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Familienbild


overkott

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Was sagt das Lehramt über die Familie? Wie kann die Kirche in die Gesellschaft wirken? Kardinal Sterzinsky klagt über den Verlust von Maßstäben. Was sollen Christen tun?

Edited by overkott
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Wie steht es mit den kleinen Parteien CSU, Familienpartei, Zentrum?

 

Vertreten die noch christliche Werte im Hinblick auf die Familie?

 

Hat da jemand so eine Art Synopse?

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Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Wer die Familien zerstört, ruiniert die Gesellschaft.

 

Da der Mensch in besonderer Weise Gemeinschaftswesen ist, ist die "Heiligung der Familie" sicher etwas Wesentliches, damit Christus in unseren Herzen und in unserer Gesellschaft wohnen kann.

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Ich bitte darum, hier keine parteipolitischen Diskussionen zu führen, sondern die Eingangsfrage zu diskutieren

Edited by ThomasBloemer
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OneAndOnlySon
Ich bitte darum, hier keine parteipolitischen Diskussionen zu führen, sondern die Eingangsfrage zu diskutieren

Also da Overkott die EIngangsfrage gestellt hat, kann er sie auch (besonders weil noch keine Antworten geschrieben waren) ergänzen. Die Parteiprogramme gehören also zum Thema des Threads. Ich wüsste auch nicht, dass dieser Themenbereich bei einem Glaubensgespräch ausgeschlossen ist.

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Wie stellt sich die Kirche Ehe und Familie vor? Wie können Ehe und Familie wirkungsvoller geschützt werden? Wie sollte Erziehung als Erwerbsarbeit anerkannt werden? Wie können Generationenvertrag und Binnennachfrage gesichert werden?

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schön wärs, ich könnte hier Antworten auflisten - stattdessen nur ein paar Gedanken:

1) diesen zur bitteren Wirklichkeit gewordenen Fakt sehe ich genauso:

"wer die Familie zerstört, ruiniert die Gesellschaft" - daß es so ist, kann man das nicht an den langsam ausufernden Problemen unseres Sozialwesens deutlich genug ablesen?

2) die Frage nach Familie, nach dem genaueren lebenspraktischen Drumherum ist zu leise, die Antworten der Amtskirche kaum vernehmbar (traut sich nicht?)

und wir, die wir doch auch wesentlich Kirche sind, trauen wir uns?

Gegen das Geschrei von Mittelalter, den Hohn und Spott von "Heimchen am Herd" und all so'n Zeug, das längst keinen Inhalt mehr hat?

Wir sollten uns trauen! Jeder das kleine bisschen,

z.B. weil NUR SO in einer Zeit heftigen Umbruchs, bei dem erstmal alle Maßstäbe entwertet werden, wiederentdeckt werden kann, was bei Sturm wirklich trägt.

3) Traute, Mut, eine ganze Menge davon, müssen Politiker haben, einen langen Atem dazu, wenn sie bei Kassen, die nie wieder so richtig voll werden, trotzdem wirksame Familienförderung durchziehen, ja, regelrecht gegen erheblichen Widerstand durchziehen wollen.

konkrete Meinung dazu:

- das Kindergeld um weitere 5 oder 10 Euro zu erhöhen, wär ein Feigenblatt

- Möglichkeiten der Kinderbetreuung sind ein Knackpunkt. Wie gestalten?

Staat kann Geld nur einmal ausgeben, für e i n e der beiden Grundvarianten:

Variante 1: kostenfreie/subventionierte Kinderbetreuung ab 0 Jahren. Klingt gut.

Vergleichen wir die Folgen mit unserer Wertevorstellung.

Bedeutet (1) nicht zwangsläufig, im realen Leben, ein Schritt weiter in Richtung Zerstörung von Familie?

Bedeutet es nicht, das wird dann die e i n z i g e Möglichkeit für Frauen sein, die berufstätig sein wollen?

Variante 2: Das Geld, das der Staat zur Verfügung stellen kann, kommt in die Hand der Familie. DORT wird entschieden, ob öffentliche (kostenpflichtige!) Kinderbetreuung, die sicher zur Verfügung stehen muß - oder eine von der Familie organisierte Möglichkeit, die dieser halt auch Geld kostet.

Bald ist Wahl, da geht es ganz praktisch um solche Dinge.

4) Aber eigentlich war ja nach viel mehr praktischen, w e r t e-orientierten Antworten zur Förderung von Familie gefragt.

Zwei Hinweise hab ich bei der Hand:

- www.kath-soziallehre.de/ - dort findet man Wesentliches - ist natürlich anstrengend :lol:

- Buch von Martine und Jürgen Liminski: "Abenteuer Familie", sehr kompetent, aus eigener Erfahrung

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Wir kommen zum nächsten Punkt.

 

Familienlohn.

 

Sollten Eltern selbst bestimmen dürfen wie und wo sie ihre Kinder erziehen lassen?

 

Sollten Eltern Kinderbetreuung in der Familie oder als außerhäusliche Erwerbsarbeit finanzieren?

 

Warum sollte Kinderbetreuung finanziell stärker unterstützt werden?

 

Welche Bedeutung haben Kinder für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft?

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Leitidee:

 

Seit den 80-er Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen auf dem Arbeitsmarkt stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitsplätze.

 

Damit stiegen auch die Lohnnebenkosten.

 

Ist es richtig den Anstieg der Erwerbstätigen weiter zu fördern und die Lohnnebenkosten auf die Beschäftigten zu übertragen?

 

Inwieweit stehen durch eine Umschichtung der Lohnnebenkosten den Eltern zusätzliche Mittel für die Kinderbetreuung zur Verfügung?

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Wir kommen zum nächsten Punkt.

 

Familienlohn.

 

Sollten Eltern selbst bestimmen dürfen wie und wo sie ihre Kinder erziehen lassen?

Ja, mit den bekannten gesetzlichen Einschränkungen, wie zB Schulzwang.

 

Sollten Eltern Kinderbetreuung in der Familie oder als außerhäusliche Erwerbsarbeit finanzieren?
Wie sie wollen. Ergibt sich aus Punkt 1.

 

Warum sollte Kinderbetreuung finanziell stärker unterstützt werden?
Sollte sie nicht. Warum denn?

 

Welche Bedeutung haben Kinder für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft?
Die Zukunft ist wesentlich rosiger mit weniger Menschen, die den Planeten bevölkern. Beim Trend der Bevölkerungsabnahme gibt es vorübergehend eine Ueberalterung, so in etwa unsere Generation(en). Hier soll endlich die Wahrheit verkündet werden (ist doch Sache der Kirche, nicht? :lol: ) Ihr seit für eure Altersversorgung selbst verantwortlich (mit oder ohne Mithilfe eures Arbeitgebers). Es gibt bestenfalls einen kleinen finanziellen Zustupf aus der staatlichen Rentenkasse, die aber kostendeckend arbeiten muss. Ihr könnt also sparen oder Kinder in die Welt setzen in der Hoffnung, daß diese dann für euch sorgen. Geht was schief werdet ihr eure alten Tage in einer Suppenküche verbringen.

 

Die christliche Komponente kommt dann in der Suppenküche zum tragen. Die Kirche sollte keine Politik betreiben, selbst gut gemeinte, denn ein Zwang zur Barmherzigkeit etwa hat ja auch nix mehr mit Christentum zu tun.

 

Leitidee:

 

Seit den 80-er Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen auf dem Arbeitsmarkt stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitsplätze.

 

Damit stiegen auch die Lohnnebenkosten.

Wenn dem so ist, ist das aber der Pfusch der Politik, und nicht systembedingt. Ein verstärktes Angebot (Arbeitnehmer) auf gleichbleibende Nachfrage (Arbeitsplätze) senkt nunmal Kosten, egal welcher Art.

 

 

Ist es richtig den Anstieg der Erwerbstätigen weiter zu fördern
Die Erwerbstätigen werden gefördert durch Bildungs- oder Einwanderungspolitik. Diese sollte grundsätzlich die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu befriedigen versuchen. An der Förderung von Arbeitsplätzen (dies ist ganz was anderes) kommt kein Staat vorbei. Firmen die Gewinn machen und vollbeschäftigte Arbeitnehmer zahlen nunmal Steuern. Firmenansiedlung und Schaffung von Arbeitsplätzen muss der Staat fördern. Das ist ein Investment. Die Firmen machen da natürlich auch nur mit, wenn sie ua. die Leute finden, die sie brauchen. Hier ist primär die Bildungspolitik am Zug (siehe oben). Der Staat kann aber niemandem verbieten, zu arbeiten, und er kann niemanden zwingen, zu arbeiten. Angebot und Nachfrage werden es regeln.
und die Lohnnebenkosten auf die Beschäftigten zu übertragen?
Lohnnebenkosten sollten nur direkt auf den Arbeitsplatz bezogene Kosten sein, Dinge wie Urlaub, Weiterbildungskosten oder Unfallversicherung, Alles übrige soll über direkte Steuern oder Konsum finanziert werden.

 

Inwieweit stehen durch eine Umschichtung der Lohnnebenkosten den Eltern zusätzliche Mittel für die Kinderbetreuung zur Verfügung?
Das habe ich nicht verstanden oder es ist irrelevant. Was unter dem Strich bleibt ist wohl eher die Frage.

 

Gruss,

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(1) Sollten Eltern selbst bestimmen dürfen wie und wo sie ihre Kinder erziehen lassen?
Übereinstimmung mit chueni
(2)Sollten Eltern Kinderbetreuung in der Familie oder als außerhäusliche Erwerbsarbeit finanzieren?
Übereinstimmung mit chueni

 

(3)Warum sollte Kinderbetreuung finanziell stärker unterstützt werden?
siehe (4)

 

(4)Welche Bedeutung haben Kinder für die Zukunft von Kirche und Gesellschaft?

chueni: Die Zukunft ist wesentlich rosiger mit weniger Menschen, die den Planeten bevölkern ...

meine Anmerkung:

klare Meinung ... und wärst du Politiker oder sonst an einer Stelle mit erheblichem Einfluß auf gesellschaftliche Wirklichkeit - dann würdest du also genau das stimmig vorantreiben ...

dazu könnte man soviel sagen, bis der Thread aus den Nähten platzt

ich geb nur mal zu bedenken, daß dieses hier drinsteckt:

Alle Grundgedanken für die Sozialsysteme, die wir - konkret jetzt in Deutschland - n o c h haben, die eine Säule des Wohlstands waren, sind entstanden, als christliches Gedankengut HIER noch allgemein, noch Konsens war.

Ganz konkret: das System der Rentenfinanzierung.

Die Jungen, die arbeiten, zahlen ein f ü r A n d e r e, nämlich die gleichzeitig lebenden Alten ein, die das sofort erhalten.

Und die Jungen v e r t r a u e n darauf, daß andere Junge das genauso machen, wenn sie selbst alt sind.

Nach d e i n e m Ansatz, chueni, muß dieses System (das System Füreinander), so schnell wie möglich beendet werden. Bleibt: jeder für sich und fertig.

Mit meinen bescheidenen Mitteln setz ich mich dafür ein,daß das beschriebene System e i n e S ä u l e bleibt!

Das geht nur mit politisch gewollter Kinderförderung.

(5) chueni weiter: Hier soll endlich die Wahrheit verkündet werden ...

meins:

könnten wir, bitte, Wahrheit durch Meinung ersetzen?

(6)Seit den 80-er Jahren ist die Zahl der Erwerbstätigen auf dem Arbeitsmarkt stärker gestiegen als die Zahl der Arbeitsplätze.

Damit stiegen auch die Lohnnebenkosten.

chueni: Wenn dem so ist, ist das aber der Pfusch der Politik, und nicht systembedingt ...

meins:

aha, die Politik - ich hab kein Problem damit, mir eine gerechte Politik vorzustellen, jeder kann das, und auf den Putz hauen, er würds auch tun ... nur scheint mir das so real wie der Kommunismus in der DDR ... bitte, ich kenn die theoretischen und praktischen Dinge genau, eben deshalb halt ich solche Aussagen für billig

(7) Ist es richtig den Anstieg der Erwerbstätigen weiter zu fördern
chueni: Die Erwerbstätigen werden gefördert durch Bildungs- oder Einwanderungspolitik. Diese sollte grundsätzlich die Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt zu befriedigen versuchen.

meins:

es ging um das Steigern der Zahl.

Bildung ist gut, für die Vorhandenen

Einwanderer kommen wesentlich aus 2 Gründen:

- ein kleiner Teil Hochspezialisierte, die hier zu fehlen anfangen

- ein unverhältnismäßig größerer Teil, weil es ihnen schlecht geht, und weil sie v e r s t ä n d l i c h e r w e i s e teilhaben wollen an an unseren sozialen Absicherungen ...

das System chueni wird die aber bald schliessen

ich mein hier nur, daß da was nicht aufgehen k a n n ...

(8)Inwieweit stehen durch eine Umschichtung der Lohnnebenkosten den Eltern zusätzliche Mittel für die Kinderbetreuung zur Verfügung?

hab ich auch nicht so richtig verstanden

ich versuch mal, mich an den selben Punkten langzuhangeln

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Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Wer die Familien zerstört, ruiniert die Gesellschaft.

 

Da der Mensch in besonderer Weise Gemeinschaftswesen ist, ist die "Heiligung der Familie" sicher etwas Wesentliches, damit Christus in unseren Herzen und in unserer Gesellschaft wohnen kann.

Und auf das Wesentliche kommt es doch an.

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Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Wer die Familien zerstört, ruiniert die Gesellschaft.

 

Da der Mensch in besonderer Weise Gemeinschaftswesen ist, ist die "Heiligung der Familie" sicher etwas Wesentliches, damit Christus in unseren Herzen und in unserer Gesellschaft wohnen kann.

Und auf das Wesentliche kommt es doch an.

Was ist Deine Definition von Familie?

 

Wie wird Familie zerstört?

 

Was ist "Heiligung der Familie"?

 

Inwiefern hat Glaube und Christusbeziehung mit Familie zu tun?

 

Und was ist daran wesentlich?

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Was ist Deine Definition von Familie?

Liebe Gabriele:

Wie Paulus andeutet ist die Ehe zwischen Mann und Frau Abbild der Verbindung Jesu mit der Kirche.

 

Im mystischen Sinne verstehe ich Familie auch als Abbild der Heiligsten Dreifaltigkeit.

 

Familie ist vor allem Vater- Mutter- Kind. Da Gott in sich Gemeinschaft (dreifaltig) ist, sehe ich Gemeinschaft überhaupt im Hinblick auf die Gemeinschaft in Gott. In besonderer Weise Gemeinschaft und Einheit ist die Familie. Dass Gott die Familie durch das Sakrament der Ehe heiligt - dass der Bund zwischen Mann und Frau auf Treue und Dauer angelegt ist sehe ich als tief christlich.

Wie wird Familie zerstört?
Indem die Ehe abgewertet wird, das Sakrament der Ehe nicht geschätzt und in seiner Beziehung auf Gott und untereinander gesehen wird, wird die Familie ebenso zerstört wie durch wilde Partnerschaften, "Ehen auf Zeit", das Singe- Sein. Andere Aspekte will ich jetzt nicht nähr ausführen, um keine HS- Diskussion zu verursachen.
Was ist "Heiligung der Familie"?
Als Vorbild der Familie kann uns in besonderer Weise die heilige Familie dienen. Wenn die Familie nicht nur einfach durch die Bande irdischer Lieb zusammen gehört, sondern wenn Jesus Christus Mittelpunkt und Zentrum der Familiengemeinschaft ist- dann wird die Familie geheiligt. Jesu selbst, seine Gegenwart und die sakramentale Erneuerung und Stärkung des Ehebandes durch das Leben mit der Kirche / die hl. Kommunion/ heiligt die Familie. Dort wo Gott aus der Familie verbannt wird, dort wird die tiefe Einheit die aus Gott kommt zerstört und Familie "entheiligt".

 

Inwiefern hat Glaube und Christusbeziehung mit Familie zu tun?

Wo wie Christus die Kirche als Gemeinschaft gestiftet hat, so wie Jesus mit den hl. Aposteln tiefe Gemeinschaft hielt - so ist auch die Familie eine Gemeinschaft deren Ursprung wie oben angeführt aus der dreifaltigen Gemeinschaft Gottes kommt und zu ihr in Beziehung steht.

 

Und was ist daran wesentlich?
Wesentlich scheint mir, dass die Liebe auch in der Familie nicht ohne den Quelle der Liebe- ohne Gott auf Dauer gelebt werden kann. Die Prüfungen, Versuchungen, menschlichen Schwächen auch in den Familien können wir m.E. nur gut bestehen, wenn wir uns für die Gnade Gottes öffnen. Wenn in manchen Ländern jede dritte Ehe geschieden wird - und es ja nicht wenige Animationen zur Untreue und zur "freien Sexualität" gibt, dann trägt auch das dazu bei das Wesentliche der TREUE in der Ehe und in der Familie zu zerstören. Die Liebe, der Zusammenhalt sind in der Familie wesentlich - und sie stehen in enger Verbindung mit Gott. Edited by Mariamante
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Im mystischen Sinne verstehe ich Familie auch als Abbild der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Die jüngere mystische Quellenforschung leitet ein christliches Familienbild ja eher von Markus ab, nach der der Herr auch Brüder hatte.

 

Dabei darf das nicht falsch verstanden werden.

 

Die Herrenbrüder gehören zur Familie im weiteren Sinne. Auch wenn es keine leiblichen Brüder sind, sind es doch mit hoher Wahrscheinlichkeit mindestens vier. Außerdem gilt ihre Herkunft aus Rumpffamilien ebenso als unwahrscheinlich.

 

Die hl. Dreifaltigkeit selbst wird zwar schon seit dem Mittelalter nicht nur als personal, sondern in sich auch als familial verstanden, galt aber schon damals nicht als Leitbild einer Gesellschaft im Verfall.

 

Deshalb müssen wir uns natürlich hüten, theologische Ansätze, die in Mexiko befreiend wirken können, einfach auf den abendländischen Kulturkreis zu übertragen.

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Die jüngere mystische Quellenforschung leitet ein christliches Familienbild ja eher von Markus ab, nach der der Herr auch Brüder hatte.

Wie Du richtig anführst, sind unter "Brüder" im NT auch entfernte Verwandte zu verstehen.

 

Die hl. Dreifaltigkeit selbst wird zwar schon seit dem Mittelalter nicht nur als personal, sondern in sich auch als familial verstanden, galt aber schon damals nicht als Leitbild einer Gesellschaft im Verfall.
Was die Heiligste Dreifaltigkeit betrifft ist sie "Urquelle" aller Gemeinschaft- Gott ist "Gemeinschaft".

Die Familie ist in besonderer Weise verbunden - sowohl durch die Bande des Blutes wie (im christlichen Denken) sakramental. Dass wir "im Herrn" darauf achten sollten, dass wir zur Familie Gottes gehören - ist auch ein Aspekt der uns sagen soll, dass wir Menschen nicht ausgrenzen dürfen- sie sind Kinder des Einen Vaters im Himmel.

Edited by Mariamante
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Was ist Deine Definition von Familie?

Liebe Gabriele:

Wie Paulus andeutet ist die Ehe zwischen Mann und Frau Abbild der Verbindung Jesu mit der Kirche.

Ehe, Mann und Frau, das ist aber noch nicht Familie.

Oder bist Du anderer Meinung?

 

Im mystischen Sinne verstehe ich Familie auch als Abbild der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Wie ist das zu verstehen?

 

Familie ist vor allem Vater- Mutter- Kind.

Vor allem?

Gibt es noch andere Familienformen?

 

Da Gott in sich Gemeinschaft (dreifaltig) ist, sehe ich Gemeinschaft überhaupt im Hinblick auf die Gemeinschaft in Gott.

Jede Gemeinschaft? Es gibt ja noch andere Gemeinschaften neben Familien.

Schulgemeinschaften, Nachbarschaften, Bürogemeinschaften, Vereine ....

Wie siehst Du diese im Hinblick auf die Gemeinschaft in Gott?

 

Wie wird Familie zerstört?

Indem die Ehe abgewertet wird, das Sakrament der Ehe nicht geschätzt und in seiner Beziehung auf Gott und untereinander gesehen wird, wird die Familie ebenso zerstört wie durch wilde Partnerschaften, "Ehen auf Zeit", das Single- Sein. Andere Aspekte will ich jetzt nicht näher ausführen, um keine HS- Diskussion zu verursachen.

Indem jemand das, was ich hoch schätze, glaube und lebe, nicht schätzt, wird das doch nicht zerstört.

Meine Ehe wird keineswegs dadurch zerstört, dass unser Nachbar eine "Ehe auf Zeit" lebt, und auch nicht dadurch, dass wir mit Singles befreundet sind. Auch wird dadurch nicht meine Familie zerstört, auseinandergerissen, abgewertet oder sonst was. Wie kommst Du nur auf solche Gedanken?

 

Was ist "Heiligung der Familie"?

Als Vorbild der Familie kann uns in besonderer Weise die heilige Familie dienen. Wenn die Familie nicht nur einfach durch die Bande irdischer Lieb zusammen gehört, sondern wenn Jesus Christus Mittelpunkt und Zentrum der Familiengemeinschaft ist- dann wird die Familie geheiligt. Jesu selbst, seine Gegenwart und die sakramentale Erneuerung und Stärkung des Ehebandes durch das Leben mit der Kirche / die hl. Kommunion/ heiligt die Familie.

Das scheint mir "Wortgeklingel" zu sein, aber gut. Keine Einwände.

 

 

Dort wo Gott aus der Familie verbannt wird, dort wird die tiefe Einheit die aus Gott kommt zerstört und Familie "entheiligt".

Was heißt das, Gott aus der Familie verbannen?

 

Inwiefern hat Glaube und Christusbeziehung mit Familie zu tun?

so wie Christus die Kirche als Gemeinschaft gestiftet hat, so wie Jesus mit den hl. Aposteln tiefe Gemeinschaft hielt - so ist auch die Familie eine Gemeinschaft deren Ursprung wie oben angeführt aus der dreifaltigen Gemeinschaft Gottes kommt und zu ihr in Beziehung steht.

Nein, das hattest Du nicht ausgeführt, sondern "im mythischen Sinne" genannt. Und das verstehe ich nicht.

 

Und was ist daran wesentlich?
Wesentlich scheint mir, dass die Liebe auch in der Familie nicht ohne den Quelle der Liebe- ohne Gott auf Dauer gelebt werden kann. Die Prüfungen, Versuchungen, menschlichen Schwächen auch in den Familien können wir m.E. nur gut bestehen, wenn wir uns für die Gnade Gottes öffnen.

So weit kann ich folgen und zustimmen.

 

Wenn in manchen Ländern jede dritte Ehe geschieden wird - und es ja nicht wenige Animationen zur Untreue und zur "freien Sexualität" gibt, dann trägt auch das dazu bei das Wesentliche der TREUE in der Ehe und in der Familie zu zerstören.

Ist jetzt die Treue in der Ehe und Familie das Wesentliche?

Gibt es in Ländern mit anderen Scheidungszahlen weniger oder mehr Animationen zur Untreue?

Ist Untreue der einzige Scheidungsgrund?

 

Die Liebe, der Zusammenhalt sind in der Familie wesentlich - und sie stehen in enger Verbindung mit Gott.

... für Christen, ja.

Es soll aber auch Familien geben, die zusammenhalten und in Liebe miteinander umgehen, ohne an Gott zu glauben.

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Die jüngere mystische Quellenforschung

So was gibt es auch?

*Staun*

 

Rumpffamilien

Wie fügen sich diese in das Familienbild ein?

Können sie als Leitbild der Kirche dienen?

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Die jüngere mystische Quellenforschung 

So was gibt es auch?

*Staun*

 

Rumpffamilien

Wie fügen sich diese in das Familienbild ein?

Können sie als Leitbild der Kirche dienen?

Die zweite Frage führt uns hinein in die Frage nach dem Wesen der Kirche.

 

Es geht darin um zwei zentrale Begriffe aus der Lehre des hl. Augustinus: Volk und Haus.

 

Die Familie selbst wird Hauskirche verstanden:

 

"In solch einer Art Hauskirche sollen die Eltern durch Wort und Beispiel für ihre Kinder die ersten Glaubensboten sein und die einem jeden eigene Berufung fördern, die geistliche aber mit besonderer Sorgfalt." (LG 11)

 

Die Kirche selbst gilt als das Volk und Haus Gottes. (Vgl. LG 18)

 

Dem Papst als dem hl. Vater und seinen Brüdern ist dieses Haus anvertraut:

 

"Der Bischof, der vom Hausvater gesandt ist, seine Familie zu lenken, soll sich das Beispiel des guten Hirten vor Augen halten, der nicht gekommen ist, sich bedienen zu lassen, sondern zu dienen (vgl. Mt 20,28; Mk 10,45)" (LG 27)

 

Gerade deshalb braucht die Familie einen Lastenausgleich, der die Zukunft von Kirche und Gesellschaft sichert.

 

Damiano_One.jpg

Edited by overkott
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Ehe, Mann und Frau, das ist aber noch nicht Familie.

Oder bist Du anderer Meinung?

Liebe Gabriele:

Natürlich zählen auch noch Eltern, Geschwister, nähre Verwandte zur Familie. Aber Mann und Frau sind m.E. die Keimzelle der Familie.

 

Im mystischen Sinne verstehe ich Familie auch als Abbild der Heiligsten Dreifaltigkeit.

Wie ist das zu verstehen?

Wie ich sagte ist Gott in sich Gemeinschaft. Man könnte Familie in einer Analogie so sehen:

Gott - Vater (Vater)

Gott- Heiliger- Geist (Mutter)

Gott- Sohn (Kind)

 

Familie ist vor allem Vater- Mutter- Kind.

Vor allem?

Gibt es noch andere Familienformen?

 

Die anderen Angehörigen (Eltern, Großeltern, Geschwister) zählen auch noch zur Familie.

 

Da Gott in sich Gemeinschaft (dreifaltig) ist, sehe ich Gemeinschaft überhaupt im Hinblick auf die Gemeinschaft in Gott.

Jede Gemeinschaft? Es gibt ja noch andere Gemeinschaften neben Familien.

Schulgemeinschaften, Nachbarschaften, Bürogemeinschaften, Vereine ....

Wie siehst Du diese im Hinblick auf die Gemeinschaft in Gott?

Gott ist ein gemeinschaftsstiftender Gott. Daher ist die Sehnsicht nach Gemeinschaft m.E. etwas, das Gott in uns hinein gelegt hat.

 

Indem jemand das, was ich hoch schätze, glaube und lebe, nicht schätzt, wird das doch nicht zerstört.
Wenn durch die meinungsbildenden Medien die Ehe als überholte Institution hingestellt wird, wenn Familien mit mehr Kindern benachtteiligt werden - wenn das Single - Sein als neue Errungenschaft dargestellt wird, dann trägt dies sehr wohl zur Zerstörung von Ehe und Familie bei.

 

Meine Ehe wird keineswegs dadurch zerstört, dass unser Nachbar eine "Ehe auf Zeit" lebt, und auch nicht dadurch, dass wir mit Singles befreundet sind. Auch wird dadurch nicht meine Familie zerstört, auseinandergerissen, abgewertet oder sonst was. Wie kommst Du nur auf solche Gedanken?

Vorbilder entfalten ihre Wirkung. Wie gesagt: Wenn die Ehe als überholte, veraltete Institution hingestellt wird und die Jugendlichen immer mehr Singles und kurzweilige "Partnerschaften" als Vorbild haben, dann wird das seine Auswirkungen haben. Es geht hier m.E. nicht nur um deinen Nachbarn oder einige Singles, sondern es geht um einen "Trend".

 

Was heißt das, Gott aus der Familie verbannen?

Wo die Menschen nicht mehr gemeinsam beten, wo der praktische Atheismus und Materialismus sich in der Familie breit macht - da hilft es auch nichts wenn die Leute "theoretisch" Christen oder Kahtoliken sind.

 

Ist jetzt die Treue in der Ehe und Familie das Wesentliche?
Treue und Vertrauen sind Ausdruck der Liebe, des verantwortlichen Ja zum anderen und damit wesentlich.

 

Gibt es in Ländern mit anderen Scheidungszahlen weniger oder mehr Animationen zur Untreue?

Ist Untreue der einzige Scheidungsgrund?

Untreue ist sicher nicht der einzige Scheidungsgrund. Da gibt es sicher mehr. Ein Grund kann z.B: sein,dass die Eheparnter manches am anderen nicht mehr ausstehen können. Auf der einen Seite kann es ja eine Erlösung sein, z.B. von einem trunksüchtigen Schläger leichter durch eine Scheidung los zu kommen. Auf der anderen Seite aber besteht die Gefahr, dass man bei weniger schwerwiegenden Auseinandersetzungen sich scheiden läßt- da die Scheidungen leichter gemach wurden. Und wie dir sicher nicht unbekannt, gibt es da ein gewisses Alter, wo sich Männer eine Jüngere anlachen, um sich etwas zu beweisen. Wenn da z.B. die Frau nicht bereit ist, auch diese Krise zu überstehen, dann gibt es da schnelle Scheidungen. Ich habe den Eindruck, dass wir heute eher nicht dazu animiert werden in der Familie und Ehe auch Opfer zu bringen, Mühen auf uns zu nehmen- die Frustrationstoleranz ist geringer- man läßt sich eher scheiden.

 

Es soll aber auch Familien geben, die zusammenhalten und in Liebe miteinander umgehen, ohne an Gott zu glauben.
Als gläubige Christin wirst du aber sich verstehen können wenn ich sage: Gott ist die Liebe- und ER hilft allen Menschen - auch den Ungläubigen und sogar jenen, die sich mehr oder weniger bewußt gegen IHN wenden.

 

Dass Charakterbildung auch entscheidend ist- und es durchaus der Fall ist, dass ein Atheist moralisch besser handelt als ein halbherziger Christ - das möchte ich noch anmerken.

 

Liebe Grüße, Peter

Edited by Mariamante
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