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leibliche Auferstehung


Martin
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Nach einem Texthinweis zu Hölle von Sam Naseweiss

 

http://www.konkordant.de/VerglWort.html

 

 

bin ich auf folgenden Text gestoßen:

 

... Die Seele ist entstanden durch die Verbindung von Geist und Körper (1. Mose 2:7) und bezeichnet den Menschen aus Sicht seiner Empfindungen, seiner Persönlichkeit oder moderner ausgedrückt seines "Egos". Empfindungen sind nicht mehr möglich, wenn Geist und Körper nach dem Tod getrennt werden. Die Seele ist nach dem Tod also nicht mehr vorhanden - sie ist nicht mehr wahrnehmbar, im "Unwahrnehmbaren" (so die wörtliche Übertragung des griechischen Hades, z.B. Offb. 1:18; 20:13). Die hebräische Entsprechung Sheol bedeutet wörtlich "Fragliches". Im Sheol bzw. Hades zu sein bedeutet also, es ist fraglich wo die Seele nach dem Tod ist, sie ist nicht mehr da, also nicht mehr wahrnehmbar (vergleichbar mit elektrischem Licht, nachdem der Stromfluss unterbrochen wurde). Folglich kann im Hades bzw. Sheol nichts passieren: "Kein Tun ist, noch Berechnung, noch Erkenntnis, noch Weisheit im Sheol, wohin du gehen musst" (Pred. 9:10; nach Buber) und "die Toten aber, sie erkennen nichts, und kein Lohn ist ihnen noch weiterhin, denn vergessen ist ihr Gedenken" (Pred. 9:5; siehe auch Ps. 89:49; 139:8; 4.Mose 16:30). Aber dieser Zustand wird für jeden ein Ende haben: "Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf" (1. Samuel 2:6). In den Hades gehen die Seelen aller Menschen, ob gläubig oder nicht (Joh. 5:28-29; Hiob 3:11-19, 14:13; Hes. 32:18-32; Ps. 31:17; Dan. 12:2).

 

 

Gibt es daher zu leiblichen Auferstehung keine Alternative?

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Sam_Naseweiss
Martin 

Geschrieben am: 20 Aug 2005, 09:36

 

Gibt es daher zu leiblichen Auferstehung keine Alternative?

 

Aus katholischer Sicht soweit ich weiss nicht:

Mit aller gebotenen Vorsicht und Zurückhaltung können wir versuchen, die Wirklichkeit des Lebens der Verstorbenen bei Gott noch etwas tiefer zu verstehen, wenn wir noch etwas genauer über das Verhältnis von Leib und Seele nachdenken. Da die Seele kein Teil des Menschen neben dem Leib ist, sondern die Mitte der Person, geht die Person des Menschen ein in das Leben bei Gott. Aber auch der Leib ist kein bloßer Teil des Menschen, sondern die Person in ihrem konkreten Bezug zu ihrer Umwelt und Mitwelt, ein Bezug, der so innig zu denken ist, daß ein "Stück" Welt, eben unser Leib, zu unserer personalen Wirklichkeit gehört. Auf diesem Hintergrund wird deutlich, was Trennung von Seele und Leib meint, nämlich das Aufhören, der Abbruch des bisherigen Bezugs zur Umwelt und Mitwelt. Diese Beziehungslosigkeit kommt auch in der alttestamentlichen Vorstellung von der scheol zum Ausdruck. Insofern ist die traditionelle Vorstellung von der Trennung von Leib und Seele der Sache nach durchaus biblisch begründet. Eine absolute und totale Trennung von Leib und Seele und damit eine völlige Beziehungslosigkeit kann es freilich für den Glauben nicht geben. Ein gewisser, wenngleich unvollständiger und für unsere Erfahrung dunkel bleibender Leib- und Weltbezug muß festgehalten werden. Der Glaube bekennt ja, daß die Toten, die bei Gott leben, in Jesus Christus und im Heiligen Geist in der einen Gemeinschaft der Heiligen mit uns verbunden bleiben. Im Gebet für die Verstorbenen kommt diese bleibende Verbundenheit in besonderer Weise zum Ausdruck.(...)Gott will, ruft und liebt den ganzen Menschen, der in Leib und Seele einer ist. Zum ganzen Menschen gehört auch sein Bezug zur Welt und zu den Mitmenschen, der sich im Leib vollzieht. Die Hoffnung auf die leibhafte Auferweckung der Toten ist daher kein später und fremder Zusatz zum Gottesglauben, sondern dessen innere Konsequenz.

 

http://dbk.de/katechismus/scripte/kate_suc...%20Toten&band=1

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Gibt es daher zu leiblichen Auferstehung keine Alternative?

die Auferstehung der Seele. Aber wieso sollte diese auferstehen, wenn sie unsterblich ist??

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... Die Seele ist entstanden durch die Verbindung von Geist und Körper (1. Mose 2:7) und bezeichnet den Menschen aus Sicht seiner Empfindungen, seiner Persönlichkeit oder moderner ausgedrückt seines "Egos".
Nach den mir vorliegenden Informationen hat Gott die unsterbliche Geist- Seele erschaffen, die im irdischen Leben eine innige Vebindung mit dem materiellen Leib eingeht- aber nicht mit ihm identisch ist. Da (wie Jesus sagt) die Gedanken von innen her kommen, sind sowohl Empfindungen der Freude wie auch des Schmerzes die in der Geist- Seele ihre Wurzel haben m.E. auch nach dem Verlassen der "irdischen Hülle" durchaus möglich.

 

Empfindungen sind nicht mehr möglich, wenn Geist und Körper nach dem Tod getrennt werden.
Woher weiss der Autor das? Aus eigener Erfahrung oder sind das Mumaßungen?

 

Die Seele ist nach dem Tod also nicht mehr vorhanden - sie ist nicht mehr wahrnehmbar, im "Unwahrnehmbaren" (so die wörtliche Übertragung des griechischen Hades, z.B. Offb. 1:18; 20:13). Die hebräische Entsprechung Sheol bedeutet wörtlich "Fragliches".
Auch wenn die Geist- Seele irdisch nicht mehr wahrnehmbar ist: Das Wesentliche des Menschen, seine Persönlichkeit geht im Tod nicht verloren. Die unsterbliche Seele existiert weiter. Die Zeugen Jehovas haben allerdings eine andere Sichtweise- da sie nicht an eine unsterbliche Seele des Menschen glauben.

 

Im Sheol bzw. Hades zu sein bedeutet also, es ist fraglich wo die Seele nach dem Tod ist, sie ist nicht mehr da, also nicht mehr wahrnehmbar (vergleichbar mit elektrischem Licht, nachdem der Stromfluss unterbrochen wurde). Folglich kann im Hades bzw. Sheol nichts passieren: "Kein Tun ist, noch Berechnung, noch Erkenntnis, noch Weisheit im Sheol, wohin du gehen musst" (Pred. 9:10; nach Buber) und "die Toten aber, sie erkennen nichts, und kein Lohn ist ihnen noch weiterhin, denn vergessen ist ihr Gedenken" (Pred. 9:5; siehe auch Ps. 89:49; 139:8; 4.Mose 16:30). Aber dieser Zustand wird für jeden ein Ende haben: "Jehova tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und führt herauf" (1. Samuel 2:6). In den Hades gehen die Seelen aller Menschen, ob gläubig oder nicht (Joh. 5:28-29; Hiob 3:11-19, 14:13; Hes. 32:18-32; Ps. 31:17; Dan. 12:2).

 

Dass im AT noch keine so klare Sichtweise über die Jenseitszustände des Menschen vorhanden sah, läßt sich aus den zitierten Schriftstellen ersehen. Wenn Jesus über das Jenseits spricht (z.B. davon, dass die Menschen wie die Engel Gottes sein werden - oder auch davon, dass die von Gott Getrennten große Qualen erleiden (reicher Prasser) dann gibt uns Jesus hier schon sehr klar zu verstehen, dass Gott kein Gott von Toten sondern ein Gott von Lebendigen ist.

 

Die sogenanne "Auferstehung des Fleisches" bedeutet, dass der menschliche Leib in verklärter Form am ewigen Leben - bzw. an der Verdammnis Anteil haben wird.

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Sam_Naseweiss
Mariamante 

Geschrieben am: 20 Aug 2005, 12:58

 

(...)... Die Seele ist entstanden durch die Verbindung von Geist und Körper (1. Mose 2:7) und bezeichnet den Menschen aus Sicht seiner Empfindungen, seiner Persönlichkeit oder moderner ausgedrückt seines "Egos".

Nach den mir vorliegenden Informationen hat Gott die unsterbliche Geist- Seele erschaffen, die im irdischen Leben eine innige Vebindung mit dem materiellen Leib eingeht- aber nicht mit ihm identisch ist. Da (wie Jesus sagt) die Gedanken von innen her kommen, sind sowohl Empfindungen der Freude wie auch des Schmerzes die in der Geist- Seele ihre Wurzel haben m.E. auch nach dem Verlassen der "irdischen Hülle" durchaus möglich.

 

Hier greift die Frage, was denn eine Seele ohne Körper sein soll, wenn Körper und Seele erst die Person bilden. Ratzinger argumentiert da so, daß die Seele während ihres Lebens den Leib quasi verinnerlicht.

Diese Fragen sind jedoch nicht heilsnotwendig und die Aussagen über das nach dem Tod sind nicht umfangreich dogmatisiert.

 

Was man aber festhalten kann ist folgendes: Die Auferstehung ist nach katholischer Lehre erst dann vollständig, wenn der Mensch in Leib und Seele aufersteht.

 

Ich denke, daß der Mensch durch sein Leben seine Seele prägt und daß dies dann unsere Individualität ausmacht.

Weiter glaube ich, daß der Leib der Auferstehung dann der Seele entsprechend geformt wird, die der Mensch während seines Pilgerdaseins im Diesseits geprägt hat.

Diese Sicht findet sich als Tendenz auch in der aktuellen Theologie wieder.

 

 

Auch wenn die Geist- Seele irdisch nicht mehr wahrnehmbar ist: Das Wesentliche des Menschen, seine Persönlichkeit geht im Tod nicht verloren. Die unsterbliche Seele existiert weiter. Die Zeugen Jehovas haben allerdings eine andere Sichtweise- da sie nicht an eine unsterbliche Seele des Menschen glauben.

 

Die Seele geht nicht verloren und bewahrt die Individualität.

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Zum Thema unsterbliche Geist- Seele ein paar Stellen aus dem Katechismus:

 

II „In Leib und Seele einer“

 

362 Die nach dem Bilde Gottes erschaffene menschliche Person ist ein zugleich körperliches und geistiges Wesen. Der biblische Bericht bringt das in einer sinnbildlichen Sprache zum Ausdruck, wenn er sagt: „Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in sei-ne Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen“ (Gen 2,7). Der ganze Mensch ist von Gott gewollt (Vgl. dazu auch 1146, 2332).

 

363 In der Heiligen Schrift bedeutet der Ausdruck Seele oft das Leben des Menschen [Vgl. Mt 16,25–26; Joh 15,13] oder die ganze menschliche Person [Vgl. Apg 2,41]. Er bezeichnet aber auch das Innerste im Menschen [Vgl. Mt 26,38; Joh 12,27], das Wertvollste an ihm [Vgl. Mt 10,28; 2 Makk 6,30], das, wodurch er am meisten nach dem Bild Gottes ist: „Seele“ benennt das geistige Lebensprinzip im Menschen (Vgl. dazu auch 1703).

 

364 Der Leib des Menschen hat an der Würde des Seins „nach dem Bilde Gottes“ teil: er ist eben deswegen menschlicher Leib, weil er durch die geistige Seele beseelt wird. Die menschliche Person ist als ganze dazu bestimmt, im Leibe Christi zum Tempel des Geistes zu werden [Vgl. 1 Kor 6,19–20; 15,44–45] (Vgl. dazu auch 1004).

 

„In Leib und Seele einer, vereint der Mensch durch seine leibliche Verfaßtheit die Elemente der stoff-lichen Welt in sich, so daß sie durch ihn ihren Höhepunkt erreichen und ihre Stimme zum freien Lob des Schöpfers erheben. Das leibliche Leben darf also der Mensch nicht geringachten; er muß im Ge-genteil seinen Leib als von Gott geschaffen und zur Auferweckung am Jüngsten Tag bestimmt für gut und der Ehre würdig halten“ (GS 14,1) (Vgl. dazu auch 2289).

 

365 Die Einheit von Seele und Leib ist so tief, daß man die Seele als die „Form“ des Leibes [Vgl. K. v. Vienne 1312: DS 902] zu betrachten hat, das heißt die Geistseele bewirkt, daß der aus Materie gebildete Leib ein lebendiger menschlicher Leib ist. Im Menschen sind Geist und Materie nicht zwei vereinte Naturen, son-dern ihre Einheit bildet eine einzige Natur.

 

366 Die Kirche lehrt, daß jede Geistseele unmittelbar von Gott geschaffen ist [Vgl. Pius XII., Enz. „Humani generis“ 1950: DS 3896; SPF 8] – sie wird nicht von den Eltern „hervorgebracht“ – und daß sie unsterblich ist [Vgl. 5. K. im Lateran 1513: DS 1440]: sie geht nicht zugrunde, wenn sie sich im Tod vom Leibe trennt, und sie wird sich bei der Auferstehung von neuem mit dem Leib vereinen (Vgl. dazu auch 1085, 997).

 

367 Manchmal wird die Seele vom Geist unterschieden. So betet der hl. Paulus: „Gott ... heilige euch ganz und gar und bewahre euren Geist, eure Seele und euren Leib unversehrt, damit ihr ohne Tadel seid“ bei der Wiederkunft des Herrn (1 Thess 5,23). Die Kirche lehrt, daß diese Unterschei-dung die Seele nicht zweiteilt [Vgl. 4. K. v. Konstantinopel 870: DS 657]. Mit „Geist“ ist gemeint, daß der Mensch von seiner Erschaffung an auf sein übernatürliches Ziel hingeordnet ist [Vgl. 1. Vatikanisches K.: DS 3005; GS 22,5] und daß seine Seele aus Gnade zur Gemeinschaft mit Gott erhoben werden kann [Vgl. Pius XII., Enz. „Humani generis“, 1950: DS 3891] (Vgl. dazu auch 2083).

 

368 Die geistliche Tradition der Kirche legt auch Wert auf das Herz im biblischen Sinn des „We-sensgrundes“ oder „Inneren“ (Jer 31,33), worin sich die Person für oder gegen Gott entscheidet [Vgl. Dtn 6,5; 29,3; Jes 29,13;Ez 36,26; Mt6,21; Lk 8,15; Röm 5,5] (Vgl. dazu auch 478, 582, 1431, 1764, 2517, 2562, 2843).

Edited by Mariamante
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