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Bibelstellen wörtlich nehmen?


Susa

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Hallo,

 

ich muss zur Zeit ständig drüber nachdenken, welche Bibelstellen ich wörtlich nehmen sollte und welche lieber nicht.

 

Noch vor nicht allzulanger Zeit habe ich so ziemlich alle Bibelstellen wörtlich genommen, was natürlich Quatsch ist.

 

Aber z.B. die Stelle im Buch Hiob, Kapitel 1: Gott und Satan quatschen.

 

Das ist doch nur der menschliche Erklärungsversuch für die Vorkommnisse in Hiobs Leben, oder?

Aber wenn doch die Bibel vom Heiligen Geist eingegeben ist, dann wird da ja wohl kaum drin stehen, dass Gott mit Satan redet, wenn das nicht stimmt.

 

Oder ist das einfach Gottes Art uns mitzuteilen, wie wir mit "Hiob-Situationen" umgehen sollen?

 

 

Dann die Schöpfungsgeschichte: Mir wurde erzählt, dass wären eben Geschichten, wie sich die Leute die Entstehung der Welt damals vorgestellt haben.

Und irgendwann hat es halt jemand aufgeschrieben.

 

Ebenso soll es Abraham als historische Gestalt nicht gegeben haben.

 

Wo sind denn dann die grenzen, wenn ich alles nur als symbolich betrachte?

 

Für meinen Glauben sind diese Dinge nicht entscheident, aber ich möchte schon gerne wissen, was ich in der Bibel wie aufnehmen soll.

 

Da gibts doch bestimmt katholische Leitfäden?

 

Liebe Grüße,

Susa

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OneAndOnlySon

Die Bibel ist ja - zumindest aus meiner Sicht - keine Enzyklopädie von Himmel und Erde, sondern ein Glaubensbuch. Daraus ergibt sich für mich, dass alles, was in der Bibel steht, eine Bedeutung für uns Menschen und unseren Glaubensweg hat.

 

In wieviel Tagen die Welt in welcher Reihenfolge erschaffen wurde ist aber für den einzelnen Menschen und seine Beziehung zu Gott relativ egal. Wichtig sind die Aussagen, die in dem Text über die Beziehung Gottes zu seiner Schöpfung gemacht werden. Nehmen wir zum Beispiel die Schöpfungswoche. Gott beschäftigt sich immer, wenn er nicht ruht, mit seiner Schöpfung. Wir sind also nicht nur sowas wie sein Hobby, sondern Gott liebt seine Schöpfung so sehr, dass er sein ganzes Tun für sie einsetzt.

 

Das widerspricht ja auch nicht der Eingebung durch den Heiligen Geist. So wie Gott einem aber auch im Gebet nicht direkt in ganzen Sätzen antwortet, so hat auch der Heilige Geist den Autoren der Bibel den Text nicht diktiert, sondern ihn durch Erfahrungen und Emotionen eingegeben. Die Wahrheit in der Bibel ist also, dass dort nichts falsches über die Beziehung Gottes zu seiner Schöpfung enthalten ist.

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Wir haben über dieses Thema gerade in einem anderen Forum geschrieben. Das Thema war Sprache und die Wandlung von Sprache, die Veränderung der Bedeutung von Worten. Kann es nicht sein, dass die Bibel in einer Bildsprache spricht, weil damit die Begebenheiten durch eine Geschichte weitergegeben wird, deren Bedeutung sich insgesamt ehr weniger verändert, als die Bedeutung einzelner Worte, mit denen man sonst eine Begebenheit umreißen würde? (Typisches Wort, dessen Bedeutung sich grundlegend binnen kürzester Zeit völlig geändert hat ist geil.) Der Sinn einer Geschichte lässt sich immer noch erkennen, auch wenn die Bedeutung einzelner Worte sich im Laufe der Zeit ändern. Daher würde ich es als sehr sinnvoll und weitsichtig ansehen, wenn wichtige Begebenheiten auf diese Weise an kommende Generationen weitergegeben werden.

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Noch vor nicht allzulanger Zeit habe ich so ziemlich alle Bibelstellen wörtlich genommen, was natürlich Quatsch ist.

 

Auch wenn du auf meine Meinung wahrscheinlich nur bedingt Wert legt :lol: will ich sie dennoch mal kund tun :huh:

 

Dass gerade Prophezeiungen und die Reden von Jesus sehr oft in Bildern gehalten sind, ist denke ich klar. Das ist - finde ich - aber auch immer sehr leicht zu erkennen. Oft steht ja auch dabei "ich sah etwas wie..." oder "Jesus sagte dieses Gleichnis" etc. Dass es hier nur um die Message geht, die bildlich verpackt wurde, dürfte wahrscheinlich keine Frage sein.

 

Aber was ist mit dem Rest? Was spricht dagegen, dass Gott die Welt in nur 7 Tagen erschuf? Er ist allmächtig, er hätte es auch in 7 Sekunden geschafft.

Warum sollten er und Satan nicht miteinander reden? Satan ist der Ankläger, bei wem soll er anklagen, wenn nicht bei Gott?

Wieso sollte es nicht stimmen, dass Israel durch das Meer ging und die Ägypter ertranken. Dazu gibt es m.W. sogar historische Belege, dass in dem Zeitraum plötzlich ein Pharao "abhanden kam"...

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Aber was ist mit dem Rest? Was spricht dagegen, dass Gott die Welt in nur 7 Tagen erschuf? Er ist allmächtig, er hätte es auch in 7 Sekunden geschafft.

Warum sollten er und Satan nicht miteinander reden? Satan ist der Ankläger, bei wem soll er anklagen, wenn nicht bei Gott?

Wieso sollte es nicht stimmen, dass Israel durch das Meer ging und die Ägypter ertranken. Dazu gibt es m.W. sogar historische Belege, dass in dem Zeitraum plötzlich ein Pharao "abhanden kam"...

 

Das Eine ist, dass Gott die Welt sehr wohl in sieben Tagen hätte erschaffen können. Das andere, dass Er es sehr wahrscheinlich nicht getan hat. Wenn man als Christ allzu sehr darauf beharrt, dass auch eine solche Stelle wörtlich zu nehmen ist, verzettelt man sich nur allzu leicht in Diskussionen und erreicht das Gegenteil. Wenn der Diskussionsgegner belegt, dass die Schöpfung länger als sieben Tage gedauert haben dürfte, dann kann er manche Christen auch davon überzeugen, dass es überhaupt keine Schöpfung gab.

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Angelocrator
Aber was ist mit dem Rest? Was spricht dagegen, dass Gott die Welt in nur 7 Tagen erschuf?

 

Die Erkenntnisse der Wissenschaft.

 

Wieso sollte es nicht stimmen, dass Israel durch das Meer ging und die Ägypter ertranken. Dazu gibt es m.W. sogar historische Belege, dass in dem Zeitraum plötzlich ein Pharao "abhanden kam"...

 

Dazu gibt es keine historischen Belege. Du sollst nicht alles glauben, was evengelikale Prediger Dir vorluegen, nur um eine woertliche Auslegung der Bibel zu rechtfertigen.

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Dazu gibt es keine historischen Belege. Du sollst nicht alles glauben, was evengelikale Prediger Dir vorluegen, nur um eine woertliche Auslegung der Bibel zu rechtfertigen.

 

Oh, bist du allwissend, hast alle potentiellen Belege gehört und geprüft? :huh:

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Das Eine ist, dass Gott die Welt sehr wohl in sieben Tagen hätte erschaffen können. Das andere, dass Er es sehr wahrscheinlich nicht getan hat.

Wer sagt das denn? Es war doch keiner dabei.

 

 

Wenn man als Christ allzu sehr darauf beharrt, dass auch eine solche Stelle wörtlich zu nehmen ist, verzettelt man sich nur allzu leicht in Diskussionen und erreicht das Gegenteil.

 

Klar, geht aber umgekehrt genauso. Also:

 

Wenn man als Christ allzu sehr darauf beharrt, dass auch eine solche Stelle nicht wörtlich zu nehmen ist, verzettelt man sich nur allzu leicht in Diskussionen und erreicht das Gegenteil.

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Die Angelika

hallo Susa

 

 

du kannst die Bibel wörtlich nehmen oder ernst nehmen. ICh empfehle dir, sie ernst zu nehmen

 

alles Liebe

 

Angelika

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Die Angelika

hallo

 

Das Eine ist, dass Gott die Welt sehr wohl in sieben Tagen hätte erschaffen können. Das andere, dass Er es sehr wahrscheinlich nicht getan hat.

Wer sagt das denn? Es war doch keiner dabei.

 

 

Weil eben keiner bei der SChöpfung dabei war, kann sie auch nicht stattgefunden haben und die Evolutionstheorie stimmen. Mit dieser Entgegnung hast du nichts gewonnen

 

alles Liebe

 

Angelika

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Angelocrator

Dazu gibt es keine historischen Belege. Du sollst nicht alles glauben, was evengelikale Prediger Dir vorluegen, nur um eine woertliche Auslegung der Bibel zu rechtfertigen.

 

Oh, bist du allwissend, hast alle potentiellen Belege gehört und geprüft? :huh:

 

Es gibt keine Belege fuer die Moses-Geschichte und den Auszug der Israeliten aus Aegypten, also gibt's auch nichts zu pruefen.

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Angelocrator

Das Eine ist, dass Gott die Welt sehr wohl in sieben Tagen hätte erschaffen können. Das andere, dass Er es sehr wahrscheinlich nicht getan hat.

Wer sagt das denn? Es war doch keiner dabei.

 

 

Klasse Logik: wenn keiner bei einem Ereigniss dabei war, kann man auch keine Aussagen darueber machen. Nach der Logik koennen Verbrecher nur verurteilt werden, wenn es einen Tatzeugen gibt. Fingerabdruecke, DNA, etc. ist alles nutzlos, es war ja keiner dabei.

 

Hoffentlich wird jemand wie Du niemals Richter.

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Es gibt keine Belege fuer die Moses-Geschichte und den Auszug der Israeliten aus Aegypten, also gibt's auch nichts zu pruefen.

 

Also bist du allwissend und weißt, dass auf dieser großen Erde, in dieser langen Menschheitsgeschichte niemals jemand einen Hinweis gefunden hat und auch, dass es keinen gibt, der noch gefunden werden muss.

Hut ab, vielleicht solltest du Papst werden...

 

:huh:

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Also bist du allwissend und weißt, dass auf dieser großen Erde, in dieser langen Menschheitsgeschichte niemals jemand einen Hinweis gefunden hat und auch, dass es keinen gibt, der noch gefunden werden muss.

 

Typische Kreationistenverteidigung. Kannst Du irgend jemanden nennen, der in dieser langen Menschheitsgeschichte einen Hinweis gefunden hat, den man überprüfen könnte?

Was noch nicht gefunden ist, kann auch nicht überprüft werden.

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Also bist du allwissend und weißt, dass auf dieser großen Erde, in dieser langen Menschheitsgeschichte niemals jemand einen Hinweis gefunden hat und auch, dass es keinen gibt, der noch gefunden werden muss.

 

Typische Kreationistenverteidigung. Kannst Du irgend jemanden nennen, der in dieser langen Menschheitsgeschichte einen Hinweis gefunden hat, den man überprüfen könnte?

Was noch nicht gefunden ist, kann auch nicht überprüft werden.

 

Ich muss nochmal nachschauen, ich hab durchaus einen Vortrag gehört über die Pharaonen etc, weiß es aber nimmer auswendig.

 

Und: was ist z.B. mit den Qumran (Name?) Rollen? Hätte wohl niemand gedacht, dass man sowas noch finden würde...

Und so gibt es viele Ausgrabungen, die erst in den letzten 50 jahren Dinge aus der Bibel bestätigten, die man für Quatsch gehalten hatte.

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Mal eine Frage in die Runde:

 

Welchen Grund hätte Gott, seinen Kindern Märchen aufzutischen (von 6 Tagen, von Auszug, von Flut,...)?

Warum sollte er sie anlügen?

Was hätte er davon, ihnen Stories zu erzählen, die nicht stimmen?

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Aber was ist mit dem Rest? Was spricht dagegen, dass Gott die Welt in nur 7 Tagen erschuf? Er ist allmächtig, er hätte es auch in 7 Sekunden geschafft.

Warum sollten er und Satan nicht miteinander reden? Satan ist der Ankläger, bei wem soll er anklagen, wenn nicht bei Gott?

Wieso sollte es nicht stimmen, dass Israel durch das Meer ging und die Ägypter ertranken. Dazu gibt es m.W. sogar historische Belege, dass in dem Zeitraum plötzlich ein Pharao "abhanden kam"...

 

Wie Martin schon sagte: Sicher hätte er es tun können (mal unter der Prämisse, dass es Gott gibt). Aber "können" heisst nicht "getan haben". Und da keiner dabei war, kann sowohl das eine, wie auch das andere, wie auch das komplett-andere wahr sein.

 

Auf der anderen Seite haben wir als Menschen unsere eigenen Erkenntnisse über die Wirklichkeit gewonnen. Und die stimmen nun mal in einigen Fällen nicht mit den Texten aus der Bibel überein. Die Erde ist z.B. nun mal älter als 6000 Jahre und Dinos und Menschen haben nicht zur selben Zeit auf diesem Planeten gelebt. Um hier die Wirklichkeit an die Bibel anzupassen, müsste man eine Reihe kompletter Wissenschaften für ungültig erklären (inklusive der, die es ermöglichen, dass wir hier überhaupt kommunizieren können): Paläontologie, Geologie, Geschichte, Physik, Chemie u.a.

 

Die Frage ist doch, welchen Stellenwert als Gläubiger man der Bibel beimisst. Ist es denn für den "wahren" Glauben unabdingbar, dass man sie vollständig wörtlich nehmen muss oder reicht es nicht zu wissen, dass die Bibel auch "nur" von Menschen mit ihrem damaligen Wissenshorizont geschrieben wurde? Ist nicht der dahinterliegende Gedanke viel wichtiger, dass es ihnen viel mehr darum ging, Gott zu preisen und sein Wirken aus ihrer damaligen Sicht heraus zu erklären?

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Franciscus non papa
Mal eine Frage in die Runde:

 

Welchen Grund hätte Gott, seinen Kindern Märchen aufzutischen (von 6 Tagen, von Auszug, von Flut,...)?

Warum sollte er sie anlügen?

Was hätte er davon, ihnen Stories zu erzählen, die nicht stimmen?

 

 

wieso märchen - die wesentlich aussage der schöpfungsgeschichte ist: gott ist der schöpfer des himmels und der erde. das sollten die menschen erfahren und das wurde ihnen in der sprache ihrer zeit gesagt.

 

hätte gott was vom urknall offenbaren sollen? oder die relativitätstheorie, vielleicht noch ein lehrbuch der mathamatik dazulegen sollen?

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Angelocrator

Es gibt keine Belege fuer die Moses-Geschichte und den Auszug der Israeliten aus Aegypten, also gibt's auch nichts zu pruefen.

 

Also bist du allwissend und weißt, dass auf dieser großen Erde, in dieser langen Menschheitsgeschichte niemals jemand einen Hinweis gefunden hat und auch, dass es keinen gibt, der noch gefunden werden muss.

Hut ab, vielleicht solltest du Papst werden...

 

:huh:

 

Na dann belehre mich eines besseren und zeige mir einen Beleg.

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Und so gibt es viele Ausgrabungen, die erst in den letzten 50 jahren Dinge aus der Bibel bestätigten, die man für Quatsch gehalten hatte.

 

Aber ebenso das Gegenteil. Die Landnahme Palästinas ist unter archäologischen Gesichtspunkten anders abgelaufen als die Bibel schildert.

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Angelocrator
Und so gibt es viele Ausgrabungen, die erst in den letzten 50 jahren Dinge aus der Bibel bestätigten, die man für Quatsch gehalten hatte.

 

Zum Beispiel?

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Angelocrator
Mal eine Frage in die Runde:

 

Welchen Grund hätte Gott, seinen Kindern Märchen aufzutischen (von 6 Tagen, von Auszug, von Flut,...)?

Warum sollte er sie anlügen?

Was hätte er davon, ihnen Stories zu erzählen, die nicht stimmen?

 

Gott hat keine dieser Geschichten selbst aufgeschrieben, also kann Gott auch kein Luegner sein (selbst wenn er existiert).

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Mal eine Frage in die Runde:

 

Welchen Grund hätte Gott, seinen Kindern Märchen aufzutischen (von 6 Tagen, von Auszug, von Flut,...)?

Warum sollte er sie anlügen?

Was hätte er davon, ihnen Stories zu erzählen, die nicht stimmen?

 

Die Fragen kann man aber nur unter Prämisse stellen (und beantworten), dass Gott der wortwörtlicher Verfasser dieser Texte ist. Es besteht aber durchaus die Möglichkeit, dass diese Texte von Menschen stammen. :huh:

 

(Was nicht gleichbedeutend damit ist, dass diese Texte erstunken und erlogen seien)

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wieso märchen - die wesentlich aussage der schöpfungsgeschichte ist: gott ist der schöpfer des himmels und der erde. das sollten die menschen erfahren und das wurde ihnen in der sprache ihrer zeit gesagt.

 

hätte gott was vom urknall offenbaren sollen? oder die relativitätstheorie, vielleicht noch ein lehrbuch der mathamatik dazulegen sollen?

 

Er hätte schreiben können (z.B.) und Gott sprach: "es werde" und es gab eine große Explosion. So entstand das erste Leben, das Gott dazu bewegte, sich langsam weiter zu entwickeln. Und über viele Jahre hinweg entstanden Pflanzen und Tiere und am Ende, nach eine langen zeit, entstand der Mensch, den Gott sein Kind nannte bla bla bla.

 

Wenn er uns aber sagt, er habe die Welt in 6 Tagen geschaffen und er hat es nicht, dann lügt er.

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