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Glaubensbekenntnis (nach H. Rosenstock)


Long John Silver

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Long John Silver

Kennt jemand von euch dieses Glaubenskekenntnis? Wir haben es geetern im Gottesdienst gebetet und ich finde es sehr schön.

 

 

Ich glaube an Gott,

die Kraft,

die uns wie am ersten Schöpfungstag

ins Leben ruft.

 

Und an Jesus Christus,

das Gotteskind,

von Maria zur Welt gebracht.

Das gottbegabte Menschenkind

hat mit Brüdern und Schwestern gelebt,

sie geheilt und aufgerichtet,

doch gelitten

unter den Menschen,

die an das Gesetz des Todes glaubten.

Ist hineingegangen

In die Mitte des Todes,

wurde von Menschen

in ein Grab getragen,

von Gott

neu ins Leben gerufen.

Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen,

denen Gott Macht verleiht.

Von dort

kommt die Botschaft zum Leben

an die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube,

dass Gottes Geist

lebendig macht,

zur Liebe befähigt,

zur Vergebung ruft,

zur Wachsamkeit drängt

und zum Leben auffordert

ewig.

Amen.

 

(Glaubensbekenntnis nach H. Rosenstock)

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Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen,

denen Gott Macht verleiht.

Schwachsinn - ja nee ist klar!

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Kennt jemand von euch dieses Glaubenskekenntnis? Wir haben es geetern im Gottesdienst gebetet und ich finde es sehr schön.

 

Ich kenne es, habe es auch schon gebetet und finde es ebenfalls sehr schön!

 

Und Erich, zu dem, was du als Schwachsinn bezeichnest: das ist u.a. der Inhalt des Magnificat

 

 

 

Susanne

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wolfgang E.
Kennt jemand von euch dieses Glaubenskekenntnis? Wir haben es geetern im Gottesdienst gebetet und ich finde es sehr schön.

 

Ich kenne es, habe es auch schon gebetet und finde es ebenfalls sehr schön!

 

Und Erich, zu dem, was du als Schwachsinn bezeichnest: das ist u.a. der Inhalt des Magnificat

Susanne

Danke LJ ich kannte das Glaubensbekenntnis nicht, finde es aber wunderschön. Und die besondere Zuwendung Jesu zu den Ohnmächtigen ist für mich eine der ganz zentralen Aussagen der Evangelien.

 

In der Gerichtsrede Mt.25,35 heißt es

Ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.36 Ich bin nackt gewesen und ihr habt mich gekleidet. Ich bin krank gewesen und ihr habt mich besucht. Ich bin im Gefängnis gewesen und ihr seid zu mir gekommen.

Und ein wenig später

Wahrlich, ich sage euch: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

 

Da ist nur von der Hilfe für die Ohnmächtigen die Rede und es wird nicht gesagt

Ihr ward so fromm.....ihr habt an der Tadition kein Jota geändert....., ihr habt keinen ausserehelichen Sex gehabt......ihr habt jedesmal wenn ihr mit eurer Frau geschlafen habt Kinder gezeugt....

Das alles scheint gegenüber der Hilfe für die Schwachen nebensächlich.....

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Mariamante
Ihr ward so fromm.....ihr habt an der Tadition kein Jota geändert....., ihr habt keinen ausserehelichen Sex gehabt......ihr habt jedesmal wenn ihr mit eurer Frau geschlafen habt Kinder gezeugt....

Das alles scheint gegenüber der Hilfe für die Schwachen nebensächlich

Wird da nicht ein bisserl instrumentalisiert?

 

Stehen nicht in der Bibel die Worte: "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es der mich liebt?" Haben die Gebote Gottes im 20 Jhdt. der sexuellen Freizügigkeit ihre Gültigkeit verloren- oder nur das 6. und 9.?

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Peter...

 

ich denke es geht hier um Beistand für die Ohnmächtigen ohne Bedingung...

Jesus stellte sich nicht erst vor die Sünderin, nachdem er sie fragte, ob sie denn bereit sei von ihren Sünden abzulassen.... gelle :huh:

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Mariamante
Peter...

 

ich denke es geht hier um Beistand für die Ohnmächtigen ohne Bedingung...

Jesus stellte sich nicht erst vor die Sünderin, nachdem er sie fragte, ob sie denn bereit sei von ihren Sünden abzulassen.... gelle :huh:

 

Dieser Beistand ist richtig und wichtig. Aber das als Anlaß nehmen, indirekt Gebote Gottes aufzudröseln gefällt mir nicht. Gesegnetes Pfingstfest.

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Dieser Beistand ist richtig und wichtig. Aber das als Anlaß nehmen, indirekt Gebote Gottes aufzudröseln gefällt mir nicht. Gesegnetes Pfingstfest.

 

Nun, wenn ich Wolfgangs Text lese...

 

Da ist nur von der Hilfe für die Ohnmächtigen die Rede und es wird nicht gesagt

 

... sehe ich darin die Mahnung, Hilfe nicht an Bedingungen knüpfen zu wollen.

Wie Du auf Deinen Rückschluß kommst..... entzieht sich meiner Kenntnis.

 

Wie auch immer, Dir auch den Segen Gottes

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wolfgang E.
Peter...

 

ich denke es geht hier um Beistand für die Ohnmächtigen ohne Bedingung...

Jesus stellte sich nicht erst vor die Sünderin, nachdem er sie fragte, ob sie denn bereit sei von ihren Sünden abzulassen.... gelle :huh:

 

Dieser Beistand ist richtig und wichtig. Aber das als Anlaß nehmen, indirekt Gebote Gottes aufzudröseln gefällt mir nicht. Gesegnetes Pfingstfest.

Alte Volksweisheit - "Wie der Schelm ist, so denkt er".

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Gibt es zum Thema (dem von LJS zitierten Glaubensbekenntnis) noch mehr? Zum Thema, wie wichtig die kirchliche Sexuallehre ist, gibt es, denke ich, andere Threads.

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Und Erich, zu dem, was du als Schwachsinn bezeichnest: das ist u.a. der Inhalt des Magnificat

Du scheinst das Magnifikat nicht zu kennen, liebe Susanne, da steht es nicht so verschwommen und politisch korrekt weichgespült , sondern:

 

Er stürzt die Mächtigen vom Thron

und erhöht die Niedrigen.

 

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben

und lässt die Reichen leer ausgehen.

 

Pfingstlichen Gruß

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dem von LJS zitierten Glaubensbekenntnis

das ist kein Glaubensbekenntnis, sondern eine Erklärung, die auch für die Schwerkraft passen würde:

 

 

Ich glaube an Gott,

die Schwerkraft,

die uns wie am ersten Schöpfungstag

auf die Nase fallen läßt........

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Ist hineingegangen

In die Mitte des Todes,

was ist denn die "Seite" des Todes, wenn es schon eine Mitte gibt? Und wohin kommt man, wenn man diesen Seiteneingang nimmt - falls man es kann. Wie geht das??

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wolfgang E.

Auf dies unsinnige Art kann ich jedes Gebet zerblöde(l)n. :k035:

 

Persönlichen Angriff gelöscht

Edited by MartinO
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wolfgang E.

Und Erich, zu dem, was du als Schwachsinn bezeichnest: das ist u.a. der Inhalt des Magnificat

Du scheinst das Magnifikat nicht zu kennen, liebe Susanne, da steht es nicht so verschwommen und politisch korrekt weichgespült , sondern:

 

......

.....und erhöht die Niedrigen.

 

Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen,

........denen Gott Macht verleiht.

 

Ich vermag den profunden Unterschied nicht zu erkennen, der den Vorwurf der Unkenntnis rechtfertigen könnte. Ich erkenne nur den Wunsch, jemanden und etwas herunter zu machen. :huh:

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Long John Silver
Ich vermag den profunden Unterschied nicht zu erkennen, der den Vorwurf der Unkenntnis rechtfertigen könnte. Ich erkenne nur den Wunsch, jemanden und etwas herunter zu machen. :lol:

 

 

 

Reg dich nicht auf, Wolfgang. Das lohnt die Mühe nicht.

 

Der Text spricht seine eigene Sprache. Erich muss ihn nicht nachsagen. Er muss ihn weder akzeptieren noch begreifen. Es ist sein Ding, wie er mit solchen Sachen umgeht - wenn's ihm auf diese Art Freude macht, wird man nichts dran ändern können. Zynismus ist ein Gift, das man nicht mehr aus rauskriegt, wenn man sich zu sehr darauf einlässt. Scheint hier eingetroffen zu sein, dieser Fall.

 

Jedenfalls - ich wollte es einfach gern mit euch teilen und freue mich, dass es gefällt und auch sogar bekannt ist :huh:

 

Und wem es nicht gefällt oder nichts sagt, der kann es ja einfach beiseite legen.

 

Silver

Edited by Long John Silver
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Wer sich eine Verwarnung abholen möchte, darf gern weiter persönlich beleidigen. Die anderen werden gebeten, zur Sache zu posten. Danke!

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Die Angelika

hallo Silver

 

Reg dich nicht auf, Wolfgang. Das lohnt die Mühe nicht.

 

Der Text spricht seine eigene Sprache. Erich muss ihn nicht nachsagen. Er muss ihn weder akzeptieren noch begreifen. Es ist sein Ding, wie er mit solchen Sachen umgeht - wenn's ihm auf diese Art Freude macht, wird man nichts dran ändern können. Zynismus ist ein Gift, das man nicht mehr aus rauskriegt, wenn man sich zu sehr darauf einlässt. Scheint hier eingetroffen zu sein, dieser Fall.

 

Jedenfalls - ich wollte es einfach gern mit euch teilen und freue mich, dass es gefällt und auch sogar bekannt ist :huh:

 

Und wem es nicht gefällt oder nichts sagt, der kann es ja einfach beiseite legen.

 

Silver

 

danke dafür, dass du diesen schönen Text mit uns teilen willst. Ich mag ihn auch.

Die anschließende Diskussion hat mich an die heftige Diskussion erinnert, die vor einigen Jahren das Credo-Projekt ausgelöst hatte, das von Publik-Forum angestoßen wurde. 1999 hatte der luxemburgische katholische Religionslehrer Jean Louis Gindt das Buch "Credo. Das Apostolische Glaubensbekenntnis - Zeitgenossen erklärt" zu einem 20-seitigen Dossier zusammengefassst. Dieses Dossier gab es bei Publik-Forum. Begleitend dazu kam es zu einem Projekt, bei dem die Leser aufgerufen wurden, persönlich ein Glaubensbekenntnis zu formulieren. Das Echo war so gewaltig, dass aus den vielen Einsendungen drei Bände mit ausgewählten persönlichen Credos veröffentlicht wurden.

Nähere Infos hier zu lesen

 

Ich habe die ersten beiden Bände dvon, den drittenw erde ich mir wohl bei Gelegenheit mal selber schenken. Es sind faszinierende TExte, wenn bisweilen auch sehr unkonventionell. ABer sie lassen mich las Leser in ds Innerste eines gläubigen Menschen blicken.

Ich empfijnde es als respektlos, wenn ein solcher Text dann so abgeurteilt wird, wie es hier getan wurde. Es handelt sich um ein Gebet, und ja, da möge derjenige, der damit nichts anzufangen weiß oder sich davon gar abgestoßen fühlt, wenigstens so viel Respekt vor dem Glauben anderer Mencshen besitzen, dass er einfach mal schweigt.

 

alles Liebe

 

Angelika

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heideggern
Ich glaube an Gott, die Kraft, die uns wie am ersten Schöpfungstag ins Leben ruft.

 

Und an Jesus Christus, das Gotteskind, von Maria zur Welt gebracht.

Das gottbegabte Menschenkind hat mit Brüdern und Schwestern gelebt, sie geheilt und aufgerichtet, doch gelitten unter den Menschen, die an das Gesetz des Todes glaubten.

Ist hineingegangen In die Mitte des Todes, wurde von Menschenin ein Grab getragen, von Gott neu ins Leben gerufen.

Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen, denen Gott Macht verleiht. Von dort kommt die Botschaft zum Leben an die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube, dass Gottes Geist lebendig macht, zur Liebe befähigt, zur Vergebung ruft, zur Wachsamkeit drängt und zum Leben auffordert

ewig.

Amen.

Wer's beten will, der mag es beten, aber es ist schon eine "Weichspülversion"

 

Mal nur ein paar Punkte genannt:

- keine Allmacht Gottes

- weichgespülte Göttlichkeit Jesu

- keine Jungfräulichkeit Mariens

- hist. Personen wie Pilatus fallen ganz weg

- kein Hinweis auf die Wiederkunft des Herrn

- keine Personalität des Hl. Geistes

- keine Hoffung auf Auferstehung

- kein Endgericht

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Und Erich, zu dem, was du als Schwachsinn bezeichnest: das ist u.a. der Inhalt des Magnificat

Du scheinst das Magnifikat nicht zu kennen, liebe Susanne, da steht es nicht so verschwommen und politisch korrekt weichgespült , sondern:

 

Er stürzt die Mächtigen vom Thron

und erhöht die Niedrigen.

 

Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben

und lässt die Reichen leer ausgehen.

 

Pfingstlichen Gruß

 

Hallo Erich!

Und warum wird ein Inhalt zum Schwachsinn, nur weil man ihn mit eigenen Worten zu wiederholen versucht? Die Aussage ist doch die gleiche?!!

Für dich klingt es anscheinend "verschwommener" und "politisch korrekt" - mag sein (mir ist zwar nach wie vor nicht klar, was Negatives daran sein soll, wenn man man den anderen grundsätzlich ernst nimmt und versucht, so zu formulieren, dass man nicht unnötig verletzt, aber egal) - was ändert sich in der Aussage so substanziell, dass das eine gut ist und das andere Schwachsinn? Kannst du mir das bitte erklären?

 

 

 

Oder .... langsam beginne ich vielleicht doch zu verstehen.....es geht dir gar nicht um den Inhalt, sondern um die Kraft in der Sprache?

 

 

Susanne

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Lieber MartinO, ( liebe Susanne, Dich geht das auch an!)

 

also ist ja wirklich komisch, was Du da als persönlichen Angriff wider Wolfgang E. interpretierst. Das gleiche kann ich Dir – und mir auch sagen. Auch Du bist ein „Mächtiger“. Hast vielleicht ein paar Untergebene, Geld, um Dir das zu kaufen, was Du gerne möchtest und hast vielleicht in irgend einem Verein oder gar Pfarrgemeinderat was zu sagen.

 

Ja und da werden die Worte des Magnigfikat, dass solche Macht eitel ist und verloren geht, weil der HERR die Mächtigen vom Throne stürzen wird, nicht gerne gehört. Da ist es besser diesen Teil wegzulassen und nur davon zu sprechen, dass der HERR Ohnmächtigen Macht verleiht. Und ohnmächtig fühlen wir uns ja sehr schnell – brauchen wir nur auf die Steuern zu sehen, die wir zahlen müssen, ob wir wollen oder nicht.

 

Und nochens sag ich Dir: Ich bin reich, Du bist reich und die meisten hier im Forum sind reich. Haben sogar Haus und Hof, Auto und eine Menge Geld auf dem Konto.

 

Und was sagt das Magnifikat zu uns Reichen: Ihr werdet leer ausgehen.

 

Aber so etwas höre ich nicht gerne – und Du?? Sollten wir das nicht im Magnifikat streichen??

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Lieber MartinO, ( liebe Susanne, Dich geht das auch an!)

 

also ist ja wirklich komisch, was Du da als persönlichen Angriff wider Wolfgang E. interpretierst. Das gleiche kann ich Dir – und mir auch sagen. Auch Du bist ein „Mächtiger". Hast vielleicht ein paar Untergebene, Geld, um Dir das zu kaufen, was Du gerne möchtest und hast vielleicht in irgend einem Verein oder gar Pfarrgemeinderat was zu sagen.

 

Ja und da werden die Worte des Magnigfikat, dass solche Macht eitel ist und verloren geht, weil der HERR die Mächtigen vom Throne stürzen wird, nicht gerne gehört. Da ist es besser diesen Teil wegzulassen und nur davon zu sprechen, dass der HERR Ohnmächtigen Macht verleiht. Und ohnmächtig fühlen wir uns ja sehr schnell – brauchen wir nur auf die Steuern zu sehen, die wir zahlen müssen, ob wir wollen oder nicht.

 

Und nochens sag ich Dir: Ich bin reich, Du bist reich und die meisten hier im Forum sind reich. Haben sogar Haus und Hof, Auto und eine Menge Geld auf dem Konto.

 

Und was sagt das Magnifikat zu uns Reichen: Ihr werdet leer ausgehen.

 

Aber so etwas höre ich nicht gerne – und Du?? Sollten wir das nicht im Magnifikat streichen??

Hallo Erich!

Erst mal: es ging primär darum, dass jemand versucht hat, ein Glaubensbekenntnis zu formulieren, das in seiner Sprache wiedergibt, was er glaubt - nicht um das Magnificat.

Du hast einen Teil daraus als Schwachsinn bezeichnet, der ganz einfach genuin biblisch ist. (Warum du das getan hast, ist mir nach wie vor nicht klar. Ich denke jetzt, dass es nicht der Inhalt sondern die Sprache war, die dich gestört hat??)

 

Aber jetzt zu diesem letzten Posting. die Frage nach Macht und Ohnmacht ist eine, mit der man im Leben ständig neu konfrontiert ist. Ich glaube nicht unbedingt, dass deine Art damit umzugehen, wirklich der Weisheit letzter Schluss ist.

Für mich sind es die Seligpreisungen der Bergpredigt, die da eigentlich eine deutliche Sprache sprechen: in der freiwillig zugelassenen Ohnmacht liegt die Kraft und die Zukunft.

Dass Sätze wie die aus dem Magnificat ständige Stachel sind für jemanden, dem es gut geht, das ist so, ja, das empfinde ich auch so. Und wenn man sie als "Reicher und Mächtiger" betet, hat das was Eigenartiges und sticht sogar ziemlich.

 

Ich möchte sie aber keinsfalls streichen, sie sind mir total wichtig.

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Erst mal: es ging primär darum, dass jemand versucht hat, ein Glaubensbekenntnis zu formulieren, das in seiner Sprache wiedergibt, was er glaubt -

 

Ich glaube an Gott,

die Kraft,

die uns wie am ersten Schöpfungstag

ins Leben ruft.

 

Und an Mahatma Ghandi,

das Gotteskind,

von einer normalen Frau zur Welt gebracht.

Das gottbegabte Menschenkind

hat mit Brüdern und Schwestern gelebt,

sie geheilt und aufgerichtet,

doch gelitten

unter den Menschen,

die an das Gesetz des Todes glaubten.

Ist hineingegangen

In die Mitte des Todes,

wurde von Menschen verbrannt

von Gott

neu ins Leben gerufen.

Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen,

denen Gott Macht verleiht.

Von dort

kommt die Botschaft zum Leben

an die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube,

dass Gottes Geist

lebendig macht,

zur Liebe befähigt,

zur Vergebung ruft,

zur Wachsamkeit drängt

und zum Leben auffordert

ewig.

Amen.

 

(Glaubensbekenntnis aber nicht vom Erich!! nur abgewandelt nach einer Steilvorlage von H. Rosenstock)

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Die Angelika

Ich glaube an Gott, die Kraft, die uns wie am ersten Schöpfungstag ins Leben ruft.

 

Und an Jesus Christus, das Gotteskind, von Maria zur Welt gebracht.

Das gottbegabte Menschenkind hat mit Brüdern und Schwestern gelebt, sie geheilt und aufgerichtet, doch gelitten unter den Menschen, die an das Gesetz des Todes glaubten.

Ist hineingegangen In die Mitte des Todes, wurde von Menschenin ein Grab getragen, von Gott neu ins Leben gerufen.

Er sitzt an der Seite der Ohnmöchtlgen, denen Gott Macht verleiht. Von dort kommt die Botschaft zum Leben an die Lebenden und die Toten.

 

Ich glaube, dass Gottes Geist lebendig macht, zur Liebe befähigt, zur Vergebung ruft, zur Wachsamkeit drängt und zum Leben auffordert

ewig.

Amen.

Wer's beten will, der mag es beten, aber es ist schon eine "Weichspülversion"

 

Mal nur ein paar Punkte genannt:

- keine Allmacht Gottes

- weichgespülte Göttlichkeit Jesu

- keine Jungfräulichkeit Mariens

- hist. Personen wie Pilatus fallen ganz weg

- kein Hinweis auf die Wiederkunft des Herrn

- keine Personalität des Hl. Geistes

- keine Hoffung auf Auferstehung

- kein Endgericht

 

 

hallo

 

ich denke, dass wir bei persönlichen Glaubensbekenntnissen einfach beachten müssen, dass es subjektive Momentaufnahmen des persönlichen Glaubens sind.

Das ist etwas anderes als das Apostolische Glaubensbekenntnis und da darf ich dann als Leser/Hörer auch nicht mit demselben Erwartungshorizont rangehen. Da würde man dem Beter nicht gerecht.

Ich habe selber auch schon diverse Glaubensbekenntnisse geschrieben. SIe spiegeln jeweils das wieder, was mir zu diesem Zeitpunkt gerade besonders wichtig war, manchmal immer noch ist. Aber sie erheben nicht den Anspruch auf vollständiger Bestandaufnahme christlichen Glaubens. Sie sind SChlaglichter meines eigenen Glaubensweges.

 

alles Liebe

 

Angelika

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heideggern
hallo

 

ich denke, dass wir bei persönlichen Glaubensbekenntnissen einfach beachten müssen, dass es subjektive Momentaufnahmen des persönlichen Glaubens sind.

Das ist etwas anderes als das Apostolische Glaubensbekenntnis und da darf ich dann als Leser/Hörer auch nicht mit demselben Erwartungshorizont rangehen. Da würde man dem Beter nicht gerecht.

Ich habe selber auch schon diverse Glaubensbekenntnisse geschrieben. SIe spiegeln jeweils das wieder, was mir zu diesem Zeitpunkt gerade besonders wichtig war, manchmal immer noch ist. Aber sie erheben nicht den Anspruch auf vollständiger Bestandaufnahme christlichen Glaubens. Sie sind SChlaglichter meines eigenen Glaubensweges.

Da ist ja auch nix gegen zu sagen, wenn man ganz persönlich gleichsam eine Momentaufnahme, wie Du es nennst, als Glaubensbekenntnis spricht.

 

Aber wenn man diese Momentaufnahme veröffentlicht, druckt, verbreitet und anderen vorlegt, damit sie sie mitbeten können/sollen, dann ist das wohl was ganz anderes.

Dann verläßt man den Rahmen des persönlichen und man tritt damit in die Öffentlichkeit.

 

"Long Dong Silver" schrieb: "Wir haben es gestern im Gottesdienst gebetet".

Damit ist dann auch immer eine Art "Gruppenzwang" verbunden, nach dem Motto: "Wenn Du jetzt nicht mitbetest, fühlen wir uns alle ausgegrenzt!"

Edited by heideggern
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