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Verschwundende Predigt-Inhalte


Martin
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Ab und zu höre ich mal eine richtig gute Predigt. Eie Predigt, wo ich sage: Ja, das ist es. Stimmt!

 

Und wenn ich dann ein paar Stunden später nachdenke, bekomme ich nur mit Müh und Not das auf die Reihe, was mich zuvor so angesprochen hat. Nach ein paar Tagen scheint dann alles weg zu sein.

 

Geht es euch ähnlich?

Wie geht ihr damit um?

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Ab und zu höre ich mal eine richtig gute Predigt. Eie Predigt, wo ich sage: Ja, das ist es. Stimmt!

 

Und wenn ich dann ein paar Stunden später nachdenke, bekomme ich nur mit Müh und Not das auf die Reihe, was mich zuvor so angesprochen hat. Nach ein paar Tagen scheint dann alles weg zu sein.

Dann hast du die Predigt womöglich völlig verinnerlicht... :lol:

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OneAndOnlySon

Das liegt wohl zum Teil auch am Aufbau, bzw. der Durchführung der Heiligen Messe. Man hört im Wortgottesdienst die Lesungen und Predigt, die einen anspricht, aus der man "etwas mitnehmen" kann. Das ganze wird dann in den Fürbitten zusammengefasst. Danach kommt allerdings der Bruch, die Eucharistiefeier. Man konzentriert sich voll und ganz auf das Geheimnis von Kreuz und Auferstehung, der Wandlung von Brot und Wein zu Leib und Blut Christi. Dadurch denkt man meist nicht weiter über die Predigt nach. Das gehörte wird vom "wichtigeren" der Eucharistie überlagert.

 

Hilfreich finde ich es schon, wenn nach der Predigt eine gewisse Zeit der Stille eingehalten wird. Stille, in der man die Botschaft verinnerlichen kann. Meist ist aber der Bruch zum aktiv sein im Credo schon so groß, dass die Predigt schnell vergessen ist.

 

In den ostkirchlichen Riten steht die Predigt meist am Ende der Messe. Vielleicht ist dieser Platz auch besser gewählt, denn man kann die Aussagen direkt in seinen Alltag hineinnehmen, kann sie auch direkt mit anderen diskutieren und vertiefen.

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Ab und zu höre ich mal eine richtig gute Predigt. Eie Predigt, wo ich sage: Ja, das ist es. Stimmt!

 

Und wenn ich dann ein paar Stunden später nachdenke, bekomme ich nur mit Müh und Not das auf die Reihe, was mich zuvor so angesprochen hat. Nach ein paar Tagen scheint dann alles weg zu sein.

 

Geht es euch ähnlich?

Wie geht ihr damit um?

Lieber Martin!

 

Wir leben in einer Zeit, in der ständig Informationen auf uns einfließen und die Gefahr mit sich bringen, dass wir oberflächlich werden. Das bezieht sich sowohl auf Predigten wie auch auf Evangelium und Lesung.

 

Wenn man nach einer hl. Messe z.B. vor der Kirche eine Befragung bei den Gläubigen machen würde, was der Inhalt der Lesung oder des Evangeliums war- ich fürchte, dass nicht alle darauf korrekt antworten könnten.

 

Ich habe in meinem Glaubensleben seit 1982 viele Predigten gehört - aber es waren sehr wenige, die Spuren hinterlassen haben. Die Triduumspredigt eines Paters der Oblaten des hl. Franz von Sales mit einigen Beispielen und Vergleichen (es ging da um die Liebe- und der Priester brachte das Beispiel wie ein Bürgermeister alle möglichen "guten Werke geübt hatte- aber in der Schale des Gerichtes wog ein Tropfen Wasser alle diese "guten Werke auf". Und dieser Tropfen Wasser- das war die Träne, die ein blinder Bettler darüber weinte, als der Bürgermeister ihm beim Bau einer Brücke einen Stein als "milde Gabe" in die Hand drückte) die hat mich vor vielen Jahren so beeindruckt, dass ich dieses Beispiel heute noch inne habe.

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