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Jetzt ist es raus:


Stefan
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Die Hauptseite ist wohl:

http://www.godhatesfags.com/

 

Man beachte vor allem die Memorials.

 

Sie zählen die Tage mit, die Matthew Shepard (der wegen seiner Homosexualität ermordet wurde) ihrer Meinung nach schon in der Hölle ist.

 

Sie möchten außerdem gerne ein Denkmal aufstellen mit der Aufschrift: "Matthew Shepard, entered Hell October 12, 1998, in Defiance of God's Warning: 'Thou shalt not lie with mankind as with womankind; it is abomination.' Leviticus 18:22"

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Gott sei Dank gibt es den Gott nicht, den diese Seite predigt - falls sie kein Fake ist.

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Gott sei Dank gibt es den Gott nicht, den diese Seite predigt - falls sie kein Fake ist.

Willkommen im Kreis der Atheisten. :lol:

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Interessant in dem Zusammenhang, daß Fred Phelps, der Anführer der sog. "Westboro Baptist Church", der seine eigenen Kinder regelmäßig mit selbstgebastelten Peitschen malträtiert haben soll, nicht mehr nach Kanada einreisen darf, weil er dort sofort vor Gericht gestellt würde. Kanada hat nämlich "hate crime laws", die es bei Strafe verbieten, Homosexuelle öffentlich zu beleidigen und diffamieren.

 

In den USA hätte es so etwas auch gegeben, wenn nicht die Mehrheit der Republikaner 1999 entsprechende Gesetzesvorlagen der Demokraten blockiert hätte. So kann der selbsternannte Reverend in den Staaten weiter ungestraft sein Unwesen treiben.

 

Wenn ich mir vorstelle, daß er sich mit seinen Anhängern bei der Beerdigung Matthew Shepards hingestellt und dreist Parolen skandiert hat wie "Möge er in der Hölle schmoren!" und "Gott haßt Schwuchteln", dann bekomme ich wirklich Gänsehaut. Wie kann man so etwas zulassen? Warum sitzt so ein Wahnsinniger nicht schon längst im Knast?

 

Die Mörder Shepards, zu lebenslanger Haft verurteilt, die vor Gericht erst behaupteten, sie hätten ihn nur ausrauben wollen und nichts von seiner Homosexualität gewußt, ließen später verlautbaren, sie seien zeitweilig unzurechnungsfähig gewesen, weil Shepard ihnen angeblich sexuelle Avancen gemacht hätte. Daraufhin seien sie ausgerastet.

 

Interessant auch das Plädoyer des Bezirksstaatsanwalts Cal Rerucha in dem Fall: "What is most striking is not that Matthew Shepard is homosexual, but that he is frail and small and if anyone was born to be a victim in this case it was Matthew Shepard."

 

"Was am meisten ins Auge fällt, ist nicht, daß Matthew Shepard schwul, sondern, daß er schwach und klein ist - und wenn es ein geborenes Opfer in diesem Fall gibt, dann war es Matthew Shepard".

 

Ein "geborenes Opfer"...welch einfühlsamer Ton, der da für die brutalen Mörder mitschwingt! Wenn jemand ein "geborenes Opfer" ist, dann ist es ja nicht so tragisch, wenn man ihn ein bißchen foltert und umbringt...

 

Übrigens: Seitdem sie im Knast sind, argumentieren die Schlächter von Matthew Shepard, daß ihre Tat ihnen durch die Bibel diktiert worden sei.

 

 

Ich bin froh, nicht in Amerika leben zu müssen!

 

 

 

Quellen:

 

http://en.wikipedia.org/wiki/Rev._Fred_Phelps

http://en.wikipedia.org/wiki/Matthew_Shepard

Edited by RationisCausa
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Warum interessiert sich dieser Vollidiot ausgerechnet für Schweden? Ist ja für einen US-Bürger nicht gerade naheliegend.

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Warum interessiert sich dieser Vollidiot ausgerechnet für Schweden? Ist ja für einen US-Bürger nicht gerade naheliegend.

Ich vermute mal, weil man dort einem evangelikalen Pfarrer gerichtlich verboten hat, Schwule als Krebsgeschwür der Gesellschaft zu bezeichnen.

 

Der geistesgestörte Phelps sieht ja seinen Lebenszweck darin, umherzureisen und bei Beerdigungen von Schwulen mit seinen Anhängern in Sprechchören "endlich ist wieder einer in die Hölle gefahren" und ähnliches zu skandieren.

 

Werner

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Gott sei Dank gibt es den Gott nicht, den diese Seite predigt - falls sie kein Fake ist.

Willkommen im Kreis der Atheisten. :lol:

Freu dich nicht zu früh - ich glaube auch nicht, dass es Zeus gibt und bin deshalb noch lange kein Atheist. 6685.gif

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Warum interessiert sich dieser Vollidiot ausgerechnet für Schweden? Ist ja für einen US-Bürger nicht gerade naheliegend.

"Phelps carries a burning hatred against Scandinavians and Lutherans in particular, whom he considers to be hellbound heretics. That may be because a Lutheran girl of Swedish origin, Luava Sundgren, estranged his son Mark Phelps off the family cult." (Wiki)

 

Nebenbei hasst er auch Finnen, Kanadier, Amerikaner und eigentlich jeden, der nicht zu seinen Anhängern gehört.

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[Freu dich nicht zu früh - ich glaube auch nicht, dass es Zeus gibt und bin deshalb noch lange kein Atheist.

Sondfern nur fast... Du leugnest alle Götter bis auf einen :lol:

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Phelps mag auch keine Katholiken: "The Catholic Church is the largest, most well-funded and organized pedophile group in the history of man! No further proof need be given on the Judgment Day against every single person of authority in that monstrous organization of perverts." Die Auffassung von Meinungsfreiheit in den USA ist eben liberaler als hierzulande (wobei ein Phelps-Zitat gegen Homosexuelle wahrscheinlich eher zu Konsequenzen führte als eines gegen Katholiken).

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Übrigens: Seitdem sie im Knast sind, argumentieren die Schlächter von Matthew Shepard, daß ihre Tat ihnen durch die Bibel diktiert worden sei.

 

 

Ich bin froh, nicht in Amerika leben zu müssen!

Das kann Dir aber überall passieren, die Bibel gibt es ja nicht nur in Amerika und Spinner sind auch international. :ph34r:

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Übrigens: Seitdem sie im Knast sind, argumentieren die Schlächter von Matthew Shepard, daß ihre Tat ihnen durch die Bibel diktiert worden sei.

 

 

Ich bin froh, nicht in Amerika leben zu müssen!

Das kann Dir aber überall passieren, die Bibel gibt es ja nicht nur in Amerika und Spinner sind auch international. :ph34r:

Allerdings ist der Prozentsatz der Bevölkerung, die eine solche Argumentation als "Verücktheit von Gspinnerten" abtun wird hierzulande ungleich größer als in den USA.

 

Werner

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Jedenfalls kann ich die verlinkte Seite nicht anschauen. Mein von meiner Firma eingerichteter "Smart-Filter" verbietet den Zugang. Begründung: "Hate-Speech".

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Interessant auch das Plädoyer des Bezirksstaatsanwalts Cal Rerucha in dem Fall: "What is most striking is not that Matthew Shepard is homosexual, but that he is frail and small and if anyone was born to be a victim in this case it was Matthew Shepard."

 

"Was am meisten ins Auge fällt, ist nicht, daß Matthew Shepard schwul, sondern, daß er schwach und klein ist - und wenn es ein geborenes Opfer in diesem Fall gibt, dann war es Matthew Shepard".

 

Ein "geborenes Opfer"...welch einfühlsamer Ton, der da für die brutalen Mörder mitschwingt! Wenn jemand ein "geborenes Opfer" ist, dann ist es ja nicht so tragisch, wenn man ihn ein bißchen foltert und umbringt...

War das von dem Staatsanwalt wirklich so gemeint (immerhin hat er die Mörder doch in den Knast gebracht)?

Es gibt ja wirklich Menschen, die durch ihren Körperbau und/oder ihr Auftreten so passiv und verletzbar wirken, dass man ihnen die Opferrolle förmlich ansieht. Wenn so jemand dann verletzt oder getötet wird, ist die Tat dadurch aber kein bisschen besser; man könnte es im Gegenteil "ganz besonders niederträchtig" nennen.

 

Wie gesagt, ich kenne die Intention des Staatsanwaltes nicht. Vielleicht weiß jemand mehr.

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Es gibt ja wirklich Menschen, die durch ihren Körperbau und/oder ihr Auftreten so passiv und verletzbar wirken, dass man ihnen die Opferrolle förmlich ansieht. Wenn so jemand dann verletzt oder getötet wird, ist die Tat dadurch aber kein bisschen besser; man könnte es im Gegenteil "ganz besonders niederträchtig" nennen.

So hätte ich den Staatsanwalt jetzt auch verstanden. Es geht in die Richtung von "unter den Opfern waren auch Frauen und Kinder", womit ja immer die ganz besondere Verwerflichkeit der Tat aufgezeigt werden soll (obwohl ein ermordeter Mann ja genau so tot ist wie eine ermordete Frau, aber das ist schon wieder ein anderes Thema)

 

Werner

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"Es gibt ja wirklich Menschen, die durch ihren Körperbau und/oder ihr Auftreten so passiv und verletzbar wirken, dass man ihnen die Opferrolle förmlich ansieht".

 

 

Wenn ich Dir auch sonst in vielem zustimme, aber diese Aussage solltest Du nochmal überdenken! Ob jemand "opferähnlich" aussieht, liegt ja wohl immer im Auge des potentiellen Täters. Ich bezweifle, daß jemand überhaupt wie ein Opfer "aussehen" kann. Sonst könnte man genauso argumentieren, daß Frauen mit Miniröcken auch wie ein Opfer aussehen...Und ich denke nicht, daß DU so denkst!

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"Es gibt ja wirklich Menschen, die durch ihren Körperbau und/oder ihr Auftreten so passiv und verletzbar wirken, dass man ihnen die Opferrolle förmlich ansieht".

 

 

Wenn ich Dir auch sonst in vielem zustimme, aber diese Aussage solltest Du nochmal überdenken! Ob jemand "opferähnlich" aussieht, liegt ja wohl immer im Auge des potentiellen Täters. Ich bezweifle, daß jemand überhaupt wie ein Opfer "aussehen" kann. Sonst könnte man genauso argumentieren, daß Frauen mit Miniröcken auch wie ein Opfer aussehen...Und ich denke nicht, daß DU so denkst!

Wie gesagt, ich hätte den Staatsanwalt so verstanden wie ich geschrieben habe.

Das mag daran liegen, daß ich immer erst mal jedem gute Absichten unterstelle.... Man müsste mal das Zitat im Zusammenhang sehen um es richtig interpretieren zu können.

 

Werner

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"Es gibt ja wirklich Menschen, die durch ihren Körperbau und/oder ihr Auftreten so passiv und verletzbar wirken, dass man ihnen die Opferrolle förmlich ansieht".

 

 

Wenn ich Dir auch sonst in vielem zustimme, aber diese Aussage solltest Du nochmal überdenken! Ob jemand "opferähnlich" aussieht, liegt ja wohl immer im Auge des potentiellen Täters. Ich bezweifle, daß jemand überhaupt wie ein Opfer "aussehen" kann. Sonst könnte man genauso argumentieren, daß Frauen mit Miniröcken auch wie ein Opfer aussehen...Und ich denke nicht, daß DU so denkst!

Schau mal:

 

Hier kann man zunächst die klassische Täter-/

Opfer-Körperhaltung unterscheiden.

 

In den Anti-Gewalt-Trainings, die ich auch für die Jugendgerichte- und Bewährungshilfe mache, habe ich Jugendliche, die - interessanterweise - einen Täter - wie auch einen Opferausdruck in ihrem Körper haben.

 

Diese Jugendlichen haben in der Regel eine wesentlich breitbeinigere

Körperhaltung und machen einen auf Cool. Wenn man dies durchschaut, sieht man dahinter eine aufgeblasene und unsichere Person. Wer seine Position in der Gesellschaft nicht gefunden hat, möchte dennoch seinen Platz haben. Er verschafft sich Raum und macht sich daher nach unten hin breit. Durch das raumgreifende Verhalten signalisiert man aber gleichzeitig: Komm mir nicht zu nahe, wobei man - rein statisch betrachtet - sehr unsicher steht. Das ist ein Paradoxon.

 

Und bei den Opfern ist es umgekehrt. Sie machen sich in ihrem

Standpunkt sehr klein, wobei sich der Oberkörper zusammenzieht - wie bei einer Schnecke. Bei den Opfern ist oft ein vorsichtiges, langsames, bedächtiges Gehen symptomatisch. Diese Leute erleben sehr viel Unterspannung, während die Aggressoren eine Überspannung in ihrem Körper erleben: Wer unterspannt ist, ist leicht zu ärgern, wer angespannt ist, ist leichter reizbar.

 

 

Quelle

 

So einen bewussten Umgang mit der Körperhaltung trainiert man bei uns auch mit den Kindern (besonders für Mädchen macht die Polizei Selbstverteidigungskurse)

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Trotzdem sollte man mit dem Zuweisen von "Opfereigenschaften" vorsichtig sein, damit man dem Opfer keine Mitschuld an dem Verbrechen anlastet.

 

Nach dem Motto: Wärst du selbstbewußter aufgetreten, wäre dir nichts passiert.

 

Deshalb finde ich auch den Satz des Staatsanwaltes ziemlich daneben, obwohl ich glaube, dass er ihn durchaus in guter Absicht gesagt hat.

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Und er hat es anscheinend beim Plädojer gesagt.

Da kommt es bekanntlich in Amerika darauf an, daß man den Geschworenen etwas möglichst Rührseliges erzählt, wenn man sie am Besten zum Weinen bringt, hat man schon halb gewonnen.

 

Ich könnte mir daher vorstellen, daß es (angesichts der Ecke der USA, wo das Verfahren stattfand) ein Schachzug des Staatsanwaltes war, wenn er ausdrücklich die Geschworenen dazu bringen will, in Matthew Sheppard nicht den Schwulen zu sehen (von dem vermutlich ein guter Teil der Geschworenen gedacht hat, um "so einen" ist es nicht schade) sondern den "armen kleinen Jungen" der von den Mördern auf unfaire Weise attakiert und ermordet worden war, denn das rührt das Herz des Cowboys an.

 

Wie gesagt, reine Spekulation, könnt ich mir aber gut vorstellen.

 

Werner wy2001.jpg

Edited by Werner001
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