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Monika

Evangelium vom Sonntag/ Bibelteilen/ Verweilen.....

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romeroxav

Die Jünger streiten nicht nur um ihre Stellung untereinander, sondern halten sich auch allein für berechtigt, im Namen Jesu Menschen von krankmachenden Kräften und zerstörerischen Mächten zu befreien. Da kommt ein fremder Exorzist! Er heilt unter Anrufung des Namens Jesu! Darf der das?

Wie soll man sich Leuten gegenüber verhalten, die zwar irgendwie Namen und Evangelium Jesu aufnehmen aber nicht zu uns gehören wollen. Leute die nicht Kirche sein wollen, und schon gar nicht katholisch? Außerhalb der Kirche kein Heil? Der fremde Exorzist scheint das Gegenteil zu belegen. Im Namen Jesu macht er Menschen frei! Schon die Jünger wollen solche Randsiedler nicht dulden, selbst dann nicht, wenn dieser Fremde Menschen von den schlimmsten Krankheiten befreit und sich dann auch noch auf Jesus beruft. Die Nachfolger dieser Jünger, die Apostel, Bischöfe, Päpste, Priester haben über die Jahrhunderte dasselbe gemacht wie die Jünger.Jesus ist ein Denken in Abgrenzungen fremd. Er lehnt solche Mentalitäten ab und fordert seine Jünger auf solche Außenseiter gewähren zu lassen. Sie sollen als Sympathisant gelten. Schismatiker, Häretiker, Leute die sagen: Jesus ja, Kirche nein, sollen wir positiv gegenüber stehen, mit Wohlwollen? Jesus geht darüber hinaus: „Wer nicht gegen uns ist, für uns ist er!“Großzügigkeit und Wohlwollen schaffen eine Atmosphäre gegenseitiger Wertschätzung und ermöglichen einen Raum der Annäherung.

Alles was dem Menschen hilft zum Mensch-Sein zum Heil soll ihm auf jedem nur möglichen Weg zukommen.

Die Realität ist Intoleranz gegenüber Außenstehenden. Jesus verweist auf das Kind, auf den fremden Exorzist der auf die Macht Jesu vertraut ohne sich den Jüngern anschließen zu wollen, Unbekannte die Bedürftigen eine Wohltat erweisen, sie alle stehen außerhalb der Gemeinde und doch wird in ihnen etwas sichtbar von der Gegenwart des Reiches Gottes. Außerhalb der Kirche kein Heil? Jesus scheint das Gegenteil zu vertreten. Auch außerhalb der Kirche geschieht Heil!

Das Ärgernis gegenüber den Kleinen, der Anstoß zum Glaubensabfall, sind das nicht die Rangstreitigkeiten, das Ausstroßen derer die sich nicht anschließen wollen??? Statt Außenseitern das Recht streitig zu machen Menschen von ihren Leiden zu heilen, Aufmerksamkeit auf die richten die kein Ansehen haben, sondern verachtet sind. Ich denke das könnte eine richtige Richtung sein. Großzügigkeit und Wohlwollen, Atmosphäre der Wertschätzung statt Machtgehabe, Ausschluss, Ruf nach Gehorsam und Unterordnung!

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Monika

27. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Die Schöpfung im reinen Naturzustand hat nie existiert: Immer war sie die Schöpfung Gottes. Und der Mensch, seit wir von ihm wissen, war nie allein; immer waren es Mann und Frau, einander zur Hilfe und zur Freude gegeben - von ihrem Schöpfer. Nicht von der Erde her und nicht vom Tier her kann der Mensch sich selber wirklich verste­hen. Er ist Gottes liebendes Wort in die geschaffene Welt hinein. Nur­ was ist daraus geworden?

 

 

 

 

1. Lesung Gen 2, 18-24

 

Und sie werden ein Fleisch

 

Lesung aus dem Buch Genesis

 

18Dann sprach Gott, der Herr: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.

 

19Gott, der Herr, formte aus dem Ackerboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels und führte sie dem Menschen zu, um zu sehen, wie er sie benennen würde. Und wie der Mensch jedes lebendige Wesen benannte, so sollte es heißen.

 

20Der Mensch gab Namen allem Vieh, den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber eine Hilfe, die dem Menschen entsprach, fand er nicht.

 

21Da ließ Gott, der Herr, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief, nahm eine seiner Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch.

 

22Gott, der Herr, baute aus der Rippe, die er vom Menschen genommen hatte, eine Frau und führte sie dem Menschen zu.

 

23Und der Mensch sprach: Das endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau soll sie heißen; denn vom Mann ist sie genommen.

 

24Darum verlässt der Mann Vater und Mutter und bindet sich an seine Frau, und sie werden ein Fleisch.

 

 

 

 

 

2. Lesung Hebr 2, 9-11

 

Er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

9aber den, der nur für kurze Zeit unter die Engel erniedrigt war, Jesus, ihn sehen wir um seines Todesleidens willen mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt; es war nämlich Gottes gnädiger Wille, dass er für alle den Tod erlitt.

 

10Denn es war angemessen, dass Gott, für den und durch den das All ist und der viele Söhne zur Herrlichkeit führen wollte, den Urheber ihres Heils durch Leiden vollendete.

 

11Denn er, der heiligt, und sie, die geheiligt werden, stammen alle von Einem ab; darum scheut er sich nicht, sie Brüder zu nennen

 

 

 

 

 

Evangelium Mk 10, 2-16

 

Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

2Da kamen Pharisäer zu ihm und fragten: Darf ein Mann seine Frau aus der Ehe entlassen? Damit wollten sie ihm eine Falle stellen.

 

3Er antwortete ihnen: Was hat euch Mose vorgeschrieben?

 

4Sie sagten: Mose hat erlaubt, eine Scheidungsurkunde auszustellen und (die Frau) aus der Ehe zu entlassen.

 

5Jesus entgegnete ihnen: Nur weil ihr so hartherzig seid, hat er euch dieses Gebot gegeben.

 

6Am Anfang der Schöpfung aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen.

 

7Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen,

 

8und die zwei werden ein Fleisch sein. Sie sind also nicht mehr zwei, sondern eins.

 

9Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.

 

10Zu Hause befragten ihn die Jünger noch einmal darüber.

 

11Er antwortete ihnen: Wer seine Frau aus der Ehe entlässt und eine andere heiratet, begeht ihr gegenüber Ehebruch.

 

12Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.

 

13Da brachte man Kinder zu ihm, damit er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab.

 

14Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

 

15Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.

 

16Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

 

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Gabriele

12Auch eine Frau begeht Ehebruch, wenn sie ihren Mann aus der Ehe entlässt und einen anderen heiratet.

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wolfgang E.

Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.

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Die Angelika

14Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Lasst die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.

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Monika

28. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Wenn ein guter und wissender Mensch uns anschaut, dann fühlen wir uns geprüft, durchleuchtet. Wenn wir in Ordnung sind, ertragen wir seinen Blick, er macht uns reiner und reifer, und wir sind froh. Viele Menschen haben Jesus gesehen, und er hat sie gesehen; aber einige hat er angeblickt, das waren Augen-blicke großer Entscheidung.

 

 

 

 

 

1. Lesung Weish 7, 7-11

 

Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit der Weisheit

 

Lesung aus dem Buch der Weisheit

 

7Daher betete ich, und es wurde mir Klugheit gegeben; ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir.

 

8Ich zog sie Zeptern und Thronen vor, Reichtum achtete ich für nichts im Vergleich mit ihr.

 

9Keinen Edelstein stellte ich ihr gleich; denn alles Gold erscheint neben ihr wie ein wenig Sand, und Silber gilt ihr gegenüber so viel wie Lehm.

 

10Ich liebte sie mehr als Gesundheit und Schönheit und zog ihren Besitz dem Lichte vor; denn niemals erlischt der Glanz, der von ihr ausstrahlt.

 

11Zugleich mit ihr kam alles Gute zu mir, unzählbare Reichtümer waren in ihren Händen.

 

 

 

 

 

2. Lesung Hebr 4, 12-13

 

Das Wort Gottes richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

12Denn lebendig ist das Wort Gottes, kraftvoll und schärfer als jedes zweischneidige Schwert; es dringt durch bis zur Scheidung von Seele und Geist, von Gelenk und Mark; es richtet über die Regungen und Gedanken des Herzens;

 

13vor ihm bleibt kein Geschöpf verborgen, sondern alles liegt nackt und bloß vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft schulden.

 

 

 

 

 

Evangelium Mk 10, 17-30

 

Verkaufe, was du hast, und folge mir nach!

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

17Als sich Jesus wieder auf den Weg machte, lief ein Mann auf ihn zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?

 

18Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen.

 

19Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter!

 

20Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt.

 

21Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach!

 

22Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.

 

23Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen!

 

24Die Jünger waren über seine Worte bestürzt. Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen!

 

25Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

 

26Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?

 

27Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.

 

28Da sagte Petrus zu ihm: Du weißt, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.

 

29Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat,

 

30wird das Hundertfache dafür empfangen: Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser, Brüder, Schwestern, Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.

 

 

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Die Begegnung Kein Mensch hat so wie Jesus Gott erfahren. Seine Zeitgenossen müssen dies gespürt haben. Sie sind von seiner Erscheinung, von seinen Worten und seinen Wundern zutiefst betroffen, fasziniert, erschrocken und zugleich angezogen. - Wenn wir Jesus konkret begegnen, wenn er ganz unvermutet an uns vorübergeht, dann erschrecken wir. Über seine Einladung zur Selbstweggabe sind wir bestürzt. Du wirst außer dir sein, wenn du es mit Jesus zu tun bekommst: Du bekommst es mit Gott selbst zu tun, wenn du Jesus begegnest. Lass ihn nicht an dir vorübergehen. (Heribert Mühlen)

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Gabriele

Daher betete ich, und es wurde mir Klugheit gegeben;

ich flehte, und der Geist der Weisheit kam zu mir.

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romeroxav
Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.

Ein erwachsener Mensch kann in das Reich Gottes eingehen. Doch für ihn ist es schwieriger als für ein Kind, denn eigentlich ist er zu groß dafür. Auch ein Reicher hat es schwerer als ein Armer, denn er hat viel zu verlieren.

Das größte Tier Israels geht eher durch die kleinste Öffnung, als ein Reicher durch die Himmelstür.

Wer sich vor Gott wie ein Kind sieht, das sich von ihm beschenken lässt, das keine Leistungen und Verdienste vorzuweisen hat, wird Jesu Ruf in die Nachfolge aufnehmen und in das Reich Gottes kommen.

Wer kann schon von sich sagen er sei frei von dem Verlangen, zu haben und immer mehr zu haben? Nicht nur ein reicher Mann hat viel aufzugeben. Letztlich ist es nur Gott, der uns Menschen von diesem lebenszerstörenden Drang befreien kann. Letztlich kann nur er uns von der Angst befreien unser Leben absichern zu müssen. Eins fehlt dir noch ….. Was? Was fehlt mir um in das Reich Gottes zu gelangen?

romeroxav

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Elima

Reichtum erachte ich für nichts im Vergleich zu der Weisheit.

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Monika

29. Sonntag im Jahreskreis

 

 

 

Jesus war ein guter Lehrer, aber er hatte schlechte Schüler, und er hat sie bis heute. Schüler, die auf Stühlen sitzen wollen, anstatt sich in Bewegung zu setzen, ihren Weg zu suchen: den Weg, auf dem vorausgeht: den Weg der großen Befreiung, in Armut und Schwachheit. Die Kirche Christi ist kein Ort, kein Machtapparat; sie ist Bewegung und Wachstum, Zeugnis für den lebendigen, anwesenden Gott.

 

 

 

 

1. Lesung Jes 53, 10-11

 

Er gab sein Leben als Sühnopfer hin; er wird Nachkommen sehen und lange leben

 

Lesung aus dem Buch Jesaja

 

10Doch der Herr fand Gefallen an seinem zerschlagenen (Knecht), er rettete den, der sein Leben als Sühnopfer hingab. Er wird Nachkommen sehen und lange leben. Der Plan des Herrn wird durch ihn gelingen.

 

11Nachdem er so vieles ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich an Erkenntnis. Mein Knecht, der gerechte, macht die vielen gerecht; er lädt ihre Schuld auf sich.

 

 

 

 

 

2. Lesung Hebr 4, 14-16

 

Lasst uns voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

14Da wir nun einen erhabenen Hohenpriester haben, der die Himmel durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, lasst uns an dem Bekenntnis festhalten.

 

15Wir haben ja nicht einen Hohenpriester, der nicht mitfühlen könnte mit unserer Schwäche, sondern einen, der in allem wie wir in Versuchung geführt worden ist, aber nicht gesündigt hat.

 

16Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

 

 

 

Evangelium Mk 10, 35-45

 

Der Menschensohn ist gekommen, um sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

35Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.

 

36Er antwortete: Was soll ich für euch tun?

 

37Sie sagten zu ihm: Lass in deinem Reich einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen.

 

38Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, um was ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?

 

39Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.

 

40Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die diese Plätze bestimmt sind.

 

41Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes.

 

42Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und die Mächtigen ihre Macht über die Menschen missbrauchen.

 

43Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein,

 

44und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.

 

45Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

 

 

 

Für den Tag und die Woche

 

Und das Kreuz ist immer noch da. Es lässt sich nicht in den Geschichtsbüchern wegleugnen, noch weniger aus unserem Leben. Das Kreuz verdeutlicht, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Was hat Jesus anderes getan, als bis an die Grenzen seiner Liebe zu gehen? Das Geschehen am Kreuz bleibt auch für den modernen Menschen, sogar für den Atheisten, eine Provokation: eine Herausforderung und eine Frage. Jesus scheint ihnen die Frage zu stellen: Was machst du aus dem Tod? Was machst du mit deiner Liebe? (Kardinal Marty)

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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wolfgang E.

Er sättigt sich an Erkenntnis

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Elima

Bei euch soll es nicht so sein, wer bei euch groß sein will, soll euer Diener sein.

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Gabriele

Lasst uns also voll Zuversicht hingehen zum Thron der Gnade, damit wir Erbarmen und Gnade finden und so Hilfe erlangen zur rechten Zeit.

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Gabriele

30. Sonntag im Jahreskreis B

 

 

 

Der Mensch kann sehen und hören, und er weiß, dass er es kann. Dieses Wissen unterscheidet ihn vom Tier. Wenn ein Sinnesorgan gestört ist, fühlt er sich in seinem Menschsein beeinträchtigt, alles wird schwerer für ihn. Außer dem äußeren Sinnesorgan hat der Mensch aber auch eine innere Fähigkeit, das Gesehene oder Gehörte aufzunehmen; diese Fähigkeit kann sich entfalten oder auch verkümmern. Es gibt Wirklichkeiten, die wir sehen, während wir für andere blind und taub sind. Wenn wir für die Wirklichkeit Gottes offen sind, fähig zu sehen und zu hören, dann ist das ein großes Glück. Und Glück verpflichtet.

 

 

1. Lesung Jer 31, 7-9

 

Blinde und Lahme, tröstend geleite ich sie heim

 

Lesung aus dem Buch Jeremia

 

7Ja, so spricht der Herr: Jubelt Jakob voll Freude zu, und jauchzt über das Haupt der Völker! Verkündet, lobsingt und sagt: Der Herr hat sein Volk gerettet, den Rest Israels.

 

8Seht, ich bringe sie heim aus dem Nordland und sammle sie von den Enden der Erde, darunter Blinde und Lahme, Schwangere und Wöchnerinnen; als große Gemeinde kehren sie hierher zurück.

 

9Weinend kommen sie, und tröstend geleite ich sie. Ich führe sie an wasserführende Bäche, auf einen ebenen Weg, wo sie nicht straucheln. Denn ich bin Israels Vater, und Efraim ist mein erstgeborener Sohn.

 

 

 

2. Lesung Hebr 5, 1-6

 

Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks

 

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

1Denn jeder Hohepriester wird aus den Menschen ausgewählt und für die Menschen eingesetzt zum Dienst vor Gott, um Gaben und Opfer für die Sünden darzubringen.

 

2Er ist fähig, für die Unwissenden und Irrenden Verständnis aufzubringen, da auch er der Schwachheit unterworfen ist;

 

3deshalb muss er für sich selbst ebenso wie für das Volk Sündopfer darbringen.

 

4Und keiner nimmt sich eigenmächtig diese Würde, sondern er wird von Gott berufen, so wie Aaron.

 

5So hat auch Christus sich nicht selbst die Würde eines Hohenpriesters verliehen, sondern der, der zu ihm gesprochen hat: Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt,

 

6wie er auch an anderer Stelle sagt: Du bist Priester auf ewig nach der Ordnung Melchisedeks.

 

 

 

Evangelium Mk 10, 46-52

 

Rabbuni, ich möchte wieder sehen können

 

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

46Sie kamen nach Jericho. Als er mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus.

 

47Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir!

 

48Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!

 

49Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.

 

50Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu.

 

51Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.

 

52Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Elima

Tröstend geleite ich sie.

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Gabriele

Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich.

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Martin

Jubelt voll Freude, jauchzt, verkündet, lobsingt und sagt:

 

Der Herr rettet, er bringe heim, sammelt, tröstend geleitet er, führt auf einen ebenen Weg, wo wir nicht straucheln. Denn er ist unser Vater.

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wolfgang E.

Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.

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wolfgang E.

31. Sonntag im Jahreskreis

Um ein Christ zu sein, genügt es nicht, anständig zu sein und recht­schaffen seine Pflicht zu tun. Das tun auch die Heiden. Die große Wahrheit im Leben eines Christen ist Christus selbst: Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott (Credo). Und das große Gebot ist die Liebe. Sie kann durch nichts anderes ersetzt werden.

 

Zur 1. Lesung

Das Buch Deuteronomium ist eine große Sammlung von Gesetzen, die alle unter die Autorität des Mose gestellt werden. Die Absicht dieses Buches ist, in der späten Zeit des israelitischen Königtums das Volk daran zu erinnern, dass es Gottes heiliges Volk ist. Tatsächlich läuft dieses Volk ständig anderen Göttern nach: Die vielgestaltigen Naturgottheiten des Landes Kanaan sind anziehender als der große, herbe Gott, der Israel aus Ägypten herausgeführt hat. Der Kernsatz des israelitischen Glaubens aber lautet bis heute: „Höre, Israel: Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.“

 

1. Lesung

Dtn 6, 2-6

Höre, Israel! Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen

Lesung aus dem Buch Deuteronomium

 

2Wenn du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, indem du auf alle seine Gesetze und Gebote, auf die ich dich verpflichte, dein ganzes Leben lang achtest, du, dein Sohn und dein Enkel, wirst du lange leben.

 

3Deshalb, Israel, sollst du hören und darauf achten, (alles, was der Herr, unser Gott, mir gesagt hat,) zu halten, damit es dir gut geht und ihr so unermesslich zahlreich werdet, wie es der Herr, der Gott deiner Väter, dir zugesagt hat, in dem Land, wo Milch und Honig fließen.

 

4Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.

 

5Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

 

6Diese Worte, auf die ich dich heute verpflichte, sollen auf deinem Herzen geschrieben stehen.

 

Zur 2. Lesung

Durch Jesus Christus hat Gott eine neue, end­gültige Heilsordnung geschaffen. Die Priester des Alten Bundes waren sterbliche Menschen, der Schwachheit und Sünde unterworfen. Christus aber ist der Sohn, der ganz Heilige: er war von Anfang an bei Gott. Er allein konnte sich selbst als makelloses Opfer für unsere Sün­der darbringen; durch sein Opfer sind wir geheiligt und

 

2. Lesung

Hebr 7, 23-28

Weil Jesus auf ewig bleibt, hat er ein unvergängliches Priestertum

Lesung aus dem Hebräerbrief

 

23Auch folgten dort viele Priester aufeinander, weil der Tod sie hinderte zu bleiben;

 

24er aber hat, weil er auf ewig bleibt, ein unvergängliches Priestertum.

 

25Darum kann er auch die, die durch ihn vor Gott hintreten, für immer retten; denn er lebt allezeit, um für sie einzutreten.

 

26Ein solcher Hoherpriester war für uns in der Tat notwendig: einer, der heilig ist, unschuldig, makellos, abgesondert von den Sündern und erhöht über die Himmel;

 

27einer, der es nicht Tag für Tag nötig hat, wie die Hohenpriester zuerst für die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes; denn das hat er ein für alle Mal getan, als er sich selbst dargebracht hat.

 

28Das Gesetz nämlich macht Menschen zu Hohenpriestern, die der Schwachheit unterworfen sind; das Wort des Eides aber, der später als das Gesetz kam, setzt den Sohn ein, der auf ewig vollendet ist.

 

Zum Evangelium

Die Frage des Schriftgelehrten nach dem ersten und größten Gebot scheint aufrichtig gewesen zu sein. Die Antwort Jesu ist uns so bekannt, dass wir Mühe haben, sie wirklich zu hören und ihr Gewicht zu spüren. Jesus erinnert den Fragenden an das Glaubensbekenntnis, das er als frommer Jude jeden Tag spricht. Gott an erster Stelle. Ihn lieben heißt: ihn als den Einzigen anerken­nen, sich von seiner Glut so ergreifen lassen, dass man auch dem Näch­sten, dem Mitmenschen, etwas von der Liebe und Freude Gottes mitteilen kann. Dabei geht es nicht um Gefühle, sondern darum, dass Gottes Macht und Herrschaft den Menschen erfahrbar wird.

 

Evangelium

Mk 12, 28b-34

Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben; du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus

 

28Ein Schriftgelehrter ging zu ihm hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen?

 

29Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr.

 

30Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft.

 

31Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden.

 

32Da sagte der Schriftgelehrte zu ihm: Sehr gut, Meister! Ganz richtig hast du gesagt: Er allein ist der Herr, und es gibt keinen anderen außer ihm,

 

33und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

 

34Jesus sah, dass er mit Verständnis geantwortet hatte, und sagte zu ihm: Du bist nicht fern vom Reich Gottes. Und keiner wagte mehr, Jesus eine Frage zu stellen.

 

© Schott - Erzabtei Beuron

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Elima

Er allein ist der Herr.

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wolfgang E.

.....und ihn mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft zu lieben und den Nächsten zu lieben wie sich selbst, ist weit mehr als alle Brandopfer und anderen Opfer.

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gouvernante

Du bist nicht fern vom Reich Gottes.

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Gabriele

4Höre, Israel! Jahwe, unser Gott, Jahwe ist einzig.

 

5Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft.

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