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nette

Lesungen bei der Hochzeit

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Justin Cognito
Zwei Protestanten heiraten sakramental? Hmm, gehört zum Sakrament nicht auch daß man es annimmt?

Naja, wie auch immer, mit einem Ungetauften Partner ist man jednefalls nicht sakramental, aber trotzdem gültig und unauflöslich verheiratet, also gehört das Sakrament nicht unbedingt zur Ehe (nur die Ehe unbedingt zum Sakrament)

 

Gute Einwände! Der zweite Fall ist eine sehr umstrittene Sache. Der Erste ist expressis verbis allerdings klar geregelt:

 

Can. 1055 — § 1. Der Ehebund, durch den Mann und Frau unter sich die Gemeinschaft des ganzen Lebens begründen, welche durch ihre natürliche Eigenart auf das Wohl der Ehegatten und auf die Zeugung und die Erziehung von Nachkommenschaft hingeordnet ist, wurde zwischen Getauften von Christus dem Herrn zur Würde eines Sakramentes erhoben.

 

§ 2. Deshalb kann es zwischen Getauften keinen gültigen Ehevertrag geben, ohne daß er zugleich Sakrament ist.

 

Dass damit Menschen gegen (oder zumindestens ohne) ihren Willen sakramental handeln ist natürlich ... systematisch schwierig einzuordnen (um es einmal milde auszudrücken).

 

PS: Eigentlich wollt ich nicht mehr "gescheitigen" hier - tut mir leid, dass es trotzdem passiert ist -> ich werd mich in Zunkunft wieder zurückhalten.

Edited by Christoph Lauermann

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Werner001
PS: Eigentlich wollt ich nicht mehr "gescheitigen" hier - tut mir leid, dass es trotzdem passiert ist.

Ist doch ok, ich finde die Diskussion sehr interessant, auch wenn ich jetzt leider weg muß....

 

Werner

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asia

Das würde heißen, Ehe an sich unauflöslich, Sakrament an sich unauflöslich, also doppelt gemoppelt? Das soll ja angeblich besser halten. Da kann ja fast nichts mehr schiefgehen... B)

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asia
Manchmal bin ich ja nicht wirklich unglücklich darüber, daß ich keine sakramentale Ehe führen muss ... :ph34r:

:lol:

Ich auch, wie ich jetzt gelernt habe. Denn das Ersetzen eines Textes scheint die ganz logische Folge zu haben, dass man nur in der Kirche war, weil das besser zum weißen Kleid passt und ansonsten damit nix zu tun haben will. B)

 

Liebe Asia!

 

Falls der Eindruck entstanden ist, dass ich die inhaltlichen Spannungen zwischen dem "etwas lehrbuchhaften" sakramentalen Chrakter der Hochzeit und den realen Bedürfnissen vieler Menschen auf "Religion da" - "weißes Kleid dort" reduziert habe, dann tut mir das leid. Das war nicht meine Absicht.

 

Im Gegenteil, ich finde dass der Wunsch eines Paares öffentlich zu seiner Liebe zu stehen, sie einander für immer zu versprechen und Gottes Segen für sie zu erbitten etwas sehr wichtiges und ernstes ist. Ich finde sogar dass der Wunsch das gemeinsame Leben mit Ritualen zu begleiten (das weiße Kleid war da eine etwas ungeschickt gewählte Chiffre dafür) etwas sehr ernst zu nehmendes ist. Auch etwas für die Kirche ernst zu nehmendes und in keiner Weise "minderwertiges" gegenüber einer vom Bundesgedanken zwischen Christus und der Kirche getragenen Vorstellung. Es geht mir nicht darum diese beiden Dinge gegeneinander auszuspielen oder unter- oder übereinander zu stellen. Mir ist es wichtig die beiden Dinge zu vermitteln (obwohl ich keine Ahnung habe wie das gut gehen kann) um eine Feier zu gestalten die beiden Elementen mit der Aufmerksamkeit gerecht werden kann die sie verdienen.

 

Und natürlich scheitert keine Ehe an einer nichtbiblischen Lesung. Die Auswahl der Lesungen kann (muss natürlich nicht!) nur ein Zeichen für die oben beschriebenen Auffassungs- und vor allem Erwartungsunterschiede sein.

Danke! :lol:

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