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Wie hättet ihr gehandelt


Julian30

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Also zu deiner Frage Julian30. Die 30 steht für mein Alter

 

Hallo an Alle, B)

 

ich habe ein großes Problem. Ich habe mich für einen Bewohner eingesetzt, es war mein letztes Erprobungspraktikum in der Oberstufe, habe es in einem Wohnheim für Menschen mit Behinderungen gemacht von der Lebenshilfe. Es war so um die Nachmittagszeit rum wir wollten gerade Kaffe und Kuchen trinken. Da hörte ich wie meine Praxisanleitung aufstand und einen Bewohner (Down-Syndrom) und ihn aufforderte seinen Fuß ganz unter den Tisch zu stellen. Er störte aber damit keinerlei der anderen Bewohner! Als er es nicht tat, ging sie zu ihm hin und flippte total aus und schrie ihn an er könne jetzt in einen anderen Raum solange bleiben bis er abgeholt würde, das waren aber dann noch zwei Stunden. Ich ging dann zu meiner Praxisanleitung und sagte ihr, ob man das nicht hätte auch etwas freundlicher sagen können. Sie meinte dann nur zu mir ich solle mich da nicht einmischen, sonst würde ich das in meiner Beurteilung zu spüren bekommen indem sie dann meine Betreuungslehrer dann sagte ich sei nicht Kritikfähig gewesen. Nach Super dachte ich mir und so trat es auch tatsächlich ein. Drei Monate vor meiner Abschlussprüfung wurde mir gesagt ich würde nicht zur Prüfung zugelassen da ich nicht Kritikfähig sei und mir nicht geglaubt wurde. Was kann ich da jetzt machen. Wer hat ähnliche Erfahrungen hiermit gemacht und wie habt ihr Euch dagegen gewährt, wäre toll, wenn ihr mir schreiben könntet wie ihr dazu steht.!

 

Liebe grüße

 

Julian

 

URL GELÖSCHT (Jouaux)

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Mit Erfahrungen in dieser Hinsicht kann ich nicht dienen, aber ich finde es richtig, wie Du gehandelt hast.

 

Hattest Du schon mehr Zusammenstöße mit der betreffenden Person?

 

Ich finde es übertrieben, Dich deshalb wegen "Kritikunfähigkeit" von der Prüfung auszuschließen bzw. Dir eine entsprechend schlechtere Beurteilung zu verpassen.

 

Gibt es bei Euch Vertrauenspersonen, mit denen man über solche Situationen sprechen kann?

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Mit Erfahrungen in dieser Hinsicht kann ich nicht dienen, aber ich finde es richtig, wie Du gehandelt hast.

 

Hattest Du schon mehr Zusammenstöße mit der betreffenden Person?

 

Ich finde es übertrieben, Dich deshalb wegen "Kritikunfähigkeit" von der Prüfung auszuschließen bzw. Dir eine entsprechend schlechtere Beurteilung zu verpassen.

 

Gibt es bei Euch Vertrauenspersonen, mit denen man über solche Situationen sprechen kann?

 

 

Es gibt sie, aber es wurde den anderen mehr geglaubt als mir, da ich nur Praktikant war. Ich mache jetzt eine Umschulung zum Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer

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Diese Person ist offenbar cholerisch und das wird etwas sein, das nicht nur einmal auftritt, sondern regelmäßig. Dementsprechend muss es doch andere Mitarbeiter geben, die das auch schonmal erlebt haben und es bezeugen könnten. Ganz zu schweigen von den Bewohnern des Heims selbst, die man doch eigentlich auch befragen können müsste.

 

Ich würde an Deiner Stelle vielleicht einen Rechtsanwalt aufsuchen. Offenbar hat die Prüfungskommission kein Interesse das selbst und gerecht zu untersuchen.

 

"Kritikunfähig"... - immer wieder zu erleben, dass Menschen das, was sie selber sind, anderen andichten.

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Diese Person ist offenbar cholerisch und das wird etwas sein, das nicht nur einmal auftritt, sondern regelmäßig. Dementsprechend muss es doch andere Mitarbeiter geben, die das auch schonmal erlebt haben und es bezeugen könnten. Ganz zu schweigen von den Bewohnern des Heims selbst, die man doch eigentlich auch befragen können müsste.

 

Ich würde an Deiner Stelle vielleicht einen Rechtsanwalt aufsuchen. Offenbar hat die Prüfungskommission kein Interesse das selbst und gerecht zu untersuchen.

 

"Kritikunfähig"... - immer wieder zu erleben, dass Menschen das, was sie selber sind, anderen andichten.

 

 

Das Problem ist dieser Bewohner mit dem Down-Sydrom kann nicht sprechen und die anderen Mitarbeiter haben es ja auch schon gesagt das die schon öfters so komisch drauf war, aber ich glaube nicht dass sie sich gegen diese Kollegin stellen wollen, weil sie vielleicht selber angst haben um ihren Job

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Das Schlimme ist neben Deiner Situation auch, dass die Bewohner unter dieser Person leiden und dass weitere Mitarbeiter zukünftig unter ihr leiden werden. Wenn Du die Prüfungsleute zwingst sich die Situation mal genau anzuschauen, mittels Rechtsanwalt, wird sich vielleicht endlich was daran ändern.

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Im Pflegebereich ist das leider keine Seltenheit, wie man aus Medien (und ich persönlich auch von meiner Mutter) weiß. Zu wenig Personal, zu viel Streß, Unverständnis, zu wenig Mittel sind einige der Symptome. Da wird noch einiges auf uns zukommen.

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Ich hätte ein deiner Stelle genauso gehandelt.

Schade nur, dass dir keiner glaubt.

Hast du denn schon mit deinen Kollegen darüber gesprochen? Die Dame ist doch bestimmt nicht zum ersten Mal ausgeflippt. Das muss doch schon mal jemand mitbekommen haben.

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Diese Person ist offenbar cholerisch und das wird etwas sein, das nicht nur einmal auftritt, sondern regelmäßig. Dementsprechend muss es doch andere Mitarbeiter geben, die das auch schonmal erlebt haben und es bezeugen könnten. Ganz zu schweigen von den Bewohnern des Heims selbst, die man doch eigentlich auch befragen können müsste.

 

Ich würde an Deiner Stelle vielleicht einen Rechtsanwalt aufsuchen. Offenbar hat die Prüfungskommission kein Interesse das selbst und gerecht zu untersuchen.

 

"Kritikunfähig"... - immer wieder zu erleben, dass Menschen das, was sie selber sind, anderen andichten.

 

 

Das Problem ist dieser Bewohner mit dem Down-Sydrom kann nicht sprechen und die anderen Mitarbeiter haben es ja auch schon gesagt das die schon öfters so komisch drauf war, aber ich glaube nicht dass sie sich gegen diese Kollegin stellen wollen, weil sie vielleicht selber angst haben um ihren Job

 

Gemeinsam seit ihr aber stark.

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Hallo Julian,

 

Das ist der Lauf der Welt. Bösartig.

Der Christ muß aber nicht alles hinnehmen.

 

Es ist ein Fall für Deinen Beistand und Lehrer, den HEILIGEN GEIST GOTTES.

Bete zu IHM und bitte IHN um Rat was in diesem Falle zu tun ist. ER wird Dir mit treffenden Eingebungen und Erleuchtungen antworten.

 

Deine Aussagen ergeben die folgenden Tatbestände:

- Deine "Praxisanleitung" ist eine Frau. Sie hat dem Betreuungslehrer zu berichten.

- Der Betreuungslehrer entscheidet, ob ein Praktikant zur Prüfung zugelassen wird oder nicht.

- Du bist zu Schaden gekommen weil man Dich nicht zur Prüfung zugelassen hat - wieweit?

 

Gerechtigkeit ist gefordert und Klugheit angesagt.

 

Schlußfolgerungen aus Deinem Bericht:

- Der Betreuungslehrer hat Deine Beschwerde offenbar nicht geprüft - er vertraut unbesehen dem Urteil der Praxisanleitung.

- Die Frau ist mit ihren Nerven offensichtlich am Ende, der Umgang mit Behinderten reibt sie auf.

 

Ist der Schaden den die Frau an den Behinderten anrichtet, erheblich?

Ist der Schaden den Du erlitten hast, erheblich - zB. verlorene Ausbildungsjahre?

 

Behinderten-Wohnheime unterstehen einer Aufsicht - wer ist es?

Muß man, um des Wohlergehens der Behinderten willen, die Fälle an Fehlverhalten sammeln, bezeugt protokollieren und der Aufsicht zur Kenntnis bringen?

 

Es gibt auch Vereinigungen die solche Wohnheime kritisch beobachten - die kann man auch unterrichten.

 

Ist der Schaden den Du erlitten hast erheblich, dann ist es ratsam zur Gewerkschaft (vermutlich Ver.di) zu gehen um den Fall zu besprechen.

Dort kann man auch die Adressen kompetenter Rechtsanwälte erfahren.

 

Ich hoffe doch sehr, daß das Behinderten-Wohnheim keine christliche Einrichtung ist und die Frau keine Ordensfrau ist.

 

 

Gruß

josef

Edited by josef
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Hallo Julian,

 

Das ist der Lauf der Welt. Bösartig.

Der Christ muß aber nicht alles hinnehmen.

 

Es ist ein Fall für Deinen Beistand und Lehrer, den HEILIGEN GEIST GOTTES.

Bete zu IHM und bitte IHN um Rat was in diesem Falle zu tun ist. ER wird Dir mit treffenden Eingebungen und Erleuchtungen antworten.

 

Deine Aussagen ergeben die folgenden Tatbestände:

- Deine "Praxisanleitung" ist eine Frau. Sie hat dem Betreuungslehrer zu berichten.

- Der Betreuungslehrer entscheidet, ob ein Praktikant zur Prüfung zugelassen wird oder nicht.

- Du bist zu Schaden gekommen weil man Dich nicht zur Prüfung zugelassen hat - wieweit?

 

Gerechtigkeit ist gefordert und Klugheit angesagt.

 

Schlußfolgerungen aus Deinem Bericht:

- Der Betreuungslehrer hat Deine Beschwerde offenbar nicht geprüft - er vertraut unbesehen dem Urteil der Praxisanleitung.

- Die Frau ist mit ihren Nerven offensichtlich am Ende, der Umgang mit Behinderten reibt sie auf.

 

Ist der Schaden den die Frau an den Behinderten anrichtet, erheblich?

Ist der Schaden den Du erlitten hast, erheblich - zB. verlorene Ausbildungsjahre?

 

Behinderten-Wohnheime unterstehen einer Aufsicht - wer ist es?

Muß man, um des Wohlergehens der Behinderten willen, die Fälle an Fehlverhalten sammeln, bezeugt protokollieren und der Aufsicht zur Kenntnis bringen?

 

Es gibt auch Vereinigungen die solche Wohnheime kritisch beobachten - die kann man auch unterrichten.

 

Ist der Schaden den Du erlitten hast erheblich, dann ist es ratsam zur Gewerkschaft (vermutlich Ver.di) zu gehen um den Fall zu besprechen.

Dort kann man auch die Adressen kompetenter Rechtsanwälte erfahren.

 

Ich hoffe doch sehr, daß das Behinderten-Wohnheim keine christliche Einrichtung ist und die Frau keine Ordensfrau ist.

 

 

Gruß

josef

 

 

 

Es ist von Haus Freudenberg

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Mit Erfahrungen in dieser Hinsicht kann ich nicht dienen, aber ich finde es richtig, wie Du gehandelt hast.

 

Hattest Du schon mehr Zusammenstöße mit der betreffenden Person?

 

Ich finde es übertrieben, Dich deshalb wegen "Kritikunfähigkeit" von der Prüfung auszuschließen bzw. Dir eine entsprechend schlechtere Beurteilung zu verpassen.

 

Gibt es bei Euch Vertrauenspersonen, mit denen man über solche Situationen sprechen kann?

 

 

Es gibt sie, aber es wurde den anderen mehr geglaubt als mir, da ich nur Praktikant war. Ich mache jetzt eine Umschulung zum Krankenpflegehelfer oder Altenpflegehelfer

 

 

Ich dachte, Du wolltest Priester werden! Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

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Ich dachte, Du wolltest Priester werden! Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

 

Und ich dachte, er wolle Mönch werden. Da ist die Ausbildung als Altenpfleger ja nicht unnütz.

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Ich dachte, Du wolltest Priester werden! Oder habe ich da jetzt etwas falsch verstanden?

 

Und ich dachte, er wolle Mönch werden. Da ist die Ausbildung als Altenpfleger ja nicht unnütz.

 

Er kann doch auch beides werden.

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Es tut mir leid, was du erleben musstest. Als Christ hast du Christus im Herzen, dem du alles anvertrauen kannst und ihn um Hilfe und Gerechtigkeit bitten kannst.

 

Nimm alles aus Gottes Hand und glaube, dass Gott nur das zugelassen hat, das dir zum Besten dienst.

 

Man fällt nie tiefer als in die Arme Gottes.

Gottes Gnade trägt uns nach Hause, egal wie der Weg ist.

Egal wie es um uns tobt und stürmt, egal ob wir schwach oder stark sind.

Jesus ist der gute Hirte, der seine Schafe führt.

 

Auch dich fangen die starken Vaterarme auf und bringen dich sicher zum Ziel.

 

Aber alle, die ihre Hoffnung auf den Herrn setzen, bekommen neue Kraft. Sie sind wie Adler, denen mächtige Schwingen wachsen. Sie gehen und werden nicht müde, sie laufen und sind nicht erschöpft. Jesaja 40,31

 

Egal was auf einen zukommt oder in welch einer schwierigen Situation man sich befindet, man wird nie so tief fallen, dass man von Gott unerreichbar ist, sondern er weiß um alles, er sieht seine Kinder, wir können mit allem zu ihm kommen - er gibt uns Kraft, richtet uns immer wieder auf - er trägt uns durch Freud und Leid! Dabei haben wir es gar nicht verdient!

 

Seine Liebe, Gnade, Barmherzigkeit ist so unbegreiflich groß und ich bin ihm von Herzen dankbar, dass ich das erkennen durfte.

 

Gott segne dich mit seiner barmherzigen Gegenwart.

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