sie schloss damit eine mehrwöchige Untersuchung des Skandals ab. Palästinensische Quellen signalisieren, dass die Behörden damit eine gewisse Reue bei Ireneios honorieren wollten. Der umstrittene Patriarch sei mittlerweile bereit, den Verkauf der Immobilien rückgängig zu machen. Ireneios hält an seinem Patriarchenamt fest, obwohl ihn eine orthodoxe Synode in Istanbul-Konstantinopel für abgesetzt erklärt hat.(ap)

 

Weiß da jemand was genaueres drüber? Als ich das eben auf RadVat gelesen ahbe, bin ich aus allen Wolken gefallen...

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Na ja, DT-Leser konnten das Thema schon über einen längeren Zeitraum mitverfolgen. Die letzte Meldung dazu, die ich wahrgenommen hab, war die Rückstufung zum einfachen Mönch, sprich die Aberkennung aller bischöflichen Würden.

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Teile der griechisch-orthodoxen Kirche Israels suchen einen Nachfolger für den abgesetzten Patriarchen Irenaios. Erzbischof Aristarchos erklärte, der Klerus seiner Kirche treffe sich am 20. Juli, um eine Liste möglicher Patriarchen-Nachfolger aufzustellen. Diese werde dann den Regierungen von Israel, Palästina und Jordanien zur Begutachtung übergeben. Nach der Gesetzeslage können auch nur diese drei Regierungen den für abgesetzt erklärten Irenaios des Amtes entheben. Ihm wird vorgeworfen, Grundbesitz der griechisch-orthodoxen Kirche an nicht-christliche Israelis verkauft zu haben. (ap)
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Israel: Wende im Streit um Ireneios?

 

Im Streit um den griechisch-orthodoxen Patriarchen Ireneios I. von Jerusalem ist es zu einer neuen Wendung gekommen. Ireneios ist bei den palästinensischen Christen der Stadt heftig umstritten, weil er wichtige Immobilien der Altstadt an "jüdische Investoren" verkauft haben soll. Heute entschied aber die Palästinensische Autonomiebehörde, dass Ireneios an dem Verkauf nicht beteiligt war. Sie schloss damit eine mehrwöchige Untersuchung des Skandals ab. Palästinensische Quellen signalisieren, dass die Behörden damit eine gewisse Reue bei Ireneios honorieren wollten. Der umstrittene Patriarch sei mittlerweile bereit, den Verkauf der Immobilien rückgängig zu machen. Ireneios hält an seinem Patriarchenamt fest, obwohl ihn eine orthodoxe Synode in Istanbul-Konstantinopel für abgesetzt erklärt hat.

 

(Quelle)

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Was aus dem Patriarch Ireneios wird, das ist noch nicht beantwortet. Die Palästinenser haben ihn rehabilitiert und Patriach Ireneios versucht alles wieder gerade zu biegen.

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Einsteinchen

Für mein Empfinden ist es auch kein Verbrechen, wenn man Grundstück an Nicht-Glaubensbrüder verkauft.

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Für mein Empfinden ist es auch kein Verbrechen, wenn man Grundstück an Nicht-Glaubensbrüder verkauft.

Du bist ja auch kein Palästinenser - im Gegensatz zu den meisten griechisch-orthodoxen Christen im Heiligen Land.

Land an Israelis zu verkaufen gilt dort praktisch als Hochverrat. Und wenn man die Lage dort ein bißchen besser kennt, kann man das meist gut verstehen.

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Israel: Neuer Patriarch im August

 

Am 15. August will die griechisch-orthodoxe Synode von Jerusalem einen Nachfolger für den abgesetzten Patriarchen Irenaios wählen. Die 26 Mitglieder des Gremiums legten dieses Datum fest, nachdem die zuständigen Richter Einspruch gegen Irenaios' Amtsenthebung abgewiesen hatten.

 

Irenaios hatte versucht, die ganze Synode für illegal erklären zu lassen. Aber das wiesen die Richter nun zurück. Die offiziellen Kandidaturen für den Posten des Patriarchen wurden in der Versammlung, die den Wahltermin festsetzte, auch bereits vorgestellt. Wählbar ist nach dem griechisch-orthodoxen Kirchenrecht im Prinzip jeder, der mindestens Archimandrit ist. Ein solcher kann sich frei zur Wahl stellen. Bisher gibt es dreizehn offizielle Kandidaten, darunter auch Metropolit Timotheos und der Erzbischof Alexios, die beide von Patriach Irenaios abgesetzt worden waren. Außerdem steht auch der momentane Statthalter im griechischen Patriarchat, Metropolit Kornelios, zur Wahl. Diesem obliegt auch die Aufgabe, die Kandidatenliste den Regierungen Jordaniens und Israels sowie der palästinensischen Autonomiebehörde vorzulegen. Bis heute hat sich die israelische Regierung allerdings zur Absetzung von Irenaios nicht geäußert, auch wenn die beiden anderen Autoritäten diese bereits anerkannt haben. Patriarch Irenaios wurde wegen Korruptionsvorwürfen, vor allem im Zusammenhang mit dem quasi-Verkauf zweier Hotels in der Jerusalemer Altstadt, von seinem Amt enthoben. (asia-news/rv)

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Israel: Neuer Patriarch im August

 

Am 15.  August will die griechisch-orthodoxe Synode  von Jerusalem einen Nachfolger für den abgesetzten Patriarchen Irenaios wählen.

Weiß jemand, wie das ausgegangen ist? RadVat hat nichts gemeldet...

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Israel: Neuer Patriarch im August

 

Am 15.  August will die griechisch-orthodoxe Synode  von Jerusalem einen Nachfolger für den abgesetzten Patriarchen Irenaios wählen.

Weiß jemand, wie das ausgegangen ist? RadVat hat nichts gemeldet...

http://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/...lo.asp?id=46336

 

 

 

08/2005 18.16.00

 

 

Israel: Neuer orthodoxer Patriarch von Jerusalem gewählt

 

Nach den Wirren um den inzwischen abgesetzten Irenaios I. ist heute in Jerusalem ein neuer orthodoxer Patriarch gewählt worden. Unter den Kandidaten war auch ein arabischer Bischof – immerhin sind 98% der Orthodoxen im Heiligen Land Palästinenser. Als aussichtsreichste Kandidaten galten aber Metropolit Aristarchos, den der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. unterstützte, und der Mann der russischen Kirche, Metropolit Timotheos, der noch in Leningrad Theologie studiert hat – beide aus Griechenland.

"Solange im orthodoxen Patriarchat von Jerusalem die geradezu existenzbedrohende Kirchenkrise gedauert hatte, so schnell fand sich jetzt ein Nachfolger für den umstrittenen und schließlich abgesetzten Patriarchen Irenaios. Am Montagvormittag gingen in der siebenundvierzigköpfigen Wahlversammlung der Bruderschaft vom Heiligen Grab und ..................................

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Radio Vatikan vom 29.08.2005

 

Israel: Wer ist Theophilos III? Ein Portrait des neuen Patriarchen

Eine Woche nach seiner Wahl wurde Theophilos III. gestern in sein Amt als neuer griechisch-orthodoxer Patriarch von Jerusalem eingeführt. Gegenüber griechischen Zeitungen kritisierte Theophilos die Situation seiner Kirche. Das Patriarchat sei wie gelähmt und existiere quasi nicht mehr. Zur Zeit würden Spenden den Klosterbetrieb aufrecht erhalten. Als erstes müsse der Schulunterricht wieder aufgenommen und die Bezahlung von 600 Lehrkräften sichergestellt werden, so Theophilos. Der 55-jährige wurde erst im Januar zum Bischof geweiht und galt als absoluter Außenseiter für die Nachfolge des abgesetzten Irenaios. Ein Portrait von Heinz Gstrein: "Theophilos III. Giannopoulos stammt aus einer ebenso frommen wie kinderreichen Familie in Griechenland, die ihre überzähligen Söhne seit Generationen als Auswanderer in die USA schickt oder dem Patriarchat Jerusalem als Oblaten weiht. Kaum 14-jährig, kam der Junge ans Knabenseminar in der Altstadt von Jerusalem. Bald lernte er so gut arabisch, dass Theophilos dann nach seiner Priesterweihe als Pfarrer in der biblischen Palästinensergemeinde von Kana in Galiläa wirken konnte. Anschließend wurde er zu den christlichen Exilpalästinensern in die Arabischen Golfstaaten geschickt. Dort nahm sich Theophilos seit den 90-er Jahren des orthodox-islamischen Dialoges an. Israel gegenüber kommt es dem neuen Patriarchen natürlich gelegen, dass es sich beim früheren Direktor des Geheimdienstes CIA ausgerechnet um seinen Vetter George Denet handelt, und dass Außenministerin Condoleezza Rice zum Freundeskreis der Familie gehört. Auch finanziell will sich Theophilos auf die wohlhabenden Amerika-Griechen stützen, um die Löcher zu stopfen, die sein Amtsvorgänger in die Jerusalemer Kassen gerissen hat." (rv/afp)

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