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Diplomarbeitsüberlegungen


Justin Cognito

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Da meine Prüfungen sich schön langsam dem Ende zuneigen (drei sind es noch an der Zahl, die ich im Oktober abzulegen habe - und die komissionelle Diplomprüfung, aber die kommt ja erst nach der Diplomarbeit) bin ich gerade heftig am Nachdenken was denn ein geeignetes Thema für eine Diplomarbeit wäre. Folgende Varianten hab ich bis jetzt gefunden:

 

.) Einer Arbeit in Pastoraltheologie, die empirisch der Frage nachgeht wie in Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Religiosität (individuell und kollektiv) gelebt wird. Die Arbeit hätte den Vorteil dass ich darin Beruf und Studium verbinden könnte und auch auf meine berufliche Zukunft hin (die ich plane weiterhin im Sozialbereich zu verbringen) einschlägig wäre.

 

.) Eine Arbeit im Kirchenrecht. Da fehlt mir leider noch das richtig "knackige" Thema. Der Vorteil wäre, dass sich diese Arbeit handwerklich/pragmatisch wohl gut (und vielleicht auch schnell) abwickeln liese und außerdem mein juristisches Denken durchaus wieder einmal eine Auffrischung vertragen könnte (mein Abschluss in Jus ist doch schon wieder 5 Jahre vorbei).

 

.) Eine Arbeit in Systematischer Theologie über das Thema "Arbeit und Erlösung". Es ging mir dabei darum moderen (Selbst-)Erlösungs-/Verwirklichungsvorstellungen im Zusammenhang mit Arbeit mit christlichen Erlösungsvorstellungen (und den Platz den die menschliche Arbeit darin hat) zu konfrontieren. Das Thema würde mich sehr interessieren, was auch schon der größte Vorteil wäre. Als Literaturarbeit müsste ich das Thema aber wohl noch etwas spezifizieren um es nicht aus den Ufern laufen zu lassen ...

 

Das sind meine Top 3 Diplomarbeitsideenskizzen. Bis Ende August möchte ich mich für ein Thema entschieden haben um es im September dem zuständigen Professor vorschlagen zu können ... Schwierig, Schwierig ....

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da ich sewlbst schwerstbehindert bin und auch in der behindertenarbet tätig bin mach beratung und qualitätskontrolle in diversen einrichtugen würde ich sehr für das erste thema pädieren und währe gespannt dann auch immer wieder darüber zu hören :lol:

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Wäre es nicht auch möglich, im Fach Kirchenrecht ein Thema zu bearbeiten, das etwas mit Behinderten zu tun hat? Zum Beispiel könntest Du die Stellung von Menschen mit (insbes. geistiger) Behinderung im Eherecht oder auch Sakramentenrecht (Du hattest hier 'mal einen entsprechenden Fall angeführt) untersuchen.

 

Was mir eben (passend zu einem gewissen Thread) auch noch eingefallen ist, wäre etwas zu Erscheinungen bzw. Privatoffenbarungen aus kanonistischer Sicht.

bearbeitet von Fabianus
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Wäre es nicht auch möglich, im Fach Kirchenrecht ein Thema zu bearbeiten, das etwas mit Behinderten zu tun hat? Zum Beispiel könntest Du die Stellung von Menschen mit (insbes. geistiger) Behinderung im Eherecht oder auch Sakramentenrecht (Du hattest hier 'mal einen entsprechenden Fall angeführt) untersuchen.

Die Idee ist wirklich gut. Die rechtliche Stellung von Menschen mit geistiger Behinderung scheint mir im Kirchenrecht allerdings relativ gut (und prägnant) geklärt und ihre Verwirklichung in weiten Bereichen der Pastoral als Aufgabe anvertraut. Eine Dipolomarbeit könnte dann deshalb doch wieder eher bei der Pastoral ansetzen. Aber danke für den Hinweis. Ich werd ihn noch ein bisschen gären lassen. Denn er hat definitiv was .... und würde vor allem eine Verbindung meines Berufs mit meinen beiden Studienrichtungen ermöglichen.

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Wäre es nicht auch möglich, im Fach Kirchenrecht ein Thema zu bearbeiten, das etwas mit Behinderten zu tun hat? Zum Beispiel könntest Du die Stellung von Menschen mit (insbes. geistiger) Behinderung im Eherecht oder auch Sakramentenrecht (Du hattest hier 'mal einen entsprechenden Fall angeführt) untersuchen.

Die Idee ist wirklich gut. Die rechtliche Stellung von Menschen mit geistiger Behinderung scheint mir im Kirchenrecht allerdings relativ gut (und prägnant) geklärt und ihre Verwirklichung in weiten Bereichen der Pastoral als Aufgabe anvertraut. Eine Dipolomarbeit könnte dann deshalb doch wieder eher bei der Pastoral ansetzen. Aber danke für den Hinweis. Ich werd ihn noch ein bisschen gären lassen. Denn er hat definitiv was .... und würde vor allem eine Verbindung meines Berufs mit meinen beiden Studienrichtungen ermöglichen.

Wow, wenn die Diplomarbeit ferig ist, würde ich sie wirklich gerne mal lesen! Das klingt wirklich gut. :lol:

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Da meine Prüfungen sich schön langsam dem Ende zuneigen (drei sind es noch an der Zahl, die ich im Oktober abzulegen habe - und die komissionelle Diplomprüfung, aber die kommt ja erst nach der Diplomarbeit) bin ich gerade heftig am Nachdenken was denn ein geeignetes Thema für eine Diplomarbeit wäre. Folgende Varianten hab ich bis jetzt gefunden:

 

.) Einer Arbeit in Pastoraltheologie, die empirisch der Frage nachgeht wie in Wohneinrichtungen für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung Religiosität (individuell und kollektiv) gelebt wird. Die Arbeit hätte den Vorteil dass ich darin Beruf und Studium verbinden könnte und auch auf meine berufliche Zukunft hin (die ich plane weiterhin im Sozialbereich zu verbringen) einschlägig wäre.

 

.) Eine Arbeit im Kirchenrecht. Da fehlt mir leider noch das richtig "knackige" Thema. Der Vorteil wäre, dass sich diese Arbeit handwerklich/pragmatisch wohl gut (und vielleicht auch schnell) abwickeln liese und außerdem mein juristisches Denken durchaus wieder einmal eine Auffrischung vertragen könnte (mein Abschluss in Jus ist doch schon wieder 5 Jahre vorbei).

 

.) Eine Arbeit in Systematischer Theologie über das Thema "Arbeit und Erlösung". Es ging mir dabei darum moderen (Selbst-)Erlösungs-/Verwirklichungsvorstellungen im Zusammenhang mit Arbeit mit christlichen Erlösungsvorstellungen (und den Platz den die menschliche Arbeit darin hat) zu konfrontieren. Das Thema würde mich sehr interessieren, was auch schon der größte Vorteil wäre. Als Literaturarbeit müsste ich das Thema aber wohl noch etwas spezifizieren um es nicht aus den Ufern laufen zu lassen ...

 

Das sind meine Top 3 Diplomarbeitsideenskizzen. Bis Ende August möchte ich mich für ein Thema entschieden haben um es im September dem zuständigen Professor vorschlagen zu können ... Schwierig, Schwierig ....

Hallo Christoph,

 

ich wuerde Dir von Thema 2 abraten Ich bin zwar selbst Jurist (wenn auch nicht als solcher taetig), glaube aber, dass das Kirchenrecht ein ohnedies weit ueberbewertetes Gebiet in kirchlichen Bereich ist. Wenn die Kirche beginnt eine "juristische Veranstaltung" zu werden, verlaesst sie ihre eigentliche Aufgabe. Denn Liebe, Barmherzigkeit und Zuwendung zu den Armen und Schwachen laesst sich mit rechtlichen Kategorien meist eher schlecht vereinbaren.

 

Thema 1 und 3 koennen beide sehr spannend sein, wobei bei Thema 1 der grosse Vorzug darin liegt, dass Du Deine beruflichen Erfahrungen voll einbringen kannst. Sozusagen eine ideale Symbiose von Peaxis und Theorie.

 

Ich wuensche Dir jedenfalls eine gute Arbeit, wie immer Du Dich entscheidest.

 

LiGrue

Wolfgang E.

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Seit zwei Wochen darf ich mich als Diplomand fühlen. Es ist doch ein kirchenrechtliches Thema geworden, nämlich (wie von Fabianus vorgeschlagen - Danke an dieser Stelle für den Tip!): Die Rechtsstellung von Menschen mit geistiger Behinderung im Kirchenrecht (der genauere Titel muss sich noch herauskristallisieren). Besonders im Bezug auf das Sakramentenrecht scheint mir das auch ein praxisrelevantes Thema zu sein, wobei die Literatur auf den ersten Blick spärlich gesäht zu sein scheint.

 

Ich verstehe übrigens Wolfgangs Bedenken sehr gut, aber der Gegensatz von Recht ist für mich nicht Liebe, sondern Unrecht oder Willkür. Daher hoffe ich mit meiner Diplomarbeit nicht juristische Spizfindigkeiten um ihrerer selbst willen zu betreiben (auf Kosten der Menschen mit geistiger Behinderung) sondern die Selbstbestimmung und Integration dieser Menschen in unseren Gemeinden mit den Mitteln einer rechtlichen Sprache zu beschreiben um auf diesem Gebiet vielleicht auch einen kleinen Beitrag zu mehr "Rechtssicherheit" leisten zu können .

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Ich verstehe übrigens Wolfgangs Bedenken sehr gut, aber der Gegensatz von Recht ist für mich nicht Liebe, sondern Unrecht oder Willkür. Daher hoffe ich mit meiner Diplomarbeit nicht juristische Spizfindigkeiten um ihrerer selbst willen zu betreiben (auf Kosten der Menschen mit geistiger Behinderung) sondern die Selbstbestimmung und Integration dieser Menschen in unseren Gemeinden mit den Mitteln einer rechtlichen Sprache zu beschreiben um auf diesem Gebiet vielleicht auch einen kleinen Beitrag zu mehr "Rechtssicherheit" leisten zu können .

 

Hallo Christoph,

 

als allerersters: ich drück Dir die Daumen und denk an Dich.

 

Das von Wolfgang angesprochene Thema hat mich auch sehr bewegt. Ich hatte eine zeitlang überlegt, mich im Bereich Kirchenrecht zu spezialisieren. Ich verwarf den Gedanken aber wieder, weil ich es nicht besonders erträglich fand, die Kirche durch eine rein rechtliche Brille zu betrachten. Andererseits ist das Kirchenrecht aber ein spannendes Thema.

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Ich schließe mich Mat da mit sämtlichen Überlegungen an. Ich hatte auch vor, die Zulassungsarbeit im Kirchenrecht zu schreiben und habe es dann gelassen.

 

Christoph, viel Ausdauer und Erfolg (die Sache, dass es wenig Literatur gibt, hatte ich seinerzeit bei meinem Thema auch, das ist nicht immer lustig)!

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Seit zwei Wochen darf ich mich als Diplomand fühlen. Es ist doch ein kirchenrechtliches Thema geworden, nämlich (wie von Fabianus vorgeschlagen - Danke an dieser Stelle für den Tip!): Die Rechtsstellung von Menschen mit geistiger Behinderung im Kirchenrecht (der genauere Titel muss sich noch herauskristallisieren). Besonders im Bezug auf das Sakramentenrecht scheint mir das auch ein praxisrelevantes Thema zu sein, wobei die Literatur auf den ersten Blick spärlich gesäht zu sein scheint.

 

Ich verstehe übrigens Wolfgangs Bedenken sehr gut, aber der Gegensatz von Recht ist für mich nicht Liebe, sondern Unrecht oder Willkür. Daher hoffe ich mit meiner Diplomarbeit nicht juristische Spizfindigkeiten um ihrerer selbst willen zu betreiben (auf Kosten der Menschen mit geistiger Behinderung) sondern die Selbstbestimmung und Integration dieser Menschen in unseren Gemeinden mit den Mitteln einer rechtlichen Sprache zu beschreiben um auf diesem Gebiet vielleicht auch einen kleinen Beitrag zu mehr "Rechtssicherheit" leisten zu können .

 

Lieber Christoph,

Herzlichen Glückwunsch und toi, toi, toi.

 

Ich finde den Zugang wie Du ihn beschreibst großartig und sehe dabei, die von mir beschriebene Gefahr auch kaum als virulent.

 

Meine Bedenken bezogen sich eher auf kirchliches Eherecht usw.

 

LiGrü

 

Wolfgang

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