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Segnung statt Kommunion


abitibi
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Hallo,

 

da ich ja noch nicht katholisch bin und die Erstkommunion noch vor mir habe, ich aber Sonntag in der Kirche gerne mit vor gehen würde, fiel mir ein, dass ich in der evangelischen Kirche als Kind mit meinen Eltern nach vorne durfte und dann halt gesegnet wurde statt das Abendmahl zu empfangen. Der Kaplan meiner Gemeinde bestätigte, dass es diese Möglichkeit für mich gäbe ( nur diesmal ohne Elternbegleitung :-) ) und hat mir auch dieses Zeichen mit der Hand auf der Schulter gezeigt.

 

Aber wie genau läuft das ab? Was sagt der Priester dann, und antworte ich irgendwas? Wenn ja, was? Beim evangelischen Abendmahl hab ich halt Oblate und Wein (äh in meiner damaligen Gemeinde: Traubensaft) bekommen und es war in der Gemeinde unüblich irgendwas zu sagen oder zu tun und da ich weiß dass diese Gemeinde weder für die Evangelische Kirche und natürlich erst recht nicht für die Katholische Kirche in irgendeiner Weise Vorbild sein kann, wüsste ich einfach gerne wie genau der Ablauf ist.

 

Von hinten seh ich das ja auch nicht ...

 

Danke & liebe Grüße,

 

Abitibi

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Einsteinchen

Die Kleinkinder werden einfach gesegnet, und sie antworten nicht.

Wie das bei Dir ist, weiß ich nicht. Wie weiß der Priester, daß Du noch nicht für die Kommunion bereit bist?

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naja, ich fang grade erst mit dem konvertitenunterricht an. zeitplan sieht so aus, dass dann nächstes jahr so um ostern rum erstkommunion ist und dann um pfingsten rum firmung, also ganz normal.

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Die Kleinkinder werden einfach gesegnet, und sie antworten nicht.

Wie das bei Dir ist, weiß ich nicht. Wie weiß der Priester, daß Du noch nicht für die Kommunion bereit bist?

Im Eingangsposting ist "das Zeichen mit der Hand auf der Schulter" erwähnt. Wer statt der Kommunion den Segen haben möchte, legt die rechte Hand auf die linke Schulter. Es kann natürlich vorkommen, daß der Kommunionspender darauf nicht eingestellt ist und verdutzt reagiert. Dann sagt man eben kurz, daß man den Segen möchte. Das ist nicht nur für Katechumenen und angehende Konvertiten, sondern z.B. auch für Wiederverheiratete eine Möglichkeit.

 

Ich selbst habe es erst zweimal erlebt, daß ein Erwachsener auf diese Art den Segen erbeten hat. Bei einem wußte ich um die Situation und war daher nicht überrascht. Im anderen Fall war ich ziemlich perplex und habe, wie bei einem Kind, ein Kreuz auf die Stirn gezeichnet und "Christus segne dich" gesagt. Hinterher habe ich mich ein bißchen geärgert und mir die Sache überlegt. Für kommende Fälle habe ich mir vorgenommen, mit der Hostienschale den eucharistischen Segen (als Diakon darf ich das, ein Kommunionhelfer nicht) und eine trinitarische Segensformel zu benutzen. In dieser Form segnet ein Ruhestandspriester bei uns auch die Kinder und die Form gefällt mir sehr, ist mir aber bei bis zu 100 zu segnenden Kindern zu zeitaufwendig. Bei Erwachsenen finde ich es aber angemessen.

 

Am Heimatort sollten die Geistlichen darüber informiert werden, dann wundern sie sich nicht. Und anderswo schadet es nichts, wenn sie überrascht werden.

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Das mit dem Kreuzzeichnen und "Christus segne Dich". ist bei uns ganz üblich, weil in jedem Gottesdienst nicht nur Kinder, sondern auch eine Vielzahl von Nichtkatholiken und Nichtchristen zugegen sind. Das mit dem eucharistischen Segen setzt doch den Glauben an die Realpräsenz voraus und kann deshalb nicht bei jedem, der für das Kreuzzeichen in Frage kommt, vorausgesetzt werden. Grüße, KAM.

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Vielzahl von Nichtkatholiken und Nichtchristen zugegen sind.

Wie kommt das? Habt ihr einen so guten Organisten, dass sich dafür sogar Nichtchristen in die Kirche begeben? Oder wohnst du in einer so öden Gegend, dass der Gottesdienst die einzige Möglichkeit ist mal unter Menschen zu kommen?

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Vielen Dank erstmal für das bisher geschriebene. Es ergeben sich jetzt für mich noch zwei Fragen:

 

1. Wenn Kreuzzeichen und Christus segne dich als Segen: antworte ich dann mit Amen, mit gar nix, oder wie?

 

2. Was ist denn der eucharistische Segen? Das höre ich heute zum ersten Mal und es würde mich sehr interessieren...mir fehlen ja 20 Jahre katholische Sozialisation und Bildung...

 

Danke und liebe Grüße,

 

Abitibi

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1. Wenn Kreuzzeichen und Christus segne dich als Segen: antworte ich dann mit Amen, mit gar nix, oder wie?

kinder antworten meistens garnix, aber ein amen ist niemals unangebracht oder "falsch". amen heißt "so sei es", und wenn du das nach dem segen sagen möchtest, sag es.

Edited by ramhol
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2. Was ist denn der eucharistische Segen?

das ist ein segen, der mit (im sinne von "mithilfe") der eucharistie erteilt wird, also mit einer monstranz oder einem ziborium (hostienschale). meistens wird er am ende einer eucharistischen anbetung, einer andacht oder an fronleichnam erteilt.

Edited by ramhol
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kinder antworten meistens garnix,

Stimmt. Aber letzten Sonntag meinte ein kleines Mädchen jubelnd:

"Oh, ist das schön!"

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kinder antworten meistens garnix,

Stimmt. Aber letzten Sonntag meinte ein kleines Mädchen jubelnd:

"Oh, ist das schön!"

:lol: da wär mir ja das herz aufgegangen

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Das mit dem eucharistischen Segen setzt doch den Glauben an die Realpräsenz voraus und kann deshalb nicht bei jedem, der für das Kreuzzeichen in Frage kommt, vorausgesetzt werden.

Hm, kann ich voraussetzen, daß der zu segnende das Gleiche unter dem Segen versteht, wie ich und meine Kirche? Ich segne und tue dies von meinem Hintergrund aus, sofern der Andere darum bittet. Was er darunter versteht ist eine Sache zwischen ihm und Gott. Wer in einer Eucharistiefeier nach vorn kommt und um den Segen bittet, dem kann ich auch den Eucharistischen Segen erteilen. Zu Fronleichnam segnen wir - von unserer Glaubensposition aus - "diesen Ort und seine Bewohner", auch wenn sie Christus ganz ablehnen, um wieviel mehr die, die darum bitten gesegnet zu werden.

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1. Wenn Kreuzzeichen und Christus segne dich als Segen: antworte ich dann mit Amen, mit gar nix, oder wie?

kinder antworten meistens garnix, aber ein amen ist niemals unangebracht oder "falsch". amen heißt "so sei es", und wenn du das nach dem segen sagen möchtest, sag es.

*unterschreib*

 

... und sprich vor allem mit dem Geistlichen, der Dich begleitet darüber. Und möglichst auch mit den Leuten in der Gemeinde, mit denen Du zu tun hast.

Wenn Du noch niemanden näher kennst, frag Deinen Seelsorger, in welchen Gruppen Du Gemeindekontakt finden kannst, damit Du nach der Konversion nicht allein dastehst.

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bin diesen sonntag mit nach vorne zur segnung, der kommunionhelfer konnte zwar mit dieser geste (hand auf schulter) nichts anfangen, so dass ich noch sagen musste, dass ich nur den segen möchte (was heißt nur...)...naja und dieser segen trägt mich seit sonntag früh durch die klausurenwoche, hat mir sehr gut getan.

 

also danke an euch für eure antworten, hätte mich sonst glaub ich nicht getraut.

 

bei uns gibts alle paar wochen das kirchencafe nach der 10 uhr messe, da hab ich auch schon kontakt gefunden zu einer frau, die selber vor jahren konvertiert ist, das ist natürlich wunderbar für mich, weil man sich darüber austauschen kann...und zum wjt fahre ich mit, da werde ich dann eher die jugend kennenlernen, sind zwar jünger als ich aber das macht ja nichts...naja und dann nächstes semester werd ich wohl zur studentenmesse gehen- ist zwar eine mini-mini-minikleine gruppe, aber das macht andererseits auch den kontakt leichter als wenn das so eine riesengroße unübersichtliche studentengemeinde ist..naja aber ein paar mehr als durchschnittlich 5 könntens schon sein...

 

freu mich jedenfalls wahnsinnig. hoffe die euphorie bleibt. chancen stehen gut. hab glück hier in der diaspora so eine tolle gemeinde gefunden zu haben ( oder vielleicht grade wegen der diaspora?)

 

liebe grüße,

 

abitibi

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