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Würzburger Synode


sophia
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Liebe Forenmitglieder!

Das II. Vatikanum wird 40 Jahre alt, die Würzburger Synode 30.

Ihre Aufgabe war es die Beschlüsse des II. Vatikanums auf Landesebene zu übertragen.

Ich habe die Texte gerade wieder angefangen zu lesen und finde sie sehr ermutignd.

Leider sind sie in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geraten.

Ich möchte gerne Abschnitte von hier kopieren und spontane Eindrücke von uns sammeln.

Ich bitte uns mit prinzipiellen "Grundsatzurteilen" zur Synode zu verschonen.

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Dokument: Unsere Hoffnung

 

EINLEITUNG

„Rechenschaft über unsere Hoffnung“ als Aufgabe der Kirche Eine Kirche, die sich erneuern will, muß wissen, wer sie ist und wohin sie zielt. Nichts fordert so viel Treue wie lebendiger Wandel. Darum muß auch eine Synode, die der Reform dienen will, davon sprechen, wer wir als Christen und Glieder dieser Kirche sind und was allen Bemühungen um eine lebendige Kirche in unserer Zeit zugrundeliegt. Wir müssen versuchen, uns und den Menschen, mit denen wir leben, „Rechenschaft zu geben über die Hoffnung, die in uns ist“ (vgl. 1 Petr 3, 15). Wir müssen zusehen, daß über den vielen Einzelfragen und Einzelinitiativen nicht jene Fragen unterschlagen werden, die unter uns selbst und in der Gesellschaft, in der wir leben, aufgebrochen sind und nicht mehr verstummen: die Fragen nach dem Sinn des Christseins in dieser Zeit überhaupt. Gewiß, darauf wird es schließlich so viele konkrete Antworten geben, wie es Gestalten lebendigen Christentums unter uns gibt. Gleichwohl dürfen wir den einzelnen in der Feuerprobe solcher Fragen nicht allein lassen, wenn wir nicht hilflose Vereinsamung, Indifferenz und lautlosen Abfall (weiter) riskieren wollen und wenn wir nicht tatenlos zusehen wollen, daß die innere Distanz zur Kirche immer mehr wächst. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, daß allzu viele zwar noch einen rein feierlichen, aber immer weniger einen ernsten, lebensprägenden Gebrauch von den Geheimnissen unserer Kirche machen. Sich solchen „radikalen“ Fragen in der Öffentlichkeit der Kirche zu stellen, gehört zur Radikalität der pastoralen Situation, in der unsere Kirche heute steht und das Zeugnis ihrer Hoffnung weitergibt. Nur wenn unsere Kirche diese Fragen - wenigstens ansatzweise - im Blick behält, wird sie den Eindruck vermeiden, als gäbe sie vielfach nur Antworten, die eigentlich gar nicht erfragt sind, oder als spräche sie ihre Botschaft an den Menschen vorbei. Nur so wird sie auch dem Vorurteil entgegenwirken, sie wolle durch letztlich müßige Reformen den Verlust an Sinn und Tröstungskraft des christlichen Glaubens überspielen. Sie darf nicht nur von einzelnen innerkirchlichen Reformen sprechen, wenn ihr tagtäglich der Verdacht entgegenschlägt, daß das Christentum nur noch mit verbrauchten Worten und Formen den Fragen und Ängsten, den Konflikten und Hoffnungen in unserer Lebenswelt, der mühsam verdeckten Sinnlosigkeit unseres sterblichen Lebens und unserer öffentlichen und individuellen Leidensgeschichten antworte. Hier müssen wir von unserer im Glauben gegründeten Hoffnung selbst öffentlich reden; sie nämlich scheint vor allem herausgefordert und unter vielerlei Namen unbewußt gesucht. In ihr uns zu erneuern und aus ihr den „Erweis des Geistes und der Kraft“ für unsere Zeit zu erbringen, muß schließlich das Interesse sein, das alle Einzelerwägungen und Einzelinitiativen dieser Gemeinsamen Synode leitet. So wollen wir von der tröstenden und provozierenden Kraft unserer Hoffnung sprechen - vor uns selbst, vor allen und für alle, die mit uns in der Gemeinschaft dieser Kirche leben, aber auch für alle, die sich schwertun mit dieser Kirche, für die Bekümmerten und Enttäuschten, für die Verletzten und Verbitterten, für die Suchenden, die sich nicht mit dem drohenden Verdacht der Sinnlosigkeit des Lebens abgefunden haben und für die deshalb auch Religion nicht von vornherein als durchschaute Illusion gilt, nicht als ein Restbestand früherer Kultur- und Entwicklungsstufen der Menschheit. In dieser Absicht wissen wir uns auch dem Ökumenischen Rat der Kirchen verbunden, der seinerseits alle Christen zur Rechenschaft über ihre Hoffnung aufgefordert hat.

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Gleichwohl dürfen wir den einzelnen in der Feuerprobe solcher Fragen nicht allein lassen, wenn wir nicht hilflose Vereinsamung, Indifferenz und lautlosen Abfall (weiter) riskieren wollen und wenn wir nicht tatenlos zusehen wollen, daß die innere Distanz zur Kirche immer mehr wächst. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, daß allzu viele zwar noch einen rein feierlichen, aber immer weniger einen ernsten, lebensprägenden Gebrauch von den Geheimnissen unserer Kirche machen.

 

Die hier angesprochenen Probleme scheinen sich in den letzten 30 Jahren multipliziert anstatt verringert zu haben.

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ich denke daß ich ja wohl überstanden gottseidank bei uns hatte jede diözese ihre eigene synode und letztendlich hat dann doch der bischof entschieden

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Der Münchner Kardinal Friedrich Wetter würdigt die vor 30 Jahren beendete Würzburger Synode. Wichtiger als deren Beschlüsse sei, «dass wir in Würzburg zum ersten Mal auf der Ebene aller deutschen Diözesen in der damaligen Bundesrepublik miteinander um die innere Einheit unserer Kirche gerungen haben», sagte er der Katholischen Nachrichten-Agentur heute in München. Dieses gemeinsame Ringen müsse weitergehen. Wetter ist der einzige Synodenteilnehmer, der bereits 1975 Diözesanbischof war, damals noch in Speyer. Der Idee einer Neuauflage der Kirchenversammlung erteilte der Kardinal eine Absage. «Das würde eine Menge Aufwand mit sich bringen, viel Geld kosten und heraus kämen wieder Papiere», so Wetter wörtlich.

Quelle Radio Vatikan

Wetter - find ich gut!

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