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Orden - was bedeuten sie persönlich?


Matthias Casper
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Matthias Casper

Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

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Lieber Matthias!

 

Zuerst herzlich willkommen im Forum. Gott segne Dich und Deinen Weg.

 

Der Eintritt in einen Orden bedeutet m.E. einen Schritt zur Ganzhingabe an Jesus Christus. Die Ordensgelübte der Keuschheit, des Gehorsam und der Armut zeigen, dass der Mensch sich selbst "stirbt", damit Christus in ihm lebe und wirke. Eigentlich ist ja jeder Christ zur Heiligkeit berufen. Die Ordensleute sind es in besonderer Weise.

 

Dass ein Ordensleben auf der einen Seite große Anforderungen stellt, ist klar. Man tritt nicht als Heiliger in einen Orden ein. Und man lebt dort mit Menschen zusammen, die zwar ein gemeinsames Ziel haben, aber ihre Charaktere nicht verloren haben. Es bedarf also einer gründlichen Demut, damit man im Orden "ein Stück Himmel" erfahren kann. Wenn man diesen Mut mit sich bringt - dann ist der Weg Gottes in einem Orden sicher ein himmlischer, froher und beglückender.

 

Für unsere Zeit scheinen mir die Ordenschristen besondere Zeugen dafür zu sein, dass die "Reichtümer dieser Welt" nicht alles sind. Der Ordenschrist und der Priester sind Zeugen, dass es eine Liebe zu Gott gibt, die über die Freuden oder Genüsse dieser Welt hinaus geht. Der Ordenschrist ist - wenn er die Hingabe konsequent lebt- ist ein Zeuge für den Himmel, für die göttliche Liebe und für das Glück, dass der Mensch in der Ganzhingabe an Gott finden kann.

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Matthias Casper

Hallo,

 

 

vielen Dank für Deine nette Antwort.

Ja, man ist kein "Heiliger". Sondern ein Mensch mit Biographie und ich denke wenn der Gedanke da ist, dass in einem Orden das Leben für einen persönlich problemloser ausfällt, dann ist das Flucht vor sich und diese "Berufug" wird eventuell scheitern.

Doch mir bricht es manchmal das Herz wenn ich sehe, dass Klöster fast leer stehen und dort einmal das Leben stattfand.

Ich denke zum einen ist das gesellschaftlich bedingt. Sich festlegen und binden ist wohl schwerer für den Menschen als vor noch vierzig Jahren.

Zum einen stellt sich mir dadurch die Frage, ob berufene Menschen einen Weg den ihnen Gott zeigt nicht mehr gehen ...

 

 

Gruß,

Matthias

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Lieber Matthias!

Ja, man ist kein "Heiliger". Sondern ein Mensch mit Biographie und ich denke wenn der Gedanke da ist, dass in einem Orden das Leben für einen persönlich problemloser ausfällt, dann ist das Flucht vor sich und diese "Berufug" wird eventuell scheitern.
Mein Beichtvater sagte öfter: "Das Christenleben ist kein Schäferleben"- und er meinte damit, dass es kein bequemer, einfacher Weg sei. Was etwas wert ist, kostet auch etwas. Und wer in einen Orden flüchten würde, der geht unter falschen Voraussetzungen ins Kloster. Wer allerdings bereit ist, in einer Gemeinschaft Gott mit ganzem Herzen zu díenen, und die Lasten der Mitbrüder zu ertragen - der wird in einem Orden den Ort finden, wo man Gott intensiv begegnet.
Doch mir bricht es manchmal das Herz wenn ich sehe, dass Klöster fast leer stehen und dort einmal das Leben stattfand.
Dafür gibt es sicher viele Gründe. Einige sind der Mammonismus und die "Weltzugewandtheit" in dem Sinne dass viele meinen, sie würden ihr "Glück" versäumen, wenn sie sich hinter Klostermauern einsperren lassen. Sie erkennen nicht, dass das Glück nicht in den äußeren Dingen liegt, sondern in einer inneren Verfassung. Ich denke dass es dazu sicher einen Reifungsprozeß braucht. Und die Medien, die vielen Vergnügungen die auf allen Ebenen angeboten werden machen es nicht leicht, zu einer solchen Reife und einem starken Innenleben zu gelangen.

 

Ich denke zum einen ist das gesellschaftlich bedingt. Sich festlegen und binden ist wohl schwerer für den Menschen als vor noch vierzig Jahren.

Zum einen stellt sich mir dadurch die Frage, ob berufene Menschen einen Weg den ihnen Gott zeigt nicht mehr gehen ...

Das wirkt wahrscheinlich auch mit. Gott hat auch für unsere Zeit Heilmittel. Und es entstehen neue Ordensgemeinschaften (z.B. "Seligpreisungen") die sich besonder der Anbetung oder andere, die sich besonders dem Apostolat widmen (in Wien z.B. "Schwestern von der Jüngersuche Jesu").

 

Die franziskanische Familie hat durch die Jahrhunderte einen guten Geist bewahrt. Ich schätze die Franziskaner auch sehr.

 

Liebe Segensgrüße, Peter

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Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

Lieber Matthias,

 

erst mal ein herzliches Willkommen hier im Forum.

 

Zu Deiner Frage:

Ich muß gestehen, dass mir persönlich Orden nichts bedeuten. Ich kenne Orden nur recht oberflächlich und auch Ordensangehörige kenne ich keine.

 

Aber das kann sich ja ändern, auch und gerade durch Deine eigene Teilnahme hier im Forum.

 

Deshalb meine Fragen an Dich:

 

Welche Bedeutung haben Orden für Dich?

Was hat Dich auf den Weg in die franziskanische Gemeinschaft gebracht?

 

Liebe Grüße, Gabriele

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Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

Hallo Matthias,

 

Ich kenne eine ganze Reihe von Leuten, die entweder kaum einen oder sogar gar keinen Kontakt zu ihrer Kirchengemeinde haben und auch eher frei in religiösen Fragen denken, die aber ganz begeistert von Seminaren oder Einkehrtagen sprechen, die sie in Klöstern verbracht haben. Ich bin auch schon selbst mehrfach (mit kirchlich in unterschiedlichem Ausmaß geprägten) Jugendlichen im Kloster gewesen und war von deren Reaktionen sehr positiv überrascht. Offensichtlich bieten die Klöster (bei den von mir angesprochenen Klöstern handelt es sich um Benediktergemeinschaften) dem heutigen Menschen eine Art Ruheinsel oder geistige Tankstelle und damit einen Kontrast zur sie umgebenden Gesellschaft. Damit nehmen sie in meinen Augen eine ihrer ureigenen Aufgaben wahr. Offen ist hierbei natürlich die Frage, inwieweit gerade kirchlich distanzierte Klosterbesucher dann eine verbindlichere Anbindung an die Kirche finden, aber das ist ein Thema für sich.

Auf jeden Fall bieten die Klöster aber der Kirche die Chance, ihre Botschaft auf authentische Weise in die Welt hineinzutragen, in Liturgie, Besinnung und bei Euch Franziskanern ja auch besonders durch den Dienst am Nächsten. Ich hatte vor einigen Jahren Gelegenheit, die in Osnabrück von Franziskanern geführte "Wärmestube", eine Einrichtung für Obdachlose kennenzulernen und weiß, wie stark der franziskanische Dienst gerade von den Ärmsten geschätzt wird. Inzwischen sind die Franziskaner durch den Nachwuchsmangel bedingt aus Osnabrück abgezogen – ein Riesenverlust!

Darum freut es mich auch zu lesen, dass Du Dich für ein Leben bei den Franziskanern entschieden hast.

Alles Gute wünscht Dir

Stephan

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Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

Hallo Matthias,

 

schön, im Internet jemanden zu treffen, der auch zur franziskanischen Familie gehören möchte. Eine Verständnisfrage habe ich: was meinst Du genau mit "franziskanische Gemeinschaft"? Eigentlich ist das ja die Bezeichnung für den 3. Orden, also die Laiengemeinschaft.

 

Dieser Laiengemeinschaft gehöre ich seit Jahren an, sie wird aber nicht zu den klassischen Orden gerechnet, weil wir ja unsere bürgerliche Existenz mit Beruf und Familie nicht verlassen.

 

Für mich ist es so, dass ich die Möglichkeit, mein Christsein in der franziskanischen Familie zu leben, als großes Geschenk empfinde. Als ich zum ersten Mal Kontakt zur Franziskanischen Gemeinschaft hatte, war für mich klar, hier gehöre ich hin. Und ich fühle mich (trotz aller praktischen Schwierigkeiten, sowohl bei der Umsetzung der Ideale ins persönliche Leben, als auch mit dem gegenwärtigen Zustand der Gemeinschaft) immer noch mit allen meinen wichtigen Anliegen und Empfindungen gut aufgehoben.

 

Viele Grüße, Matthias

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Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

Hallo Matthias!

 

herzlich willkommen im Forum! Ich finde deine Frage gar nicht mal so leicht zu beantworten, weil sie mir zu allgemein ist. Was mir Orden im allgemeinen bedeuten kann ich so ad hoc nicht sagen.

 

Ich kann dir sagen, daß es zwei Ordensgemeinschaften gibt, die mich sehr geprägt haben und die mir sehr viel bedeuten, weil ich bei ihnen das gefunden habe, was ich in meiner Pfarrei nicht finden konnte/ durfte/ konnte... Einen Weg zu Gott aufzubauen, diesen zu halten und zu vertiefen und zu erleben, was lebendige Kirche sein kann.

 

Liebe Grüße

lumie

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Matthias Casper

Hallo,

 

hier hat sich ja einiges getan muss ich sagen.

Also um das präziser auszudrücken: Noch befinde ich mich im Studium und bis es zum Postulat kommt, dauert es wohl noch etwas.

Ich finde es aber interessant und natürlich, dass einige wohl gute Erfahrungen mit Orden gemacht haben und andere gar keine.

Das ist richtig, dass die Franziskaner viel im diakonischen Bereich tätig sind.

Ich selbst mache seit vier Jahren Straßenarbeit unter Drogenabhängigen und Obdachlosen.

Für mich gibt es fast nichts schöneres, als zu sehen wie Gott diesen Menschen begegnet und was er alles in ihnen hinein gelegt hat.

Da wird für mich etwas von der Wirklichkeit Gottes sichtbar.

Aber zurück zum Thema: Ich glaube, dass der Weg in einen Orden immer eine Frage der Berufung ist. Und selbst wenn das klar ist, gibt es Dinge die im Weg sein können.

Finde es einfach interessant zu "hören", was für Erfahrungen der Einzelne hier mit Orden gemacht hat. So bei Einkehrtagen etc.

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Hallo,

 

ich befinde mich auf dem sicheren Weg in die franziskanische Gemeinschaft.

Nun möchte ich die Frage loswerden, was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

 

 

Matthias

Hallo Matthias,

 

ich habe mich sehr mit Franziskanern und Benediktinern beschäftigt. Beide Orden haben ja eine sehr unterschiedliche Ausprägung.

Im normalen Gemeindeleben kommen Orden eigentlich nicht vor. Selbst da, wo sie Pfarreien betreuen ist oft nicht viel von ihnen zu spüren. Anders sieht es da aus, wo Klöster existieren und wo diese auch Seelsorge leisten. Das ist dann eher im bereich der Sonderseelsorge zu suchen.

Wer nicht gerade über diesen sonderseelsorgerische bereich stolpert (etwa bei Einkehrtagen), wird wohl wenig Kontakt zu Orden haben.

Für mich persönlich waren die beiden Orden prägend, insbesondere die Benediktiner. Die Franziskaner haben mich zunächst begeisert, aber letzendlich eher enttäuscht was das Gemeinschaftsleben anging.

 

Vieleicht so viel für den Anfang,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Matthias Casper

Die Benedektiner leben enger zusammen. Dies geschieht zeitlebens.

Die Franziskaner wechseln häufiger die Gemeinschaft. Das alles hat Vor - und Nachteile.

Mich würde aber interessieren wie Du die Franziskaner erlebt hast.

Das kannst Du natürlcih aucg gerne wenn Du magst per Mail machen, damit sich keiner "auf die Füße getreten" fühlt.

Wäre echt nett.

 

 

Matthias

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Hallo Matthias,

 

ich kann das auch öffentlich tun, weil meine Erfahrungen schon ein paar Jahre alt sind.

Ich habe die Franziskaner ambivalent erlebt. Einerseits hat mir ihr Dienst an den Menschen gefallen, das franziskanische Einfachheitsideal und auch die Klöster. Dasselbe gilt für das Amtsverständnis ihrer Oberen. Das Gemeinschaftsleben untereinander war z.T. auch o.k.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war der Umgangder Franziskaner mit den nicht geweihten Brüdern, teilweise das gefühl, dass jeder so für sich alleine wurschtelt.

Was mich persönlich davon abgehalten hat, Franziskaner zu werden, war aber letztendlich das fehlende Chorgebet.

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Hallo Matthias,

 

für mich persönlich bedeutet Ordensleben authentisch seinen Glauben in jeder Konsequenz zu leben, hierfür auch in sicher schweren Zeiten einzustehen und in besonderer Weise die frohe Botschaft weiterzutragen . Für jeden nicht machbar und nötig - für mich ein durchaus überlegenswerter Weg.

 

Habe hier die Pallottiner und Salesianer (Don-Bosos) kennengelernt. Sehr interessant, da diese Gemeinschaften mitten "in der Welt" leben, caritativ tätig sind und trotzdem eine starke Gemeinschaft bilden.

 

Wer sich näher über Orden informieren mag und das persönliche Gespräch sucht, dem sei die "Lange Klosternacht" im Kloster Langwaden (Nähe Grevenbroich, zw. Köln und Düsseldorf) vom 05. auf den 06. November empfohlen. Nähere Infos auch unter http://www3.erzbistum-koeln.de/seelsorge/k...tungen2005.html

 

Viele Grüsse,

 

Kris

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... in Ergänzung zu meinem letzten Beitrag würde ich gerne wissen, ob es hier unter den Mitlesern auch ehemalige Ordensangehörige gibt und welche Gründe vorlagen, warum die Gemeinschaft wieder verlassen wurde. Interessant deshalb, weil ich mich selber schon seit längerer Zeit mit meiner Berufung beschäftige und natürlich auch die "andere" Seite der Medaille kennen würde.

 

Danke und viele Grüsse,

 

Kris

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... in Ergänzung zu meinem letzten Beitrag würde ich gerne wissen, ob es hier unter den Mitlesern auch ehemalige Ordensangehörige gibt und welche Gründe vorlagen, warum die Gemeinschaft wieder verlassen wurde. Interessant deshalb, weil ich mich selber schon seit längerer Zeit mit meiner Berufung beschäftige und natürlich auch die "andere" Seite der Medaille kennen würde.

 

Danke und viele Grüsse,

 

Kris

Ja, da kann ich mich zu äußern.

 

wie schon öfter in diesem Forum dargelegt, war ich viereinhalb Jahre lang Benediktiner. Vor der Ewigen Profess habe ich mich entschieden, das Kloster zu verlassen.

Ich war am Ende einfach nur noch enttäuscht. Ich fühlte mich einfach mit zunehmender Zeit auch unpassend und habe mir viele Freiräume gesucht, um überhaupt zu überleben. Das hört sich nach außen hin nicht sehr konkret an, für mich war es das aber.l

Alles war in dem Kloster schon vorgedacht, kein Raum für Kreativität, obwohl es alles andere als konservativ war. Für mich als damals noch sehr junger Mensch war das keine verlockende Perspektive.

 

Soweit fürs erste,

 

viele Grüße,

 

Matthias

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Matthias Casper

Ich glaube, Du hast da viel tiefere Einblicke als ich, dass benedektinisches Leben schon eine sehr starke Aufgabe des "Ich" bedeutet.

Ich denke, dass es Orden gibt, wo mehr Raum für den einzelnen da ist. Aber das ist wohl von Haus zu Haus auch unterschiedlich.

Habe da ein Kloster erlebt, wo der Haussegen völlig schief hängt. Das haben die Spatzen am zweiten Tag meines Aufenthaltes von den Dächern gepfiffen.

Aber ich habe auch sehr liebe Menschen dort kennen - und schätzen gelernt.

Danke, dass Du mich an Deiner Erfahrung teilhaben lässt.

 

 

Matthias

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Ich habe hier zwei sehr positive Erfahrungen gemacht. Kürzlich konnte ich "auf Zeit" die Salesianer im Kloster Benediktbeuren kennenlernen und war sehr beeindruckt. Die Novizen wie auch die Brüder waren unglaublich offen, interessiert und ehrlich. Sie haben in vielen Einzelgesprächen von ihren ganz persönlichen Berufungswegen erzählt. Ich hatte im Alltagsleben das Gefühl, daß die Gemeinschaft nicht nur dem Namen nach besteht, sondern wirklich eine Zusammengehörigkeitsgefühl fühlbar war. Dennoch wurden auch schwierige Zeiten und Probleme nicht ausgespart und man bekam den Eindruck, daß auch so etwas zu einer Gemeinschaft dazugehört. Immerhin sucht man sich seine Mitbrüder ja nicht aus.

 

Etwas ähnliches habe ich bei den Pallottinern erlebt. So wie die Salesianer stehen sie im "Leben" und nehmen vielseitige caritative Aufgaben war (die Salesianer schwerpunktmäßig in der Jugendpflege). Da sich die Brüder nicht an Ort oder Region binden, ist ein ständiger Austausch gegeben und die Brüder bleiben so in Gewisser hinsicht "flexibel". Diese Offenheit spürt man sehr stark und hat mich überzeugt, mich mit den beiden Gemeinschaften näher auseinanderzusetzen.

 

Gibt es hier noch weitere Erfahrungsberichte?? Finde das sehr spannend...

 

Grüsse, Kris

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was bedeuten für Euch Orden in der jetzigen Zeit ganz persönlich?

eine Fackel in der Nacht.

 

Ein Zeichen.

 

Ein Licht auf dem Berg.

 

 

 

Gottes Segen auf Deinem Weg.

Denk a bisserl an uns, ja?

B)

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Nicht wirklich etwas.

Wer so leben möchte, soll es tun.

Für mich ist der Alltag der "Dornbusch".

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Wo in Orden ein ordentliches Ordensleben geführt wird, dort strahlt aus den Mönchen ein Stück Himmel auf. Wie sich allerdings selbst im Leben einer hl. Teresa von Avila zeigte (die sich nach 20 Jahren im Orden bekehrte) kann auch dieses Licht verdunkelt werden wenn die Ganzhingabe fehlt. Nicht das Ordensgewand macht den Mönch aus- sondern dass er mit ganzer Hingabe Gott sucht. Eine Ordensgemeinschaft die diese Hingabe ernsthaft praktiziert kann Zeugnis dafür ablegen, dass die Liebe zu Gott etwas Strahlendes, Wunderbares ist.

 

Wenn ein Orden aber verweltlicht- sind Christen in der Welt die Gott mit ganzer Hingabe suchen und lieben lichtvoller.

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