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Teufel in der Seele


DasX
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Kennst Du das ? Du schläfst ein, Gebete in Gedanken, Freude im Herzen.... Du wachst auf und fühlst Dich leer.... Du suchst Deinen Gott, Du fragst Dich ob er Dich überhaupt will, und tausend Gründe fallen Dir ein warum nicht.

Und kaum einer dafür. Du gehst durch den Tag, hin und hergerissen zwischen verzweifeltem Glauben-WOLLEN und verbittertem Abwenden von Gott... Du suchst ein Zeichen, wartest auf eine Stimme, und weißt zugleich wie vermessen dieser Wunsch ist. Du zwingst Dich zum Gebet, gezwungene Worte, die Dir selber Falsch und verlogen vorkommen.

Kennst Du das ? Diesen Teufel in der Seele der Dir sagt Du bist nicht gut genug ?

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Mariamante
Kennst Du das ? Du schläfst ein, Gebete in Gedanken, Freude im Herzen.... Du wachst auf und fühlst Dich leer.... Du suchst Deinen Gott, Du fragst Dich ob er Dich überhaupt will, und tausend Gründe fallen Dir ein warum nicht.

Und kaum einer dafür. Du gehst durch den Tag, hin und hergerissen zwischen verzweifeltem Glauben-WOLLEN und verbittertem Abwenden von Gott... Du suchst ein Zeichen, wartest auf eine Stimme, und weißt zugleich wie vermessen dieser Wunsch ist. Du zwingst Dich zum Gebet, gezwungene Worte, die Dir selber Falsch und verlogen vorkommen.

Kennst Du das ? Diesen Teufel in der Seele der Dir sagt Du bist nicht gut genug ?

Zuerst mal herzlich willkommen im Forum.

 

Franz von Sales schrieb mal: Es gibt zwei Dämonen- einen vor dem Einschlafen- einen der vor dem Aufwachen da ist. Um in Gott einzuschlafen ist es sicher gut (wie die Menschen es früher taten) die hl. Engel zu bitten über uns zu wachen.

 

Ein natürliches Mittel um nicht ausgelaugt aufzuwachen ist die Reinerhaltung der Sinne. Wer vor dem Einschlafen negative Nachrichten in sich einsaugt oder seine Seele mit Fernsehmist angefüllt hat, der ´sollte sich über die innere Leere oder negative Gefühle nicht wundern.

 

Zu der Aussage wir wären nicht "gut genug" erlaube ich mir festzustellen, dass Jesus kam um die Sünden zu retten, nicht die Gerechten. Gerade weil wir schwach, elend und wankelmütig sind sorgt sich Gott um uns. Dass es im Glaubensleben allerdings nicht auf die schönen Gefühle sondern auf den guten Willen und die Taten ankommt sei auch noch erwähnt.

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Es kann auch helfen sich selber zu erwischen. Natürlich sind wir ohne Gott nichts, aber mir zumindestens hilft es wenn ich mir schonmal selber sage (wohlgemerkt, ich sage es zu MIR!):"Och Kulti, jetzt höre aber mal zu jammern auf."

 

Ja, ich kenne diesen Teufel und er findet auch gerne mal ein Hintertürchen. Um so erfreulicher ist es ihn in Demut der Vordertüre verweisen zu können.

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Eine Interessante Frage. Stimmt, mir geht es gerade morgens auch eher so als abends. Ich antwarte darauf mit dem Jesus-Gebet, weil es auch mit noch wirren Gedanken machbar ist. Mit dem bewußten und ruhigen Einatmen JESUS, mit dem bewußten und ruhigen Ausatmen CHRISTUS.

 

Die wirren Gedanken kommen dann sehr schnell zur Ruhe und ein tieferes Gebet wird möglich.

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Ich danke für die Antworten hier und die ein oder andere PN. Das mit dem „nicht gut genug"...

Wie soll ich erklären...

 

Noch nicht so lange her, und ich glaubte so vor mich hin, ohne große Fragen zu stellen.... wie sehr viele eben. Sagen wir, ich begnügte mich mit dem, was ich eben so glaubte, und fertig. Bis ich auf eine Internetsite sieß, ein Forum... oh, ich bin Sicher man kennt es hier, und einige werden auch da Mitglied sein. Ich will es nicht benennen, weil es nicht darum geht dieses besagte Forum anzuprangern oder schlecht zu machen. Keinesfalls.

 

Also ich wurde dort Member und bekam vor staunen den Mund nicht mehr zu. Ich hatte gedacht man glaubt oder eben nicht. Statt dessen erfuhr ich dort, was es alles zu wissen gibt. Was man alles wissen sollte oder müsste. Es war faszinierend für mich zu erfahren, wer was von wem ableitete, wer was worüber sagte, und wer auf wen verwies. Ich hätte da so gerne mitgemacht, merkte aber bald, dass ich den Wissenden dort in Vielem nicht folgen konnte....

 

Ich habe die Apokryphen gelesen, und fand sie einfach nur kitschig, die Gnosis war für mich ein wirres Zeug, und die Geschichte der deutschen Päpste weniger interessant denn eine Ohrfeige.

Und was ich mal geglaubt habe wurde unter dem Druck des Halbwissens zur Farce, die nicht mehr Aufrecht zu erhalten war. Und je mehr ich lass, je mehr ich versuchte zu Ergründen, desto weniger habe ich verstanden, mich verstanden, Gott verstanden... die Kirche verstanden.

 

Tausend Widersprüche die keinen Sinn mehr ergeben, und ich fragte mich ob es wirklich Wichtig ist, ob Jesus nun von Nazareth war oder einer jüdischen Sekte Namens Nazarener angehörte.

Ist das Wichtig ? Echt ? Wäre es Wichtig zu wissen welche Schuhgröße Paulus hatte ? Vielleicht stelle ich mir diese Fragen nur als gnädigen Deckmantel dafür, dass ich nicht klug genug bin manches zu verstehen, oder auch nur den Sinn von Manchem zu erfassen.

 

Genau wie hier... da geht es in einem Tread, zu dem ich eigentlich keine Lust mehr habe, u.a. darum ob Jesus Vegetarier war. Ist das Wichtig ? Warum ? So wie hier darum gebalgt wird muss es wohl Wichtig sein.... was ich schon wieder mal nicht verstehen kann. Darum bin ich nicht gut genug... Nicht etwa, weil ich die Antwort nicht weiss, sondern weil ich die Frage nicht verstehe.

Was Jesus von denen, die ihm folgen mögen erwartet hat er gesagt... Und er hat nicht gesagt „Du sollst kein Tier essen". Wie er nicht gesagt hat „Du sollst über Wasser wandeln". Wenn der Maßstab nicht darin besteht was Jesu gefordert hat, sondern darin was er getan hat.... muss ich passen. Ich bin ziemlich mies im Totewecken.

 

Hast Du mal versucht den Rosenkranz zu beten wenn in Dir eine Stimme ruft „das hat die Freya ersetzt, das hat die Astrate kopiert..". Abends, wenn ich im Bett liege, kurz vorm Einschlafen bin, wenn die Gedanken verwischen, unklar werden, dann geht es. In dem Zustand, wenn ich keine Queergedanken mehr verfolgen kann, es mir zu mühsam wird zu überlegen wer was wo zitiert haben mag.

 

Es ist nicht so, dass mir dieses unverdaute Halbwissen den Glauben nimmt, aber es macht mir meinen Gott.... abstrakt, fremd, zu einer Wissenschaft der ich nicht gewachsen bin. Ich bin nicht gut genug, und ich wünschte ich hätte vom Konzil in Trient nie etwas gehört.

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Sam_Naseweiss

Die beiden zentralen Gebote die Jesus uns genannt hat, sind das Gebot der Nächstenliebe und das Gebot Gott zu lieben.

 

Wie die Kirche oder jemand anderes diese Gebote interpretiert interessiert nicht. Entweder der Mensch kann selbst erkennen, was mit diesen Geboten gemeint ist oder sie sind nichts.

 

Es gibt hundert Möglichkeiten diese Gebote so umzudeuten, daß sich die Liebe zu Gott eben nur in bestimmten rituellen Handlungen zeigen, daß der Heide gar nicht wirklich den Nächsten lieben kann und seine Werke ohne Heilswirkung wären und ähnliches. Da kommt man dann auch zu dem "Gott will es!" der Kreuzzüge.

 

Das sind aber alles Ausreden: "Bevor ich das Kreuz auf mich nehme, den anderen so zu lieben wie mich selbst und die Wahrheit und die Liebe genauso schätze wie mich selbst, da will ich doch lieber mein Tun und Ansinnen auf Rituale beschränken. Ich will einen konkreten Plan was ich zu tun habe, wie auch immer der ausschaut, aber man nehme mir die Last meinem Gewissen, der Wahrheit und der Liebe zu folgen, ich will gehorchen, nicht lieben!

Gott gehorchen kann nur bedeuten: dem Gewissen folgen, wahrhaftig sein und zu lieben.

 

Gruß

Sam

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Sam_Naseweiss
DasX 

Geschrieben am: 8 Jul 2005, 18:35

 

(...)

Hast Du mal versucht den Rosenkranz zu beten wenn in Dir eine Stimme ruft „das hat die Freya ersetzt, das hat die Astrate kopiert..". Abends, wenn ich im Bett liege, kurz vorm Einschlafen bin, wenn die Gedanken verwischen, unklar werden, dann geht es. In dem Zustand, wenn ich keine Queergedanken mehr verfolgen kann, es mir zu mühsam wird zu überlegen wer was wo zitiert haben mag.

 

Es ist nicht so, dass mir dieses unverdaute Halbwissen den Glauben nimmt, aber es macht mir meinen Gott.... abstrakt, fremd, zu einer Wissenschaft der ich nicht gewachsen bin. Ich bin nicht gut genug, und ich wünschte ich hätte vom Konzil in Trient nie etwas gehört.

 

Du solltest dich eher positiv auf die Suche nach Gott begeben. Wenn man immer nur die Kritik über einen Roman liest, dann kennt man bald die Kritiker und die Kritik, aber den Roman verliert man aus dem Auge! Womit ich nicht sagen will, die Schrift wäre nur ein Roman! :lol:

 

Generell denke ich, daß es eigentlich egal ist, ob wir die Dogmatik genau verstehen. Wenn wir genau wüßten, wie es sich mit dem historischen Gehalt der einen oder anderen Stelle in der Schrift verhält etc., dann würden wir dadurch nicht mehr gewinnen, als wir erreichen, wenn wir den beiden Liebesgeboten Jesus nachkommen.

 

Ein einfacher Bauer auf dem Feld ist grundsätzlich nicht weniger fromm, gut oder glücklich wie ein Bischof oder ein Theologe.

 

Wenn es dich reizt über den Glauben auch nachzudenken und ihn nicht nur mystisch zu erfahren - das Spirituelle sollte aber stets im Vordergrund stehen! - dann empfehle ich dir selbst über die Schrift nachzudenken und dich nicht in den Schriften der Kritiker zu verlieren. Die werden hier allerdings auch ab und an diskutiert und da kann man auch einiges genauer betrachten und kritisieren.

 

Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

 

Gruß

Sam

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Generell denke ich, daß es eigentlich egal ist, ob wir die Dogmatik genau verstehen.

:lol: Denke ich auch. Gott sei Dank wird die genaue Kenntnis der Dogmatik nicht an der Himmelspforte abgefragt.

 

Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

Wie meinst Du das?

Wird eine Zeit kommen, in der man nicht mehr glauben kann?

Wer verhindert dann den Glauben?

Der Teufel?

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Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

Wie meinst Du das?

Wird eine Zeit kommen, in der man nicht mehr glauben kann?

Wer verhindert dann den Glauben?

Der Teufel?

Naja, ich hoffe, es wir eine Zeit geben, in der wir nicht mehr glauben sondern in der Gegenwart Gottes sind und ihn schauen ohne den mehr oder weniger dichten Schleier dieser Welt.

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Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

Wie meinst Du das?

Wird eine Zeit kommen, in der man nicht mehr glauben kann?

Wer verhindert dann den Glauben?

Der Teufel?

Naja, ich hoffe, es wir eine Zeit geben, in der wir nicht mehr glauben sondern in der Gegenwart Gottes sind und ihn schauen ohne den mehr oder weniger dichten Schleier dieser Welt.

Dazu fällt mir unweigerlich jene Stelle von Paulus aus dem 2. Korinther 13 ff ein:

 

Jetzt schauen wir durch einen Spiegel- unklar. Dann aber von Angesicht zu Angesicht. Noch ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich so erkennen, wie ich selbst erkannt bin. Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung und Liebe, diese drei. Am höchsten aber steht die Liebe. Trachtet nach der Liebe.

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Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

Wie meinst Du das?

Wird eine Zeit kommen, in der man nicht mehr glauben kann?

Wer verhindert dann den Glauben?

Der Teufel?

Naja, ich hoffe, es wir eine Zeit geben, in der wir nicht mehr glauben sondern in der Gegenwart Gottes sind und ihn schauen ohne den mehr oder weniger dichten Schleier dieser Welt.

Ach so war das gemeint.

Das "könnte" hatte mich verwirrt, ich sehe da einen großen Unterschied zwischen "Glauben können" und "keinen Glauben mehr brauchen".

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Sam_Naseweiss
Gabriele 

Geschrieben am: 14 Jul 2005, 11:16

 

(Sam_Naseweiss @ 8 Jul 2005, 20:03)

 

Die Zeit in der man nicht mehr glauben könnte ist noch nicht gekommen.

 

Wie meinst Du das?

Wird eine Zeit kommen, in der man nicht mehr glauben kann?

Wer verhindert dann den Glauben?

Der Teufel?

 

Ich denke es wird einmal eine Zeit kommen, in der die Menschen so oberflächig sein werden, daß sie funktionieren aber nicht mehr denken. Man wird Fakten lieben, die man in Quizshows abfragen kann, die sind nicht so glitschig wie Philosophie oder Religion - Gibt eine Frage und eine passende Antwort und das war’s.

 

Dann wird es KIs geben, die man im Gespräch kaum noch von einem Menschen unterscheiden kann. Dann wird man sagen, daß zwischen der KI und dem Menschen kein Unterschied sei, wenn man diesen äußerlich nicht feststellen kann. Das ist zwar Unfug, wird aber geglaubt werden. Dann werden die Menschen denken: Wenn eine Maschine wie ein Mensch ist, dann ist der Mensch auch wie eine Maschine - so wie in dem Film Metropolis wird’s zugehen. Wenn eine Machine nicht richtig funktioniert oder stört, dann schaltet man sie ab, wenn sie sich nicht günstig reparieren läßt.

Dann wird man behaupten, daß der Wille des Menschen nicht frei sei und damit begründet man eine Reform des Strafrechtes (wird jetzt schon debattiert) - weg von der Frage ob jemand für eine Tat verantwortlich ist, welche Motive er hat etc (weil ja unrelevant, weil nicht wir selbst wollen, sondern das Ding in uns, auf das wir keinen Einfluß haben) - hin zu der Frage: "Wie viel Schaden hat der denn verursacht?"

 

Man wird sagen, daß das Phänomen des Bewußtseins nur eine Illusion ist, denn man kann es zwar nicht erklären und zwar grundsätzlich nicht (Qualia-Problem), aber man kennt die neurologischen Korrelate des Bewußtseins und das würde reichen um das Bewußtsein zu erklären.

Damit wäre der Mensch dann nur eine Maschine in der es spukt - den Gedanken gab es schon mal! :lol:

Es wird zahlreiche Möglichkeiten des Mind Control geben und andere üble Sachen.

 

Dann wird sich die Gesellschaft wandeln, so daß feste Überzeugungen/Religionen etc. automatisch zu Ausgrenzung führen - wer wird dann noch sein Kind christlich erziehen wollen?

 

Wer wird in der Zukunft noch die entsprechende Einstellung und die Sehnsucht haben, um nach dem "Mehr" in der Welt zu suchen?

 

Ich glaube ich sehe recht dunkel für die Zukunft! :)

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