Jump to content

Kartoffelsalat mit Würstchen


rokmah
 Share

Recommended Posts

Ich habe gehört, in Deutschland ist es Tradition, an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen zu essen. Woher kommt diese Sitte? Bei uns gibt es das nur im Sommer - auf Grillpartys usw.

Link to comment
Share on other sites

Ich habe gehört, in Deutschland ist es Tradition, an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen zu essen. Woher kommt diese Sitte? Bei uns gibt es das nur im Sommer - auf Grillpartys usw.
Um genau zu sein ist es Kartoffelsalat und Brühwürstchen.

 

Zum einen ist der heilige Abend ein Fastentag. Es gibt also nur eine sättigende Mahlzeit.

 

Zum anderen ist der heilige Abend normaler Werktag - berufstätige Frauen brauchen an solchen Tagen Essen, die gut vorzubereiten sind - wie Kartoffelsalat.

 

Die Würstchen sind eigentlich schon Luxus.

Link to comment
Share on other sites

Ich habe gehört, in Deutschland ist es Tradition, an Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen zu essen. Woher kommt diese Sitte? Bei uns gibt es das nur im Sommer - auf Grillpartys usw.
Um genau zu sein ist es Kartoffelsalat und Brühwürstchen.

 

Zum einen ist der heilige Abend ein Fastentag. Es gibt also nur eine sättigende Mahlzeit.

 

Zum anderen ist der heilige Abend normaler Werktag - berufstätige Frauen brauchen an solchen Tagen Essen, die gut vorzubereiten sind - wie Kartoffelsalat.

 

Die Würstchen sind eigentlich schon Luxus.

was bitte sind brühwürstchen?

bei uns gab es nach karpatendeutscher tradition nur butter und gekochte karoffeln seit ich allein bin mach ich das aber nicht sonder es entfällt das mittagessen nd abends gibts dann fisch und katroffelsalat der besonders gemacht wird nähmlich mit senf die arbeit mach ich mir auch wenn ich allein bin

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gabs Roularden. Von Kartoffelsalat und Würstchen am 24.12. hab ich zwar auch schon gehört, aber der Begriff Tradition scheint mir überzogen. Ich kenne jedenfalls niemanden, der das so macht.

 

Und das Heiligabend ein Fastentag sei, höre ich absolut zum ersten Mal. Ich finde auch, daß sich die Armada von Christstollen, Dominosteinen, Schokoweihnachtsmännern, Lebkuchen, Marzipan und Spekulatius nicht ganz so gut mit einem Fastengelübte verträgt.

Link to comment
Share on other sites

Und das Heiligabend ein Fastentag sei, höre ich absolut zum ersten Mal.

 

 

 

Ich hab neulich gehört, daß sogar der Advent Bußzeit sei.

Link to comment
Share on other sites

Und das Heiligabend ein Fastentag sei, höre ich absolut zum ersten Mal. Ich finde auch, daß sich die Armada von Christstollen, Dominosteinen, Schokoweihnachtsmännern, Lebkuchen, Marzipan und Spekulatius nicht ganz so gut mit einem Fastengelübte verträgt.

 

Ist aber so - ursprünglich. Aber das Erfinden von Ausnahmen zu Fastenregeln hat in der katholischen Kirche ja Tradition (vgl. Salvator - die Bayern können mehr dazu sagen.)

Link to comment
Share on other sites

der 24.12. ist fastag bis um 17 uhr dann beginnt ja mit der ersten vesper schon liturgisch der 25

der advent wurde immer so ähnlich gesehen wie die fastenzeit

Link to comment
Share on other sites

In meiner kalten Heimat gibt es Heiligabend traditionell (Aber erst am Abend, der Fasttag ging bis 18:00h):

Salzkartoffeln, Sauerkraut, gelbe Erbsen und Wiener (oder polnische) Würstchen. Schließlich gehörte Schlesien ja mal Österreich und nu Polen. B) Und damit man daran erinnert wurde, dass das Jesuskind auf Stroh lag, wurden unter jeden Teller ein paar Strohhalme geschoben. Die brauchte man aber nicht mitessen. Und diese Tradition hat sich bis in meine atheistische Zeit gehalten.

Gruß

Ullr

Edited by ullr
Link to comment
Share on other sites

Franciscus non papa
Der Advent war ursprünglich eine Fast- und Busszeit. Das ist aber heute nicht mehr so. Der Heiligabend ist offiziell kein Fastentag mehr.

 

 

aber solche essenstraditionen halten sich sehr gerne. man denke nur an den duch die kirchengeschichte geisternden wurstzipfel, also das freitagsgebot. B)

 

und sowas gibts auch im familiären bereich in anderen zusammenhängen oft. ich verbinde heute noch gewisse tage aus meiner kinderzeit mit bestimmten speisen.

Link to comment
Share on other sites

Und damit man daran erinnert wurde, dass das Jesuskind auf Stroh lag, wurden unter jeden Teller ein paar Strohhalme geschoben. Die brauchte man aber nicht mitessen.

 

Das ist günstig. Stroh mag ich nicht besonders. B)

Link to comment
Share on other sites

was bitte sind brühwürstchen?
"Wiener Würstchen" - aka "Frankfurter"
bei uns gab es nach karpatendeutscher tradition nur butter und gekochte karoffeln seit ich allein bin mach ich das aber nicht sonder es entfällt das mittagessen nd abends gibts dann fisch und katroffelsalat der besonders gemacht wird nähmlich mit senf die arbeit mach ich mir auch wenn ich allein bin
In Schlesien soll Karpfen üblich gewesen sein - hier im Rheinland war es Kartoffelsalat.

 

Bei meinen Großeltern war es lange Zeit nicht üblich, meine Eltern haben allerdings (auch aus ernährungstechnischen Gründen - drei Tage groß Essen war dann doch zuviel) wieder auf diesen Brauch zurückgegriffen.

 

In der Familie meiner Frau war es in beiden Familien spätestens seit der Wohnsitznahme im Ruhrgebiet Tradition (ob die aus dem Badischen bzw. Niederösterreichischen zugegezogenen Großmütter sich dabei ihren Männern angepasst haben oder den Kartoffelsalat mitbrachten kann nicht mehr wirklich geklärt werden).

 

Der Heiligabendsalat meiner Frau muss ganz speziellen Anforderungen genügen: es dürfen nur festkochende Kartoffeln (in Scheiben über nacht in wenig Marinade aus Essig und Öl gezogen), gewürfelte Essiggurken (am besten Spreewälder) und eine selbstgemachte Mayonaise aus Eigelb, scharfem Löwensenf, Sonnenblumenöl, Salz, Pfeffer, einem Spritzer Essig und Majoran dran. Zum Schluss kommt eine Tasse Gemüsebrühe darüber, damit die Mayonaise etwas stockt.

 

Normalerweise gehört noch gewürfelte Zwiebel dran (aber die lassen wir weg, weil ich keine rohe Zwiebel vertrage).

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gabs Roularden. Von Kartoffelsalat und Würstchen am 24.12. hab ich zwar auch schon gehört, aber der Begriff Tradition scheint mir überzogen. Ich kenne jedenfalls niemanden, der das so macht.

 

Und das Heiligabend ein Fastentag sei, höre ich absolut zum ersten Mal. Ich finde auch, daß sich die Armada von Christstollen, Dominosteinen, Schokoweihnachtsmännern, Lebkuchen, Marzipan und Spekulatius nicht ganz so gut mit einem Fastengelübte verträgt.

Schokolade ist erlaubte Fastenspeise ... :ph34r:

 

Wir haben jedenfalls jetzt schon öfters Leute getroffen, die es genauso machen.

Link to comment
Share on other sites

Neulich gab es in der spanischen Gemeinde ein Festessen. Eine Frau meinte zum Kartofelsalat, das sei russischer Salat. Daraufhin bekam er von meinem Vater die Antwort, er hätte einmal in Wien in einem Restaurant nach "Wiener Schnitzel" gefragt, und die kannten das nicht. Nachdem er ihnen erklärte, was das sei, dann sagten sie, das sei "pariser Schnitzel". Und dann in Paris habe er wieder in einem Restaurant nach "escalope parisienne" gefragt, und die wußten auch nicht, was das sei. Nach einer Klärung bekam er die Antwort, das sei "escalope americaine".

Link to comment
Share on other sites

Neulich gab es in der spanischen Gemeinde ein Festessen. Eine Frau meinte zum Kartofelsalat, das sei russischer Salat. Daraufhin bekam er von meinem Vater die Antwort, er hätte einmal in Wien in einem Restaurant nach "Wiener Schnitzel" gefragt, und die kannten das nicht. Nachdem er ihnen erklärte, was das sei, dann sagten sie, das sei "pariser Schnitzel". Und dann in Paris habe er wieder in einem Restaurant nach "escalope parisienne" gefragt, und die wußten auch nicht, was das sei. Nach einer Klärung bekam er die Antwort, das sei "escalope americaine".
?

Kartoffelsalat = russischer Salat? Seltsame Herleitung.

 

Und was das "Wiener Schnitzel" angeht: um das Kalbsschnitzel gehört eine Panade aus Mehl, Ei und Semmelbrösel.

 

Beim "Pariser Schnitzel" werden die Semmelbrösel weggelassen.

 

Das "Amerikanische Schnitzel" entspricht im Prinzip dem Wiener Schnitzel - allerdings konnte ich keinen Hinweis finden, daß das aus Kalbfleisch sein MUSS.

 

In einem jüdischen Kochbuch habe ich übrigens den Hinweis gefunden, daß das Rezept jiddischen Ursprungs sein soll.

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gab es Heiligabend sonst immer ebenfalls Kartoffelsalat, allerdings haben wir den etwas spezieller gemacht, nämlich ohne Mayonnaise, dafür mit Essig und Öl (weißer Balsamico und Olivenöl) und noch lauwarmen Kartoffeln, die die Marinade sofort aufnehmen.

 

Unter den Salat mischen wir dann immer eine gute Portion Rucola. Und als "Beilage" gibt es wahlweise Wiener Würstchen (die da, wo ich herkomme, nämlich dem Ruhrgebiet, Bockwürstchen genannt werden) oder, besonders lecker, Weißwurst mit bayerischem Senf *yummie*. Also alles in allem ein "fusion food", neudeutsch gesehen.

 

Dieses Jahr hatten wir allerdings keine Lust auf Kartoffeln, dafür gab es Bulgursalat mit Hühnerfilet und Avodaco (natürlich vom Bio-Huhn). Diese Rezept stammt von Biolek - ich habe es mal verlinkt:

 

Rezept

 

 

Am leckersten ist das Dressing aus Orangen- und Zitronensaft. In Kombination mit frischer Minze (die Minze MUSS frisch sein!) ergibt das ein fantastisch leichtes Gericht mit schön ausbalancierter Säure. Der Bulgur macht dazu pappsatt, ohne daß man ein Völlegefühl bekommt. Wenn man will, kann man dem Salatdressing noch eine Prise Baharat hinzufügen, ein arabisches Gewürzpulver aus Zimt, Nelken und anderen Köstlichkeiten.

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gab es Heiligabend sonst immer ebenfalls Kartoffelsalat, allerdings haben wir den etwas spezieller gemacht, nämlich ohne Mayonnaise, dafür mit Essig und Öl (weißer Balsamico und Olivenöl) und noch lauwarmen Kartoffeln, die die Marinade sofort aufnehmen.

 

Unter den Salat mischen wir dann immer eine gute Portion Rucola. Und als "Beilage" gibt es wahlweise Wiener Würstchen (die da, wo ich herkomme, nämlich dem Ruhrgebiet, Bockwürstchen genannt werden) oder, besonders lecker, Weißwurst mit bayerischem Senf *yummie*. Also alles in allem ein "fusion food", neudeutsch gesehen.

 

Dieses Jahr hatten wir allerdings keine Lust auf Kartoffeln, dafür gab es Bulgursalat mit Hühnerfilet und Avodaco (natürlich vom Bio-Huhn). Diese Rezept stammt von Biolek - ich habe es mal verlinkt:

 

Rezept

 

 

Am leckersten ist das Dressing aus Orangen- und Zitronensaft. In Kombination mit frischer Minze (die Minze MUSS frisch sein!) ergibt das ein fantastisch leichtes Gericht mit schön ausbalancierter Säure. Der Bulgur macht dazu pappsatt, ohne daß man ein Völlegefühl bekommt. Wenn man will, kann man dem Salatdressing noch eine Prise Baharat hinzufügen, ein arabisches Gewürzpulver aus Zimt, Nelken und anderen Köstlichkeiten.

 

wo bekommt man zu dieser Jahreszeit frische Minze?

Link to comment
Share on other sites

der 24.12. ist fastag bis um 17 uhr dann beginnt ja mit der ersten vesper schon liturgisch der 25

der advent wurde immer so ähnlich gesehen wie die fastenzeit

Dann lagen wir ja richtig: um 18:00 Uhr gabs ein Menue aus Consomme Double, Rouladen und zum Nachtisch Birnen mit Preisselbeeren und danach war Bescherung.

Link to comment
Share on other sites

Ist das hier der Rezeptethread?

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gab es Heiligabend sonst immer ebenfalls Kartoffelsalat, allerdings haben wir den etwas spezieller gemacht, nämlich ohne Mayonnaise, dafür mit Essig und Öl (weißer Balsamico und Olivenöl) und noch lauwarmen Kartoffeln, die die Marinade sofort aufnehmen.

 

Unter den Salat mischen wir dann immer eine gute Portion Rucola. Und als "Beilage" gibt es wahlweise Wiener Würstchen (die da, wo ich herkomme, nämlich dem Ruhrgebiet, Bockwürstchen genannt werden) oder, besonders lecker, Weißwurst mit bayerischem Senf *yummie*. Also alles in allem ein "fusion food", neudeutsch gesehen.

 

Dieses Jahr hatten wir allerdings keine Lust auf Kartoffeln, dafür gab es Bulgursalat mit Hühnerfilet und Avodaco (natürlich vom Bio-Huhn). Diese Rezept stammt von Biolek - ich habe es mal verlinkt:

 

Rezept

 

 

Am leckersten ist das Dressing aus Orangen- und Zitronensaft. In Kombination mit frischer Minze (die Minze MUSS frisch sein!) ergibt das ein fantastisch leichtes Gericht mit schön ausbalancierter Säure. Der Bulgur macht dazu pappsatt, ohne daß man ein Völlegefühl bekommt. Wenn man will, kann man dem Salatdressing noch eine Prise Baharat hinzufügen, ein arabisches Gewürzpulver aus Zimt, Nelken und anderen Köstlichkeiten.

 

wo bekommt man zu dieser Jahreszeit frische Minze?

 

 

Ganz einfach: in jedem Kaufhaus (Kaufhof bzw. Karstadt), und natürlich auch im Biosupermarkt. Auf dem Land ist das sicher schwieriger...

Link to comment
Share on other sites

Bei uns gibt´s Heiligabend immer Hühnchen mit Ananas. So halb chinesisch: mit Paprika, Zwiebeln, ganz dünn geschnittener Hühnerbrust, frischer Ananas, Sherry, etwas Sojasoße. Das ist gut am Tag vorher vorzubereiten, schön leicht (man hat kein Magendrücken in der Christmette) und sehr lecker. Das ganze nach dem Liedersingen, Bibelvorlesen, Krippe anschauen und Geschenkle auspacken.

 

Bei unseren Kindern hat das schon den Rang einer unumstößlichen Tradition angenommen. Auf die Frage, ob wir mal was anderes kochen sollen, haben wir erst gar keine Antwort bekommen, sondern nur empörte Blicke geerntet. Noch schlimmer war nur die Frage, ob sie mal Lust hätten beim Weihnachtsbaumschmücken mitzuhelfen.

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon
[...]

Normalerweise gehört noch gewürfelte Zwiebel dran (aber die lassen wir weg, weil ich keine rohe Zwiebel vertrage).

 

Schön zu wissen B)

 

Bei uns gibt es traditionell Ragout fin in Blätterteigpasteten zu Heiligabend.

 

kochen15.jpg

Link to comment
Share on other sites

Zum einen ist der heilige Abend ein Fastentag. Es gibt also nur eine sättigende Mahlzeit.

 

 

Ist das nicht ein Widerspruch?

Link to comment
Share on other sites

OneAndOnlySon

Zum einen ist der heilige Abend ein Fastentag. Es gibt also nur eine sättigende Mahlzeit.

 

 

Ist das nicht ein Widerspruch?

 

Nein, eine Regel ohne Ausnahme wäre ein Widerspruch B)

Link to comment
Share on other sites

Zum einen ist der heilige Abend ein Fastentag. Es gibt also nur eine sättigende Mahlzeit.

 

 

Ist das nicht ein Widerspruch?

 

Nein, eine Regel ohne Ausnahme wäre ein Widerspruch B)

 

 

Also ausnahmesweise darf man sich an Fastentagen sattessen? Wie sieht denn dann ein ausnahemfreier Fastentag aus?

Link to comment
Share on other sites

 Share

×
×
  • Create New...