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"entscheidungsfreudige" Bischöfe?


Flo77
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Sein Amt gibt uns die Möglichkeit, frei und unbeschwert unsere Probleme zu diskutieren und danach sagen zu können: Das geben wir jetzt dem Papst zur Prüfung in die Hand.

 

Meisner gegenüber der Welt

 

Klingt irgendwie nach "na Hauptsache wir müssen keine Entscheidung treffen ..."

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Kardinal Meisner würde meiner Einschätzung nach schon seehr gerne Entscheidungen treffen.

 

Aber vielleicht freut es ihn doch, dass er beim Papst sicher sein kann, dass er nichts gegen seine eigene Überzeugung vertreten muss. B)

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Sein Amt gibt uns die Möglichkeit, frei und unbeschwert unsere Probleme zu diskutieren und danach sagen zu können: Das geben wir jetzt dem Papst zur Prüfung in die Hand.

 

Meisner gegenüber der Welt

 

Klingt irgendwie nach "na Hauptsache wir müssen keine Entscheidung treffen ..."

Meisner ist der ranghöchste Vertreter eine sehr großen Gruppe von Menschen, die es als Gnade Gottes empfinden, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen.

 

Das Leben ist zweifellos einfacher wenn man die Frucht vom Baum der Erkenntnis lieber jemand anderen essen lässt und dann einfach tut, was der sagt.

 

Ich habe lange genug auch so gelebt, es ist wirklich ein (spirituell) viel bequemeres Leben.

 

Ich bin zugegebenermassen ebenfalls niemand, der das freiwillig aufgeben würde, aber manchmal hat Gott was anderes mit uns vor und dann müssen wir selbst von diesem Baum essen.

 

Werner

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In der Zwischenkriegszeit gab es einen sehr berühmten Journalisten Egon Erwin Kisch "den rasenden Reporter", der glühender Kommunist war.

 

Nach dem Hitler - Stalin Pakt um seine Meinung gefragt soll er geantwortet haben: Ich habe keine Meinung für mich denkt Stalin.

 

Warum fällt mir diese Anektote gerade jetzt ein "grübel" B)

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Meisner ist der ranghöchste Vertreter eine sehr großen Gruppe von Menschen, die es als Gnade Gottes empfinden, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen.

So schlägt man ohne Anlass und ins Blaue ungenannten Mitchristen erst mal ins Gesicht. Es leben die geschwisterliche Kirche!

 

Da ich mit Kardinal Meisner das Petrusamt für einen Grundstein der Einheit halte - und deshalb des Selberdenkens unfähig bin - bitte ich die hier vertretenen Selberdenker, mich darüber aufzuklären, an welcher Stelle in dem zitierten Interview der Kardinal das selberdenken verboten und überhaupt Kritikwürdiges geäußert hat.

 

(Die von Werner implizierte Gleichsetzung von Selberdenken und Ungehorsam gegen Gott erspare ich mir zu komentieren.)

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Meisner ist der ranghöchste Vertreter eine sehr großen Gruppe von Menschen, die es als Gnade Gottes empfinden, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen.

So schlägt man ohne Anlass und ins Blaue ungenannten Mitchristen erst mal ins Gesicht. Es leben die geschwisterliche Kirche!

 

Da ich mit Kardinal Meisner das Petrusamt für einen Grundstein der Einheit halte - und deshalb des Selberdenkens unfähig bin - bitte ich die hier vertretenen Selberdenker, mich darüber aufzuklären, an welcher Stelle in dem zitierten Interview der Kardinal das selberdenken verboten und überhaupt Kritikwürdiges geäußert hat.

 

(Die von Werner implizierte Gleichsetzung von Selberdenken und Ungehorsam gegen Gott erspare ich mir zu komentieren.)

Na, was du mal wieder alles rausliest aus dem was ich geschrieben habe.

 

Erstens habe ich nirgendwo den Ungehorsam gegenüber Gott mit Selberdenken gleichgesetzt.

 

Ich sehe allerdings einen fundamentalen Unterschied, ob jemand gegenüber Gott aufgrund von eigenem Denken gehorsam ist, oder nur weil ihm jemand das befohlen hat.

 

Wenn wir aus eigenem Denken heraus gegenüber Gott gehorsam sind, dann sind wir warhaft freie Christenmenschen, wenn wir Gott nur gehorchen, indem wir etwas tun, was uns jemand befohlen hat, sind wir nichts weiter als Sklaven.

 

Daß es dann allerdings vorkommen kann, daß das, was aus dem aus eigenem Denken erkannten Gehorsam gegenüber Gott nicht mit dem übereinstimmt, was uns andere als den Willen Gottes befehlen wollen, ist das, was diesen Weg den steinigeren macht

 

Der Sklave hat es leicht, er kann sich immer hinter seinem Herrn verstecken, er braucht selbst keine Verantwortung übernehmen.

 

Der freie Mann muss seine Entscheidungen selber treffen und muss damit leben, daß sie nicht allen gefallen.

 

Welcher Weg der gottgefälligere ist, mag das Gleichnis von den Talenten zeigen.

 

Daß das Petrusamt zur Einheit beiträgt, ist ja unbestritten, allerdings entbindet das niemanden von der Pflicht, sich selbst mit den Fragen und Problemen auch des Glaubens auseinanderzusetzen.

 

Das was Meisner da sagt "wir haben alle nett diskutiert, aber die Entscheidung soll doch lieber der Papst treffen" hat aber nichts mit einigendem Petrusamt zu tun, das ist ganz klar das "Herr, ich weiss dass du ein strenger Herr bist, darum habe ich das Talent vergraben, hier hast du es, jetzt mach damit was du für richtig hältst" (nur sinngemäß zitiert)

 

Werner

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Sein Amt gibt uns die Möglichkeit, frei und unbeschwert unsere Probleme zu diskutieren und danach sagen zu können: Das geben wir jetzt dem Papst zur Prüfung in die Hand.

 

Meisner gegenüber der Welt

 

Klingt irgendwie nach "na Hauptsache wir müssen keine Entscheidung treffen ..."

Meisner ist der ranghöchste Vertreter eine sehr großen Gruppe von Menschen, die es als Gnade Gottes empfinden, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen.

 

Das Leben ist zweifellos einfacher wenn man die Frucht vom Baum der Erkenntnis lieber jemand anderen essen lässt und dann einfach tut, was der sagt.

 

Ich habe lange genug auch so gelebt, es ist wirklich ein (spirituell) viel bequemeres Leben.

 

Ich bin zugegebenermassen ebenfalls niemand, der das freiwillig aufgeben würde, aber manchmal hat Gott was anderes mit uns vor und dann müssen wir selbst von diesem Baum essen.

 

Werner

Und wie leicht ist es doch speziell im katholischen Deutschland, als denkfauler Hohlkopf Erzbischof zu werden. Ohne arbeitendes Gehirn lebt es sich doch auch viel leichter in dem Amt. B)

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Daß das Petrusamt zur Einheit beiträgt, ist ja unbestritten, allerdings entbindet das niemanden von der Pflicht, sich selbst mit den Fragen und Problemen auch des Glaubens auseinanderzusetzen.

Wo hatte Kardinal Meisner sich dagegen ausgesprochen? Ist man grundsätzlich zum selberdenken unfähig, wenn man ihm zustimmt? Ist der Glaube an das Wirken des Heiligen Geistes im kirchlichen Lehramt mit einer Sklavenhaltung gleichzusetzen?

 

Wer hatte sich hier für eine solche ausgesprochen?

 

Das was Meisner da sagt "wir haben alle nett diskutiert, aber die Entscheidung soll doch lieber der Papst  treffen" hat aber nichts mit einigendem Petrusamt zu tun, das ist ganz klar das "Herr, ich weiss dass du ein strenger Herr bist, darum habe ich das Talent vergraben, hier hast du es, jetzt mach damit was du für richtig hältst" (nur sinngemäß zitiert)

 

D.h. es ist der Synode vorzuwerfen, daß sie eine Synode war) deren Aufgabe ja darin besteht, den Papst zu beraten und nicht, die Entscheidungen ohne ihn zu treffen)?

Edited by ThomasBloemer
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Wenn wir aus eigenem Denken heraus gegenüber Gott gehorsam sind, dann sind wir warhaft freie Christenmenschen, wenn wir Gott nur gehorchen, indem wir etwas tun, was uns jemand befohlen hat, sind wir nichts weiter als Sklaven.

 

Daß es dann allerdings vorkommen kann, daß das, was aus dem aus eigenem Denken erkannten Gehorsam gegenüber Gott nicht mit dem übereinstimmt, was uns andere als den Willen Gottes befehlen wollen, ist das, was diesen Weg den steinigeren macht

 

Der Sklave hat es leicht, er kann sich immer hinter seinem Herrn verstecken, er braucht selbst keine Verantwortung übernehmen.

 

Der freie Mann muss seine Entscheidungen selber treffen und muss damit leben, daß sie nicht allen gefallen.

 

Welcher Weg der gottgefälligere ist, mag das Gleichnis von den Talenten zeigen.

 

Daß das Petrusamt zur Einheit beiträgt, ist ja unbestritten, allerdings entbindet das niemanden von der Pflicht, sich selbst mit den Fragen und Problemen auch des Glaubens auseinanderzusetzen.

 

Das was Meisner da sagt "wir haben alle nett diskutiert, aber die Entscheidung soll doch lieber der Papst treffen" hat aber nichts mit einigendem Petrusamt zu tun, das ist ganz klar das "Herr, ich weiss dass du ein strenger Herr bist, darum habe ich das Talent vergraben, hier hast du es, jetzt mach damit was du für richtig hältst" (nur sinngemäß zitiert)

 

Werner

Kann es sein, daß Du Selberdenken mit ungebundener Eigenbestimmung gleichsetzt? Daß Du von der Bestimmung der Kirche zur richtigen Interpretation der Offenbarung nicht besonders viel hältst (zumindest sobald es eigenen Wünschen widerspricht) ist ja bekannt. Aber wenn es natürlich richtig ist, nur zu glauben, was einem selbst in den bequemen Kram paßt und Menschen, die sich um eine vollständigere Nachfolge bemühen, als Sklavenseelen zu verhöhnen, dann muß man natürlich diesen Weg gehen. Mit dem berühmten "Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!" hat das aber meiner Ansicht nach nicht mehr viel zu tun. Über die Gottgefälligkeit mag man sich jetzt den Kopf zerbrechen.

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Sein Amt gibt uns die Möglichkeit, frei und unbeschwert unsere Probleme zu diskutieren und danach sagen zu können: Das geben wir jetzt dem Papst zur Prüfung in die Hand.

 

Meisner gegenüber der Welt

 

Klingt irgendwie nach "na Hauptsache wir müssen keine Entscheidung treffen ..."

Meisner ist der ranghöchste Vertreter eine sehr großen Gruppe von Menschen, die es als Gnade Gottes empfinden, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen.

 

Das Leben ist zweifellos einfacher wenn man die Frucht vom Baum der Erkenntnis lieber jemand anderen essen lässt und dann einfach tut, was der sagt.

 

Ich habe lange genug auch so gelebt, es ist wirklich ein (spirituell) viel bequemeres Leben.

 

Ich bin zugegebenermassen ebenfalls niemand, der das freiwillig aufgeben würde, aber manchmal hat Gott was anderes mit uns vor und dann müssen wir selbst von diesem Baum essen.

 

Werner

Und wie leicht ist es doch speziell im katholischen Deutschland, als denkfauler Hohlkopf Erzbischof zu werden. Ohne arbeitendes Gehirn lebt es sich doch auch viel leichter in dem Amt. B)

OK, nachdem man aus dem was ich schreibe, zwar alle möglichen Unterstellungen herausliest, aber nicht das naheliegende, will ich es nochmal präzisieren.

 

Selbstverständlich muss ein Erzbischof selbständig denken und auch selbständig Entscheidungen treffen können, und auch EB Meisner tut das jeden Tag.

 

Bei einer Bischofssynode geht es allerdings nicht um irgendwelche (aus Glaubenssicht) unwichtigen Dinge, sondern um das Eingemachte des katholischen Glaubens.

 

Und wenn dazu ein Kardinal und Erzbischof sagt "ein bisschen diskutieren ist ja ok, aber entscheiden soll mal lieber der Papst" dann zeigt das eine Haltung, die ich als Abschieben der Verantwortung bezeichne.

 

Klar hat der Papst die letzte Entscheidung, aber das bedeutet doch nicht, daß die Nachfolger der Apostel nicht auch selbst welche treffen können!

 

Wenn sie sich nicht einigen können, ok, dafür gibt es dann das Petrusamt.

 

Aber daß sie gar nicht erst den Versuch unternehmen, sondern gleich sagen "Da soll sich mal lieber der Papst sein Gewissen befragen, dann brauchen wir das nicht und können auf jeden Fall ruhig schlafen", das ist es was ich kritisiere.

 

Werner

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Justin Cognito

Ich halte die Entscheidung des Papstes die Botschaft der Bischöfe, samt den eingelangten Ergänzungen zu veröffentlichen für ein wichtiges Zeichen der Communio der Bischöfe untereinander und mit dem Papst, egal ob sie als Kollegium etwas beschließen (wie es etwa bei einem Konzil der Fall wäre) oder ob sie ihre Überlegungen gemeinsam anstellen und dann mitteilen (wie es hier der Fall ist). Das Zeichen deute ich so, dass die gemeinsamen Überlegungen der Bischöfe nicht nur dem Papst etwas zu sagen haben (sie also ein bloßes Beratungsgremium des Papstes wären) sondern auch für allen Katholikinnen und Katholiken wichtig sind.

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Wenn wir aus eigenem Denken heraus gegenüber Gott gehorsam sind, dann sind wir warhaft freie Christenmenschen, wenn wir Gott nur gehorchen, indem wir etwas tun, was uns jemand befohlen hat, sind wir nichts weiter als Sklaven.

 

Daß es dann allerdings vorkommen kann, daß das, was aus dem aus eigenem Denken erkannten Gehorsam gegenüber Gott nicht mit dem übereinstimmt, was  uns andere als den Willen Gottes befehlen wollen, ist das, was diesen Weg den steinigeren macht

 

Der Sklave hat es leicht, er kann sich immer hinter seinem Herrn verstecken, er braucht selbst keine Verantwortung übernehmen.

 

Der freie Mann muss seine Entscheidungen selber treffen und muss damit leben, daß sie nicht allen gefallen.

 

Welcher Weg der gottgefälligere ist, mag das Gleichnis von den Talenten zeigen.

 

Daß das Petrusamt zur Einheit beiträgt, ist ja unbestritten, allerdings entbindet das niemanden von der Pflicht, sich selbst mit den Fragen und Problemen auch des Glaubens auseinanderzusetzen.

 

Das was Meisner da sagt "wir haben alle nett diskutiert, aber die Entscheidung soll doch lieber der Papst  treffen" hat aber nichts mit einigendem Petrusamt zu tun, das ist ganz klar das "Herr, ich weiss dass du ein strenger Herr bist, darum habe ich das Talent vergraben, hier hast du es, jetzt mach damit was du für richtig hältst" (nur sinngemäß zitiert)

 

Werner

Kann es sein, daß Du Selberdenken mit ungebundener Eigenbestimmung gleichsetzt? Daß Du von der Bestimmung der Kirche zur richtigen Interpretation der Offenbarung nicht besonders viel hältst (zumindest sobald es eigenen Wünschen widerspricht) ist ja bekannt. Aber wenn es natürlich richtig ist, nur zu glauben, was einem selbst in den bequemen Kram paßt und Menschen, die sich um eine vollständigere Nachfolge bemühen, als Sklavenseelen zu verhöhnen, dann muß man natürlich diesen Weg gehen. Mit dem berühmten "Nicht mein, sondern Dein Wille geschehe!" hat das aber meiner Ansicht nach nicht mehr viel zu tun. Über die Gottgefälligkeit mag man sich jetzt den Kopf zerbrechen.

Tja lieber Soames, ich wünsche dir, daß dir nie etwas, was man dir als göttliche Offenbarung verkaufen will, gegen die Natur geht.

 

Dann hast du das Glück, daß du immer mit der Natur und dem, was du als göttliche Offenbarung glaubst, im Einklang bist.

 

Wenn das allerdings mal passieren sollte, wirst du an einem Punkt sein, wo du dich fragst:

 

Kann die göttliche Offenbarung der Natur widersprechen?

 

Und dann wirst du ein paar Entscheidungen treffen müssen, bei denen dir das Lehramt nicht wieterhilft.

 

Ich wünsche es dir nicht, aber verurteile bitte niemanden, den das trifft.

 

Das ist eine Sache nur zwischen dem betreffenden und seinem Schöpfer.

 

Werner

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Klar hat der Papst die letzte Entscheidung, aber das bedeutet doch nicht, daß die Nachfolger der Apostel nicht auch selbst welche treffen können!

 

Wenn sie sich nicht einigen können, ok, dafür gibt es dann das Petrusamt.

 

Aber daß sie gar nicht erst den Versuch unternehmen, sondern gleich sagen "Da soll sich mal lieber der Papst sein Gewissen befragen, dann brauchen wir das nicht und können auf jeden Fall ruhig schlafen", das ist es was ich kritisiere.

 

Werner

Eben. Es ist Deiner Ansicht nch zu kritisieren, daß die Synode eine Synode war.

 

Und wer das nicht kritisiert, kann bzw. will nicht denken und darf als Sklave beschimpft werden.

 

Und das wiederum kritisiere ich.

Edited by ThomasBloemer
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Ich halte die Entscheidung des Papstes die Botschaft der Bischöfe, samt den eingelangten Ergänzungen zu veröffentlichen für ein wichtiges Zeichen der Communio der Bischöfe untereinander und mit dem Papst, egal ob sie als Kollegium etwas beschließen (wie es etwa bei einem Konzil der Fall wäre) oder ob sie ihre Überlegungen gemeinsam anstellen und dann mitteilen (wie es hier der Fall ist). Das Zeichen deute ich so, dass die gemeinsamen Überlegungen der Bischöfe nicht nur dem Papst etwas zu sagen haben (sie also ein bloßes Beratungsgremium des Papstes wären) sondern auch für allen Katholikinnen und Katholiken wichtig sind.

Ich hatte nach allen Berichten auch nicht den Eindruck, daß die Synode so gelaufen ist, wie Kardinal Meisner das darstellt, daß die Bischöfe ein bisschen diskutiert haben und dann gesagt haben, jetzt soll mal lieber der Papst entscheiden.

 

Ich hatte schon den Eindruck, daß es da konkret zur Sache ging.

 

Werner

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Klar hat der Papst die letzte Entscheidung, aber das bedeutet doch nicht, daß die Nachfolger der Apostel nicht auch selbst welche treffen können!

 

Wenn sie sich nicht einigen können, ok, dafür gibt es dann das Petrusamt.

 

Aber daß sie gar nicht erst den Versuch unternehmen, sondern gleich sagen "Da soll sich mal lieber der Papst sein Gewissen befragen, dann brauchen wir das nicht und können auf jeden Fall ruhig schlafen", das ist es was ich kritisiere.

 

Werner

Eben. Es ist Deiner Ansicht nch zu kritisieren, daß die Synode eine Synode war.

 

Und wer das nicht kritisiert, kann bzw. will nicht denken und darf als Sklave beschimpft werden.

 

Und das wiederum krtisiere ich.

Also wenn Synode bedeutet, daß ein paar hundert Bischöfe zusammen kommen, ein bisschen nett und unverbindlich plaudern, und dann wieder abreisen ohne daß etwas Konkretes herauskommen muss oder gar soll, dann kritisiere ich das tatsächlich.

 

Dann sollte man das Geld lieber sparen und dafür in der Sahelzone Brunnen bohren.

 

Ich hatte allerdings (zumindest bis jetzt) nicht den Eindruck, daß es bei einer Synode so zugeht, auch wenn Meisner das so ähnlich beschreibt.

 

Werner

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Mich beunruhigt das ganze.

 

Für mich klingt das ganze nach Mitwirkungsverweigerung (gepaart mit einem "Bene wird's schon richten").

 

Es erinnert an eine oft zitierte Meisner-Anekdote, in der er einem engagierten Mitarbeiter vor einem Gespräch an den Kopf geworfen hat "wir können gerne die Frage diskutieren aber am Ende haben sie mir zu gehorchen".

 

Alle Diskussionen sind überflüssig (bzw. nehmen sich nett in der Presse aus) - am Ende steht aber nur das Wort des großen Vorsitzenden.

 

Das hat mMn nichts mehr mit Kollegialität nichts mehr zu tun.

 

Reinheit der Lehre schön und gut (auch wenn ich mich frage, wie die Orthodoxie mit einem "unorthodoxen" Bischof umgehen würde ...) - aber da wird keine Lehre mehr diskutiert, sondern die Theologie eines Ratzinger zur Doktrin gemacht.

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Tja lieber Soames, ich wünsche dir, daß dir nie etwas, was man dir als göttliche Offenbarung verkaufen will, gegen die Natur geht.

 

Dann hast du das Glück, daß du immer mit der Natur und dem, was du als göttliche Offenbarung glaubst, im Einklang bist.

 

Wenn das allerdings mal passieren sollte, wirst du an einem Punkt sein, wo du dich fragst:

 

Kann die göttliche Offenbarung der Natur widersprechen?

 

Und dann wirst du ein paar Entscheidungen treffen müssen, bei denen dir das Lehramt nicht wieterhilft.

 

Ich wünsche es dir nicht, aber verurteile bitte niemanden, den das trifft.

 

Das ist eine Sache nur zwischen dem betreffenden und seinem Schöpfer.

 

Werner

Zu Deiner Beruhigung, lieber Werner: Soweit ich weiß, ist jeder Mensch von der Erbsünde betroffen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so getan zu haben, als sei ich ein sündeloses Geschöpf. Wäre ich es, so würde mein eigenes Posting ohne Aussage dastehen, denn dann würde mir ja alles in den Kram passen. Die Grenze verläuft, wie Du aus meinem Posting sehen kannst, dort, wo jemand die eigenen Fehler als Fehler annimmt oder sich entschließt, sie als gottgewollt zu leben (egal, um was für Fehler es sich handelt, ich werde zum Beispiel recht leicht unleidlich, und das gehört zu meiner Natur, die ich zu bessern trachte). Daß dies dann eine Sache zwischen demjenigen und Gott ist, steht selbst im so sehr belächelten Katechismus. Dort steht jedoch auch, daß es gewisser Anstrengungen bedarf, um besser leben zu können. Ich möchte, da man hier ja auf alles gefaßt sein muß, gleich hinzusetzen, daß ich dies nicht nur deshalb vertrete, weil es in einem menschlichen Buch steht, sondern weil ich es so sehe und so glaube.

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Mich beunruhigt das ganze.

 

Für mich klingt das ganze nach Mitwirkungsverweigerung (gepaart mit einem "Bene wird's schon richten").

Ich bin wirklich fassungslos, was aus der einfachen Aussage herausgelesen werden kann, der Heilige Vater werde auf der Grundlage der Diskussionen der Bischöfe ein synodales Schreiben verfassen. *kopfschüttel*

Edited by ThomasBloemer
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Mich beunruhigt das ganze.

 

Für mich klingt das ganze nach Mitwirkungsverweigerung (gepaart mit einem "Bene wird's schon richten").

 

Es erinnert an eine oft zitierte Meisner-Anekdote, in der er einem engagierten Mitarbeiter vor einem Gespräch an den Kopf geworfen hat "wir können gerne die Frage diskutieren aber am Ende haben sie mir zu gehorchen".

 

Alle Diskussionen sind überflüssig (bzw. nehmen sich nett in der Presse aus) - am Ende steht aber nur das Wort des großen Vorsitzenden.

 

Das hat mMn nichts mehr mit Kollegialität nichts mehr zu tun.

 

Reinheit der Lehre schön und gut (auch wenn ich mich frage, wie die Orthodoxie mit einem "unorthodoxen" Bischof umgehen würde ...) - aber da wird keine Lehre mehr diskutiert, sondern die Theologie eines Ratzinger zur Doktrin gemacht.

Bist Du heute aber wieder mal schräg drauf, Flo. Wirst Du auch so leicht unleidlich?

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Mich beunruhigt das ganze.

 

Für mich klingt das ganze nach Mitwirkungsverweigerung (gepaart mit einem "Bene wird's schon richten").

Ich bin wirklich fassungslos, was aus der einfachen Aussage herausgelesen werden kann, der Heilige Vter werde auf der Grundlage der Diskussionen der Bischöfe ein synodales Schreiben verfassen. *kopfschüttel*

Das hat Joachim nicht gesagt.

 

Es ist die Realität, daß Bene ein Schreiben aufgrund der Beratungen der Synode verfasst (sonst wäre sie wirklich überflüssig gewesen) - auch wenn ich mir ein Konzil gewünscht hätte (mir ist der Vatikan im Augenblick zu eiertänzerisch).

 

Bei Meisner klang das aber so, als hätten ein paar ungezogene Jungs ein bisschen rumspekuliert, aber der Herr Lehrer zieht den Abweichlern schon noch den Hosenboden stramm und stellt erst mal richtig.

 

Und das Amts- und Kirchenverständnis, daß dahinter steht halte ich für falsch geschweigedenn für katholisch.

 

Ich gebe zu ich übertreibe - aber nur ein ganz kleines bißchen.

Edited by Flo77
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Mich beunruhigt das ganze.

 

Für mich klingt das ganze nach Mitwirkungsverweigerung (gepaart mit einem "Bene wird's schon richten").

Ich bin wirklich fassungslos, was aus der einfachen Aussage herausgelesen werden kann, der Heilige Vater werde auf der Grundlage der Diskussionen der Bischöfe ein synodales Schreiben verfassen. *kopfschüttel*

Also ich meinte nicht die Aussage, der Hl. Vater werde ein synodales Schreiben verfassen, sondern die Aussage

Sein Amt gibt uns die Möglichkeit, frei und unbeschwert unsere Probleme zu diskutieren und danach sagen zu können: Das geben wir jetzt dem Papst zur Prüfung in die Hand. Er hat uns vorbildlich den Gehorsam gegenüber dem Wort Gottes vorzuleben und vorzulegen.

 

Das heisst tatsächlich nicht mehr und nicht mehr weniger als "wir plaudern ein wenig, und dann fragen wir den Papst, was wir tun sollen"

 

Werner

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Bei Meisner klang das aber so, als hätten ein paar ungezogene Jungs ein bisschen rumspekuliert, aber der Herr Lehrer zieht den Abweichlern schon noch den Hosenboden stramm und stellt erst mal richtig.

Das habe ich so gar nicht verstanden. Ich wüßte auch nicht, aus welchem Satz man da rauslesen sollte. Die Synode hatte den erklärten Zweck, den papst zu Beginn seiner Amtszeit zu beraten - und zwar auch und gerade in dem Sinn, dßa sie ihm die utnerschiedlichen meinungen und Strömungen in der Kirche und im Bischofskollegium darlegen sollte.

 

Und jetzt wird der Synode vorgeworfen, genau das getan zu haben.

 

Und das Amts- und Kirchenverständnis, daß dahinter steht halte ich für falsch.

 

Es ist ja nicht unbekannt, daß Du mit dem katholischen Amts- und Kirchenverständnis Deine Probleme hast. Das finde ich auch gar nicht schlimm.

 

Schlimm finde ich, wenn Leute wie Werner denen, die diese Probleme nicht haben, in Bausch und Bogen Unfähigenkeit bzw. Unwilligkeit zum Selberdenken attestiert. (Und dann noch das Selberdenken mit dem Sündenfall gleichsetzt - aber das ist eine andere Geschichte.)

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Bei Meisner klang das aber so, als hätten ein paar ungezogene Jungs ein bisschen rumspekuliert, aber der Herr Lehrer zieht den Abweichlern schon noch den Hosenboden stramm und stellt erst mal richtig.

Das habe ich so gar nicht verstanden. Ich wüßte auch nicht, aus welchem Satz man da rauslesen sollte. Die Synode hatte den erklärten Zweck, den papst zu Beginn seiner Amtszeit zu beraten - und zwar auch und gerade in dem Sinn, dßa sie ihm die utnerschiedlichen meinungen und Strömungen in der Kirche und im Bischofskollegium darlegen sollte.

 

Und jetzt wird der Synode vorgeworfen, genau das getan zu haben.

 

Und das Amts- und Kirchenverständnis, daß dahinter steht halte ich für falsch.

 

Es ist ja nicht unbekannt, daß Du mit dem katholischen Amts- und Kirchenverständnis Deine Probleme hast. Das finde ich auch gar nicht schlimm.

 

Schlimm finde ich, wenn Leute wie Werner denen, die diese Probleme nicht haben, in Bausch und Bogen Unfähigenkeit bzw. Unwilligkeit zum Selberdenken attestiert. (Und dann noch das Selberdenken mit dem Sündenfall gleichsetzt - aber das ist eine andere Geschichte.)

@1 dann verstehen wir Meisner unterschiedlich.

 

MMn war seine Begriffswahl eindeutig. Von einer begründeten Hoffnung, Bene damit eine Hilfestellung gegeben zu haben, oder einer großen Zufriedenheit über die kollegiale Zusammenarbeit, die die Einheit der Kirche war nicht die Rede.

 

Stattdessen wurde die gesamte Verantwortung auf BXVI abgewälzt.

 

So zumindest der Eindruck.

 

@2 Danke Thomas - ich dachte schon ich wäre drüber weg.

 

Es ging Werner auch nicht darum, denen die die Synode als Beratungsorgan begrüßt haben und sich von den Beschlüssen einiges erhoffen (und sei es Klarheit) Unfähigkeit zum Selberdenken zu unterstellen.

 

Allerdings ist es nicht von der Hand zu weisen, daß es etliche Katholiken gibt, für die was Bene sagt grundsätzlich Gesetz ist und er allein zu seinen Entscheidungen zu kommen hat (wo kämen wir denn da hin, wenn irgend ein dahergelaufener wohlmöglich moderner Ortsbischof Einfluss im Vatikan hätte)

 

Im Übrigen: CCC§876-886

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Die Synode hatte den erklärten Zweck, den papst zu Beginn seiner Amtszeit zu beraten - und zwar auch und gerade in dem Sinn, dßa sie ihm die utnerschiedlichen meinungen und Strömungen in der Kirche und im Bischofskollegium darlegen sollte.

Kleine Zwischenfrage: War die Synode nicht schon von Papst Johannes Paul II. einberufen worden?

In weiser Voraussicht, dass sie seinem Nachfolger zu Beginn seiner Amtszeit beraten wird?

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