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Evangelium vom Sonntag/ Bibelteilen/ Verweilen.....


Monika
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Monika
Posted (edited)

Sechster Sonntag der Osterzeit

Wo Leben ist, da ist Bewegung und Veränderung. Jedes Jahr und jeden Tag steht die Kirche Christi vor neuen Fragen und Aufgaben. Alles beim Alten zu belassen würde bedeuten, den Auftrag Christi und die Not der Menschen zu vergessen. Der Geist Christi, der Geist der Wahrheit und des Friedens, ist in der Kirche der wahre Unruhestifter (es gibt auch falsche). Er erinnert uns an das Wort und den Auftrag Christi.

 

 

Erste LesungApg 15, 1–2.22–29

Der Heilige Geist und wir haben beschlossen, euch keine weitere Last aufzuerlegen

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

In jenen Tagen
1kamen einige Leute von Judäa herab
und lehrten die Brüder:
Wenn ihr euch nicht
nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst,
könnt ihr nicht gerettet werden.
2Da nun nicht geringer Zwist und Streit
zwischen ihnen und Paulus und Bárnabas entstand,
beschloss man, Paulus und Bárnabas und
einige andere von ihnen
sollten wegen dieser Streitfrage
zu den Aposteln und den Ältesten
nach Jerusalem hinaufgehen.
22Da beschlossen die Apostel und die Ältesten
zusammen mit der ganzen Gemeinde,
Männer aus ihrer Mitte auszuwählen
und sie zusammen mit Paulus und Bárnabas
nach Antióchia zu senden,
nämlich Judas, genannt Barsábbas, und Silas,
führende Männer unter den Brüdern.
23Sie gaben ihnen folgendes Schreiben mit:
Die Apostel und die Ältesten, eure Brüder,
grüßen die Brüder aus dem Heidentum
in Antióchia, in Syrien und Kilíkien.
24Wir haben gehört,
dass einige von uns, denen wir keinen Auftrag erteilt haben,
euch mit ihren Reden beunruhigt
und eure Gemüter erregt haben.
25Deshalb haben wir einmütig beschlossen, Männer auszuwählen
und zusammen
mit unseren geliebten Brüdern Bárnabas und Paulus
zu euch zu schicken,
26die beide für den Namen Jesu Christi, unseres Herrn,
ihr Leben eingesetzt haben.
27Wir haben Judas und Silas abgesandt,
die euch das Gleiche auch mündlich mitteilen sollen.
28Denn der Heilige Geist und wir haben beschlossen,
euch keine weitere Last aufzuerlegen
als diese notwendigen Dinge:
29Götzenopferfleisch, Blut, Ersticktes und Unzucht zu meiden.
Wenn ihr euch davor hütet,
handelt ihr richtig.
Lebt wohl!

 

 

Zweite LesungOffb 21, 10–14.22–23

Ein Engel zeigte mir die heilige Stadt, wie sie aus dem Himmel herabkam

Lesung
aus der Offenbarung des Johannes.

10Ein Engel entrückte mich im Geist
auf einen großen, hohen Berg
und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem,
wie sie von Gott her aus dem Himmel herabkam,
11erfüllt von der Herrlichkeit Gottes.
Sie glänzte wie ein kostbarer Edelstein,
wie ein kristallklarer Jaspis.
12Die Stadt hat eine große und hohe Mauer
mit zwölf Toren und zwölf Engeln darauf.
Auf die Tore sind Namen geschrieben:
die Namen der zwölf Stämme der Söhne Israels.
13Im Osten hat die Stadt drei Tore
und im Norden drei Tore
und im Süden drei Tore
und im Westen drei Tore.
14Die Mauer der Stadt hat zwölf Grundsteine;
auf ihnen stehen die zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes.
22Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt.
Denn der Herr, ihr Gott,
der Herrscher über die ganze Schöpfung, ist ihr Tempel,
er und das Lamm.
23Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, die ihr leuchten.
Denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie
und ihre Leuchte ist das Lamm.

 

EvangeliumJoh 14, 23–29

Der Heilige Geist wird euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
23Wenn jemand mich liebt,
wird er mein Wort halten;
mein Vater wird ihn lieben
und wir werden zu ihm kommen
und bei ihm Wohnung nehmen.
24Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht.
Und das Wort, das ihr hört, stammt nicht von mir,
sondern vom Vater, der mich gesandt hat.
25Das habe ich zu euch gesagt, während ich noch bei euch bin.
26Der Beistand aber, der Heilige Geist,
den der Vater in meinem Namen senden wird,
der wird euch alles lehren
und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.
27Frieden hinterlasse ich euch,
meinen Frieden gebe ich euch;
nicht, wie die Welt ihn gibt, gebe ich ihn euch.
Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht.
28Ihr habt gehört,
dass ich zu euch sagte:
Ich gehe fort und komme wieder zu euch.
Wenn ihr mich liebtet,
würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe;
denn der Vater ist größer als ich.
29Jetzt schon habe ich es euch gesagt, bevor es geschieht,
damit ihr, wenn es geschieht,
zum Glauben kommt.

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

 

Edited by Monika
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Monika

Pfingstsonntag

Der Heilige Geist ist das innerste Geheimnis Gottes und er ist die letzte, äußerste Gabe Gottes für die Welt. Er erneuert die Schöpfung von innen her, er lässt nichts so, wie es war. Wer an die Kraft dieses Geistes glaubt und um sein Kommen bittet, muss wissen, dass er die göttliche Unruhe herbeiruft.

 

 

Erste LesungApg 2, 1–11

Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen zu reden

Lesung
aus der Apostelgeschichte.

1Als der Tag des Pfingstfestes gekommen war,
waren alle zusammen am selben Ort.
2Da kam plötzlich vom Himmel her ein Brausen,
wie wenn ein heftiger Sturm daherfährt,
und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen.
3Und es erschienen ihnen Zungen wie von Feuer,
die sich verteilten;
auf jeden von ihnen ließ sich eine nieder.
4Und alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt
und begannen, in anderen Sprachen zu reden,
wie es der Geist ihnen eingab.
5In Jerusalem aber wohnten Juden,
fromme Männer aus allen Völkern unter dem Himmel.
6Als sich das Getöse erhob,
strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt;
denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden.
7Sie waren fassungslos vor Staunen
und sagten:
Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden?
8Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören:
9Parther, Meder und Elamíter,
Bewohner von Mesopotámien, Judäa und Kappadókien,
von Pontus und der Provinz Asien,
10von Phrýgien und Pamphýlien,
von Ägypten und dem Gebiet Líbyens nach Kyréne hin,
auch die Römer, die sich hier aufhalten,
11Juden und Proselýten,
Kreter und Áraber –
wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.

 

 

Zweite Lesung1 Kor 12, 3b–7.12–13

Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Korínth.

Schwestern und Brüder!
3bKeiner kann sagen: Jesus ist der Herr!,
wenn er nicht aus dem Heiligen Geist redet.
4Es gibt verschiedene Gnadengaben,
aber nur den einen Geist.
5Es gibt verschiedene Dienste,
aber nur den einen Herrn.
6Es gibt verschiedene Kräfte, die wirken,
aber nur den einen Gott:
Er bewirkt alles in allen.
7Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt,
damit sie anderen nützt.
12Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat,
alle Glieder des Leibes aber,
obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden:
So ist es auch mit Christus.
13Durch den einen Geist
wurden wir in der Taufe
alle in einen einzigen Leib aufgenommen,
Juden und Griechen,
Sklaven und Freie;
und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.

 

 

EvangeliumJoh 20, 19–23

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch: Empfangt den Heiligen Geist!

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

19Am Abend des ersten Tages der Woche,
als die Jünger aus Furcht vor den Juden
bei verschlossenen Türen beisammen waren,
kam Jesus,
trat in ihre Mitte
und sagte zu ihnen: Friede sei mit euch!
20Nach diesen Worten
zeigte er ihnen seine Hände und seine Seite.
Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen.
21Jesus sagte noch einmal zu ihnen: Friede sei mit euch!
Wie mich der Vater gesandt hat,
so sende ich euch.
22Nachdem er das gesagt hatte,
hauchte er sie an
und sagte zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
23Denen ihr die Sünden erlasst,
denen sind sie erlassen;
denen ihr sie behaltet,
sind sie behalten.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Dreifaltigkeitssonntag

Hochfest

Wir machen das Kreuzzeichen und sagen: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Was hat das Kreuz mit den drei göttlichen Personen zu tun? Es ist das Zeichen des Sohnes, des Menschensohnes, der am Kreuz für uns starb. Im Sohn wohnt die Fülle der Gottheit; der Vater ist im Sohn und der Sohn im Vater durch den heiligen Geist. Der Heilige Geist ist auch die innige Zuwendung Gottes zu seiner Schöpfung, er ist die wesentliche Liebe. Und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm.

 

 

Erste LesungSpr 8, 22–31

Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren

Lesung
aus dem Buch der Sprichwörter.

So spricht die Weisheit Gottes:
22Der Herr hat mich geschaffen als Anfang seines Weges,
vor seinen Werken in der Urzeit;
23in frühester Zeit wurde ich gebildet,
am Anfang, beim Ursprung der Erde.
24Als die Urmeere noch nicht waren, wurde ich geboren,
als es die Quellen noch nicht gab, die wasserreichen.
25Ehe die Berge eingesenkt wurden,
vor den Hügeln wurde ich geboren.
26Noch hatte er die Erde nicht gemacht und die Fluren
und alle Schollen des Festlands.
27Als er den Himmel baute, war ich dabei,
als er den Erdkreis abmaß über den Wassern,
28als er droben die Wolken befestigte
und Quellen strömen ließ aus dem Urmeer,
29als er dem Meer sein Gesetz gab
und die Wasser nicht seinen Befehl übertreten durften,
30als er die Fundamente der Erde abmaß,
da war ich als geliebtes Kind bei ihm.
Ich war seine Freude Tag für Tag
und spielte vor ihm allezeit.
31Ich spielte auf seinem Erdenrund
und meine Freude war es, bei den Menschen zu sein.

 

 

Zweite LesungRöm 5, 1–5

Wir haben Frieden mit Gott durch Jesus Christus in der Liebe, die ausgegossen ist durch den Heiligen Geist

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Rom.

Schwestern und Brüder!
1Gerecht gemacht aus Glauben,
haben wir Frieden mit Gott
durch Jesus Christus, unseren Herrn.
2Durch ihn haben wir auch im Glauben
den Zugang zu der Gnade erhalten,
in der wir stehen,
und rühmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit Gottes.
3Mehr noch,
wir rühmen uns ebenso der Bedrängnisse;
denn wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld,
4Geduld aber Bewährung,
Bewährung Hoffnung.
5Die Hoffnung aber lässt nicht zugrunde gehen;
denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist.

 

 

EvangeliumJoh 16, 12–15

Alles, was der Vater hat, ist mein. Der Geist wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden

Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
12Noch vieles habe ich euch zu sagen,
aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
13Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit,
wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten.
Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden,
sondern er wird reden, was er hört,
und euch verkünden, was kommen wird.
14Er wird mich verherrlichen;
denn er wird von dem, was mein ist, nehmen
und es euch verkünden.
15Alles, was der Vater hat, ist mein;
darum habe ich gesagt:
Er nimmt von dem, was mein ist,
und wird es euch verkünden.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

 

 

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Zwölfter Sonntag – im Jahreskreis

„Die Leute“ wissen von Jesus, dass er ein ungewöhnlicher Mensch ist. „Ihr aber“: Was wissen die Jünger? Wer nach Jesus fragt, wird vor eine Entscheidung gestellt. Und die Antwort kann nicht ein bloßes Wort sein. An Jesus als den „Messias Gottes“, den von Gott gesandten Retter, glauben kann nur, wer bereit ist, ihm auf seinem Weg zu folgen.

 

 

Erste LesungSach 12, 10–11; 13, 1

Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben (Joh 19, 37)

Lesung
aus dem Buch Sachárja.

So spricht der Herr:
12, 10Über das Haus David und über die Einwohner Jerusalems
werde ich einen Geist des Mitleids
und des flehentlichen Bittens ausgießen.
Und sie werden auf mich blicken, auf ihn,
den sie durchbohrt haben.
Sie werden um ihn klagen,
wie bei der Klage um den Einzigen;
sie werden bitter um ihn weinen,
wie man um den Erstgeborenen weint.
11An jenem Tag wird die Klage in Jerusalem
so groß sein wie die Klage um Hádad-Rímmon
in der Ebene von Megíddo.
13, 1An jenem Tag wird für das Haus David
und für die Einwohner Jerusalems
eine Quelle entspringen gegen Sünde und Unreinheit.

 

 

Zweite LesungGal 3, 26–29

Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus angezogen

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinden in Galátien.

26Ihr alle seid durch den Glauben
Söhne Gottes in Christus Jesus.
27Denn ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid,
habt Christus angezogen.
28Es gibt nicht mehr Juden und Griechen,
nicht Sklaven und Freie,
nicht männlich und weiblich;
denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
29Wenn ihr aber Christus gehört,
dann seid ihr Abrahams Nachkommen,
Erben gemäß der Verheißung.

 

 

EvangeliumLk 9, 18–24

Du bist der Christus Gottes. Der Menschensohn muss vieles erleiden

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
18betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm.
Da fragte er sie:
Für wen halten mich die Leute?
19Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer,
andere für Elíja;
wieder andere sagen:
Einer der alten Propheten ist auferstanden.
20Da sagte er zu ihnen: Ihr aber,
für wen haltet ihr mich?
Petrus antwortete: Für den Christus Gottes.
21Doch er befahl ihnen und wies sie an,
es niemandem zu sagen.
22Und er sagte:
Der Menschensohn muss vieles erleiden
und von den Ältesten,
den Hohepriestern und den Schriftgelehrten
verworfen werden;
er muss getötet
und am dritten Tage auferweckt werden.
23Zu allen sagte er:
Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst,
nehme täglich sein Kreuz auf sich
und folge mir nach.
24Denn wer sein Leben retten will,
wird es verlieren;
wer aber sein Leben um meinetwillen verliert,
der wird es retten.

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Monika

Fünfzehnter Sonntag – im Jahreskreis

Der Mitmensch, an dem ich vorbeigehe, den ich nicht sehen will, der mir nahe ist und doch nicht mein Nächster, das ist die Hölle. Der Hass ist die Hölle. Er hat, wie die Liebe, viele Stufen. Das Grundgesetz des Lebens aber ist die Liebe. Wer es erfüllt, ist ein göttlicher Mensch.

 

 

Erste LesungDtn 30, 9c–14

Das Wort ist ganz nah bei dir, du kannst es halten

Lesung
aus dem Buch Deuteronómium.

Mose sprach zum Volk:
9cDer Herr wird dir Gutes tun.
10Denn du hörst auf die Stimme des Herrn, deines Gottes,
und bewahrst seine Gebote und Satzungen,
die in dieser Urkunde der Weisung einzeln aufgezeichnet sind,
und kehrst zum Herrn, deinem Gott,
mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele zurück.
11Denn dieses Gebot, auf das ich dich heute verpflichte,
geht nicht über deine Kraft und ist nicht fern von dir.
12Es ist nicht im Himmel,
sodass du sagen müsstest:
Wer steigt für uns in den Himmel hinauf,
holt es herunter und verkündet es uns,
damit wir es halten können?
13Es ist auch nicht jenseits des Meeres,
sodass du sagen müsstest:
Wer fährt für uns über das Meer,
holt es herüber und verkündet es uns,
damit wir es halten können?
14Nein, das Wort ist ganz nah bei dir,
es ist in deinem Mund und in deinem Herzen,
du kannst es halten.

 

 

Zweite LesungKol 1, 15–20

Alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.

15Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes,
der Erstgeborene der ganzen Schöpfung.
16Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden,
das Sichtbare und das Unsichtbare,
Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten;
alles ist durch ihn und auf ihn hin erschaffen.
17Er ist vor aller Schöpfung
und in ihm hat alles Bestand.
18Er ist das Haupt,
der Leib aber ist die Kirche.
Er ist der Ursprung,
der Erstgeborene der Toten;
so hat er in allem den Vorrang.
19Denn Gott wollte mit seiner ganzen Fülle in ihm wohnen,
20um durch ihn alles auf ihn hin zu versöhnen.
Alles im Himmel und auf Erden wollte er zu Christus führen,
der Frieden gestiftet hat am Kreuz durch sein Blut.

 

 

EvangeliumLk 10, 25–37

Wer ist mein Nächster?

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
25stand ein Gesetzeslehrer auf, um Jesus auf die Probe zu stellen,
und fragte ihn:
Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?
26Jesus sagte zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben?
Was liest du?
27Er antwortete:
Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben
mit deinem ganzen Herzen und deiner ganzen Seele,
mit deiner ganzen Kraft und deinem ganzen Denken,
und deinen Nächsten wie dich selbst.
28Jesus sagte zu ihm: Du hast richtig geantwortet.
Handle danach
und du wirst leben!
29Der Gesetzeslehrer wollte sich rechtfertigen
und sagte zu Jesus: Und wer ist mein Nächster?
30Darauf antwortete ihm Jesus:
Ein Mann ging von Jerusalem nach Jéricho hinab
und wurde von Räubern überfallen.
Sie plünderten ihn aus und schlugen ihn nieder;
dann gingen sie weg
und ließen ihn halbtot liegen.
31Zufällig kam ein Priester denselben Weg herab;
er sah ihn und ging vorüber.
32Ebenso kam auch ein Levit zu der Stelle;
er sah ihn und ging vorüber.
33Ein Samaríter aber, der auf der Reise war, kam zu ihm;
er sah ihn und hatte Mitleid,
34ging zu ihm hin,
goss Öl und Wein auf seine Wunden
und verband sie.
Dann hob er ihn auf sein eigenes Reittier,
brachte ihn zu einer Herberge und sorgte für ihn.
35Und am nächsten Tag holte er zwei Denáre hervor,
gab sie dem Wirt
und sagte: Sorge für ihn,
und wenn du mehr für ihn brauchst,
werde ich es dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36Wer von diesen dreien meinst du,
ist dem der Nächste geworden,
der von den Räubern überfallen wurde?
37Der Gesetzeslehrer antwortete:
Der barmherzig an ihm gehandelt hat.
Da sagte Jesus zu ihm:
Dann geh und handle du genauso!

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Siebzehnter Sonntag – im Jahreskreis

Einen Freund finden kann nur, wer imstande ist, ein Freund zu sein: frei, um über sich zu verfügen, und bereit, sich zu verschenken. Er kann vertrauen, und der Freund vertraut ihm. Der Freund kann um alles bitten. Und er ist da, wenn der Freund ihn braucht. – Gott ist der Heilige, der ganz Andere, der Herr. Aber er ist auch der Freund, der für uns da sein will.

 

 

Erste LesungGen 18, 20–32

Herr, zürne doch nicht, wenn ich mit dir rede

Lesung
aus dem Buch Génesis.

In jenen Tagen
20sprach der Herr zu Abraham:
Das Klagegeschrei über Sodom und Gomórra,
ja, das ist angeschwollen
und ihre Sünde, ja, die ist schwer.
21Ich will hinabsteigen
und sehen, ob ihr verderbliches Tun
wirklich dem Klagegeschrei entspricht,
das zu mir gedrungen ist, oder nicht.
Ich will es wissen.
22Die Männer wandten sich ab von dort und gingen auf Sodom zu.
Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn.
23Abraham trat näher
und sagte:
Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen?
24Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt:
Willst du auch sie wegraffen
und nicht doch dem Ort vergeben
wegen der fünfzig Gerechten in ihrer Mitte?
25Fern sei es von dir, so etwas zu tun:
den Gerechten zusammen mit dem Frevler töten.
Dann ginge es ja dem Gerechten wie dem Frevler.
Das sei fern von dir.
Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?
26Da sprach der Herr:
Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte in der Stadt finde,
werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben.
27Abraham antwortete
und sprach: Siehe, ich habe es unternommen,
mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin.
28Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf.
Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten?
Nein, sagte er,
ich werde sie nicht vernichten,
wenn ich dort fünfundvierzig finde.
29Er fuhr fort, zu ihm zu reden:
Vielleicht finden sich dort nur vierzig.
Da sprach er:
Ich werde es der vierzig wegen nicht tun.
30Da sagte er:
Mein Herr zürne nicht, wenn ich weiterrede.
Vielleicht finden sich dort nur dreißig.
Er entgegnete:
Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde.
31Darauf sagte er:
Siehe, ich habe es unternommen,
mit meinem Herrn zu reden.
Vielleicht finden sich dort nur zwanzig.
Er antwortete:
Ich werde sie nicht vernichten um der zwanzig willen.
32Und nochmals sagte er:
Mein Herr zürne nicht,
wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife.
Vielleicht finden sich dort nur zehn.
Er sprach:
Ich werde sie nicht vernichten um der zehn willen.

 

 

 

 Siebzehnter Sonntag – im Jahreskreis

Einen Freund finden kann nur, wer imstande ist, ein Freund zu sein: frei, um über sich zu verfügen, und bereit, sich zu verschenken. Er kann vertrauen, und der Freund vertraut ihm. Der Freund kann um alles bitten. Und er ist da, wenn der Freund ihn braucht. – Gott ist der Heilige, der ganz Andere, der Herr. Aber er ist auch der Freund, der für uns da sein will.

EröffnungsversVgl. Ps 68 (67), 6–7.36

Gott ist hier, an heiliger Stätte.
Gott versammelt sein Volk in seinem Haus,
er schenkt ihm Stärke und Kraft.

Ehre sei Gott

Tagesgebet

Gott, du Beschützer aller, die auf dich hoffen,
ohne dich ist nichts gesund und nichts heilig.
Führe uns in deinem Erbarmen den rechten Weg
und hilf uns,
die vergänglichen Güter so zu gebrauchen,
dass wir die ewigen nicht verlieren.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur 1. Lesung   Abraham wagt es, mit Gott zu handeln: Er argumentiert, er feilscht und er erinnert Gott daran, dass der Richter über die ganze Erde sich an das Recht halten wird. Gott lässt sich bitten, denn er rechnet anders als die Menschen: Wenige Gerechte genügen, um viele Gottlose zu retten (vgl. Gen 18, 25). Am Ende wird es ein einziger Gerechter sein, der die Vielen rettet: der geliebte Sohn.

Erste LesungGen 18, 20–32

Herr, zürne doch nicht, wenn ich mit dir rede

Lesung
aus dem Buch Génesis.

In jenen Tagen
20sprach der Herr zu Abraham:
Das Klagegeschrei über Sodom und Gomórra,
ja, das ist angeschwollen
und ihre Sünde, ja, die ist schwer.
21Ich will hinabsteigen
und sehen, ob ihr verderbliches Tun
wirklich dem Klagegeschrei entspricht,
das zu mir gedrungen ist, oder nicht.
Ich will es wissen.
22Die Männer wandten sich ab von dort und gingen auf Sodom zu.
Abraham aber stand noch immer vor dem Herrn.
23Abraham trat näher
und sagte:
Willst du auch den Gerechten mit den Ruchlosen wegraffen?
24Vielleicht gibt es fünfzig Gerechte in der Stadt:
Willst du auch sie wegraffen
und nicht doch dem Ort vergeben
wegen der fünfzig Gerechten in ihrer Mitte?
25Fern sei es von dir, so etwas zu tun:
den Gerechten zusammen mit dem Frevler töten.
Dann ginge es ja dem Gerechten wie dem Frevler.
Das sei fern von dir.
Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht üben?
26Da sprach der Herr:
Wenn ich in Sodom fünfzig Gerechte in der Stadt finde,
werde ich ihretwegen dem ganzen Ort vergeben.
27Abraham antwortete
und sprach: Siehe, ich habe es unternommen,
mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin.
28Vielleicht fehlen an den fünfzig Gerechten fünf.
Wirst du wegen der fünf die ganze Stadt vernichten?
Nein, sagte er,
ich werde sie nicht vernichten,
wenn ich dort fünfundvierzig finde.
29Er fuhr fort, zu ihm zu reden:
Vielleicht finden sich dort nur vierzig.
Da sprach er:
Ich werde es der vierzig wegen nicht tun.
30Da sagte er:
Mein Herr zürne nicht, wenn ich weiterrede.
Vielleicht finden sich dort nur dreißig.
Er entgegnete:
Ich werde es nicht tun, wenn ich dort dreißig finde.
31Darauf sagte er:
Siehe, ich habe es unternommen,
mit meinem Herrn zu reden.
Vielleicht finden sich dort nur zwanzig.
Er antwortete:
Ich werde sie nicht vernichten um der zwanzig willen.
32Und nochmals sagte er:
Mein Herr zürne nicht,
wenn ich nur noch einmal das Wort ergreife.
Vielleicht finden sich dort nur zehn.
Er sprach:
Ich werde sie nicht vernichten um der zehn willen.

AntwortpsalmPs 138 (137), 1–2b.2c–3.6–7b.7c–8 (Kv: vgl. 3a)

Kv Herr, du gabst mir Antwort am Tag, da ich rief. – Kv

1Ich will dir danken mit meinem ganzen Herzen, *GL 77,1
dir vor den Engeln singen und spielen.
2abIch will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin, *
will deinem Namen danken für deine Huld und für deine Treue. – (Kv)
2cdDenn du hast dein Wort größer gemacht *
als deinen ganzen Namen.
3Am Tag, da ich rief, gabst du mir Antwort, *
du weckst Kraft in meiner Seele. – (Kv)
6Erhaben ist der Herr, /
doch er schaut auf den Niedrigen, *
in der Höhe ist er, doch er erkennt von ferne.
7abMuss ich auch gehen inmitten der Drangsal, *
du erhältst mich am Leben trotz der Wut meiner Feinde. – (Kv)
7cdDu streckst deine Hand aus, *
deine Rechte hilft mir.
8Der Herr wird es für mich vollenden. /
Herr, deine Huld währt ewig. *
Lass nicht ab von den Werken deiner Hände! – Kv

Zur 2. Lesung   Weder heidnische Philosophie noch jüdische Überlieferungen und Gesetzesbräuche können dem Menschen helfen; daran wollte Paulus die Kolosser erinnern. Letzten Endes bleibt nur der Glaube an die rettende Macht Gottes. Dieser Glaube ist möglich, weil Gott Jesus von den Toten auferweckt hat. In der Taufe sind wir mit ihm zu einem neuen Leben auferstanden. Die Schuld ist vergeben, Gott hat uns angenommen.

Zweite LesungKol 2, 12–14

Gott hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht und euch alle Sünden vergeben

Lesung
aus dem Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Kolóssä.

Schwestern und Brüder!
12Mit Christus wurdet ihr in der Taufe begraben,
mit ihm auch auferweckt,
durch den Glauben an die Kraft Gottes,
der ihn von den Toten auferweckt hat.
13Ihr wart tot infolge eurer Sünden
und euer Fleisch war unbeschnitten;
Gott aber hat euch mit Christus zusammen lebendig gemacht
und uns alle Sünden vergeben.
14Er hat den Schuldschein, der gegen uns sprach,
durchgestrichen
und seine Forderungen, die uns anklagten,
aufgehoben.
Er hat ihn dadurch getilgt,
dass er ihn an das Kreuz geheftet hat.

 

 

 

EvangeliumLk 11, 1–13

Bittet und es wird euch gegeben

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

1Jesus betete einmal an einem Ort;
als er das Gebet beendet hatte,
sagte einer seiner Jünger zu ihm: Herr, lehre uns beten,
wie auch Johannes seine Jünger beten gelehrt hat!
2Da sagte er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprecht:
Vater, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
3Gib uns täglich das Brot, das wir brauchen!
4Und erlass uns unsere Sünden;
denn auch wir erlassen jedem, was er uns schuldig ist.
Und führe uns nicht in Versuchung!
5Dann sagte er zu ihnen:
Wenn einer von euch einen Freund hat
und um Mitternacht zu ihm geht
und sagt: Freund, leih mir drei Brote;
6denn einer meiner Freunde, der auf Reisen ist,
ist zu mir gekommen
und ich habe ihm nichts anzubieten!,
7wird dann der Mann drinnen antworten: Lass mich in Ruhe,
die Tür ist schon verschlossen
und meine Kinder schlafen bei mir;
ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?
8Ich sage euch:
Wenn er schon nicht deswegen aufsteht
und ihm etwas gibt,
weil er sein Freund ist,
so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen
und ihm geben, was er braucht.
9Darum sage ich euch:
Bittet und es wird euch gegeben;
sucht und ihr werdet finden;
klopft an und es wird euch geöffnet.
10Denn wer bittet, der empfängt;
wer sucht, der findet;
und wer anklopft, dem wird geöffnet.
11Oder welcher Vater unter euch,
den der Sohn um einen Fisch bittet,
gibt ihm statt eines Fisches eine Schlange
12oder einen Skorpion, wenn er um ein Ei bittet?
13Wenn nun ihr, die ihr böse seid,
euren Kindern gute Gaben zu geben wisst,
wie viel mehr wird der Vater im Himmel
den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

 

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Einundzwanzigster Sonntag – im Jahreskreis

Bewegt uns die Frage noch, ob wir gerettet werden, und die Frage, ob es viele oder wenige sind, die gerettet werden im Gericht Gottes? Es gibt über zwei Milliarden Christen, aber die Welt ist voll Hass und Angst, die Christen nicht ausgenommen. Angst vor dem Leben, vor der Zukunft, vor den Menschen. „Aber hin und wieder gibt es einen Christen, und wo er auftritt, gerät die Welt in Staunen“, sagte einmal ein unfreundlicher Kritiker des Christentums. Hin und wieder gibt es einen Christen.

 

 

Erste LesungJes 66, 18–21

Sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen herbeibringen

Lesung
aus dem Buch Jesája.

So spricht der Herr:
18Ich kenne die Taten und die Gedanken aller Nationen und Sprachen
und komme, um sie zu versammeln,
und sie werden kommen und meine Herrlichkeit sehen.
19Ich stelle bei ihnen ein Zeichen auf
und schicke von ihnen einige, die entronnen sind,
zu den Nationen, zu den fernen Inseln,
die noch keine Kunde von mir gehört
und meine Herrlichkeit noch nicht gesehen haben.
Sie sollen meine Herrlichkeit unter den Nationen verkünden.
20Sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen
als Opfergabe für den Herrn herbeibringen
auf Rossen und Wagen,
in Sänften, auf Maultieren und Kamelen,
zu meinem heiligen Berg nach Jerusalem, spricht der Herr,
so wie die Söhne Israels
ihre Opfergabe in reinen Gefäßen zum Haus des Herrn bringen.
21Und auch aus ihnen
nehme ich einige zu levitischen Priestern, spricht der Herr.

 

 

Zweite LesungHebr 12, 5–7.11–13

Wen der Herr liebt, den züchtigt er

Lesung
aus dem Hebräerbrief.

Schwestern und Brüder!
5Ihr habt die Mahnung vergessen,
die euch als Söhne anredet:
Mein Sohn, verachte nicht die Zucht des Herrn
und verzage nicht, wenn er dich zurechtweist!
6Denn wen der Herr liebt, den züchtigt er;
er schlägt mit der Rute jeden Sohn, den er gern hat.
7Haltet aus, wenn ihr gezüchtigt werdet!
Gott behandelt euch wie Söhne.
Denn wo ist ein Sohn, den sein Vater nicht züchtigt?
11Jede Züchtigung
scheint zwar für den Augenblick nicht Freude zu bringen,
sondern Leid;
später aber
gewährt sie denen, die durch sie geschult worden sind,
Gerechtigkeit als Frucht des Friedens.
12Darum macht die erschlafften Hände
und die wankenden Knie wieder stark,
13schafft ebene Wege für eure Füße,
damit die lahmen Glieder nicht ausgerenkt,
sondern vielmehr geheilt werden!

 

 

EvangeliumLk 13, 22–30

Sie werden von Osten und Westen und von Norden und Süden kommen und im Reich Gottes zu Tisch sitzen

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
22zog Jesus auf seinem Weg nach Jerusalem
von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf
und lehrte.
23Da fragte ihn einer:
Herr, sind es nur wenige, die gerettet werden?
Er sagte zu ihnen:
24Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen;
denn viele, sage ich euch, werden versuchen hineinzukommen,
aber es wird ihnen nicht gelingen.
25Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür verschließt
und ihr draußen steht,
an die Tür klopft
und ruft: Herr, mach uns auf!,
dann wird er euch antworten:
Ich weiß nicht, woher ihr seid.
26Dann werdet ihr anfangen zu sagen:
Wir haben doch in deinem Beisein gegessen und getrunken
und du hast auf unseren Straßen gelehrt.
27Er aber wird euch erwidern:
Ich weiß nicht, woher ihr seid.
Weg von mir,
ihr habt alle Unrecht getan!
28Dort wird Heulen und Zähneknirschen sein,
wenn ihr seht, dass Abraham, Ísaak und Jakob
und alle Propheten im Reich Gottes sind,
ihr selbst aber ausgeschlossen seid.
29Und sie werden von Osten und Westen
und von Norden und Süden kommen
und im Reich Gottes zu Tisch sitzen.
30Und siehe, da sind Letzte, die werden Erste sein,
und da sind Erste, die werden Letzte sein.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Vierundzwanzigster Sonntag – im Jahreskreis

Wenn gesagt wird, dass Gott sich freut, dann wird vorausgesetzt, dass er auch den Schmerz kennt. Er ist der lebendige Gott, er ist der Ursprung und er ist die Liebe. Er hat Geduld mit uns, er wartet darauf, uns aufzufangen, wenn wir fallen, uns zu umarmen, wenn wir aus der Verlorenheit heimkehren. Gott nimmt den Menschen ernst und hält ihm die Treue. – Woher wissen wir das alles? Nur weil Jesus es uns gesagt hat.

 

 

Erste LesungEx 32, 7–11.13–14

Der Herr ließ sich das Unheil reuen, das er seinem Volk angedroht hatte

Lesung
aus dem Buch Éxodus.

In jenen Tagen
7sprach der Herr zu Mose:
Geh, steig hinunter,
denn dein Volk, das du aus dem Land Ägypten heraufgeführt hast,
läuft ins Verderben.
8Schnell sind sie von dem Weg abgewichen,
den ich ihnen vorgeschrieben habe.
Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht,
sich vor ihm niedergeworfen
und ihm Opfer geschlachtet,
wobei sie sagten: Das sind deine Götter, Israel,
die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben.
9Weiter sprach der Herr zu Mose:
Ich habe dieses Volk gesehen
und siehe, es ist ein hartnäckiges Volk.
10Jetzt lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrennt
und sie verzehrt!
Dich aber will ich zu einem großen Volk machen.
11Mose aber besänftigte den Herrn, seinen Gott,
indem er sagte:
Wozu, Herr, soll dein Zorn gegen dein Volk entbrennen,
das du mit großer Macht und starker Hand
aus dem Land Ägypten herausgeführt hast.
13Denk an deine Knechte,
an Abraham, Ísaak und Israel,
denen du selbst geschworen
und gesagt hast:
Ich will eure Nachkommen zahlreich machen
wie die Sterne am Himmel,
und: Dieses ganze Land, von dem ich gesprochen habe,
will ich euren Nachkommen geben
und sie sollen es für immer besitzen.
14Da ließ sich der Herr das Unheil reuen,
das er seinem Volk angedroht hatte.

 

 

Zweite Lesung1 Tim 1, 12–17

Christus Jesus ist gekommen, um die Sünder zu retten

Lesung
aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an Timótheus.

12Ich danke dem, der mir Kraft gegeben hat:
Christus Jesus, unserem Herrn.
Er hat mich für treu gehalten und in seinen Dienst genommen,
13obwohl ich früher ein Lästerer, Verfolger und Frevler war.
Aber ich habe Erbarmen gefunden,
denn ich wusste in meinem Unglauben nicht, was ich tat.
14Doch über alle Maßen groß war die Gnade unseres Herrn,
die mir in Christus Jesus den Glauben und die Liebe schenkte.
15Das Wort ist glaubwürdig
und wert, dass man es beherzigt:
Christus Jesus ist in die Welt gekommen,
um die Sünder zu retten.
Von ihnen bin ich der Erste.
16Aber ich habe gerade darum Erbarmen gefunden,
damit Christus Jesus an mir
als Erstem seine ganze Langmut erweisen konnte,
zum Vorbild für alle,
die in Zukunft an ihn glauben, um das ewige Leben
zu erlangen.
17Dem König der Ewigkeit,
dem unvergänglichen, unsichtbaren, einzigen Gott,
sei Ehre und Herrlichkeit in alle Ewigkeit. Amen.

 

 

 

EvangeliumLk 15, 1–32

Im Himmel herrscht Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
1kamen alle Zöllner und Sünder zu Jesus,
um ihn zu hören.
2Die Pharisäer und die Schriftgelehrten empörten sich darüber
und sagten: Dieser nimmt Sünder auf
und isst mit ihnen.
3Da erzählte er ihnen dieses Gleichnis
und sagte:
4Wenn einer von euch hundert Schafe hat
und eins davon verliert,
lässt er dann nicht die neunundneunzig in der Wüste zurück
und geht dem verlorenen nach, bis er es findet?
5Und wenn er es gefunden hat,
nimmt er es voll Freude auf die Schultern,
6und wenn er nach Hause kommt,
ruft er die Freunde und Nachbarn zusammen
und sagt zu ihnen: Freut euch mit mir,
denn ich habe mein Schaf wiedergefunden, das verloren war!
7Ich sage euch:
Ebenso wird im Himmel
mehr Freude herrschen über einen einzigen Sünder,
der umkehrt,
als über neunundneunzig Gerechte,
die keine Umkehr nötig haben.
8Oder wenn eine Frau zehn Drachmen hat
und eine davon verliert,
zündet sie dann nicht eine Lampe an,
fegt das Haus
und sucht sorgfältig, bis sie die Drachme findet?
9Und wenn sie diese gefunden hat,
ruft sie die Freundinnen und Nachbarinnen zusammen
und sagt: Freut euch mit mir,
denn ich habe die Drachme wiedergefunden,
die ich verloren hatte!
10Ebenso, sage ich euch,
herrscht bei den Engeln Gottes
Freude über einen einzigen Sünder, der umkehrt.
11Weiter sagte Jesus:
Ein Mann hatte zwei Söhne.
12Der jüngere von ihnen sagte zu seinem Vater:
Vater, gib mir das Erbteil, das mir zusteht!
Da teilte der Vater das Vermögen unter sie auf.
13Nach wenigen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen
und zog in ein fernes Land.
Dort führte er ein zügelloses Leben
und verschleuderte sein Vermögen.
14Als er alles durchgebracht hatte,
kam eine große Hungersnot über jenes Land
und er begann Not zu leiden.
15Da ging er zu einem Bürger des Landes
und drängte sich ihm auf;
der schickte ihn aufs Feld zum Schweinehüten.
16Er hätte gern seinen Hunger mit den Futterschoten gestillt,
die die Schweine fraßen;
aber niemand gab ihm davon.
17Da ging er in sich
und sagte:
Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluss,
ich aber komme hier vor Hunger um.
18Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen
und zu ihm sagen: Vater,
ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt.
19Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein;
mach mich zu einem deiner Tagelöhner!
20Dann brach er auf und ging zu seinem Vater.
Der Vater sah ihn schon von Weitem kommen
und er hatte Mitleid mit ihm.
Er lief dem Sohn entgegen,
fiel ihm um den Hals und küsste ihn.
21Da sagte der Sohn zu ihm: Vater,
ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt;
ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein.
22Der Vater aber sagte zu seinen Knechten:
Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an,
steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße!
23Bringt das Mastkalb her und schlachtet es;
wir wollen essen und fröhlich sein.
24Denn dieser, mein Sohn, war tot und lebt wieder;
er war verloren und ist wiedergefunden worden.
Und sie begannen, ein Fest zu feiern.
25Sein älterer Sohn aber war auf dem Feld.
Als er heimging und in die Nähe des Hauses kam,
hörte er Musik und Tanz.
26Da rief er einen der Knechte
und fragte, was das bedeuten solle.
27Der Knecht antwortete ihm:
Dein Bruder ist gekommen
und dein Vater hat das Mastkalb schlachten lassen,
weil er ihn gesund wiederbekommen hat.
28Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen.
Sein Vater aber kam heraus
und redete ihm gut zu.
29Doch er erwiderte seinem Vater:
Siehe, so viele Jahre schon diene ich dir
und nie habe ich dein Gebot übertreten;
mir aber hast du nie einen Ziegenbock geschenkt,
damit ich mit meinen Freunden ein Fest feiern konnte.
30Kaum aber ist der hier gekommen,
dein Sohn, der dein Vermögen mit Dirnen durchgebracht hat,
da hast du für ihn das Mastkalb geschlachtet.
31Der Vater antwortete ihm:
Mein Kind, du bist immer bei mir
und alles, was mein ist, ist auch dein.
32Aber man muss doch ein Fest feiern und sich freuen;
denn dieser, dein Bruder, war tot
und lebt wieder;
er war verloren
und ist wiedergefunden worden.

 

 

(Quelle; Erzabtei Beuron)

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Posted (edited)

Siebenundzwanzigster Sonntag – im Jahreskreis

Glauben hat mit Vertrauen und mit Treue zu tun. Dem Freund glaube ich, dass er die Wahrheit sagt. Ich traue seinem Wort, denn ich kenne ihn. Gott ist treu, und was er tut, ist wahr. Er schuldet mir keinen Lohn und keine Erklärung. Er führt und fordert, entscheidet und richtet. Er ist der Herr, aber auch wie ein Freund, der gibt und hilft.

 

 

Erste LesungHab 1, 2–3; 2, 2–4

Der Gerechte bleibt wegen seiner Treue am Leben

Lesung
aus dem Buch Hábakuk.

1, 2Wie lange, Herr, soll ich noch rufen
und du hörst nicht?
Ich schreie zu dir: Hilfe, Gewalt!
Aber du hilfst nicht.
3Warum lässt du mich die Macht des Bösen sehen
und siehst der Unterdrückung zu?
Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Misshandlung,
erhebt sich Zwietracht und Streit.
2, 2Der Herr gab mir Antwort
und sagte: Schreib nieder, was du siehst,
schreib es deutlich auf die Tafeln,
damit man es mühelos lesen kann!
3Denn erst zu der bestimmten Zeit trifft ein, was du siehst;
aber es drängt zum Ende und ist keine Täuschung;
wenn es sich verzögert,
so warte darauf;
denn es kommt,
es kommt und bleibt nicht aus.
4Sieh her:
Wer nicht rechtschaffen ist,
schwindet dahin,
der Gerechte aber
bleibt wegen seiner Treue am Leben.

 

Zweite Lesung2 Tim 1, 6–8.13–14

Schäme dich nicht des Zeugnisses für unseren Herrn

Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timótheus.

Mein Sohn!
6Ich rufe dir ins Gedächtnis:
Entfache die Gnade Gottes wieder,
die dir durch die Auflegung meiner Hände zuteilgeworden ist!
7Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft,
der Liebe und der Besonnenheit.
8Schäme dich also nicht
des Zeugnisses für unseren Herrn
und auch nicht meiner,
seines Gefangenen,
sondern leide mit mir für das Evangelium!
Gott gibt dazu die Kraft:
13Als Vorbild gesunder Worte
halte fest, was du von mir gehört hast
in Glaube und Liebe in Christus Jesus!
14Bewahre das dir anvertraute kostbare Gut
durch die Kraft des Heiligen Geistes, der in uns wohnt!

 

 

EvangeliumLk 17, 5–10

Wenn ihr doch Glauben hättet wie ein Senfkorn!

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
5baten die Apostel den Herrn:
Stärke unseren Glauben!
6Der Herr erwiderte:
Wenn ihr Glauben hättet wie ein Senfkorn,
würdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen:
Entwurzle dich
und verpflanz dich ins Meer!
und er würde euch gehorchen.
7Wenn einer von euch einen Knecht hat,
der pflügt oder das Vieh hütet,
wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen:
Komm gleich her und begib dich zu Tisch?
8Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen:
Mach mir etwas zu essen,
gürte dich und bediene mich,
bis ich gegessen und getrunken habe;
danach kannst auch du essen und trinken.
9Bedankt er sich etwa bei dem Knecht,
weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
10So soll es auch bei euch sein:
Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde,
sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Knechte;
wir haben nur unsere Schuldigkeit getan.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

Edited by Monika
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Dreissigster Sonntag – im Jahreskreis

Gott ist groß. Aber seine Größe ist nicht wie eine abweisende Grenze. Er lässt es sich gefallen, dass Menschen über ihn reden und dass sie zu ihm reden; auch dass wir Dummes sagen, etwa: Ich danke dir, dass ich nicht bin wie dieser Pharisäer. Gott wartet darauf, dass wir still werden und unsere Armut begreifen.

 

 

Erste LesungSir 35, 15b–17.20–22a

Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken

Lesung
aus dem Buch Jesus Sirach.

15Der Herr ist Richter
und es gibt vor ihm kein Ansehen der Person.
16Er bevorzugt niemanden gegenüber einem Armen,
die Bitte eines ungerecht Behandelten wird er erhören.
17Er missachtet nicht den Hilferuf der Waise
und die Witwe, wenn sie ihren Jammer ausschüttet.
20Wer Gott wohlgefällig dient, wird angenommen
und seine Bitte dringt bis in die Wolken.
21Das Gebet eines Demütigen durchdringt die Wolken,
und bevor es nicht angekommen ist, wird er nicht getröstet
und er lässt nicht nach, bis der Höchste daraufschaut.
22aUnd er wird für die Gerechten entscheiden und ein Urteil fällen.

 

 

Zweite Lesung2 Tim 4, 6–8.16–18

Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit

Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus an Timótheus.

Mein Sohn!
6Ich werde schon geopfert
und die Zeit meines Aufbruchs ist nahe.
7Ich habe den guten Kampf gekämpft,
den Lauf vollendet, die Treue bewahrt.
8Schon jetzt liegt für mich der Kranz der Gerechtigkeit bereit,
den mir der Herr, der gerechte Richter,
an jenem Tag geben wird,
aber nicht nur mir,
sondern allen, die sein Erscheinen ersehnen.
16Bei meiner ersten Verteidigung ist niemand für mich eingetreten;
alle haben mich im Stich gelassen.
Möge es ihnen nicht angerechnet werden.
17Aber der Herr stand mir zur Seite und gab mir Kraft,
damit durch mich die Verkündigung vollendet wird
und alle Völker sie hören;
und so wurde ich dem Rachen des Löwen entrissen.
18Der Herr wird mich allem bösen Treiben entreißen
und retten in sein himmlisches Reich.
Ihm sei die Ehre in alle Ewigkeit. Amen.

 

 

EvangeliumLk 18, 9–14

Der Zöllner ging gerechtfertigt nach Hause zurück, der Pharisäer nicht

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
9erzählte Jesus einigen,
die von ihrer eigenen Gerechtigkeit überzeugt waren
und die anderen verachteten,
dieses Gleichnis:
10Zwei Männer gingen zum Tempel hinauf, um zu beten;
der eine war ein Pharisäer,
der andere ein Zöllner.
11Der Pharisäer stellte sich hin und sprach bei sich dieses Gebet:
Gott, ich danke dir,
dass ich nicht wie die anderen Menschen bin,
die Räuber, Betrüger, Ehebrecher
oder auch wie dieser Zöllner dort.
12Ich faste zweimal in der Woche
und gebe den zehnten Teil meines ganzen Einkommens.
13Der Zöllner aber blieb ganz hinten stehen
und wollte nicht einmal seine Augen zum Himmel erheben,
sondern schlug sich an die Brust
und betete: Gott, sei mir Sünder gnädig!
14Ich sage euch:
Dieser ging gerechtfertigt nach Hause zurück,
der andere nicht.
Denn wer sich selbst erhöht,
wird erniedrigt,
wer sich aber selbst erniedrigt,
wird erhöht werden.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Einunddreissigster Sonntag – im Jahreskreis

Es gibt in der Welt Sünder und Heilige, auch in der Kirche. Wir selbst rechnen uns wohl nicht zu den Heiligen, aber auch nicht eigentlich zu den Sündern. Es muss da doch noch einen mittleren Weg geben, so denken wir. Nur – Jesus war froh, wenn er einen Sünder fand, dem er helfen und den er umarmen konnte.

 

 

Erste LesungWeish 11, 22 – 12, 2

Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles liebst, was ist

Lesung
aus dem Buch der Weisheit.

Herr,
11, 22die ganze Welt ist ja vor dir wie ein Stäubchen auf der Waage,
wie ein Tautropfen, der am Morgen zur Erde fällt.
23Du hast mit allen Erbarmen, weil du alles vermagst,
und siehst über die Sünden der Menschen hinweg,
damit sie umkehren.
24Du liebst alles, was ist,
und verabscheust nichts von dem, was du gemacht hast;
denn hättest du etwas gehasst,
so hättest du es nicht geschaffen.
25Wie könnte etwas ohne deinen Willen Bestand haben
oder wie könnte etwas erhalten bleiben,
das nicht von dir ins Dasein gerufen wäre?
26Du schonst alles, weil es dein Eigentum ist,
Herr, du Freund des Lebens.
12, 1Denn in allem ist dein unvergänglicher Geist.
2Darum bestrafst du die Sünder nur nach und nach;
du mahnst sie und erinnerst sie an ihre Sünden,
damit sie sich von der Schlechtigkeit abwenden
und an dich glauben, Herr.

 

 

Zweite Lesung2 Thess 1, 11 – 2, 2

Der Name Jesu soll in euch verherrlicht werden und ihr in ihm

Lesung
aus dem zweiten Brief des Apostels Paulus
an die Gemeinde in Thessalónich.

Schwestern und Brüder!
1, 11Wir beten immer für euch,
dass unser Gott euch eurer Berufung würdig mache
und in seiner Macht allen Willen zum Guten
und das Werk des Glaubens vollende.
12So soll der Name Jesu, unseres Herrn,
in euch verherrlicht werden
und ihr in ihm,
durch die Gnade unseres Gottes und Jesu Christi, des Herrn.
2, 1Brüder und Schwestern,
wir bitten euch hinsichtlich der Ankunft Jesu Christi,
unseres Herrn,
und unserer Vereinigung mit ihm:
2Lasst euch nicht so schnell aus der Fassung bringen
und in Schrecken jagen,
wenn in einem prophetischen Wort
oder einer Rede oder in einem Brief,
wie wir ihn geschrieben haben sollen,
behauptet wird, der Tag des Herrn sei schon da!

 

 

EvangeliumLk 19, 1–10

Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit
1kam Jesus nach Jéricho
und ging durch die Stadt.
2Und siehe, da war ein Mann namens Zachäus;
er war der oberste Zollpächter und war reich.
3Er suchte Jesus, um zu sehen, wer er sei,
doch er konnte es nicht wegen der Menschenmenge;
denn er war klein von Gestalt.
4Darum lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerfeigenbaum,
um Jesus zu sehen, der dort vorbeikommen musste.
5Als Jesus an die Stelle kam,
schaute er hinauf
und sagte zu ihm: Zachäus, komm schnell herunter!
Denn ich muss heute in deinem Haus bleiben.
6Da stieg er schnell herunter
und nahm Jesus freudig bei sich auf.
7Und alle, die das sahen,
empörten sich
und sagten: Er ist bei einem Sünder eingekehrt.
8Zachäus aber wandte sich an den Herrn
und sagte: Siehe, Herr,
die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen,
und wenn ich von jemandem zu viel gefordert habe,
gebe ich ihm das Vierfache zurück.
9Da sagte Jesus zu ihm:
Heute ist diesem Haus Heil geschenkt worden,
weil auch dieser Mann ein Sohn Abrahams ist.
10Denn der Menschensohn ist gekommen,
um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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Erster Adventssonntag

Der Anfang der Geschichte und ihre Vollendung durch Christus, das Kommen des Herrn und seine Anwesenheit in unserer Welt: Im Advent wird uns das alles gegenwärtig. Gott kommt uns entgegen. Wir brechen auf in die Zukunft, die er uns bereitet.

 

 

 

Erste LesungJes 2, 1–5

Der HERR führt alle Völker zusammen in den ewigen Frieden des Reiches Gottes

Lesung
aus dem Buch Jesája.

1Das Wort, das Jesája, der Sohn des Amoz,
über Juda und Jerusalem geschaut hat.
2Am Ende der Tage wird es geschehen:
Der Berg des Hauses des Herrn
steht fest gegründet als höchster der Berge;
er überragt alle Hügel.
Zu ihm strömen alle Nationen.
3Viele Völker gehen und sagen:
Auf, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn
und zum Haus des Gottes Jakobs.
Er unterweise uns in seinen Wegen,
auf seinen Pfaden wollen wir gehen.
Denn vom Zion zieht Weisung aus
und das Wort des Herrn von Jerusalem.
4Er wird Recht schaffen zwischen den Nationen
und viele Völker zurechtweisen.
Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden
und ihre Lanzen zu Winzermessern.
Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation,
und sie erlernen nicht mehr den Krieg.
5Haus Jakob, auf,
wir wollen gehen im Licht des Herrn.
(Der Gottesname, der im Hebräischen mit den vier Buchstaben JHWH wiedergegeben wird, wurde schon in biblischer Zeit aus Ehrfurcht nicht ausgesprochen. Die jüdische Tradition liest stattdessen „Adonaj“, „(mein) Herr“. So wird der Gottesname in der revidierten Einheitsübersetzung mit der Schreibweise „der HERR“ wiedergegeben.)

 

 

EvangeliumMt 24, 37–44

Seid wachsam und haltet euch bereit!

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
37Wie es in den Tagen des Noach war,
so wird die Ankunft des Menschensohnes sein.
38Wie die Menschen in jenen Tagen vor der Flut
aßen und tranken, heirateten und sich heiraten ließen,
bis zu dem Tag, an dem Noach in die Arche ging,
39und nichts ahnten,
bis die Flut hereinbrach und alle wegraffte,
so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.
40Dann wird von zwei Männern, die auf dem Feld arbeiten,
einer mitgenommen und einer zurückgelassen.
41Und von zwei Frauen, die an derselben Mühle mahlen,
wird eine mitgenommen und eine zurückgelassen.
42Seid also wachsam!
Denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt.
43Bedenkt dies:
Wenn der Herr des Hauses wüsste,
in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt,
würde er wach bleiben
und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.
44Darum haltet auch ihr euch bereit!
Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde,
in der ihr es nicht erwartet.

 

 

(Quelle: Erzabtei Beuron)

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