Jump to content

Maria Magdalena


Gabriele
 Share

Recommended Posts

Heute ist Gedenktag einer ganz besonderen Heiligen,

... das muß ich korrigieren: Gedenktag der heiligen Maria Magdalena ist der 22. Juli, und das ist erst morgen.

Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Heute ist Gedenktag einer ganz besonderen Heiligen,

... das muß ich korrigieren: Gedenktag der heiligen Maria Magdalena ist der 22. Juli, und das ist erst morgen.

Ich finde die Gleichsetzung von Maria aus Magdala (Lk.8,3) mit der namenlosen Suenderin die Jesus die Fuesse gewaschenhat (Lk. 7,37-38) eigentlich schade.

 

Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass hier eine sich etablierende Maennergesellschaft versucht hat eine Person die in der Umgebung Jesus eine wichtige Rolle*) gespielt hat "anzupatzen".

 

*)Ohne jetzt die Story des "Da Vinci Code" in irgendeiner Form aufzugreifen.

Link to comment
Share on other sites

Für mich ist Maria von Magdala die am meisten verkannte Heilige in der kath. Kirche. Wer wirklich in der Bibel nachschaut und sich nicht von den Vorurteilen leiten lässt, kommt genau zu dem Schluss, den Wolfgang auch anführt.

Diese Aufhellung des Tatbestandes findet sich bei vielen Theologinnen. Aber das will eben niemand hören, so scheint es. In der Literatur hat man ja auch dieses völlig falsche Bild der Maria von Magdala rezipiert.

 

Das hat die Apostolin der Apostel (so genannt, weil Jesus sie nach der Auferstehung mit dieser Botschaft zu den Aposteln sendet) nicht verdient.

Link to comment
Share on other sites

Ich finde die Gleichsetzung von Maria aus Magdala (Lk.8,3) mit der namenlosen Suenderin die Jesus die Fuesse gewaschenhat (Lk. 7,37-38) eigentlich schade.

 

Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass hier eine sich etablierende Maennergesellschaft versucht hat eine Person die in der Umgebung Jesus eine wichtige Rolle*) gespielt hat "anzupatzen".

Ist doch letztendlich egal, welche Vorgeschichte sie hatte, bevor sie Jesus traf.

 

Und wenn sié vielleicht auch nicht die "Sünderin" war, dann war sie dennoch sicher vielen Frauen des "sündigen" Berufstandes sehr wichtig.

 

Aus dem unanständigsten und verachtetsten Lebenstil hinauf zur Apostelin der Apostel - das hat schon was.

Link to comment
Share on other sites

Für mich ist Maria von Magdala die am meisten verkannte Heilige in der kath. Kirche. Wer wirklich in der Bibel nachschaut und sich nicht von den Vorurteilen leiten lässt, kommt genau zu dem Schluss, den Wolfgang auch anführt.

Diese Aufhellung des Tatbestandes findet sich bei vielen Theologinnen. Aber das will eben niemand hören, so scheint es. In der Literatur hat man ja auch dieses völlig falsche Bild der Maria von Magdala rezipiert.

 

Das hat die Apostolin der Apostel (so genannt, weil Jesus sie nach der Auferstehung mit dieser Botschaft zu den Aposteln sendet) nicht verdient.

Es gibt immer wieder Versuche auch von "modernen Exegeten" Maria Magdalena nicht als ehemalige Sünderin oder Ex- Prostituierte zu sehen. Aber Maria Magdalena ist nicht die einzige, die nach einem Leben in Sünde zu großer Heiligkeit aufstieg. Auch Paulus war z.B. vor seiner Umkehr sogar mit einem Mord einverstanden. Augustinus führte vor seiner Umkehr eher ein Lotterleben. Maria von Ägypten, Charles de Foucauld haben vor ihrer intensiven Umkehr schwer gesündigt. Gerade das kann Menschen, die nach Heiligkeit streben Mut machen: Dass Gott auch aus den größten Sündern große Heilige machen kann - wenn sie sich ihm mit allem was sie sind wirklich anvertrauen. Insofern wäre eine "Reinwaschung" Maria Magdalenas und ihre vorbildhafte Umkehr ein Kratzen an der Barmherzigkeit Gottes.

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

Es gibt immer wieder Versuche von "modernen Exegeten" Maria Magdalena nicht als ehemalige Sünderin oder Ex- Prostituierte zu sehen.

Lieber Peter,

 

mir scheint, diese Versuche sind schon etwas älter als die "modernen Exegeten":

 

 

Die Gleichsetzung von Maria Magdalena mit der namenlosen Sünderin, die Jesus die Füße salbte (Lukasevangelium 7, 37 - 38) und mit Maria von Bethanien wurde schon 373 im Kommentar von Ephraim, dem Syrer, vollzogen. Origines trennte die Figuren, aber Papst Gregor der Große, hat diese Gleichsetzung in seinen Auslegungen wieder bestätigt; sie ging von da in die Legenden und Vorstellungen ein, obwohl sie in der Bibel keinen Anhaltspunkt hat.

 

(Quelle)

 

Auch der Verfasser des Schott kennt Zweifel an dieser Gleichsetzung:

 

Dass sie die Sünderin war, die Jesus die Füße wusch (Lk 7, 36-50), und dass sie die Schwester der Marta und des Lazarus war (Lk 10, 38-50; Joh 12, 1-8), wird in der abendländischen Liturgie seit Papst Gregor d. Gr. allgemein vorausgesetzt, ist jedoch nicht sicher.

 

(Quelle)

 

Liebe Grüße, Gabriele

Link to comment
Share on other sites

Maria, die Schwester von Marta und Lazarus, wird im benediktinischen Kalender gemeinsam mit diesen am Fest der Freunde des Herrn (29.7.?) gefeiert. Maria Magdalena, wie überall sonst auch, heute. Diese Gleichsetzung ist da also schon mal aufgehoben.

Link to comment
Share on other sites

Liebe Gabriele:

 

Vergelts Gott für die Hinweise. Es sind also nicht nur moderne Exegeten, die hier eine geteilte Sichtweise haben. Ob Origines hier mehr erleuchtet war oder Papst Gregor der Große?

 

Teresa von Konnersreuth z.B. hat in ihren Schauungen gesehen, dass Maria Magdalena noch einige male rückfällig geworden war. Dass ein Mensch, der durch Jesus aus tiefer Sündendunkelheit geheilt wurde eine besondere Dankbarkeit zeigte - bis zur Treue unter das Kreuz- scheint mir jedenfalls eine Aussage, die man nicht zudecken sollte. Letzte Klarheit auch über Maria Magdalena werden wir wohl dann finden, wenn wir selbst unser ganzes Sein in Gott geheilt wiederfinden d.h. im Himmel.

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Für mich ist Maria von Magdala die am meisten verkannte Heilige in der kath. Kirche. Wer wirklich in der Bibel nachschaut und sich nicht von den Vorurteilen leiten lässt, kommt genau zu dem Schluss, den Wolfgang auch anführt.

Diese Aufhellung des Tatbestandes findet sich bei vielen Theologinnen. Aber das will eben niemand hören, so scheint es. In der Literatur hat man ja auch dieses völlig falsche Bild der Maria von Magdala rezipiert.

 

Das hat die Apostolin der Apostel (so genannt, weil Jesus sie nach der Auferstehung mit dieser Botschaft zu den Aposteln sendet) nicht verdient.

Es gibt immer wieder Versuche auch von "modernen Exegeten" Maria Magdalena nicht als ehemalige Sünderin oder Ex- Prostituierte zu sehen. Aber Maria Magdalena ist nicht die einzige, die nach einem Leben in Sünde zu großer Heiligkeit aufstieg. Auch Paulus war z.B. vor seiner Umkehr sogar mit einem Mord einverstanden. Augustinus führte vor seiner Umkehr eher ein Lotterleben. Maria von Ägypten, Charles de Foucauld haben vor ihrer intensiven Umkehr schwer gesündigt. Gerade das kann Menschen, die nach Heiligkeit streben Mut machen: Dass Gott auch aus den größten Sündern große Heilige machen kann - wenn sie sich ihm mit allem was sie sind wirklich anvertrauen. Insofern wäre eine "Reinwaschung" Maria Magdalenas und ihre vorbildhafte Umkehr ein Kratzen an der Barmherzigkeit Gottes.

Lieber Maramante,

 

gib mir einen einzigen Hinweis aus der hl. Schrift, dass Maria Magdalena mit der Frau die Jesus die Fuesse wusch identisch ist.

 

Nicht die modernen Exegeten pfuschen hier herum, sondern die die alten Exegeten versuchten eine Frau mit einer zweifelhaften Aura zu umgeben um ihr maennliches Regime zu stuetzten.

Link to comment
Share on other sites

Ich habe im Netz den Hinweis gefunden, daß es 1969 einen "stillen Widerruf" dieser Verschmelzungstheorie von kirchlicher Seite aus gegeben haben soll.

 

Wo findet man sowas denn???

Link to comment
Share on other sites

Nach den Legenden soll Maria von Magdala, die mit Maria von Betanien gleichgesetzt wurde (und teilweise auch mit der Sünderin), mit ihren Geschwistern Marta und Lazarus im heutigen Frankreich die Botschaft Jesu verkündet haben. Das Grab der Marie Madeleine wird in Vezelay verehrt. St. Lazare-Kirchen gab es häufig v.a. im Zusammenhang mit Hospitälern (da in das Bild des Lazarus von Betanien, wohl das des "armen Lazarus" aus dem Gleichnis bei Lukas geflossen war.

 

Nach dem LThK gilt als erster Bestreiter der Gleichsetzungstheorie eingewisser Faber Stapulensis (15. Jahrhundert), über den ich aber nichts einschlägiges finden konnte.

Edited by Elima
Link to comment
Share on other sites

Lieber Maramante,

 

gib mir einen einzigen Hinweis aus der hl. Schrift, dass Maria Magdalena mit der Frau die Jesus die Fuesse wusch identisch ist.

 

Nicht die modernen Exegeten pfuschen hier herum, sondern die die alten Exegeten versuchten eine Frau mit einer zweifelhaften Aura zu umgeben um ihr maennliches Regime zu stuetzten.

 

Lieber Wolfgang: Du wirst doch sicher wissen, dass Katholiken Bibel UND Überlieferung gelten lassen. Wenn Maria Magdalena gemäß Überlieferung und Tradition als jene Frau gilt, die Jesu Füße wusch, und ihm so ihre tiefe Dankbarkeit für ihre Heilung bezeigt hat, so sehe ich kein Problem darin Maria Magdalena zu sehen.

 

Was Deine Unterstellungen bezüglich der "alten Exegeten" sagt, empfinde ich es als zu vereinfachend und negativ, diese Sichtweise mit " ihr männliches Regime zu stützen" zu diskreditieren. Wofür Maria Magdalena steht- und nicht nur sie- das habe ich ja schon angeführt:

 

Maria Magdalena steht für eine Seele, die in tiefer Dunkelheit und Sünde war - da genügt die biblische Aussage von den 7 Dämonen, die Jesus aus ihr austrieb. Man könnte das als Symbol für die 7 Hauptsünden sehen. Und dass aus einer Sünderin eine so große Heilige werden kann- das sehe ich als den positiven Aspekt bei Maria Magdalena. Und ich erlaube mir daher gut von den "alten Exegeten" zu denken und anzunehmen, dass diese auch die wunderbare Wandlung einer Sünderin zu einer großen Heiligen eher als wertvoll ansahen als das, was du in ihre Auslegung hinein interpretierst.

 

Für jene die Mara Valtorta kennen:

 

http://www.decemsys.de/valtorta/ereign/mm-salbg.htm

 

und ad Legenden nach Jacobus de Voragine: Von der heiligen Maria Magdalena:

 

http://www.joerg-sieger.de/isenheim/texte/hinweis/i_08aa.htm

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
Ich habe im Netz den Hinweis gefunden, daß es 1969 einen "stillen Widerruf" dieser Verschmelzungstheorie von kirchlicher Seite aus gegeben haben soll.

 

Wo findet man sowas denn???

Laut englischer Wikipedia steht da wohl was in einem Konzilsdokument. Bin grad auf der Suche.

Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Lieber Maramante,

 

gib mir einen einzigen Hinweis aus der hl. Schrift, dass Maria Magdalena mit der Frau die Jesus die Fuesse wusch identisch ist.

 

Nicht die modernen Exegeten pfuschen hier herum, sondern die die alten Exegeten versuchten eine Frau mit einer zweifelhaften Aura zu umgeben um ihr maennliches Regime zu stuetzten.

 

Lieber Wolfgang: Du wirst doch sicher wissen, dass Katholiken Bibel UND Überlieferung gelten lassen. Wenn Maria Magdalena gemäß Überlieferung und Tradition als jene Frau gilt, die Jesu Füße wusch, und ihm so ihre tiefe Dankbarkeit für ihre Heilung bezeigt hat, so sehe ich kein Problem darin Maria Magdalena zu sehen.

 

Was Deine Unterstellungen bezüglich der "alten Exegeten" sagt, empfinde ich es als zu vereinfachend und negativ, diese Sichtweise mit " ihr männliches Regime zu stützen" zu diskreditieren. Wofür Maria Magdalena steht- und nicht nur sie- das habe ich ja schon angeführt:

 

Maria Magdalena steht für eine Seele, die in tiefer Dunkelheit und Sünde war - da genügt die biblische Aussage von den 7 Dämonen, die Jesus aus ihr austrieb. Man könnte das als Symbol für die 7 Hauptsünden sehen. Und dass aus einer Sünderin eine so große Heilige werden kann- das sehe ich als den positiven Aspekt bei Maria Magdalena. Und ich erlaube mir daher gut von den "alten Exegeten" zu denken und anzunehmen, dass diese auch die wunderbare Wandlung einer Sünderin zu einer großen Heiligen eher als wertvoll ansahen als das, was du in ihre Auslegung hinein interpretierst.

Natuerlich lieber Mariamante gilt auch die Ueberlieferung, aber sie sollte auch noch irgendwie belegbar sein und nicht "aus den Fingern" gesogen wirken.

 

Wenn Du den Lauf der Kirchengeschichte anschaust, besonders was die Behandlung von Frauen anlangt, ist meine "Unterstellung" nicht so weit hergeholt.

 

Als eine grosse Symbolgestalt kann Maria aus Magdala auch ohne Bezug auf Lukas 7 gelten.

Denn nach Lukas 8,3 war sie von 7 boesen Geistern besessen, was fuer mich eine schwere psychotische Stoerung bedeutet. Sie war also jedenfalls ganz unten.

Und durch Jesus ist sie nicht nur wieder gesund geworden, sondern zu einer Staerke gewachsen, die sie unter dem Kreuz ausharren liess. Und sie hat als einzige den Mut gehabt, das Grab aufzusuchen, in dem derjenige lag, dem sie Ihre Heilung verdankt.

Link to comment
Share on other sites

Natuerlich lieber Mariamante gilt auch die Ueberlieferung, aber sie sollte auch noch irgendwie belegbar sein und nicht "aus den Fingern" gesogen wirken.

Ich nehme nicht an, dass Ephraium der Syrer und Papst Gregor der Große sich das "aus den Fingern" gesogen haben, sondern dass sie nach dem was ihnen vorlag geurteilt haben.

 

Wenn Du den Lauf der Kirchengeschichte anschaust, besonders was die Behandlung von Frauen anlangt, ist meine "Unterstellung" nicht so weit hergeholt.
Man sollte aber doch mit beiden Augen sehen. Den Feministen ist es ein Dorn im Auge, dass es in der kath. Kirche kein Frauenpriestertum gibt. Daher sehen sie das als ungeheure Diskriminierung an. Wieder andere stellen fest, dass das Christentum die Gleichwertigkeit von Mann und Frau erst so richtig zum Durchbruch brachte- bei den Römern die Frau wie eine Sache behandelt wurde. Wenn in der Kirche die Verehrung der Gottesmutter Maria einen so hohen Rang hatte, wenn es Kirchenlehrerinnen und große Frauengestalten in allen Jahrhunderten gibt und gab - dann finde ich, dass man auch diesen Aspekt sehen sollte. Es gab sicher Aussagen von Männern in der Kirche, die Deine Sichtweise scheinbar bestätigen.... vor allem dann, wenn man übersieht wie große Frauengestalten wie z.B. Katharina von Siena, Teresa von Avila etc. große Anerkennung fanden - auch wenn manche großen Frauen sich durch eine offene Kritik am Verfall des Klerus bis in die höchsten Ränge unbeliebt machten, und daher Aversionen ernteten.

 

Als eine grosse Symbolgestalt kann Maria aus Magdala auch ohne Bezug auf Lukas 7 gelten.

Denn nach Lukas 8,3 war sie von 7 boesen Geistern besessen, was fuer mich eine schwere psychotische Stoerung bedeutet. Sie war also jedenfalls ganz unten.

Es ist dir ja nicht unbekannt, dass ich Besessenheit nicht mit psychotischer Störung gleich setzen kann. Das würde eine Verleumdung jener Menschen bedeuten, die nicht psychisch krank sind sondern (aus welchen Gründen auch immer) umsessen oder besessen sind.

 

Und durch Jesus ist sie nicht nur wieder gesund geworden, sondern zu einer Staerke gewachsen, die sie unter dem Kreuz ausharren liess. Und sie hat als einzige den Mut gehabt, das Grab aufzusuchen, in dem derjenige lag, dem sie Ihre Heilung verdankt.
Wir gehen insofern konform, als wir die Dankbarkeit von Maria Magdalena für ihre Heilung hoch schätzen. Bei den 10 Aussätzigen war es ja so, dass nur einer sich bedankte. Bei Maria Magdalena war es so, dass sie dem göttlichen Heiland unter dem Kreuz in einer schweren Stunde treu war, wo die Jünger geflohen sind. Ich habe den Eindruck das Menschen, die durch die Barmherzigkeit Gottes aus schweren Sünden heraus geholt wurden und Heilung erfuhren sich oft besonders treu und liebevoll erweisen. Solche Menschen wissen aus Erfahrung, wie wunderbar Gott ist. Und m.E. ist es das, was Maria Magdalena auszeichnet und zu einem Vorbild für viele sündige und schwache Menschen machen kann.

 

 

PS. Noch eine Anmerkung, auf die ich heute hingewiesen wurde:

 

In einer Lebensdarstellung dieser Heiligen stand, daß Maria Magdalena als einzige Jesus um die Heilung ihrer Seele gebeten hat durch ihr Sündenbekenntnis, während alle anderen an Jesus herantraten mit der Bitte um Heilung von körperlichen Gebrechen.

Edited by Mariamante
Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Wenn in der Kirche die Verehrung der Gottesmutter Maria einen so hohen Rang hatte....

Lieber Mariamante,

 

Du uebersiehst, dass die Verehrung der Gottesmutter eine Folge des Wandels des Frauenbildes im Hochmittelalter war (Quelle: Jaques le Goff, Der Intellektuelle im Mittelalter)*)- hier geht Ursache und Wirkung ein wenig aneinander vorbei.

 

Die von Dir gennnten grossen Frauen hatten Probleme, weil sie Frauen waren. Schau Dir doch an wie vorsichtig und nahe an der Selbstverleignung Hildegard von Bingen (die wahrscheinlich wegen ihres weiblichen Selbstbewusstseins offiziell nie heiliggesprochen wurde) argumentierte und sich bewegte.

Es ist dir ja nicht unbekannt, dass ich Besessenheit nicht mit psychotischer Störung gleich setzen kann. Das würde eine Verleumdung jener Menschen bedeuten, die nicht psychisch krank sind sondern (aus welchen Gründen auch immer) umsessen oder besessen sind.

 

Niemand war oder ist besessen, sondern was die hl. Schrift von "boesen Geistern besessen" nennt, ist eben eine psychotische Stoerung, die wieder mit einer Geisteskrankheit nicht unmittelbar zu tun hat. Ich kann nur immer wieder sagen, zu behaupten dass jemand in der Hand des personalen Boesen, also besessen ist, ist zutiefst unmenschlich und sollte vom Fortschritt der Wissenschaft laengst ueberholt sein.

Link to comment
Share on other sites

Niemand war oder ist besessen, sondern was die hl. Schrift von "boesen Geistern besessen" nennt, ist eben eine psychotische Stoerung, die wieder mit einer Geisteskrankheit nicht unmittelbar zu tun hat.

woher weißt Du das?? Dabei gewesen?? Oder stramm behauptet = bewiesen??

Link to comment
Share on other sites

Ich habe im Netz den Hinweis gefunden, daß es 1969 einen "stillen Widerruf" dieser Verschmelzungstheorie von kirchlicher Seite aus gegeben haben soll.

 

Wo findet man sowas denn???

Laut englischer Wikipedia steht da wohl was in einem Konzilsdokument. Bin grad auf der Suche.

Gefindet?

Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Niemand war oder ist besessen, sondern was die hl. Schrift von "boesen Geistern besessen" nennt, ist eben eine psychotische Stoerung, die wieder mit einer Geisteskrankheit nicht unmittelbar zu tun hat.

woher weißt Du das?? Dabei gewesen?? Oder stramm behauptet = bewiesen??

Du solltest ab zu auch etwas anderes lesen, als Heiligenlegenden z.B. ein wenig Freud und Jung.

Link to comment
Share on other sites

Du solltest ab zu auch etwas anderes lesen, als Heiligenlegenden z.B. ein wenig Freud und Jung.

also mal wieder: stramm behauptet = bewiesen. Dacht ich mir schon! :lol:

Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Du solltest ab zu auch etwas anderes lesen, als Heiligenlegenden z.B. ein wenig Freud und Jung.

also mal wieder: stramm behauptet = bewiesen. Dacht ich mir schon! :lol:

Du denkst immer gleich - ein oesterreichisches Sprichwort:

 

Wie der Schelm ist, so denkt er.

Link to comment
Share on other sites

Wie der Schelm ist, so denkt er.

gilt das nur für Schelme oder auch für lieberale Katholen ???

Link to comment
Share on other sites

wolfgang E.
Wie der Schelm ist, so denkt er.

gilt das nur für Schelme oder auch für lieberale Katholen ???

ich passe, den das was wir beide uns zu "sagen" haben, hat sich die Hl. Maria aus Magdala nicht verdient.

 

Viel Spass beim naechsten Exorzismus. :lol:

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...