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Den Konflikt wagen - Jesus hat den Konflikt gewagt


Konrad
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Gedanken zur Karwoche 2006

 

Ab und zu möchte man aus der Haut fahren, wenn man sieht wie unterwürfig manche kirchliche Mitarbeiter aber auch Priester, Bischöfe gar Kardinäle dem Geist der Welt zu diensten sind. Sie wollen keinen Konflikt mit den Menschen sie wollen Harmonie.

 

Ich denke an die Menschen die Tag täglich getreten, geschlagen, entwürdigt, gedemütigt, verachtet und verlästert werden. Wer wagt zwecks ihrer den Konflikt mit den Menschen?

 

Verkünden alleine ist zu wenig, wenn die Menschen das Wort Gottes hören aber nicht nach ihm handeln, ist es die Aufgabe von Priester, Bischöfe, Kardinäle den Konflikt mit der Welt zu wagen.

Jesus hat nicht am Kreuz vorbei gelehrt er wagte den Konflikt mit den Menschen seiner Zeit er ging den Weg bis an den harten Stamm des Kreuzes, diesen Weg des Herrn folgten durch die Jahrhunderte viele Martyrer und Blutzeugen des Glaubens.

 

Dürfen WIR den bequemen Weg des Opportunismus wählen, dürfen wir den Konflikt mit der Welt weichen?

Bleiben wir aufgerufen für getretene, geschlagene, entwürdigte, gedemütigte, verachtete und verlästerte gegen ihre „Täter“ einzutreten – Real – Wirklich – Heute?

Dürfen wir darauf verzichten, wenn das Eintreten für Schwache zu unserem Nachteil wird?

 

Wie ist euere Meinung?

 

Herr, du hast dich verspotten und beschimpfen lassen. Hilf uns, daß wir nie in den Spott auf die Leidenden und die Schwachen einstimmen. Hilf uns, in den Erniedrigten, in den an den Rand Gestoßenen, dein Gesicht zu erkennen. Hilf uns, nicht vor dem Spott der Welt zurückzuschrecken, wenn der Gehorsam gegen deinen Willen verächtlich gemacht wird. Du hast das Kreuz getragen und uns eingeladen, dir auf diesem Weg nachzufolgen (Mt 10, 38 ). Hilf uns, das Kreuz anzunehmen, nicht in die Betäubungen zu flüchten, nicht zu murren und nicht finsteren Herzens zu werden ob der Mühsal unseres Lebens. Hilf uns, den Weg der Liebe zu gehen – im Erleiden ihres Anspruchs zur wahren Freude zu kommen.

 

Herr Jesus Christus, du hast dich annageln lassen am Kreuz, die fürchterliche Grausamkeit dieses Schmerzes, die Zerstörung deines Leibens und seiner Würde angenommen. Du hast dich festnageln lassen, ohne Flucht und ohne Abstrich gelitten. Hilf uns, daß wir nicht fliehen vor dem, was uns aufgetragen ist. Hilf uns, daß wir uns fest an dich binden lassen. Hilf uns, jene falsche Freiheit zu durchschauen, die uns von dir wegtreiben will. Hilf uns, deine gebundene Freiheit anzunehmen und in der festen Bindung an dich die wahre Freiheit zu finden.

 

 

Gebete aus dem Kreuzweg des Karfreitags 2005 in ROM zweite und elfte STATION

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Ab und zu möchte man aus der Haut fahren, wenn man sieht wie unterwürfig manche kirchliche Mitarbeiter aber auch Priester, Bischöfe gar Kardinäle dem Geist der Welt zu diensten sind. Sie wollen keinen Konflikt mit den Menschen sie wollen Harmonie.

Jesus dort nachzufolgen, wo es Spott und Verfolgung gibt ist nicht leicht. Die Anpassung an "die Welt" ist für jeden von uns eine Gefahr. Da brauchen wir gar nicht auf Priester oder Bischöfe schauen. Die Gespaltenheit beginnt in unserem Herzen.

 

Ich denke an die Menschen die Tag täglich getreten, geschlagen, entwürdigt, gedemütigt, verachtet und verlästert werden. Wer wagt zwecks ihrer den Konflikt mit den Menschen?

Es gibt in der Kirche immer wieder Menschen )Don Bosco, Johannes Vianney, Elisabethh von Thüringen, Mutter Teresa) die sich sehr kraftvoll und deutlich für die Armen einsetzen.

 

Verkünden alleine ist zu wenig, wenn die Menschen das Wort Gottes hören aber nicht nach ihm handeln, ist es die Aufgabe von Priester, Bischöfe, Kardinäle den Konflikt mit der Welt zu wagen.
Erste Aufgabe von Priestern Bischöfen ist sicher nicht Konflikte zu wagen- sondern heilig zu leben und den Menschen Christus zu bringen- durchaus auch auf positive Weise.

 

Jesus hat nicht am Kreuz vorbei gelehrt er wagte den Konflikt mit den Menschen seiner Zeit er ging den Weg bis an den harten Stamm des Kreuzes, diesen Weg des Herrn folgten durch die Jahrhunderte viele Martyrer und Blutzeugen des Glaubens.

 

Dass der Weg zur Auferstehung nur "am Kreuz vorbei" geschieht, sondern über das Kreuz - da kann ich dir zustimmen.

 

Dürfen WIR den bequemen Weg des Opportunismus wählen, dürfen wir den Konflikt mit der Welt weichen?
Das sollten wir keinesfalls - und mit der Umkehr immer bei uns selbst beginnen ist der fruchtbarste Weg auch wenn er manchmal furchtbar ist, weil´s weh tut, bei sich selbst anzufangen.
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Ab und zu möchte man aus der Haut fahren, wenn man sieht wie unterwürfig manche kirchliche Mitarbeiter aber auch Priester, Bischöfe gar Kardinäle dem Geist der Welt zu diensten sind. Sie wollen keinen Konflikt mit den Menschen sie wollen Harmonie.

Jesus dort nachzufolgen, wo es Spott und Verfolgung gibt ist nicht leicht. Die Anpassung an "die Welt" ist für jeden von uns eine Gefahr. Da brauchen wir gar nicht auf Priester oder Bischöfe schauen. Die Gespaltenheit beginnt in unserem Herzen.

 

Vorsicht wer den Konflikt wagt - kann in seiner Existenz bedroht sein. Ein Familienvater hat eine Verantwortung für seine Kinder ein Priester oder Bischof hat eine gesicherte Existenz.

 

Ich denke an die Menschen die Tag täglich getreten, geschlagen, entwürdigt, gedemütigt, verachtet und verlästert werden. Wer wagt zwecks ihrer den Konflikt mit den Menschen?

Es gibt in der Kirche immer wieder Menschen )Don Bosco, Johannes Vianney, Elisabethh von Thüringen, Mutter Teresa) die sich sehr kraftvoll und deutlich für die Armen einsetzen.

 

Gut, dann werden mutmaßlich Don Bosco, Johannes Vianney, Elisabethh von Thüringen, Mutter Teresa vor dem Gericht Gottes zu den Gerechten gezählt. Sie hatten verstanden.

 

Verkünden alleine ist zu wenig, wenn die Menschen das Wort Gottes hören aber nicht nach ihm handeln, ist es die Aufgabe von Priester, Bischöfe, Kardinäle den Konflikt mit der Welt zu wagen.
Erste Aufgabe von Priestern Bischöfen ist sicher nicht Konflikte zu wagen- sondern heilig zu leben und den Menschen Christus zu bringen- durchaus auch auf positive Weise.

 

Ich sehe keine Erste Aufgabe oder Zweite Aufgabe von Priestern und Bischöfen ich sehe nur die komplette -ganze- Nachfolge von Jesus Chrsitus in der Verkündigung und dem Kreuz tragen.

Jesus hat nicht am Kreuz vorbei gelehrt er wagte den Konflikt mit den Menschen seiner Zeit er ging den Weg bis an den harten Stamm des Kreuzes, diesen Weg des Herrn folgten durch die Jahrhunderte viele Martyrer und Blutzeugen des Glaubens.

 

Dass der Weg zur Auferstehung nur "am Kreuz vorbei" geschieht, sondern über das Kreuz -da kann ich dir zustimmen.

 

Dürfen WIR den bequemen Weg des Opportunismus wählen, dürfen wir den Konflikt mit der Welt weichen?
Das sollten wir keinesfalls - und mit der Umkehr immer bei uns selbst beginnen ist der fruchtbarste Weg auch wenn er manchmal furchtbar ist, weil´s weh tut, bei sich selbst anzufangen.

 

 

Man kann nicht immer und immer wieder antworten ich muss bei mir selbst beginnen, wenn ich einmal begonnen habe, dann kann ich nicht wieder mit den Anfang beginnen, dann kann ich nur weiter machen. Mancher wartet immer darauf das endlich begonnen wird, und übersieht dabei, das viele schon lange begonnen haben. Er aber den Start verschlafen hat, dann heißt es, einfach sofort anzufangen ohne immer nur auf die anderen zu blicken.

 

Ich denke der folgende Text von Johann Scheffler, 1668 bringt das gesagte auf den Punkt.

 

1. Mir nach spricht Christus unser Held,

 

mir nach ihr Christen alle.

 

Verleugnet euch, verlaßt die Welt,

 

folgt meinem Ruf und Schalle,

 

nehmt euer Kreuz und Ungemach

 

auf euch, folgt meinem Wandel nach.

 

 

 

2. Ich bin das Licht. Ich leucht euch für

 

mit meinem heilgen Leben.

 

Wer zu mir kommt und folget mir,

 

darf nicht im Finstern schweben.

 

Ich bin der Weg, ich weise wohl,

 

wie man wahrhaftig wandeln soll.

 

 

 

3. Fällt euch zu schwer? Ich geh voran,

 

ich steh euch an der Seite.

 

Ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn,

 

bin alles in dem Streite.

 

ein böser Knecht, der still kann stehn,

 

sieht er voran den Feldherrn gehn.

 

 

 

4. Wer seine Seel zu finden meint,

 

wird sie ohn mich verlieren.

 

Wer sie um mich verlieren scheint,

 

wird sie nach Hause führen.

 

Wer nicht sein Kreuz nimm und folgt mir,

 

ist mein nicht wert und meiner Zier.

 

 

 

5. So laßt uns denn dem lieben Herrn

 

mit unserm Kreuz nachgehen

 

und wohlgemut, getrost und gern

 

in allen Leiden stehen.

 

Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron

 

des ewgen Lebens nicht davon.

 

"Wachet und betet"

"Wachet und betet"

"Wachet und betet"

Edited by Konrad
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Es gibt in der Kirche immer wieder Menschen )Don Bosco, Johannes Vianney, Elisabethh von Thüringen, Mutter Teresa) die sich sehr kraftvoll und deutlich für die Armen einsetzen.

 

Das ist wahr - darin sollten sie uns Vorbild sein. Ich kann aber bei den Genannten keine besondere Konfliktbereitsschaft erkennen - Liebesbereitsschaft dagegen sehr viel.

 

Das ist die Frage: Sollen wir von uns sagen "Wir haben den Konflikt gewagt" oder sollen wir - mit Papst Benedikt - sagen: Wir haben der Liebe geglaubt?

 

Wie machen wir das Evangelium glaub-würdig? Durch Konflikte, oder durch Liebe?

 

Danke für das Thema, Konrad. Macht denklich (sagt einer, der selbst keinem Konflikt aus dem Wege geht...)

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Es gibt in der Kirche immer wieder Menschen )Don Bosco, Johannes Vianney, Elisabethh von Thüringen, Mutter Teresa) die sich sehr kraftvoll und deutlich für die Armen einsetzen.

 

Das ist wahr - darin sollten sie uns Vorbild sein. Ich kann aber bei den Genannten keine besondere Konfliktbereitsschaft erkennen - Liebesbereitsschaft dagegen sehr viel.

 

Das ist die Frage: Sollen wir von uns sagen "Wir haben den Konflikt gewagt" oder sollen wir - mit Papst Benedikt - sagen: Wir haben der Liebe geglaubt?

 

Wie machen wir das Evangelium glaub-würdig? Durch Konflikte, oder durch Liebe?

 

Danke für das Thema, Konrad. Macht denklich (sagt einer, der selbst keinem Konflikt aus dem Wege geht...)

 

Ja Papst Benedikt - sagt unter anderem Wir haben der Liebe geglaubt?

 

Aber er sagte auch ....der Relativismus, also das Sichtreibenlassen von jedem Widerstreit der Meinungen, als die einzige Haltung erscheint, die auf der Höhe der heutigen Zeit ist. Es entsteht eine Diktatur des Relativismus, die nichts als endgültig anerkennt und als letzten Maßstab nur das eigene Ich und seine Wünsche gelten lässt.

Wir hingegen haben einen anderen Maßstab: den Sohn Gottes, den

wahren Menschen. Er ist das Maß des wahren Humanismus. "Erwachsen" ist nicht ein Glaube, der den Wellen der Mode und der letzten Neuerung folgt; erwachsen und reif ist ein Glaube, der tief in der Freundschaft mit Christus wurzelt. Es ist diese Freundschaft, die uns für alles offen macht, was gut ist, und die uns die Richtschnur der Unterscheidung zwischen wahr und falsch, zwischen Betrug und Wahrheit schenkt. Diesen erwachsenen Glauben müssen wir zum Reifen bringen, zu diesem Glauben müssen wir die Herde Christi führen. Und es ist dieser Glaube - allein der

Glaube - der Einheit schafft und sich in der Liebe verwirklicht. Im Kontrast zu den immer neuen Wechselfällen jener, die wie Kleinkinder von den Wellen hin- und hergeworfen werden, bietet uns der heilige Paulus als grundlegende Formel der christlichen Existenz eine schöne Formulierung an: Die Wahrheit in der Liebe tun.

 

Joseph Kardinal Ratzinger war wahrlich nicht als konfliktscheu bekannt. Er wagte den Konflikt, wenn es ihm für nötig und angebracht erschien und er sich dadurch zum Handeln gezwungen sah.

 

Ein Papst trägt Konflikte nicht öffentlich aus, ein Papst kann diplomatisch agieren ein Papst biedert sich auch keiner weltlichen oder gesellschaftlichen Macht oder Medium an. Ein Papst ist ein Souverän er beugt sich keiner gesellschaftlichen Strömung oder den Medien er verkündet das Wort Gottes autark.

 

Den öffentlichen Konflikt mit den Papst wagen die Menschen der Welt noch nicht.

 

"Wachet und betet"

"Wachet und betet"

"Wachet und betet"

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Wie machen wir das Evangelium glaub-würdig? Durch Konflikte, oder durch Liebe?

 

Das eine schliesst das andere nicht aus. Wenn Jesus seinen Jüngern die Füsse wäscht, tut er das aus Liebe. Er weiss allerdings was ihn diese Liebe kosten wird. Er weiss dass Petrus dem Konflikt erst einmal aus dem Wege geht, aber dass seine Liebe zu ihm ihn wieder zurückholt. Im Konflikt erweist sich am besten die Liebe. Petrus findet zur Liebe zurück (er weint über seine Sünde), Judas traut nur seinem eigenen Handeln (er nimmt sich das Leben)! Das sind die zwei Wege mit Konflikt umzugehen. Der eine ist gut, der andere ist schlecht. Dazwischen gibt es nichts!

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